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Full text of "Juristische Wochenschrift"

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Müll M Jj rr,in, ) 'ifn? 


1 (8g. 1—3,' S. 1—24). 


Htrlin, 2. ^nuuar 1908. 


37. Snljrgnng. 


3uii|UCri|C lDori|fiifd)rift. 

g)rcjau 6 es 5 euf feiert Jlnwaff Vereins. 

$erau§gcgeben fcon 

3nRi{rat Dr. Bupo Bcumanit, 

ÜMtSonnxiIt 6 dm flammcrgcri^l unb Hotat, Sttlm W. 85. 

Drrlag unb (Erpobition: 3J. ’Worfrr ?Jm 6 fi(mbfunii, Hicrftn 8 . 14, Stanjch-cibcrfh-afcf 34. 35. 


für bm 3«bi(nm8 SS Start, «injcln« Summern pn »ogm 30 Sfj. Jnfnalt fcic 2fl«fpattcn« Stlitjd!« 50 Jlfe. CtfltBimam 
übernimmt jefco Smbbanblung imb SoftanftaU fciolc bi« Cowbition Strtin S. 14, StaülArcibcrftr. 34. 86. 


ifnilAlt. 

■pülfalafft fgr »rulfdic 9)dfttbanlti>ltc. S. 1 . — 9)nf|f 

geballt*, H!ittotn< unb fötiftahffe für btulftfie !)lcd|ts 
antoältc. S. 1. — 3»™ ^3«I)reerofd)fcl. Hon Slcumanit. 
S. 1. — 80 m tNdif)bg(ritf|t. Hon ©ob- Sufiigrat Dr. ©relig, 
Suftijrat 2d)ttlt unb §adt. S. 2. — (Hrnnb 

Itgcnbc ®«tfd)tl»nügtn. S. 24. 

jUirrrr flr^tsanniilt nnb Molar 

bei einem gr&fceren StmMgcriipt ber SRarl Branbenburg fuept einen 
jüngeren Affcfjot cocntl. a(* Sojiu«. Angebote unter B. t an 
bie Cfljcbition ber ^uriftifepen Sßocpenfcprift, Berlin S. 14. 

Orfdtäftigtrr älterer ftntoalt 

mit Simultanjulaffung, fudjt ab 1. Januar 1908 für längere ,-{«it 
gettiffenbaften energifepen jüngeren Äollegcn al* lermincuertreter. 
ÖefL Cfferlen mit $*noraranfpr. , am Utbften fon Kollegen mit 
Bureau inmitten btr Stabt unter K. 14 an bie ©spebition biefe* 
©latt e«, Berlin S. 14, erbeten. 


©in bcfdiäftigter iWcrfjttfanttialt unb 9lotar in Berlin, 
fuebl mit SQtffupt auf ein Augenleibcn ju feiner ttnicrfnlpung in 
ben ®efcpäft*ftunbcn einm 

j utiflen 3 ** r i fl c n 

mit angenehmen Umgang^fomun, ber fttnograppicrcn lann. SRtfcrenbar 
in Station beooejugt. Offerten «ab J. S. 5303 beförbert 
Subolf »offe. ©erlin S.W. 

Mcferenbar 

in Station gegen ©ntfcpäbigung »en Ktoil* unb Ärimlnalanwalt 
gefuipt Offerten unter r. 11 an bic 0ef<päfi*{lelIc biefe* Blatte«, 
Berlin S. 14, erbeten. 

längerer XAmunlt 

Wünfcpt Agitation bei einem Sanbgertcpte. Oefl. SRittrilungen erbeten 
unter A. B. 15 an bie ©jpebition biefe* Blatte«, Berlin S. 14. 


mOefTor, 


Stefolbctcv Stnbtvnt. 

35ie Steile eine* befolbeten ^utiftifehen Stabtratc* ifr mögUcpft 
halb ju befeptn. 

Xa<5 (Schalt tft »orbepälllitp befonberer Vereinbarungen mit 
folgt geregelt: 

Änfang*gepalt 6500 SR., H [übrige Steigerungen üon je 600 SR., 
fcöepfigepali 7000 SS., ©enftonebereepiigung unb Hinterbliebenem 
Jyürfcrgc tuep ben gtfcpliipen Bcftimmungen (§ 66 ber Siebte« 
erbnung »cm 30. SHai 1853, §3 14 unb 15 b<* Jiommunalbcamtew 
gefepe« XH'm 30. ®fuli 1899). 

gür ben Jjoü ber Sienftuufähiglcit ober bee tobe« rot 
twQenbetcm 6. Xicnfliahrt wirb *,« bc« Öcpalle® al« ipenfion bcjro. 
bie banaep bemeffene $intcrblicbencm>erfprguug tugefiepert. 

Xie ttbernabme cntgeltlidjcr Slrbenbcftbäftigung bebarf ber 
©enebmigung ber ftäbtifeben Bebörbcn. 

Bewerber, wcUb< bie zweite juriftifebc Staatsprüfung beftanben 
haben, wollen ihre 0efu<bt unter Beifügung ber UR b eine* 

geben «lauft s bi« 16. Januar 1908 an ben SRagiftrat ju $Anben 
be* Oberbürgermcifter« einrei<ben. 

Oleiwib, ben 28. leiember 1907. ^ 

2>cc KJapigrat. 

nnbri, 

CbCTbürgcrmeifteT. 

®ic SfatiüiciurtnictrnliEifaminUtnp. 

IS . Pf. Tlrnmnnn, 

Stabtoernrbn etcn-Borfteber. 


au* angefebener Samilie in Jnbuftricftabt SRittelbeutftblanb«, mit 
guttn ifeugniffen unb S(<fcrcn)<n, .fuetft Stellung bei grüfierera 
^nbufhte«, ^anbel*<, Ban!-- ober Bcifi<b«rung*unUrnebmen ober 
^nbuftrieoerbanb. Cff. unter A. 1 an bie (Erpebition biefe« Blatte«, 
Berlin 8. 14, erbeten. 

«ffrffor, 

junger, beftrebt unb imftanbv. Brauchbare« p (elften, fuept Slffo). 
gunädgft auch geg. Jhi jr, ob. fonft. StcQung. Angebote erbeten unter 
«». I« an bie Öcjchäfteflelie btefcfi Blatte«, Berlin S. 14. 

<&crtcfjt$itffcff0r 

fucht Uffojiation, et', auep Vertretung bei Änroalt. Angebote unter 
II. IH an bic 0cjchaft«fte!lc b. Blatte«, Berlin S. II, erbeten. 

^iiugci' Berliner 9ic(f)t*nutualt, 

bet beibe (rptmlna mit Bräbifat beftanben, f. günfUge Affojiation. Cff. 
u. J. 14 an b. flefch4ft«ft. b. $ut. Söoäfenfchr., Berlin 8. 14, erb. 

®Eridjfsa)Veffor, Dr. jur., 

früh« in bct 3«tuftrte tätig gewefen, fuept Äffojiatton (cocntL ju* 
näcpft auep geg. Jijcum) mit älterem i'anbgtricpWanwaU in größerer 
^nbuftrieftabt Abclnlanb* ober Blcftfalcn«. Cffertcn erbeten unter 
K. 15 an bie tfpebition blefc« Blatte*. Berlin 8. 14. 

mit Anwaltlprad* burepau« oertraut, fu^t Äffpjtation mit tnel- 
befepäftigtem iRecbtsanwalt in (Hropftabt. Ängtbote unter A. Z. JI7 
an bie 0|pcbition biefe« Blatte«, Berlin S. 14, erbeten. 


* > i ’ ; iKcflifter ititb 3<<f)a(tdt>cr,tcid)nid bcö 

n N 1 R 3>tl)rflaiißc^ 1007 ließt bicicr Diuiumcr bei. 

NMNN 




. — 




(Orfid|ton|Tr|Tor 


wiltiföt Anwalt« ober fletauat* Vertretung. Angebote erbeten unt. 
T. .14 an bi< ©efdjäftvftelie biefe« Blatte«, Berlin 8. 14. 

Stfteffor, Ihr. Jur., 

fucfyt Btfö&ftigung a(4 $i(f«arbeitct bet einem Anwalt. Cftcn be* 
wrjugt. Angebote unt. 4|u. 35 an bie «Sflxbition ber ^urifti(cb<n 
BJc<$cnftbrifi, Bttlin S. 14, erbeten. 

Wfc*. 

ber über ein Jabr ln Berlin Annette unb Notare (aud> beim 
Hamniergericbt) ocrtreten bat. mikblc fid> affektieren (am liebften in 
Berlin). Offerten unter T. 40 an bie <fkf$äfi«ftc(lc biefe4 
Blatte«, Berlin 8. 14, erbeten. 

Junger :llcd)tcnniunlt 

tn f($önftge!egcncr Stabt ÜHittclbeutfälanb«, fue^t umftänbebalber 
ÄmMgeridmurap« ju taufeben, au$ mit einer foldpen in ((einer 
©tobt. Angebote unter V. 43 an bie Öefäiiftlftclle biefe* Blatte«, 
Berlin S. 14, erbeten. 

Msanniiilt nnb Ilotnr 

roönfdit Urajt* beim Amt*aerid)t, euentl tauft^weifc $u übernehmen 
Angebote unter W. 47 an bie Öef($äft*ftellc btefe* Blatte«, 
Berlin S. 14, erbeten. 


Rechtsanwalt und Ilotar 

(7 Jahre Anwalt, 3 Jahre Actar), wünfdjt Affojialien mit Anwalt 
ober tlbetnahme einer ^rari«, Untere am (iebften taufäwetfc. (He fl. 
Offerten erbeten unter X. 49 an bie Cjpebition bieft4 Blatte«, 
Berlin S. 14. 


©cridjtaafleflbr, 


mehrfach Berliner Anwälte vertreten, gut empfohlen, fueht Anwalt«- 
Vertretung. Offerten iah V. 50 an bic Sftxbition btefe« Blatte«, 
Berlins. 14, erbeten. 

<$crtd)tlaifeff 0 r 

Rittet um Aafywi* geeigneten 92ieVcrlaffitng$0rtrd nie» ‘Jln 

»alt. Aah« Berlin« beoorjugt. Offerten erbeten unter A. 54 
an bie Sipebitiou biefe« Blatte«, Berlin S. 14. 

Witfljrrigrr ftaifcrltdicr töijc ftonfuf ((Mctidit« Affeffcr), 
ber Wegen Beeluft« M Äuvjenltcht* ben Aei«h«bienlt auf, leben mufi, 
futhl neben bee fett aufgenommenen Tojententätigfclt zugleich 
praftifebe Betwertung feiner äenntniff« auf bem aublänbitycn 
A«ht«gebiet al* 

fjilfönrUcttcr 

eine* Berliner Anwalt« ober in ähnlither Stellung. eigener 
©etretär oorhanben. GkfL Offerten werben erbeten sub B. 5* 
an bic SflKbition biefec 3eitf($rift, Berlin S. 14, wofclbfl au<$ 
Acftrenjcn ju erfahren finb. 

©crirf|t3affeffor, 

Ticnftaltcr Jahr, wünfeht Vertretung. Notare wicbcrhoU ber« 
treten. Königsberg lehr erwünfebt. Offerten unter II. 02 an bic 
Öef<häft«fleüc btefer 3*itf<hrift. Berlin S. 14, -erbeten. 

terniinOrrtrclnnflen 

übern. Anw. b. 8bg. I. Off. «ab C. A. 01. Berlin, $.=«. Ar. 60. 

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e»cntl. fonftige Bcfcbäfttgung, futht junger Berliner Anwalt, 
unter Ank. 3t 75, Traube £ Co., Acut Äbnigftr. 61. 


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fu«ht Anojiierung mit Berliner Anwalt. <Hefl. Off. sub F. I«. 33t 
an ftaafcnftcln & Vogler, Berlin W 8, erbeten, 

Jorifrüntta firbc Seite 3 


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des Deutschen Anwaltvereins 

folgen den Gesetzen der Klugheit n. Sparsamkeit 

indem Sie durch das gemeinsame Einkaufshau» einkaufea. Die 
jährliche Einkaufsgebohr von 20 Mark ist fflrj jeden eiuxclneu 
gering, aber durch die massenhaft eu BareinkAufe und Zentrale 
sation des Einkaufs io einer Hand werden die kleinsten 
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3uri|ltfd)f ÜDodicnfdirift. 


J&etauägegcbcn bon 


Jluptiirat Dr. Bitgo Beumann, 

SRttf)t8an»a!t 6 tim Ramtnergcridjt unb Süotat. 


© t g a u 

6 es J>ettffd?en Jlnro ai'f Vereins. 


SiefienumMrei^igfler Mtgang. 


Berlin. 

SB. SRoefer Sudj^anblung. 
1908. 


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3itUtl»eife 

natf| ben 93otfd)[8gen beä Deutfdjen Quriftentag«: 
3SB. 1908. 


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gnlwfte-^erjet^nis 

bei 

©ie&enunbbreifeigften 3aljrgang§ ber 3urifttfcf)en SBodjenfdjrift. 


Iftamcrtrcgtjlcr. 


©eite 


Älbrctbt, Dr. Äarl, Se«htlan»alt f Hamburg: Wie IJnfaffo* 

»eCmaeht brt Bureauberflehed . 729 

Knttaltaerein, Eingabe bei Berliner, an bU gtfe|gefrenben 

Äörbcrfchafttn 89 

tttrobrufier, Scchilanwalt, ®u$mu: 3ur 3^U)>n|c(K«fotn. 
Soehmall jum Soifchlage bet SUhtbeetbigung 707 


Berichtigung ,...616. 664 

»reit, 3anteS, Sechtlantoali Dr., Wr eiben: Wal Scuhinbojfament 

im ©checfrtch* 269 

Briten, Sechtlanwatt, JUehne: Sul ber »rartfi 696 

Brütfraann: XXIX. Weutf (her Snriftening.. 617 

fhubnumn, Bccbilamwxtt Dr., Stgenlburg : 3ur Baufchalierung 
ber ©threibgebfihren unb ^torti in ihrer SBirfung auf bie 
bal?rif<h«, befonbed bie ^rosmjanwälte 186 

CTitren, Smttrichtcr, Setflinghaufen: 3 U * Seehtfbreehung bei 

Äamw er geruht! in ©thulfachen 642 

Cotbel, Äjni4ric$ter Dr., ßlo^^enburg: «ufrechnung gegenüber 
©efcnbeUihnforbcnmg 294 

^Jrcf., (Sieh- ^JutHgrai, 3ena: Rann aul einem, cfynt 
$rei*«rein&arung abgef<h(of)cnen Äauf Vertrag auf ben hinben* 

iUUKn aber ben angemeffenew tyreil getlagt »erben? 681 

Weutf<her ^urtftentcg 440. 471. 617 

Wittenberger, Se<htlanWalt Dr., $afl« a. 6. : Wie ^uftignotKQe 
in ihrer neuen Raffung 177 

(^ththrrbei, ®<h- Sufltyrat, Seidig: Wal ®«feh betreffenb 
Änberung ber 3*»Üb*®jefiorbnung bom 6. JJuni 1906, in4* 
bejenbere ber »e»ifion#begrünbunglj»ang 183 

Jlab, £anbgeridjtlrat Dr., Äarllruhe: 3 ur Änteenbung bei 

§ 69 *bf. 2 JfflD. 419 

gre^muih, Äraotb, Ämbrichter, JUnty: Wie Haftung für Äuto* 

mobilunfäCe 640 

3 ritben t ha 1, $eltr, 4 Se<l?t€antt>att Dr., Berlin : üöanbelung unb 

SBinfcenmg feiten! bei Bürgen 132 

$ürfl, Sechtlantoalt Dr., §eibelbcrg: Bebtngte Begnabigung 
ober bebingte Benirteilung 396 


(9ef<häfilberiehi unb Jahrdrechnung über bal mit bem 60. 3«ni 
1908 abgef<hfoffcne Ber»altung4iahr ber $ülfl!affc für beutf<he 

SichtkntMlie 

Öörrd, Sechtlantoalt Dr., Berlin: Born Cbertemattungl« 

gericht 66. 224. 416. 618. 68 8. 

Öutmann, Scchtlantoatt Dr. £., ©otha: öffeltenftembei unb 
9Kticn»ert 

ßaHenltcbcn, Se<hüantoalt, Berlin: Wie ffiec$f«4>wtefhu>belle 

in ber fragil 

^«bne, Äarl, Wüffclborf : Begrünbung ber auf bie Wagelerbnung 
ber bidj&hrigtn Oenetafoerfatmnhmg ber $filf*!öffe wn 

Äarl fcetyne in Wüffelbarf gefegten «nträge 

tyeütoig, tytaf. Dr.: Wie £fige im tyrejefr. Sbtoehr gegen 

Bbmehr * 

$err, Sechtlantoalt Dr., §atnm i ffi. : Wie geplante ^ufHjreform 

unb bie tänblichcn üanbgerichte 

$inje, ©bnbifui, Berlin: 3 ut Haftung für frembd »crlcpulbfn 
bei fonhirriertnbem auperartraglichert »erfchutben (§§ 264, 

278 B0B.) 

$ülfl!affe für beutföe SeebdanwStt« : 1. 25. 67. 121. 177. 

267. 289. 321. 393. 441. 473. 606. 637. 617. 626. 

641. 666. 697. 

Äcntpfe, Äechtlanroalt Dr.jar., Örofe&alje: 3 ur ©nttoitflung 

bei Btahnberfahrenf 

Äipp, Zheabor, ®«h- 3uftijrat Dr., Berlin: £uftf<h»ffahrt unb 

©runbeigentum 

Äteinrath, Seehtlantoalt, £annober: 8 ur neuefhn Raffung ber 

3ufiijneö<Qe. ©ine ffiamung 

— jur 3ibi4>n>|<titcf0nn, Borfchtfige 

Äubtenbeef, 2., tyrof. Dr. jur.: Wie Se«htfpre<hung bei Stiehl« 
gerichtl tn Begehung auf bie »ichiigften Begriffe unb Snftttute 
bd 3ieUrechtl 646. 

BitCTOturbefbrechungen 66. 87. 288. 319. 416. 624. 664. 
££>»enftein, Sechtlanttalt Dr., Stuttgart: 3 ur ©tatifii! ber 

Stmenbrojcffe 

Subctoleg, gr., Sechtlanttalt, $aüe a. ©. : 3“ r ©<habenerfa|' 
b flicht bd £uftf<hiffcd 


! ij; (ifj 


©eite 

626 

668 

672 

668 

614 

666 

264 

230 

226. 

626. 

729 

266 

643 

226 

708 

701 

768 

180 

706 


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6k Uc 


6<it« 


8u|» Jrt|, Dr. jnr., ftronffurt o. W- : e*äbigen Me Sc*tt' 
autfunfiSftcBcn für BHnbeTbcmittelie Me SiUMltf*aft in 
tMttf*aftli*er Bejie^ung? 67 

tWagnu«, 3u(iu«, 5te*ttant»att: proiefjno&elle unb getoetb* 

lic^eB Eigentum 120 

ffl«t*itfen, Dr., Sanbri*ter, Äiel: ßur We*tft>rt*ung b<« 
Set*«geri*tt über ©*abenecfab koegtn «gütiger 25uf*ung 60 
SNe^er, Qkm-ft, Juftijrfli, Berlin: SBicnwU iß Mc ^enfion txm 

Bribaibeamten unpfänbbar? 26 

IJleV«, ©iegmunb, ^uftijrat Dr., $arou>ber: ©tanbe*fragen 

cngeft*t» ber 3ibUprc>itfjorbmmg«.<R«b<ne 606 

fRo8l«T, Statytantoalt, £tt*oi» t §ann. : Sine BUanj 784 

flcitvumn: flum 3a$re*t»e*fel 1 

— »rojefirtformen 630 

— Tie £üge hn Brojcfc 641. 667 

Lobelie, bie finanjUDe ©eite bcr, jur .... 170 

©W>fo# 2anbgeri*t«rat, ©trafrburg lg.: Tu Roßenborf*ufr* 

Pffi*t bc8 C^<mann« unb ba# Kmenrt*t 290 

ß>agcnfte*er, SXor, ®eri*t*affeffc>r Dr., JBörj&urg: Äuibeutung 

bar 9tc*t*lraft gegen bie guten ©ttten 187 

Reifer, Äeorg, fte*t8antoatt, örctlau: Tie ^ufUjreft'ttn nnb 

bie 3»ang«»oQft«(fung 289 

Petitionen be6 Berbanbe« beutf*er Bureaubeamten 689 

Pt|oIb, Ram«nergeri*tflrat Dr., »erlin: Tie Stellung ber 
$ö^ettn 3ufH$beamten ln bem bo$rif*en ßnttturfe einer 
0e$olt«orbming 226 

— -Ti« Stellung ber $ö$ercn 3uftijbcamttn in bem fä*flf*en 

Sntftmrfe einer ®e^oti*er^ung 425 

BrjibUIa, dm.. ReptaaNÜ Dr., Söln: 3 ur 2c^re bom 
mittelbaren Bef* 396 

SHe*t«antoalt«geM*rtnorbmmg, $ur Sebifiim ber 175 

Seidel, §>an#, $ribatbojent Dr., Stipjig: IRe^rfoften eine« 
Pro|effe8, berurfa*t bur* fa^rlSffige ^e$lbeguta*tung 232 


3Ui*«gert*ttcnff*eibun0en. 

3lbilfa*en: 2. 27. 67. 103. 188. 190. 283. 239. 296. 821. 

401. 430. 442. 478. 616. 643. 635. 652. 678. 709. 736 
©tunblegenbe Cnff*eibungtn : 24. 6«. 88. 120. 176. 224. 266. 
288. 820. 391. 416. 440. 473. 604. 636. 664. 696. 728. 768 

0 troff a*cn 164. 358. 670. 768 

©runblegenbe ®ntf*eibungcn 176. 892. 616 

Äeinf*, Ämi«gcri*t«rat, ©reifenberg t p.: 3 ur 3iefonn be« 
Wo^nbetfa^ren« 634 


»ettotbt, ^ufüjrat Dr., Berlin: 8Uon»beri*tigung unb 

Äulelnanbeffebung bei ®enoftenf*flften 421 

Stcfcntyol, Älfreb, Sc*t«an»oU Dr., Hamburg: g“® 1 ©tonbe 

ber Betteitlaftfroge 267. 647 

5h*egtfialt«> ©ittwen- unb ©aifentaffe für beutf*« 9Rc*tt 
anträlte 1. 67. 226. 478. 687. 665. 697 

Solinger, £'anbgert*i8rot Dr., Brtölau: $ur Äulbübung ber 


Jtcfcrenbarc 64 

©*uma*er, Kmt«geri*t«rot prof. Dr., Sein: Tat 9te*t an 

Pribatflüffen nnb ba8 berleffene jylufebett in Preußen 648 

©töljcl, Äbotf, Berlin: 3 um ©tanbe ber Beweiflaftfrage .... 393 
©tbl)le, $ant, 9tt*tianö>ali Dr., Rcm^ten (Boxern): 6*uft>* 

^aftc fogenannte pcfüibe Bertragtberlebung beim Biel?^anbel 

berpflld?tet ben RSufer jum ©*abenerfa| 633 

Strauß 9U*t«amM(t Dr., *Rümberg: er&ityung ber ©renje 
bet yfanbfreien Sinlommen« ber im pribatbienfte bej*äftigien 

Beamten unb Arbeiter 670 

©triemer, ^uftijrat, Ädnigtberg i pr.: 3 ut 3uffi|tefonn 
1. bie bergef*tagene ftnberung bet Bceibigungioerfa^rent . . 417 

II. Beföleunigung buc* ©cri*ttfoft<nerbc^ung 538 

©tyring, 3ufti}rat, Seib|lg: Bcgnabtgung na* <$rengcri*t(i*cr 
Beftrafung. 127 

SEffieflng, Ämttri*tcr Dr., CeDe: 3P § 93 im Ber= 
faxten auf BoDftredbarfeitterflönmg eint* €5*iebtfbru*8 
antoenbbar ‘i 441 

®ereintna*ri*ten 25. 89. 637. 617. 666 

Bermtf*te* ..... 266. 536 

SBemer, 9U*t6<mtDa(t, SRagbeburg: 3ur Weöiffon in 3^^’ 

facben 899 

©infler, ßanbgeri*ttbireltor, Srfuri: Tie W<*tt»uffam!eU 
ber Rünbigung einet bon Seeleuten mf*ulbetcn Ra^italt 
Mir* einen an fie gemeinf*aftli* abrtfperten dinf*rtibebrief 
bei Ben»eigerung feiner JCnnc*me bur* Me C^efrau unb Me 
3uläffigleU einer gemem{*aft!l*tn 3ufteQung 705 


3ctlcr, 8anbgcri*ttrat, Rembten: SinPupber©eitemrSupening 
ber Raufla*e, intbefonbere eine« gelauften Ticrt«, auf ba« 
Sanbtung«re*t be« Räufcr« 292 

3eliet, Juftijrat, ©iettin: Tie Bcrf*läge für ba« amltgeri*t- 
li*e Berfofiren 811 

— Tie toirtj*cftti*e Beurteilung ber Romv'cienjer^ö^ung tm 

Äei*«tag 697 

— 3ur 8iMlb«J<ptefoem. Sine Seblil 98. 121. 182 


**=«**♦ 


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JBimCregißer 

über ben gefantten 

6es XXXYII. Jahrgangs 6er JJurifHfcfjen IDorfjenfc^rift. 


A. Sa^rtflifter. 

Soebemertung: u btbeulti BceujHcbe», 9 gemeint», f frar.jöfiMjcÄ (thtiniföt* unb babl(<$e8), [ Se^t 


Slbanbonrectt f. Bergbau 
«blirferung 

8. btt Kauffaibe f. ®ttod$rltiflung, SaufBtetrog 
«bnabntt (. SöerfBerttag, Betjäheung 

«bbonMunggreebt f. Sontue» 

«btrrt barfeit 

8. bott Hommanbitiflenanfj>rü(hen 30‘ 

8. bt» 8ietbejug«re<ht* 219“ 

SL be« anfptuth» au» btm $at[ehn»BorBtttiag »49 15 876* 

atlntug 

SL toährenb bet Secbttbängigteit 303" 407* 

8. Bon 8nleilen |. ®tfellf<haft m. b. $. 

«btTrtunßgBrrboe 

^fSnbbatlett btt ^tnfton Bon ^JriBatbtamten (Bon Jufiijrat 
®totg ftm in Sättlin) 25 
*b J oblu«0»8Of*flfte 
SL übet einen gonjcn ®ef<häft*betrieb 195* 

Btrbinbung eine» 8. mit einem anbetn Bettrage 692" 
«be[«tttel 

3ufUnbige Bthdtbt füt ben Streit übet S. 220“ 

9gentnnietrag 

BebanbLmg bt< SL al» Xienftoetttag 138* 

«feien (. UrfunbtnfiemBel 

2ffehenfleirt>el unb 8ftientoeit (Bon Se^tfantoalt Dr. (Bub 
mann, ®otba) 672 

«ftiengefeaftbnft 

gufion jtoeiet SL butth SfiirnauStaufih (botsdte StembtU 
CM») 84" 

Betfobten bei flot)ttol»rtbö(iung Statutentnberung 113" 
346“ 406“ 

dnllaüung eint» auffi<bt»rat»miiglieb» bur<$ bie Senetal- 
Bctjammlung 344“ 

Betfcbleittung 149" 344 ” 533» 


Sonberte<bte (SRübenlieftiung) 408" 

Slnfeibttmg Bon ®tnetalunfammlung»bef<blü[ien 462“ 464“ 

'Hftitnfauf 

Haftung be» Borfionbe* anb SLtfMMrat« gtgenübet bem 
buttb Betföleienmg geföibigtcn Häufet 533» 

«ftirn;eidbnung 

Bidftigleit Bon 9iibenabtna jungen 464“ 

SeibUbet^illni» jBjifi^tn geie^ntt anb 3e«hmmg»flttte 480" 

«ftiolrgitimation 

Klage eine» SeBolImä$tigten in eigenem Samen 479 11 
«mt«ßrrlc6t6orrfabrrn f. ^ufligtefotm 
«mt«banbluHg 

SegalotitnHage gegenfibet einet 8. 255” 334 " 653* 

«mtgnieberlegung 

«. eine» ®eifUi$en 756” 

«nerfenntnieBertrafl f. gthulbanerfenntni* 
iliierfctnttmgurtetl 

8. unb Äojlenlajt im SBetfa&itn übet Bollftrecfbarteit eine» 
6$ieb»fptu$» (amt* rillet Dr. 2$irfing, Gelle) 441 
«nfeefctaetg 
9tefjif|ion*Bagt f f. b. 

«nfrcbtung bet eigenen ffiiHenSetddnmg 
SL Btojtfiualet (ErBätungen 718" 

8. Bon '.Beiträgen eine» Strafcenanlitget« mit btt Bewürbe 
147“ 

Jfotm btt 8. (Sttennbarfeit be* SBiBtn», ben bezogenen 
2igentum*übetgang nicht befltben ja taffen) 476’ 

3rrtuni unb betfiedttt X’tien* ffurüdhallung bei Mttdgehjähr 
be* ®elei|leten 184* 

läuicfcung (Betfihtoeigtn bet tigtntn 3nhluag*anf4hig!eit) 
476* 

Sntbält bie SL toegen läufthung jugleith bie totgen Irrtum») 
734* 


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S'Biltegifler 


Anfrtbtuug sorgen fflläubigcibcnatbttiligung 
’JRangelnbe Benachteiligung, nacbttägluber Gintritt btt nic^t 
gewollten BenaihtciUgung SOS“ 567“ 
fCirofibertrag, toonatb nur btt unpfänbbarc öit^alllttil an 
btn Stbulbnrt, btt llberfsbufi an feine Jrau ju jablen ift 
308“ 

Sittenfeibtiglcit anfechtbares ®ef<bäfte (91kbtigleit?) 144 1 
^rciwiOigt ®läubigetbtftiebigung Wdbrtnb beb Jionturfeb 
mit fjUfe einet triebt jut Äonlurbmaffe gefallenen 8rbf$aft 
722« 

3ablungbeinfte2ung 

342“ (Bebeutung eine* ’Sloratoriumb) 

469 10 (Sladjtoetb bet Sabtagbeinflellung) 

459 15 (fienntnib beb Bertretetb) 

683” (äa^ungbeinfiettung me^t alb 6 Slonale Bot bet 
Äonlutberisjfitung) 

31. einet BoUftrtdunglpfänbung nach § 3 3!nf@. 496’“ 

3(. eineb Xreuhanbbcrttageb 496 11 
3ia$bringung beb @<bulbtitelb nach 8blauf bet jwcijäbrigen 
5tiji beb § 4 Stnf®. 281« 

©elttnbmatbung Bon Ginwänben, bie in ben iwuptprojeB 
gelten 307« 

Urtnlbaubfptwb (Srtlänmg einet Bfänbung alb anfrthtbat, 
flatt nnloitlfam) 458” 

Aitgemrffeitbrtt 

3t. unb Äunbenüblubleit (ifltof. Banj, 3eiut) 631 
Angestellte f. Bureaubeamte, lianblungbgebilftn 
(SifinbtTrt<$te bet 21. Ourifientag) 620 
Qaftung für 31. f. SebabenrrfaJ 3 

Anlieger 

Beipflichtung bet 8. gut Befthaffung Bon Stiafeenlanb 83“ 
Beiträge beb 31. mit bet 39e$ikbe (Hnfetbtbarfeit Wegen 
Strtuntb) 147« 

Stelle bet 31. an Beriaffenen fflufi betten {9mtbget«btbtat 
Stbumac^er) p 648 

Annahme einet Offene f. 8rrtragbf(blu| 

Anfeblufjberufung 

8. naeb SntfldBttweifung aub bet SteDifionbuiflanj 661« 
Anfchlufireotfion 
Gbentuelle 8. in 3 befaßen 559« 

Anträge [. a. BcWeibaittrag, fllaganttag 
Beurteilung mehrerer logifeb unbereinbatet 8. 45 11 
Antnaltbfammern 
Beiträge bet 8. jut §ilfblaf[e f. b. 

Stellungnahme bet Bereinigten Borftänbe bet 8. jut fJufHj» 
tefotm 536 

39efugnib bet flammeroorftänbe ju SBatnungen unb Stfigcn 
au|ctbalb beb ebtengetiibtlieben Betfabrrnb 419 
Tlufftebt bet Oberlanbebgeriihtc; 9ufbebung eineb Jtammee» 
befibluffeb, bet in bie Stompcteitj beb Borfianbeb eingreift 
419 

SQotfeblag einet Hompttenjcrtoeiterung (Jütfotge für Bureau» 
beamte) 639 

►fujtimmung bet 8. Xtöffelborj unb 'Jlütnberg ju ben Be> 
fiblüfftn beb Setpjiget Slnwaltbtagb 25 
Stellungnahme bet babifiben 8. jut Lobelie 89 
Befiblub bet 9. Wtnbetg jut (Seb&btenetböbung 175 


Antoaltggebübrru f. SReibWanWaltbgebübren 

VnMItbttg 

ffembleiben beb 'Jieitbbjuflijamtb bei ^ntifietttag unb 9. 

((Reumann, 3 um Sabrtbtoetbfel) 2 
9. 1909 ju Soflod 665 

AnWalloerein 

SammclfleHe beb Berliner 8. (Reumann, 3unt Jabtebweibfel) 

1 2 

(Segencnttputf beb Betlinct 9. jut BtojefenobeHe 89 
Stellungnahme beb Betlinet unb Hamburger 9. gut gtoBrUe 
89 256 

Xet bbmbutgiftbe 9. jut ©e bubten eebobinig 256 

Anmaltbjlnaiig 

9. unb 9tmenfa(ben (Reumann, 3um oabrebtoeebfel) 2 
ArbeiterBerbänbe f. a. Soplott 
$artcifäbiglcit bet 9. ( »;a&IitrUen) 659’ 

(befcbli<be Siegelung bet XarifBerträge Quviftentag) 621 
Arbritbfamneern 
9. für Bureaubtamte 639 
Armenrrcbt f. a. Sietbtbanmälte, Obegatten 
3InwaUbjWang unb 9. (Reumann, ,(um bJabreotDeibfel) 
130 

8. unb fojiale Jürfotge Quftijea» SRenet, $annoBet) 510 

Armenrccbtbgefucb 

Rctbljeitigleit beb 31. f. SBiebtremjeJung 

Armriiretbt9pri>jeftr 

3ut Statifiit bet 9. (’HeebtbanWalt Dr. Söwenfkm, Stutt» 
gart) 130 

Arrrft unb (?infltt>eilige 'Beringung 

9tteflgtunb; BoUfhetlung im 9ublanbe (Äonfularbejirl) 
687“ 

Streitwert eineb 9. 456« 

@<habenerfabt>fiitbt Betneint, Weil 9rttflgtunb nntb objeftiBet 
Beurteilung ftbeinbat Botlag 205“ 

BoBjiebungbftifi 47« 
ß. 8. in <£befa$en 279 ” 

6. 8. auf ilöfthung einer ffittna, mebr alb beantragt 
434“ 

G. 8. auf jeitweiligi Hemmung beb SBeebfelanfpnitbb 

530 17 

Arjt f. a. •gab'mtjt 
(ÜeWerbebetrteb 249” 

Rörprroetlebung buttb unbeteiligte 0|>etation 180” 

Aafgcbotboerfabrcn 

9ubftblu| eineb unbelannlcn S>bpotbrtenglaubigetb 12“ 

Aufladung 

9. auf ®tunb bebmgten üaufBerttagb (3ktji<bt auf bie Be» 
bingung?) 270’ 

Gntbcbrlitbleit bet 9. bei 8uefibeiben eineb offenen Qanbrlb» 
gefeOfebaftetb 450« 

Teilung beb fformmangelb buttb 9. 438“ 

Aufteebnung 

9. gegen ben (Seftnbelobnanfpruih (9mtbri^tet Gorbeb, 
Gloppenbutg) 294 

Setttagbmäbige 8. gegen bie (Einlage einet ®efellftbaft m. b. 

310” 

9. im flonturfe f. b. 


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3iuilregifler 


a 


Safttag 

Stebtjprrbung iii Seib*geribt* bon Rubfenbti 701 

8a«fanft*Imreda 

Jpaftung Wegen unrichtig tr JSutfunft (fltibtBetWenbung bot* 
liegenben DlateriaU) 241“ 

tallnt 

(Srjiebung be* Rinbe* im 9. (9mt*ribt't Gilten, Meiling. 
baufen) 542 

ärrrftgrunb bet Soilftreiung im 9. (flonfularbejitf) 6X7 *• 

SallSibrt 

9nerfennung btt nattttliben Batetfbaft butb einen 9. 209” 
Gmfbäbigung be* 9. Wegen unfbulbig erlittener Unter. 
fubung«paft 218“ 

Serliufcenmg einet S<^iff«(Mtt an tüten 9. 514” 
SuMrgung 
Scrfepttfilte 324 1 
9. eint* RattettPertiag« 544’ 

RopteuIieftrunglPertrag (Streit, JBagenmangtl) 474 4 
Satlobang 

Mtblfbttbung be* 9fetb*getibt* bon Rnfclmbed (Klagt gegen 
bit Gnlfbeibung bei ißrei*tii$tet4 ; 9. in SSettabfibt) 645 
Sa*fi$lir$HBg Bon BtttinJmilgliebtni 503“ 
Sntfttaag unb Untetbrebung be* Sttfapttn* 

Sufnafyne butb RonfuttbetWaltn unb ©emeinfbulbnet 305 11 
9ufnabme in bet 3Uetfton*inftang, nab Smlegung, aber bot 
Bcgtünbung bet Sebifton 453" 

9«tttet(li4t fiiuber 
9netfem»ung bet Saietlbaft tint* 9u*linber* 209" 

Su»f rtbrlitbr 2Hu(ter 

Sbabtnetfabanfprub gegen bit a. Dt. tsegen tt$l*träftiget 
Bereitelung btt exeptio plurium (Btibalbogenl tflagcn 
flehet) 187 

8a*flattung f. a. Sarengeiben 
a«bfla(tungbbtrfbrertjrn 
Sibentung butb 9. 71* (Stage btt leistet an« einem bem 
Sebioiegetfobn gegtbentn 9.) 103 1 (Wage be* Bbemann» 
auf b« bet gtau Berfptobentn 3ufb6ff*) 

21 utomobitnn fallt 

Haftung (fit 9. Sanbribtet gtepmutb, Sonig 540 
9. auf bet ftobefabrt 473' 

Dlitnebmen au* ®ef4Bigftit 701 (Rubfenbti, Seblffnebung) 
Sttetige Snfotbttungtn an bit SHfitfftebl auf ben fonfligtn 
Setfeft, ©rengen betfdben 106 3 678" 680“ 
9nfptübelbe* burb einen $unb ju goB gtbta<bltn Kiotor. 
tabfabtet« 680“ 

®arf fib beiBeftttt auf benGbauffeuibetfajfen? 405 7 524“ 

Sabnbnf 

(Jnfianbballung bet 3ugang*rampe jum 8. 715“ 
Seleuebtung btt 3uginge 635” 

■Bauertaubm« 

Ungüütgleit bet gefeginibtig gut Scbingung bet 8. gtmaibten 
BerpiUbtung gut Stta|enlanbab4tctung 83“ 
Saacntregetifeverttag 
8. nab 8©8. (Berjäbnmg) 235' 328 * 739* 

'Baafotbrningen 

Öaftung be* ®iilten, btt ben Baubanbwerfet mttublib gut 
Riebitgetnägiung beranlagt bat 676’ 


'Jiiingrltcrbllpotbrf 

Detgibi auf bie@igentümerbVpotb<t »egen bt* nibt balutietten 
Meflc* btt 8. 200“ 

Baumert 

8. im 6üme § 638 808. 

431 4 (6b<ff*m2ble) 

657 4 (Tiefbau) 

Beamte f. a. Stubegebalt, Sieib« beamte, Staattbeamte, ®t 
meinbebeamte, Somunalbeamtc, Ronfularbeamte, ®ritatbeamte 
Benftemlanfprub be* enllaffentn Beamten 22** 

■gaftung für Beamte 24“ (D 269' 652' 

SWegaloritnflage gegen 8. Wegen Bttfegung eint* ^Stibab 
teb« 653» 

©ttngtn bt* bienftliben ©tbotfam* 654 1 

Bramtrnfärfprge f. a. UnfaBffltforge 
SDienfhinfäbigfeit 54” 

9u*fbtu| btt UnfaHbetfibetung butb 8. f. Unf. 

Bebingung 

8ebvngtet fflebfelbegebungJBetttag 151” 

Befüllung bt* bebingten ©efbäftt Bot Smlritt bet 8. 270* 
Boieftatipbcbingung («i rolaorim) 711 s 

Befehlgewalt 

©tenjen bet 8. 664* 

Befrtftnug 

BeWeiltafi ffit 8. einet Raufptei*fotbetung 430' 

BebauptungMaft f. Setoeiälaft 
„trüge" hn 'Btogefc (Steumann gegen geBwig) 641 

Befrachtung 

Dflibt gut 8. bet bem Setfegt etbjfneten 3ugänge 45 1 '• 
535” 715" 744“ 

Betgrlobn 

9nfprub auf 8. gegen ben Dlililätjiifu* 688“ 

Bergbau 

8crtrag<mäfsigcr üerjibt auf ba* 9banbontebt be* Rur* 
inbabet* p 635* 

Siebte bet gppotbelengläubiget an bet bem Eigentümer al* 
Sibtt^eil füt Betgfbäben bedeuten ^gpotgef 787' 

Beteieberung f. a. Sbenlung 
Südfoibttung bet ungtfeglib gut Sebingung einet 8au* 
etloubnii gemabten 8etp|fibtung gut Siragtnlanb* 
abttetung 83” 

3uifldgaltung einer Kaution Wegen eine* Beteuerung*, 
anfptub* 7* 

Jlttdfotberung eine* 9netfenntntffe* 31* 
©efamlfbulbbetgältni» megteeet beteibettet 70* 
Unmitttlbatlcii bet 8ttmügen*»etfbiebung ; »clio de in rem 
verso 432* 

8. butb SBorrfiden einer fjopotge! 657* 

Binwanb bet 6ittntwibtig(eit gegen ben 9nf))rub au* bet 
8. 677* 

©erafbgtBoffenfebaft 

9egteganfptub btt 8. 107* (Zütiglett im gabtilbtttttbe) 
218" (ffiinwanb be* 9tbeiigebet* au» § 254 8@8.) 723” 
Bctfäumte ©eltenbmabung be* Übergang« bet gotbetung 
auf bit 8. (fann nab Örtafe be« 3»>fb«“tt*eil* übet ben 
9nfptub*gtunb nibt nabgtboü Werben) 451 “ 

Beamte bet 8. ntb« mitltlbatt Staatibeamte 288“ 


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4 


Sibtlttgtfiet 


Snaftng 

Ginftbtanfung btt 9. (SReumatm, 3 um Jabtetioecbitl} 1 2 
9. nach Gtlebigung btt $au(«fa<be (Oetfcbiebene Süßung bei 
fllSget« uitb Gellagten) 46 *' 

Sulüffigfeit btt 9. (Stblufi bti Sitrjabrenf na4 Gtnlegung 
btt 9. ffit btn ftonfutSbetiDaliei) 203 84 
3urüdnab me bet 9. jufolge 8ergln<hi 340 19 
31a<bträgli<bt 9ef<btfinluttg btt 9. auf btn Jtofttnjnmtt 557 18 
9. gegen ein ftoflenutttü ttog § 99 2bf. 3 3'1>C. 635' 
Stnfeblufeb. nach ,iurucfuettoeefung au< btt SebifionOinßan} 
661» 

tBrrufuctgSfrifl 

Sblütjung btt 9. in ämtigmebtifaebtn (bon 'JJei(et) 290 

iBrrufungiinftan) 

9e|tit>tung btt Rlagbebaulitungen in btt 9., tuufcbtm in elfter 
Jnfianj nut übet bai Wag btt Stbenbaftung gejlrititn 
toat 46" 

Unbtfefttänht Unifebribung in btt 9. ohne SutOdwtloeifung, 
nrn^btm baS Üanbgerubt nut übtt eint iittjübUemtebe 
bttbanbtli batit 462 18 

Suifidoertoetfung in btt Sonnfianj totgtn Un&tfltmmtbeit 
bt4 JUaganttagb 454 81 

9tnueifung tintt Cintebe in« 3la<b »erfahren ob nt Änttag 
658 *» 

9etadft4hgung bti ftfigtfit&itn SaehbethäUitiffei beim 
Sttfäumm4utteil 558" 

ÜJtfeOwtrbt 

iRccbtbtmtttl gtgrn ein Roftenurtcil, totem bie Sojlenfotbttung 
fjaubtfotbetung toat 635' 

SBtfiiertuetb 

Sutfeitiget 9. bt* Gfanbgläubtgtrt, 9. bt4 Ä4u|er8 mit 
Sigentumbootbebalt 681" 

SBt|!tbititf> 

8ur Siebte tont ntiudbattn 9tfi{. ®on Keibtiantoalt 
Dr. 3!tjibiHa, Göin 395 
9. ntebi notltenbig bauernbei 9etb5Itnii 527" 
SBeftgftdrnng 

9. buteb ttSttliebei 9tfiteiltn (feelijebt Beunruhigung) 274 • 

SBcfolbungierbniing 

®ebiltet btt bbbtttn Jufiijbeamttn nach btt fäebftfeben 9. 

$on Rommtrgetiibierat Dr. Gegolb 425 
SDttftlbe übet bie babttftbe 9. 226 

eBeflaubtrit 

SIBefentlubet 9. eint« ©nmbflüdS 
2 1 (9taebtung btt ®etfebriauffa|fung) 

67 1 (9ettragiHage auf £erau4nabme eine« 9. butib btn 
Sigtntümet) 

295' (ESellbleebbatadtn) 

822* 515 1 517' (SBeftitilicber 9. be< fabttlbeitieb* 
niibt nottoenbig tttfenl!i<btt 9. bei gabtilgebiubti) 
621 (Juriftentag übtt @igcntumi»otbtb«lt an SRafebmnt) 
738* (®oior in einet 3Hüblt) 

738' (Sotomobßc) 

»rftättgang !• ®enebmigung 
»etrtebSgefabr f. a. ftaftb flieht 
Haftung fflt 9. ebne 9tt|ebulbtn (Suftfebiffabtt unb ®tunb= 
cigentum, tan fltojeffot Hipp) 044 


Setriebiort im Gimte bei Sttterbtfteutrgtftbei 
9. einet Sleitttjii5tianlage 55 (09®.) 

"Betriebsunfall |. ^oftbfUebt, Unfaßuetfiebetimg 

®ftrng 

Sinn fi<b bet Zäufdjenbe auf Slittttfebulbtn bei Setäufebitn 
berufen? 9" 

©ctoinn buteb Getrugiüage (fiuffat ton ffieffrum) 60 
SBetfebWeigen bet tigtnen Sablungiunfäbighil 476' 

®ett>ei0ait trage 

Ablehnung ton 9. toegen UnetbcKiebltil 203" 
iHttiftemlrüge niebtbeaebitttt 9. (öerrottfung auf btn fit 
enlbalttnbtn GebttftfaJ btt SBotinflanj) 490“ 
®etueiiaufnabrae f. a. Sieebtibilfe 
"Gectoertung bet 9. bei ®orf)ro)effc6 (lann fie tetbinbert 
beerben?) 75" 304" 

®rtveiilafl 
Xbbanbiungen : 

SeebtianltaU Dr. Stofenibal, Hamburg 257 647 
St6I)el 393 

Geofeffor SDanj, Jena (Gret4bertmbaiung bthn Rauf- 
Detttage) 631 
Sntfebeibungtn: 

114" (Seeftaibttetltag) 

151“ (9tbingtet SBecbfelbegebungibettrag) 

196 10 (§ 836 9®«.) 

214" (9. gegenübtt bem Genttag tm ®encffenttgtfltt) 
237* (Umtebneng bet 9 ) 

430 1 (9tftiflung eines Raufberttagi) 

478 8 (9. für bai Getjebutben btt ittfenllubet 8er> 
febleebtetung btt getoanbelten fflate) 

479" (Bablungibebingungen beim Sauf) 

495“ (9. füt tigenei ®ttfebulben) 

685" (9. füt btn Umfang tintt an fteb nicht fiteiligen 
naebttägliebtn SReeblieinfötänlung) 
®ifrbr}ug6teertrag 

Kann btifiöfct ein 9. gegen bie guten Sitten 3 * 327* 
SUidiiett tarn 9. lotgtn febleebtet Siitfetung 2 1 7’ 
Übernahme bet Gttffiiebtung aui bem 9. buteb tin btn 
©aftbef laufenbei Sbegaat, JÜcbtaufnabme bieftt ®tt< 
einbatung im notatießen Sertiage 137* 

Äbtrttbatlttt bei Stnj|>ni<b4 bet 9rauetei aui bem 9. 219" 
%ubttägli<be ®ttiietb5b un 0 325* 

®ietrrfom»>l#tt 

3uläffigti 9. bet Submtffionen 296* 

® ttt n t nf tb t f f a btt 
Haftung mit Sebtff unb gta^i 213* 8 
®eifbnli<ht Haftung 350" 

SUtKette 

9. im Sinne § 44 ®en>0. (bgl. auch Sttaffaeben) 768 88 

®5rftntrrmfagtf<bäft 

Gentoanb btt SUglifl gegenübet bet 9etufung auf btn 
Jlifitttnjfintsanb 467“ 

®orbtagrunbftücft 
Öbbatbet auf einem 8. 297* 

®oi)f utt f. a. Stttuf 
Stlaublt unb untdaubit Aampfmittel 39" 

Söatnung bot 3ujug 679" 


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gipilrtgiper 


5 


Brtrfabreffr 

Sbrrifierung an mipten ^nfonen (gpeleute) 705 

Branbmauer 

JluftKW bet 8. auf ber ®renjmau et 13'* 
druftran 

Seibmingtiabi (gefcböptjabr?). gnifrrmtng (Suftlinw) 893” 

8., lumulatiw Stpulbübttnabmt, Rretotaufttag 81* 187* 
676’ 

Befreiung bet Bürgen burdp ffirlop bti ^auptfibulb trop 
Botbebatt 87« 

ffianbtlung unb Mtnberung brf Bürgen (Don KecbUamoalt 
Dr. gtlij griebenibat, Berlin) 139 
Bepanb bet ®auptf<bulb (SiUtigfeit bet 8. bei bauemben 
unb bilatoripben Sinrtben) 403’ 

■Jinreaubenmfe 

fkitrion bet Btrbanbet beuijtber B. 639 

Barrau« srftrbrr 

gnlaff obefugnit bet 8. (Keebttantoalt SUbttebt, (jamburg) 739 

Culpa in rantrahrada f. Bertragtftblup 

IDarlebnänorttertag 

Sbtret barleit beb Knfpeucbt aut bent ®. 449 ” 676* 

IHenfbriertrag 

Bebanblung bet Slgentuetertiagt alt ®. 138* 

§ 844 8®8. bei Berlepung bet ®ienPpp»btiges 449“ 
lartfberträge bet arbeitet- unb ärbettgibertetbdnbe (gutipen- 
tag) 691 

Unietlaffungtanfpruib bet ®ienPbertn (St$Wanu»U ff. Suipä, 
Berlin) 700 

SinenhnPrigleit nabpträglitper Sulbebingung einer Sonbet- 
bergütung 710’ 

XirliftAanfpracd 

Jtantimenj bet SD. mit bem Bertragtanfprutb 330 433* 449 “ 

Xiirnftomaittelnafl 

®üLngteü bet pteupipben Berorbmmg botn 26. 7. 00 ju 
§ 38 ®t»D. , Denatb bie Bemuttelungtgebübr jurücf. 
jujablen ift, wenn bet SDienflantrilt nupl erfolgt 340“ 

X>(«glu®cr Brrbrng 

Sicbttgleit bet ®. 8. bei Snfetbtung bet £>auptoertragt 476’ 

Bobbelbeteuenug 

51“ (gtnlommen aut ffirunbblftp, Btrüupetunglgiminn) 
436'* (Beteuerung bet über mepttT! Staattgebiete fi<b aut. 
bepnenben gifenbapnbrtrubt) 

•begatten 

Bertinbarung ber @. über Stnftbtänlung ber Rinberjabl 38’ 
(Bemeinfamer Äauf einer ffiaflmtrtfdjaft mit Bierjttang 137* 
Unfall bet «befrau (äkrlufi ber 8r»etb4fSbigfett) 378’ 
(Bebalttbereibtigung ber grau na<b bem ®ienftoertrag bet 
Mannet {Snfetbtbarteit) 308” 

Betbinbung einet cinmanbfreien Berrinbarung jtoiltben •. 
mit einer anbeten, toeltbe nichtig fein mürbe, aber au<b 
gar nüpt binbenb gemeint ift 445’ 

Rlage ber gpefrau im Beiflanbe bet 'Könnet 599" 
Snfptüebt ber gülergememfibaftluben grau twgen lätung 
bet Könnet 552“ 

guftellunfl einer Rttnbigung an beibe <£. unter getnetnfcbaft. 
littet äbttfft (Sanbgerubtibirettor SSutller, ürfurt) 705 


•begitmeibt 

Oütergemeutftbaft 

70’ (geugenbetnebimmg bet grau) 

552“ (Slttfptüibe ber grau bei löitmg bet Mairaet) 
8b<l'ib*r Äufmanb (Beitragtpp«bt bn grau) 110* 
Miteigentum ber 8peleuie (Snttag auf Jeilung opne gu- 
füntmung bet grau) 199" 

BrojeplopenPorftbuppPiibt unb atmenreibt (Soabgerbbttrat 
Cppler, Strasburg im fflfop) 390 
Borbcbalttgut (Eingang bet (Betsinnt aut bore^eli<ben ®e» 
fd^äfirrt mü^tenb ber S^) 484” 

ffbebrrftenungSflage 

Smtoanb bei 8)e<bttmipbrau(bt gegen bit g. (tbttnrütbige 
Behauptungen bet Mannet im erlebigten Stbeibungi« 
ptojep 110* 

®atfelbe (Bertinbarung über bie SBobnung mit Süifitbi auf 
bie Betttaltung bet Beppei ber grau) 406* 
gnlbält bie ePcntuell erhobene 8. eine Küdtebtaufforbtrung 
natb § 1571 8®»? 433’ 

(•beliebe ®eburt f. ©lern unb Rinber 
(Pbeniebtigfeit 

^njibentfefifiettung ber 8. im grbftbapiprrit 302*° 

•befaibnt 

goentueBe anftbluprepipon in 559" 
ginfttwilige Setfügung m g. (®loubbaftma<bung bet 
Stbeibungtgrunbet ?) 379“ 

(Pbefeiirtbiing unb Qibetrrnuung 
Siegt in ber S<b<ibungl»iberIloge gegen bie Xrennungttlage 
bet Sntrag, Patt bet Ittnnung auf Stbeibung ju et> 
Tennen? 303* 

gbtbtueb (ffiibemtf bet Supintmung) 336“ 

•Senfittung 

42 ” (fhenge Beurteilung neuer SBotftblungrn nab Serjeibung 
btt olttn; gntfibulbigung mit reijbartt gboralteranlage 
unb betgL; Kap bet gerrfittung, Köglubtnt ber 
äBiberPtifbbimng; gmtritt bet äerrüttung toäbrtnb 
bet Brojepet) 

43“ 484“ (StbmÄgung btt beiberftiltgen Betfeblungtn) 
276“ (grobe MipbanMung, SeWag int (Bepibt) 

484“ (Berbeimlubung einet grtibgebutt) 

683“ (Bermeigerung ber ebeluben BPubt jtbn ffioeben 
lang noib ber gbefbliepung; Hope Umetlaflung auf 
feiten bet Kanne*) 

BeeluP Pet Rlagerebtt 
276’* (Beginn btr Rlagfrip § 1568) 

483* (Stufforberung natb § 1571 but<b ©btbung btt 
^erpedungtllage) 

(•brengcriebt 

< i . unb Begnabigung (uon Spring) 127 

<?ib 

Stbüpungleib hn gnitignungtpttil 75“ 

Sbmrigen ber Urttillgtünbe über eine ©beljufbiebung 
308« 
gibettpfma 

76“ (innere latfoben, Uberjeugungteib bet geben, gragt 
ppubt bet Siidltn« bet ungenügenber gormulierung) 
304“ (ffieftble^itoerfebr im attgemeuten) 


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S'btltegiflct 


(i 


312" 435“ (innert Zatfaeben; „t«in ^Weifet", „Über- 
Jtugung") 

530’“ (®efunbbeii, ffioblbefinben) 

660” (’liiebtantoenbung btt Befugni« jut Sluferlegung 
eines ru$tetlü$en Gibt*) 

©ibeüerf Inningen 

Slnfeebtung ton G. Wegen Jtttum* 718 11 

(yigrnmnrbt 

Dbjeftioe Statut bet G., Umr<btli(bleit guten ober bifen 
(glauben* 199 15 

<Si(ltntümcrßrunbf<$Mlb 

Setjidjt auf G. jugunften eines Hhbotbelcngläubiget* 

200 14 

(Eigntam 

GtWttb beb ß. (Gibt*juf$iebung übet ©utglöubigleit, „(ein 
Zweifel") 312“ 

Übergabe (Übertragung mittelbaten Seppe«) 717 u 
BetluP be* 8. (BetWanblung einett ffirunbftüd* in ein 
glufcbett) 443* 

Smbilation flatt bet ipfanbinttrteniionitluge 112'* 
Ungenügenbe Bcjeidpnung bt* Jllaggtgenfianbe*, bie p<b etfi 
bei bet Beweisaufnahme herau*fte!lte (Slüge bt« 'Mangel* 
in bet fftebiponiinpanj) 242 14 
Gigentum*[iörung (Srnmifpon) 

11 14 (Jffugafibe, flohlenPaub, (Safe, ®emeinüMi<bltii) 
255" 334” 653 - (Siegatoriendage gegen SmW^anblungen, 
faehliehe Gintoänbe au* öffcntli^etn Stecht innerhalb bt* 
9te$t*H>eg}) 

682 u (®tläfügung burep tinen SkhiepPanb, Saffung btt 
Scrurteilung, Wenn e* fiep um Bef$tänhmg auf ba* 
gemeinUbüdfe Map panbelt) 

Sepabenetfapllage be* Gigenlümet* 

119°’ (Bttgfipäben) 

644 705 Q unten Pug, £uftf(piffaptt) 
©ißcntuntünorbebalt 
Sefipftanb be* Kaufet* unter ß. 681 14 
G. an Mafepinen Quriftcntag) 621 f. a. Beftanbteil 
G. an einem ganjtn ©ephäp 195* 

©ifenbabnbctrfeb f. a. Kleinbahnen 
Beipflichtung jur Anlegung bon S^upWepten jloiflhen (Steifen 
unb gabttteg 691 41 

Beleuchtung bet 8ahnhof*jugänge 535 i9 716 11 
Steuerung eine* übet mebtete Bunbesflaalen fup et< 
ftteefenben ß. 436 14 (ogt. a. 55) 

©ifenbabnfracfetbrrtrafi 

Berührung nach Bit. 4 be* ^internationalen Übereintommcn* 
6' 117” 

©ifenbabunnfaU 
Haftpflübt, Saebfebaben f. Haflpflicbt 

(viiijieme inbuilfl 

©itlung bet ß. auf bie Beamten 221 15 

(fintomineafleuer 

Cmtäfeigung bet ß. naeb bertuallungegencbtliebem Grmcjfcn 
224 (DB®.) 

Crinrebe f. BetoriMaft 
©infhveiltßr Strrftiflnnß f. Slttefl 
©intotrfunß ((Jmmiffion) f. ßigentunt 


©leftrijttät*wcrf 

Betrieb* ent 55 (DB®, bgl. a. 436 ”) 

©Item itttb ftinber (aupetcbe&$e St. f. b.) 

©cgenbetoei* gegen epelitpe Slbftammung 144“ 485” 
Legitimation butdt naepfolgenbe ßfw, ffiitlung be* Gintrag* 
im ®eburt*itgiftet 276” 

Hemmung bet Betjäptung jwifepen 8. unb R. 192‘ 
©ntetßnung (glueptlimengefeg b) 

SReue »nlage 23 41 

Slacbbolung bet 3m*forberrmg in II. Snflatt) 24** 
ffiebrloflen be* ®efebäft*6etrieb* im neuen Haufe — (ein 
Sepipungserb 76 11 

äuSgieitp bet *)ia<b- unb S urteile 75“ 82"' 
3Bett*minbetung be* im teilweife enleigneten Haufe betriebenen 
©efepäft* 285” 

StnJberlufl bei Hinterlegung bet ßnteigmmgtfumme, Mietet* 
entflbäbigung 316” 

Mepttapen be* Betrieb* butep Gntjiebung eine* Ablagerung*- 
biape*, bebmgte ober betagte ßatfepäbigung, SRetptiWeg 
317” 

Klage be* Gigenlümet* auf G. (Pittfepweigenbe* „Betlangen" 
§ 13 f$Iu$t(iniengrfct) 318“ 

Stittftpweigenbt* 2btrttung*tierlangen (8enu|ung einet an- 
gelegten Strape im öfftnüiebtn 3ntettfle, gleich ol* ob 
fte fdjon enteignet Wüte) 566** 

G. eine* glupbett* (glupberlegung) 650 
©efonbette änfprüibe au* bet G. unb Saunet bot älteren 
Seepti b 724“ 

Stiebtag füt bie äöettJermittlung 726** 

Stellung bt* Antrag* auf BoHenteignung in einem fpiteren 
lermtn 726*“ 

9ntf$äbigung füt einen Siaipteil, bet au$ anbete Beteiligte 
trifft (bom SeflgtunbfUld gebt no<b bet Bulgarien ab) 756" 
Gigentumihwebfel toäptenb bet Betbanblung übet bie G., 
SS leb tung 757" 

©ntaeünbißunß 
SBegfaU be* ©trmbel bet 234* 

Beginn bet griP füt bie anfeeplungitlage (Renntni* »am 
©tuitbe bet G.) 457** 

©ertrebtife f. Bauenttebrife 235 “ 328’ 739’ 

©rbfebaftüfteuer 

Serbtnblibleit be* Gtbenbctglrieb* füt bie Steuctbebäibc 
725” 

Sepenlung an einen Bettin (Aci<b*eibfcbajt*fteuei) 754 *• 

©Tfcfepaftüteilnnß 

Gtjwingung btt SertaufibPiipt be* beauftragten Gtben 313“ 
©rbtjrrjicpt 

Mangelhafte notarielle Beuttunbung 520' 

©rpnbecreebt 

<t. bet Sngeftettten (Juriftentag) 620 

©TfiiOuttß 

G. butip Boft (Selbpabpolung be* (Empfänger*) 546* 

©rfnUuttßeort 

SHeiblÄOerftbiebenbeU btt beibetfeitigen ß. 192“ 

Unriibtige angabt be* G. bei Stellung btt Baebfrift 
446» 

G. § 2 BtStembel®. 287” 


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3i#ilrrgiflet 


fbabrifbetrieb 

Rennjeicben be« g. (®tehri}iiät*metf) 115” 

fhabrtfgombitürf 

SSefentltdjer Seflanbteil (in ei g. Seflanbteil 

griertafl 

Öerfömmlicblnt Cf 4 Aobmmilfefle» in Slüneben 202 1 0 

,V Wellung »finge 

3njikcntf. übet ebenitbiigleii im Ctbjcbaftlflieii 20-1'° 
3t»«WnmrtflI nach 8 304 38)0. auf g. 338 “ 719“ 
SBegfaU be« 3ePßeHung«intertffeS toäbtenb btä $ro}ejfe» 
338” 

GHeitbjetiiget AuJfprucb bet Unguläffigteit unb facbli<b”> Sb- 
toeiftmg bet g. 339“ 

3uXäffigIeii bet g., Kenn bie SeiftunglHage nifbt triltoeife 
mSglicb ift 1588“ 

genenerfiiberng 

jfaiföe Angabe bet betbtannten Sachen (SBiffenllicbleii bet 
Soraulfebung beb SetbtlberiufH) 49” 
gibeilmnif 
Subjlanj unb grüßte 23“ 

fritma 

g. bet 3weigmeberlajfung 18“ 

S&fcbung einet g. bur<b etnfltteilige SJetfügung 439 111 
gortfü^tung be* 'Kamen* eine« au«geftbiebenen ®efeBf$after« 
ob™ beffen 3ufiunmung 461” 

Senujung eine« mtBoerfldnbUcbrn Eigennamen» 737 - 
Ji««u« 

Scrtictung be4 g. im 'litojcljt 201“ 282 “ 302'" 543' 
Haftung be« g. füt Staunte p 652 1 
ihlutfetlinic f. Enteignung 

iRüfifctbetung bet Subetbnl füt Cünftige Slnliegetbeittüge 
(Stedjtbtoeg) 286“ 

glnfbett 

Setttanblung eine« ©tunbftüd« in ein g. 443" 
Anlicgetrcibie am Mtlaffenen g. be« lünfUiib beilegten 
glujfe« (Amilgciübtlrai Stbumatbcr) 648 
gorui f. a. 3tbsct)itbt, SebtttiBige Sietfügung, Katar 
Anttcnbung be« § 313 SSS. auf Sor(auf»re<bt (Aufgabe 
bet bi<beiig(n 3iritb«Bericbt»t>rari«) 69 3 
Seteinbatie goim (ttngültigleit be« mebtjäb rt fl <n ®iet» 
betttag« 103 1 105 * 446* 

Aufhebung eint« formtiihtigen Seritag« butcb fotmlofe Ab> 
ttbt 118” 

®tunbflfl4«)ettrümmfiung«betttag 331 11 
«eilung be« gbtmmangeli burib Auflafiung 331” 438“ 
Sotberttag }u einet ®e|eBf$aft m. b. $. 349“ 
3uilatibelomtnen bet Scbtiftform (Snliugetung bet Uelunbe 
ohne Übergabe an ben Sktttag«gegnet — Einteilung be« 
3agb)>a<btbcttiag« einet ©emeinbe bei bet (Genehmigung«» 
bebbrbe) 442' 

Äaufalgefibäft füt bie Abtretung bon ®ef<bäft«anleilen einet 
SefeBftbaft m. b. hj. 500** 

Knibttäglidie Seteinbatung bet S(briftli<bleit 789* 
graebtuertrag Sijenbabnfraebtbetttag, Sinnenftbiffabtt 48 31 
gtageteebt unb {frage? fliefet be« fRiibler« 

Wangeinbe Seranlajfimg jut Äulübung be» g. 14“ 
g. bei ungenügenbet Stbeifotmuiitrung 76“ 


g. nach Setbeilmitteln bei Stfolglofigleit be« }unä<bft an» 
gebotenen Setoetfe« 634“ 

g. (nenn ein Setoä«antrag toegen Unglauboütbigtett be« 
3eugm abgelebnt Werben foB 685“ 

ifnufrnflng 

Haftung ohne 3krf<butben (Ütofeffot Stifp) 643 
(9afH*irt 

Sinbejuglbetttag f. b. 272* 
geblenbe« Üitbfjengelänbet 108* 

Scrgiftung bet @ajl« bunb Serttebftung 237* 
Sebeibenfebieien in bet ®aftftu6e 405* 

Untetlaffene Beleuchtung 451“ 

<9attnng«taa f 

Sefebtäntung auf bie gelieferte Sache 740* 

(BebtamblKuflrt 

SSittfamteii bet Qbetttagung be« ®. 53“ 

®. neben Siatent (Sotbenufuttg) 247 
Siicbtigleit be« Settrag« übet ein löfibungibflilbtige« ©. 448“ 
8ombinotion«mufler ; Setülfiebtigung bon Sigeniütnlübletten, 
bie in bet Stbubftbrift nicht erwähnt finb 498“ 
©egenfeitigfeit 

Setbürgte ®. (Sntfibäbigung füt unfibulbig ctiitiene Unter» 
fu<bung«haft) 218" 

(GehaltSorbaaug 

Behälter bet b«b«en 3ufti}beamten nach bet neutn f5<bftf<ben 
unb baberifchen ©ehalt<otbnung (ftammergcrichtlrat Sef)olb) 
226 425 

(Gcbarfant 

ffirenjtn be« bienftlicben ®. 654* 

(Heiftebfcfatböfte 

®. unb befebtänite Sef<bäft«fählgleit 323* 

(GeifHiebe 

Smtlnicbeilcgung eine« ®. 756” 

Seaeiute 

(fntfcbäbigunglbfiübt bet ®. für Staben bei öffentlichen Auf» 
läufen (gaB bet abgehobenen $anb) p 81 ” 
(Seaeintebeante , 

tfingemeinbuttg 221” 
iReibrtWeg (Sorentfcbeibung) p 636* 
f. a. Xommunalbeamte 
Oirnebmigung 

®. einet Setter b*cmlage |. b. 

©. eine« Secbt«gefcbäft*, ba« ein Siertreter unjuläffigetttetfc 
mit fi<b felbft abgefdjloffeu hat 5‘ 

StiBfcbtteigenbe ®. be* jtteiten ®ef<bäft«fühtet« bei JtoBeftib» 
betttetung 151” 

©. bet eigenen Stbulbbefreiung (®. be« Siatei» )um ©tbulb» 
übernahmebertrage bet Rinbet) 271* 

Südwirfenbe Ätaft bet 544 * 709' 
(GearralbeaaOiaA^tigir 
Aufteilung ber Rloge an ben ®. 659* 

(Genoffenfeitaft 

C ff entliehet ®laube be« Äegiflet» (Segenbettei« gegen ben 
Stnltag in bet Sipe bet Senoffen) 214” 
Au«einanbtt|e«ung bet ®. mit betn au«ftbeibenbtn®enoffen(8e» 
tiebtigung bet Silan} bei auf Srunb ber intänberten Set» 
mögenilage) 214** 421 (Aujtigrat Dr. Stetoolbt, Setlin) 


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8 


ßibilregiflet 


21uS:6fif^ung eint* (fiincfirn , fftatbbriifung im SReibt«tbege 
850“ 350 41 

Auffüllung btt ©nloge bei Skgfaü brr angtttcbntltn 61t* 
tbinrii 250“ 

Haftung brt ®. für Ertrug be« Sorflanbe« -198 41 

©rriebiftflanb 

Bettinbarung eine* autfiblitpibtn ®. 488 14 
Seltenbmacbung btt Bertragtftrafe im ©. brr ^wuptberpfltib* 
tung 488*’ 

©rfanttfctwlb 

Serutleüung alb fflriamtf^utbnrr o^nt baeauf gtri^letrn 
Antrag 16 11 

Su»g[ti<bung untn btn ®. 33* 

Mcbr}abt S<m Brrrirbrrtm 70‘ 

Sebäbigting but<b Etrgbau unb 3 mmij fumtn mrbtrrer 119“ 
©rfefcäft 

Bettragäabfcblub mit einem®. obnt Hcnntni« be« ^nbaber« 29* 
©rf*Äft9brtrirb f. «. ©ettetbe 

Bcräufeerung eine* ganjen ®. (Setoäbrleiftung, Eigentum«* 
borbcball) 8* 195* 

Etbbbung brr Unloften, Gnitoertung be* ®. bur$ Enteignung 
75“ 285 ” 317“ 

Störung frtmbtn ®. (inSbefonbcte burtb ehrenrührige Bor* 
toürft) 133 * 272’ 

©rf<fcäfMf«t>tfl«»it 
8e|tbrän(te @, ®eiflt*fcbtoä(be 323' 

©cfefeä’fttun fei big feit 

Smtbmigung bt« (Srunbbuibantrag» eint« boümaibtlofen 
Bertretet« r.ad; Eintrag eine« SEiberfpiueb« 709' 
«rftBfebaft 
$anbellgefein<bafttn f. b. 

©rfrUftbaftSantril 

Äonlunenj bt« Bfanbreibt« am ®. mit jfingetttn Bfanbted)! 
am Su«tvnanbtr(e«ung«anftrrutb 197“ 

©efellfdjaft mit befibräntin Haftung 
StinfdbtDtigtnbe ©tntbmigung bt« jnjtUtn ®efibäft»fübm* 
bei HoürthbOrrtremng 151“ 

SBanblu~g, Anfettung ober fonjligc Beseitigung bet 3üation«. 
betttag« 309” 

'Jlitbtigleit btt ®. toegeir gefebwibriger Slatutenbeftimmungen 
(Beräuberlttfileit btt Anteile) 310“ 

Bettrag«mäfjige Aufteibmmg bet ©etnabrung bet Einlage 311“ 
Bereinigung fämtluber Anteile in einet $anb, Beitrag«* 
Rblufc be« 3n(wber« mit bet ®. 311“ 

Borbettrag jur ®. 349” 

Untnijitbbart Sonbeneebte 407* 

Ablauf eine« boSeingejablten Anteil« burdj bie ®. (Sn* 
fe$tung) 469 “ 

flaufalgcfibäft füt bie Abtretung eine« Anteil« 500” 
Verbotene Abtretung, Umgebung be» SBerbot« 567” 
©tünbung buttb einen BeuoBmätbligten, Biibtigfeit bet Boß* 
maiRt 655* 

Wrfegttibriftffit |. a. Sitten tu ibrigfeit 
Hafte Hanberltag 139* 

@. be« AugfiRIuffe« bon ©tbabenerfabanlbrficben bet btn 
Aorboftfcefanal benugenben ©tRiffe 465” 

(. a. ©efeaftbaft m. b. $. 310“ 500” 655* 


©rfiitbeorbnung 

Aufrechnung gegen ilohnfoibtrungen 294 

©etorrbebettieb 

SttbUUKg toegen bebärblitbtt Unterfagung eine« ®. 349” 

©etorrbegertcbtr 

Au«f<btu| ber Bnhttonlsältt (Beumonn, 3“"> fjabrrl* 
toetbjtl) 2 

©rturrböanlage 

©enebmigung einet ®, nach § 16 SetsO. (SaiRbaiteibt) 301* 
©rloäbrlrifhing 
Mängelrüge, 9te<bt«m5ngel f. b. 

®. bei Skilauf eine« ganjtn ®ef<bäft« 8* 

Atgliftig Wtfebhnegene Mängel 36” 

®. unb Bürge (3ie(ht«antbalt Dr. fftlij ftnebentbat) 132 
Seiht be« ©füßung*ort< (totlthi«!) 192* 

Seiht«* ober SadjmangelS 7 12 7 
Stbmamm, Sebtoammbtrbaibt 742” 11 
Sigenfibaft be« ®runbftüi« (Mieteitrag) 549* 

.■fuptberung (falfebe Angabe bet Menge bei Betlauf eint* 
fflefle«) 477» 

SSanblung 

292 (ikrluft be« SBanblungireiht* burtb Bctäu|etung, 
bon £anbgeeiiht*rat filier, Jtempten) 

309” (SSanblung be» ^Hationtbcetrag* bei einet ®efeß* 
febaft m. b. §) 

478* (Au«f$Iufc bet ffianblung buteb totfentliibe Bet* 
fAlrdjtttung, Betueitlafi) 

Btetsminbtrung 35* (Untlarheit, ob BrtiJminberung obtt 
Sebabenrrfab gefotbtit toitb) 

Stbabenetfab (Botfpiegtlung einet ni<bt jugefteberten ©gen* 
febaft, bon Mattbieffen) 60 
Biebbanbel: 

f. o. Sanblung 292, 478* 

Jjjaftung au« fogenanntet pofitibci Bertrag«Snlebung 
(| 276 BSB), Betjäbtung (Se<ht*an!calt Dr. Stöljle, 
Hempten) 633 

Stbnabmc in Henntni« bet Mangel« (Übergabe, SufUffung) 
1 37 7 

Sbüefeeung (Übergabe, ffettigfteüung, Hunbgabe) 431* 
Slbnabme ohne Betjiibt auf ®. 432* 

©ewinn 

äbfltalte unb lonltete Betetbnung entgangenen Setbinn«, 
Sebäbung bet Betläufliibleit neuartiger SBatm, beten 
£iefctung nicht erfolgt ift 298* 

©renjmauet 

äufbau einet Branbgiebei« auf bet ®. 12 11 

©runbbucfi 

Cffentliibet ®laube (perfönlnbe jVotbetung) 658* 
©runbbuitnAfrr 

Stöbe fjabrlaifigleit be« ®. 412” 

©rnnbfigetitum 

®. unb Suftftbiffabrt (B«f. Sibb, Betlin) 643 
©runbfetiulb f. Eigentümergrunbfibulb 
©mnbfebulbbrief f. a. i'tipotbelenbrief 
31nfpru<b bi« 3uifiilbaltungCbenibtigttn auf ^nautgabe be« 
bot Stlebigubg bt« 3utüdbaltung<cecbt« an btn ®nmb< 
fibulbgläubiget {utüdgelangtcn Brief« 447* 


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StOÜKglfltT 


9 


Snabfinn 

®. imb emlommcr.ft tu ft 61“ 

(Hrunbftücf 

SertoanDIung eine* ®. in rin glufcbelt 443* 

Wrunbflücf«f4hS«ung 

Setcblgtricbtlibe MifebtBigung be* bi*bet geübten »erfahren* 
, 285“ 

@rHnbfläcf6;rrträmiarrtiitg«»crfrag 

§ 313 8«8. 331“ 

Wate Sitten f. Siltenwibrigleit 
(Hueaebtrn f. a. 6ebtrfc*gulaebttn, ’BettDaUungtflteit 
SulälfigleU ber Sinbolung febriftlieber ®utacbten Don ga<b» 
bebötbta 686“ 

Wutgläabigrr Crioerb 
ffitbe*jufebitbung („lein 3®rif<l") 312“ 

Haftpflicht gugletcb 6aebf<babtn, gebmetjenlgdb; a. ®ifen* 
babn betrieb 

Untetbreebung bet Setjübrung buteb Sntrlenntni* bem (änenbe 
nach unter Befreiten ber §öbe 79,1 
SetritbüunfaD 210“ 495“ 690’«“ 721“ 742* 
gebtedroithicig eine* SiltnbabntmfaB* auf Slngebbrigt 306 ” 
anoenbung be« § 254 in $aftpffobtf4Ben 495 “ 652 >» 
690“ 742« 

Sacbfcbaben unb Srifeloften (Setjübrung) 196“ 209“ 
Sitmeutntgelb (§ 836 8®»., 8e»ri»lafl) 196“ 

Hanbelbbraueh 

ffiibetfptueb gegen ben £. nach 8ertiag«jebluj) 488“ 

Hanbelbbiidirr 

Snorbnung be* Borlegen* btt ©. golgen ber äbltbnung 491” 

H«nbrl«gefd>aft 

®orbeteitung*gef(bäft 148“ (8ietbejug*bertrag) 206” (Sct> 
trag übet Soncrb be* ®efi$äfttbetritb*, eibau*cmanber< 
fejung) 

Übertragung be* £. tm ®anjtn 548« 

HanbrltgrlcUfebaft 

Beginn ber Serjübrung gegen ben auigtfebitbentn ®efeB» 
febafter 19“ 

Sbtrrtbarlril ber Sommanbitifitnanlptütbe 30* 
gntbebrliibleit ber Äuflaffung bei Suifibtibtn eine* #efell< 
febafter* 450“ 

jortfübtung ber gtrma mit bem Samen be* äulfibribtnben 
ohne beffen 3uftimmung 461“ 

©. im Sonjulatbejiil 491“ 

SoBflredungtottteil gegen eine injtoifeben aufgetöfte $. 686“ 

HnnMnngügcbilfr 

3uläfjtg!rit ungleitbet Sünbigungibeftimmungen, toenn fit bem 
günftiger fmb 435“ 

Hinterlegung 

Depositum irreguläre 70« 

Hälrtfaffe 

Beihilfen ber Snfcattlammem 1 25 57 177 225 321 393 
473 506 577 617 625 641 665 697 729 
Sonflige 3 u ®enbungtn 506 617 665 
®eneralberfamralung Dom 27. September 1908 
Zagetot bittmg 441 473 505 537 
Xniräge £iepnt unb 8egrünbung 505 537 614 
Bericht über bie Bejcplüffe 625 flg. 


Hüpotbef 

äutfeblub be* ®14ubigct* burib ÄufgebottDerfabren 12“ 
Süerteruetäufienmg be* Smnbftüä* Pot Übergang bet beim 
Cttoetb übemonunentti $. 32’ 

£>. unb Siiefcbraueb, ^ppolbelengläubiger ai* Sebenintabenient 
jugunjlen be* 3®ang»DerteaIttt* 135* 

Serjiipt auf bie Sigmlümergninbfebiitb jugunfien eine* 
^ppotbelengiäubiger* 200“ 
am ©nmbjlüitanteil 274“ 

Haftung be* S'ik'bbt« für bie ®. im Bonturfe 518* 561“ 
Sieberungtbbpotbel (für ®augelbet), £6ftbung«Ponntt!ung 
555“ 

Sttriibciung bunp Sottfiien ber $. 657’ 

Cffentlieb« ®Iaube (petfSnliebe gotbetting) 658* 

Webte ber ©laubiger an Serjtebtrunglgtlbem unb 8erg< 
fbabenbergütung 737 ' 747“ 

Hripotbetenbrirf f. a. ©runbftbulbbritf 
Zeilabtretung b« BriefbDpotbef 482“ 

3utüilbaltung*rt<bt am §. 547“ 

3*mtfftem f. Eigentum 
.JnfaffoPoHneaebt 

3. bt* Buwauootflebtt* (äleebltantrall Dr. älbrebt, »}am- 
bürg) 729 

Qn jtbrntfeflftt Uung*f leige f. geftfletlunglflage 

3agb 

äniprübe bt* Batet* »egen Beilegung be* all Ztriber 
bttnenben 6opnc» 525“ 

Secbutoeg (§ 24 p 3ogbD.) 636* 

Segalorienllagc be« 3agbbend;tigten gegen bebötblicbt Be» 
fcbrünlung 653* 

Sagbpaebtorrtragr 
3- bet ®emeinbcn 118“ 442’ 

3ublfat«jinftn 

Seine gtrabfepung ber unltt ditcmii Siebt jugefproebentn 3-» 
Berjübrung 654* 

3uriftrntag 

geenbtriben be* 9trieb*iuftijamt* bom 3- 9 
ZageSotbmmg be« BatWtubet 3- 471 
»triebt betrübet 617 

3ufH)b(auite 

fflebältet bet b*betcn 3- in Berbern unb gabfot (Sammet» 
gmebtlrat Dr. Sebolb) 226 425 

_3nfHjreform 

1. Beruhte über SleSungnabnu 

bet SütteatUIammern lüffelbotf unb 'Jiiimbetg jum 
Sripjiger StnlualUtage 25 

be* Strem* für gewetbliebtn SR«bt*febuf ä ut $rojtfs» 
nobeBe 120 

brr btrrinigtrn Bammttborfldnbe 536 
be« 3uriflentag* 618 
bt* Stichtag« 697 

2. (Darlegungen unb Sotfebläge Jur 3- 

n) im ganjen 

3ufr jeat Seumann, 3um3abte*»eebfel 1, gmanjieBe 
Stile bet SloDeUe 170, Stojefcttfortn 630 
®rgenrnt»utf be* »ttlinet Sntoaltomra* 89 
8üge im »rojefe (fjeBwig, Seumann) 641 665 666 
2 


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10 


^ibütegifier 


3«lter, ftepli!, Hmtlgeiicbtli«$c« 8etfabren, 3«* 
Reform 98 121 182 511 697 
UDittenbergn, 9tcue Raffung bet 9ZotoeHf, Kommentar 
177 319 

flleinraib, 3« neueflcn Raffung 225, 3 ut StoÜ* 
fjrojeferefc'rm 708 
h) tm einzelnen 

BiecbtSgelehrtf Schöffen in gibilffttbc 11 ('Reumann) 

2 630 

9tf{$tJkmtoalt I)r, $nr, #amm, Höitlung bn 
Äompetcnjerböbung auf btt Meinen i'anbgciifyc 

264 

Stntoaltgebübren unb ^auftbfäfcc 
98 121 182 (3elter) 

170 (StatifHI be« Steife iuflt^amtd) 

175 (SlntralMfammn Nürnberg) 

183 ((Srbt^ropel, 'HrDifiondbegcünbungfjtoang) 
187 (5Reii*antoaU $3ü<$tnann, 9tegen«burg, 
Mittung auf bie ^rotrinjialanto&lte) 

754 (3)to8ln, i-'ü^oto) 

(üei’.djteloftfner^öbung (ouftijrat Striema, Äönig« 
berg) 538 

3Ri$tttli$e Stört mmg be« Streitftanbe« ( v )teu* 
mann) 2 

9Ba$r$eit*l>fli<bt btr Parteien (Reumann, ^eHwtg) 
641 665 666 

8erfünbung bet 8<to<i«befd>lüii< (flleuiratb) 709 
Seeibtgung bn 3<«gen unb Satbbctftönbigcn 
(3uftijrat Stricmer, fcrmbruftei) 117 708 
3Xünbli$c 8etbanfclung II. ^nftang bor Ablauf bet 
©nufung«frifi (Äleinratb) 709 
ütttbifion gegen ®nufung«utieile be« x'anbgetifbt« 
(Oieumann) 2 630 

'JJtalinm fahren 266 (.'He<bi«anlvalt Dr. flemfjfe, 
©tofc.Salje) 634 (2lmi«geri<bt«rat Oiemftb, 
©retfenberg) 

3bJang4boDfltecfung (Reifer) 289 
'^fänbbarletl b« 2>irnftbeiüge 'JJritwrtnngeftetttcr 
(Straufi) 670 

äartrUoertraß 

Unflarbeit be« fl. (toem gebührt bie 8ertrag«ftrafc) 544* 

Aa^otorifdie &leiufe( 

8nluft bet 51. but<b 8erjcgetung be« ©ebraueb« 231 r> 550" 
&aftrüatit>crtraß 
©cfefclDibrigteit be« Ä. 130 n 
JRaafraaiindßcriefct 
%u4f$luf} brr SRecbtäaniDälic bom 5t. 2 
3uftänbig!eii be« fl. beim Streit übet jebierte 2lnft>tücbe 22 w 
äaufpertraß f. a. ©etoäljtlcifhmg 
Äauf eine« ©runbfttid« mit $ietbcjug«bertrag. 'Hiidtritt 
bon bem leiteten 3 8 

floften bet 28arenübetfenbung (,Yta<bturfunbenfiemt>el) 284** 
SBetociälaft beim 5t. 

430 1 479” (öefriftung, (Befiunbung) 

631 (^teidbneinbatung, Aunbenfibhcbteit) 

Sbliefrtung ohne Übergabe, o$ne gehörige iverrigflellung 431 2 
Spejicdtauf (SReft unbeftimmirr ÜJlenge) 477 0 


^rei6angemeffen$cit, Aunbenübli^Ieit 631 
©attungötauf, Konzentration 740® 

Jtaution 

3urürf^aliung einer fl. »egen eine« ©neu$etung«anft»ruc$4 7" 
Attentat 5 f. Anfechtung, ©ntmünbigung 
Aircfernanst 
'Jiiebnlegung be« Ä. 756 37 
Aireitritiiatroiutt 
Giftfcung be« Ä. p 353** 

Älfifle f. a. Tveflfteflunginage 
fl. eine« ©eöoflm&^tigten ohne Abtretung 479 16 
Älaßabtarifnitß 
fl. angebracbtermaficn 557 10 
Alagonbcrmtß 

Mbtoeifung bn Klage »oegen mangtlnbn öegrünbung unb 
Zugleich toegen fl. 718“ 

Alnßantraß f. a. Anträge 
^Dtangelnbe IBefrimmtbeit be« Ä. 454 41 

tlaggnub 

A. ober ©intebe (®flüei«lafi) 430* 479 14 631 

£raß}nflrllniifl 

fl. an einen SeboDmä^tigtcn 659* 

Alrtnbabnctt 

^fanbreebt p 414“ 

änappfäaft 

Klage bn SlUtlne gegen bie Ä. unb ben S^ulbigen 241“ 
Kein Übergang be« Sehabcnnfahanfprucb* auf bie Ä. 146 7 
AommanbitßefrUfefraft f. ^anbcUgefcDfcbaft 
•ftüinmtffiondfiei'dbä’ft 

8ertrag«DerbäItni« be« flommiffionSagenten (Äfinbbarteit) 
714“ 

Mumimiiialbcamfc f. a. ©emembebcamie 
Trichinen* unb ^letfcbbefchaun p 354“ 

Aonbifhon f. Sneicfcnung 
jfrmfurrrniffaiifel f. s 2öettbetonb«Dnbot 
ft oufurd 

2tbjonberung«recbt be« ÜJiüeigentümer« 18 25 
Staqug bet abgelöften 3oflf<b tt * ,) 78,4 
iJlaffeforberung (®rfa$anft>ru<& be« Untermieter«, bn täutnen 
muß, IdcU ber flonfurSDertnalter ben ^JliettKTtrag nit^t 
ausbält) 208“ 

2(uft«bnun0 im fl. (Leibrente) 461 33 
21bfonberung«tc(bt ber ^t>o»b<tengIaubign am 3 U ^^ 

518* 561 37 

*Hü<fDrtfi(bnung (flublenbed) 703 
8efriebigung eine« ©laubiger« au« bn »twibtenb be« fl. bem 
©emeinftbulbncr angefalleneii <Srbf<$aft 722 =i 

Aonftir^uertünltcr 

Setufung be« Ä., Schließung be« flonhitfe« Dot bet :8er* 
banblung 203'* 

Jftonfnlarbramte 
Umjugefoften ber Ä. 210“* 
flonmldtbr^irf 
$anbet«gefeQfcbaft im fl. 491** 

Äonfüfurrcnf 

fl unb laufenbe 9te<bnung 15“ 720“ 

A offen f. i ! rojefeloften, ^ufti^refom 


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.“fibilregifttt 


II 


ftoftrnarteil f. o. Sßrojeiloflen 
Berufung obet Be|<bmetbe (flefitnanfbrud) $aubtfotboung) 
6S5' 

ftoflrnbrrtcilung f. a. iitojtfelofttn 
Slntnrnbung be» § 92 äbf. 2 3BC'- ftebt im Srmefien beb 
Oerübt« 201" 
tänin«(rlt(nfl 
Unbefugte Operation 480" 
tranhnnf^nng 

Bu*beb«ung bet SQobltat be* §S3.ii®B. auf Bureaubeamte 939 

Jrrebitanftrag 

R. unb Bürgen ft 676’ 

CieMIqtc 

GJebübrrn ber fl. für Berrubtungen im Shtftrage bet Ort*« 
polqei 696 *• 

Runbruüblutjfeil 

R. unb Sng«mef|tn$«it (Brofejfot Da«)) 631 

JKaMflaafl 

R. bunt Rlagerfiebung 270* 

©ünfiigtrt Bebmgungtn für bk §anblungige$ilftn 435 " 
«abrn § 56 $®B. 

„3tonb" in einet äu*fiellung»ba!le 720" 

Vagrrtcbrlnr 

S. unb Sagerpfanbfcbeme Quriftentag) 619 
SrgiHaiatioa f. aufem&düfc Rinbtr 

DtbtniDtrficfceruieg 

Unterbleiben telegraphier Benaituptigung uem Dobe, Bc> 
ginn btt Rtogfrifl für bk Erben 631" 

2. jugunften btt Erben (ten ifl berechtigt?) 689 

Bribreate 

3ufiufcberfprei«n an ben ©itokgetfohn 103* 

SmfcfUIk&lttt bt* Slnfprui* auf bi« 2. 46 1“ 
BegtttfUigr Berfüfluttfl 
Eigtnbänbige* lefiament 336" 

Blangelnbe grltdrung be* Deflator*, bafi n nie^t fitetben 
länne 527 " 556" 

BittrarurbefpreeOtinflen 

87 SrkMänbtt, 9teit*antt>atl*otbnung 

88 3«l<bkn, ßkbübrenotbnung 
288 ®6trt», Stilb« btamlrngcftb 

ffiei&Itt, Stitb4ar<bib 

319 liUtnberger, Rommentar jut Subtile 
TOigel, Brrufcifie Roßengcfeje 
416 £a$n> Stkb4gcft( übet tertoerb unb Btrluft bet .‘belebe * 
unb Etaat*angebötigleit — Jfut Mtform be*felben (gthfre 
624 b. Bar, fflefet unb Siulb im Strafreebt 
664 Bamberg«, ßrbrrilbttfotm 
Bordjaibt, @tbred)t 
Beifer, Defiamcntärtit 
SRarcu*, $a» beutfic Zeftamenl 
768 Brtil, Sinfulation 
2bbnfarbtni>gta 

Jlufred)ming gegen 2. beb Sefinbt» fftmlbrubtn L>r. liarbe«, 
Cloppenburg) 294 

Bebafampf 

BemifSetflänmgtn, larifbotrüge Quttftentag) 621 
Santttng bor 3°)ug 679" 


8n#r im 'ISrojtfc 

abmeb«, Äbtoebr gegen abtoebc, Duplt! (‘Reumann, £eflroig) 
641 665 666 

»aftfatffa&rt 

2. unb (Bninbetgrntum (Btofeffe» Ripp, Berlin) 643 
Sebabenetfagbfliibt beb S£ufifd>iff«r« (2ubotbieg, $aOe) 
705 

Baftb arbeiten 

2. im Same be4 preu|ifien flommunalabgabtngtfefit* 
OBS. 224 

3R<bw>etfabeen 

Reform be* SR, 

266 Sttbt4antt>dl Dr. Rcmpfe, Sto&.galje 
634 3fmttgeriit*tat SReinfö, Sreiftnberg 

JKaHet 

ReiHtueg gegen Betfagung bt4 ®elbttbtbttrieb4 246 31 
3Rafl«Ttaj«a 
3)1 tmb § 663 BSB. 321’ 

SNafebinea f. Beßonbteil 
Sigentumiborbe^alt an 3)1. (3uriflentag) 621 
RRäagelbaftaaa |. Setoäbrletftung 
ÜRüagrlräg« 

Seitjeitigfeit, Unterfuiung*pfli<bt 492*° 

iKieluertng 

Stnfprüebe btt Erben bt« berunglüehen Witter* 9’ 
Siebtigteit eine* unter Boibcbalt ber Sebteftform münblieb 
abgtfileffenen mehndbrigen W. 103‘ 105 * 446* 
WktRtntfebdbigung bei bn Enteignung 316” 

Untermieter be* Semeinfebulbnet* im Ronturfe 208” 
Raffatorif$e Rlaufet f. b. 

OTinberjäbrtge 

Eigene* Sttfiulbcn berunglücfter SR. J. Sebabenttfap 
Haftung SR. für unerlaubte $attblungen be* gefeilteren Ber> 
tretet* 529” 

Rönnen SR. eine ©eputo ihre* Baterl übernehmen ' 27 l s 

üHmberfauflrute 

Snitbidluttg*p«bium eint* Wrofigetoerbe« 148” 

Biebbanbel 343” 

SNitcigcntaui 

abfbnbmmg*re(bt be* SRiteigentümer* tnegen feine* *u«. 
gltubunglonftjrub« 48 2ä 

Reine aotteenbige ©treitgennifenfebaft unter SÄiteigentümem 
154" 

®. bon Sb^goutn; bebarf ber ’Biarm ber ebemeiblttben 3“‘ 
flintmung, um jlbed* leüung auf 3toang*soIIftrtdung 
an)utragcn? 199" 

Vljljotbel am StunbftfieKanteil 274" 

Betäufstiung einer 8ebiff*(K»«t an einen Jiuälänbet 313" 
OTiterben 

JHage gegen ein)«[ne ®., SoBjhtdung in ben ungeteilten 
Simblab 335« 

iWurnturunn 

Bebeutung be» SR. für bie Sablung4tinfltllung 342 •*’ 
llüdtritt bom IR. »egen lbeitetet Setfebleebterung ber Bet. 
mögenblage 711* 

SNänbliebrrit 

Sctlbtrtung bon JeugenauJfagen eine* Bot)no)effe* 304” 


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12 


SiPilregifUt 


SRnnMlebe JSrrbonMung 

Befebtüntung bet m. 8. elfter ffnftanj auf em Betteibigungi« 
mittel. Unbef^ränßt m. 8. unb Gmfcbeibung in btt 
BerufungSinftanj 452“ 

UKufterfeteng f. ©ebraudjimuflet 

91<i<$rrbfc8aft 

gntbebtliebleit bet 3uflimmung beb 9!a<b«ben ju ©runbbueb« 
anträgen befreitet Bomben 683 17 

Wacbfrift f. Südtrili 

Ülacblnpfcbulb 

Beftreilen btt ®<$ulb in II. gnfianj, toäbttnb Sottet nut 
flbtt bie petf5nli<be Haftung bei 8tben gefiritten toutbt 
46“ 

91tgatartcnllaflt 

91. gegen amtifianblungen 255« 334“ 653 1 

91ief)briiud) 

Änlprticfe beb 91iefebtauiba4 unb (ippotbelanet« an ben 
vom 3tvangbbettva(tci bmtnlegten fflietjinfen 135* 

91. ju Bfantjtoedten 199“ 

9ticf»tißfrit 

Xtiltreife Bufieibtetbaltung beb 91e<btigefib5ft4 3 * 445 1 
Äeijtbgefiböfte eineb Bertteiab mit fi<b felbft 5* 311“ 709 1 
91. beb ®efeüfefaftlvtt4tagb einet ®efeüj<baft m. b. eineb 
Sertrageb, bunb ben bie SejeQfiijaft m. b. $. einen Snteil 
eitvitbt 310“ 

Set&ifeetung einet Scbiffipart an einen Jlublänbct 313“ 
Setbtnbung eineb gültigen 9te$lbgef$bftb mit einet Ber« 
abcebung, tvclcbe alb 9teebtigef$äft nichtig fein tvittbe, 
aber niebt alb (olcbeb gemeint ifi 445‘ 

91. imb (Senwbrleifiung für Seibtimängel (Slnfeebtung eineb 
®ef<bäf»ilaufi, bei toelebem ein mutiger Slufletfibub mit« 
teräufeett tfi) 448“ 

91. beb bingliebtn GrfüBungigefebäfli btt Bertragianftibtung 
476' 

Rotte 

Sufnafmte eineb ^JrotofoH# übet getrennte 3Jtr$anbltmgcn 
mit jebtm bet Soitagfebliebenben 520* 

Xefiament eineb 6#ttibunfü^igen (ffiangel ftintt eigenen 
ffittiänurg) 337» 

9lorbpftfeefanal 

Ungültigleit bei Sebabenerfabauifebtuffei in bet Betrieb«, 
otbnung Vom 29. 3nli 1901 465“ 

Cffrntliebe Wege 

Sntfiebung eineb 5. 3B. im Staaliforfl p 438“ 

(JSartei 

itlage bet ßbefrau „im Beiftanb" beb SRanneb 529“ 

tßarteifäliißfctt 

8. bet jut Bertretung beb gibtub beruftntn Sebötbt (fanu 
butgifdjt ginanjbetratation) 201“ 302 “ 

8reufeif<be epatlaffen 413“ 

8. eineb BebeileiDobanbi unb femet ga^l^eSe, ÄiaggufteUung 
an ben Seilet atb ®enttaIbePottm5<btigten 669* 

'Baffiolegitimatiun 

Stltenbma^ung mangelnbet 8- i* bet ScPtfionitnflanj 44’“ 

Verteilt 

8- nebtn @ebrautb«nmftet (Botbenufung) 247“ 
Slb^ingigteit 437“ 


9tecbnungblegung unb 6efabcnttfa( 558“ 

Stfinbrrmbt bet Slngrftelltm ßurifientag) 620 

Vatrntanttialt 

Betpflubtung beb 8 . für 3ablung bet ffaftebgebübt ju 
fotgen 497 ” 

'fiatentptvteffe 

Gonbcrgeri^te, SabVerftänbige füt 8- (Sanbt. Staibenau) 56 
Venftan f. Jtubegetwlt 
Bfanbbartert bet 8. von 8“batbeamten 25 

Vcnftonbanflalt 

Bettauf einet 8- (3'*nnretVetmietung); ®e»4btleifhmg 8' 
Vrnfientrrnng f. iHubegebalt 
'Pfanbbarfeit f. äbtietbatfeit 

8f- bet 8<nftonban!prüibe Bei»« beamtet (SJuflijtat ®torg 
SMepet, ©ttlin) 25 

(irböpung bet (ileenje pfanb freien Xienftetalcmmen« bet 
Brivatbeamten (Äeebtlantoalt Dr. Strauß, 91Stnbttg) 670 
Vfanbltibt 
Betbecfte 8f- 1*3“ 

Vfanbreefit f. a. 3urüdba!iung 
Crtverb beb 8f- (einfettige Befigngreifung) 

9tecbte beb Öppotbetengläubigeri am 3nb*fbt, an Bet« 
fuberungbgelbetn, bet BeigfefabenVetgütung 143“ 518“ 
737 1 747“ 

8f. am StfcEf^aftbanteil unb Suieinanbetfe|ungigmbaben 

197» 

Huataufdj beb Bfanbei mit 3u8tminung beb ®I jubigeri 335 “ 
8f- am Spatlaffenbueb 418“ 

Kleinbahnen p 414“ 

'Ufanbvertrag 

Betpfänbung eineb SeitnngbVertagb 251“ 

Betpfänbung auf 3“t 328* 

i'faublnterorntionbflafle 

Sigentumbtlage ftatt 8f. 112“ 

Vfanbung 

8f. Von Baugelbem, Sbltrtung |lnif<ben äufbebung unb 
SBiebetberfleHung bet 8f- in verfbiebenen flnfianjen 559“ 
Vfliebttrtl 

Sntebraing beb Botempfangb (abfubt btt antnbmtngi« 
fähigen 3utvenbung) 110“ 

3eit bet ^uioenbung 747 “ 

Va(i;eiftunbr 

fflibeiTuf bet unter Botbebatt feftgefejten 8-, Vetfebiebent 8- 
füt oetftbiebtne abttilungen betfelbnt ffluetfebaft) OS®. 613 
^baflabbolnnn 
Gifüüung bunb bie ©oft 546* 

^Jaftprotcft 

BieibfelptvttftnoVcQe in b« 8ta(ii (9lf<btianivaU fallen«. 
Ubtn, Botin) 668 

Voflfttfebt 

StlöWen beb ffitfajanfpruibb butcb gmpfang beb fflett« 
Brief« 468« 

^Irribrtebtcr 

9tt<btbtoeg gegen bie Enifibeibung bei 8- 695 
KMoatbramtc 
8fänbbarfeit bet Benfion 25 
Scböbung beb unpf&nbbann ®tbalibbettagb 670 


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Sibilngifler 


13 


«Brioatflüffe 

Seiht bei $tibatjUffe in Breufcen (®mHgrrn{ltitot Stbumaibtt, 
Söln) 648 
9te$l*tbtg 301* 

Btrtoanblung eine* Srunbfiüd* in ein gluibetl 443’ 
SünfUuhe glujsotrlegung 648 
t$lufcbttuntttntgung 119“ 

^TPIifienSagent 

Bebanblung be« SIgeniurBtttiag* al* Btmßwrttag 138" 

Bro|ef)fäbigteit 

EEunbfäbtung be* Streit* übet bie Sß. bued) ben Brojtfc! 
unfähigen 73* 

Brojefjfoflrn f. a. ftoflenurtcil, Jtoflenbeittilung 
Borfibu&pfltibt be» Gßemann* unb Uraenee^t (£anbgeri<htt< 
rat Dppltr, Strasburg L 6.) 290 
Snntenbbarlrit be* § 83 3?®. ein Bttfahren übet Sott- 
ftredbarlrit eine* Sihiebtjpeuih» (Ural «ruhtet Dr. 2h«fing, 
SeOe) 441 

Brojepreform [. 3ußi)tefotm 
*Ie<lg(1>eTbebcn46gan» 

äbtrtrmung einer St. bom ®runb|BUf 219“ 
NntHonOilte 

1 . 91 . unb Sußtjtefornt 

eomtncifitne be* Berliner Knhmltberein» 2 
Burrauloft«, Baufihfüpt 754 
Aomprtenjerhöhung unb Uemere Eanbgetithie 264 
9i- al* SihBfftn in $ibilfa<hcii 830 
Srlofe bon 3*^(ung<6cfe^len burth 9t. 634 
Sonbetgeriihtt, SBahiheit*pfli<ht 641 

2 . Stanbetfragm 

9t ru mann, 3um 3obre*!recb(fI 2 
6 taube* fragen, 3uflijtat fDiiper, varmooer 506 
Begnabigung im ebetngttiibtluhcn Betfahr« 127 
9te4tfau«tunftij)cHen 2 57 
Bureaubeamten 639 
Beitrüge mit 3niereffeniragnipprn 419 
3 Sonjlige* 

Suftrrten für einen $rcje|unfä^igen 73" 

$fli$t aBe Smgünge fofott }u lefen 73" 
3eugm*bertwigerung*n4t 145 17 
B flu^t Jur ffiinfitbt bei S&nngtbrrfteigcrungtalten bar 
bem lerarin 447 10 

Berftünbigimg be* Slnneuantoalt* mit bem fttmbfptaihigen 
Silenten 696 

®arf ft4 bet 9t barsuf berlalfen, bafc ein JtoBege amh 
ba* jtoeite ®etfüinnni*utteil nie^t ohne Berßünbigung 
aulbrtngt? 750“ 
dleehtgantna Itggcbührrn 
®ingabe ber *nmall*tammer SRttmberg 176 
Heefit<a(fnft«flelen 
9t. unb 9teihttanto&ttc 2 57 610 
9te<bttgff4)äft f. Snfet^tung, fDingliihtt Beitrag, 9tii$tigieit, 
Bertragtfihlufc 

SDiangel re$t*gcf$üftli4«n SBiBen« (betoufcte Jäi^tigleit) 
445« 

Wribt«f£*iafrU 

fäöethfeljtuhnung eine* nu^t ri^ttfäßigcn Bettln* 544* 


Strafberfügungen be* etfut^ten (Beriet* 245 '• 

9t. in ber freitoiBigen ®eric$t*barfett, mtbefonberr in folgen 
gSBert, bie natb bet Sanbetgefcggtbung be* eifut&ten ®e. 
rieht* jut Bufiönbigteti ber Solan gr^brrn 254” 583 11 
Sblehiumg bei Stilioirfung jur Begebung einet fihtiftliihen 
®uta(ßten* 751“ 

■Hrd>t*bnnfliflfeit 

Bbtntung tcübrenb btt 5t. (Anbetung bet Xntragt) 303" 
407" 

WeebWfraft 

8efihlei$ung unb Sutbiutung ber 9t. unter öetflofc gegen 
bie guten Sitten 38“ 187 715“ 

9t. be* 8 uf<bla 3 *befi$luffe* 204“ 

9teebt*aingel 

Beladung eine» Snmbflüd« 35* 329“ 

9ti<htigleil be» abertragenen Seiht« 448“ 

91. ober Sachmangel“ 712 7 
91cd)t*mittei f. Bnfihiiefcung, Berufung, 9trbifion 

tHerbtiprerpung 

9t. be* 9tei<b*gerubt* bon Rußten bed (Stutlobung) 645 
fHeehtttneg 

9t. Wegen peibater Snfprü$e auf fflegbenufung 153” 
@igentum*f)ärimg tureb Bahnanlagen 245 “ 

Bepörbliihf Untetfagung bet ®etberbebetriebe* 246* 1 349“ 
9tegatoriennage gegen 8mt»hanblungen 256 “ 653’ 
9tüdforberung einet Silber heit für Ittnftige Stnliegerbeittäge 
p 286“ 

9Bafferr«ht 301* 

9t. gegen ben ®efettenbef<blu| 411 14 
Stbabenttfahanfprütbe preufiijibet StaatJbeamter au* bem 
Bienftbertrage 448 “ 727“ 

drfapanfpeüihe toegen berfüumtee SSegeunteepaltung 535” 
3agbfa<b« (g24pnufc.3agborbnungPom 15.3ult 1907) 635* 
8eitige Unjulüffigleit be* 9t. (geplen betumItung*getubUiiher 
Borentfiheibung) p 636» 

9t. gegen bie Sniftpeibuttg be* Breitciihtcr* 645 
91. gegen Jlu*f<blttfc au« Benin« unb ®enoffenfi$aften 260“ 
350“ 603“ 674* 

Ütefeienboce 

gut Äutbilbung bet 9t. (bon Solinger) 64 

dietehtbeanete 

3te<ht*lbeg gegm efaira IBefrltenbeföluh 411“ 
dleiefetgeriefet 
Obertafhing be» 9t. 1 619 

9tei$tfprt(bimg be* 9t bon Äu$Ienbed (*u«Iobung) 645 
9ieicb*jufli;amt 

tfttnblciben be* 9t bom 3ueifitntag unb Stnioaltitag« 2 
StatifW be* 9t. 170 
diente f. Seibrente, Sibabenetfag 
Wtfliffiongflage f 
BBirfung ei tune 727 M 
SHeftttuHanttlage 

Seine 91. gegen ein« bie ÄtbiRon alt urtjuläffig bertoeefenbra 
BefhluR (natp trügEifbe GHaubhafimathung bet 9tcbifton*< 
fumme, betfpülrter 8ufi<Bunglnachti>ti») 456“ 
g 826 al« SUfe bei beefüumier 3t. 189 II 190 IV 


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14 


.•fwilrrgifltr 


iHroifibIf 9{rrf)t6iu>tnmi 

Stnraenbimg bti SHti(b*ttibl4 traft Sauxi|u«g btr üanbtö* 
S'KlK Ml“ 

Öabijibt« 'ÄuS'üIjnmgbfltft} jum 233' 

■Wcoifion 

Jlnfi$[ujsrtDtfion j. b. 

3ut S(6iflon in 3ibilja$tn (fltcfitüanli'nlt lüttntr, ÜJiagb<= 
bürg) 399 

fjuläfftgtrit btr 91. (ikrluft brr xHcbifionefummc buid) unflatü 
baftr Zeitung btä Urteil! in bcrbimbtnen fßrogeffen) 433 " 
ZtiU unb ®<$Iufsurtril 659“ 

91. gegen 8enifung*arteile bet Sanbgentfcte 630 

9irpifit>n6t>cgrünbiiag 

2>tr 9)tbiiion!begrttnbung<)ttKmg, bon Irnilbroutl 183 
fltcjtB ntgin : 

46” (mangelnbe Säejeirbnung ber gerügten latfad)«) 
119" 455 ” 662 11 635” (unftftäblü^e 9iügrnberfiinnung) 
112 11 455“ (ÜJlangel brS Zatbeflanb«) 

112“ 685** (unjuläffigr! $Mif$(raitiiI nad; § 304 
490“ (91ügc ber 9tble$nung non ©etonfanträgen unter 
fjqugiHtymt auf ben fte ent^nltenbm Sd)rtftfa{ btr 
Slorinftan)) 

660“ (mangelnbe ertnägung »egen Stufeetigung ric&ltt* 
lichten ®ibe4) 

91. tn 6abnf$tn Saiten 144“ 

Z eil weifet Slangel bet 91. 77“ 407 “ 

9teoifiau6inftan} 

9üige mangclnber 'flaffiblegitimaiion in ber 9t. 44 M 
(Sntbe^rlii^Itit eine« Sai^anttag! in ber 9t. 279“ 
Stufna^me bei Strfa&ren« in ber 9t. natb einet bor ber 
9tebir»n6begrünbung eingetretenen Untnbra^ung 153*" 
Anbetung ber UrteiUformel in ber 91. 454“ 
fteoifioNtfuMne [. a. Streitwert 
ffeflftellung einet Ittnftigen ®<$<tbtnttfa?twrt>flt<$iung 13“ 
Sef^ung bei StreitWerM naeb ber JtlagiufleHung 16“ 

9t. bei unbefiimnitem Slagantrage :140 ,: 
aserlufi bet 9t. burch unjuliiffigc Xrennung bei Urteilt über 
terbunbene ©achen 433" 

üKeftUuttonlflagc gegen ben bie 9lcbifion all unjuläffig jurücf= 
»eifenben Bcfchlujs 456 24 

iH. für ben Bellagtrn nic^t böber ali bal ^ntereffc bei 
Klägers (ÜBibertlage) 490“ 

3mfen im Koniotonrnt 720 l ® 

'Jiubcftebolt 

SR. ber Dfftjiere (Setbti unb SDienjt)ulage) 532 l * 

Beginn bei 91 bei unfreitoifliger Benjionierung 568 54 

9Vubeßcbalt6faffe 

Aufrufe 1 473 697 

Xageiorbnung toom 27. ©eptembtr 1908 473 537 

91ficfforbrriiit0 f. Bereicherung 
9? ücf tritt 

SR. »egen fchlechter XeUIieferungen 3* 7’ 29 4 
Enibehrlichleii ber 9la<hfiifi »egen ErfüEungitoeigrtung 
4> 194« 

9t. »egen 9li<htcrfüHung nach ftanjöfifchera SReefyt 440 sn 
Ota chfrift für bie Slnfunft, ftatt für bie Slbfenbung ber '.Store 
(Umrechnung) 446 8 


SR. toom 9 1 . (Bcrfdutnung bei Bolljug bei SR.) 479* 
(Üldubigettetjug (<Jrift für bie iluflaffung) 523 
Berfrühte ©cfcung brr SRachfrift bei ungefähr befttmmtcr 
Steferfriff 676» 

Ünbtobung bei 91. (lein blofcer BorbehoÜ) 676 4 
9t. tiom 'Moratorium (»egen »eiterer Bermögeniberf<hle<htminfl) 
711* 

dlncftj erfleh ernrt fl 

Ätchtforcchung bei 9lcieh«gertcbtS bon Kublenbecf 701 
3a<ht>erftäitbifle f. a. S<^ieb«guia^ten, BertoalhmgifUeii 
Einholung fa<$bef>örbli<$er ©uiachten 686 ,l 
AO^rl&frige {Jehl&cgutachtimg (^ribatbojent SHritfcel) 232 
3antrarlf7rttt bei Berliner $ln»altbereini 
Reumann, 3 um 3 a $ te Bpe<hfel 2 
Zcfmbrnerfa* 

1. ©runb bei ©. f. a. Haftpflicht, Xierhalter 

rtohrläffiger Umgang mit ©<hufc»affen 38 11 406" 

©. »egen argliftigcr Xäuft&ung (itonbrichter SRatthi'ffen, 
Kiel) 60 

Unerlaubte $anblung bei ber BcrttagSetfüHung 71 3 
©e»ährt bie Enteignung Slnftnuch auf ©.? 75 11 
Haftung ber ©emeinbe bei Slufldufen föall Bietoatb) 

81 17 

Betoeiilaft § 836 B®B. 196 *• 

Ungenügenbe Bertoa^rung einet XTe|»e 300* 
Bertragimdbige Übernahme ber ©efa^t ali KIag = 
grunb 306 1 * 

Bertra glich« neben aubn^ertragli^er Haftung 230 
432 7 448* 1 

Unterlajfene Beleuchtung 450 
9öafferfttaben 465»* 

2(nfbni(b bei Ultienlduferi »egen gefällter Bilanzen 
533 30 

Haftung ohne Öerfchulben (2uftfchi|fahrt) 643 705 
Bahnbofigugdnge 535 43 715“ 

2. ßin»dnbe 

n) Bertragimdbiger iHuifchlub ber Haftung (©efdUigleit) 
301 7 473 1 701 

b) SHangelnbei Berfchulben 

Xaxf man auf ©achberftdnbige berlaffen 7 
108 6 480“ 

$atf ftch ber 2lutomobilbeftber auf ben ßhauffeur 
berlajfen ? 524 “ 678* 

c) Eigenei Berfchulben bei Betlebten 

Eigenei Berfchulben bei oon einem ^unbe ju ,v«U 
gebrachten 9Jlotorrabfabreri 106 3 
Streicheln etnei gebiffenen §unbei 236 7 
Berfchulben cinei dritten 484“ 

Berfchulben SKtnberjäbriget 494“ 522" 

©ebotenc Borfuht im frtmben J&aufe 522 7 

d) Beiberfeittgei Berfchulben 

internationaler fttachtberfebr 6 5 
9JUtberfchuIben bei borfäblithor ©«hdbigung 9 ,u 
§ 254 bei Xietfchaben 40“ 

SRei^ung bei Ängreiferi 329“ 

'Jintoenbung bei § 254 ohne auibrüdliche Be^ug 
nähme 522 * 


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3wilngifitr 


15 


3. SleeblSüetböItmffe ju Dritten 

m) Berfcbulbtn eine« Dritten 434” 

b) Haftung füt Dritte 

Haftung be* Staats für Säeamte 24” 

Haftung füt ftembe* Setfebulben bei fcmhxttierenbem 
augabcrtTaglicbtn Setfebulben (Synbitu* Jgiinje, 
Setiin) 230 

:Hegre% unter meinen Wegen eigenen Setfebulben* 
haftbaren 299 * 

üluSIMbb unb Sufft<btS|)Üi(bt 402 * 405’ 

Haftung bet SefeHfebaft füt Setfebulben beä ®t» 
febäfMfübeet* 473 1 

Haftung füt Setfebulben bet Beteiligten bei einet 
geteilten Sttbeit 747* 

Haftung beS Siamte* füt bie ffrau als SfBoH 
mäebtißte 678” 

c) Slnfbttti^t Drillet 

Slnfprücbe bet leiben eines betunglüdten Siettct* 
gegen ben Stimidtt 9* 

Übergang btS anfptneb* auf bie SäerufSgenoffen- 
f<baft (ui$t auf bie Hnappft^aft) 446 7 451 17 
*nfbtü<b< bet SItetn Wegen Setluft be« flinbe* 

525” 

Snfptüibe betSbefrau beS Sctunglüetlen 273* 552” 

4. Urfäeblieb« 3ufammenbang 

Jefitpetlung beSfelben ftob* ®äaW4ri*l'<4**>4) >96” 

Setfeblimmttung beä ®efunbbeitäjuftanbeS büret bie 
Sluftegung beS Seoj'ffeä 405 7 526” 
fjinjutritt einet toeitmn Sef^übigung 434” 

5. Stmejfung beS S. f. a. S^metjenSgelb 

iöettSbetet^nung 13” 

Xbfhiftmg bet Bcnte 140” 11 
Strlufl btt gttoetbSiä^igfeit 273* 451 17 
Sbffralte unb lonftete Berechnung beS entgangenen 
(üetomnä 298 4 

fjerabftjung einet SRenlt wegen betänbettet Umftünbe 
(fiinjutritt einet weitcim SejcfSbigung) 434” 
Doppelter S. (Snappfcbaft) 446’ 451” 

Serufltoeebfel infolge beS llnfaOS 712* 

&ufre$nung ton Sottcilcn 713* 

6. ($tltenbma$ung be« S. 

Setj%ung (Beginn, Unterbrechung, änetlenntniS bem 
®tunbe nach, § 852 in antuenbung auf ältere Sn* 
fptüebe) 10” 27 > 

StojeftbotouSfefjungen btS § 148 SwUS®. 14” 
^teieS Etmeffen be» Siebtet« 278” 

Setjeflitblung beS Beliebten, ft<b einet Stbemblmtg ju 
unterjieben 19” 329” 

Doppelte @eltenbma<bung 446’ 451 17 
3wifebetmtteil übet ben Srunb be« S. f. ffwifiben- 
urteil 

*cf>ägung*eib 

Hein S. bei btt Enteignung 75" 

CbaoletlosbniS 

(Sefebwibrigfeit be« HafteüanBertiagS 139* 

Ürcfuerfebt 

Satbinborfament im S. (Dr. Steit) 269 


SefieRfuiig 

auSflattungSoeifprecben 71" 103' 

Sebulbeetafc beim aflorb 222** 

SBibetruf bet S. bei einem teiltoeiie löfügen Setttage 431 7 
Untoirtfamtrit einet S. na$ allgemeinem Sanbre^t 662” 

Sdjicbäflutntbecu 

änfeebtung eines S. Wegen UnbiHigteii. 6. eine« Set' 
traurnäaijte* 565 ** 

&efcitb«fpruefi 

Siebetlegung beS S. nad; Job eines SebiebSrichttiS 15” 
3uftänbigeS füerubt füt bie Siebtrlegtmg. Sejugnabme 
eines gültigen auf bie @rimbc eine« ungültigen S. 341 n 
änwenbbarteit be« § 93 3110. beim Serfabten übet Soll» 
ftredfbnrlrit btS ®. (Amtsrichter l>r. Dbitfing, Gellt) 441 
iZefiiebStirrfabteit 
3»ifibenurteil im S. 243” 

2ebieb6»ertrafl 

Sefcbtänlung bet StbiebSiiibtet auf rinfeine Srieitpunlte 16*‘ 
Gntfibeibung bt« ®$itb*geiicbt* übet ®ültigleit be« S. 17” 
Seftimmtbeit be* ®. über tünflige Stnitiglrittn au« bet 
„®ef(bäit«Detbinbang" 458 “ 

Sebiffünntcil 

Setäufeetung bt* S. an einen SuSlänbet 313” 
iebifrSnriible 

Sautont ober ®tunbflüd ' (§ 638 8®S.) 431* 

Scbifetttr 

Stfotbetnt« obfeftibet Seuttrilung 477* 

&efemrr)rn£gtlb 

abwrifung be* anfpru$* auf Weil bet matnicOe Sebabtn 
f<bon teicblitb cntfibübigt fei 55”” 

Ztböfitn 

Srcbtä gelehrte €. in 3wilfa<ben 630 
Ccbrlftllebfrlt f. fjorm 
iefcnlbauerfenntnt* 

®. auf ®ntnb einet abreebnung, Bonbittion 31* 
2cbulbübrrnabmr 

Bumalotibe S. 31* 137* 676 T 

BtiierWräufcrtung be« ®nmbftudS Bot ISnfeltion bet 6. 32 : 
Bünbigung be« befreiten Sebulbnec« 73* 

Mitteilung bet S. an btn uifptünglieben gläubiger bet 
unbetanntnweift abgetretenen Schult 239” 

®. bet unmünbigtn Binbet füt btn Batet 272* 

Teilung be* gotmmangel* buteb äuflaffung p 438” 
®efiul)tt>anß 

Srjiebvmg im au*lanbt (amtSgerubUtat Gittern, Steeflingi 
fiaufen) 542 

2(f>n|tnafFe 

ieicbtfinnigti Umgang mit bet S. 38” 406* 

Zcfetvamm 

S. unb ScbWammBetbacbt 742 ” 11 

Zeefraefritierttafl 

S. ober ®ebiff*Betmietung (Gbaitn) 564 ” 

3eblcppPertrag 48* 7 
Seloeiälaft füt Sttfcbnlben 114” 

ZrcVttficbcrang 

„3iut füt Seegefabt" 149 !1 (Baperung be* gefteanbeten 
®<b>R4) 


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16 


3i&ilregiflet 


„Srtti Bon Befähigung au|er im Siranbung«fatl'' 721” 
galtet Bejefnung bei Betficheiungägegenftanb* (gnf t 
flau gartet) 564« 

Seibfhnorb 
6. al* Unfall folge 526 11 
Selbflbilfettetfauf 

6. nach Betiufi bet altiben 2&tnblung«an[|mf* 294 

<Zichrnang«btit>othrF 

Söfungbbonntrlung 343 11 

Ci^nieft 

Betflechtmmg bn Berraägenlbethältnifje (§ 320 8®B.) 193 7 

Slttenltrtbrigfcit 

Sortiag fibex ßinfcbränhing bet ßinbetjohl 28* 
Cifleiihung unb SluSbeutung bet 3ff$tittnft 38" 187 715" 
Boolott 39" 679" 

I allein ju Spielgtbeden 191* 677* 

Bcfchtäntung bet pttlönlicbcn gtriheit 284 * 325* (Stji) 
Eingriff in fttmben ®<fihäft«betrieb 272 7 
fibfung eine« fitimtotbrig angemelbrten SBatenjciiheit« 281 “ 
Bicteibeieinbarung bei Subtmffion 293* 

$bpothe( auf BotbcHgrunbflüd 297* 

Bieibejugiberttag 3* 327 7 

Slnfünbigung |ur iäufung be« »ublitum« (SBieberholung«« 
gefaxt, Uniet!affung«anfpru<b) 833 " 

SHchtigteii eine« übermäßigen SEfeilbeloetblüetboi« 401* 
8nfe<btbate 9te<ht«gefehäfte 444* 

®a$t&eiMgem5Bct Seigleich eigcnet unb ftembet Staren 482 " 
®efebe«umgebung 567’* 

Jlu«bebingnng einet Sonbeflxrgülung fttt BerttagJeefüQung 
710* 

Sonbergerichte 

€. für ftatentbroicffe 56 
ffietbenbe Kraft bet ©. 641 

SpnrfafTe 

»tojeßfähigleit 413" 

Suarfaffenbucb 

'fffanbretbt, 3urüdbehaltinig*tt<ht 413 17 

S*iel 

Batlebn ju Gpieljtbiden 191* 677’ 

Slufttag jum 6. 701 

Staatsbeamte 

mittelbare ©. (BetufSgcnoffenfchaft) 283*’ 

Haftung be* gi*!u* füt 6. 652 1 

SfaatSangcbörigfelt 

Snetlennung eine« äußere feilten Rinbe« bimh einen 8u*- 
länber 209 ** 

Stabtgrmetnbe 

S. ali Beftßetin eine* Glcttrijitälätoeife* 115 17 
Haftung bet ©. füt ibre Beamten 269* 

Haftung bet S. al* Bemaltet« einet Stiftung 673' 
Stellvertreter f. a. Berttetet 
8crtrag*abfcbluß mit einem irrtümlich als ©efäfHtnhabet 
angele brnen S. 29 * 

abfluß be* S. mit ff felbft 5* 311“ 709* 
Stemoclfteuer f. llelunbenflcmptl 

Stiftung 

Haftung einet Slablgemeinbe al* SctlbaUetin einet S. 673* 


Straftrnbanlanb 
Bcrpflicbtung btt anlieget 83“ 

Sfraftenbanfoflen 

Sntiäge bet Slnlieget mit bet Bepätbe übet ®. 147“ 
Streifftaufel 
%u*(egung btt 6. 476* 

Streltgrnoffenfebaft 
Häufet |u ffliteigentum 154 " 

Strrittoert f. Set>ifion4fummr 
3ufünftig beginnenbe Sterne 44'* 

Httcflfaihen 456*’ 

Äofienjlteit 635* 

Stunbung 
Setoeislaft 430* 

Submiffion 

3uläfftge Bielttbettinbatungen 296* 

In ri ft» ertrage 

guiijlentag 621 

Xajen 

Mißbilligung be* bi*herigen Berfahren« bei (Brunbftüd*- 
taten 285 * 7 

lösfibung f. anfei^tung 
Irilurteil f. Urteil 
Xeflament f. Seßibilligt Beifügung 

XeflamentSerdffnung 

8ena$ri<htigung bet nft etf^ienenen Beteiligten (hat bet 
Slaihlafciichter ben Bebaihten ju ermitteln ?) 717" 
Xierbalter f. a. Schabe net ja* 2 ffg. 

»lohet Schied 41 »• 

«usfluß bet Haftung be* X. (Betlehuttg be* au* <SefäOig< 
feit mitgenommenen gabrgapt«) 108 * 301 7 631 701 
anfpraeß be* trugen Betleßung butih ein ftllalifche* Bfetb 
penfiomerttn Beamten 448" 

Stut) eine* Blotorrabfahter* beim äuätoeiißen bot einem 
$unbe 680" 

Umr«hf<hlagen eine* gefeffelten litte« 746“ 

Iren nnb ©tauben f. Bertraglfehluß 
tlbergaugSbrfttmmHngrn 
»ntbtnbung be« § 883 auf Sehabenerfaßanfptüehe älteren 
Seiht* 27 1 
UmjugSFoflrn 
U. btt Äonfulatbeamten 210*’ 

Unbefeholtenheit 

®be*jui<hiebung übet ®efleeht*Perfeht im aOgenuintn 304 " 

UnbiOigfeit 

Hnfechtung eine* Seh«b*guta<hten« toegen offenbaret U. 711* 

UufaOfntforge 

„BettieMunfall" unb „bei bem Betriebe fich eteigntnbtt 
Unfall" 316“ 

Btfchtänlung bet Beamten auf bit güiforgeleiftungen 448 11 

727“ 

ttnfaUoerfieheruttg 

$eilung«betfuih 19“ 329" 

Übetgang be« anfprueß« auf bie Betuftgenoffenfaft 21* 7 
218« 451" 

au*iegung bet SetfferungSbcbingungen (Sliebertajt) 190' 
BeltiebSauffehet ober „Britta" 211** 


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3iüiltegipet 


17 


Serpepetung gegen SBiilungen, he autfepliefliep auf ben Utt- 
fall jutüdgepen, »tWeitlaft 280“ 348" 561“ 

Ecpaben bei bet bon bet Setpipetung geforderten ärjthcpen 
8efanblung 305 ’* 

Slutbergiftung burtp Stiep mit einet Sepreibfeber 347“ 
Sanbtbitifepaftlupct Settieb 351" 

(faliibe Angabe im 'Sctpepenmgtanttage 410" 

Sein füegrtfsanfprutp bet Snappfepaft 446’ 

Stur) infolge Cpnmaepttanfallt 494“ 

Sepiebtgutacptrn, Stnfeeptung 565 “ 

Uumtttelbarfeit beb Serfaptent 

©erafmtg ton Setoeitcrgebnijfen bet Soipeojejfet 304" 
Uamöglicbfcit 

UnPetfepulbrte U. (Setlauf bet gejeptttbeten Saipe burip bie 
(Srben, 8ecf<pulben bei Srblajfert an bet Unlenninit) 80 " 
U. unb Unbetmdgtn 712’ 

Kxcoptio non ndim pleti coatractus 548’ 

Unterbrechung f. Hulftjung, Stiftung 

Untrrlaffungtaafprneb 

Unfpiuip auf Untetlaffung beb bet Scijüsnglbfltty ju»ibet* 
lauftnben Setpalient 700 
Uuterl'ucbungäbaft 

U. bet äutlänbert (®egenfeiligleit) 218“ 

Urheberrecht 
Cper 52“ 

Urfunbenbelocit 

Söwoanb, eine Uetunbe bot bet Unltrfepiift niept gelefcn ju 
haben 327» 

Ilrtunbrufiemprl 

1. ÄciepoPtmpcI 

§ 34. Stempclppiipt füt Jracptutlunbcn 284“ 
Zaeifnummer I». ßnnittiung beb 'Kliienuxttl 215“ 
251“ 661" 872 

Xatijimmmet lb. 4lullänbiftp< SUtienjcrtipIate 2 16 10 
latifnummci 2 a. SepuibPetfipreibungen 20“ 
Zatifnummer 4. Seplupnoten 753 11 
Zarifnumma 4 a. Sleieptftcmpel neben £anbcipempcl 
(Jupon jätetet •SlliengcfcUfcpajten butcb äliiem 
auttanfep) 84“ 

Zatifnummct 9. Zantieme 51“ 

2. Smiflijipcr Stempel 

§ 2. SifüHimgtort 287« 

§§ 3, 6. Häuf ober (iJcjeBfipap 1 äbjug bei 3M £ P en ’ 
jinfet 635* 

§ 4e. StettoiHigei Sitoetb Patt gnltignung 355“ 

§ 10. 3Betl»ettrag in einem ftempelfteien 8träu|eeungt. 

betttagt 569“ (Kanal bau) 

§§ 26, 28. fytip füt bie fRüdfcrbenmgtnage 255“ 
ZattffleBe 2. 3flpon bei ZrPamcntboSPrrdat an bie 
ffitben 413“ 

ZaiitpeBen 25, 32 a. Sinbringtn bon StunbPüdcn in 
offene $anbeltgefeBf<paft 318" 

ZatüfteDe 25 c. lianbeijlentpel neben dltüptpcntpel 
(4Utirnauttauf<p) 84 “ 

ZariiPiBe 25 d. (figenhimtfccipfel bei 3(ulf$eiben einet 
(SefeBppaftni 470** 

Zariffitfle 26. Kauf obet @cfcBf$aft! glotfthenjinj 635* 


Zatifflelle 32. Setbrauep im (Utioetbe 663" 
ZaitffteHe 48‘. ®aipt 757»" 

ZatifpcEe 56. Sepentung (5<pulbetlap beim SUiotb) 
222 « 

Zatifflelle 58. 

Sepulbberfeptribung ober Seittagtoffertc ? 85" 
Setflempelung be* 4>tjpotpeltnantiag4 neben btt 
Sepulbbetfiprtibung 86” 223*’ 

Zatifflelle 58 III. Silpeningtpppbtpel 356*’ 

ZatifPtBe 72 9lt. 2. SSerfbertiag im Srofbetriebe eintt 
(Senojfenfepaft 287 “ 

Zatifflelle 73. Semeinfame SoBmaipt 694“ 

ZattffteBc 74. Soereepttetniäumung bot btt Stntiaaung 

695“ 

Urfitehe f. Sepabenetfap 299* 

Urteil 

Zenor 

313"* äbgabe einer 33tBtntctnärung(3»angtberPcigttungä< 
antrag) 

Zatbcflanb (Auijc Unbeutung Patt gebiängtn Zatptflung) 
685" f. a. IHeotponlbegtünbung 455** 

Zeilurteil (Stcbipon) 559 14 
3»if<penurteil f. b. 

iteröukievuiigo gefeböft f. Uelunbenftempel 
3} ereilt 

ffie^ftljtiipnung einet niept reepttfäpigen 41. 544* 

«ubfeblup einet Miigliebei 503 “ 674* 

Seeglti4 

3urüdnapme bet Berufung auf @tunb 8. 340“ 

®up bet gtrieptiiepe 'S. bem JUdjttt botgelefen »erben! 720“ 
'Srrbanblung 
4üieberetpffnung bet 8. 202“ 

Srrjäprung 

8. bon Sepabeneifopanfprfiepen älteren SBeipt t naep § 833 
8®8. 27 I 

Hemmung bet 8. ((Eltrm unb Satbtr) 192* 

Unterbretpung bet 8. 

10“ (ZeUBage) 

79 15 (ilncrtennung bem QJninbr naip) 

235* (Botmetfung) 

740’ (dWdnapme btt Äonluttanmtlbung) 

Äurje 8. 

19“ (Sapung bet autgejepiebmm ßcfeBfepaftcrö) 

117** (ISefenbapnftaiptbtTitag) 

235* 328* 739* (Öauentrfptife) 

431* 657“ (43ntocrtrag — Sautoer!) 

534" (Cjfcittli^e Abgaben — Jteifntgclbet) 

633 (Änfpruip aut fogcnannltt poptibtt 8<ttiagt> 
bttlejung — § 276 8®8. — beim Sieppanbel) 

656* (jubilatljinfen, bot 1900 )uettanM) 
33er(cprtanfcpauaiig 

Sinptulitplcit gleupjettiget 'Setträge (Sappojetauf, ®itt> 
bejug) 3* 

Serfrbrtaaffajfiing 

8epanbteil einet gabiilgtunbpüdt 2' 

Plcrfebrtfitte 

Slutlegung bon 8etttägen 324* 

3 


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18 


Sibiltegiflet 


BerlebrtJüblirfefrit 

©cftimmung be» angemeffenen Raufpcctfc« 631 

Brrlcibni« 

SSettmbanmg über bic Rinbctjabf 28' 

Bcrtnathini« 

8ermäibtni*antoattf(baft 352 “ 

Änfprüdx ittytbrfriebigiet ©laubiger gegen bic |u Unreal 
«uSgeja^Uen Öctmätblniänebmcr 487“ 

Bcrmögeu 

85eräu|ettmg eine« gatqen 35, 548* 

Berpfänbung f. 8fanbbertrag 
BerrnfScrtlörung 
äobnlambf 621 Qutißenlag) 

Betfdjulten f. Si$abeuetfa(j 2 
culpa in contrahendo f. 35erttag«f(b!u| 
Brrfäuntnigurteil 

35. heb nniuttiärnber ‘Jaffung bei äntrag« 453” 

35. in btt Scrufunglinflani (®eatbhmg be4 fcugefieHtcn 
'Sacbbcebültniffe«) 558“ 

SJatf f«b bet Sntoali barauf bertajfen baf) ein RoHcge me^t 
ebne Sierftönbigung 8. auibringt? 750'” 

Berftehernng f. geurrtoetl, sitbetvSWtfubtrong, Unfaüüft- 
fitberung, Stfidtoufiibetung 
Bcrft <hrrang6gtlbrr 
Siedjte ber Otpo'.betanfr an 8. 747“ 

B ertrag f. Snfecbtung, äuMtgtmg, Sebingung, ®ingli(bct 
35., 3ii<btiglcit, SRüdmit 
Säftige, freigebige, gmifebte 35. 431* 

(Sinfeitige 8tnbung (log. 8oteflatibbebingung) 71 1 1 
Brrtraggfehlufl 

©etoodte Unflarbcit eine* Hntrag« unter Kbteefenben 4* 
Unllatbeü über bic 35etfon be* ®cf(bäft»inbabtr* 289* 

35. eine« Siertceter* mit üb felbfl 5 4 311“ 

(notarieller 35. (getrennte äufnobme ber beiberfeitigen ®r> 
Gärungen, 3!ereinigung ber 3!roto!oBe) 444* 520* 

35. ofme 35ettinbatung ber ©egenlcifhntg 631 
33. butb Sertreler traft mutiger 3ioHmad)t 655* 
Bertraggflrafc 

Sietluft bei Se<bt* auf 35. burt$ Botbebaltlofe Xnnabme ber 
Seifhing, bureb Sägerung 234 * 238 “ 550“ 
33etbfli<blung )ur Sufgabe bet ätjtlüben fflroji* 325* 
®ettbetoerb*berbot 401 1 

SinBogung ber 35. im ®eri$t*fianbe ber öauptfabe 488** 
Haftung für 35. toegen ^anblungen be« 3ia<bfoIger* 
544* 

Bertrrter 

Sebtägefbäfte be* S8. mit fi$ felbfl 5* 311“ 709 1 
35ettretung be» Rinbe* butcb ben 3!ater bei ©efbüften ju 
befjen ©unften 272“ 

Renntni* be« 3$. (mit unb ofne 8ertretung«ma<bl) 459 “ 
Slage be* 35. im eigenen Slamen 479“ 

Unerlaubte Jjanblungen be* 33. 678“ 

BertoaltungSflreiturrfabren 

8otemf<beibung 636 4 

Sacbberflönbigenbetnei« (3 l tibatgutaebten) 638 

Bcrtncnbung 

Actio de in rem versa nad> 35033. 432* 


Berjieht 

Sietluft bei 33anblung«reibt* bureb Sietäufetrung 292 
6tiQf<btDtigenbet 35. f. 3!ertrag*flrafe 

Bering 

IKüdtritt toegen 35. § 326 31035. f. fUfieftriti 
Simleifiungipfliebt (Rlauftl Raffe gegen galtut) 521* 
Xntoenbung be* § 276 35035., totnn ber 35. etut ffolge 
pofitibet 35erttag*betlebung ifi 331'* 

Berjug«}infrn 

93. älteren IHcebt« (£crabfegung) 654 4 
BpUjäbrigteit 
Siotfpirgelung bet 35. 677* 

BoUmodjt 

Rlage bt* Sebotfmäebtigten in eigenem ’Jlamen auf Seiftung 
an ben SRatbtgebet 479 “ 

35. auf ©runb niebtigen SBeeteage* 655* 

Bollflreetbarfeit 

Siorläufige 35. unb Smtigaiiblitompetenj 289 
35. be» E4<ebift>ru$* 441 

Bollflrecfungiiirteil 

3luflöfung bei beeueteilten §anbel«gefeQf<bafi bot Stlafe 
be« 35. 686« 

BorbeeritungSbicnfl 

Sut Stulbilbtmg bet SRefettnbatt (£anbgeriibt«tat Solinger, 
3)rt»!au) 64 

Borfaufireefit 

goimbebütftigleit be* 35. an OrunbfHtefm 69* 

Üortnetlung be* 35. 717 11 

Bnrleifhtng 

Rlaufel gaftue gegen Raffe (®uf bie SBare mit bet galtur 
gleicbieitig abgeben f) 521* 

Barnterfnng 

95. traft emfttoeiligee Sierjügung 47“ 

ScfdjungSD. toegen einer nidjt erfüllten ttopotbel 275“ 
Slnfeebtung einet in eine 31. umgetoanbelten Sicherung^ 
bbpolbet 343“ 

35. eine* S5or> unb 2Biebertauf«redft« 717“ 

Borat iinbfcfcaftggcrt eilt 

©renjen ber ttufficftibefuginffc be* 8. 243“ 
®ef<bäft«berri(b be« 8. 254«’ 

8ertebr ber Rmber mit ben in €<beibung liegenben ©Item 486 *" 

aSablagitatlonäfoftcn 

Steeit über bic ®. |toif<b<n bem SBablberein tmb feinem 
Ranbibaten 37 11 

aSäblerfiftrn 

ffle^fäliftbe Stäbtembnung OB®. 663 

SBarrnlagrt 

8<rutieUung auf §crau*gabe eine» 355. 458” 

IBarettjeirfjen 

31rt 28 be* beutfeb-frangöfrfehen $anbe!Sberttagt* bon 1862 
50" 

Slitblbeginn be« ©efdjäftibetrieb» 212“ 

Söftbung eine* ftltentoibrig angemelbcten ffi. 281« 691“ 
Rolltfion inlänbiftfet unb au«Iänbtf<ber ®. 437 
355. dbaitreufe 501“ 

Suefiattung 502“ 
garbe be* 38. 752“ 


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3itnhegiflrt 


19 


SBafferreeht 

SRechtitoeg loegcn ran SBehmhäbung 301* 

Bebanbtung bei Hutifen Saffi ul« „äjfeiitfithen Sirotni” 
584« 

Kühlen unb SBitfenbetoäfjerung pt. 08®. 638 
SSribatflaffe unb Pnlaffenei glujbrt« 648 
.'Haftung bei fjiilu# füt Btamte im ©ebiete bei pr. SB. 
652' 

SSafferftraffeitbaii 

SBeipflubtung bei (Jtbcutni jut bettiebift ehrten fietfleüung 
465™ 

5ö»4ftl 

Bebingle Begebung bei SB. 151“ 

•üeäfentosion bei Subttoeebfel unb Scheel 260 
SBeehfeljeichnung bn grau mi» bem 9?nmen bei IRannei, 
btn fie ali gitma fahrt 280" 

SBeehfelbürgfaft 307™ 

©efälltgleit 410™ 750“ 

Blanloaljept 492’ 1 
Siebttoeehfe! 493” 

tinrrmumg bei SBeebtelanfpruehi burth ernftoeefige Verfügung 
530” 

SB. tinei nicht teehtifähigen Verein« 544* 

Angabe eine« bor bet SluifUDung liegenben 3<iblungitage6 
688 “ 

-Xtecht'elfrotcft 

Honte apcotefi 114™ 

Legitimation (3)uiih|htithen bn Sleuhmännn) 563“ 

ffi«bf elpeotefhuneDe 

SB. in bn Sfiraji* (Steihtianbxtlt .OiaBenilebtn, SJetitn) 
668 

SSBcflbeangung f. Cffentliehe Söege 
Setbtiioeg totgen ^ribatreebti auf SB. 153” 

SÖegeban f. ©trafcmbau 
Jörgrudterbalfung 
Steehtimeg 411™ 635“ 
tfugang jum Bahnhof 635“ 715“ 

Sßerfo erfrag 

Abnahme (Vnjicbt auf Kängtltügc) 238'° 432 3 
Bauentrrpeife (Verjährung) 328* 739* 

Bouton! 4SI’ (Schipmübte), 657* (liefbau) 

Ablehnung bn SNängeibefeitigung 675 1 
SBanbbmg 743™ 

SSertiermitteinng 
SB. bet ©runtfffiäen 285“ 

Stlertfenbungcn 

Stfahpflieht bn Voft, Setlufl bei Anftmuhi bimh (Impfung, 
nähme 468" 
äBettbetoerb 
| 826 8®8. 333™ 482™ 

Auibntaufitoefen ((Juriftentap) 620 
SettieloerMlierbot 
SiiUf mcigenbei SB. 135 3 
SB. bei Slufhebung bei Sienfloertragi 207™ 
ttbetmäfeige Skttragifitafe 401' 

Klage auf Bettragifirafe im ©ttichtißanbc btt $atepi> 
bnhinblichteit 488“ 


•Mtette 

Slufttag jut SB. 646 

SB. in SeHalt bn Sluilobung 701 

aStberflagt 

Sachlich' ®tit(<heibutig übet unjuläfftge SB. 489“ 

Hein 3®if<henutteil übn bie SB. bei ebenl. Stufrechnung 529 ™ 

äßiberfprud) 

gintrag bei SB. bor bn nfotbnlichen (Benehmigung bei 
©runbbuehantragi 709 1 

3Siebereinf(f)ung 

Setfchulbele UnletmtnÜ mangelnbn Beglaubigung bn 
lerminibcfümmung 73* 

Anbringung bei Sltmeneeihtigefuchi eine SBoehe bot 3rih= 
ablauf 146™ 

galfche teiephontfeht Siiltcilung bei SuB'Bungitagi 277™ 
Hebung bei §inbetniffei burch SRfige bei ©egneri »ähtenb 
bn Sniehtiferien 452™ 

3BiebertT5fFnii>g bet Vnhanblung 
Sfotauifthungeti bn SB. 202™ 
aSieberiaufirecht 
SJotmerfung einei SB. 717“ 
äBiUettierf Innung 

SBirlliihn unb innnet SBtüe, (Stbeiauflage 270“ 
StiBfchtoeigenbe SB. 301’ 621 
Abgabe, 3 “ 8 <mg bn SB. 442 * 444 3 

SBahnfiC 

SRehrtte ®etiebtibe|irtt in rinn Dttfchnft 72 : 

Kuhn 

SBiihbnhältnii bn Stiftungen 143™ 

SJctgleich jtoifchen ben Brtouehtrten 191* 
gteihettbefchtänlenbe SJatlthnibebingungen 234 1 
Leichtsinn 546 3 

3ablung«befebl f. SBahnbeefahren 
3ablungirinfiellung f. a. Anfechtung 
Stillfchtotigenbt Seftunbung 48“ 

SIHoratotium 342" 

SBiBcnieitläcung bn 3- 459" 

Stburjt 

3. unb VoHäc|te 249 33 
3eitfefcrift 

Unbefugte Smheftung bon Annoncen jtoifchen ben Blättern 
tinn 3. 753“ 

3eitunßiorrIag 
Brtpfänbung einei 3- 251 311 

3 rugrn 

3eugnii btt (Ehefrau im ®ütngemeinf<haftiprojefe 70 3 
SSertoenbung bon 3'ugenauifagen einei Borprojejjc« 75™ 
304™ 

Seheimhaltungipfliiht bei Antoalti 145” 

3toif<henutteil übn 3'ugniibettoeigeeung 146" 

Ablehnung bn Vetnehmung einei unglaubtoütbigen 3- 685™ 
Beratung einet unguläfftgettoeife nhobenen 3eugenauifage 

748™ 

3 o0t> flieht 

Ablöfung bn 3- bet Siefnanten bu«h btn BefteQn, An. 

melbung bei (Sifa{anfptuehi mit Sionecht 78™ 
Befähigung bei bn 3»Bab}eitigung 209" 

3* 


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20 


gittilttgifltt 


gubrbdr f. Beflanbteü 
Siebte btt typolfittengläubiget am g. 518* 

guatflänbttie 

ßntbalt bi* Slnerfennung bei Älaganftmt^l tin g. btt 
Wagbebauptungenl 46“ 
guriirfbaltutiglrfeiit 
itonnejität 7* 236* 

2ei!Iufetungen 193* 

ScRn6gen{Betf<$Ie$tenmg 193* 

S|>atlaffeubu<$ 413" 

^bpstbctenbrief 447» 547* 

exceptio non adimpleti contractu« (Unmöglicfytcit) 548* 
gufrf) (tut f. gmangloerfleigetung 
3«flÄnbtflfeit 

3. btt orbeatlicfcen ®er\<bte 411" 

SifitHgiif 

g. tintt unbcglaubigten Urteillaalfertigung 146" 
g. Bon Smt« totgrn (äSeglafiung bei Saturn! auf btm lim. 
f$tage) 277" 

g. bei Urteil! im Aufträge btl JtonfuIatgetu$tl 303" 
g. im glBanglpenfioniminglBerfabten 568 ** 
Semeinfibaftliibe g. (an Sb<!tutt, SleibtlantBälte) 705 
gtoang6> unb ätannrretitf f. 9iealgc»rrbebeted>ttgung 
gtuanglefatififrunfl 

Mangelnbe SoPjlrcttbatteii bet |u erptingenben ireiflung 

£2)©. 415 

Stoattgltirrßrigeraiig 

SÄeifctlftaft bei gufölagl, Stfwbenetfafc 204 “ 715" 


Sßerutieilung jut Stellung bei Snttagl auf g. 313“ 
Sntiag bei G bemann« auf g. bei 'Miteigentum bet G freute 199" 

glaanfllDertaaltct 

Streit imifiben 9Iit&btau<bet unb ^ppotbclatiet übet bie 
Dom g Beieinnabmten Wietjinfen 135* 
gueauglDollflrecfiiitg 

'Ufanbintercenticn«. unb GigentumlRage 112" 

3ufüjtefotm unb g. 289 

g. in ben ungeteilten 91a$Iafi 336” 

GmfleOung bet 3. 559" 
gtoeignieberlniTung 

23 et tauf einet 3- mit fjmna 18*“ 
gtoif4>enutteil 
3 . übtt ben ®tunb bei Snfptu<bl 
15" (laufenbe Kennung) 

109’ 554" (Segtenjung bet Mentenbauer) 

203“ 339 “ 685“ ('Hemfion gegen un)ul&ffige! g) 

245 " 440“ 719" (SlufK^nungletnttbe) 

338“ (gcfUbPungltlage) 

451 " (SJetfäumung bon Gintoänben, bie Bat bem 3- batten 
geltenb gemaibt »erben muffen) 

455“ 558*’ (geniigenbe Sltjeicbnung btl feftgefltHien 
infptueb«) 

465" (ertennbate guBielfotbcrung) 

529" (Mibettlaganfpiutb, bet euentueO )ur äufttcbnung 
BetWanbt »erben foP) 
g übet geugmlBcttseigerung 146“ 
g. im StbieblBetfayrtn 243" 


B. ©cietfc^rcgifter. 

gttet Seit. 3tri4srr<$f. 

I. Keiit|>iuftt!8crrl)t. 

1. @eti$tlbcrfaffunglgefefe 80 m 27. ganuat 1877. 

§ 13: 147“ 153“ 245“ 301" 411" 535“ 

653* 

§ 23 : 90 1 289 320 
§ 137 : 469“ 

§ 159: 683 10 750*’ 

§ 160: 264“ 

§ 165: 750“ 

§ 202: 90 1 256“ 

Sinfübrunglgefef) jum ®eri$t!8etfaffung4gefe(t. 

§ 11: 653* 

2. giBiIptoie|otbnung. 

§ 3: 13" 44" 

§ 4: 16“ 

§ 7 : 277 " 490“ 

§ 9: 13" 44" 

§ 18: 72* 

§ 17: 341“ 

§ 18: 282** 

§ 20: 341“ 

§ 29: 283“ 488“ 

§ 36: 401 

§ 50: 201" 302 " 659* 


§ 61: 543’ 659» 

§ 52: 73* 

§ 56: 44 “ 659» 

§ 62: 144" 

§ 78: 144" 

§ 86: 734 
§ 91: 232 
§§ 91-103: 177 
§ 92 Hbf. 2: 201" 

§ 93: 441 

§ 99: 45“ 557 " 635* 

§ 102: 232 635 
§ 105: 90 II* 

§ 114: 90 11» 266 291 
§ 119: 146" 

§ 121: 146" 

§ 137: 65 
§ 138: 14" 

§ 139: 14« 35» 341“ 530" 557" " 
684 " 685" 

§ 141: 9011* 177 666 
§ 144: 530" 

§ 146: 452" 539 
§ 147: 433* 

§ 155 a.g.: 706 
§ 156: 202" 


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3toüttgiftar 


21 


1 

157: 

90 H* 179 

£ 

162: 

720«» 

£ 

166: 

90 11» 303» 

£ 

168: 

277» 

£ 

16B: 

706 

£ 

170: 

146» 706 

1 

171: 

659» 

£ 

173: 

659» 

SL 

178: 

666 

£ 

183 *61. 2 : 706 

£ 

187: 

659» 

£ 

190: 

277“ 


191: 

146» 303» 706 

£ 

198: 

146 18 

£ 

207: 

90 II» 

1 

211: 

568»» 

£ 

212: 

277» 

8 

216: 

90 II 7 

£ 

217: 

266 

i 

222: 

202 » 

1 

223: 

453» 


233: 

73» 146» 400 

8 

234: 

73» 453» 

8 

236: 

221 

£ 

239: 

4&3« l > 

£ 

240: 

305 » 

£ 

260: 

305'» 

Sl 

253: 

4JU» 1 

£ 

254: 

SKR« 


256- 

338“« 339“ 454“ 685«' 

8 

265: 

303 »1 407 » 500» 

8 

268: 

718» 

8 

270: 

151»« 153«» 673» 

8 

274 3iff. 3: 15» 245“ 

£ 

275: 

245»° 

£ 

279: 

558 20 

L 

280: 

202 20 

R 

286: 

46»» 75 10 196»» 203« 477» 491»» 


558“ 660»» 685» 748» 

fi 

287- 

75»» 196» 278» 298' 552» 

£ 

288: 

Mi? 

i. 

289: 

430» 748» 

£ 

290: 

718 17 

8 

292: 

276 14 

8 

296: 

m 

1 

299: 

146»« 399 

£ 

303: 

243 17 685“ 

£ 

304: 

9» 15»» 109' 151»« 203»« 245'» 


838» 339» 440-"' 455“ 465»' 
480'« 529'» 554'° 558» -- 685» 
719» 


8 307 : 557» 

8 308: lfi» 34ft» * * * * * 7 8 484» 

8 313 9h. 3: 112 11 455 » 885» 
8 315; 15il 

8 317: 90 n» 146» 303» 

8 322: 280» 


8 

323: 

434» 

£ 

331: 

46»« 

£ 

340: 

9011» 

£ 

344: 

750“ 

£ 

345: 

750“ 

8 

367 f 

f.: 686»» 

8 

373: 

70» 

£ 

380: 

232 

£ 

383: 

145 17 

1 

386: 

145 17 

£ 

387: 

146*» 

£ 

389: 

145» 7 146*» 

£ 

390: 

232 

§1 

^ 391- 

-397 : 751*» 

£ 

392: 

179 

£ 

393: 

70» 

£ 

368: 

304»» 

£ 

402: 

232 751" 

£ 

410: 

232 751»» 

£ 

411: 

751«» 

£ 

415: 

748» 

£ 

418: 

276 »‘ 

£ 

427: 

491*» 


8 445: 

76» 304» 135»» 530 

8 446: 

203 ■> 

8 451: 

76» 304» 

8 454: 

748» 

8 459 : 

76» 

8 463: 

748» 

8 464 »bf. 2: 718» 7 748» 

8 475: 

312*« 436 » 660»» 

8 476: 

312*» 

8 482: 

177 

8 496: 

90 11» 180 

88 496- 

-510 : 89 177 180 


§ 497: 90 11» 
8 500: 540 
8 501: 90 II» 


8 504 : 90 II» 225 
8 505: 90 11» 

8 508: 9011»» 181 
8 609: 417 
8 510b: 9011» 

8 510 c: 540 
8 511«: 9011» 

8 515: 340» 

8 516 : 303 11 
8 518 : 90 11» 

8 524: 708 
8 525 : 452» 

8 526 : 452 18 

8 528 : 44” 

8 529: 452» 

8 582: 46» 118» 

8 533: 180 

8 536 : 489» 

8 538: 151» 462» 454“ 529» 719» 


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22 




§ 539: 452 “ 

8 811 Sir. 2: 25 

§ 540: 340 .WS“ 

8 828: 559 * B 

§ 542 Hbf. 2: 329“ 558” 

8 829: 559” 

§ 543: 685” 

8 845: 634 

S 544 »b|. 3 Sir. 21»: 46” 

§ 850 Hbf. 1 Sir. 3 : 25 294 

8 546: 15 11 16 » 44“ 277“ 156” 490” 

8 865 Hb|. 2: 518» 

720” 

8 888 Hbf. 2: 700 

§ 547 : 203 “ 350“ 

8 888 a: 9011” 

§ 549: 201 19 233' 282 “ 341" 438“ 

8 890: 653* 700 

8 551 Sir. 5: 341” 

§ 894: 132 

8 553: 279“ 453’° 

8 917: 205“ 

§ 554: 77“ 145“ 183 277“ 407“ 453” 

8 917 H6f. 2 : 687“ 

455“ 490 “ 661» 662“ 673* 

8 924 : 47 “ 530*’ 

8 557: 46” 

8 925 : 47« 

§ 559: 183 245 “ 455“ 489 “ 661“ 682“ 

8 929: 47“ 56 

8 561: 204“ 277 “ 455“ 

8 935: 291 

8 562: 233 ‘ 

8 936 : 47 “ 530" 

§ 568 : 305“ 

8 937 : 47« 

§ 565 »b|. 1: 530“ 559” 653» 661" 

8 938 : 434“ 

8 566: 44»» 

8 939 : 530" 

8 569: 145 11 

§ 940: 279“ 

§ 570: 145" 417 

8 945: 205” 550“ 

§ 576: 245 ** 

8 946: 12“ 

§ 577: 90 11 1,0 

8 947: 12“ 

8 580: 456»» 

8 952: 266 

8 603 : 750« 

8 953: 12“ 

8 004: 9011“ 

8 982: 12** 

§ 617 : 557“ 

8 1025: 16« 

8 620: 43“ 

8 1026 : 458” 

8 627 : 279 “ 486*» 

8 1039: 15" 17“ 490=’ 

8 649 a. % : 289 

88 1039-1042 : 341“ 

8 653: 417 

8 1040 : 243*’ 

8 661: 457” 

8 1041: 17« 243" 

8 664 Hbf. 3: 457*’ 

8 1042 : 243 " 441 

8 688 ff. : 266 

Ginfü&tunaäfltfrb *ur SibilUmefcorbnuna. 

8 689 Hbf. 2: 635 

8 8: 144“ 

8 693 : 90 11“ 180 

8 12: 282“ 

8 696: 225 266 

8 16 Sir. 1: 276“ 

§ 697: 225 266 


§ 698: 266 

3. @eri<$t6lcjlcn(jrfef Born 20. SXai 1898. 

§ 700: 181 266 

— ; § 9a: 18** 

§ 709: 289 

§ 48. 94 III 1 181 320 538 

§ 712: 27 1 

§ 49, 96 \!g 

§ 722: 686“ 

§ 79 : 320 

§ 735 : 336*» 


§ 736 : 336” 

4. äonturtorbnung bom 17. iVai 1898. 

8 747: 336»» 

8 4: 518* 

8 764: 559“ 

8 6: 518’ 561” 

§ 766: 559“ 

§ 14 Hbf. 1: 722“ 

§ 771: 112“ 120 

§ 19 : 208” 

8 775: 559“ 

8 21; 208“ 

§ 776: 112 “ 559” 

§ 22: 138“ 

88 780 fl.: 548* 

8 23: 734 

§ 793: 559“ 

§ 24 : 200“ 

§ 794: 559 84 720*" 

8 26: 208” 

8 797: 181 

8 29: 458” 733 

§ 802: 112“ 

§ 30 : 342 ” 343« 459*”** 687” 


Digitized by Google 


3'bilrtgiftn 


23 


§ 31: 687*’ 

8 23: 673' 

§ 31 9h. 1: 444* 

8 30: 118 " 269' 

§ 32: 687*’ 

8 31: 116” 473' 543 ' 652 ' 673' 

§ 37: 458“ 

8 32: 674’ 

§ 41: 687" 

8 54: 659’ 

§ 51: 48" 

8 89: 116 ” 269' 543' 673' 

§ 54 : 461»* 

§ 90: 2‘ 195 * 738> 1 

§ 59: 208» 518’ 561" 

8 93: 2> 67 ‘ 88 295‘ 322’ 515’ 517* 

§ 61 9h. 2: 78” 138" 

8 94: 2' 295' 322’ 515' 517’ 

§ 65: 461“ 

§ 97: 2' 515' 518’ 

§ 69: 461“ 

§ 98: 2' 615' 517* 

§ 82: 518’ 561" 

8 99: 103' 461“ 

§ 102 : 48” 

8 100: 103' 461“ 

§ 107: 487" 

8 104 : 823 ’ 457" 

§ 117: 518’ 561" 

8 105; 709' 

§ 122: 518’ 

8 114: 323* 709' 

§ 144 : 305 14 

8 116 : 269 * 681” 

§ 146 : 305” 

88 119 ff.: 134 * 234 ’ 269 * 647 718” 

§§ 215-217: 487" 

8 122: 647 

8 226: 487" 

8 123: 234 ’ 504 646 710* 

5. unb 3mang«b««»al. 

8 124: 475* 476' 

. . . 24. 9Jlät» 1897. 

8 125: 105* 310“ 

tunglgtftl bom aQ yj 

8 126: 103' 105 * 341» 

8 20: 736' 

8 128 : 444 * 520* 

§ 27: 447” 

8 130: 105* 444’ 705 

8 52: 555” 

8 132: 706 

8 55: 736' 

8 133: 103' 190' 269 * 301’ 324 * 476* 

8 90 : 201“ Hbf. 2 : 736' 

488“ 500“ 520* 621’ 544’ 550” 

8 91: 555” 

831 688“ 

8 96 : 204“ 

8 134: 296’ 320 444* 472 

8 108 Hbf. 2: 204“ 

8 138 : 28’ 139* 142” 191” 224 234* 

8 116: 204“ 

296 * 297 ’ 320 325»* 327’ 401’ 

8§ 180 ff. : 314“ 

416 444 * 445 * 462 “ 472 546* 

6. ©efe$ Aber bie freitoillige ®eridji$ barfeit bom 

. 567“ 710* 728 

20. 9Jlai 1898. 

§ 189: 3* 142” 234* 310» 445 * 472 480” 

8 1: 254" 

567“ 711’ 

8 2: 254" 683” 

8 141: 475* 

8 12: 683” 

8 142 : 489« 

§ 28: 220“ 

8 143: 646 

8 83 : 683” 

8 144: 476* 

8 167: 254” 

8 145: 4* 

8 177 Hbf. 3: 337“ 520* 

8 146: 85“ 

8 190 : 254" 

8 148: 105* 

8 194: 683” 

8 ISO Hbf. 2: 4* 

7. ©tunbBuiboibnung Bom 20. ®ai 1898. 

§ 152: 444’ 472 

8 13: 47“ 

8 154: 105’ 446 * 472 739* 

8 17: 412” 

8 156 : 201” 

§ 18: 412“ 

8 157: 4’ 103' 135’ 190' 234*269* 301’ 

8 39: 47“ 

324* 476» * 477* 480” 488" 

8 79 Hbf. 9: 450” 

500« 521* 644 ’ 550“ 631 688” 


Z1Ü 

II. «IrgrrlWit« «thbioö), «fmrlsgtfcbiiiiib, Uhibrtlorömt&g. 

8 158 : 68* 270’ 288 328 * 711* 

ttub tlr UjrirA grljüilgro CaHirsgrfr^. 

§ 163: 328’ 

1. Sürgctli^te ®e[e$bu$. 

8 164: 239“ 480“ 

8 6: 234* 

8 164 Hbf. 2: 29* 

§ 7: 72’ 

88 164-181: 731 

§ 12: 18” 133' 737 

8 166: 459« 472 655* 


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§ 167 31t;. 2; 331 “ 655» 730 

8 312: um 

8 168 Sat 2; 734 

8 313: 61 68’ 88 103 > 331«*'» 479* 

8 171 SM- 2; 730 

g 315: läü 

§ 172: 730 

8 316: 327’ 631 

8 177 : 239 u 271* 459 s ' 709* 

8 319: 565« 711» 

8 178: 709' 

8 320: 193 * 548 * 675* 

§ 180: 239 11 

8 321: m: 

§ 181: 5* 24 271* 311« 320 544* 

8 322: 548« 675* 

§ 182 : 408 11 

§ 323: 518 7 

6 184: 239” 459" 544« 709' 728 

8 325 : 3 « 29' 35« 548 ’ 712* 

8 191: 132 

8 326: 3* 4» 7* 35» 56 194" 446* 472 

6 196 fliff. 1: 235« 256 328 ’ 739' 

523» 676'» 696 713« 733 

§ 197: 656* 

§ 327 : 4IS! 

8 199: 19" 

8 328: 1Ü3J. 

6 201: 656* 

8 336: 

8 204: 192* 

8 339 : 238 « 256 

§ 205 : 255“ 

8 340 : 238 “ 563** 

§ 208: 79 » 235* 

8 341: 238“ 

g 209: 10” 79 15 235* 

8 342 : 238 “ 256 

§ 214: 740« 

8 343: 148*« 343»* 401' 416 488» 

6 218: 656* 

§ 344 : 343»« 

8 222: 462« 

8 346: 3* 195* 479* 

6 223: 235* 255«” 

g 347: iiai 

§ 226: 477« 504 

8 348: mi 

§ 234 atf. 3: 290 

g 350 : 343» 

§ 241: 68 a 701 

s 351: 292 343 « 478* 

§ 242: 324* 

gg 352- 354 : 292 

8 243 St!. 2: 740* 

g 356: a I 

8 246: 344« 656* 

g 362: iaa 

6 249 : 60 119«' 187 473 1 246 * 712' 

8 364: 733 

8 251: 119 M 

8 368 : 20“ 

8 252: 63 298* 

g 371: Z33 

§ 254 : 6 * 9 » 21« 24 40 « 56 210« 218” 

g 388: zaa 

230 235 « 299' 329'»”« 434” 

$ 394: 294 

494« 522*« 536 541 547 * 552« 

§ 398: 479 »• 678* 

675» 677 * 678 « 715« 742* 

§ 399: 2f> 449 “ 

8 255: 446« 

g 400: 3Ü£ 

§ 269: 88 192' 446* 488*» 

88 401-406: 135* 

8 270: 192» 546* 

8 404: 658* 676* 

8 271: 430« 

8 407: 239” 676* 

6 273: 7» 134* 193* 236" 256 447" 547» 

8 408: 135* 

8 275 : 80'* 

8 414: 31* 548* 676* 733 

8 275 SM. 2: 712« 

8 415: 32’ 239 " 548* 713* 728 733 

6 276 : 38 " 80« 106* 210» 299» 329“ 

§ 416 : 32* 239 ” 256 713* 

331« 892 402« 405* 446* 465« 

8 419: 221*’ 465” 548* 

494»* 541 547» 633 634 657» 

g 420: ZQi 

664 678» 

g 421: 31" 33* 137** 

8 278 : 230 236 * 418 " 729 

8 425 Sb|. 2: 705 

8 280: 3* 

g 426: 33» 56 284« 

6 282; 236« 478* 

8 427 : 70 * 88 137 * 284*« 

§ 283: 733 

8 431: 70* 119“ 

8 284: 4» 194« 331“ 392 676» 

8 433: 476* 479" 701 

8 286 : 331“ 392 

8 434 : 35 » 329» 

8 288: 656* 

8 435 ; 329»* 

8 305: 68* 

8 437 Sbf. 1: 448" 

§ 306: 448« 

8 440 SH. 1: 359 

8 811: 103' 548" 

g 448 : 2.84“ 


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25 


§ 450: fii 

§ 454: 29* 56 
§ 455: 195' 224 

g 459: 36 10 56 61 329 1 ’ 549* 742‘» 
§3 459—467: 633 
§ 460: 36» 742*» 

§ 462: 132 
3 463 : 56 61 742» 

3 464: 135 ’ 298 742'° 

3 465: 478» 743’» 

8 467: 478« 

8 468: 477» 

83 469— 480 ; 633 
8 472: 3 
3 473: 35* 

8 477: 431» 410 
8 478: m 
8 481: 633 
88 482—492 : 633 
§ 487: 293 
8 496: 31 
8 505: SSI 

8 516: 71« 431» 754» 

3 518: 103 ■ 

8 531: 431’ 

8 535: 701 
88 537, 538 : 549» 

8 541: 549» 

8 545: 300« 480» 

8 564: 27üi 
8 566: 105« 446« 472 
8 571: 135* 

8 577: 135* 328» 

6 581; 757» 

8 609 : 393 550» 

8 610: ßlfii 

8 611: 107« 138» 700 733 
8 612: 107* 632 
8 616 «3j. 2: 640 
8 618: 107* 41R 11 449» 

§ 620: 138? 

8 625: 138» 176 
8 626: 714» 728 
8 627: 714» 

8 630: ülli 
3 631: 328» 

8 632: 632 
8 634: 675» 

§ 634 atj. 4: 743» 

8 638: 196» 4SI* 440 657* 743» 

8 639: 657» 743» 

8 640: 432« 675» 

8 652 : 240» 

8 653: 321' 

8 655: 321' 

83 662—676 : 645 

8 667: aa 


$ 

669: 

324* 


8 

670: 

410» 


8. 

672: 

734 


8 

675: 

480 » 729 733 


8 

683: 

37" 


8 

700: 

70» 


8 

701: 

272* 288 


8 

705: 

197“ 


8 

713: 

324* 703 


8 

717: 

80* 197 11 


8 

718: 

197» 


8 

736: 

450» 


8 

738: 

450 16 472 


8 

741: 

470« 


8 

749: 

199» 


8 

753: 

199» 


8 

759: 

103' 


8 

760: 

550“ 


8 

761: 

103 1 


8 

762: 

677 * 8 


8 

765: 

403» 


8 

766: 

31* 103’ 137« 

676’ 

8 

768: 

132 


8 

770: 

132 


8 

771: 

661" 


8 

777: 

328" 


8 

778: 

676’ 


8 

779: 

733 


8 

780: 

33» 70» 358*’ 

403» 733 

8 

781: 

31» 403» 733 


8 

782: 

31» 783 


8 

812: 

31« 70* 83" 241» 403* 431’ 432 



469“ 550 » 657 ’ 664 

8 

813: 

403* 487» 504 

§ 

814: 

31» 467“ 


8 

817: 

139» 176 297’ 

314» 677* 

t 

817 Sa» 2 : 696 . 


§ 

818: 

403* 


§ 

819: 

657’ 


S 

821: 

83 



§ 823: 36» 38» 62 71* 106» 107* 108» * 
133' 187 196 » 232 236» 249» 
269' 299 » 300 » 405» 1 ’ 432’ 
449'* 451» 465»» 467» 473' 
480“ 482» 504 518» 524 * 535» 
536 640 542 543‘ 550» 552» 
561*’ 644 673 * 677 » 678» » 679" 
696 715" 744» 745“ 

§ 824; 241» 679" 

§ 826: 9» » 36» 38» » 56 62 133' 149» 
187 272 ’ 281» 308«» 333» 462“ 
464“ »• 467*’ 482» 646 653» 
677» 679" 715» 728 753“ 

§ 828 : 210“ 

§ 830: 70* 

§ 831: 230 269' 402» 405’ 540 641 
§ 832: 673' 


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26 


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8 833: 21" 40 15 41 '• 236 ’ 301 7 633 680« 

8 1115: 86*» 

715« 746« 

8 1117: 482» 547» 

8 836: 196 10 480« 

8 1120: 5151 

§ 839: 653* 

8 1121: 518» 561« 

§ 842: 273» 451« 455" 473 1 550« 

§ 1122: 518» 535 

8 843 : 9" 140« « 273* 451« 473 1 480« 

§ 1124: 135* 

504 524» 550« 

8 1128: 736' 746« 

8 844 : 9» 109 7 241« 449“ 552“ 554« 

8 1135: 518» 

8 846: 554« 

j 1137: 2921 

8 847: 196« 405* 480“ 526" 550« 

8 1138 : 275 " 658 » 664 

8 852: 10“ 27' 

8 1141: 705 

8 855: 527» 

8 1144: 497» 683" 

8 858: 199« 274* 447» 

8 1145: 482» 

8 861: 447» 472 681» 696 

8 1150: 4421 

8 862: 133' 653» 681» 696 

8 1153: 331 

8 865: 561 « 

8 1156: 239“ 

8 868: 653* 681» 

8 1163: 32' 275“ 297* 462« 555' 

8 869: 681» 696 

8 1164: 32* 

8 873: 297» 

8 1168: 297» 482“ 

8 880 : 695»» 

8 1169: 222« 297» 

8 883: 555 » 

8 1170: Lilf 

8 886 : 235* 

8 1177: 297» 462» 555» 

8 888 : 275 “ 555» 

5 1179: 200™ 27ß>» 288 RSM* 

8 891—899: 658 664 

8 1184: 555» 

8 892: 709' 

8 1187: 86“ 223» 

8 894: 275“ 

8 1190: 555» 

8 899: 275“ 

8 1192: 12“ 447» 

8 903: 142» 

8 1204: 251»* 

8 904: 643 705 

8 1205 : 334 » 392 681» 696 

8 905: 643 645 705 

8 1206 : 681» 

§ 906: 11'» 142» 682'* . 

8 1207: 312» 681» 

8 907: 245 » 301« 

8 1223: 328» 

8 921: 12» 

8 1225: 328^ 

8 922: 12» 

8 1227 : 681« 

8 925: 451« 

8 1230: 142» 

8 928: 651 

8 1254: 222« 

8 929: 881» 

8 1273: 251« 328* 

8 930: 432* 

8 1274 SM. 2: 197" 

8 931: 482» 

8 1293: 312« 

8 932: 312»» 681» 733 

8 1300: 304“ 

8 934: 717“ 

8 1353: HO* 334» 406» 

8 935: 527« 733 

8 1354: 110* 408» 486» 

8 946: 517» 

8 1357: TOS 

8 952: 482» 547* 

8 1360: 552“ 554» 

8 953: 547* 

8 1367: 484" 

8 958: 651 

8 1369: 308»“ 

8 985: 681» 

8 1371: no* 484" 

8 989: 478* 

8 1375: lflflü 

8 1004: 133' 142« 334» 

§ 1383 : 308*> 

8 1008 : 470‘* 

8 1387: 291 

8 1010: 48** 

8 1395: 529 “ 

§ 1013: 199'* 

8 1400: 529“ 

8 1073: 103 ' 461“ 

8 1407: 199» 

8 1074: 103' 

8 1410: aoa» 

8 1088: 465'» 

8 1412: 199» 

8 1113: 86*» 

8 1416 SM. 1: 291 

8 1114 : 274 » 288 

8 1427: 110“ 484" 


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3i«ilrtgiffci 


27 


§ 1428: 110» s 2231 9h. 2 : 336» 392 


§ 1434: 520* 

8 2242 S&f. 3: 337 “ 392 527 » 536 556» 

8 1458: 562 u 

88 2243, 2244 : 527“ 

8 1468 : 485'* 

8 2259 : 683» 

8 1469: 485 '• 

q 2262: 717“ 728 

8 1480: 477* 

§ 2275: 3235 

8 1565 SH. 2 : 336» 

$ 2276: 520* 

8 1568: 42 »43 “276 >»>>433 » 484 »683“ 

8 2303: 110“ 

8 1571: 276 13 288 483 » 440 

8 2316: 110"' 

8 1573: 42» 

§ 2316: 110'° 

8 1574: 43» 

§ 2325 : 747» 

8 1575 SH. 1 SaS 2 : 302 « 320 

§ 2327: 74122 

8 1576: 557» 

8 2346 : 5*20' 

8 1591: 144 » 485» 

§ 2348: 3202 

8 1602: 109’ 

8 2382 SH. 2 : 465» 

8 1603: 109 7 

8 3013: 487» 

8 1624: 71* 88 

2. ßin iübrunfldflffcfc jum ©üTßerlicfccn ©efe$bu(§. 

8 1631: 542 

«rt. 4: 201“ 

8 1834: 486“ 

. 41 11: 543 

8 1636 Saft 2: 486“ 

• 52: I3&2 

8 1715: 187 

. 53: 736' 

8 1717: 187 

s 55: 201“ 321' 391 

8 1718: 276» 

. 65: 443* 534« 652' 664 

8 1720 : 276» 

. 67: 736' 

8 1750: 520* 

» 7«: 534»« 

8 1795: 271* 288 

« 77: m 1 652' 

8 1802 : 254» 

. 111: 41425 

8 1822 .Riff. 8: 403' 

. 112: 41425 

8 1825: 403' 

> 124: 142“ 

8 1827: 543 

* 147 : 254» 

8 1837 : 243» 

» 164: 4325 

8 1840 : 243 » 254« 

» 169: 27' 56 656' 

8 1847: 543 

. 170: 302 

8 1915: 403' 

> 181: 432' 

8 1929: 664 

* 184: 287» 

8 1960 : 683» 

f 187 : 287» 

8 1967: 487« 

■ 189: 443' 

8 1972: 487» 

« ISO: 651 

88 1980-1982: 487« 

3. öanbcUftt|e6bu<5. 

8 1985: 487« 

8 1: 148“ 343” 

8 1990 ff.: 487« 

8 4: 148“ 343” 

8 2013 : 487» 

Sit. 17 a. Sf.: 461“ 

8 2038: 103* 336» 451» 

8 19: 461” 

8 2040 : 336 30 

8 24 : 461” 

8 2048: 103' 

8 25: 548" 

8 2050: 103' 110» 

8 28 : 206« 

8 2058: 336“ 

8 37 SH. 2: 18” 

8 2059 : 336» 

8 39: 737* 

8 2108 m 2 : 352« 

8 10 : 344“ 

8 2113: 683» 696 

§ 45: 491” 

8 2114: 683» 

8 52 SH. 1: 344« 

8 2120: 683» 

8 54: 731 

88 2136, 2137 : 683 » 696 

§ 56: 790» 731 

§ 2202; 4 18 18 

8 60: 701 

8 2205: 413“ 

§ 63: 640 

8 2213: 413» 

8 67 : 435 “ 440 

8 2217; 413» 

§ 74; 207” 

4* 


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28 


$ibUrtgi|tar 


§ 75: 207« 488“ 

§ 92: 138" 

Set 106 0. g,: 30* 

§ 112: 701 
»<t. 119 a. g.: 30* 

• 128 132a a. g.: 450“ 
§ 129 äb(. 4: 686“ 

§ 135: 30* 

§ 142 : 450“ 

§§ 156, 158: 686“ 

§ 159: 19“ 

Stt. 161 a. g.: 30* 

. 169 a. g.: 30* 


s 

185: 

462 31 


g 

189: 

464 34 


§ 

191: 

693 


§ 

212: 

408 11 


§ 

215: 

462 34 


§ 

217: 

462« 


s 

231 S6|. 3: 

344 31 

§ 

232: 

344“ 


§ 

236: 

344“ 


§ 

239: 

344“ 


8 

241: 

344“ 

464 s« 

§ 

245: 

344“ 


8 

246: 

464» 

533*° 

§ 

247: 

344“ 


§ 

249: 

344“ 


§ 

252: 

462« 


§ 

256: 

113“ 

346 36 674* 

§ 

261: 

343» 


8 

265: 

533» 


§ 

268: 

464» 


§ 

270: 

464« 


§ 

271: 

346» 


Hrt. 273 a. g.: 

206” .346« 

8 

274: 

113“ 

346 « 408 11 

§ 

275: 

408“ 


§ 

276: 

408“ 


8 

286: 

113“ 


§ 

306: 

84“ 


§ 

314: 

149« 


§ 

343: 

148« 

206 37 

8 

346: 

521 ‘ I 

588« 

8 

348: 

148" 


8 

352: 

656* 


9« 

$ 355 

ff.: 48 

M 

8 

366: 

312« 


§ 

373: 

521* 


§ 

377: 

431* 

410 492 30 

§ 

429: 

114“ 


8 

448: 

733 


§ 

503 9tbf. 2: 

314” 

i 

559: 

114“ 


§ 

734: 

213» 


8! 

j 740- 

-753: 

688« 

§ 

797: 

564» 



§ 798: 564" 

§ 820: 149“ 

§ 825 : 564" 

§ 840 S6f. 2: 305“ 

§ 844 Stb|. 2 : 305“ 

§ 848: 149“ 

§ 849: 149“ 

§ 851: 721" 

§ 854: 149“ 

§ 855 : 564" 

§ 878: 564" 

Sinffi^tungCgcfet jum $anbc[igtfttbu<$ Dom 
10. SKai 1897. 

SrL 3: 688“ 

4. 39t<$fcIoibnung. 

Sri. 4 : 280“ 

. 16 Sb|. 1: 259 

• 23 Sb|. 2: 492“ 

. 39: 733 

. 41: 114“ 

. 43: 563“ 

• 55 : 669 

. 66: 114“ 

. 60: 114“ 

. 74: 492“ 

. 81: 307“ 

. 88: 493« 669 

III «iajtlnt «efrlft aut Orraittacngru bet 3rit|4igr mul) gnrtatl. 

1862. 2. Sugufl. ®nrt(^<ftanj6r:|(ba tymbelibttltag. 
jtrt. 28 : 50" 

1869. 1. guli. 8ttttn4joIIg(|f4. 

§ 13: 78“ 

§ 59: 209» 

©flwtbtotbtmng (. 1900 

1870. 13. 9J!ai, totgm ©tltiligmig btt SDo^el* 

brßeummg. 

§§ 1, 3: 51» 436“ 

• 1. guni. übtt ben Srtonb imb SttUtfl btt 

Staat langtbcngtcU: 209“ 

Uibtttm$t»grfr$ (. 1901 

1871. 16. Sprit Snfaffimg b(4 Dtut|t$m 31(i<54. 

St«. 42: 691“ 

< 15. 3Rai. Straigtft$bu$. 

§ 158: 748“ 

9 163: 748“ 

§ 182 : 304“ 

99 222 Sb(. 2, 230 Sb(. 2: 723=' 

9 263 : 36“ 

§ 367 9h. 8: 525 10 
9 367 91t. 12: 715“ 

9 368 91t. 7 : 525“ 

■ 7. gutti. fyjftpfliifctgcfeb. 

§ 1: 54« 210“ 306 “ 494“ 495“ 552“ 
690“" 721« 


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.Hibilttgifitt 


29 


1871. 

1872. 

1873. 

1874. 

1875. 

1877. 

1878. 

1879. 


1879. 
1898. 

1880. 
1886. 


§ 2: 107* 115 1 ’ 

§ 3: 54“ 465“ 

§ 4: 241“ 446 T 
§ 7: 54“ 550“ 

§ 8: 79“ 

9. Juni Dom 

§ 3: 12711 

27. 3uni SKilitättwitfionifltfc# Dom 

§§ 10 11: 532“ 

28. Cltobtr. 91ci^öDoftg(|f9- 

§§ 11 12: 71» 

5. Juli. S3tttitb«oibnung für bit -fjaubtcifrnbabntn 
35tulf<bt<mb4. 

§ 4 Stof. 2: 691« 

31. 'Diät}. Stilb« btamltngt|t{. 

99 66 67 : 568“ 

§ 118: 12711 
§ 137: 411“ 

§ 144: 411“ 

17. SHai. Sttaubungäorbnung. 

§§ 4, 21: 688” 

§ 39 Stof. 2 : 688” 

6. gtbtuat. i ; crlontn!'ianblgtir§. 

§ 15: 276“ 

1. ffthtuut. Sttafptojtfotbtmng. 

§ 37 : 568“ 

§§ 484, 485: 127II 
1. Juli. :Kt(fit«antDaIteorbnung. 

§§ 28, 54, 55, 59 Stof. 2, 62: 419 
§ 96: 12711 

23. Spril. SJttotbmntg bflrttftub bi« lagtgtlbtt btt 
grfanbifdjafilitbtn unb Rimfulatbfsmttn. 

§§ 8, 12: 210" 

7. Juli. Scbabtntotbnung für St<bt*<mtoiL!tt. 

§ 76 : 95 IV* 

'§ 9: 96 VI* 

§ 19: 96 VI* 

§ 20 : 96 VI* 

§ 23: 96 VI* 

§§ 29, 30: 96 VI* 

9 52: 96 VI 8 181 
§ 53: 96 VI 8 
9 76: 182 320 
21. SlulL 

~90 — WÜT 307" 308” 352“ 

§ 3: 496” 

§3 21t. 1: 444 * 472 496 “ 567 ” 722« 733 
9 4: 281" 

23. Jutti. S)tit$*gtftb brtrtfftnb bit Sbtoebt uub 
UntttbriHung Don Sitbftuibtn. 

9 30 : 449“ 

16. SDUtj. ®tftf btlttfitnb bit fjtrfttttung bt* Slotb* 
Cftfttlattal«: 465 


1889. 1. 3Rai. 

1898. 20. ffiai. unb 3® «Ift^of l*8*«of?tnf i^aft«Btf t« 

§ 7 : 250« 

9 11: 214" 

§ 46: 674* 

§ 61: 250“ 

§ 51 Slbf. 3 6ai 2: 350" 

9 73 Hbf. 2: 214“ 421 
§: 498” 

1890. 29. SJuli ®rWttbtgtti(b»gf|tb, 

§ 1 Hbf. 1: 22” 

• 14. Dttobrr. Jirtttnationalt* Bbtttiulontmtit. 

*tt. 7 Slbf. 4: 117“ 

Sltt 12 Stof. 4: 117“ 

1891. 7. Stylit 9Jattntgtft$. 

§ 5 Hbf. 1 unb 2: 247« 

§ 8: 497” 

9 12: 53” 

§ 19: 53” 

§ 28 : 53” 

• 1. Juni ®tbtmub«mufiitgifi$. 

§9 1, 2: 498“ 

9 3: 53” 

9 7: 53” 

1892. 30. SR&j. 6$utgtbittgt[tl. 

9 3: 127 II 
1892. 20. Hsril. 

18 98. 20. flja iT ®'fa kil ®tftS[<&afttn m. b. $>, 

§ 2 : 349 ” 655* 

9 3 : 349” 

9 13: 311« 

9 14: 311" 

9 15 Slbf. 4: 455« 500 « 567" 655* 

9 17: 310” 

9 19: 311” 469" 

9 30: 469“ 

9 33: 469" 

§ 34 : 309" 

9 35: 151 88 311« 

§ 50: 407*» 

§ 51: 674* 

9 53 : 407“ 

9 75: 310“ 

1894. 12. SRai. SButtn)tubtngtftb. 

§ 2: 752" 

9 7: 500«* 

§ 9 Hbf. 1 Sh. 2: 212” 281” 

9 9 Slbf. 1 3iff. 3: 691» 

§ 10: 500" 

9 12 : 437“ 

9 14: 787* 

§ 15: 502“ 737* 

§ 23: 437** 

9 29 : 600“ 

• 16. SJlai. ®tft» llbtt bit Sftjablung*gtf<bäftt. 

§ 5: 195 * 692” 


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30 


Sibilregiftet 


1896. 27. Wai. 

§ 1: 249 “ 737’ 
§ 4: 737» 

. 22. 3«ni 8St|engefet- 

§ 68 : 467” 

. 5. 3ult Banibepotfliftt. 

§ 8: 312“ 


1897. 16. 3unt äBellfoilübeteinlommtn. 

Sit. 1, 3, 9: 468*" 

1898. 20. Wal belteffenb bie Sntlcbäbiguna bet im 

SBiebetanfnabinelxtfabren gegen bfirgerlubc Sttai» 
urteile fieigeforMbenen ^3erfonen. 

§ 5: 282“ 

. 20. Wai. ffiejet belteffenb bie änfe^tung bon 9te<bt*> 

banblungen einei S^ulbner« außerhalb bei Äontuefei 
(*nf®.). 

g 3: 496“ 

1898. Sl£ 

§ 4: 213“ 

§ 4 äbf. 4 Sa» 2 : 350*» 

§ 7 äb(. 3: 350« 

§§ 102—104 : 213“ 

§ 112: 213“ 

§ 115: 213« 

1899. 20. 3<m*- ®<I«t bont 

§§ 3, 4, 7, 8, 11: 465“ 

. 13. 3uli- ^JnPalibenbetiicbetungÄgcieb. 

§ 54: 451” 

§g 56, 65, 78, 169: 283»» 

§§ 74, 98: 283“ 636* 

. 22. 3ull Seicbägeiej) belteffenb bai ^iaggenreibt bee 

RauffabtltiWiff«- 

§g 2, 13, 14, 18: 314” 

> 26. Cftobet. ©(enbabnbetfebrtotbnung. 

§ 44 : 690” 

1900. 20. Wätj. 'Jioflotbming. 

§ 39 9h. IU: 705 
§ 40 91t. VII: 706 

, 7. Wal ®efeg übet bie Ron(uIargtii(iHbaiIeii. 

§ 41: 303 19 
g 72: 12711 

* 21. Wai. ®e(et betteffenb bie ‘patetitantoälte. 

§ 5: 497“ 


1886. 5. Wai/190 0. 30-3um. 
1900. 


13. 3uni/ 16. Stell 
ianb= unb gorftoiitfibaft. 

§ 7 9bf. 2, 3: 21” 
§ 8 9bf. 2-5: 21” 
§ 14: 21” 


UnfaBperfitbenmglgefet 


§ 18: 21” 

§ 33: 211“ 
§ 78: 21” 


fü« 


§§ 95, 96, 99 «bi. 5, 101: 21” 

§ 146: 211“ 351“ 
g§ 147, 148: 14 “ 211“ 
g 148: 211“ 

§ 161: 21” 211“ 

1900. 14. 3uni. Scicbäftemselgejet. 

latifnuimnei 1»: 215” 251“ 661 <» 

• lt>: 216« 

. 2» § 4 «bi- 2: 20“ 

« 4 Spalte 4: 251“ 763“ 

. 4« 3iff. 4 «b|. 1: 84«» 

1900. 5 ! 3 dl . 1 ®0»«kuitfan»et1i<betung*9ef*»- 
§ 48 : 283“ 

§ 136: 218** 723“ 

§ 140: 107* 116” 

1900. 26. 3uli. ©ewetbeotbttung. 

g 6 Sbf. 1 : 249“ 
g§ 16, 17, 18, 19: 301* 
gg 20, 21: 246” 
g 26: 240” 301* 645 
§g 29, 30 : 249“ 

§ 33: 139* 
g 38: 240” 

§ 40 : 246” 

§ 56» Siff. 1: 249« 

§ 80: 249” 

§ 120»: 349“ 

§ 120 d: 349“ 

§ 133: 401* 640 
g 133»: 401’ 

§ J47: 139* ($iff. 3 249“) 
g 152: 325» 

§ 153: 679” 


1870. 

1901. 


1904. 


1906. 


im Sitnatur.Urbebergele». 


§ 

2: 

25 1“ 


§ 

4: 

251“ 

753*’ 

§ 

5: 

52*’ 


§ 

9: 

753“ 


§ 

11 

52” 

753“ 

§ 

28 

52” 


§ 

29 

52“ 


§ 

30 

52” 


£ 


ff.: 251“ 

t 

51; 

52” 



6. Juli. Seiet betteffenb J?aufmann«getitbte. 
g 1: 22“ 

14. 3uli ©eiet betteffenb bie ©itftb&bigung für un« 
fitulbig etlittene UnieiiutbtengJbaft. 
g§ 1, 2, 4, 12: 218“ 

4. üioOembet. ®ifenbabn-Sau> unb Bctriebäorbmmg. 
g 18 3tbf. 2: 691“ 

31 . Wal ®e[et übet bie ffienftonictung brrCfftjiete u(l«. 

§ 41 Sit. 2:. 532'* 


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Stoibtgifl«* 


31 


1906. 3. 3mil ®efe$ lwgen anbenmg bei Keiib4(tenit>el> 

gtf($rt. 

gut Xarifnummet 9: 54« 

§ 34: 284" 

■ 3. 3«m- erbfdjafttjiruergelet. 

g§ 19, 55, 66: 754« 

> 3. 3“ni ®taufleuerge|tff. 

g§ 6, 26: 693« 

1908. 30. Wat. fflejtb übet ben Berfteberunglberlrag. 

§ 167: 689« 

3i»tt<r {eil. ittreuffifebrs IKeebt. 

I. IireeSinSrs aUgeneinr» fnnbrtib!. 
teil Xitel 

I 2 § 68: 219“ 

. 2 § 69: 219« 

. 2 § 71: 219“ 

• 4 § 109: 68* 

« 5 § 181: 438“ 

. 5 § 165 : 70 5 

• 5 § 253: 646 

• 5 § 269: 646 

< 6: 241“ 

. 6 § 8: 533« 

. 6 § 9: 533« 

• 6 g 12: 533« 

. 6 § 14: 533« 

. 8 g 142: 16« 

. 9 § 176 : 534« 

. 9 g 267: 534« 

. 9 § 268: 534« 

. 9 g 270: 650 

. 9 § 271: 650 

> 11 g 994: 645 

. 11 g§ 1037 ff.: 662“ 

. 13 g 217: 533« 

. 19 g 22: 219“ 

> 19 g 23: 219“ 

. 20 g 395: 219“ 

. 20 g 536: 7« 

. 20 g 542: 7* 

II 1 g 188 : 529“ 

. 6 g 43: 503“ 

. 9: 220“ 

. 10 §§ 88 ff.: 412“ 

. 11 §g 568 ff.: 353« 

> 12 g 43: 542 

. 12 g 44 : 542 

. 12 g 46: 542 

. 12 g 48: 542 

« 14 § 21: 534« 

• 14 § 24: 534« 

. 14 § 78: 221“ 

. 14 § 79: 221“ 

< 15 § 7: 664 

> 15 g 9: 664 


Xtil Xitel 

II 15 § 12: 652* 

. 15 § 38 : 534« 

. 15 g 44 : 534« 

. 15 § 47 : 534« 

. 15 §§ 68 ff.: 650 

. 15 § 79: 652* 

. 16 § 8: 651 

. 16 § 118: 219“ 

Einleitung jum SIBgemeinen Üanbttty. 
g 49 : 534« 

§ 74 : 724“ 

§ 75: 255“ 318« 724“ 

II. £ saftige prenfifdit £aobe«ge|eljt. 

1783. 20. ®ejembet. f’Bfot^elenoibiwng. 

§ 14: 219“ 

1793. 6. Juli, allgemeine ®eriebt4otbnung. 

§§ 16 ff., 19 Xeü I. 1: 529“ 

1807. 9. Oft ober. Sbitt twm 
g 4: 219“ 

1811. 7. September. QJcieg Ober bie pcUjeiUdjen SerMItniffe 
bei ©elextbe. 

§ 33: 219“ 

1838. 3. SiobemBer. ©ftnbafytgeftb. 

§ 14: 245 « 334“ 

§ 25 : 644 

. 12. »ejembet. Reglement 418" 

1840. 18. 3tmi SBetjöbtung«ge(e(f. 

§§ 5, 14 : 534« 

1842. 11. Wai. ®efet über 3>>Utffigteit be« 9iee$t«toeg*. 

§ 4: 245« 

1843. 28. gebrunr. ®eie} über giiibatflüffe. 

§ 16b: 638 

1850. 7. Wärj. gagbpoIijeigtfe&. 

g 9: 118“ 

1851. 14. Spril, glteugiföt* 6trafgcjtbbu$. 

§ 270 : 296> 320 

1852. 21. 3uli. ®e(ej betreffenb bie äJienjlberge&en bet 

ni$tricbtetli<$en ©tarnten ufto. 

§§ 13, 89—92: 568“ 

1853. 30. Wal Stäbteorbnung für bie 5ftli$tn gStobinjen. 

§ 56 : 431" 

1856. 19. Wärj. ‘KeflfäUfdjt Stäbteorbnung. 
g 23 Sbf. 2: 663 

1859. 20. Suguft. SDftatftwm fftt bie gMijeibbbftl« Ju 
Berlin. 

g 17: 695“ 

1861. 24. Wai. tpreugife^ei Sefep über bie Ertneiterung be4 
9te$t4tnege*. 

g 1: 448« 

1865. 24. JJunl ätUgemtme« Betggtfeg. 

g 130: 635 ‘ 

gg 148, 149: 119“ 736* 


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32 


Simlttgifitr 


1872. 5. 5J!ai. @ninbbu<borbmmg. 

§ 29 Sa? 2: 683" 


1873. 

1891. 


30. Kfai. 
19. «Kai. 


@ibf($aft4fltu«gtfe?. 

5, 29: 725" 


1874. 11. 3uni. <Sntfignung*gtft?. 

§ 2: 355« 

§ 8: 82« 

g 10 äbf. 2: 23*' 82'* 284” 

§ 11: 316« 

§ 16 : 726“ 

§ 17: 355« 

§ 24: 255» 

§ 25: 317» 716« 
g 29: 316“ 

§ 30: 24» 316“ 

§§ 31 jj.: 316» 

§ 42: 726“ 

§ 43: 355« 

1875. 2. Sali- 3!u<btlimtngffe?. 

§ 1 8bf. 4: 756“ 

§ 11 Sa? 2: 355" 

§ 12: 83» 

§ 13: 23*' 318» 569» 756“ 757“ 
g 14: 23» 255» 318« 
g 15: 83» 286“ 

1881. 12. Duirj. ®rfc? bom 

§ 25: 449» 

• 17. fflürj. ffitft? bttttffenb ba« ?5fanblti?gttotrbt. 

§§ 1, 3, 5, 12, 18: 142» 

1883. 30. 3uli. ®t(t? üb« bit aUgtmtint Sanbeäbcttoaltung. 
g 127: 147» 438“ 

> 1. äuguft. 3“ßänbigfcittgefe?. 

§ 56: 153” 411“ 535» 

§ 160 : 221» 

1885. 23. Dlärj. attgtmttne Anfügung brt bttu?i((?ra 

Sufttjtninifltri 282“ 

1891. 24. 3uni. ßinlommtnjltuttgcfe?. 
g 19: 224 

> 3. 3»Ii. Hanbgtnutnbmbnung für bit }fl!u?tn $ro> 

binjen. 

§ 88: 118“ 

§ 88 Sbf. 4 3iff. 7: 442' 

• 11. 3uIL fflilbföabtngeft?. 

§ 2: 118“ 

1895. 25. 3anL flojloigtft? in bn gaffung Com 6. Dltobcr 
1899 320 


1895. 31. 3“ii- Sttmb<I|lcuttg«ft?. 

lariffltfft 2: 413“ 

• 4«: 355“ 

. 25c: 84*' 318» 

. 25d: 470« 

. 32 Kt. 3: 663“ 

. 32«: 318» 569“ 635* 

■ 35 äbf. 1: 355“ 

. 48b: 757» 

. 56: 222« 

. 58 : 85 « 635* 

. 58 3iff. III: 86” 223“ 358” 

. 71 Kt. 2 : 287» 

. 73 äbf. 6 : 694“ 

. 74: 694” 

g 2: 287“ 

§ 3 8bf. 2 : 635* 

§ 8 ab(. 3 : 635* 

§ 10: 569“ 

§ 26: 255" 
g 28: 255“ 

1897. 4. äuguft. Sanbgtmtmbcotbmmg ffit §tjftn=Kajfau. 

§ 59 Siff. 7: 442' 

1899. 30. Soli. Sammunalbt amteng tft?. 

g 4: 354« 

§ 7: 636* 

§ 15: 354» 

* 16. Stplembrr. ®tft? btirejfenb bit JXtnftjltHung bt* 

flteilatjitä u|lu. 695“ 

• 26. September. äu4fü?rung6g<!(? }um ©ürgrtlicben 

®eft?bui?. 

ärt. 12 : 444 * 472 
. 37: 736* 

. 47: 552“ 

= 89 giff. 2: 24» 412“ 

§§ 1, 3 : 354» 

1900. 17. 3uni. ©eft? botn 

§ 2: 636* 

1901. 18. Juni, llnfallffirforgtgeft? für ©tarnte uflt. 

Sitl. 1: 64“ 315“ 

. 10: 315« 

§ 12: 64« 

ärt 12 abf. 2: 727» 

§ 14: 54“ 

■ 10. augufl. SStrotbnung bom 

Kt. 11: 240“ 

1902. 28. 3uni. äu*fü?rung*geft? jum JltiföbtfrbaugtJt?. 

§§ 1, 3 : 354« 

1907. 15. Suli. Jagbotbnung. 

§§ 20—24, 86 Kt. 8 : 637* 


1895. 

1902. 


11 ^unu^ ®*M btlttjftnb bai i|!fanbtrc?t an gjribat' 

tiftnbabntn unb JUtinbabntn njiü. 
g 2: 414» 
g 5: 414“ 


£>ritfrr Stil, finbttt ienbtsgrftür. 

Code civil, 
ärt. 539: 651 
> 545: 645 


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3i*utcgtfiiT 

*tt. 563 : 651 

. 639, 661: 287“ 1886 

. 713: 651 
. 1116, 1117: 727*' 

• 1179, 1193, 1184: 440'" 

. 1283, 1287: 87“ 

. 1304 : 727“ 

. 1382, 1383 : 27 ' 533* 11 727“ 

. 1384 : 24 “ 27' 1867 

. 2011, 2026, 2028: 87“ 

. 2062: 27' 

0aSt«. 

8abi($te 2bi4fü^nuig4gtf{$ |um 8ütgttlt$tn ®c- 
frgbui$. 
an. 5: 233' 


53 

6«|tt*. 

8. 3uIL SDitufUnftiuftion (fit btn Äöniglu$ SaBttfötn 
SPalktBätln. 

§ 18 äbf. 1: 758* 

fiaabarg. 

fltti$(nl’ttfaj|ung. 

g 30 »b|. 3: 756” 
aUgtmcint @ett>rrfi$mmgtfcbutgungcn. 

§§ 69, 100, 101, 109: 149“ 

§ 103 : 721« 

1879. SkltJ ubtt bat 3kt$ältm4 btt Scittalümg jut 
SctftlpfUge. 

§ 24 : 246" 

1903. 2. gtbruat. 8m!omnmifltuttgtjtJ . 

§ 6: 51“ 


» 


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Sttafiegiflet 


34 


g>frcxfregtffer. 


A. (Satire giftet. 


abbilbungtll, unjücßtige Unjucbt 
ülbtebnang von ®eti<btbpcttonen 
Suftänbigfeit b« regelmäßigen ob« jeiiaeitigen SBertrei« b« 
eitaRammetmilgtieb« jut Cnijeßeibung üb« ein fit aßt 
beirt|fenbfb 8blebnungbge(usb 359 ‘ 

(imfcbobung b« Sonbg«\d)U ftiaflamm« üb« 31. b« Ki$i« 
tin« betonierten Siiaflatnm« 589“ 

«blebnang von Belocibanträgen (. b. 

Abtreibung 

8n[tiftung jut 21. (%«fu^ ob« Boßenbung?) 578 ** 
Snri^ung beb 3®e<M bur<b unbetonte Blutung beb 
ÜJiiUetb 661 * 

älfeieagefeßfefcaft 
H«t<blri«ung 603 1,1 

Anttbanntafjnng 

Bmnaßung tin«* got mipl erifti«enben ämib 759* 

AmtabanMung 

3iil|<be Stetbung eineb Beamten 167 u 

-Jlmteorrirbtoit gtnbtil 

§ 353a St@8. (Beamte beb Rotemialaml«) 170“ 

Angeklagter 

Bttjagung btb teilen SBotU 592“ 

Vnfltgt 

Betriebene Btbanblung bnbunbenn 8. 560’* 

Atiflagefebrift 

§ 17 BeeßtB.; „flunbgabe" b« 8. 368" 

Ub«taf|ung b« 8. jum 5Dnid 368 1 
Antefculbiflung f. galjtpe 8. 

Antrag (. Betoct< Mittag, Strafantrag 
Arbritcrorrbanbe 
§ 153 ®ch>D. 596 101 

Aaffurberung jum Ungtborfam gegen ®cjt|je ufto. 
Stputjortuße (®cl'et, Begrüßung beb Ptprctb, Setigionb- 
unterließt) 156 s ‘ 377* 
v umuniertitßt in Stplebtoig 156’ 

Irrtum üb« bit (Bettung beb ®rfepei 758 1 
Aufldfnng 

8. ein« Bnfammlung (. b. 

Augenfdieineciimapmt 

Sbßaltung bet $auptb«ßanbUing am Ctle bet 8. außerhalb 
beb ®ni<ßtifipcb 359' 


Sujießung bon Sengen jut 8. 359 ; 

Beeidung beb fßrototoQi üb« 8. 764“ 

Siflanb 

Sitafbarteit bn im 8. begangenen (tanblung 154' 
Aubtteferung 
Belgiftß« Bertrag 599’“ 

Aubfpielung 
Xunbenprämien 762“ 

Anbtuanberer 
Begriff beb 8. 371 “ 
öasfetuU f. Rtmlurbocigeprn 
Saateiter 

gütfotge für UnjaQbetßülung 162“ 

Berftoß gegen bie aßgtmein anettannien Segeln 588" 

'Beamte 

§§ 352, 353 St®8. 170“ 

SttUoerttttenbe ®utbbe>rfleßtr b 589 :l 

Stgnabignng 

Sebingte 8. unb Steimeilung 398 

Stgünftignag 

8. buriß Äbbaltung beb B«Ießi«n oom Strafantrag 164 “ 

Srtßilfr 

8. jut (intfübrung 381“ 

«riflanb 

8uftteten beb gefeßtitßen Berireterb alb 8. 500 :I 

Bigamie 

Muß bie jioeite Gßeftau alb3eugin beeibtgi tweben ? 589“ 

Silbtoerfe 

§ 44 SetoD. 768" 

SclribiguBg 

geftßcttung beb Tatbeftanbeb (bie Sengen wifien nut noeß, 
baß, ab« niept Iwltßt Seßtmpfroortt gebraueßi lootbeu 
finb) 154' 

8. bureß llnmlatfung ein« ©ßrenbejeugung 154* 

8. burdj Btrfüßtung ob« Berfutß 160“ 
leilnaßme beb Beteibigten an b« 8. 381“ 

8. bunß bie $teRt (Beginn b« Sntragofnfi, Scnnlnib beb 
MrantBortlicßen SRcbatteurb) 571 ‘ 

8. buttß fotlgejeftc öanbtung, bon bet ein enl etft nach 
bem Strafantrage begangen ifi 571 : 

8. bunt) unftttlüßr fjanblungtn 578“ 


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StTOfttglflet 


35 


'Sottoutf btt Zaglungiunfigigleit 578“ 

'Sagrntgmung beretgtigtrt Sntereffen 
161» (SBogllampf) 

161» 1 (Straflofe Übertreibung) 

161** (Rrttit eiibteiiübei Urteile alt »iffenfibaftli^ei 
Stiftungen) 

380 15 (Strafangeige) 

578“ (3cugenautfage) 

760* (Smtlpflkgt) 

761’ (©angel btt ®iücnt gut fflagmegmung bettigtigtet 
^nteTtfjen) 

Strafantrag f. b. 

Srnifunßtprrfabrrn 

Übtmagme ber öffentlichen Strafverfolgung Wägrenb btt 8. 

595“" 

StfAtaguabuu 

ffiürtluge 8. Befugnil btt Keiminalfigugmamit gut 8. 
385« 

®rtn»fl 

Unbtfugt« Slbbebung eint* ©partajfmbubt 164“ 
Bermögcntbcfibitbigting (ißtijiegl auf torrtlofe Xnfpcüigc) 
383“ 

Eatftlbt (Singegung eine* 8etfi<getungt#ettragl) 383 u 
Urfa$gufammengang 383“ 

Xatfdh (Hiiifagrt einet blinbtn fkffagieri) 383“ 
Borfpiegelung einet SUtdfpielt 383” 

Ketgtltoibtigfi BermögentPorteil 583“ 

SMntnalbalut 583“ 

Bcimögmgbefbäbigung (Setomnaertitetung) 583 “ 
3tegpteIIeiei 761* 

ftttpritantrag 

(Begenftonb bet 8. (timett latfaigen) 360'* 

8. auf 8triefung reiiglgetitgtlübet Urteile 360“ 
Unbefibiebtne, abgelegnte 8. 363“ 591“ « 

765“ “ (SeiftgleppHngtabflibt) 

Strofgumeffung 365 “ 

®rtptitu>itttl 

Cerbeigefigaffte 8. (Crforbtmi* bet Xniragt auf Berufung 
btigebraibttr Urtunben) 360“ 

Snabftlftuug 

lab einet Slenftgtn infolge btt 8ranbfliftung 168 44 

8nafleacr 

Haftung bet Stautet 391 44 
Zubereitungen 809 •“ »*» 

Shtgiebung ntrbotener 3“fäbt 610’“ 

I'anrrbrHft 

Zufantmentreffen einet ®. mit einet anbtrn Straftat (Sabt- 
läfftge iiStung unb gagrlantraoenlion) 571“ 
iTitbftabl unb Unterftblagung 
Strafreegtlvcger ©etixtgtfam (Sinmietetbiebflabl) WS' 1 
Srlangung btt ®e»agtfaml bur<b ein ffltrfgeug 163“ 
Sebtnerer Siebftagl 

164“ (Berftglofftner Kaum, Jjjilgntrftaü) 

381 “ ((ginbrueg) 

381“ (Stgältnit — SugftaH) 

580" (StgSltnii — 8ricfuutf<biag) 

580" (Srbreegtn — dntfemung lafet Steine) 


Unterftblagung 

164” (U. gegen eine fionJurtmajfe) 

580 4: ' (8utignung — Slnfauf tm Kamen btt ®igtn< 
tthnert) 

580“ (Eigentum an bem ju $4nbtn einet 8trtrtteri 
gegaglttn Selbe) 

580 41 (ürmtiftgung) 

Xlrpgung 
Segredfbug 573“ 

Strafanjeige 583 4 * 
ffbefran 

«teuf btt 8. § 330 St®8. 381 “ 

Sibtininbaberfcbaft ber 8. 604 '“ 

OPinfummtttfltutr 
3Biffcnllt<b falftbe Stgäjung 374 * 
länge SReue 374 * 613’" 

Slbjug »erunttrutet Beträge, Steigung für Sttgangengtit 
unb Zulun ft 391" 

Srgängung bei Bellaratiim ($effif<ge4 Seftg) 613'“ 

Öinjitbutiflinerfabrru 

Süttaenbbailrit ber §§ 359 unb 366 StgiO. im 8. 
361“ 

Beteiligte 767“ 

(Btfrnbab* 

Iranlportgefäbtbung f. b. 

(Plfftrtjitöt 

(Sntgiegung btt S. ober Betrug? (Umgebung bet 3ägl- 
apparatl) 604“' 

(Pntfübrung f. a. gürfotgteniegung 
8eibilft gttr 8. 381“ 

®e6fFm»t 

8. ber geTiibtliiben Unterfuibung § 154 8$D- 660“ 
Unjuftdnbigtm btt ®tri«bti 595” 

(Ctprtffnng 

3utüdbtgattung gut 8rjl»ingung einet tcudgelbet 164“ 
3ufammcntreffen mit Ktligang 580" 

Sttaalt gur »ungfegung gioilttigüubet änfprüigt 681 " 
Drogung mit Strafangeige 583”’ 

9te<gtg»ibtigtt SetmögentPorteil 583“ 
erlieget 

®ienftgen einet gugetoiefenen SürfotgtgSglingt 158“ 
ffprntpalbalat 
ißatentucrlegung 388“ 

8etrug 583" 

8. bet Sortimtnlttt, btr ungiiigtige Sigtiften Pertrribt, ognt 
f« gu lefen 760» 

JabciHetrieb 
3etlegung in 8ingelbtlriebe 366' 

JfabritarbeitcTi tuten 
Uberftunbcn btt 3- 367» 
ifagrläfftgtr fgalfegtib 
®ebä<gtmianßraigung 158" “ 
gagtlaffigfeit 377» 

Strurteilung wegen f. g, bei SReintibtaetbaigt 573*" 
fgagrlüffigt Jtörprrorrlrgnng 
Xuffltgtlpfliibt bei 8aulritcit 162»" 

8ttuf (Sgefrau) 381“ 

6" 


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36 


Sttafregiflet 


ftabrlafflfle Jobtun« 

gürforgepfliht be » Sienflhftra 164** 

3u(ammcntrrffen f. I. ein« gahtfoRtrabaitun 571" 
gürforgepfliht b(< Saabgrubenbefiper» (unbefugte 35 n 
ndberung) 579“ 

JierantlBortlicMrit bei ©nflürjenä 579“ 
ihabrlaffigr XrniH'portgr fabrbung 
tRic^t bcac^tung bfr Sienflantoeifung 169" 
nM<b«it<n unbefhranlter ©In!» 584 51 
ifalfcfit «nfrfuilblflung 
g, %. M BtiBatllage 574*' 
ffalfehbrurtunbuitfl 
TjitotolcHbucb be» Srmemberat« 169 * 7 
Beutlunbung find noh niht bcicirltrn ginitag» im Ülotanaü- 
rcgtfltt 588 71 

ffnlfebeib f. gabtläfflger 3- 

gelbbiebfiahl 

Sagten Bon Kartoffeln in Saden auf btm gelb» 6H 1 “ 

ifinna 

g. im SHJarenjeihen 369 11 

ffieifthbrfdian 

Säurft au« Sf«btfltif<$ G04 ISS 

gorflfreoel 

g. obre ®a<&6tjfbäbigung? 76i>* 

(fvrtgrfrttc Straftat 

Ser Strafantrag bedt aith nahiolgtnbe gortfehungJbanb- 
lungtn 571 7 
Betfübrung 574“ 

® re eicht bie Sltmnbmt einet f. St. bem StngeBagten tum 
SRatbteil? 595“' 

ffärforgrrriirbnnfl 

Slufnabtne bt» entflogenen gbgltng« bei btn Stern 
374* 

Unterblieben» gufUBung bei nbertoeifungibefhtuffe« an ben 
Botmunb 612'" 

gntfüfcnmg gerehtfertigt burh Sotflanb 613 1 *' 
fhrelbeltflberaubuiefl 
ffe!bfl(>ilfe burh g. 581" 

«ebiibreniiberbebung 
ffl. eine« Beamten 170 “ 

Bloptotten 385“ 

Botfhüffe für Sebübrcn 385” 

«efanflcnciibefreiiing 

Botübergtbtnbt Befreiung ohne Abfubt bauember Befreiung 
573" 

Sorauifebbarleit ber SiJglihleit be« Sntlneihen» 588" 
Unbefugte Beurlaubung 703" 

(Hebrimoerbinburtfl 

Sie Strafbarleit bon ®. erforbert niht ftaaUgef cn 
Sbatalter, auh flnb unter öffentliche Slngtlegnibeitm nicht 
nur folth» be« Seihe« ober eine« 8unbe«ftaat« ju Ber- 
fielen 573 17 

Crriehte 

®efhäft«berteilung ('fltäflbent unb Utäftbium) 589" 

errichtOfunbigfeit 

®. getoerWihet ®eloobnb»iten unb Suffoffungen be» 
'i’ublilume 361 


(5feridjt*f<hrrtber 

illtcnbemectung be« über Schtimitteloeijiht 364" 
Senehmigung be» ©. tu (finfhaltungen be« Borflhenben im 
SihungPprctoloO 363" 17 765" 

<9rricht*fit) 

Sbflaltung ber $auptperbanblung außerhalb be« ®eriht»^ 
fifle» 358' 

(8ericht»t>i>U(irbtr 

Steht bie 3ufleBung«tätigleit be» ®. unter bem Schuhe be» 
§ 113 St®8. 7 572» 

(Hefehnftfinbaber 
Scbeininbaberflbaft bet Sbeftau 604 •» 

(Hefrttfebaft m. b. §. 

§ 8 Hbf. 2 be» ©efefe». ÜUahrheit ber Sitmclbung 368* 

(8tü<f»ftJir( 

Betrug burth Borfpiegtlung eine» 65. 383 " 

Bleicbjeitigr Beteiligung geübter unb ungeübter Spieler 
586“ 587“ 

©ien)|ciibcit 

®ef<hühte ®. 383“ 

ICcanbcUgefeOfchaft 

Strafantrag einer in Siguibation ftebenben offenen 571' 

Äcniiptoerbonblnng 

tflbbaltung ber $. am Orte ber SugtnfheinJeinnahme außer- 
halb be» Cücriihtiflhe» 358' 

Bemthung bon grtrnntnitguellen auf n balb ber 764" 
765» 

Blicberholte nah gucüdttetlueifung au» ber Sebifion»- 
inflanj 766*» 767*' 

5?an»friebeii65rnih 

$. obtr bloßer Ungehorfam eine» SienßbolenC 157* 
gufammentreffen bon $. unb Sitbflahl 157’ 

Hehlerei 
Btrheimlihen 164“ 

Teilung 

h- projeflualer BetflSße 595” *• 

tötlfüfrage 

Bertoetfung auf eint Borftage 593” 

3rrtn» 

3. über bie Uiqühtigleit ber funblung 158" 

Sehttirrtum 368 1 758' 
gühligunglreht 381 " 

3aflb 

3agbbare Jiere (toilbe Kaninchen) 587 * 7 

Kauf 

K. ober Saufh? 612»* 

Kaufa()ufammenfcaug f. UrfahUielung 
Äinberfefluh 

Sitnflletfhingen au» ffiefälligleit 608"* 

Koalitionüreeht 
§ 153 ®elnß. 596'»* 

Jtoianialamt 
§ 853c SiffiB. 170“ 

KoraueitTarifehe 93etoei«aufnahtnr 
Unteriaffene Benachrichtigung be» Sngeflagten 560“ '■ 
Benupung bet bom Schöffengericht angtorbntlen K. B. Pon 
bet Straflammcr 692" 


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Sirofttgiflet 


37 


JUafurrcnj (. fjufantmenticffra 

flonfnrforrgrbrii 

SRuft bit »uebfübruetg au<S) tat »timogtn umfaßen, totlebtt 
triebt im £ianbe[4gftBftbt angelegt ift? 390“ 
Umttanblung btt 3)!inbtrtaufmannt» in tin Soülaufmannt- 
gtfibäft, ßroffnungtbilan} 603“® 

3<btuunlv.btr!c6cft btt S^tftaii 604 “* 

(fntbinbung tintt (Stftflj^aflnS Ben btt »ucbfüljtung buttb 
SSeittag 604''» 

Jumi'ularbramtr 

Antnenbung btt § 113 St®». auf tBtifce unb fatbige fl. 
573» » 

JtpntrrbaBbr 

Unternehmen btt fl. 367® 

fl. unb Xeftaubatun (Hieb, bat Bon ftlbtt übet bu Srtnjt 
läuft) 368 ‘ 

Jiör»ifri> tritt itiig f. a. fJahtUffigt R. 

öetlufi tintt toi<$tigtn Slitbtt (9Jtittt!ftnger btt Irnltn $anb) 

162“ 

Öttlufi btt StfiBtTOÖgtni 579“ 

flo^tn 

•Rtbtnllagt 366“ 

*rnnFfnfaf?rnt»abitn 

Antombung btt § 108 St®», auf fl. 572“ 

Aunfltotin f. SStinfälfdbung 

Jhipptlri 

lägttmul 574» 

Aurpfuütrr 

SaanttBortliehtrit btt Ä. 579“ 

8aabrtflrafrf<t>t 

Aottgtlttnbrt 2. (§ 20 9Jr, 6t|t{ Bern 8. 9)lai 1887) 
374> 

tBinhotf 

§ 153 StttC. 596“' 

©lajtflnttbfltfbignng 

Atflfltflung btt JatbtflanbtS (bit 3<“9tn toifitn nut no<b, 
bafc, ab« nU^t lptl$e e^impflnoitt, gthaueht teotbtn 
finb) 154» 

311. burrfj Untnlaffung (Oaiftrijocb) 154* 

AUilitärtJtrfpntn 

3R. int Sutnt btt »trfoncnflanbigeffbft 599 “» 

OTänbli*Ffit 

Benutzung Bon <5tIcrmtnitqutUen außerhalb btt $aupt> 
Bttbanblung 764» 765» 

SKuftfauffübriing 
SttanflaUtt btt 3)1. 605'»’ 608»* 

•IlluflmVbu?Drr[f (ung 

Sttafantiag gtgtit Bttanflalter unb i'ftbratct 598 
Watfcbrntf 

Urheberrecht btt lejtbiehttrt 390“ 

Schnitts«! (Berichte übtt ®ttiehttB«hanblungtn) 390“ 

91. milielt SBttljtugt 605 ■“ 
9tabruagtmittclfä(fc$ung 
Sttgiflung 388" 

Schaumwein allo^olftti 599 >H 

flunflbonig, §onig lunfüub gefüttert« Bienen 600'°» 

Snftlfehung bureh un|<$äbli$t 3ufä(e (Botfiurt) 600“» 


9Ttbrnf(<jgtt 

Äoflm 386“ 

Abänberung jugunften btt Angtüagttn auf Stbipen btl 

91. 595« 

Auftreten tintt politifehen flöipttftbaft alt 91 596»' 

9batariattrrgif}rr 

Beurtimbung tintt noch nicht ttfolgitn ffintragt ün 91. 

588» 

ftttigilg 

Bufatnmtntttjftn mit Stptejfung 580“ 

Halflanb 

Abwägung btt btiberfeitigtn 3"tttifjtu 611‘" 

(fntfühneng jut Abtntnbung tintt 91otflanbt4 613'“ 

9?ptta>tbr 

91. butch Urtunbtnfälfihung 571‘ 

9b«C;urfjt f. Unjucbt 

•Offt iifuubigfrit f. @«iehtl!unbig!eit 

Cfftntlicitftit 

Aulfchtufc bot 0. ohne Angabt Bon ©rünbtn 359» 

£)rttfraiiFrafaffrn f. ftraiifrnfaiTrnlvabfrn 
*»atrcitBrrIegung 

Soentualbolut 388" 

'tSfanbrntftricfuag 
flonluttmafft 573» 

^Magfarteiigtbfibr 
». füt eihntHjflgt (§ 353 St®».) 385“ 
tVpftmpnpppi 
»titf (Abttfft) 371“ 372“ 

Anflalt (otganifitrttt Betrieb) jur 'fjrisatbrwfbtfötboung 
373“ 

¥pfl)BfleUangturfi<ntr 

Unbefugte Ausfüllung einer ». 165“ 

^JrtfBttgfbtte 

3uflänbig!eii füt 33- (Anlünbigung tintt )u unjü^tigtm 
©tbraueh beflimmttn ÜRiüelt) 359* 

§ 17 »tt&®.; „Runbgabe" bet Anflagefehrift 368* 
Ubetlaffung jum ®nuf 368’ 

§§ 20, 21 »tffc®. 388“ 

Beginn btt Sttafanttagtfiifi (fltnninit Bon btt »etfon bet 
u«antWotl[ii$tn Jitbaltturt) 671* 

SteBüetltftung btt Bfrontmortlidben 31ebalituit 598 104 

Utloatflnge 

Übernahme btt oifcntluhtn StrafBtrfoIgung nach Einlegung 
btt Berufung 595'»» 

Vrototoli f. eitungifRototoU 

VtP}t#otrfl4»c 

Otilung Bon ». 595” *» 

jfttblauigefeg 

©ültigteit Bon »olijeiBcmbnungtn juen 91. 608'« 

'JlrebiSbädgiflfrit 

9t. bet SteafUagr (flafleftiB- unb Sinjtlbeltlt) 589» 

9t«4i6mtttct 

Abänbetung jugunften btt AngtHagtnt auf Arüifion btt 
91ebtntiägeti 595** 

Dttdbtümitttlfrift 

fltint SBahtung btt 91. buteh »tbänbigung an btn ®niehtt> 
bitntt 364« 


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Sttaftegtjiei 


38 


SNtkafte nr, Btrantttorllieber |. H'tBWrgeben 

reformatio In peju* 

S’/i Jiainf ®efängni*fttafe, 5 3abte Suektb®"» 3«8“ 
SBftSfftttUiebung*kefugni* 371 “ 

9)n> 

Jölige Ä. (Steuetbintoiiebung) 374* 

Wteifien 

Serjicbt auf kie 31. fann nicht kutdj aittnbtmeefung kr» 
3 ®. bttoiefen »etbtn 364 '• 

UnjuUSffigleit btt 31. »egen gormraangel* 365" 
‘Xorkjrüjung nur in einjclnen 9ticbtungtn 365” 

SUet»ifion*griinkt 

Hingang ker $. ju Jjänktn kt* ®etibt*kitner« 364’° 
(Srforkttni* beftimmtn Behauptung fflt ptojcftualt 9tligen 

365" 

nreifipnkinftaa) 

SBecbfel ktt Straf gefetgebung tsäbwnk bet 31. 376 1 
SStrfa&ten nach gutüdBtttteifung au« ktt 91. 766'» 767*' 

31n>lfiiiittf4rifl 

91. orte* SntnalUfubftitut« kt« ilerteikiget«, naebträglicbci 
91aeb»ei* ktt BoUmaebt 364” 

Mte&t« 
äbltbnung f. k. 
inrbbtfAäbiflung 
S. ob« ftorftfreBelf 763” 

Sacborrflcinkigrnrik 

Söabmrbmungcn jacbBtrfldnbiget 3rugtn 3x6" 
Saljabgabenkcfraukation 
Stiaflofigleit »tgtn St^llitttum« 368» 

Sebaumtnrin 

SUobolfnie 3milatum 6. 599"“ 

Sebtingefcbaft 

5<brimnbabttfcbaft btt ffi^tftau 664"* 
®<f>iff«gcfnbr6ung 
§ 297 ©t®8. Stbmuggtlteartn 384“ 

®<f>muggtl f. Sentobanbe 

Stbifftgtfäbtbung butib S. 384 54 
Sebrccf irfjuft 

Singriff ober Jitobung ? 573” 

®ti)ulkfragt f. a. §Uf«ftagt 
8tri<&tigung*üetfabren 594" 

®<fea(fpracbe 

Bolm|cbe* ®ebet, Begrünung bt» Siebter* 155» * 

®<bul$teang 

UnitrtitbUfktatbt ($au*aufgabtu kt« 91tligienluntctrubt*) 

377 ‘ 

Scfcttiägrrfcbaft 

Bigamie 589 71 

Srlbftbilfe 

Stlbftbilft kut<b Jttibtillbttaubung 581” 

®ittlict>frit«Brrgrbrie f. Unjucbt 
®i«nng6protofpU 

Smfibaltungtn Ben bet fjanb kt« äiotftjenktn 363” 
91a<bttüge }um ®. 363 17 
Qinfeitige, Betfpätete flotreftut kt* S. 765” 
®parfaffriibuct> 

Unbefugte äSbbtl'ung tine* S. 164 J ‘ 


®prrngfli>ffurrffl>r 

Befi» 601 '» 

SSetftbt 601 1,1 111 
®pirl f. ®I&d«ft>ieI 

®taat«anloaIt 

®. ali Sengt 763" 

®tant«grt»alt 

fflibteflunb gegen kie ®. f. SBibttflunb 

ZteaqitlbhletiicbuBg 

Befreiung btt übrigen bue<b Befltafung eine* Witfebulkigen* 

373" 

©ef<baft»bermiitelung 609”' 

®teinpt(flrurr 

Snttontung Bon Stern Ottmar! tn 596 101 

Strafantrag 

Beginn ktt Snttagiftifi (Seimbtt* Bon btt Hofen be* 
Jätet«) 154 * 571» 

Beglinftigimg kuteb Slbbaltung be» Bttle}lm «em £. 
164" 

anjeige ebne Steafanttag«»illtn 571* 

Jet €. bedt au<b naebfolgtnbe f$ortftbung*banblungtn 
571’ 

S. einet in Siguikatien flebtnken offenen $anktl«gefellfibaft 
571» 

®. Bon 8»b6rktn § 196 St®8. 578" 

§auplBttbanklung itoj 3utü<fnabme kt« 3., Btnirteilung 
unter anbtttm rechtlichen ®efieht*BunIee 593" 

®. gegen Stranfialiet unk SS tt btrilft 598 m 

®trafau6f<b(irfiniig6gniitk 

Sinnlefe Jrunlrnbeü 377* ’ 

Strafbarteit 

S. ktt im Slutlanbt begangenen Qanblung 154’ 

Strafgefe|e 

Sfitluh* ®eltung ktt 6. (SBeebfel Bot Srlaji kt« StBifion«. 
urteil«) 376' 

Strafflagt 
Set brauch bet 3 . 593” 

Straftat 

ßinbeit ket 6. f. Janttktlilt, fortgeftble 3., "iufamtnen. 
treffen 

Strafjumeffung 

9e»ei*anitÄ0e in Sichtung btt Sebulkleftgleit btt 3. 
kalbet 365 •* 

Suläfftgt ®ejid)ttpunftf bei ket 6. 570' 

Sobanklungen be« Jeutjcben Juriitentag« 622 

StraptaBcrftbr 

Sufamrntitlteffen einet JabrfontraBentten mit fahtläffigrt 
Jitung 571“ 

Strrtfpoftrn 

Nötigung, § 153 ®t»D. 387“ 

Tatfaebe 

Dfftnbar etfunkene I. 573” 

Zanfeb 

1. oktt Sauf 612'»» 

Teilnahme 

2 . kt* Beleibigtcn an ket Beltibigung 381" 

Tdtiing f. ieabtlälfige Jktung 


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6ita)rtgifirt 


39 


IroitsportgrMbrbiuin (. a. Ja^tlafßgt 2. 

Skrtngfikug 168“ 

triltgflb 

Rein Änßt auf I., Stkrcffung 164” 

Xrunftnbeit f. Sttafmrtßklitgung 
Umfogflcurr 
Rauf unb 3Eauf$ 613'” 

Uugekcrfam gtgcn okigtnüuti Änocbmuigm 
auffotbttung jum Ungcfcotfam (Si^ulluta^t) 155^ * 
lutnuntmii&t in S^Ultoig 156’ 

3trtum übn btt (Stellung bc* 758' 

Uatensrkmru 
U. kn Rornnbankt 367 5 
®ef<baßli<$t* U. (ffiatenjfubcn) 369’ 

Unterfcßlagimg f. S>itkfia$l 
Batirut 

SitltnBibtigfeil k c* iloBmad/Hbafydltmfiti 563” 
Snfügung (untnigtltlicki ®tbtau$4übnlaffung) 583 41 

Uujnkt 

§ 174 Skr. 1. 6tjif$n 158'» 

Sßßtgekatn (Stiefkatn) 574” 

Sonbctkotmunb, Jflegn 574»» 
g 176. ^ntum iibn bit Unjtti^tigtcu kn canblung 

158'* 

3u|ammcntttfftn mit § 177 159'* 

Srtfuck unk Soibettitungi^anblung 570» 

SBtßtafung unfittlu^n ®anblungen aU ®tltiktgung 

578” 

g 177. gufaimninlttfftn mit !j 176 159“ 

§ 180. gigmnug 571»* 

§ IBS. 3ufatnmtnßang mt bitter Jktfüguitgtbanblungtn 
574»* 

§ 184 3?r. 1. ')ladtt äbbilbtmgcti, loiffenfibaftliibe ffint* 
loßgftit, iHtUatntjOtä 574»“ 

!Btt kn Xxttkinung 576 17 
'Jladlp^DtogTasbvfü 159'* 378» 759* 

$rudfc$tift (Stimmung fiii ritt fitilttb untmpfmblKbi* 
ißublihim) 159“ 160“ 

©eigabt kn äbbilbungen kn UrteilSanlagtn aitßatt einet 
©tftbttibung in btn Uttcilfgtllnbtn 361 “ 
fluitflltrifikf ffiittung 378 » 759* 
ülatbbilbung imfltiiiign JtunflttPtrfe 379' 
gktnluatbolu* kt* Smtimeniti« 760* 

§ 184 9ti. 3. änfünbigung buttk kit "Hieße 359* 
©fßiiraimttg ju unjüißtigem ®ebtau<b 380“ 
an)ntifung butlb gtföflglt* ffiaten*n<b<r> 575“ 
antfinkigung o^nt ©nie Jung kt* SckmngtfüP* 576 »* 
anjntifung mit an g^tltult 576»“ 577*' 
ilnflänblicbltit kn anpttijiuig 577*» 
ankttifung paitiuietin (ütgenßänbe 578»» 
Un|iifMnbigftit 

gtöffming kt* SSnfabtm* kn uitjuftänbigtm (brndjt 595*» 

tlrfnnkrtifalfcfHiug 

galitbbtutfimbung f. kitft 

ijalUt angaktn jut grlangung tintt anßtttung 165“ 
Unktfugtt Su*füHung kt* aloibiud« tintt ^iofijuflt ttun g®- 
utfunkt 166“ 


Cuittunggbüijn ktt SiftnkoknktttstiUuiigrn 165*» 
RmtitoQakkaialt 166** 

®cbtau<b ti itn gef&Ifibtcn Utfunkt 166»° 
©embgenäfcbabigitng (BtttUtlung tute* ®k«lgt1sinn*> 
166*“ 

3ufanuntntttffen g§ 267, 363 StB© 186" 

©$riftli4c £4ge 383»* 

U. all Wittel kn Kottnebr 571* 

(8ektau4 583 “ 

8eu>ei*nbeblidjteit (nltimkatn au*fltact) 583'» 
Saiumfangabe btt gnttpnbmg kan Sitmixlmatfm 584" 
Unktfugtt au*fltttung tinn offtnüitfytn Uthmkt 584 M 
Sefiimttmng kn gefilmten Utfunkt al* ©cttwi*miiul 

.584" 

©tfeitigung kn Snfälßbung kot ktm (ßebiatttb 584»“ 
9ieibt*imkiige abrupt, 35tmägen*»ottni 585*' 

SnltHthutOt U. 585»* »» 

Urfoitkeaffempel f. Sttmktl^inttqitfkmg 

Utfunktnut rnitbtnng 

Stmii^tung kn Utfunkt Qkn tintn itubtigcn ©ertrag 586 *' 

Urfatfttnirfnng 

©ranbßiftung (lob eine* Wmf (btn) 168** 
aian*k»ttgtfä^rbung 168“ 

U. bn Ifiußbung bthn 8etiug 383»“ 

Sutpfußbnti 579“ 

UtfeilSgrünkt 

iKekißon*gitmk kt* Wangel* bn U. (®tigaie kn al» 
unjilcbttg untn anflagt gtfitlltni abbilkungen tm Stelle 
tintt ®tfi$ttibung btlftlbtn in ktn U.) 361“ 

Urtri[«Dttfunbung 

ankmutg rint* fcbon bnfiinbtttn Urteil« 361“ 
Strbinkung |ut ©nbinbnung bn ®eftgt#ke>Sjitbung 
abfubt kn Solttijtung bon ffltbitUttiltn 157'“ 
(SSc^timbttkinbwtg f. k. 
ßlerkinkung mt^ttttt Strafloeben 
ffiitbnauftckung kn S. 591“ 

•ürrbrnutb kn SbafSagt 
gingtHung kt« Snfa^ttn* lotgtn S. 593”“ 

Strfukrung 

Stgtafung kt* Snfuik* kn S. al« Stltikigung 160“ 
3ufatnmtnbang tin|ttnn 8nfü§ntng*$anHungtn 574»* 

Snltfug 

S. ttiJ>*gni<iUiiin Utltilt 360“ 

C, tinri kolijtilirbtn GJtfUnkniikiotafall«, Ictli^t* bei ticbtiv 
littet Stmckmung in Btjug gtrammm iß 361“ 

1!. tinn fontmiffariß&tn S9tl»ti*außiaßmt. ©ibrtftnrurb kt* 
nitßt btnai^iiißtigttn angtflagttn 590" 
gtfaj kn Sf. aitototoDatifcbt Stuthmkung 593" 

33. koligtilußn ^iiototoDe 593" 
augmf($tm*kioU>foB 764'* 

Serldbtti« 

ü. not Sßtßmkttnifft* naib g 1819 35« ■ 

ßjeentttlnug 

S. ktm ikrtTbgrn (SltmptipiEicbt] 609“' 

33erfantnlnng 

iKujs bei außsfung kn S. autb btt gigtntbmtt bc* 5,‘olnl* 
balfelbt ktttafltnf 374* 


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40 


©traftegifln 


Unberechtigte 2uf!6|ung 875* 

UufliJiunglljftiäit be* Seitn* einn B., golgen txt Untn< 
laffung 376’ 

"BrrfliiierimgSHitttreiebinfit 

35. ofne (ReibtSanfbruib bt* Bcrftcberten 605’“ 

SJcrfitbcriinflbuntrrnebmMitfl 

C ff entliefe unb pntült 8. 373“ 

SBrntcfjrrmigSorrtrag 

8erm5gm8bt|ibäbigung burch Umgebung eine« B. 382 ” 

Sttfmb 

Befhafung bn Hat bei B. bei ßrceifet übet bie BoBtnbung 
570* 

Sbgrenjung bon 8. unb SSotbneiiungSbanblung 570* 

B. obre BoUenbung bn 2btrtibung 578“ 

Srrteibifltr 

Slacfbrmgung bn BoBma^t beS Sntoalifubftituten 364'* 
Sfnjeigt bn BtjlfUung bei B. 386” 

Untetlafient Benachrichtigung bei B. bei cinn [oiOTmjjatffiben 
Beweisaufnahme 590 “ 81 
B. bot Qugtnbgniibtnt 616 
SBiebflftoa'brfcbaft 

SBanblungSrecbt Wegen jtbeS Mangels bei ^ufieberung bn 
geblerfteibeü 382” 

'ilullmadjt beb Berteibigni f. b. 

®orfab 

SsentualboIuS 388“ 582” 

B. bei 5Pte|bngebtn 598“* 

SKaMfalfcfmitg 

Snittnbung beb § 108 St®8. auf RrantenlafjenWeiblen 
572” 

20a re f. ffiarenjeiefen, 3o2beftaubfltion 

SOarritjricbfit 

Hann ein „©efcfäftSuntetnebmen" Inhaber eines ffi. (ein? 
369* 

SBate (Seitung) 369 10 11 

§erfunfl*> obn BefcbaffenbeitSangabe (lotain Sein) 

369” 

fyitma im SB. 369” 

SB. obn SJefcfaffenbeitSangabe, BerWeebflungSgtfabr 389*“ 
Unjücftign (gebrauch eine* SB. 575” 

Benuf)ung bn mil bem SB. berfebenen BcbdUniffe 602 11 * 

•HJcefcfelflembel 

(Snitoertung bon Gtemfelmatfen 596 101 

üöfin 

$nfunft«> obn Btfcbaffenbeitoangabe (lolain SBein) 

369” 

'löeinfälfebuttg 

©einäMiifcS ©ettünt 374” 390“ 

BoHenbung im SluSIanbe 390" 

SUfoboIfrein Schaumwein 599”» 

8jttalt(loffe (Socbfalj) 605 ”* 

Sfnertannte Setlnbebanblung (neue SläruiigSmitte!) 605’“ 

äßettbetoerb 

Sejlimmung für einen größeren BnfanenlreiS 370” 
auSjeit^mmgen (prioate 9Inetltnmmg$(eb reiben) 370” 

Urteil obn Iat(a<$e 870« 602’” 603’” 

Betriebsgeheimnis 37 1 17 


BeräffentlübungSbefugntS 371“ 

Sfnfcfein günftigen Angebots 389“ 

SBibrrftanb gegen bie Staatsgewalt 
3ufte0ungSbeamte 572 ” 

SBeifce unb farbige S<buf)Ieute bn Äonfutargemetnben 
573” « 

SB bu«b Sebte<J|«bu 6 573” 

Snioenbung beS § 117 St®S. au( baijeti'the SBalbtoärtn 
758* 

-Wiehere infrSung 

Unanfetbtbarleit bet getourten ®., auch Ibtnn fie bon einem 
unjupnbigm ©triefte auSgeffKoeben i(t 359“ 

Bblthming ber SB. Wegen bnfpütetn Sb(enbung bn Sebiftoni» 
grünbe 365 “ 

2ßort 

Bnfagung beS Ieftcn SB. 592“ 

Betreibung bn änüagefebtift 593” 

SBrnfet 

'BlifberbällniS, UrfüEungÄbanblungcn 167“ 

Slotlage eines rei(fen (Srbcn 587“ 

3ritung 

3. als SBate 369’«” 

§ 51 Siff. 1. 3<ngniStoeigetungSceeft beS Beliebten (ber 
§ 1312 B®B. eftfinbrrniS) 359* 

3u}iefung bon 3' i»r äugenfefeinSeinnafme 359* 
Sntlaffung eines bie SuSfage bertneigemben 3 - ohne ©efeöt 
bet Borttim 386” 

Bigamie (Betibigung bn jWeiten Sbeftau?) 589 ” 
Staatsanwalt als 3- 763” 

3e»arm>trnebmii!tR 

3- im äuSlanbe ofrac Benachrichtigung brr Borteien 
360“ 

Seanjlanbung einn inlänbifchen lommiffatifcben 3 - wegen 
nicht reifijeitign Benachrichtigung 360“ 
3 igorct(cntabaf 
SBirflichn Breis 610’" 

3 oUbefrnubation 
3 - unb fiontnhanbe f. b. 

3olIbfIichtige 33a« (jufammengefegteS ©etreibr) 386“ 

3 üef)tigung 6 rcef)t 

Slangel lanbeSrechtlichn Seftiminungen 162“ 

3- ber ©lern (Sechläintum) 381” 

3nfammcntT(ffcn 

3. bon ^auSfricbcntbnich unb Biebßahl 157* 

Jlütigung unb Srj>rtffung 580” 

3nflanbiflfeit 

Brefcbngehen (Hnlcrnbcgung eines SSittclS ju unjüchtigem 
©ebraueb) 359* 

SSiebnemfegung in bm borigen ätanb burch ein unjuftänbigeS 
©ericit 359* 

3 iiflrBunflSbeamte 
Schuf bn 3 . burch § 113 St®B. 572” 
3 tvangSooUflrccfun 0 
Btreitelung bet 3 . 384“ 

Bereitelimg ber 3- (BermSgentborteil beS (SbemnnnS bn 
Gcbutbnnin) 761“ 


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Sttafttßtfltt 


41 


B. (tfc|«i!t*Knifter. 


I. 

1. £ttafgcfct(u<^. 

§ 2 : 376* 

§ 4 Srt[. 2 9!r. 5: 154* 

§§ 14—21: 570* 

§ 43: 570* * 571* 578« 582 « 

§ 48 : 578« 

§ 49: 765« 

§ 51: 377* > 392 
§ 56: 378* 

§ 59 : 381« 596 >“ 

§ 61: 154* 571*-* 

§ 68: 571» 

§ 74 : 571*» 590« 

§ 95: 154* * 

§ 97: 376* 

§ 108 : 572'* 616 
§ 110: 155* * 156 7 377 * 758* 

§ 113: 572** 573«-** 

§ 117: 573« 758* 

§ 122 SUj[. 2: 573« 

§ 123: 157“ 

§ 128: 573« 

§ 129: 157« 

§ 181 : 573 « 

§ 132: 759’ 

§ 137 : 573« 

§ 183: 158“ ** 377 * 673» 

§ 164 : 378 * 574“ 

§ 174: 158'* 574**** 

§ 176: 158« 17* 

§ 176 9tr. 1: 159« 

§ 182: 574** 

§ 184 91t. 1: 159'*« 160« 361« 378* 
379* » 574“ ** 575** 759* 760* 
§ 184 91t. 3 : 378’ 380 » 575“**“ 577**“ 
578“ 

§ 185: 160 « 380» 578** 760* 

§ 186 : 380** ** 578“ 

§ 193: 161»**« 378* 380» 578 “ 761* 
§ 196: 578» 

§ 200: 371» 

§ 218: 578“ 761* 

§ 222: 161““ 381» 579““ 

§ 223: 162“ 

§ 224 : 579“ 

§ 230: 162“ 381» 

§ 237: 381» 

§ 240: 580“ 

§ 242: J63« “ 

§ 243: 164" 381» 580“ “ 765» 

§ 246: 164 “ 580“ “ 581“ 

§ 253: 164** 580“ 581“ 582"“ 
jj 257 : 765» 


§ 259: 164“ 

§ 263: 164“ 165« 382» 383“ “ 

682“ »' 583“ 

§ 266: 583““ 

§ 267: 165“ >» 166’*-** 383 “ 583“ “ 
584*’-“ 585“ 593“ 

§ 268 *6f. 1: 383 “ 585** 761» 762» 

§ 270: 166« 

§ 271: 165** 585"" 

§ 273: 165“ 

§ 274 91t. 2: 383 » 586“ 

§ 278: 165“ 

§ 279: 165“ 

§ 284 : 586 “ 587“ 

§ 288: 384“ 

§§ 292—294 : 587« 

§ 297 : 384“ 

§ 302m: 167“ 

§ 303 : 762» 

§ 306: 168“ 

§ 315: 168“ 384» 

§ 316: 168“ 169“ 

§ 330 : 588“ 

§ 331: 167“ 594“ 

§ 347 ttf. 1: 763'» 

§ 347 äbf- 2: 588» 

§ 348: 169« 588" 

§ 350 : 594« 

§ 352: 170“ 

§ 353: 170“ 385“ “ 

§ 353m: 170“ 176 
§ 359: 589» 

§ 363: 167“ 385” 

§ 366 9h. 10: 571» 

<£inffi$tun86gefct) jum ®ttaf8t[«§bu$. 

§ 2: 374* 

2. E$(ti$Uecxfaifun848'i'll Dom 27, 3anu« 1897. 

§ 62: 359* 

§ 66: 359’ 589» 

§ 78: 589» 

§ 98: 358* 

§ 175: 358* 

<Sin(ü&run848«It§ jum ®t r i($t4 et rf a||unß40t j»(. 
§ 11: 760* 

3. SttöfDtOjC fcotbtiuna- 

§ 7: 359* 

§ 12 : 589» 

§ 16: 359* 

§ 27 : 359 * 589» 

§ 28: 359* 

§ 46: 359* 

§ 51: 589» 

• 


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4a 


Slrairtgififr 


§ 51 3<f|. 1: 359* 

§ 58: 359’ 

§ 60 : 359 ’ 589’« 

§ 94 : 385 ” 

§ 98: 385»" 

§ 149: 590” 

§ 153 : 590” 

§ 154 : 590” 
g 168: 359* 

§ 191 abf. 3: 590«' 

§ 910 : 590” 
g 917 : 386« 

§ 333: 360« 593” 

§ 323: 360«« 590“ *■ 593“ 

§ 324: 592 « 

§ 232: 359’ 

§ 243 : 360 ” 59l«* 3 *' 763» 
g 244 : 366 " 590*» 591“ 761” 
§ 245: 765”'' 

§ 247: 386” 

§ 348: 592«*' 764'-’ 

§ 250 : 360« 590« 

§ 250 »I. 2: 592“ 

§ 253 : 361 ” 592“ 


§ 257 : 361” 592“ 

§ 259: 593'“« 

g 260 : 361 “ 391" 5»3 8 ' 763" 764 11 765” 
§ 260 86(. 4: 361" 


§ 263: 571” 590 ” 593«« 

§ 264: 765” 

§ 269 : 361” 591« 
g 270: 591“ 592“ 

§ 271: 765" 

§ 273 : 386” 

§ 274 : 363“" 765” 

§ 275 : 361” 
g 293: 593 >■ 
g 305: 594« 

§ 307 : 595“ 

§ 309 : 594« 

§ 339 : 364” 

§ 343 : 595" 

§ 344 : 364” 

§ 340 : 595’“ 

§ 369 8b|. 3: 595 « 

§ 376: 361" 380” 590*' 595«“ 
§ 377 : 363 " 592*'' 763" 
g 381: 364” 
g 384 : 365" «* 

§ 385 : 365“ 
g 393 : 365« 

§ 394 : 365« 

§ 398 : 366 “ 371” 766” 769 " 

§ 413: 767« 

§417: 595'“ 

§ 429 : 595" 
g 435 : 596 *« 


g 441 4I6|. 1: 5»5»« 
g 478: 361" 767” 
g 479 : 361” 

§ 497: 366“ 

§ 499: 366“ 

§ 505 ab). I SüJ 1: 366” 

4. gllirgtrhib t» <3tfitbu$. 

§ 93: 768“ 

§ 183 : 390" 

§ 229 : 581” 611'«' 

§ 230: 581 “ 

§ 561 «Rt. 1: 581” 

§ 855: 601'" 

§ 904: Bll'» 

§ 919 : 383" 

§ 1312: 359» 

Gtnfli$«ung4g«jet jum 9GrgttIi<$tn ®fft|bud). 
8rt. 46 3iff. 4: 599'" 

5. ®tt»trbcarbiiung. 

§ 44 8bf. 3: 768“ 

§ 137: 366 1 
§ 153 : 387 “ 392 596”’ 
g 154: 367* 

«. 9trti»4|oIlgcft| »am 1. 3«Ii 1869. 

§§ 1, 7: 386" 

§ 22 : 386« 

§ 111: 388« 

§ 134: 367« 

§ 135 : 386" 

§ 136: 368* 

7. Jlonlurlotbnung. 

§ 240: 390" 603"" 604"» '“ 

8. iiantcU gtf( Jbu<b. 

§§ 1, 39 : 603"* 

§ 115: 383“ 

§§ 312, 314: 603"’ 

9. ® <$)elatbnung. 

3lrt. 1 : 382 <» 

10. SInbccc na<b btt .Stitfolgc gfarbntl 

1867, 12. Cltobet. Saljabgabrngffrb. 

§ 13: 36B- 

1869. 10. ®dbf<lflttnpelg(frj. 

§ 4: 596"“ 

§ 11: 596”* 

§§ 13 «bf. 2, 14, 15 : 596' -’ 

1870. II. 3um. 'DiuftrrldiufgOrl/. 

§ 18: 598”* 

§ 25: 598”* 

1871. 91otbäöfrfa§ung. 

ä«. 2: :rr«i 1 


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43 


1874. 

1875. 
1877. 

187ti. 

1K84. 

1891. 

1892. 

1892. 

1898. 

1894. 


1890. 

1897. 

1899. 

• 

1900. 

1900. 

1906. 


SMtlgtfler 


7. ®al 

§ 17 : 368* 

§ 18: 368’ 

§ 20: 388“ 

§ 20 Sttj. 2 : 598"* 

§ »1: 388“ 

24. $«}«inber. SutliefttungiMrtrag mit JMgitn. 

Sri. 1, 6: 599 «* 

6. Jtbiuar. 'Il«rftm«n[ianb4gt|tj. 

§§ 38 6a| 1, 69 : 599 
30. Samur. 3'P:^ r0 S c fc»rbmmg. 

§ 193: 165“ 
g 195; 165“ 

14. SW. 9Jairung*milt(Igrfct. 

g 10 St. 1 unb 2 : 599'”» 609“» "» 

§ 11: 600"° 

§ 12 Sbf- I: 388" 

9. 2t uni. Spttiggoffgcftg. 

g 2 . 601 111 

g9äM-®: 601"* 602"» 

7. Sprit. 'liaUntgeftg. 

g 36 : 388“ 

10. Sprit. flranfafl>(iii^nunglgcj«t. 

g 75 : 373“ 

^rstoi' tortfitnb bi« m. b. §. 

§ 8: 368* 

12. SHai. ffiotrnjcii^mgefrb. 

§ 5 : 602"* 

§ 7: 369» 
g 9 : 602"* 

g 14: 369*“ 371“ 389*» 

§ 15 : 369 " 371“ 

§ 16 SM- 2: 369“ 371“ 

§ 20 : 369“ 

27. 'TOol Ükttbrttrrbgrfcb. 

g 1: 370 “ 602"* 

§ 4 : 370"““ 371“ 389” 602 1 “ 6U3 1 “ 
§ 7: 371“ 

§ 9: 371“ 
g 13: 371“ 

9. 3«nl Sultoonbtrungigtfeb. 

g 23«: 371“ 

26. Dttobcr. ©)tnbainb»rl<Mt#otbming. 

§ 54 Sir. 8: 165" 

20. Itjrmbtr. $oftg«f(bnob«Qt. 

Srt 8: 371“ 372" 373“ 

9. Spril. ®I<!trijitälägt(r}. 
g 1: 604’" 

3. 3“"'- SI"W6(f4augtj<b. 

§g 4, 8: 604“* 

SnWrmprIgrfrb. 

g 22: 609 
g 45 : 373« 


1901. 12. SJioi. Wcjeb üb(t bi« ptiboitn Ü«rft<brtung4" 
uni«rn«$mung«n. 

g 1-3: 373« 605“* 
g 108: 605“* 

. 19. Juni. UrMborr^t*g«f«|. 

§ 1: 390“ 
g 15: 605“* 
g 18: 390“ 
g 20: 390** 

§ 28 : 390“ 

§ 38 St. 1: 390“ 

§ 38 St. 2 : 605 l " 608“* 
g 45 : 390“ 

1903. 30. SNürj. fflubttfäuggefrl. 

§§ 5, 8, 23: 608 >» 

1904. 6. 3uli. Seblaulgtfti. 

g 2: 608 '*» 

1906. 3. 3«"'- Sraufltuftgtfrb 

g 1: 609“ 1 
g 2: 610“* 

§ 3 SM- 2: «09“* 610'« 

§ 18: 391“ 

§ 37 Sb[. 3, 4: 610 •** 

■ 3. 3uni. 8>6 1 " rtln 'f lratr 9 , l , b- 

§g 2, 5, 6: 610““ 

1907. 24. SRai. ffiiingtltj. 

g 1: 374“ 
g 2: 605“* 

g 3 Sbf. 1: 374“ 390“ 605'" '** 

§ 7 : 390“ *' 

§ 13 : 374 “ 390“ “ ** 

11. iunb*sg«frt«. 

Srntra. 

gSmigifötf SUgtmtin«* Canbrc<b'- 

Iril I Itttl 8 gg 99, 100: 611“* 

1837. 8. ®ol g5rtuM4t« ®r(«t »»»> 

§ 20 : 374 1 

1843. 28. (Jebnua. ®<f(? Pom 

§§ 1, 7, 13: 611*" 

1850. 1 1. SSitj. $ttufctfcb<« *«r«in»gtf<». 

g 4: 374» 
g 5: 374* 

§ 6: 874* 376» 

§ 8: 374* 
g 15: 376» 

1851. 14. Sprit ‘Brtugilifrc« 6ttnf8«(egbu<$. 

g 327: 170“ 

1853. 30. SÄai Släbttorbnung für bie 6 äftli<$<n Vrobinjfn. 
g 47: 169“ 

1856. 15. SJtai. ®M«| bctrrffenb bi« ««nuinbtperlaffung in 

b«r Sb«inptoPin|. 

Srt. 17, 47, 68: 169« 

6* 


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44 


StrafregifleT 


1880. 1. 8(>ril. gelb- unb garftpalijeigefet. 

§ 18: 611 '*• 

§ 30 9h. 1: 611 1,7 
1891. 24. Juni. 

19UU. 1». Jum. ®inIomin<nfl(U!t 0 ffi(j. 

Sit. 13, 15, 18: 391” 

. 66 : 374 1 
. 72 ab). 3: 613“' 

1896. 28. 3Jlai. SRegulatip bei ginanjmimflerg (St ben gteb 
bejh! SReufa&ttoaffet. 

§§ 4, 5 »bf. 1; 7, 9 Sbf. 1; 11, 18, 20, 21: 
386“ 

1899. 20. September auifü^ningigtfct jum 

Sfltgcilu^cn <3tft$bu<$. 

Slrt. 89 9h. lb: 611'« 

1900. 2. 3uli. ,'iut|otgiftsii^img40<(tj. 

§§ 4 äbf. 4, 16: 612'*» 

§ 21: 374 * 613“' 

1905. 14. September. ^5olijeiPeroibmmg be* öunbeUminiflnl 
unb be* ®lini[let4 bt» 3 
§ 27: 601'“ 


8a; ent. 

3°tfiß r f‘b- 

»Tt. 95: 762“ 


irannftaitf. 

älrreinlgefep. 

§ 20: 375 7 

Hamburg. 

1851, 30. Juni. $et«n4gefe$. 

§ 5: 375 7 

fl'ITn. 

1874. 12. Juni. ®e)e(j betreffenb bie innere ißettonllnng ber 
Äreije ufhj. 

ärt 78: 608'» 

1899. 12. auflufl. (fmlommenftruergelel. 

art. 20: 612'» 

Saufen. 

SeteinJjefep. 

§§ 8, 33, 34 : 375 7 
1906. 24. Juli. Sinlornmen^euergetep. 

§ 69 Sb). 2 : 374‘ 

Ȋrttembrrg. 

1899. 28. ®ejember. Umfn|fhuerge|ep. 

Sri 25: 612'» 


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45 


Berietcfims 

bet abgcbrudttn 

Heicbsgfticbtsen{frf)ci6ungen nacb 6em Saturn geor&nch 


3idilfod|en. 


1007 

16. Olt.: I 39/07. Hamburg: 18” 

23. . I 30/07. Söln: 30* 

30. » V *1/07. 'Saumburg: 11 11 

2. So».: I 118,07. Gaffel: 9“ — V 53/07. Stuttgart: S 1 
6. . V 194/07. »reiben: 5‘ 

8. « II 22807. fynnbutg: 5‘ — II 238,07. 3tna: 8’ 

9. = V 98,07. »reiben: 12" —V 10707. Berlin: 68’ 

11. . VI 151/07. Göln: 10" 

12. • VII 56/07. £umtn: 16" 

13. . I 34 07. Berlin; 52" — V 105/07. Brr «au: 10" 

14. . V! 94/07. Rdnigiberg: 7* — VI 153/07. Berlrn : 13 " 

15. . II 283/07. Hamburg: 8* — 111 146/07. Göln: 9* 

— VI 68/07. Gellt: 44" — VII 79/07. 
/Nürnberg: 20" — VII 46.07. Berlin: 19" 
— vn 65/07. Berlin : 24« 

16. . I 45 07. Berlin: 7* — 1 44/07. grnnlfurt: 18« 

— V 102/07. 'Baumburg: 3* — V li. 15307. 
3Mtod: 12" 

ia . I 51/07. Berlin: 113« — VI 72/07. Bofen: 
14" _ VII 12/07. Berlin: 17« 

19. . III 149,07. $amm: 15« — III 152/07. Berlin: 

22« — III 13407. GMn: 24" — VII 108/07. 
Gaffel : 23" — VII 103,07. 3tna: 49" — 
VII 352 07. Berlin: 54“ 

21. . IV 163/07. »reiben: 40« — V 156/07. Ränig*. 

bttg: 19“ — VI 71/07. £>amm: 16« 

22. * II 294/07. Hamburg: 33’ — II 260/07. Ham- 

burg: 50" - VII 17/07. Golm«: 15" — 
VII 21/07. GStn: 23" — VII 55/07. ®nm< 
bürg: 51" 

25. • IV 153,07. RatBnibt: 21« — VI 109,07. 

»reiben: 37« — VI 68/07. Gelle: 54« 

26. . 11 264/07. 66ln: 27' — II 259/07. Hamburg: 

36« — III 18207. Moflrnf: 22" — 
VII 64/07. $ontm: 82« 

29. • VII 119/07. Berlin: 29* 

30. . I 24/07. SXiffelbotf: 45» - I 26207. GMn: 

53" — V 158,07. Berlin: 31* 


2. »ej.: IV 206/07. Blanken: 28* — VI 86/07. Jena: 

38« — VI 77/07. Berlin: 38« 

3. . VII 91/07. Berlin: 48« — VII 90/07. GMn: 

71’ — VII. 60,07. Breilau: 73* 

4. . V 189/07. SRatientttrber: 32’ 

5. . IV 101/07. Berlin: 44« 

6. . II 28207. Bttlin: 46" 

7. . V 411/07. Bttlin: 47" — V 12207. Statt. 

gart: 48« 

9. . IV 202.07. Berlin: 41« — IV 137/07. Gelle: 

42" — VI 89/07. Hamburg: 38" — 

VI 118/07. Berlin: 46« - VI 27607. 
Berlin: 72’ 

10. . II 31007. Bttlin: 29* — II 322 07. $am. 

bürg: 35» — VII 12607. $amm: 75" — 
Vn 101/07. Berlin: 84*' 

12. . IV 282,07. SRatientoetber: 43« — IV 22107. 

SKanentoetbtr: 103* 

13. . VII 111,07. Gellt: 78“ 

14. . I 141/07. Berlin: 73* 

16. . VI 106/07. »reiben: 115" 

17. . II 38407. «raun: 67» - II 26807. Cüffeb 

borf: 83« - II 275/07. »onnffabt: 87“ - 

III 190,07. Bteilau: 81" — III 19707. 
Berlin: 75" — III 27207. Gellt: 80" — 

VII 13807. Srtilau: 86*» 

18. . I 123/07. »reiben: 77*» 

19. . VI 374/07. Boten: 70* — VI 178/07. Berlin: 

70* — VI 150/07. 8taunf<$Weig: 76" — 

VI 378,07. Bttlin: 79« 

20. . VII 17207. Breilau: 85" — VII 9,07. Bteilau: 

82" — VII 9507. gHntffurt: 115'« — 

VII 107/07. 'Jiaumbutg : 118" 

23. . VI 113,07. Gelle: 109’ — VI 36007. SRotien- 

Werber: 71* 

28. . 19007. ÄiSnigibetg: 117« — V 17207. Summ: 

119« 

30. . VII 83,07. »ttffdbotf: 147** — VIT 110,07. 

Öambutg: 217« 


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46 


2. Jan.: 

3. • 

4. « 

7 . . 

8 . * 

9 . • 

10 . . 

13 . = 

14 . • 

15 . . 

16 . • 

17 . • 

18 . • 

31. . 

32 . • 

23. . 

24. • 

25. • 

28. • 

2«. . 

30 . . 

31. • 

1. 3ebr. : 


1908 

I 332.07. Berlin: 114'* — 1 319/07. £wmm: 
135 :1 - II 105/07. Rötlinge: 107* — 
IV 219/07. Sugiburg: 108" 

ID 381/07: 105 ■ — III 234/07. Stettin: 108“ 
I 151/07. Hamburg: 114“ - IV 251/07. Berlin: 
HO*» _ VI 159/07. Stuttgart: 106» — 

VI 136/07. Golmar: 218“ 

I 167/07. Berlin : 142“ — II 445/07. Sütn- 

b*Tg: 144"* — 11 385/07. Slarmftabt: 151“ 
— IV 232/07. SJiifidborf: 112" 

V 186/07. granlfurt: 142 13 — V 188/07. »re*, 
lau: 153“ 

IV 207/07. Stuttgart: 110" 

11280/07. Berlin: 194“ - VII 203/07. äug». 

bürg: 112“ — VII 129/07. Beriin: 137“ 
IV 479/07. ißofm: 110* — VI 123/07. 

Breilau: 149“ — VI 189/07. 9»ttn<$en: 
196“ 

II 333/07. Berlin: 133* — II 282/07. ©amm: 

139" - III 261/07. Hamburg: 138» - 
III 303/07. £amm: 148“ — VU 122.07. 
Gelle: 197» — VII 208/07. Bnrmflabt: 
315“ 

I 131/07. Breilau: 207” — I 179/07. Golmar: 
209“ - I 197/07. Berlin: 214“ 

I 475/07. Berlin: 151“ — IV 254,07. Golmar: 

144» _ IV B 436,07 : 220“ — VI 141/07, 
granlfutt: 140*" — VI B 254,07. Berlin: 
146« — VI 148/07. Dlbenburg: 218" 

II 325/07. Hamburg: 134" — n 256.07. $am< 

bürg: 212“ - III 249/07. Berlin: 210“ 
— III 248,07. $amm: 921« — VII 18407. 
Hamburg: 901'" — VII 19707. SRttntben: 
251« 

I 12007. §ontbutg: 149« — V 20107. 

Bteilau: 137’ — V 220,07. Beriin: 144 “ 
— V 144/07. Berlin: 135‘ — V 15707. 
Berlin: 219“ 

II 34407. Hamburg: 192“ — VII 16207. 
Breilou: 200 *• — VII 17707. i'amm 223« 

I 171/07. Hamburg: 213“ 

IV 31007. Stettin: 146» 

II 42107. Berlin: 203« — II 381,07. Rat». 

ru$e: 209» — II 34807. Stuttgart: 219« 
— VII 29907. Berlin: 265"' 

I 10907. 3ena: 247“ — VI 16507. JJcna: 

203« - VI 16607. $amm: 210« 

II 47707 2Kflm$en: 146» — VII 17307. 
Gelle: 202 » - VII 183,07. Berlin: 243'" 

I 16507. Barrnftabt: 214“ 

IV 235/07. Breilau: 202“ — VI 3/08. Bojen: 
145 * : — VI 15407. ®ta$cn : 191» 
11438/07. GSln: 303« — 1133007. ® reiben: 
205»' — III 245/07. Reriitube: 208” — 

VII 19907. Riel: 190* 

I 21007. Utile: 250« 


3. gebe: IV B 50/08. Gaffel: 254” - V 26107. $iijfcl. 

borf: 199** — V 234 07. Gelle: 204“ — 

VI 21607. SJüffelborf: 211« — VI 130,07 
Berlin: 241 '• 

4. . II 42507. Hamburg: 195* — II 31507. Sinn. 

berg: 202» - VII 21207. $omm: 255“ 
— VII 22607. Gbln: 286” 

7. . 1145007. $amm: 193» — II 40007. »reiben: 

249” — II 29607. Berlin: 281“ — 

VH 46607. Berlin: 199*» — VU 18707, 
Berlin: 322” — VII 21707. Gaffel: 251“ 

8. . V 25607. Beriin: 200» 

12. • V 51607. Saumburg: 199 » — V 384/07. §amm: 

203« 

13. . IV B 1108. Hamburg: 275“ — VI 179,07. 

Saumbutg: 236» 

14. . III 37107. Beriin: 234* — in 37607. Beriin: 

240** — VII 24007. Berlin: 191* — 

VII 15507. Bofen: 221« - VII 166,07. 
Gbln: 306» 

15. . V 25407. Berlin: 242» 

17. . IV 29207. Beriin: 206” — VI 19007. fwmrn: 

235« - VI 19307. Qamburg: 246“ — 

VI 19207. Süjfribcrf: 282« 

18. . II 38507. Ratlirube: 233* — II 43107. SJreiben: 

236» — VU 22507. Gbln: 284 « 

19. . I 273/07. Hamburg : 314«» — V 36007. Saum. 

bürg: 234» — V 28707. Berlin: 234» 

20. . IV 23807. Beriin: 192* — VI 33701. Röntg«. 

berg: 235» 

21. . II 46507. Hamburg: 245** - II 42207. Gbln: 

278» — III 29207. Ireiben: 243» — 

VII 32107. Rbnigiberg: 316” 

22. • I 11007. Blombaffa : 303** — I 23007. Gbln: 

309** — V 274,07. Berlin: 239» — 

• V 42707. fiamm: 245 '« 

24. . IV 31307. granlfutt: 234» — VI 129,07. $amm: 

241» — VI 23507. Gbln: 279» 

25. . III B 1808. Breilau: 245» — V B 2008 

Siteiben: 274“ — VII 20407. Hamburg : 
242» 

26. . I 24707. Berlin: 280»* — I 29407. Brtilau: 

306» — V 18507. 3cna: 271 * — V 27607. 
Siteiben: 275" 

28. . II 47207. Gbln: 238'* — II 487/07. $amm: 

284»“ — VII 242,07. Saumburg: 280« — 
VII 21407. Goto: 299 = 

29. . I 19307. Rbnigiberg: 311« — V 266,29607. 

Gelle: 269* 

2. SMq: IV 56407. Berlin: 279'* — VI 22007. Stettin: 
306» 

8. = III 297,07. Süntbrrg: 272* — Ul 45707. 

Gbln: 283*“ — VU 160,07. Berlin: 281“" 
— VII 28207. Berlin: 287»» — VII 28607. 
Hamburg: 308’” — VII 288,07. :5amm: 
358" 

4. . V 27507. Berlin: 295* 


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47 


5. Bhtej: IV 32407. »reiben: 275“ — VI 261/07. 

Berlin: 273" 

6. • VII 250, *07. Jeanljurl: 260* — VII 260,07. 6. 

Berlin : 287 «* 7. 

7. . I 357,4)7. »reilau: 206* — I 263/07. Baum, 

bürg; 350« — V 307/07. »reilau: 270* 

— V 316/07. Stettin: 277“ — V 309/07. 8. 

»üfielborf: 287« 

o. . IV 350/07. £ambutfl: 276’* — IV 582/07. 10. 

»etlin: 277“ — VI 260/07. »ttiben: 272* 


10. 

« 

VII 222,07. {Sa mm: 317“' 


11. 

* 

V 236/07. Baumburg: 297’ - V 547,07. $am. 




bürg: 302“ 

11. 

12. 

• 

VI 468/07. »raunfölueig : 270* 


13. 

• 

IV 406,07. Blarienioerbtt: 353« — VII 256/07. 

13. 



Gelle: 334“ 


14. 

• 

I 304 07. Cbln: 310« — V 355/07. »reiben: 

14. 



30t* 

15. 

16. 

* 

IV 862/07. »reiben: 304" 


17. 

• 

11 29/08, »reiben: 325* — II 530/07. »reiben: 




327* — VII 288/07. #amm: 303" — 
vn 296/07. »etlin: 307“ — VII 233/07. 

22. 



»etlin: 312“ — VII 255/07. »ettin: 

346« — VII 179,07. »raunfebtotig: 352‘* 

28. 

19. 

s 

IV 322/07. Stuttgart: 300’ — IV 36907. 

24. 



»erlin: 315** — VI 28507. »reiben: 
300* — VI 25807. Baumburg: 329" 

25. 

20. 

* 

II 586/07. »üfielborf: 311** — VII 26807. 




»trlin: 298* — VII 32007, »reilau: 

318« — VII 27307. Sitn: 340« — 

27. 



VII 272,07. Rdnigiberg: 355« 

28. 

21. 

• 

I 258,07. Hamburg: 350*» 


23, 

• 

rv 37507. Cbln: 301* — IV 536 07. Stettin: 




314« — VI 24307. Colmar: 304“ 

VI 23707. Berlin: 333“ — VI 201/07. 
Cbln: 348“ 

1. 

24. 

> 

II 589/07. Bamberg: 349" — 111 250,07. 




»reiben: 305“ — III 41607. Sbln: 324 1 — 
VII 26407. Hamburg: 341 *• — VII 30607. 
Berlin: 348« 


25. 

• 

I 270/07. »reiben: 344“ 

2. 

26. 

• 

IV 396/07. »teiben: 329“ — IV 409/07. 

4. 



Olbenburg: 851** 


27. 

• 

II 598,07. Stuttgart: 824* — III 411/07. 

5. 


,7-ianlfurt : 321 1 — VII 274/07. »«[in: 331“ 
28. . V 299/07. ©erlin: 331“ — V 348/07. »«lin: 

336« — V 374/07. $amm: 338“ 

30. . 364/07. fytmburg: 323’ 

31. ■ II 603/07. Celle: 344« — VII 283,07. S«n: 

342“ 

1. Spcil: V 388/07. Stettin: 328* 

2. . IV 418,07. Cbln: 3S6*‘ — VI 311 07. »nlin: 

338« 

3. . II 607/07. »ettin: 339“ — Hl 455/07. $amm: 

354“ - Vn 249/07. Rbniglbtrg: 413“ 

4. ■ I 302,07. »etlin: 407“ — I 316 07. Rbnigi> 

betg: 468*" — IV 417/07. »etlin: 328’ 


-V 448 07. Sweibtiidtn: 322* - V 432. 07. 
Baumburg : 414“ 

VI 283/08. Berlin: 102* 

II 610/07. Cotmor: 329“ — 11 609,07. {Sam. 
bürg: 346« — III 315/07. »ormftabt: 
401’ — VD 271/07. §amm: 410“ 

1 32307- »reiben: 448“ — I 595,07. §amm: 
462« — I 82/08. geanlfuet: 464** 
11616/07. 91utnberg: 331" — II 622 07. Baum, 
bürg: 409" — III 233/07. Senn: 340 37 
- VII 342/07. »etlin: 413“ - VII 335,07. 
Hamburg: 436“ 

1 117/07. $amrn: 410“ - V. 476/07. ©ojen: 
331“ — V 460/07. $amm: 334" 

IV 386,07. Gelle: 336“ — VI 359/07. Hamburg: 
349“ — VI 623,07. »reilau : 403* 

UI 380,07. Hamburg: 405* 

I 305/07. Stettin: 132* — I 312,07. Rar!», 
rabe: 435“ — 1238/07. 3laumburg: 436“ 
IVB 139/08. »arm|»abt: 337*’ — V 398/07. 
SDüffelbotf: 411” 

V 306/07. »reilau: 412“ 

VI 437/07. Treiben: 406* — VI 299/07. GNn 
405 7 

III 452,07. Colmar: 411** — III 410/07. CeOt 
439 “ — III 440/07. Kiel: 465« 

I 185/07. »reiben: 434“— V 324:07. $amm 
407* 

VI 327/07. Söln: 403* — VI 418/07: Jean!, 
furt: 405" 

II 529/07. Baumburg: 430’ — 11511,07. «hin: 

440« — VII 324/07. Colmar: 432 1 — 
VII 328/07. Boumburg: 435“ — VII 
349/07. Bonigibetg: 444* 

Blai: II 397/07. Stuttgart: 433» — II 515/07. Jtänig«, 
berg: 437 17 — 11 558/07. Baumburg: 455 ** 
— II 623 07. fiorWrube: 464« — 11 583,07. 
»et« lau: 469" —III 551,07. Jtiel: 435" — 
III 312/07. »«lin: 448“ — VII 523/07. 
»etlin: 445* VII 397 07. Gbln: 458'’ 
. V 387/07. Stettin: 430’ 

. VI 323/07. Baumburg: 455" — VI 504/07. 
»nlm: 456« 

. II 50507. Hamburg: 431“ — II 539/07. 6am. 
butg: 446* — III 606/07. Baumbutg: 431* 
— III 493/07. {«mm: 449" — VII 508/07. 
ȟfielborf: 458" 

. IV 497/07. «et* [au: 432" — IV 174/08. Beitbi. 
geliebt: 456« — IV 543/07. ©ölen: 535« 
— VI 396/07. »etlin: 432" 

. II 538/07. «ambutg: 461« — II 628/07. 

»üfielborf: 498« — III 486/07. Cbln: 452“ 
■ I 353/07. »armflabt: 461“ — I 688/07. »etlin: 
467»" - V 583/07. »te«!au: 453“ 

. VI 259/07. Baumburg: 434 11 — VI 388 07. 

Riel: 448“ — VI 479,07. $ofen: 454« — 
VI 393/07. Rtel: 485" 


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48 


12. Wat: III 464/07. Colmar 446‘ — VII 401/07. Kiel: 

459» _ VII 313/07. Göln: 459» — 
VII 370/07. Sn [in: 470« 

13. . I 601/07. BteUau: 488« — I 374/07. «autti. 

bürg: 503“ — V 415/07. Samburg: 443' 

14. . IV 631/07. finmm: 446' 

15. . III 496/07. ®amm: 447'" 

16. . V 492/07. »rtelau: 447* 
ia . VI 563/07. £amm : 453« 

19. . II 531/07. 6öln: 444" — II 570/07. Berlin: 

479« — II 630,07. Gelle: 500“ 

20. • I 388/07. Berlin: 492» — V 372/07. $amm: 

475* 

21. « IV 62/08. Set litt: 457" — VI 509,07. Jena: 

452« 

22. . II 8/08. Somm: 477* — VII 417,07. granl- 

furt: 442* 

23. = 1 365/07. Stettin: 533» — V B 70/08. gtanl- 

furt : 450« — V 336/07. Königlberg: 534» 
- VI 459/07. ®tt4bcn: 494** 

24. z V 630/07. »reölau: 534» 

26. . VII 46807. ®üfieü>otf: 477* 

27. « 1 546/06. Berlin: 489“ — I 245/07. Staum. 

bürg: 498« — IV 457/07. 3«ta: 527« - 
VI 362/07. §amm: 451« — VI 32807. 
Cöln: 478* — VI 484/07. Karllrufe: 480« 

29. . II 629/07. Spangen: 491” — II 580/07. Sam. 

trag: 500« — UI 491/07. »«Im: 480« — 
IU 55807. [Nürnberg : 488*’ - VII 499/07. 
Galmat: 491" — VII 430/07. »nlin: 493« 
— VII 41107. Kiel: 515> 

30. . I 30/08. Kiel: 493»* 

1. 3uni: I 694/07. 8«tin: 497"— IV 548 07. BteSlau: 

480« — VI 569/07. Berlin: 495“ 

2. • II 46/08. Kartörufe: 503‘* — III 61507. 

Sambutg: 476* 

3. . I 373,07. Berlin: 478 7 — V 597/07. »reölau: 

478» — V 408/07. ®«Iin: 482« 

4. » IV 443/07. Göln: 485« — IV 18508. EAffel. 

borf: 490" 

5. . VII 527/07. »«[in: 496*' 

11. . VI 295/07. »nlin: 482« 

12. . VII 384/07. »nlin: 496" — VII 565.07. 

Berlin: 565»' —VII 348/07. Stimm: 569“ 
— VII 771/07. Gelle: 635» 

13. • V 471/08 $«mm: 487*' 

15. i IV 604.07. Hamburg: 484" — IV 408. Gol* 

mar: 484« 

16. . VII 564/07. »nlin: 490" — VII 40507. 

»nlin: 527« — VII 36407. fyrantfurt: 
531« 

17. « V 509/07. $amm: 479* — V 36607. Warien. 

toerber; 490“ — V 629/07. Siel: 518* 

18. » IV 5608. »reim: 486*» — VI 38907. Stettin: 

522* 

19. • 1167/08 §amburg: 479« — III 553/07. Sam* 

bürg: 526“ — in 50407. »reim: 532« 


22. 3uni: 

IV 65307. Gaffet: 530» - V 627/07. Göln: 
561" — VI 394/07. Berlin: 548* 

23. « 

112/08. »eaunfdiiütig : 529» — VII 387/47107. 
Samburg: 559»» — VII 40307. Berlin: 
569“ 

24. - 

1 55407. Simm: 563« — V 424,07. Berlin: 
523* 

20. * 

II 5108. $amm: 517 e _ MI 20 8. »reölau: 
568»* — VII 366/07. »nlin: 559“ 

27. * 

V 511/07. »reölau : 529“ 

22. * 

I 75,08. Berlin: 530" — VI 510/07. Slug«, 
bürg: 522* 

30. . 

II 27/08. Sombutg: 521* 


1. Juli: I 463/07. (fambutg: 564'* 

2. . IV 583/07. SSfiffelbotf: 520* — IV 580 07. 

8te4Iau: 556" — VI 46107. Berlin: 524* 

VI 52707. $ü|f elbotf : 543' — VI 48507. 
Sojtod: 547* - VI 470 07. Colmar: 552« 

3. = II 6508. Göln: 548' VII 414 07. König». 

breg: 549« — VII 43307. »reim: 558** 

6. . VI 405/07. »ofen: 552« — VI 42107. »reölau: 

558» 

7. . II 6408. 35reöben: 547* — II 632.07. Karl«. 

rufe: 567“ — VII 41207. Berlin: 564“ — 

VII 43107. Wümfen: 567** 

8. . I 458/07. SJreöben: 558** — V 539/07. Berlin: 

549' - V 537/07. »reölau: 550" - 
V 436/07. Kiel: 555» — V 40107. Söln: 
635* 

9. . IV 626/07. Colmar: 657" — VI 49007. 

Samm: 550" 

10. . II 153,08. $amm: 558” — III 55507. »erlin: 

636* - VU 39107. Colmar: 557" 

11. . I 13208. Göln: 544* — V 530/540,07. König». 

breg: 547* 

13. . IV 60207. ®ve»ben: 558» — VI 41107. 

$te*btn: 554» 

0. Äug.: VII 257/08. »nlin: 637* 

16. Se|>t,: 149907. BrcSben: 753“ — V 347/07 207/08: 

Wnrienlserber: 658* 

17. • VI 45707. Berlin: 661» — VI 423/07. 

SJreöben: 680" 

18 . IU 56307. Berlin: 652 1 - III 565 07. flofen: 

657* — VII 51707. Berlin: 635’ — 
VII 151/06 239,08. l}amm: 661» — 

vn 51107. Göln: 662» 

19. . 1400/08. Sambutg: 688” — V 47407. Stettin: 

661» 

21. . IV 63707. fjumburg: 657' — VI 538 07. 

fyeanlfuet: 653* — VI 38707. Sreöben: 677* 

22. . II 80/08. Colmar: 660» 

23. • I 57107. Gelle: 685» — I 571 07. Celle: 688« 

— V 5310?< Berlin: 657* — V 548 07. 
Berlin: 684» 

24. . IV 650/07. Gelle: 680» — VI 546 07. Sant- 

butg: 679* — VI 415/07. »raunfif tätig : 
676* — VI 601/07. Göln: 690’* 


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49 


25. Sept: II 125/08. Golmat: 685" — II 7708 Saum. 

bueg: 693« — III 529/07. Berlin: 695“ 
— VII 169/66. ftanrat: 686“ — VII 515/07. 

Gaffel: 725" 

V 560/07. Berlin: 656* — V 565/07. Brrtlou: 
685" 

VI 428/08. Berlin : 676’ - VI 94/08. Gäln: 
960*» 

II 15408. Berlin: 655* — II 114/08. fcrelben: 
691“ — III 568/07. Jtad4ni&e: 679" — 
VII 586/07. Gäln: 663“ — VII 533/07. 
frunbutg: 693” — VII 495/07. Berlin: 
724" — VII 497/07. Berlin: 726" 

I 306/07. Sonfulargetitbl ju Sefymgai: 721" 

IV 425/08. SSrnbetg: 687" 

II 105/08. 3t«n!fnrt a.9!.: 712* — III 572/07. 
Srmnflabt: 691“ — VII 549/07. Berlin: 
687” — VII 504/07. Breilau: 694« 

V 668/07. Siel: 862“ — V 595/07. Gele: 683” 
II 103/08. $amf>utg: 676» - II 129/58. Stanl. 

furt: 688« — III 567/07. $ teilen: 674» — 
VII 667/07. Berlin: 753« 

I 637/07. Soenburg: 711* 

IV 654/07. fwmbutg: 675» — IV 19/08. ® reiben: 
683“ — VI 506/07. Gäln: 678* — 

VI 521/07. Büffeibarf: 712* 


26 


3a 


29. 


80 . . 

1. Oft: 

3 . • 


3. 

6 . 


15. Dtt.: IV B 373/08. Botttrube: 683“ — VI 584/07. 
Berlin: 727»» 

III 583/08. Sanmburg: 717“ — VII 595/07. 
Seffent: 754“ — VII 573/07. Berlin: 757" 

V 583/07. Berlin: 716»» — V 194/08. Saum, 
bürg: 717“ — V 601/07. $amm: 742“ 

VI 553/07. Brrtben: 715*» 

II 289/08. Gäln: 720*» — VII 83/08. Berlin 

711» 

I 641/07. Berlin: 737* — V 598,07. Berlin 
712» - V 183/08. GMn: 747»* — V 612/07, 
Stettin: 749" 

VI 574/07. Stettin: 720" — VI 10808. Siet 
731« _ VI 217/08. Hamburg: 742* 

I 681/07. Hamburg: 711* — HI 30/08. Berlin 
710» 

15308. Büffelborf: 714*® — V 620/07. Stüw&en 
738» — V 328/08. Bänig4berg: 738* 

I 307/08. g-tanffutt : 750« - VI 55807. 
»armffabt: 744“ — VI 56307. Gäln: 748" 

III 1108. Gäln: 718" — III 356/08. Befäloetbe 
be« 8®. ®oiba 6etr. Soumburg: 751*» — 
VII 57907. Berlin: 722« 

VI 54507. Berlin: 745" 

II 160/08. GMn: 753*» — III 59407. 2>re4ben: 
713" — VII 30108 'Jlaum bürg: 717“ — 


16 


17. 


31 


22 . 


23. 


24. 


26. 


27. 


9. • II 14708. fyimm: 676* — II 10608. Gelmar: 



VII 32808. Berlin: 730« - 

■ VII 60007. 

719 19 — 111 62707. $amm: 685« — 



Berlin 757« 


111 59907. Berlin: 684** — UI 62107. 

2. S#P.: 

IV 143,08. Saumburg: 747 ” 


Gelle: 688*« — VII 12008 Gäln: 675» — 

3. 

* 

III 44/08. Berlin: 750« - III 

19/08. £wm- 

VII 55207. Berlin: 689" - VII 534/07. 



bürg: 756“ — VII 57707. 

£vrmm: 739» 

Gelle: 694»» 

4. 

0 

I 56307. Berlin: 742" — V 3308. Stettin: 

10. . 1 24508. Berlin: 718” — V 57807. ff}ofcn: 713» 



739 6 


12. • VI 54107. Breilau: 723»» 

5. 

0 

VI 7408. gmeibtüden: 746“ 


18 . II 9208. GMn: 727« — VII 56607. »arien- 

7. 

0 

V 53007. Brtllau: 736» 


tuerber: 726»» — VII 62907. Gäln: 756»» 

10. 

• 

II 169/08. BSnigSbetg: 741* — 

VII 555/07. 

14. . V 546,07. Gelle: 709* 



Hamburg: 740 7 


JtraffndjMi. 



M07 

26. Sept: 

I 38107: 163” — III 407/07: 

161“ 

18 San.: I 74606 : 859» 

27. 

• 

II 51707 : 360 “ — V 706/07: 

365“ 

20. 3uni: I 26507: 159“ 

30. 

• 

I 547/07 : 363“ — 1 533/07 

: 374“ — 


8 3ali: III 85007: 371»« 

9. . IV 336/07: 165»* — V 29907: 

27. • gerienfmat 69807: 159“ 

12. Sug.: getienjenal 63207 : 364" 


160" 


1. Dtt: 


III 528/07 : 360» — UI 46007: 861“ 
IU 38407: 361“ 

V 41407: 869“ — V 635/07 : 371“ 
V 31507: 373*» 


9. B(pt: 

gttienfcna» 67307: 164" 



3. . 

I 494/07: 162“ 


16. . 

I 431/07: 160" — I 41407: 165 

17 

7. . 

I 49707: 162“ — 

III 43207 : 378*« 

17. . 

V 32907: 167 »» 



8. . 

II 55907: 375« 

- IV 89307: 164*» 

19. . 

I 46807: 367» 




IV 609/07: 374 

* — V 649/07 : 359» 

20. . 

IV 98307: 166‘» — V 

88007: 

166“ — 

11. - 

11 53507 : 872" 

— IV 51607: 154* 


V 32807: 363 “ 




V 47607: 168« 

“ — V 31307: 374* 

23. « 

I 36407: 165“ — I 

70207: 

365« — 

15. > 

II 52007: 161“ 

— II 76607: 361" 


111 33807: 166« 




IV 538/56607: 

155» 

24. • 

IV 1678/07 : 359* 



17. • 

I 592/07: 168»» 



Digitized by Google 



50 


21. et!.: V 414/07: 369» 


8. gebt.: I 644/07 : 379* — I 981/07 : 382» — 1 1002/07: 

22. 

. II 511/07: 368* 



382“ — Ul 985/07: 384» 

24. 

. IU 485/07: 374* 


4. 

. U 1062/07 : 390“ — IV 1128/07 : 384“ 

26. 

• H 608/07: 161» - 

- V 769,07: 154» 

1 . 

. IV 1165/07 : 377* — IV 13/08 : 381“ — 

29. 

. IV 604/07: 369* - 

V 569/07 : 359» 


V 908,07 : 579“ 

1. 9te#.: V 394/07 : 374* 


10. 

. I 27/08 : 382“ 

4. 

. III 563/07: 164» - 

- III 552/07: 368» 

11. 

. IV 6/08 : 382’“ — IV 1095,07 : 385" — 

5. 

• IV 645,07 : 358‘ - 

IV 637/07: 370“ 


V 35/08 : 377* — V 32/08 : 383** — 

8. 

. II 717/07 : 368" 

— II 666/07 : 369“ 


V 987/07: 584“ 


— II 768/07: 

370“ — IV 660/07: 

13. 

. III 828/07 : 383“ 


165" 


14. 

. U 995/07 : 381“ — 114/08 : 386» — V 24/08: 

9. 

= I 692/07: 168« 



389« — V 988/07 : 589“ 

12. 

. V 588/07: 366* 


18. 

. V 40/08: 588» 

15. 

• IV 69107: 169« 

— V 675/07: 170“ — 

20. 

. I 83/08 : 382*’ — I 65/08: 389“ - UI 1,08: 


V 792,07 : 371“ 


595« 

19. 

. IV 917/07: 157“ 

— IV 653/07 : 373“ — 

21. 

. II 1105/07: 385»* — IV 48/08: 589“ 


IV 680/07: 375 

1 

22. 

. II 22,06 : 589“ 

21. 

. ID 458/07: 156’ 


24. 

. I 1084/07: 579» — I 1103/07: 688“ — 

25. 

. I 601/07: 360" — 

UI 704/07: 164“ 


III 80/08 : 383“ 

26. 

• V 696/07 : 369» 


25. 

• IV 1106/07 : 588» 

28. 

. IV 648/07: 154 1 


27. 

. I 77/08 : 593“ 

29. 

. V 802/07: 157* — 

V 709/07: 371» 

2. SKärj: 1 61/08: 583“ — I 1119/07: 604 >“ 

2. 5Dt). : 111 618/07: 366» 


3 . 

. II 1112/07: 593» — IV 71/08: 599“* — 

3. 

• IV 715,07 : 366"* - 

- V 779,07: 169« 


V 68/08: 601’“ 

6. 

. II 766/07: 361» - 

rv 862,07: 359» 

5. 

• III 87/0«: 581« 

7. 

. IV 862/07 : 359" 


e. 

. U 18,08 : 603’“ — IV 62/08: 571* 

9. 

. I 676/07: 159» - 

IU 458/07: 156* 

9. 

. UI 39/08: 674“ — UI 36/08: 611»* 

10. 

. V 808/07: 162» - 

V 692/07: 359* 

10. 

. U 1066,07: 610'“ — IV 51/08 : 598“* 

12. 

. I 708/07: 861“ 


12. 

. I 158/08 : 590™ — U 372,08 : 692“ 

13. 

. 1 1431/06 : 365« 

— IV 884/07: 157* — 

ia 

. 11 116/08: 699« — IV 90/08: 571* - V 48,08: 


V 565/07: 158 

i _ V 848/07 : 365“ 


596“’ 

17. 

. n 765/07: 158» 

— II 821/07: 167« — 

14. 

. in 64/08 : 376 > 


n 899/07 : 366 

— V 841/07 : 370“ 

16. 

• I 88/08 : 575»» — IU 77/08 : 574“ 

20. 

. II 792,07: 170« 

— UI 898/07: 158“ — 

17. 

. II 74/08: 573» — 11 1068/07 : 589” — 


IV 928/07 : 374 1 — V 884/07: 164“» — 


H 167/08: 691“ — IV 136,08: 580« — 


V 620/07 : 364 

fl 


V 14/08 : 582« 

23. 

. IV 964/07: 162“ 


19. 

• I 173/08: 593“ — UI 92/08: 571» — 





UI 83/08: 585« 


1908 

20. 

. II 88/08 : 578“ — II 153/08: 579“ — n 88,08: 

3. 3<m.: IV 987/07: 390« 



580“ 

4. 

. I 906/07: 378 T — 

I 878,07 : 390'* 

23. 

. I 84/08 : 670’ — I 1003,07: 609»» — 

7. 

. IV 970/07 : 388“ 



IU 66/08 : 573» — III 1060,07 : 578» 

10. 

. U 841/07: 390« 



— UI 79/06: 580« — IU 106/08: 

11. 

. IU 881/07 : 379" 



582« 

13. 

= I 1074/07 : 378" - 

I 755,07 : 391» 

26. 

. I 193/08: 574“ — Ul 121/08: 582« — 

14. 

. II 1098/07 : 381» 

— II 681/07: 387“ — 


IU 110/08 : 686« 


IV 921/07: 386“ 

27. 

. U 85/08 : 600>“ — IV 205/08: 585« 

17. 

. V 984/07 : 380» 


ao. 

. I 1098/07 : 596“* — I 1012/07 : 600‘« 

19. 

. I 950/07 : 390« 


31. 

. 11 162/08: 618 1 “ — V 160/08: 583“ 

20. 

. I 1015/07: 388“ - 

- UI 1016/07 : 377* 

2. «tml: I 140/08: 595“ 

21. 

= IV 1068/07 : 381» 

— IV 1083/07: 391« — 

3. 

. IV 155/08: 586“ — IV 169/08: 589“ 


V 806/07 : 380 

M 

6. 

. I 217/08: 388» — UI 164/08 : 574“ 

25. 

. IH 995,07 : 384*" 


7. 

. IV 175/08: 599 ’« - V 156/08 : 594“ 

30. 

■ I 4/06 : 380» — HI 11/08: 377» 

10. 

. IV 203/08 : 591" 

31. 

. IV 1130/07 : 385» 

— V 971/07 : 386“ 

13. 

. III 185/08: 608“» — Ul 108/08: 608“» — 

1. geh.: I 644/07: 379" 



UI 108/08: 609’»» 

& 

• IU 982/07 : 386»* 


14. 

. IV 227/08: 574" 


Digitized by Google 



51 


24. X|ml: 

II 181/08 : 584« - 

- U 232/08: 602»* 

23. Juni: IV 384/08 : 598'» — V 385/08: 605'“ 

25. 

• 

III 196/08: 578« 



IV 330/08: 573 » 

27. 

0 

I 198/08: 576“ - 

- II 264/08: 584 47 

25. 

. IU 142/08: 571" — III 350/08 : 583« 

28. 

0 

11268/08: 604'« — 

V 250/08: 684« -V143/08: 


III 848/08: 104'» 



603'« 


26. 

• II 498/08 : 591« — IV 809/08: 598'« 

29. 

0 

in 156/08: 573« 

— III 841,07: 610'“ 

29. 

. I 410/08: 763» 

1. 

'JKai: 

II 221/08 : 673 17 

— 11 200/08 : 604'» — 

30. 

. IV 401/08: 670* — IV 340,418: 574“ 



V 286/08 : 593 

M 


V 336/08 : 602'» 

4. 

• 

III 179/08: 583« 

— III 158/08 : 610'» 

ft. 

3uli: I 489/08 : 573» 

5. 

0 

11 320/08: 580« - 

- V 215/08 : 599'“ 

3. 

. IV 497/08 : 592« — V 480/08 : 578“ 

7. 

0 

I 236/08 : 602'« 


6. 

. IV 426/08: 590 77 

8. 

■ 

IV 231/08 : 608“* 

— V 167/08: 603 117 

0. 

• I 78/08 : 590" — III 300/08 : 577“ 

1L 

• 

I 296/08: 571« — 1 211/08: 612 1 « — UI 226/08: 


III 405/08 : 587« — UI 399/08: 605 



576» 



— IU 422/08: 611 177 

12. 

* 

II 358/08 : 580« 

— U 346/08 : 690» — 

7. 

. U 524/08 : 578“ 



IV 257/08: 575’ 7 — V 284/08 : 595» — 

U. 

. IV 484/08 : 613 ■“ 



V 276/08 : 605 

m 

28. 

* II 647/08 : 595“ 

15. 

• 

II 381,08: 692 17 


18. St(rt.: IV 507/08: 567« 

19. 


IV 339/08 : 690« 


21. 

. I 513/08: 768« 

21. 

■ 

I 1096/07 : 573« 


22. 

. V 489/08 : 764 » 

22. 

• 

IV 325/08 : 578« 


24. 

. UI 385/08: 758 1 

23. 

* 

II 187/08: 595"» 


28. 

. I 580/08 : 761* — I 317/08: 767“ 

26. 

• 

V 321/08: 686“ 


1. 

Oft.: I 702/08: 762» 

27. 

0 

I 362/08: 601» - 

- 1 146/08 : 612'“ 

2. 

. IV 574,08: 759 4 — IV 839/08 : 761* 

29. 

0 

II 408/08: 587“ 

- H 161/08: 605 1,7 — 

5. 

• I 654/08: 768* 



rV 343/06: 579« 

6. 

. 11 605/08: 761» 

30. 

t 

I 294/08 : 585« - 

- 1 213/08: 609'« 

9. 

. V 470,08: 764» 

2. JJiini: 

V 360/08: 677« 


13. 

. IV 647/08 : 764» — IV 602/08: 765" 

5. 

0 

IV 387,08: 595“ 

— IV 380/08: 605'“ 


V 528/08: 759 ■ 

15. 

0 

I 277/08: 570* 

— I 387/08: 681 47 — 

16. 

• IV 730/08 : 765 17 



III 322/08 : 579» 

23. 

. IV 759/08 : 766» 

18. 

• 

11 397/08: 612'“ 

— V 358/08: 591 M 

27. 

. II 771/08 : 760 4 — V 550/08 : 761 7 

18. 

0 

I 55/08 : 673 14 — 

III 260/08: 671* 

30. 

. V 58208 : 765» 

19. 

0 

n 409/08 : 583“ 


3. 9Io».: V 554/08 : 762» 

22. 

0 

1 402/08: 571* 


5. 

• I 1441/08: 760* 


ft. OiKbtrudtrct, ©crltn 8-, e**al*rti*a1tt*|c u. S&. 


Digitized by Google 



.>/ 1 (Sugen 1 6is 3). 


8«lin, 2, Soauar 1908. 


[37. Jahrgang.] 1 


Juri(Ufd)£ U1od|rnfd|rift. 

ärgern des 6ettffc§en JlnroaCf Vereins. 

§er<m«gfgeben »ott 

Juptjraf Dr. l^ugo Jäenmann, 

9RwhtSamoalt beim Äamxnctfleric^t unb Rotor, ©erlln W. 35. 


Derlag unb €rp«bihc'n : J0. Tßttfet £3«<ff«iibCa*g, Btrft* 8* 14, Siaüfd>reiberfh:af$e 34. 35. 

$xci£ für ben Sahrgang 25 Ulart, emjtlne Uumrnrm pro «ogen 80 Ufg. ^nferatt bie Sgefpattene UetitjeUe 50 »efteHungen 
Übernimmt Jebe 8u<bh®riblujtfi ^"b bJoflanftalt fowie bie (STpebltipn ©erlitt 8. 14, 0taQf<brrtbcrftr. 34. 85. 


«(Je für beaifdje $edft*im«wlt*. 

$if ÄutttaliafotHmtr in 8'jirle Ml CbtrionbtSjmiSl» 
ja Stuttgart bat btr üafff ja brat Uateritübaagtfcact (int 
anfftrorucuttidic 8ril|tlfc >•> 800 IXarf , Mc HanaUt- 
fanmtr in Srjirlt *t* Obtrlan»tägcnit|ia ja Sttttia 
cüu »tibilfe tbtafaBS ja Mut Uolciliäbuagafantia aas 
1000 SRarl Jcoäbrt. Sca fiammern unb ilitrn Borftinbra 
i> für Mt rtilbta 8ribilft« brr aafri^tigftt Sauf au*. 
<|fi'»rodj cn narbt a 

- ” jji 

9n^*g*ijalts-, pHidfn- nnlt Utairrtibafff 
für bfulfdje Uedjtscinmältr. 

9uf Mt attltx au midi gtnd|tctra Sufragra teilt 
id| bra ürrrru Ratltgru rrgcbtafl mit, baü bit nanntet 
tabjfiltig ftftgtfltlltt 6a,uug nit ualftiuMgcu Snriftu jr- 
brarft nirb. 

9t*4 R-trtigStHuuj bt* Stadt» nirb aa alle Rottrgru, 
«ud| an bit, btt fidi f4»u angrntlbct tjabtn, tiat fald|t 
lajnj nit tiatt, a« bta Sorftaab in £tqtji| gtri4ttfru 
Hantibtfartt btrfaabt. 

Str Sorftanb nttilt bona btn Btitrttrabfn tiat 8t- 
f4riiigmtg Ober bit 8RitgIitbf4>ft (8 2 brr Sa, mag). 

3t»t bitte id) bit «rrrtu Roütgta, bie fi<b aad) ui4i 
ugmelbtt haben, nir fd|ltanigft tnrj ntitjulriltu: „34 
tote btr ffjtafwulfaffe bei", banit bie 700 SRitgiitbtt mbt 
halb jufammra lommen, nab idt bti btr «ülrllafft btt 
fibtrntifnig btr 500 000 JRorf beantragen faaa. Senn 
»erber barf nufere Raffe ihren Sefthdfttbetricb nidft trlffnen. 

«alle a. 6-, btn 4. Stjcnber 1907. 

. • SeDegialiter 

(Eljf, ^uftijrat 


3«« ^attrebntfdiiel. 

Bon Reumann. 

2aS neu t 3«hr finfcct bie beutle 9tec^t^arUz>aUfc^aft auf 
btn Schanjen. Wiederum droht eine Rechtöberf<hle<hterung. 
Was ift mit brr Berflümmclung bet Rebifion, mit bem 
me<hanifc£ plumpen Wittel bet Erhöhung bet RebifionSfumme 
ertn<$t tootbtn* Such ^eute toUbet Üetmine mit $ah«Sfiift 
tot bem Reichsgericht! 5Dte toamenben BotauSfagen fmb 
alfo eingetroffen. Unb fc^on tuieber $olt birfelbe $anb au4 
ju einem 6<blagt. Xiefel Wal gilt e« bet untaflen ^nflanj. 


2iie 91c4tfant»altfc$üft ^at jtoetmal i^te Stimme et* 
hoben. $toci Simaltßtage h a ^ n einmütig auf @runb meiftet* 
haftet ^Referate bie ^iojefenoJ>eHe öertDorfcn unb auf bie 
fchtoeten ©ebenten hingetviefen fotoic auf bie Nachteile, bie 
bet ^t«ht<pflege btohen. Wttb man ei toagen, biefe Stimmen 
achfeliiufenb alä parteilich, ald Wahrnehmung be4 eigenen 
antoaltlichen ©tanbe4intercffe*3 bei Seite $u fepteben? 3)ie 
3%e<ht4ann>alif(haft ertennt baä öffentliche Sohl als h^M 
©efefc au«h fich gegenüber an. 3 ntere ff c foH jurüdftreten, 
too baS Wohl beS ©anjen eS erforbert. 9ber geiabe baS 
©an je h^ ein feht h°^ e5 ^ntereffe an bem ÜBorhanbenfcin 
eines fojial, toirtfchaftlub unb ethifih ^oc^fte^enben Sntoalt» 
ftanbeS all einet nottcenbigen 35orauSfehung einet gefunben 
9ie(htspflege. Unb beShalb mujj auch auf bie Nachteile h^ 
getoiefen toetben, bie bet ßnttourf jugleich für bie 5He<htSantoalt* 
fchaft im ©efolge IfiSL 

Wir oerlangen, bafc man bie ©rünbe prüfe, bie toir bem 
ßnttourf enigtgengfftcHt hoben. 2tbet nach ben Erfahrungen, bie 
foeben bet 3“^^«Uag in bet Üerhalteifrage macht, fcheint gegen* 
toartig im Reichs jufUjamt nicht getabe baS Ötbürfni« ju beftehen, 
ben großen lorporalii'en Bereinigungen bet fünften bie 9iüdfuht 
ju bejeigen, bie man ihnen immer bann in fo reichem Wafie 
entgegenbiachte, toenn man ihre Befchlüffc jut Unterftübung 
einet 9tegietungSborIage glaubte gebrauchen ju fönnen, auf bie 
ftc nach ihrer ©ejehiehie unb ihren BerbienRen um baS beutfehe 
ÄechtSleben einen unbeftrittenen finfpruch aber auch bann 
haben, toenn fte f«h gegen einen ©ejebenttourf auSfprechen. ®et 
oon bem ^Juriftenlag mit übertoaltigenber Wehtheit abgelehnte 
Üerhaltergefebeninnirf ift bem Reichstage toiebet jugegangen. 
hiergegen ift natürlich nichts einjutoenben. 2 bet toenn an 
Stelle bet Widerlegung bet Oom ^uriftentag ootgcbrachten 
©riinbe fein Siefchlufr im toefeniUchen bamit abgetan toirb, ba^ 
bet beutfeht iianbtomfchaftSiat unb bet Betbanb beutfeher Sohn* 
fuhtuntemchmes fich in entgegengefebtem Sinne auSgejprochen 
haben, fo liegt hierin nicht nur eine Bettennung bet bem fünften* 
tag als foUhem juLommcnbcn Rüdficht fonbetn auch bes Unter* 
fchiebS jtoifchen Bcfchlüffcn pon ^ntereffentenpcittetungcn unb 
folchcn, bie >>on einet angefehenen Äöiperfchaft auSgehen, 
toelche eS fich 8«r Slufgabe macht, frei bon febet ^nteteffen» 
Vertretung baSfenige ju fbrbetn, toaS ©ertchtigbr« unb SBiHigfeit 
fotbert! 


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8 


M 1 . 1908 . 


QutifUfäit S8oif|tnf(f)ttft. 


!c Blctgokc rntfpridft Ooll unb ganj bn Bmfaige, bap ba» 
juftigamt bei ben BetbcinbUmges bet IJutigtmag» egtnfo» 
Wenig »erttttm war tu» auf ben btibtn Hntoaltb tagen! 

'Sun bieft anfcgtmtnb abfugdug jut Sigau getragene 
ffienngfc&iipung bütfte bie beiben Sötpttfigaften in btt ßt» 
füBung igr«, bem fceutftgen Botte gtgmubrr freiwillig übn» 
nommtnen Bflu$* nic^t btintn, toügtige fragen bn ®c|rp 
gebung }u bcfpteegtn unb ju begulaigtcn. 

Bebauerluger al* aBe» anbnt ab« xfi bn Stängel an 
fojialetn ßmpftnbcn ob« Bnftänbni«, Wie et pig in bem Bier» 
galtngefcgenttourf unb in b« BrojepnoOeBt offenbart. 

2ßni bie (leinen Unternehmet bon bn fflbgliigleit, pig mit 
übertafigenb geringfügigen Betrügen*) im ffiege bn Bttpigetung 
gegen Sigaben ju pgügen, erfagtungügrmäp leinen Sebtautb 
raaigtn, mup ba» Bublihtm bie ®efagt unb ben ®6aben 
tragen. Huig bn ärmftc Mann, bn bur$ ein einem ®rop< 
untemebmn gebörenbeS litt beilegt toirb. Man Onfuigt böig 
mal mit bn angeblügen Stldjiigt auf ben „Reinen Bingaltn" 
(?mft ju matgen unb ben Singalt«, bem butig feine Segabcn»» 
nfagpRiigt niigt bie Mittel jum panbe*gemüpen Umergalt ent* 
jogen Waben, toeiln naig § 833 gatten ju laffen! Bie Parteien, 
bie eine Snbetung beb ®efcge* jegt fo emfig betreiben, mürben 
bn« ^ntereffe an bn Jtnberung bei Stiege« fegt fegneB bnliertn. 

®egenfib« bn ffkojepnooeße ip barauf gingewiefen, ba| 
mit bn Srgbgung bn amtägerkgtliegen Supinbigleit pig bit 
JfüBe bn Beicrbming eint« Hntoait« an bie atme Partei Oer« 
minbern lonben. Wie benn bn 3'mtng ju unentgeltlugn fjilft» 
leipung feiten» bt» Hnmalt« unb btr Hnwalrtjwang in einem 
tontialiom Sergülimffe Regen. 81» golge bitfei gurüdtreten» 
amoaitiieg« Beteiligung befüngtet ein unonbäigtign Saeg» 
oerftünbiga ") mit ffleegt eint toenig« grünblitge Sotbaeitung 
unb bamit eine Weniger etftgbpfenbt Säeganblung bn Sternen» 
fatgtn, Woburig bei igrn Sntfegeibung btm SufaB eine grbpne 
SoBe al» biign angetoiefen mnbe ; Weif biefn Saegonflünbige 
boeg ju getunben, — toai für ben Senn« bei anRünbigen, 
• niigt getoiegten ©ertegUpubliJum« feine» BeWetft* bebarf — 
bap fug |tlbp twttretenbe gjarteien au« Ungefegid ob« 
Bertoirtung fogat folige für pe miigtige Satfaigen 

niegt oorgraigten, bie ignen bei bn oorgergegenben 

3nftruftion auf ber Ke<gt»auatmift«fteÜe al» btfonber» be» 
beutfam bejeiignet Worben Waten, hieran wirb bnteg 

bit „Botgefegtitbent eingegtnbe Crärterung bt» Saig» unb 
Stteitpanb»" butig ben fRtcgttT niigt» geünbert Wnben, bie 
Bartei wirb pig in bn ungcWogntcn Umgebung niigt frei 
fügten unb erfl. Wenn e« ju fpüt ip, au» btm Urteil lernen, 
Worauf e» anlam. Bit Sage ip für bit arme Bartel noig 
figlimmet. Wenn bn ®tgnn butig einen HnWalt Ontrtlen iR. 

Bit antifojiale Senbcnj bn Btnifungibtfigrfinfung jeigt 
berfelbe Hutor, in bem n ba» Oitlfaig gebrauigte Slrügnii, 
bn Blau» fei igr ffeB eben fo lieb wie bem Simen, bn 6aig* 
lagt entfprctgenb au»baut; „bn SSWe", fo fagt et, „fatm ein 
pfenniggrope« Siflä gtB ogne Sigaben oetfitten, abn bit Blau» 
gebt baren jugrunbe". Unb be»galb mup auig ber Blau« juflrgen, 
hoppelt prüfen ju laffen, ob ba» igr ungültige Urteil riigtig ip. 

•) Sgl 28. S31. 3 6. », 71. 

••) (beriibtÄapcppt l>r. pri» Sh», Selter bvr 3ic4tflaufl!unlt«f«Ht 
bc» Sejialcn Stufium» in prantfurt a. 3X. Gepalt $ratia 07, 283. 


Bon feiten btt $(tgt«a«Waltf(ga[t ip bie Behauptung 
immer aufgipeül unb miebetgoö Worben, bap ba» PlngKmiUel 
niigt nur bn rinjeinen Saige, in ber e« beuugt mttb, oon 
Botteil ip, foubern bap bie gauje Sngtfpteigung eine» ®enigt» 
aBein figon bung ba* Borganbenfeig bn Stügliegteit eine« 
Bce)t»emttiU günpig beempupt Werbe ob«, Wai ba*ftlbe 
befagt, bap ba« fftglen eine* Beigtimitteli naegteilig auf bie 
Seigtfprtegung einwirten timte. 

ijeg fege baPon ab, op angefügete tgpifigt ff&Be ju wiebet. 
goten. 8« fei nuc an bie auf bem Bntinn 8nWa!t*tage 
oon 1896 erwügnten BteJlautr „Sebetfatgcn" erinnert, b. g. 
folige 6«igen, bei benrn naeg bn Slupetung eure» Bügttt« 
am Dbnlanbe »gerügt frei Oon bn Sebn Weg geueteilt Werbe, 
ba fu ja böig niigi ttoipbel feien. 

Segon lüngp gabt «b e» al» notioenbig btjeiignet, bap 
bit Steigt »anmaltitgaft Material jum Betotift für bieft 8e> 
gauptuig fammelt unb bamit nütigenfaB« ben an bec ®cf(p> 
gebung btitiligten gaftoren biejenige gmjellcnntm* bn SBer« 
gäitniPe oetpgafft, bie ignen gegmmüitig abgugegen figemt. 

Bie SamtnelpeBe bt» Bttlmn anwaltoerein*,*) an bie ug 
gfetbtmg mit bn Bitte um Peipige Senugung etinnne, Wirb getn 
jur Cntgegeimagtne Oon Matnial bereit fein, bi« bet Beuifige 8n> 
waltscrtw ein geeignete* Organ gcfigapen gaben Wirb. &i>penllitg 
bringt uni bie gegenwärtig jdjtotbenbe StatulentcOipon eine 
auig gierfür brauegbace Srbeitipclle. Bit Beegtiantoaltfigap 
gat nur fu lange bem Saufe bec Bingt in Umä »gleit ju 
gefigaut unb bie Blabnungtn bn Süama nugl befolgt, bi» 
enblttg jept tüte unliebfame abn grimblttgt Äufrttttlung erfolgt 
ip. Müy ba» frifegt Sebat, ba* fie gen arge rufen gat, oon 
Baun fein unb niegt fpnrlo* Oergegen Wie fflaieeftun. 


.n 41 obi Mttd|8geri(^t**) > 

Bniigtct Oon ben 3l«gt*antoältcn beim Bcitgignügt ©eg. ^ufiiirat 
Dr. Stetig, ^uftijra! Segeele unb gfupitrat ^ade ju Seipjig. 

Süit bniigten üb« bie in bn S<>1 bom 2. bi« 14. Be» 
jember 1907 auigefertigten Sibtlentfcgtibungen. 

I. Wei<g»ttegt. 

Sürgcrliegc* ©cfcgbuig. 

1. §§ 93, 94, 97, 98 B«B. 'BefenUiign BtPanbteil, 
Subegüt. ßabril, 3Jlafiginen.)J 

Um im emfelnen JfaBe Sntfigeibung batübn ;u treffen, 
ob bn im Strtite bcpnbliige (Segenpanb rtaig § 9 3 obn § 9 4 
8®B. Wefemliegn Seftanbtcil ein« Saige ip, mup man pig 
in nP« Sinie bon Per BotpeBung leiten laffen, bap bn ®cgtn» 
flanb ein Bepanbteil, ein Beil be« Beflanbe«, fein unb bap 
biefn Beil mit anbnm Beilen jufammen eine Saige bilben 
mup. Hl» Bepanbteile einet Saige ffnb. Wie bn ertennenbe 
Senat miebngolt aulgefproigen gat, — S®. 63, 1T3, 
418 — biefenigen lörpnliigen ®egenpänbe anjuftgen, bie ent» 
Weber bon Statut eine (Jingtit bilbtn, obn butig Betginbung 
miteinanbtt igtt Selbffänbigleit bttgeffalt otrloten gaben, 


•) 3®. 07, 344. 

**) tüaigOrutf ogne Ängate bet CutOe »erbeten. 


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37. ^agrgang. 


Qimflifdje äBodjenfdjrift 


3 


bot fit fortan, fotaige btt Berbinbung bauert, all eint 
einjige Sagt erfgemen. Unb ©agtn tat Sinnt btl 8®B. 
ftnb nag § 90 nur tirperlige ©egenftänbe. gu bin 
Satten, aifo flrpaligen Btgeitftänben, ifj r.ag btm 8(88. 
auch ttnt „gabril'' ju jäglen. ®itä ergibt fig «ul § 98 
Sffi'B., toonag ttnt gabril int Bagältniffe |u ben Betrieb«* 
gnätlcbüften $auptfagt (ein tonn, gugtoub «btt folgt au« 
bteftm § 98, btr btm einem (Stbäube, bal für einen ge»erb- 
ligen Betrieb bauemb eingaigtet ift, inlbtfonbere einet 
gab«! i stufe, bafe unter gabrtl nur eine fol<bt Sage ju Der. 
geben ift, bte pg all ein für einen gtlbahligen Betrüb 
bauemb eingerigtete« Sebünbe bargelf JStnmttg tg eine 
üRafgutc nur bann all ^Beganbtetl einer gsbrg" anjufegen, 
cr-etrn fit bergegalt in ben lörpetligat (Segcnganb biefel gt> 
wtrbitgtn Sebäubel aufgegangen ift, bag mir no<b ein 
Klrper, nämlig b«l fflebäubt, begebt. 3ebo«b tg tu he- 
merltn, bag bei btr Begienmung, mal Xeil eint« ötbäube« ig, 
im tittjelnen gatte nigt bon bem Begriff eine« ©ebäube! in 
abstracto, alfo etwa einet butib Sänbe unb 2>äger einen 
Baum bon bet Bugrattelt abfglitgenbt« Bauliebleg, attljtt- 
geben, fonbem bie gBtefbegiuunuiig bei brtteffmben ©cbäubcl 
all maggtbtnb m Betragt ju lieben tg. gl lomug babei 
»efetttlig auf bk Berlegtlouf faffnng an . , . - • Zktnag ig 
für bie BegnnbtetHeigetifgaf» enter SRafguie tm Bergältuiff» |u 
einer ffabrt! ju erfoebem, bag belbc raiteinanba betört »er. 
einigt fmb, bag nag bet Berltgtlauffaffung tun eint 
Salbe, unb jtoar in Seflalt bei für ben betreffenben ge* 
toabligen Betrieb bauetnb eingeei<b»eten ©ebäube«, 
sollte gt. ffitötr aber ig ni<bt äuget agt tu lagen, bag § 98 
8®8. begimnu, bag bei einem geioetblieben Skbüube, in«- 
befonbere einer gabril, bie |u btm Betriebe begi mögen 
SKafcgttten unb fongtgen (Berälf (haften gubegle feien. Bag 
ben iRot. (8b. 8 ©. 66) ig biefe Botfgrift in ba« (Befeg 
aufgcnonmten »otben, um btr in ben (gebieten bei gementen 
Secgtl twrbreiiettn Snfgauung enlgegenjutrettn, bag bal 3» 
bentar ctnil gcioctbliiben (Bebäubel nigt gubegle fei, »eil «I 
nur ben paf Inligen gmedtn bei ©tunbRütHbefigetl biene. <SI 
gat alfo btt ffieftggeba el fogat für jtsetfelbafi erachtet, ob 
bie ju bem Betriebe befitmmien Diafgtncn aueg mit all $u< 
beglr bei geteetblttgen ©ebäube! ange fegen »eiben Düiben, 
unb gat btlgalb eint aulbtüdluge Begitninung hierüber für 
aforbaiig gegolten. ®ie« fgliegt atterbing«, »ie füg aui ben 
'Jüoiten „ogne Beganbleile bet $auptfafc JU fegt" in bem ben 
Begriff bei 3nbeblrl begimmenben § 97 888. ergibt, — SR®. 
63, 118 — niegi an«, bag bie SJiafgmm naeg Sage bei 
ein (einen gatte! Bcgaubteiie bei gewerblichen @ebdabd fehl 
(Innen. über el barf ben SDiafgtnm mit bann Seftanbteill- 
eegenfegaft beigelcgt toetbrn, toenn fit naeg bet Berligrlauf- 
faffung jufolge bet Bcreinigmg aut bem getottbUcgen ©ebäube 
megt megr ftibgänbtge Scnjellätpex ftnb, fonbeen. Solange bie 
Bereinigung bauert, nur notg all Sacgteile bei gttoerbiigen 
Sebäubel gelten. fDaju »itb fretltg nicht immer unbebingt 
notwettbtg fein, bag bie iffiafegmtii in ben Körper bei (Bebäubtl 
oötteg autgenommra fmb, bttlmegt tann unter Umgängen auch 
eine lofe Bttbutbung genügen. — SR®. 63, 173; 3® 04, 111*, 
648'. — Dann mug aber bie Srt bafyrftrlung unb ßinrigtung 
ba ffiafgtnen ober bei gewabligtn ©rbmtbel tüte f siege fein, 


bag ba Beilegt trog bei lofen Babinbung attel tufammen 
all nur eine Sacge auffagt. Sit! tann beifgieUloeifc ba 
Satt fein, »enn bie SDkftgaten niegt SDiaittmaren, fonbem 
inbioibuell füt ba« beteeffenbe getottbliige ®ebdube gagegellt 
ftnb, oba »tim ba« (Sebäubt eigen« um eine Dtafgine baum- 
gebaut tg . . . gwar glaubt ba Btntfunglrigia geg füt bie 
SRtgtigleit ferner (entgegengefegten) Snnagme auf eine Jlnjagl 
ßntfcgeibungen bei SR®, {tagen ju timten. Satfätgtug gat 
aba ba! SR®, intmtt bie gleicgea @runbfäge für bie Befftm- 
uumg ba Beftanbrnllttgenfcgaft bon ÜRafeginett im Bergciitmffe 
ju Sabttfen aufgegellt, inlbefonbae aueg ba ethmteube Senat 
in SR®. 60, 941; 63, 171, 178; 358.04, 548*; 06,543*; 
07, 128 * 1 unb ba VH. g& in SR®. 58, 388; 64, 406; 
3S8. 04, 354*; 05, 887"; 06, 189*. Bur ig megt übaatt Ba- 
anlaffuitg baju getoefen, in glriega Scgärfe »it gier ju betonen, 
bag SSiafeginen nur barot all Beganbtcile eine« getoablicgen 
®ebüubcl, mlbefonbere etna ffabeil, eeaegiet toaben bürfen, 
wenn bal ®an}t naeg ba Berlegelauffaffung all eine 
Sage gell, äueg ig ju bemalen, bag bie btm eina umfang- 
tttegen iittaatur augefogtenen Berfgiebenartigen Srgebitiffe in 
ben einjelnen Sälen jumeig auf tatfägligcn gtggellungen ba 
BctufunglgaigU beruhten, bie eine Becinguffung bürg regt«- 
irttümlige SUffaflungen nigt aleuntn liegen. SlDabüigl ig 
in bem ba dnifgeibung bei VII. g®. 3» 06, 417* jugrunbe 
liegen ben galt entt auf einem mafftben gunbamente ftg- 
gefgraubte ^ogbeud-ßEbauponb-Solomobilt all Beganbteil einet 
jur Nagelung bon Striufglag ertigtden Sgottaanlage, mir 
ba ge bürg »intu Ittibriemtn labunbtn toat, angtfegen »otben; 
aba aug bort taugt bie dntfgeibung auf ba talfügligen geft- 
gitttmg bei Bentfunglgetugt«, bag ba« fflanje eint faglige Sin- 
gei» hübe, - S. cs. SB., U. b. 9. Bob. 07, 68/07 V. - Stuttgart. 

*. §§ 139, 980, 395, 396, 846, 356, 489 8@B. Sieber- 
Igrigt ein fogen. auf lange geg abgefgloffenet Bialiefetungl- 
beitrag unur allen Untgänbm ben guten Säten? Zeilineifte 
SRüdtntt gegen übet ben Begimmungen tu §§ 395, 396 8®8 ] 

Tin Jtldga, egt Btauaeibegga, attutrb eine Safteoirtfegaft 
im g»ang«Dageigcnuiglbafageeu für 94 000 M unb ba- 
tauge ge bürg notariellen Beitrag an bie BeBagten füt 
17 S00 M. Bom Rauft teil f ollen 4 000 M anbejagii, 
5 640 M all eine 18 3«gK lang unfünbbate «bbotgei ein* 
getragen, bal ügtige bürg ®vboigt(Ubemagme berigngt »aben. 
Sa g 5 bei Jtaufbatragel lautet; „Die Häufet uet pflügten 
pg auf bte ®aua bon 18 3agrtn mir Säger- unb Btaunbia 
aui brr Brauerei bei Batäufa« jum Bulftgan! ju bringen, 
gür jebe« $egolita Birr, Weigel Häufet au« eina anbettn 
Brauati bejiegen unb in bet «taugen ©agninfgag berfgänten, 
gaben pe eint Aonbentionalfhafe bon je 6 — feg! Diät! _ 
an Batäufa ju jagten unb pe unter roafm pg baftlben hier- 
mit aulOrürfUg." gut Signung bitfer Btrpgügttutg he- 
gelten bie Bettagten ui § 7 eint Sigenutglggpotget bon 
8 000 M. 3* her Älage 'ft 3«glung eine« Bmraglgrafe 
gefoebert, »eil bie Beflagten Bia au! an ban Brauaeien be- 
logen gärten. Die Bellagtcn beantragten nigt nur Bbtoeifung 
ba Klagt, fonbem »tbaflagenb jugletg, bag bet Kläger jue 
SSnerftimung igrtl Begtel, bte SiaiMglgeftimmuug § 6 auf- 
jurufm, unb jut Slfguug ba Sigaunglggporgef ju 3 000 41 
bteuetcilt »abe, »eil fte wegen fortgefegter Sicfaung fglegten 

!• 



4 


SBotfjcnfdjrift. 


M 1 . 1908 . 


ungenugboten Sine« Com ®irTlieferung«bertrage lutüdgrtietrn 
feien. Ser «fit Rieglet eratgtete ftgletgte Bietlitfcnutg nitgt 
ftir etwieftn unb fptaeg beSgalb kt« Blage ju, toägrrnb et bie 
SBibetBage abmie*. Sie Bellagtrn gaben Betufung eingelegt 
unb matgtrn nun all ßinreb« unb SBtbeeltagrgnmb aug ba* 
SnfloBetr be« § 6 gegen bi« guten Sitten unb babee ble Ritgttg. 
leit bieder SertragSbeftimnrang gettenb. Som D8®. tfi unter 
Surüdmeifung bei Berufung im übrigen bi« Singe abgetbtefen 
Worben. Sie Rebifton bet Brtlagten Würbe jurüdgrnriefen. 
1. bi« freage, ob ein Scttrag toibet bie guten Sitten berftjgt, 
ift btfofetn Retgtsftage, a!3 aaeg bom Rebifton«grritgte' natg» 
geteuft toetben lann unb muf, ob bi« bon ben Untergeritgten 
eintbanbftet feftgeftrüten tatfiitglitgen Umfltinbe, bi« ben Set» 
lrag«abftglug begleiteten unb bei SetltngbetfüDung weiter 
wirten, jenem ®ag bon SittlUgteit«« unb Slnftanb*rüdfitgten 
Ibibetfbteeben, ba« im ®eieb5ft«bettebte autg bon Sungftgnitt«» 
menftgen gefoebett toetben tann. Jjebet Sertrag — jeb« 
obligatio — beftgrdntt m«br ober tninber bie $anblung»fmg«it 
bet Sertragftgliegcnbtn. ®an( befottbtt« mug bie* bon f öligen 
SerttSgen gelten, bi« nuf eine Reibe bon Jagten genau« ben 
einzelnen tu ftbtoeten, grwigtigen Seiftungrn unb Unterlaffimgen 
betpflitgten. Wlrugwogl bet bet etlennenbe Senat itgen in 
feinen Urteilen V. 2115/04 bom 7. Januar 1906, V. 163/06 
bom 15. Robcmber 1905, V. 809/05 bom 94. fjantxnr 1906 
unb V. 519/05 bom 99. Rtai 1906, (3®. 06 453*) 10. ja 
15jäbrigen ffttMtng jut Biereutnabm« an fiib no<b nitgt ohne 
lwitete« füt toibet bie guten Sitten txeftofcenb «rOürt, toeil <* 
babei, wie omb im Itgtertoägrtten Urteil airtgefügrt, auf bi« 
@efamtumft5nbe bet 8tttiag«|tgrugung rmb 8ertrag*totrfung 
antomme. (®itb »eitet bargclegt) 9. Set 8etufung*riigtet 
bettoenbet leine ffiürbignng be* fltmfberttage* oom 5. ®itj 
1901 al* eine* einb«itli<b<n tmb untrennbaren (Hanjrn (ugleitg 
ali einjigen ffirunb füt Sbtoeifung be* in (»etter Reibe be» 
abfiibtigten Rfldttitt* bet Stllagten nut bon bet Siet» 
«ntnagmebetpftitgtung in § 5 be* Setttage*. Set Slngtiff bet 
RebiftonälMget, »omit fte gegtnübet bet Jurürftoeifung ibte* 
teiltoeifen 8eiirag«tüdtritt» Beilegung be* § 813 Rt. 4 
3S0- nnb be« § 139 8®8. rügen, lonnte leinen Stfolg 
haben. Rttglig ifl |»at, bag auf biefe (frage bet § 139BSB. 
nitbt unmittelbare änwenbung ftnbett lann, tmb bag ba* ®cfeg 
RüdttittifdSe bet botliegenben Htt, in benen ein tiberein* 
lammen übet fottlaufenbc* ©ejiegen bon SBoten mit einem 
Serttag übet ein Oiumbftfid betbunben i|l, nitbt au*btüdii<b 
bebanbelt bot, gleitgwogl aber ifl bie (Sntftgcibuug be« 8t» 
rufung«gcri<bt* geretbtfertigt, intbefonbere ifl babei au<b § 3 1 3 
3!t. 4 SSO. nitbt betlegt. ffiemt bie Rebifion meint, ba4 
C£®. hätte nubl nut ben Rbftglug be« Settragt« al« eine« 
embertltcfcen, fonbetn autb bie Seteinbanmg fortbauetnbei 
Slbgtingigletl be« ganten Setttage« bom Sbfommtn übet bie 
Sicrabnabme feftfte Uen müffen, fo überftebt fte, bah autb biefe 
bon ibt bermtf 1 t ffcftftrllung al* feigftberftiinbliege im Sc» 
nifung«urttil ju finben ift unb bag äugtrfimfaü« bie Biber« 
Uflget füt Setembanmg be« fp&terrn Siufgötcn* be« einmal 
geftgaffrnen Sufianbe* bebauptunge unb be»ei*bfrttbt<g getgefen 
todten. Sie ftbetnbar abtoeitgenb« (Sntftbeibuug be« II. SS. 
bt* R®. in 3®. 0*» 18“ bebanbelt einen elnfatgeit, mit 
t'mtm ©tunbftüd«beilauf nitbt berbunbenen Sietabnabmebetttng. 


Bei bet retgtlltgen Beurteilung be* befhrittenen ttiltoeif.n Set» 
tiagiiütltiitt« ifl fobann bon § 896 8®8. au*(ugegen. Rath 
Hbf. 1 Sag 8 biefer ®efeg«*fteU« finbet bei teilmetfer Ruht 
bemhtung bet Stiftung innetbalb bet Ratgftift bie Sotfdmft 
be* § 3 95 äbf. 1 Sag 9 enlfttte^enbc äntneubung. Set Sag 1 
be« § 395 ftmtgt bon Stgabentetfag ober Rfidttilt bom 
(gan|en) Serttag al* Regel bet gin^uger Unmöglttgfeü bet 
Stiftung. 38<n folgt bet (»eite auibebnenbe Sag mit bem 
Bortlaut: „Bei letlweifet UnmSglugleit ift et (bet anbetc Seil), 
wenn bi« teilweife ©ifüüung be« Setttage« füt ibit Irin Jntewffe 
gat, beeetbtigl, Stgabentetfag »egen RugtnfüBung bet ganten 
Berbinblttgleit natg Rlaggabe be« g 980 äbf. 9 (u brrlangen 
aber bon bem gan(en Setttage (utüditrtttten." Zittau« lünnte 
man mittel« bet Stglugfolgetung auf ba« ®«genteil (nrgn- 
mentum e contrario) entnehmen, bag, wenn bie tei!»«ife ©r* 
fiiüung be« Serttag« füt ben anbetn, ben bemagtteenen Seil 
3«terege gat, et immer bereigtigt ift, bom Setttage mit teil» 
Weife, nämlttb nut in Se(iebung auf bie bom Segnet nitbt 
eingehaltene ©mjelbeftimmung bt* Setttage* )ur&d)utrcten. 
älletn bie« ift im Sefege nitgt outbrüdliig gefagt unb bie et» 
»«bitte Stglugfolgetung auf ba« Segenteil barf mit bann an» 
geWenbet »erben. Wenn igt anbete au« bem ®eftge*»illcn tu 
«ninegmenbe ®tünbe nitgt entgegenfteben. Sie* ift aber hier 
bet gaB. IS« lann fttg jtmätgft fragen, ob bt bem Bauf» 
beitrag« neben bet Bietabnagmeffliigt bet BeUogten «in« Biet» 
li«ferung*gfli(bt be* Bläget* begrünbet ift, ob biefe nitgt 
auf befonbettn äbmatgungen augetgalb jene* Setttage« betagt 
unb ob be«galb überhaupt btt bon § 896 unb beffen britttn 
Sag int äuge gefügter Sufommengong (toiftgen ben ein (einen 
Seiftungen beftegt Rtnrart man bie« unb baget bie unmittel» 
bäte äntoenbbarleit bet §§ 396, 395 aber autg an, fo mug 
borg au« bem au« betftgicbenen Stellen be« 8®8 , J- S. 
§§ 1 89, 980 «bf. 2, 469 Sag 9, 346, 356 (u entnehmen» 
ben allgemeinen R«igt»gnmbfag, bag gewdgnlitg ein eingeitlitget 
Sertrag antg nut eingeitlitg (legen ober fallen ioü, gefolgert 
toetben, bag autg in ben gü&en bn angelegenen §§ 396, 
325 bei teilweifet 3KtgtetfüHung eine« eingeitlitgen Set» 
trage« btefer nitgt in megtete Stüde («legt, bag nitgt bon 
einem Seil jurfldgetteten, bei bem anbetn Seil ftegen geblieben 
»etben tann. Sgl. Sion cf SOS. § 325 ämn. 8c. Sic« 
emfbtitgt autg bn algemeinen SertegeStmftgauung. Su Werte, 
bie fttg igret Stetabnagmepfliigt b« Staueiei gegenübet ent» 
lebtgn »ollen, galten e* meift füt felbfttxrftänblitg, bag fte 
bann autg bie ignrn bafüe bon b« Braunei auf Ifager 
btnau* geftunbeten Satlegne fofart tutüdiaglen müffen. Sgl. 
Urteile be« R®. V. 295/04 bom 7. Januar 1905, V. 154/06 
bom 13. Dllobet 1906 (Jffi. 06 735*). 6« gat aber bet 
erfennenbe Senat in einem bet botiiegenben Stube gan( ägn* 
litgen jaB« autg ftgon mi4btüdlitg, Wenn autg ogne nägete 
Bcgtünbung entftgitben, bag natg § 826 8®S. b« ®irt bon 
einem mit einem @ninbftüd4tauf onbunbemn Binabnagmc» 
betfptetgen allein nitgt (urüdtttten bütfc unb ei beftebt lein 
änlag, bon biefet Uniftgeibung gier objugegen. Sgl. U be« 
R@. V. 309» 05 bom 94. 3araiat 1908. 8. c. 8., U. b. 
16. Rob. 07, 102/07 V. — Raumbntg. 

». §§ 146 ff., 157, 984, 326 8®8. Scrttag«antrag tmlet 
SbWeienbcn (äuilegung natg Sten unb ®Untben). — Sotau«» 



37. Safoegcmg. 


5 


Quriftif^e oc^enfc^rift. 


fe$ungen be« ©erjuge«. Samt beborf e« m#t btt Seh un fl 
fhtcr 'Jlacbfrift ? J 

9la# ber }Re#tft>re#ung b ti SR®. (bgl. bte Urteile be« 
ertennenben Senat« bom 15. Januar 07 II. 293/06, be« VII. 3©, 
bom 30. Juni 06 VII. 342/05 unb be« VI. 3©. bom 
211. Januar 06 VI. 179/05) ift ein ©ertragfantrag unter 815» 
»cfenben grunbfä$Iich tn bem ginne ju betflehen, bcn er, an 
unb für ft<^ betrautet, na# Streu unb ®lauben mit 9Rüdfi#t 
auf bi e ©erfebr«fitie $at. ®enn er fo bon bem empfanget 
berftanben toirb, tfl biefe ferne Äuffafiung für bte Auflegung 
be« ©ertrag« mafegebenb, ni#t aber bet ab»ei#ettbe befonbere 
©um, ben beT 91ntragfteHer feinem Antrag beigelegt bat, 
namentlich meim ber leitete Sinn nicht au« bem ©ertrag«* 
arttrag felbft, auch nic^t au« ben übet ben Äbf#lufc be« 
ftreitigen ©efcbäft« felbft geführten Serhanblungen ju entnehmen ift, 
fcmbem nur au« anberen Umftänben, Wie $. ©. au« bem ^ntereffe, 
ba« ber Äntragfteller an einer gegriffen ©eftaltung be« ©ertrag«* 
berbältniffe« tyibtn mag, gefolgert ber ben fann; benn e« ift 
tetnefmeg« feibftberftänbli#, bafc ber ÄntragÄembf arger, — 
felbfl benn er fi# be« ©efteben« eine« foI#en ^ntereffe« be« 
ÄntragfteBer« betoufet ift — au« einem feine entfpre#enbe 
©ertrag «befriirnnung entbaltenben Sertrag«antrag entnehmen 
müfeie, bafi bennocb «int biefe# ^ntereffe »abtenbe ©ertrag«* 
beftiimramg bon bem ÄntragfleUrr gebodt fei. Der äntrag«* 
empfanget famt babrr au# in ber Siegel nicht für bereichtet 
eracbtet berben, bei Annahme be« Äntrag« feinerfeit« gegen 
ctne berartige, bon bem ÄntragfteDer nicht geltenb gemachte 
©ertrag«beftimmung bei ©ermeibung be« 9le#t«na#teil« ber 
Äimabme auch ber lederen ft# $u berbahren. $n gleichet ffieife 
tfl aber auch bie ännabme eint« ©ertrag«angebot«, ba« eine 
bem Äitmbmenben ungfinftige ©ettrag«beftimmung enthält, gu 
beurteilen, beim bie Ännabme felbfl nicht beutlich etfennen läfjt, 
bafc bie fraglich« ©ertrag«bfftimmung abgelebnt berben foB; 
benn aud> h ,er eTforbem bie ©runbfähe bon Drru unb ©lauben 
eine flare, unjbeibeutige Grllärung eine« bon bem 
©ertrag«»iBen be« ÄntragfteBer« ctba abmeicbertben 2SiBen« 
feiten« bc« Äntragiembfänger« unb gbar um fo mehr, al« 
biefer burch bie au«brtic!liche ©cltenbma#ung ber betreffenben 
©ertrag«befttmmung fetten« be« Äntrag fte Iler« auf bie au«* 
brüdlt#e beutliche Grllärung eine« etbaigen gegenteiligen 
©ertragfbillen« feinetfeü« befonber« bmflrtmefen ift $Jn Gt= 
mangelung einet folcben Crflärung be« ÄntragSembfänger« »hb 
babeT bet Äntrag ft c Her in ber Siegel au« einem ft# al« „©e* 
ftätigung" be« ©erttag«f#lufje« br^eüfmenben, bie fragliche 
©ertrag*beftimmung ni#i aulbiüdli# jurüeftoeifenben Ännabme* 
f#reiben bie unbef#räntte Ännabme feine« Äntrag« ent* 
nehmen bürfen unb fomit ber ©ertrag na# ben ©nmbf&ten 
bon Dreu unb ©lauben al« tn biefem ginne guftanbe gefontmen 
anjufeben fein, fo bafc bte ©eftimmung be« § 150 Äbf. 2 ©©©. 
ferne ÄnWenbung ju finben h<U. Äße« btefe« toirb befonber« 
barm »u gelten haben, »enn bie Unllarbeit einer bertragiufcen 
Crflärung ihren ©runb in bem ©eftreben be« Grflärtnben hert, 
ben bon ihm feiner Grflättmg betgtlegten befonberen ginn bem 
©mbfänger ber Grllärung gegenüber ni#t flat h«rt>ortrcten *u 
laffen ... Die Änfi#t be« ©erufung«geri#t«, bie Öeflagte fei 
au« bem ©eft#t#bunlie be« § 826 ©@©. »egen au«* 
gefbroebener GrfüHung«»etgcrung be« Älägcr« jum ©tcbloSfagen 


bom ©ertrag ohne Sefcung einer Slacbfrift berechtigt ge»efen, »et' 
ftäfei gegen bie ©oif#riften ber §§ 284 unb 326 Äbf. 1 ©©©. 
3toar bat ba« 31®. f#on »iebeTholt in Überetnftiimnung mit 
ber Denffcbrift jum #©©. n. 5- au«gefpro#en, baft au# unter 
ber $errf#aft be« ©@©. ein g#utbner au# ohne IRabmmg 
be« ©laubiger« bann mit ber ihm obltegcnben Stiftung tn 
©erjug gerate unb bab e« Jtnn Eintritt ber in § 326 Äbf. 1 
gab 2 ©©©. feftgefefcten folgen be« ©erjug« ber ©eftimmung 
einer angemejfenen §rift gut ©etottlung ber Stiftung gemäft 
Sah 1 bafelbft bann ni#t bebürfe, »enn ber S#ulbner hn 
borau« bie ©ertrag«eTffillung ernftli# unb entf#ieben 
bertueigert unb ft# babur# bom ©ertrag lo«gefagt b*&t (»fll. 
m 51, 350; 52, 151; 58, 12; 56, 233; 57, 122 ff.). 
Änbererfett* ergibt fi# aber, »ie in bem Urteile be« erfennenben 
Senat« bom 1. fRobembcr 1907 — II. 178/07*) — bereit« 
bargelegt ift, au« ber ©egrünbung ber erberen Urteile, ba§ bei 
ber ©eurtetlung bet ^hrage, ob eine fol#e GrfüUung«»eigerung 
borliegt, »el#e ben ßmtntt ber folgen be« § 326 Äbf. 1 cit. 
ohne @<h ur 0 9fa#ftifi re#tfertigt, ein ftrenger 3Ra^* 

ftab anjulegen ift. $ierna# genügt jum Gmtritt biefer folgen 
namentli# ni#t f#on bie etnfa#c Äblebnung ber Gr* 
füBung, in«befonbere »enn biefe »egen ÜRetnung«« 
berf#ieb en beiten über ben ©ertragiinhalt erfolgt, 
©iebnehr müffen getoiebüge tatfä#li#e Momente borltegen, 
toel#e c« na# Sage ber Sa#e al« au«gef#loffen erf#etnen 
laffen, baft ber tm ©erjug befinb(i#e ©ertrag«teil, »enn er 
bur# gelang einer 9ta#frtfl bor bie «frage gesellt »üb, ob 
er bie folgen be« § 326 Äbf. 1 auf ft# nehmen ober bur# 
na#träglt#e GrfüHung btefe folgen bon ft# abtoenben foQ, fi# 
für bie ledere Ältentatibe entf#eiben »erbe, ©on biefen ©eftit«« 
bunften au« tfl aber au# bie «frage $u beurteilen, ob an 
g#ulbner bur# feine Grffillungfltoeigenuig in ©erjug geraten 
ift. «ferner lommt hi« ba« Urteil be« etfamcnbm Senat« 
Dom 7. Dfcober 1904 — II. 8/04 — in ©ct«a#t, in bem bie 
Grllärung einr« bebingten *Rücftntt« bom ©ertrag für mefet 
gtnügenb era#tet »orben ift, um baraufhin bat anbeten Zeü 
jum Äbgeben bom ©ertrag ohne borgängige ©tabnung unb 
«frtftfehung ju bere#tigen. G. c. ÜJl. & Go., U. b. 8. 91ob. 07, 
228/07 II. — Hamburg, 

4. § 181 ©©©. Selbftfomrahiertn eine« ©ertrön« nichtig 
ober anfe#tbar?J 

Die «frage, ob »c#t«gcf#äfte, »d#e ein ©ettretn, bar 
ffiorf#tift be« § 181 ©©©. jutoibeT, mit ft# felbfl im eigenen 
tarnen ober in ©ertrrtung eine« anberen bormnunt, m#tig 
ober nur anfe#tbar futb, ift beftritten. Der erfennenbe Senat 
hat m einem früheren ^aü (91©. 51, 426) 9li#iig!eit ange* 
nominen; bei no#ma!iger ©rüfung glaubt er jebo#, an biefer 
Änfi#t ni#t fefthaüen >u löimen. 6« ift ju^ugeben, baft bei 
©exatung be« jtoetten Gat», jum ©@©., al« in ber Äom* 
mtf fton ©metfel barüber entftanben, ob bet erft in bte|en Gm», 
neu aufgenommene je^ge § 181 tm Sinn einer 31i#ttg(cit ober 
blofc einet ©enehmigungfbebürftigleit ber bamiber borgen 
nommenrn 91e#t«gef#äfte jiu berftehen fa, bie SMebrheit ber 
fiommifftonfimüglieber fi# für bie 9li#tig!eit au«gelbro#en bat. 
Äber biefem Umftanbe »ütbe nur bann ©t»i#i beuumeffen 

•) 07 , 850 . 


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6 


Quriftifcpe SBodjettfdjtift. 


Oft 1 . 1908 . 


fein, toenn bie Anficpt ber Siebrheit itn Gcfeß «inen Au#brud 
gefunden halle. Za« läßt fiep inbe# mit gutem ©runbc bet» 
neinen. (3Btrb näher audgefüprt) Za« Sntaeffc be# Vertretenen 
ift geniigenb getoaprt burep bie botiäuftge üHtatungtlofigleit 
einer babottoibrigen Vertretung, bie etft gehoben »irb burep 
feine nachträgliche Genehmigung. iftufetc flau beffen eine Nichtig* 
feit be« Secptßgefepäft« angenommen toerben, bie eine neue 
Vornahme be# ©efepäft# nötig ma<pen toürbe, toenn ber Va» 
treten« bei bem Gefcpäft ftehen bleiben toid, fo wäre ba# eine 
V«tepi#«feptoCTung, bie um fo läftiger empfunben »erben 
mürbe, al# bei bem »eiten Umfange bei Verbot« in § 181, 
ba« fiep auf SeepWgefcpäfte aller Ärt unb auf ade Vertretung«« 
berpäümffe erfitedt, folcfye gälle borfommen toerben, in 

benen bie Slbglupfeit eine« Gefchäftaabfcplufie« auf bem Söege 
ber fograannten Zoppcleattctung fuh <ü# eine feht ertoünfehte 
Vcrfepräeclcicptenmg barfiellt Auep au« biejen pralnfepen 
(Erwägungen rechtfertigt fuh bie Annahme, baß burch bie Auf* 
nähme be« jeptQfn § 181 in bra (£ntro. ber jtoeiten Kom» 
nüffum bie gtunbfäßiicpe Auffafiung be« erftra ßntto. nicht 
bcilaffen »erben folltc: baß bie Un»itffamfeit be« fogenannten 
Srlbftfontrapteren# au« bem Stängel einer fo »eit gebenben 
Vertmungima^t be« Vertreter« crüärt toerben muffe unb 
barum burch bie Genehmigung be« Vertretenen (§ 177) geheilt 
»erben fönne. $n biefem Sinne pat auch bereit« ber 1. 3©* 
be« SG. entheben (SG. 56, 107 ff.). %. c. SR., U. 0. 
6. Scb. 07, 194/07 V. — Zreßben. 

6. § 954 VGV. berb. mit bem internationalen Über* 
einfommen bom 14. Dftober 1890 (AG VI. 1899 ©. 795) 
^aben bie gefeplicpcn Veftimmungcn be« Sanbeßrccpi# bezüglich 
be« fonturrierenben Verfchulben« bei Antoenbungcn be* intet» 
nationalen Übercinlommen* put Antoenbung ju gelangen* 
Gnrabfape für bie Antoenbung be« § 254.] 

Vom Sbefciteut (Sh* m Vari# »urbe bortfelbft ein bem 
Kläger gehörig« großer Ventparbiner #uitb al* GUfraeptgut 
nach ValimßparloUcnhurg an bie Abteffe 3* Ä* Jur Vahn 
gegeben. Z« £unb befanb (ich unangebunbra in einem au« 
$oijlattcn gebtlbeten Käfig unb »urbe bon bet franjöftfcpen 
Vapnbeporbe in bufem Vuftanbe jur Veförbenrag übernommen. 
Veim Offnen be* jur Veförberung bientnbra Güterwagen# auf 
ber Station St a. Ah- mtl prang ber £unb unb e# jeigte ftch, 
baß er einen Zeil ber hatten feine« Käfig« burchgebiffen unb 
fup baburih freigemacht patte. 2) er £unb »urbe im Aufträge 
be« Stationöborftepet# burch emen Saepttoäcpter eingefangen 
unb $ut ©tation jutüdgebraept, »o ihn ber Sabcmafta 3* 
toieber ui bra injtoijcpen bom aSafftattifcpl« au«gebefferten 
Käfig fpeerte unb barin mittel« jtoekr deinen anbanb. 2) er 
Käfig mit bem #unbe »urbe alebann »ieber oerlaben unb 
»etter bejbrbert Vci ber Anfunft in Valui fanb e« fuh, M> 
ber £imb ftch mit bem Kopf in ben £emen Dafangen patte 
unb erbroffelt »ar. Z« Empfänger lepnte bie Annahme bc* 
Frachtbriefe* ab. Zc r Abfenber hat alle feine Grfapanfbrücp« 
gegen ben Veflagten an ben Kläger abgetreten. Z« Kläger 
macht ben bcllagten $rcuß. ßijrababnfißluß »egen Vetfcpulben« 
feiner Stute für ben Zob bc« §unbe« baamtoortücp, ba btefet 
burch ha« Anbmbcn be* Ziere* im Käfig heebeigeführt, folepc# 
Anbinben aber »egen ber Gefahr bet ßrbroffclung unjuläfftg 
{ei. Za* vG. »ie* ab, bae KG. erfannte: „Zer Anf peuch he« 


Klager« toirb feinem Gambe nach ju •/» föt gerechtfertigt 
erllärt". Auf Acbifion be« Veflagten erfannte ba« SG. bra 
Klaganfpruch in §öpc bon •/, für gerechtfertigt an: Za« K®. 
bat angenommen, baß ben Veflagten an ber Gntftepung bc« 
Scpabcn# rin hoppelt fo große« Verfcpulbett treffe al« ben 
Kläger unb pat banaep bra Klaganfpruch feinem Grunbe nach 
ju «/, für gerechtfertigt erflärt. Zic Acoifion rügt Verlegung 
be« § 954 VGV-, ba, »ie fie meint, in bem Verfchulben be« 
tfägaifcpen 3 < hmira nicht nur nach hem Grabe be« briben 
Vaitncn jur Saft faQenben Verfchulben«, fonoern bor allem 
auch nach bem Stoße, in »elchem ihr Verfchulben al« Urfache 
be« Schaben« müffe angrfeptn toerben, bie toeitübertoiegenbe 
6tpaben*ur|acpe ju finben fei. (£* erhebt fiep junäepft bie 
Frage, ob ber § 954 VG6., »orauf fiep bie Semfton 
beruft unb bon bem auch ba« KG., obgleich e« ipn nicht an* 
jiept, offenbar außgegangen ift, für bie Giujcpecbung maßgehenb 
fei. Za Klaganfpruch unterliegt ben Vorjchnften be« enter« 
nationalen übaeinforamen* bom 14. Oftoha 1900. Za« 
internationale Qberemfommra gebt grunbfäpluh batauf au«, 
für bie bon ipm btpertfehun S«ht«bap<ilmiffe ein einheitliche«, 
bon ben Sanbc*re<hten unabhängige« Sccht ju fchaffra. Allein 
biefc* 3»el hat e« nicht bollftanbig erreicht. Abgefepra babon, 
baß tß an berfepubraen Steden fclbft auf ha« £a.nbe«recpt 'Vejug 
nimmt, ftnb auep feine eigenen Vorfcpriftra nupt überaü fo 
bodftänbig unb in fiep abgefcploffen, baß bie AuAegung unb 
napac Gntibidlung lebiglicp auf bem Vobtn be* Übaeinfommen« 
«folgen fönnte. ^terber gepött inßbefonbere auep bie ^ragc, 
ob unb toclcpra (imflufe auf bie Haftung bc« fcpulbigcn Zeil* 
ba Umftanb pabc, bafe auep ba« Vapalten be« Gegna« nupt 
ju bittigen ift, bie Frage naep Vegriff unb üöerfung be« fo* 
genannten fonfurticrcitben Verfcpul ben«. Za« inlernationale 
Ubercmlommcn befnmmt barüber nupt«. (iß »are aber auep 
gan.i poffnungslo«, in bkfer fepr befthuraen unb ba ber« 
fcpiebenfien Auffaffungen fäpigen Sfataie einen burep allgemeine 
Ubaemfttmmung gefiiperten Sccptäbeflanb feftgufteÜen, au« bem 
bie Süefe be« Übaeinlommen* ergänjt »erben fönnte. Zapa 
bleibt, »ran man niept ba« Vetfcpulben be« anbara Zcil« ganj 
außa aept taffen trnd, »a« fdbftoaftänblup gar neept in Frage 
tomwen barf, niept# anbac# übrig, al# auf bie einfcplagenben 
Veftunmungen beßjcnigen Sanbelrecpt# jurüdjugreifen, toelcpc« 
an fiep auf ben $u entfcpeibenben Fad Antoenbung finben müßte. 
Zer Senat fcpließt fiep alfo in ba F ta ^ c he* fogenannten 
fonfurciaenhen Verfcpulbcn« berjenigra Auffaffung be# rnter* 
nationalen Übercinlommen# an, »elcpe in bejug auf ben Vegriff 
ba pöperen ©«»alt ba VL 3®* * n hem Urteile VI. 318/03 
bom 95. Ftbruar 1004 — oaöffentlupt in SG. 67, 149 ff. 
— entmicfelt pai Von biefem Stanbpunft au* fann e* bann 
tocita feinem 3»««fd mept unterliegen, baß im borliegenben 
Fade bie agänjenbra Vorfcpriftra bem bcuifcpen Sccpte ju 
entnehmen fmb unb baß bapa ba § 254 VGV. Änmmbung 
finben muß. Vegrünba aber ift ba ©intoanb ba Seöifton 
gegen bie Art, »ie ba# KG. auf Grunb biefer ©efepeßftede bie 
Abwägung be« heiberfeitigen Verfcpulben* borgraommen unb 
banaep ben Umfang ba bra Veflagten treffenben ßrfapbflupt 
bcfUmmt pat. 3 QKtr P«* ha# KG. feine«»eg# überfepen, baß 
e# für biefe Verteilung tnßbefonbere auf bie urfäcplicpe ©e» 
beutung be# Verfcpulora«, nämlup batauf anfommt, inwieweit 


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37. $af)tgang. 


Quriftifdie SBodjenfdjrift 


t 


bet Schaben borwiegenb Bon bem einen ob« bem anbcren 
teil« berurfacht tootben iß — S®. 54, 14 — , ober «4 bat 
tiefen ®cfieht«puii!t m einer SBeife bertoertet, bi« nicht gebilligt 
»erben lann. Sa entfehetbenbe Srunb für bat R®., bat Bom 
©«nagten jtt bertretenbe Seiftbulben bet Sabentetjleti 3- für 
bot Weit fcfctoerere ju halten, ift in feiner (htoägung ju finben, 
bafc bte Unterlaffungen bet Rägerifthen 3*benten nur bie ©et- 
anlaffung, nicht bie nottoenbige Utfcuhe bet bon 3- begangenen 
gebiert getbefen feien. Bun ift freilich nicht JU befreiten, bah 
3- auch anbert hätte hanbeln tonnen. 31b CT bei biefer formalen 
©egmübafrUung lammt hoch bie fachlich« ©ebeutung, tnelche 
bat ©erhalten auf beiben Seiten für ben ungilnftigen Butgang 
hatte, nicht Jur richtigen Seltung. Satübet tarn lein 3®rtftl 
fein, bah 3 * ber heften äbfeebt eingegriffen hat unb burch 
bie bon ihm borgenamment ©efeftegung bet ^unbet beffen 
©Beitrrtrantport fnhem ereilte unb gefiebert ju haben glaubte, 
fjn ber Xauglichleit biefet Mittel# hat er fi<h nun aQeebingt 
getäufcht unb na<h ber geftfrüung bet R®. trifft ihn babei 
auch fuhjettib ber ©ortburf ber gabrläffigteit. 64 ift aber 
nicht ju überfehen, bah burch bat Butbrcchen bei $unbtt eine 
fchtsietige Sage grfebaffen tbar, unb wenn bem 3 . bei feinen 
tBohlmeinenben Bemühungen, biefe Schteierigfeilen ju befeitigen, 
ein ©etfehen untergelaufen ifi, bat bod} untre foI<h«n Um. 
ftänben nicht alt befonbert fchtoer angefchen tuerbrn lann, fa 
muh brr gröbere leil brr ©eranttbartlichleit auf benjenigen 
jurüdfatten, burch beffen Schulb bie fchwierige Sage herbei- 
geführt Worben ifl 6t beruhi auf Serfennung biefer ma|, 
gebenben ®cftchtspunlte unb ift rechtlich nicht haltbae, tvenn 
bat R®. ben bon bem ©«Sagten ju leiflenben Grjap auf */, 
bet Schaben« frfigefept hat ©teuft. Scfenbahnfittut c. SB., 
U. B. 18. «OB. 07, 45/07 I. — ©etlin. 

«. § 573 »«©. (Derb, mit SISS. §§ 586, 54» 21 1 2ät.20). 
3ur6dbehaltungttccht Siegen einet Ronbiltiontanfpruih#.] 

Die Äiägerin hat burth einen am 25. Mai 1897 mit ber 
beilagt en Stabtgcmembe abgcfchloffenen ©ertrag bie Hutjübnwg 
ber 3U beeten unb Sieferung bet Watmal ien jum Beubau bau 
Wannfthaftttafernen unb einer Cfjtjicrfpeifeanfialt übernommen 
unb hat bie betbungenrn Bauten in ben fahren 1897 unb 1898 
emtgeführt. ®emäh ben ©efiemmungen bet ©ertraget h«t bie 
Klägerin eine Raution in ©<flaU einet Sepottoecbfel# im ©e< 
trage bon 67700 M hinterlegt Sie hat nun mit ber Be- 
hauptung, bah ifr* ©erbinbhchleiten aut bene ©ertragt ‘amtlich 
etiebigt feien, auf 3urüdgabe bet SepotloechfeW gellagt Sic 
©otinftanjen haben bie ©ellagte berurteilt, ber Älägenn ben 
Sepottoeipfel jurüdjugeben. Stu# ben ®cfinbeit: Unjueitig 
hat bie Klägerin ben ©ertrag bucfuh'lch ber ttbrraommenen 
Sauten etfüllt Sie Rafernenbauten fmb im Oltober 1888 
fettiggehellt unb bejogen getoefen, bie — unbebcutenben — 
(trgäujungtarbeiicn ufm. im Bobetnbet 1898 nachgelecfirt tootben; 
bie ©efchafjtnbeu bet Stiftungen toirb bon bec ©«Sagten nicht 
bemängelt, bie Sauer bet bertraglichen Haftpflicht ber Rlägcrin, 
btti ffabre nach crfolgicr Slbnabme bet ©Jettet, ift längjl ber- 
frühen. St hanbelt fich nur noch um bie bon bei ©ellagten 
beanfpruchte Sttdgabe einet bon ihr übajapiun ©«traget, toegen 
beffen fr bie bon ber Klägerin geleiftete Raution einbtbaltcn 
tocIL ©ec bet im 3«ni 1908 bon ber ©ellagten unb einem 
Berit et et bet Klägerin botgenommenen 6<hlufsabre<hnung hat 


fich ergeben, bah bie ©ellagte auf bat rechmmgtmähige @ut> 
haben ber Klägerin 18010 M 32 ©f. ju Diel bejabli bat. 
Hieran Will fich bie ©ellagte 1448 M 65 ©f. alt hier- 
jugtjmfen abrtehnen laffen, tbonach ber ©lehrempfang brr 
Klägerin noih 16661 M 67 ©f. betrüge. Stfl tbenn biefet 
leptere Scpulbbctrag ber fllägetin beglichen fein mürbe, ifi bie 
©ellagte jur Hcrautgabe bet Sepotluechfelt bereit. . . . Sie 
Bebifton gebt babon aut, ba|, tbie offenbar auch ber ©erufungt- 
richtet annrhmt, bit ©ellagte, tbenn ihr bat behauptete ®ut- 
haben bon 16561 M 67 ©f. aut ber Schlußabrechnung mit 
bec Klägerin jufteije, fich birfethalb jtoeifello« an ben alt Haft- 
gelb hinterlegten ©Jethie! über 67700 51 holten tonne. Sat 
folge auch aut § 3 bet ©ertraget, wonach bie Kaution erfl 
nach Srlebigung bet Schlußabrechnung herautjugebm fei. 
Sbetttuell tomme § 320 8®8. jur Äntoenbung. Sit Bebiftcm*- 
bellagte bagegen hält et für nicht unbebenlltch, ob überhaupt 
bat Haftgelb für eine gotbetung, wie bie hier in gtage frhenbe, 
jurüdbehalten werbtn länne. Sie Kaution hafte für bie ©et- 
pjlichtungen bet Untemchmert aut bem SSertuertrage. So** 
liegenb hanblc et fich nicht um eine folch« ©erpftühtung, fonbem 
um eine auherhalb bet ©ertragtPrrhältniffet frbenbe, um eine 
Konbiltion. Hietlbtgen Werbt bi« 3nrüdbehallung auch nicht 
auf ben § 320 8®8. gefiüpt werben lätenen. — 8« biefem 
©untte ift ber Bebifrm recht ju geben. Sat 3ucüdbchaltimgt< 
recht eil in bem borautgefeptrn .Teile fchon aut bem jmifeben 
ben ©arteten gefchloffenen ©ertrage begrünbet. Bach § 3 
bet ©ertraget in ©erbinbung mit § 4 ber befonberen ©«• 
bingungen lann bie Kaution bon bem Unternehmer erfi „nach 
Srlebigung ber Stbrechnung" jurüdoerlangi Waben. Srlebigt 
vft aba nach ber 00 m ©erufungtgericht augenf<hemli$ gebilligten 
Sbctiegung bet nftrn Bichteit bie Stbrechnung nur bann. Wenn 
bet Unternehmer bit ihm ohUegcnbtn ©erbinblichleiten boü> 
ftänbig erfüllt bat. Siefe Sublegung ifl im H‘«biid auch auf 
§22 leptei Stbfaß ber allgemeinen Sebingungen nicht ju bt< 
anftanbrn. Unb weiterhin afcheint et gaeehiftrtigt, unta ben 
hin in grage ftthenbtn ©crbinbtkhleiien auch bi« ©rrpfüchtung 
jur Begleichung einet etwa bei ber Stbrechnung fich jugunfirn 
bet Bauherrn trgebenben Salbet mit ju begreifen. Sa Sin- 
Ipnuh auf Büdafiattung einet folchen Wehrtmpfange« bnf 
bei ber Batur einet berartigtn ©rrtcagt- unb Bechmmgt- 
bcrhältniffet unbebenllich alt ein in erftn Sinie bertraglicha 
aufgefaßt »erben. Ubtigent Wäre auch Wegen einet Ronbitliont- 
anfpruchet in bejug auf bie Qberjahlung ber ©ellagten coentueü 
ein geftpliche« QmM ch haitu ngtreebt ju berflaltm. Unb JW«, 
wofern bat Be<ht bet ©SS. asjumraben Wäre, jwar nicht aut 
§ 320 8®©., wohl aba aut § 273> ©»©. (tgL B®. 57, 
67), Wenn aber gemäß Sri. 170 ®8©®©. bat alte 91 echt 
Bnwenbung ju finben hotte, ein 3urüdb«bttltnugt«e<ht an bem 
Scpotweehfel aut §§ 536, 542 USB. I 20 — (Pgl B®. 21, 
287 ff.). Stabt B. e. H- & ®-, U. b. 14. Bob. 07. 94/07 VI. 
— Königsberg. 

7. § 326 8®8. Secbt bet Büdtrittt bon emetn auf 
längere 3 cl1 abgcfchloffenen ©ürabnahmebcrtragi.] 

Stuf ®tunb ©ertraget bom 26. Bptil 1904 erachtet bie 
Klägerin bm ©etlagten für uapfi übtet, bat bon ihm in ftinn 
Sfiatfchaft gebrauchte ©in bit jum 26. Bpnl 1912 bei Set- 
tnerbung einer KonoentionalftTafe Bon SO M für jrben gal 



8 


QurtjHfcfje ©odjenfdjrtft 


Oti 1. 1908. 


btt 3“®ibahönblung ton ißr ju begießen; ba fuß ba ©<tlagtf 
be» menaen Vierbrjuge« Don her Rlägetin gemeigcrt bat, »ft 
biefe babin flagbar gemotben, bic Veipflußtung b<6 Vcflagten 
ju bntt Viabrjugc bei VermeiDung ba Ronorntionalftrafe frft= 
jufteUcn. D er Vellagic bat eingemanbt: ec fei megen fort* 
bauernd fchlccßta Vialteferung feuen» ba Rlägerui jum 
iHüdmtt Dom Vertrage berechtigt gemefen. Da» 02®. bat 
bic Verpflichtung be« Veflagten gu bem Vtabrjuge ba Rlage 
gemäß feftgefteßt. Der JKeoijicn mürbe au» folgenden ffirünben 
ftattgegeben: Vtt ba Erörterung beß Ginmanbe» de# Vef tagten, 
jum Stüdmtt Don bem Vertrage megen fortbauemb fc^Uc^ter 
©ialiefaung feiten» ba Klägerin berechtigt gemefen ju fein, 
gebt ba Venjfungericbter bauen au», baß ba Stüdmtt bann 
begründet fein m&cbe, menn Vialteferungen erfolgt mären, bie 
al« bertrag»»ibng angefeben toaben müßten, unb Umftänbe 
bafür boclägeu, bat öueß m 3 uIun f* bie Klägerin nicht ander» 
liefern mabe, menn danach bie Erreichung be« Vatrag«gm<d« 
gefährdet märe unb mevtae Vierlreferungen ba Rlägerm für 
ben Veflagtcn fein $ntaeffe batten. Der Verufung«richta 
füllt ftch babei (auch au«bxüdlich) auf ben ©oben ber Ent* 
fcheibung be» auch i*ßt ertennenben Senat« Dom 11. Mai 1906, 
mitgeteUt in 9t®. 63, ‘197/98, unb er fegt ftch auch nicht in 
©ibafprueß mit ba in $©. 09, 80** mitgeteilten Eni* 
fcheibung; feine Sluöfüßrungcn find babin ju oerfteben — unb 
e« mar gmifeßen Parteien auch unffreitig — , baß bie Rlägertn 
fort gefegt gute» Via gu liefern berpfücßta mar unb alfo 
ba Veflagte, menn die Rlägain biefe Verpflichtung nicht a* 
füllte, an ben Vertrag nicht gebunden, Dtelmebr Don bemfelben 
auch »htrtfeit« abjugehen bacchtigt mar. Em 9techt«intum tft 
hierbei nicht afußllich. 21er Vcrafungöricßter führt fobann 
au«, baß beftimmte Mängelrügen im übrigen nicht bargetan 
feien unb nur bie Don Dwtftor V. in ba aftinftanglicßen 
Bemciaaufnabme bezeugten §äHe Don Viabcanftanbungm feiten» 
be» Veflagten in fttage fämen; baß e« ftd? babei aba nur 
um bereingelte $äfl* handele, die ftch «uf «nen derartig 
langen 3 r ^ 7aunt batetlten unb jciilicß Doneinanba fo meit 
außemantcr lägen, baß man nicht gu ba Schlußfolgerung eina 
Vatragügefährbung durch b»<f< Daeinjelten Jällc gelangen 
fönnc. Da Umftanb, baß, mie bie Vetoeifaufnahme I. ^nftanj 
ageben habe, ba« Via in ba ©iafcßaft be» ©eflagten tat* 
fächlich rrne 3citlang un Mobembet 1905 f<ßle<ht gemefen 
fei, laffe fich (auch menn e» fo Don ba Rlägetin angeliefert 
fein follte) für bie fpätcre 3*i* al» ®runb gum Müdtritt Dom 
Vertrage nicht bermerten, benn ba ©eflagte habe einmal bur<h 
bie ^OTtfe^xms be» Vatrag»bahältnijfefl bi» gum Marg 1906, 
gum anbern baburch, baß a im Mouemba 1905 nur 23 2ita 
gur Verfügung gefteUt höbe, gum 3lu«bntä gebracht, baß a 
traft ba damaligen fchlechten Lieferung an der meitaen Vet* 
binbung mit ba Älägtnn noch Sntaeffe höbe, und baß a 
be»halb Don bem ihm au» bem Vorßanbenfcm ba Mängel a* 
machfenen 9tecßte feinen ®ebrau<h machen moQe. Diefe Sta 
ba ©egrünbung be» Urteil» erfeßeint rechtlich Dafehlt. Der 
©crufungOricßta übafieht babei, baß, menn ber Veflagte auch 
megen ba im 9loüemba 1905 erfolgten fchleihtcn Vialtcfetung 
ctfennbarermcife no<h feinen ©ebraueß Don ben ihm barou« er* 
machfenen Siechten höt machen mollen, a bcrato<h, fofetn 
mieberum fe^lec^tc Lieferungen erfolgten, fehr mohl )ur ©e« 


leuehtung ba gefamten Mrt ba VcrtragJerfüüung Don fetten 
ba Rlägetin auch biefe f^älle ba Vertrag*baleftung mit 
haanjiehen fonnte (3®- 07, 150). Demgemäß hätte ba 
©mifung«ri<bia, mie ba 9ieUtfton»fläga mit Stecht hetoorbfbt, 
bie Don V. betunbrten Ginjclfällc, bie jum Deil im 9fo-- 
Demba 1905, im Degember 1905 unb im Märj 1906 lagen, 
im 3»»fömmenhalt unb in Verbindung mit ba tm Mo* 
Demba 1905 eine 3 f »tlang erfolgten fchlechten ©ialirferung 
in Vrtracht jicben unb anftatt bie einzelnen Datfacßen irrftücfclt, 
bie gefamte Sachlage fetna Prüfung untamafen müffen; 
nur fo fonnte a gu einer juttefftnben Vmrteilung ba au«-- 
fchlaggebenben $rage gelangen, ob bie biftbertge Vertrag«: 
afüüung ba Rlägain al» eine gehörige unb ordnungsmäßige 
ober al» eine folche ju aachten mar, baß bem Vellagten eine 
^fortfehung be« Vertrage» bifligcrmetfc nicht mehr jujumuten 
mat. 9L c. V. <fc U. D. 8. Mod. 07, 238:07 II. — ^ena. 

8. §§ 450 ff. V@V. Sinologe Slnmenbung berf eiben auf 
bie Vaäußerung eine» fogenannten 3immt?bermietung»gefchaft» 
Ofktiftonat«;.] 

Slu« ben ©rünben: ®egenftanb ba Veräußerung gegen 
einen V rc '» Don 13 600 M toar ein SwömaDCTmimmg#-- 
gefcßäft — eine *— # ba» in gemieteten Stodmerfen 

betrieben mürbe, mit ^»»önrtöt. Gm folcha ®efchäft*bettieb 
fann gleich sinem ^mnbcUgefchäft — fonds de -commerce — 
jum Verfeht»gegenftanbe unb Daäußalichen Leben»gule maben. 
3toat ift em folche» Leben#gut meba Sache noch Stecht tm 
Sinne be» § 4 33 Äbf 1 V®6- Stuf feine Vaäußerung 
gegen Gntgelt finden inbe» bie allgemeinen ©nrndfäßc üba 
Äauf Xnmtnbung. Da» höt bet erfennenbe Senat in feinem 
Urteile Dom 13. Märj 1906 — 9t®. 63, 57 — au»gcfprochen. 
— Die ©eftimmungcn bc» V®V. üba ®emährletftung megen 
Mängel — §§ 459 ff. — feßen nach ihrem ©ortlaute Mängel 
eina förderlichen Sache borau». Jn ba Dielerörterten ftroge, 
ob jene Vcftimmungrn auch auf ben Rauf Don Vermögen»* unb 
Serfehr»gegenftänbcn ba h»*r Ht Vetracht fommrnben 9lit, bie 
ni^ft lörpaliche Sachen find, analog angemenbet merben tönnen, 
hat ba erfennenbe Senat in dem bejogenen Urteile ben 
Stanbfjunft eingenommen, baß, menn beim Raufe eine Eigen* 
feßaft eine» folchen £eben»gute« Derttaglich gugefichert ift, bic 
©eftimmungen ba §§ 463 ff. analog anjumenben feien. Sin 
ber dort au»grfpro<henen 9techt»auffaffung mirb feflgehalten. — 
3n jenem Urteile mar dagegen die fttagc unentfehieben geblieben, 
ob beim Verlaufe folcher £eben«güter — mie Handel»* oba 
®cfchäft»brtricbe — die Veftimmungcn ba §§ 459 ff. üba 
®? mäh tleift urig Don fehlem auch bann anjumenben feien, menn 
ba berlaufte ®ef<häft»* oba $anbel»bctrieb mit Reblern be* 
haftet ift, bie feinen Söert oba feine Dauglichfett ju bem ge= 
möhnlicbeii oba bem nach bem Vertrage Doraubgefepten @e* 
brauche aufbeben oba minban. — Die Veflagte (rntte geltend 
gemacht, ba» ihr al» „Venftonat" Derfaufte ©efebäft fei unta 
ba Rührung fetten» ber Rlägerin ein ba Unjucht bienende» 
fogenannte» „Äbfteigequartia" gemefen .... G» muß 
baha auf bie MecßWitage eingegangen maben, ob übahaupt 
die analoge Slntuenbung ba §§ 4 59 ff. V®V. — ßta ba 
©anblung — jndäffig ift, menn ba» Derfaufte Venfionat in 
©irtticßfeu ben behaubteten ffebler hotte, baß e» ein ba Un< 
jueßt bienenbe» Äbfteigequartia mar. Da» Vaufungigencßt 



37. Jahrgang. 


Quriflifdje ©od)tnfdjrtft. 


9 


bat eine fd<$e analoge Än»enbung bet 8efUmmungcn übet bie 
©etoährleiftung »egen Mängel bet Sache berncint Bet 
etlennenbe Senat bejaht fte bagegen bei bet h** 1 gegebenen 
Sachlage. Schon bet ÄuSgang be# Berufungsgericht#, bie 8e* 
fttmmungen be# 8®8. übet bie ©etoäbtlciftung »egen Mangel 
bet Sache feien ÄufinahmebefUtwnungen pofttiber Ärt für ben 
Äauf förderlicher Sachen unb liehen f<hon au« biefem ©runbe 
leine analoge Än»tnbung auf ben Äauf anbetet Heben# güter 
gu, gibt gu Bebenlen Änlafc. (®irb näher au#gefübrt.) — Bie 
Bebeutung bet gefe^lie^en Regelung bet ®<»&hröiflung#anfpTüche 
liegt getabe bann, ben butch einen betborgenen SRangcl be# 
Äaufgegenfianbe« geraffenen Sfntereffenlonflift g»ifäen Ääufet 
unb Settäufer burth pofttibe Beftintmungen gu löfen. Än bie 
Stelle fchwanfenber, bon bet Äuffajfung be# Äugenblif# ab* 
bängiger Äntoenbung bet ©runbfähe bon Breu unb ©tauben 
mit SRücfficht auf bie SetfehtSfUle ober einet butch fünfUich« 
ÄuSlegung etft gu getoinnenben ftillfcbtoeigfnben Bettinbarung 
eine« StücftrittSreibt«, einet ftiÖfchtoeigenben Bebtngung be« 
gehlen# eine« folcben SRangel# furb im 3ntereffe bet Stecht«« 
unb 3ktfebt#ft<h«beit bern Ääufet bie Slechtibehelfe pofiti» 
geregelt, bie ihm gut Söfung jene« ÄonfWte« gegeben finb. 
3ftre Siegelung ift fcabei »eniget babon beftimmt, b ah bet Äauf» 
gegenftanb eine lörpetlich« Sach« ift, al« babon, gtoifepen ben 
ttnberftteitenben 3”t* w ff cn be« Ääufet# unb Verlaufet« einen 
billigen, bem tteugläubigen Serfeht entfprechenben Äu#glei<p gu 
fepaftm. Dajj aber auch SertehrSgegenftänbe bet pi« frag* 
liehen Ärt — $anbel#gef (hafte, anbere ©efcpäfiSbetTiebe — an 
betborgenen SRängel« leiben formen, beten Sorhanbenfetn ben 
gleichen Schuh be« Ääufet« berlangt, ben beim Äaufe förper* 
liehet Sachen bi« §§ 459 jf. 999. bem Ääufet gefräpten, 
toitb burch ben botliegenben gafl am beflen bargetan. S« 
tnäre ein recht trenig befriebigenbe« ßrgebni«, ben Ääufet eine« 
3immetbeimiettmg«gcf<häft« — einer ftaifion, bie in Sötrflich» 
leit ein bet Ungucht bienenbe« Äbfleigequartier ift, lebiglich auf 
ben gtoeifelhaften Schuh be# § 157 808. ober einet fth»er 
gu beweifenben argltftigen Bäufcpung gu ontoeifen. ÄUerbing# 
tottb bie (fntfcpnbung bet gtage, ton# al« SRangel eine« 
^anbelögefcpäftf#, eine# anbrten ©rfchäft#bettiebe# nngeftben 
»erben lann, bet bie analoge Äntoenbung bet §§ 459 ff. 
rechtfertigt, gurflcfpaltenbe SRäftigung etfotbem. Stach biefet 
Stiftung »erbienen bie ÄuSffihnmgen be« Berufungsgericht«, 
bah eine fchtanfenlofe analoge iflntombung ber §§ 459 ff. bie 
Stellung be# 8erläufcr# aügufehr erfdjtonen fönntc, boüe 8e= 
achtung. 3nbe# lann e« für ben pier gegebenen $aü feinem 
8ebenfen unterliegen, bafe grunbfählich. fofeeii nicht au* bem 
Inhalt be« Vertrag# ober Den begleitenben Umftänben fiep ein 
anbrre# ergibt, eine perfaufte $rnfion, bie in S&irflichfeit ein 
bet Ungucht bienenbe« Äbflcigcguartier ifl, an einem SRangel 
leibet, bet bie analoge Äntoenbung bet §§ 459 ff. guläfet 
d. c. S., XL b. 15. Stob. 07, ‘283/07 II. — Hamburg. 

9 . §§ 833, 843, 844 8@8. betb. mit § 304 3$D. 
Änfprucp bet ®rben au« einem Unfall ihre« drblaffet# gegen 
ben Vermietet, ober § 823 be« 808. ? (fntfepeibung übet bie 
Stauet bet Stentc butch 3»if<hemirteUfl 

1. Sotoeit bie Älage auf ben jtoifepen bem G bemann unb 
Batet bet Kläger einerfeit« unb bem BeUagtcn anbeterfeit* ge* 
fchloffmen SRirtbcttrag geflöht toitb, ifl folche unbegrünbet 


Beim geflagt ifl auf ßifap be« Schaben«, bet ben Älägetn 
baburch entftanben ifl, bah infolge ber butch ein Berfcpulben 
be« Beßagten al# S e t mi e tet « eingetretenen Rötung be« SRteier« 
ba« ben Älägetn gegen ben lederen ftaft ©efthe# juftepenbe Slecpt 
auf ben Unterhalt entgegen tootben ifl. tiefer Sthaben«erf ah« 
anfpnid? ftebt aber lebiglich ben Unterhalt« berechtigten al« folgen 
gu, et famt ebenfoloenig toie bem SRieter beffen ßrben al# folchen 
gufteben. Bie Sticpterföllung eine# Ser trag« butch ben SchulbneT 
betottft nach bem 8 @ 8 . regelmäßig nur einen Schaben«etfah« 
anfjmuh be# ©läubiget« ober beffen ^Rechtsnachfolger«, nicht 
auch tmen folchen außerhalb be« 8 ettrag#oerbältniffe« flehenbct 
brittcr Serfonen, »eiche butch bie 8 ertrag*t>etlrhung nut in* 
btreft bcfchäbigt tootben ftnb. ßine ‘Äuönabme oon biefet 
Siegel enthalten bie Seftimmungen be# 8 ® 8 . übet ben SRict* 
oerttag nicht, mähtenb eine folche Sluänabme g. 8 . in § 618 
8 © 8 . über ben ^irnflbertrag (bgl. auch § 62 ^© 8 .) bor* 
gefeben ifl. 2 . Gfl fann Oielmeht bie Älage Oorliegenb nur 
auf § 823 in Setbtnbung mit § 844 8 © 8 . geflöht toetben, 
in toelcher 8 egiebung ba« Berufungsgericht ohne SiechtSirrtum 
ben Stbfah 1 be# § 823 für antoenbbat erachtet h^# toeil 
Seßagter bie Serdfltchtung, bie bem öffentl«chen 8 nf«ht m 
feinem ^aufe bienenbe Irepbe in einem Heben unb ©efunbhrö 
bet fic Betretenben nicht gefähtbenben 3 u ft flT *be 3 U eihalten, 
fabrläffig aufeet acht gelafftn unb baburch ben 'lob be# 
Hägerifchen Untet^aIt#g>flic^tt 0 cn oerutfacht hat Biefe ge^* 
fteQung beruht auf tatfäihlidkn ©noägungen, toelche einen 
SiechtSirrtum nicht enthalten, dagegen ifl e« recht#oerlfh<nb, 
rnenn ba« Berufungsgericht bie SHmoenbung be« § 831 B®B., 
beffen 8 otau«fehungen bet Beßagte behauptet bat, au# bem 
©runbe ablchnt, toeil bie Älage fchon au« bem SRietbertrage 
begrtinbet fei imb e« bähet nicht barauf anfomme, ob bie bamit 
tatfächlich gufammenfatlenbe Haftung au« § 823 2lbf. 1 B©B. 
mit Slücfficht auf § 831 B® 8 . betfage ober beflehe; benn, toie 
unter 1 aulgeführt, finbet borliegcnb eine bettrag«mähige 
•Haftung nicht flott. 3. $infichili<h bet 3>auet btr Slente, 
»eiche bon ber Söittoe fät birifeig 3 ahte imb bon ben Äinbetn 
bi« gut SoDjährigfeit eine« jeben beanfprucht »itb, bat bet 
Beßagte beftritten, bafe bet im Älter bon 47 ^afaen Bet* 
flotbene, bet ein lfine«»eg# geftmbrt SRarni getnefen fei, noch 
bteihig Sah™ gelebt haben »öcbe unb bah bie Äinber eine 
Slente bi# gut BoÜjährigleU beanfpruchen lönnten. ^emgegen* 
übet fyxt f«h bal 8 erufung«gericht auf bie Bemerlung befeptänft, 
bap biefe gtage lebiglich bie §öbe btr Slenten betreffe unb 
be«halb im gegen»ärtigen SeTfahten, in »clchem blofe übet 
ben ©nmb bet Älaganfprüche gu befinben fei, nicht gu ent* 
fcheiben fei Biefe Än ficht ift toopl gutreffenb im galle be« 
§ 84 3 8 ®B., nicht aber tm betmaligen »orliegenben gaüe be# 
§ 844 B© 8 , in toelthem Oielmeht bie gtage bet 3röbauet 
bet Slenten gum Betfahtcn über ben ©nmb im Sinne be# 
§304 3^£). gehört (ogl einerfeit« 3©» 06, 710* a. d; 
07, 366“, anbemfeit# 3®. 06, 553«; 07, 482*°). SR. c. 

U. ». 15. «Roo. 07, 146,X)7 III. — Göln. 

10. §§ 826, 254 B©B. SRtttoirfenbe# Serfchulben be# 
Befchäbigten ift bet ootfäplichen Schabenöjufügung gegenüber 
unbeachtlich] 

Slechtiirtig erfcheint bie Äufifühtung be# OH© , bah, »etm 
auch bi« Beßagten »egen ootfählich«t gegen bie guten Sitten 

2 



10 


Qurifttfdje SBocfyenfdjtift. 


1 . 1908 . 


»erftoficnb« ©hoben«guftigung an unb für fih bem Wäger 
öcranttoortlih toftren, fein 6 haben«etfabanfptuh tm »otltegenben 
5 aUe bod> be«balb au«gefhloffen nf^rine, toeil et felbft bie 
Blngelcgenbett lethtjiimig be^anbtlt, in«befonbere auf bie Bor» 
läge bet ©ilangen nicfyt befianben unb fih übet bie finangielle 
£age bet ®efellfhaft bot Slbfhlufc bet Beiträge bom 11. Wai 
1904 niht gcnügrnb unterrihtet $abe. Za« 0£®. nimmt 
bittnah ein mtttoixlenbe« unb gtoar gang Übertoicgenbe« Ber* 
fhulbcn be« Wäget« felbft an. Slflein biefe tfaffaffung 0 erflögt 
gegen ben bereit« bom II. 3©- be« Bl®. in feinem Urteil bom 
22. BJlärg 07, II 466/06 aufgeffcüten Bleht«grunbfaf}, bajj bet* 
jenige, meldet burh argliftige Zäufhung einen anbetn jum 
Blbfhlufe eine« Beitrag« beftimmt ^at, fth nic^t batauf berufen 
lann, bafc biefet infolge Bertrauenlfeliglett ober mangelnbet 
Borfthi ba« Opfer feiner Ärglift getootben ift. ®. c. ©. 
3 « 0 *ltoetle u. 6 en., U. b. 2. Bloo. 07, 118/07 I. — Gaffel. 

II. §§ 852, 209 83® 8. Beginn ber Berjäbrung be« 
©habenSerfabanfpruh« au« einer unerlaubten ^lanbiung. 
Unterbrechung ber Berjäbtung buth gerichtliche ©eltenbmahung 
eine« Ztil« be« Änfptuh«*] 

Zer Wäger fotbert bom Bellagten ©rfab be« ©haben«, 
ber hm infolge einer W>rpet»erlf|}ung entflanben fein joU, bie 
er am 15. ^nni 1901 burh eine bon einem Neubau httab* 
gefallene £eiter erlitten bat. ^n bet Wage batte er 3000 M 
nebft 3 *nfen geforbert unb babei bemerft, et fei in feinem ®e* 
fhäfte nod? immer boQfldnbig beeinträchtigt unb habe erbeb* 
Ii<$e Betrage gut ©ieberberfteHung feiner ©efunb^cit auf* 
getoenbd, eine bollpänbige Abrechnung fei noh nicht möglich, 
bie 3000 M totttben nur »orläufig unb unter bem Bor* 
bemalt bet (Erhöhung bet ©habenSerfabfotbetung »erlangt 
Zer in biefer ©Seife erhobene Anfpruh ift rehtäftäfiig al« bem 
©runbe nah berehtigt etflärt toorben. Bei bet Berl?anblung 
übet ben Betrag bat bet Wäger am 30. Blotoembfr 1905 feinen 
Wagantrag ertoeitert, mbem er 165 M für Srjtfofien, 
2500 M al« Auftoanb für Babe* unb Gr^olungiteifen, 
enblih gum Au«glet<h be« hm buth Berminberung feiner (Er* 
tocrbäfäbigleit ettoahfenen ©haben« auf bie 3 e ü bom 
l. 3uli 1904 ab eine 3ahre«icnte bon 5000 M for bette. 
Za« £®. bat hm bie 165 BJlart für Argltofien »oD, für ben 
burh Babe* unb ®r$oIung«reifen entftanbenen Auftoanb 
1 000 M unb toegen »ermtnberter 6 rmerb«fä$igteit toom 
1. ^uli 1904 ab geitlih unbegrenzt eine ^a^re«rente »on 
1200 M gugefptohen. 35a« »on beiben teilen angexufene 
D£®. hat bie 31nfhliefeung«betufung be« Wäger« »ottftänbig, 
bie ©erufung be« Bellagten aber infoioeit gurüdgeroiefen, al« 
fie fih gegen feine Benirteüung jur 3ablung ber 165 M, 
ber 1000 M fotoie gut (Entrichtung ber Biente auf bie 3 
bi« @nbe ^utti 1906 gerihtet hatte, betreff« bet Biente für bie 
fpätere 3 «t unb im Äoflenpunltc ift bie (Entfheibung »or* 
bemalten. Zer gegen biefe« JeUurtcü »on ber ©cllagten ein* 
gelegten Blebifton tourbc gum letl jtattgegeben: ©egrünbet er* 
fheint bie SRebifton, fohwit fie fih 0 egen bie Beurteilung 
rihtet, tpelhe bie »om Beflagten in bet Berufung«inftang »ot* 
gefhü^te ßinrebe, bap bie Slnfprühe be« Äläger«, foioett fie 
ben Betrag »on jufammen 3000 M überfliegen, »erfahrt 
feien, fetten« be« Baufung«geriht« gefunben b«t. 3)ie »on 
biefem für bie 3 ur ^ < ^ Df ^ un 0 ber ©nrebe geltenb gemahlen 


@n»ägungen gc^en ba^m: Bah ber *rt, toie ber Äläger feinen 
Stnfbruh auf ®etoätnung einer Biente i»egen bermtnbertrr 
6 tmetb«fäbi gleit, bie nur für bie 3*ü bom 1. ^uli 1904 ge* 
fotbert toerbe, begrünbet £abe, banbele e« fih um Bermögen«* 
nahteile, bie bem Äläget gut 3**l ber Waget^ebung m>h 
niht befannt getoefen feien, »ielme^r auf UmjlÄnben benibtrn, 
bie erft tm ©ommer 1904 eingettrten feien. 2)a£et laufe bie 
in § 852 B®B. georbnete BcTjäbnmg für bie »om 1. 5M» 
1904 ab gefotberte Biente etfi »on biefem Zage ab, fie fei 
alfo gu bet 3^1* ü)o ber Rlagantrag auf bie Biente erfhetft 
toorben fei, noh niht abgelaufen getoefen. 5lber auh ab« 
gefef^n f>ier»on erfhetne bie (Sinrebe unbegnhrbet. Bläh ben 
»om Wäger bereit« in ber Wagfhnft gemahlen Angaben habe 
er »on »ombetein ben gangen i^m burh ben Unfall ermahfenen 
©haben gclienb mähen tooüen unb hn nur nah ben bamal« 
»orliegenben Berbältniffen auf niht b^b« al« 3000 M ge* 
fhäbt ; er habe fih auh bemmtfprehenb für ben 5°^/ toerm 
fth biefe ©h^Iung al« gu nichtig ertoeifen foQte, Gibbbung 
ber (Srfabforberung »otbebalten. Zen ©egenflanb be« fßro* 
geffe« b<»be alfo »on Anfang an ber gefamte bem Wäger burh 
ben erlittenen Unfall ertoahfene unb fünftig entftebenbe ©haben 
gebilbet, e« tonnten alfo bie in bem rnh«gmhtl*hen Urteil 
in 91®. 57, 372 flg. bargelegten Grtoägungen, benen ba« Be* 
rufung«geriht an fih beitrete, niht Blntoenbung finben, bte 
©ahe liege »ielmebr im ©runbe niht anbei«, al« toenn ber 
Wäger ebne Angabe einer befhmmien Summe lebiglih Ber* 
urteilung be« ©ellagten gut Bejablung be«jenigen Betrag«, ben 
ba« ©eriht al« angemeffenc 31u«gleihung be« bem Wäger 
ettoahfenen ©haben« anfeben toerbe, geforbert, ober auf $*ji* 
Teilung ber ©habnräerfabpfUh* be« Bellagten im allgemeinen 
gellagt b Ä U<- 2)anah fei burh bie Wagerbebung bie 8er» 
jäbning bejüglih be« gangen ©haben«, beffen ßrfab ber Wäger 
ju beanfprohen habe, unterbrohen toorben. Ziefer fluffaffung 
bat niht beigrtreten toerben lönnen. Ö« mag niht in 3tt*if<l 
gu gicben fein, ba^ ber Wäger bei ber Wagerbebung beab* 
fthttgi b^, ben gangen ©haben, ber hm burh ben Unfaü 
»om 15. 3«ni 1901 ertoahfen fei unb noh entfirben toerbe, 
im irrigen Btogeffe geltenb gu mähen. Äflein baburh toirb 
an ber Zatfahe niht« geänbert, bafc gunähfl unb bi« gu 
ber Wagettoetlerung »om 30. Blo»etnber 1905 nur ein 5Änf»ruh 
auf Begabung »on 3(XK) M f. % rrht«bängig getootben 
ift, brnn ber Wäger bat ou«fhlteblih bie BenirteUung be« 
Bellagten gur 3ablung biefet Summe geforbert unb in lernet 
BBeife burh f tn <n Antrag gum 3iu«bru(f gebxaht, ba| er ettoa 
über biefen Betrag bmau« bie geftfteüung ber ©haben«erfab* 
bfltht be« Bellagten »erlange, im ©egenteil ift burh bem 
Borbebalt ber ©rtoeiterung be« Wagantrag« brutlih au«* 
gefprohen toorben, ba^ ber Wäger, fofem fih bie gunähft ge* 
forberte Summe al« gu niebrig ertoeifen foüte, bie ©rbbbtmg 
be« ßrfa$anfpmh« gum ©egenftanb eine« neuen auf bie 
3 ablung einer to eiteren ©elbfumme genht«tcn äntrag« mähen, 
alfo bie erhobene 2ei{tung«Uage au«bebnen tooüc. Zem* 
gufolge lann auh ber in bem rehtähäftig geworbenen Be« 
rufung«urteil »om 14. Bllai 1904 ent^ltene üuojpruh, bafe 
bie Wage für bem ©runbe nah berehtigt crllärt toerbe, nur 
auf bie bi« babin allein erhobene ^orberung »on 3000 M 
begogen toerben. Blun toirb aber, toie in bem fhon m ber 



37. OofcS® 1 «- 


Quriftifific ©otfjenfdiTift 


11 


Soräfianj angegebenen reich«ßeri«htÜthni Urteil etngehenb 
bargelegt Worben ift, nach bem je$i geltenfcen Sterte 
bie Serjährung eine* 2Inlpruch« burch beffen gerichtliche ©eltenb* 
machung immer nur infotorit unterbrochen, al« ber Änfpruch 
recht«bängig gemacht toorben ift Dffengelaffen toorben ift in 
jenem Urteil bie ^rtage, ob unter Umftänben bann, toenn nach 
ßrbebung ber auf einen giffennähig beftrmmten Setrag ge* 
richteten Silage ber Plagantrag erweitert unb auf eine aber 
jenen Setrag hwauigehenbe Summe erfhedi toirb, burch bie 
(Erhebung ber bekrön ften Plage bie Serjährung toegen be« 
ganzen Änfpruch« unterbrochen toirb, fte ift inbe« gu bemeimn. 
Tenn auch bann, toenn in folchem ^faße ber Plager bei ber 
Plagerhebung bon ber Meinung au«gegangen ift, bafc ber bon 
ihm geforberte Setrag gut Tcdung feine« Änfpruch« aulreichen 
toerbe, unb fich biefe Ännafjme erft nachträglich al* nicht gu» 
treffenb ertoetft, bleibt bie Tatfach« befteben, bah in ©ahtheii 
gunächft biefe ein Teil be« ©cfamianfpruch« ber richterlichen 
8ntf<hetbung unterteilt unb rccht«hängtg 8 enta $ l toorben ift 
borliegenben ftafle hat übrigen* ber Plägtr, tote feine 
Ängabrn in ber Plagfchrift ergeben, bon bomherein al« möglich 
angefeben, bah ber Schaben, für ben er beit Sellagten ^afibar 
machen tooüte, ben gunächft eingeflagten Setrag überfteigen, 
biefer alfo mir ein Teil beffen fein toerbe, toa* er bon bem 
Sellagten beanfpruchen tooHe. ©leichtoohl hat er babon 21 b* 
flanb genommen, ben ettoaigen 3Jleh* betrag jum ©egenftanb 
eine« ftefifirüunglantrag# gu machen. 3 n Urteil in 
9t@. 57, 372 ift auch babingeftfüt gelaffen toorben, ob im 
Änfcpluh an bie bon Btebbeiu (8®8. I, 319) bertretene 
Meinung angenommen »erben lömtte, bah bann, toenn bie nur 
toegen etne* Teil« eine« Änfprudj« erhobene Plage nach ihtet 
Statur unb thtent ^nbalte bie ^eflfleUung be« gangen Slnfpruch« 
erforberluh mache, auch nach bem jeftigen Rechte bie Erhebung 
bet Tetlllage bie Serjährung be« gangen Änfpruch« unterbreche, 
bwfe ftrage ift aber fetibem mehrfach bon bem erlennenben 
Senat in bemeinenbem Sinne beanttoortei toorben (Urt. bom 
25. BRärg 1907, VI. 276/06, abgebrueft in 3©. 07, 302»; 
Urt. b. 15. Äpril 1907, VI. 331/06), unb e« liegt lein 2tnlafc 
bor, bon biefet Äuffaffung abjugehen. 3 » bem bon bem St* 
rufungSgmcbt angegogenen Urteil be« IV. 3S. be« 91®. bom 
23. Cftober 1905 (3©. 05, 717 6 ) ift ettoa* Gkgeitteifige« nicht 
au«gefpro<hen, bie ertoähnte §xage ift bort bielmehr tment« 
fchieben gelaffen. Äuch bem »eiteren ©tunbe, au« bem bie 
Sonnftanj bie Serjährung«einrebe bertoorfen hat, bah nämlich 
bie Serjäbrungofnft für bie geforberte Biente erft bom 1. 3ult 
1904 ab gu berechnen fei, hat nicht beigrpflichtet »erben fönnen. 
©enn nach § 852 S©S. bei S<babcn«etfa&anfprü<ben au« 
unerlaubten £anblungen bie breijährige Serjährung erft mit 
bem 3 mpunfl beginnen foü, in bem berjenige, gegen ben bie 
unerlaubte §anbltmg gerichtet war, bon ber Setfon be« bafür 
haftpflichtigen unb bon bem Schoben Penntni« erlangt hat, fo 
ift untrr biefer legieren Penntni« afletbing« nicht fehlechthin 
ba« ©iffen be« Serlegten babon, baf$ er überhaupt gefchäbigt 
fei, )u berftehen. ©ine folche hanblung lann neben ftch fofort 
jeigenben fchäbluhert ©irfungen auch erft fpäter hftbortretenbe 
{folgen haben, bie bteüeicht auch erft beim £miju tritt nachträg.- 
luh eingetretener Umfiänbe, bem Serlepten Nachteile bereiten 
ober für ihn in einer bon ihm bon bornherein nicht erfamtten 


©eifc fchäblich fmb. Sotoeit in folchen füllen ein erft nach- 
träglich eingeiretencr Schaben gu bem bon 2fnfang an bor* 
liegenben hingugetreten ift, ober bem Seriellen eine ihm nach* 
teilt ge ©irlung bet unerlaubten .$anblung erft fpäter belannt 
ober bon ihm al« golge ber $anblung erlannt toirb, beginnt 
bie Serjährung für ben Erfapanfpruch toegen biefer Schöben 
erft bon ber an, too er Penntni« bon biefem auf bie un> 
erlaubte hanblung jurüdjuführenben Schaben erlangt (bgl. 
9Rot. g. ßntto. b. S®S. II, 742). 2luf bet anberen Seite 
ift ber Segtnn ber Serjährung toegen be« gangen Schaben« 
nicht babon abhängig, bafe ber Serlegte bie höbe be« Ser* 
mögenlnachteil«, ben er burch bie toiber ihn begangene toiber* 
rechtliche ^anbltmg erleibet, noch nicht ja beflimmen oetmag 
(bgl auch bie Semctfungen gu § 852 S©S. in bem 8lancf= 
feben (III. Stuft) unb bem Staubingerfchen (II. Xuft) Pontm. 
g. S©S. unb Wernburg, ba« Sürg. 9le<ht ufto. II* 720 unter II*). 
G« mag nun m manchen fallen gtoeifelhaft fein fönnen, ob 
ein neueingetretener bjto. erft ncuerlannter Schaben Porliegt 
obee nicht, jebenfafl« fann bie« aber hl« bezüglich ber bem 
Plager nach feiner Angabe in ber 3«i öom 1- 3“!* 1904 an 
ertoachfenen Sachteile nicht angenommen »erben. Blath ber 
Pon ihm felbft bereit« in ber Plagfchrift gemachten, nachmal« 
auch nicht gurücfgenoimnenen 21 n gab« toar fchon bon Slnfang 
an burch ben Unfall feine Grtoerbfifähigfeit über bie 3*ft hmau«, 
»eiche bie Reifung ber burch bte h«abgeftürgte Reiter berur* 
fachten ©unbe erforbert hatte, bermtnbext, unb bie bon ihm ge* 
forbertc Summe fotUe gugleich gur 2lu«gleichung be« burch bie 
®r»erb«üerminb<amg ertoachfenen unb noch J u ertoartenben 
Schaben« bienen, c« ift auch nicht fefigeftellt unb auch ni<ht 
behauptet, bah ^ SrioerbÄfÖhigfeit be« Plager« im &er* 
gleich mit bem 3uf!anbe Jur 3«* &« Plagerhebung nachträglich 
beningert habe, bie Scrfchlechterung feiner toirtlchaftfuhen 2age 
bom 1. 3«K !904 ab toirb bielmehr allein herauf gurüdgeführt, 
bah bor biefer 3 eit bie burch ben UnfaQ herbeigef&hrte ‘fllcnbe« 
rung feiner eigenen Seifhmglfähigfeit burch bie bon feiner fyrau 
unb einer lochtet entfaltete toirtfchafUiche Üätigfeil ausgeglichen 
»OTben fet, bie« abet bon jener 3«t an nicht mehr gefächen 
fei. 2>er fRachteil, ber bem Pläger burch liefen mit bem er* 
littenm Unfafl in feinerlet 3 u fammenbang ftehenben ©egfaH 
ber SDienfle feinet 'Ungehörigen atoachfen ift, fann al« ein 
neuer Schaben in bem oben 6egeichneten Sinne nicht angefeben 
»erben, danach erfcherat, fotoeii ber Pläger im ganjen nach* 
t täglich mehr al« 3000 M geforbert h at > ßmrebe ber 
Serjährung begrünbet. BL c. 2., U. b. 1 1. Blob. 07, 161/07 VI. 
- fföln. 

§ 906 8®S. 3 mra iffion bon glugafche, PoMen» 
ftaub, ©afen. ©tnrebe: bah nach Öen örtlichen Serhält 
«tffen gewöhnlich.] 

Ter Pläger ift ber Eigentümer mehrerer 2ldetpläne. Um 
weit bon biefen liegt bie ber Sellagten jtt 1 gehörige Sraum 
tohlengrube mit ber bagu gehörigen Srifrttfabrif unb ettoa 
2000 m hinter ihnen bie elefirocbemifche ^abnf ber Sellagten 
gu 2. Seite Anlagen ftnb mit ©enehmiflung ber guftänbigen 
Sertoaltungöbehörben errichtet. Ter Pläger behauptet, fxe 
fügten bttcch Smioufung Pon j^lugafche, Poblenflaub, ©afen 
unb bergleichen feinen fjflbem Schaben gu unb bedangt bon 
ben Sellagten al* ©cfamtjchultnern ben Srfab biefe« Schaben« 

2 * 



12 


^uriffciftfte SBodjenfdjrift. 


1 . 1908 . 


3«be bet beiben Beflagten beraubtet, ihr« ®nmbftüd«benubung 
fei nad? ben örtlichen Berhältniffen bei ©runbftüden biefer Sage 
gewöhnlich- 2tr BerufungÄrichtcr ^al bte Wage gegen bie 
Bellagte ju 9 abgetoiefen, ben Änftmuh gegen bie Bellagte 
ju 1 bem ©runbe nad? für gerechtfertigt edlärt. 2a« 91®. 
hob auf unb berwie« bie Sache an ba« 8erufung«gericht au« 
folgcnbrn ©rünben jutüd: 2ie SRebifion bet BcFlagten ju 1 
ift infofent begrünbet, al« bom Berufungsgericht nicht richtig 
erfafet Worben ift, Worauf e« bei bet 2lnwenbung betienigen 
Sorfthrift be« § 906 8©8. anlommt, auf bie fich bie Be* 
Hagle in jWciter Sinie berufen ^at, ber Botfchrift nämlich, bafe 
ein ©runbftüd«etgentümer bon einem anbcm ©runbftüd au«* 
gebenbe ©inWidungen infolreit nid?t betbieten fann, al« bie 
©mtoiriung burcb eine Benufeung be« anbcm ©runbftüd« ber» 
beigeführt Wirb, bie nach ben örtlichen Berhältniffen bei ©runb* 
ftiicfen biefer Sage gewöhnlich ift. 311« ©runbftüde biefer Sage 
hat btet ba« Berufungsgericht bie ©runbftüde angefe^en, bie 
einem in feinen ©tenjen genau bon ihm beftiimnten Bejirfe 
an geböten, unb nicht« nötigt baju, bie Ängcmeffenbeit biefer 
BejtriSabgrtnjung in 3toeifel ju jtehen. SUSbann ift bie ©nt* 
f Reibung babon abhängig, toie gtofe berhältni«tnäfeig bie 3<*hl 
berjenigen ©runbftüde be« 8eobachtung«bejir!« ift, bon benen 
©inWidungen burd? 3uführung bon tflugafehe au«gebcn unb 
ob unb Welche 8erf$iebenbeiien jtoifchen ihnen in bejug auf 
ba« ÜDiafe ber Zuführung obwalten, ©ine geftfteflung in biefer 
Dichtung läfet aber ba« 8erufimg«urteÜ betmiffen. 2en Sach* 
berftänbigen ift bie fytage borgelegt Worben, ob bie ©runbftüde 
be« Kläger« ftärfer bon tflugafcfee betroffen werben, al« e« 
innerhalb jene« Bejid« burch Weg gedieht unb bereit« ge* 
toöh n l'<$ (&• h- in bet ©egenb fiblith) etf^eint. SÄit ber 
Bejahung biefer §rage, beren 6inn übrigen« fchon an fich nicht 
ganj Hat ift, haben bie Sachberftänbigen über ba«, toa« hier 
ju unterfuchen ift, leinen Sluffchlufe gegeben. 2er ihrer 31nt* 
Wort hib|ugefügte, bom Berufungsgericht für unerheblich er* 
achtete 3 u f a h : Kenn man ben 8eobachtung«bejid nach ben 
Stauchqucflen h<n berengere, ergebe fich ein Bereich, innerhalb 
beffen ber BefaQ mit «ylugafche fchon gewöhnlich ju nennen fei, 
fchemt fogar fagen ju füllen, bafe jtoifchen ben SUuichqueßen, 
bie in bem bom Betufung«gericht beftimmten Beeide liegen, 
Wefrntlicbe Berfthiebenheiien h‘nftchtli<h be« ©rjeugen« bon ftluß* 
af<he nicht befteben. — S. 2h- & ©• c. #•, U- b. 30. Olt. 07, 
41/07 V. — Staumburg. 

W. §§ 921, 922 ©08. Benufeung einer gemeinfehaft* 
liehen ©renjmauer.] 

2ie 8 fl rieien finb ©runbftütf«nachbam bezüglich jtoeier 
Bißengnmbfitficfe. Betbe ©runbftüde werben auf einer ©trede 
burch eine gememfchaftlicbe ©tettjmauer boneinanber ab* 
gefchloffen. ©nbe 1902 errichtete ber Seflagic auf feinem 
©runbftüd unmittelbar an ba« be« Kläger« angrenjenb ein 
Ülebengebäube, bergeftalt, bafj bie Branbmauer biefe« ©ebäube« 
auf ber ©renjmauer bi« jur Hälfte ihrer ©täde ftebt. 2)er 
Älägcr bebaubtet, bei Bau berftofee gegen bie §§ 921, 922 
be« 8©8. Solche« liegt niebt bor. 3ebc Partei fann nach 
§ 922 Sah 1 bie ©renjmauer $u bem 3ü>fif, ber fich au * 
ihrer Bcfchöffenbeit ergibt, mfoWeit benu^en, al« nicht ba« 3Hii* 
benubung«rcuü ber anbem ©artei beeinträchtigt wirb, ©leim 
im Sah 3 boigcfchrieben ift, ba^ bie ©trnjmaucr ohne 3«* 


ftimmung be« Sflachbarn, ber an ihrem 'Jortbefitanbf ein 3nt tr- 
effe h«t, nicht befeitigt ober abgeänbert Werben barf, fo fann 
mit ber Anbetung nicht jebe beliebige, fonbem nur eine folchc 
Anbetung gemeint fein, burch Welch« bie Blübenuhung be« 
üJlachbarn, ber an bem ^ortbefianbe ber s Uiaurr cm ^nlrreffe 
hat, beeinträchtigt Wirb. ©« fragt ftch alfo, ob burch ba« 21uf< 
fefccn bet Branbmauer auf bie ©renjmauer beren ifietbenuhung 
burch ben Äläger beeinträchtigt Wirb. 5ötrb (Wie ba« Berufung«* 
geeicht fcftgeficllt b^) bie #altbadeit ber ©renjmauer burch 
ben Äufbau ber Branbmauer nicht beeinträchtigt, fo wirb auch 
ber Wäger in feinem Stecht, bie ÜJtauer mitjubenuhen, nicht 
geftört 2u«h nach bem Suffe^en ber Btanbmauet bient ihm 
bie ©renjmauer al« Scheibewanb jwtfchen feinem unb be« Be* 
Ilagten ©runbftud. 2er Wäger braucht aQerbing« eine Be* 
fcbränlung feine« Sigentum« nur infoWeit ju bulben, al« e« im 
§ 922 8®8. borgefchricben ifl ©r braucht alfo eine ©in« 
mnfung be« Beflagten auf ben 2eil ber ©renjmauer, ber auf 
feinem ©runb unb Boben unb bamit in feinem ©igentum ftebt, 
nicht weiter ju bulben, al« ber Bellagte bie ©renjmauer ju 
bem 3wede, ber fich au« ihrer Befchaffenheit ergibt, benufeen 
barf. 2er 3®ed ber ©renjmauer ifl, bie beiben ©nmbftüde 
ber Parteien boneinanber abjufchUefeen. 9tur ju biefem 3» fi 
barf ber Bellagte ben auf be« Wäger« ©runbftüd unb bamit 
in beffen ©igentum ftehenben 2eil ber ©renjmauer benufen. 
©r barf alfo nicht auf biefen 2eil ber ©renjmauer eine Branb« 
mauer auffe^en. Sfnbererfeit« ifl ber Äläger an ber SJtit* 
benubung ber ©renjmauer nicht gehinbert, wenn bet Bellagte 
auf ben auf feinem, be« Beflagten, ©runbftüd ftehenben 
iril ber HRauer eine Branbmauer auffebt. 2er Bellagte barf 
alfo auf ben in feinem ©igentum ftehenben Icil ber SRauer al« 
©igentümer biefe« 2etl« feine« ©runbftüd« eine BranbmaucT 
auffeben. (ffiolff im Stecht 1900, 476; 'Heifjner Stacbbar* 
recht S. 36.) W c. B., U. b. 9. Stob. 07, 98 07 V. — 2re«ben. 

14 . §§ 1170 (1192) 8®8. (§§ 982, 953, 946, 947 
3$C.). 21u«f<hlufe eine« unbefannten ^ibbo^<t<n= (© runbfchulb«) 
©läubiger« im 8kge be« Slufgebotloetfabren«. ffiirfung bc« 
Botbehalt« ber angemelbcten Siechte.] 

2er Befthtoerbefübrcr ift ©rbhachter eine« im ©runbbuche 
bon berjeichncten ©runbftüd«. 3 n Slbt. 111 bafelbft fteht 
für ben ©rbpächter SU. eine ©runbfchulb bon 3tXK> SJiad nebft 
5 -jj^ojent 3infen eingetragen. Äuf Antrag be« Befchwerbe* 
führet«, ber angab, bafe ber eingetragene ©läubiger betftotben 
fei unb bafe bie Borau«febungen be« § 1170 8®8. für ein 
SlufgebotSOerrabrcn nach SRafegabe ber §§ 982 ff. 3BC. bor* 
lägen, erliefe ba« 31®. ein Aufgebot bet unbefannten ©läubiger 
ber ©runbfchulb unb, nachbem fünf B^fcnen al« angebliche 
©rben be« eingetragenen ©laubiger« Siechte al« ©laubiger ber 
©runbfchulb angemelbet halten, am 11. 3 uni 1906 ein Slu«* 
fchlufeurteil babtn, bafe aüe biejenigen. Welche Siechte an bie 
©runbfcfeulb nicht angemelbet batten, mit ihren Siechten auf bie 
©runbfchulb au«gcfcblojfen, ben fünf anmelbenben Verfemen aber 
äße ihre Siechte borbehalten Würben. Stuf ©runb biefe« Urteil« 
fteßte ber Befchwcrbefübtet bri bem ©runbbuebamte, bem 31®. 
ben Slntrag, bie ©nmbfchulb auf ihn umjufchreiben. 2a« 
©niabbucbamt lebnte biefen Antrag ab, Weil ber in bem Urteil 
auSgefbtochene Botbehalt bec Siecbte ber fünf fronen burch 
Bi rjicbtet II ärungen ober hiteb intfjytechcnbe Tt<hl«ftäftige Bet* 


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37. §agrgang. 


^uriflifdge äBoef)enftf)r ift. 


13 


eietrilungen bitfei perlenen jugunften bei BeftgWetbefügeeri 
junöegft erledigt fein enüffe. See BefegWttbe hierüber Würbe 
beittg Btlcbluji beb 2®. au« bem gltiegcn ©runde jurüigctmcfen. 
Sie Weitete Befegwetbe mit« bai !Ä®. (beffra 3uftänbigteit fug 
auf § 7 9 abf. 2 080. grünbtte) an« folgenben 0rünben jurü4 : 
3Iaeg § 1 1 7 0 abf. 1 808. ton unter ben bon aufgtjübrttn 
Botautfegungen btt ©laubiger einer jjopotbel unb alfo gtmäft 
§ 1 1 9 2 808. au<f) bei ©läubiger einer (Btunbfegulb im fflegr 
bei äufgeholiPeifabrrtti mit feinem Seegtt auigefeglojftn treiben, 
tcenn er unbelannt tft, unb naeg abf. 2 beb § 1170 808. 
erwirbt mir btt Srlajfwtg beb autfeglufjurtcil« bet Segentümer 
he 'Br ft- Unter auifeglitjtung beb ©laubiger« Petftegt aber 

$ 1 1 7 0 808. eine folege, btt nach fDiafsgabe bei Sorfegriften 
ber 380. über bab aufgebot#berfagitn auSgcfproegen Worben 
ift lieb ergibt fug au# ben ÜBorten „im Siege beb auf: 
gebotbwrfobten«". ... § 1170 8®8. beftimmt nur bie 
malerte Ben Scrauifegungen für bab aufgebot unb bie mit ber 
Srinjfung beb auifegltiftiirttU« Mrbunbenen Büdingen, toäbienb 
dueeg bie Sorfegriften bet 380. bem auäfegluftuittU fein 
Scfen unb 3ngalt gegeben toirb. Sat Hufgebotiberfagreu 
bei 380. aber gat nur (um 3iele, bie gefcjhtgen 9ietgi*na$» 
teile gegen aflt biejenigen fefejuftetlm, bie fug auf bab ertoffette 
äffentliegc aufgebet bin niegt gemelbet haben ('Siet, ju § 775 
— fegt 953 — 6ntW. III 380-, @aupp=£iein blmu. II }U 
§ 953 380.). 'Jlacg § 946 380. bat nur „bie Unterlaffung 
bet anmclbung" bie betreffenden Sieegiänatgieele jur golge unb 
«reg § 9 4 7 380. ift in bab aufgebot unter anbettm aufju» 
nehmen bie Bcjeugnung ber SeegtSnacgteüe, toeI<b< eintreten. 
Beim „bie anmclbung unterbleibe“, derjenige, ber fieg auf 
bab aufgebot meldet, > Wirb mit feinem iRergte ni<bt auSgefegloffen, 
denn er ift eben bet ergangenen bffentlicben aufforberung gut 
Xnmelbung feineb Siebte« gefolgt unb baber trifft bie Bot» 
au«f<gung ber aulltglicfcung, baft ber aufforberung mtgt naeg. 
getommen ift, gegen ign nügt ju. Sielntebr ift einem foligtn 
amnelbenben gemdft § 953 380. in bem aulfeglugurtcile bab 
angemelbete iHeegt torptbe galten. Sabei bat ber aufgebot«- 

eiigtei nur gu prüfen, ob bie anmetbung formgereegt unb reegt- 
(eilig erfolgt ift; eine ffintfegeibung darüber, ob bab angemelbete 

geegt aueb Wirlleeg befiehl, ift mdjt in feine §anb gegeben 

Beiliegend find, nndjtcm auf bin äntrag beb Sefegweebefübret«, 
ber behauptete, (Inhaber bet fraglichen ©tunbfegulb geworben 
pi fern, in bem aufgebote bie aufforberung gut anmclbung 
bon Strebten unb anfprütben auf bie ©runbftgiilb etlaffen War, 
wm ben genannten fünf fßerfonen ©läubigareegte auf bie 
Sronbftgiilb angemelbet worden. Mit Steigt gat baber ber 
Hufgebotbrubter ein Urteil dagüi etlaffen, bafc alle biejenigen. 
Belebe Stiebte triebt angemelbet bitten, mit igem Siegten auf 
die ©nmbfegielb auigcftglcfjtn, ben fünf emmelbenben Sßerfonen 
aber aBe igre Seebte Porbegalten würben (Wot. a. a. 0., Sande 
€. 214). 3u bem gleiegen Srgtbniffe gelangt überwiegenb 
unb bie Siteratur (Iflrebaii 08C. S. 424, 8iermann Sachen» 
nigt arnn. 3 b, Staubinger 808. Bnm. 4, ffueg« ©remb» 
tuebreegt annt. 4 e. förntlieg gu § 1170 808., Bruel ©gern 
eiern ergibt« get ®. 194). . . . Semnaeg Wirb Porliegenb bureg 
bog bie ©täubigetreigte ber fünf Slnmelbenben pprbegaltenbe 
Äufieglupurteil für fieg allein niegt naeggtwiefen, baft der 8t= 
feg ipa beengter, ber al« Srbpälgtet gemaft Sri 63 00808. 


dem Sigentümer gleiegfttgt, bie ®runb(egulb erworben gat. ®it 
Siebt gaben bager ber 0runbbu<griegter unb bai £0. ben 
anttag bei 8efgwerbefitgtet«, bie 0eunbftgutb auf ign umju» 
fegeciben, abgelegnt. Stur bann, wenn bet Befeguerbefügtcr 
ben Beiteten Staegtoei* erbräegle, baft bet Borbegalt jugunfttn 
der Enmelbenben retgtüwirlfam befeitigt fei, inübefonbece bureg 
einen Bergiegt ber anmtlbenben auf igre ’Jieegtt aui bem Bon 
begatte ober bureg igre rtegtüträftige Btrurteilung jur abgabe 
biefex, Seijiegtberlldnneg, lönnte bem Umfegreibung4antrage ftati 
gegtben werben. Senn ti wütbe bann ba* äu4ftglu|uttetl in 
einet bem ©folgt naeg gleiegtn Söeifc, Wie wenn ber auf> 
gebotüciegter jufolge ber anmclbung bie auüfcgung bei Bet: 
fagreni ongeorbnet unb, natgbem bie anmtlbenben in einem 
befonbettn Setgtiftreile jur anerlemtung bei fKiegtbefttgeni ber 
angemelbettn Seegle reegtthüftig Perurteilt Worben wüten, ein 
boxbegaltlofei auifeglufsurteil etlaffen gärte, ju einem bon 
begaltlofen geworben fein unb nunmegr ali ein aBe unbetannten 
0läubigct mit igtert etwaigen Zeigten auf bie $ofi au«= 
fegletftenbei Urteil im Sinne bei § 1170 abf. 2 B0B. ju 
gelten gaben, mit beffen Stlaffung ber Btfegwetbefügret die B»ft 
erworben gärte. BefegL P. 16. 5RoP. 07, B 153)07 V. — SBoftod. 

3iPilPtoje jotbnung. 

15. §§ 3, 9, 546 380. (Kerb, mit § 9» 0S0.). Be» 
rtigiiung ber SlcPifionifiunmt bei Alagen auf geftfttOung einer 
lünftigen SigabtnierfagpfliigL] 

®tt Wäger (bet Stieglpofifiilu«) gat SeftfleBungißage 
gegen den BcBagten mit bem antrage ergoben, dag bet Be» 
Hagle für berpfliegtet erllärt werbe, bem Wäger im Umfange 
bei 8eamljfürf0. ben Segabtn ju eifegen, bei einem Boflboten 
bureg bie djplofion bei Pon bem Beflagten aufgegebenen 
Briefei entflegen Werbe. Sit 0ttiegte btt Botinftanjen gaben, 
einem antrage bei Bilgeri entfpreegcnb, ben 2Bett bei Steeil» 
gegenflanbei für bie ergebene geftfteBungiBagc auf 2 587,50 M 
feftgefegt, indem fie unter Hnnagme einet Btinberung ber Sn 
Werbifägigteit bei Berlegtm in $ügt Pon 30 Brojrnt eine 
naeg bem UnfaBfütf0. biefem ju gewährende UnfaBpenfion bon 
jägilieg 207 M ber Beregnung jugrunbe legten unb in an» 
Wendung bei § 9 380. ben äßert bei Slagbegtgrrni auf ben 
jWölteingalbf liegen Betrag bei rinjägtigen Bejugei biefex UnfaB» 
penfton beftiminten. Siefer gtftfegung, wtleger für ben anfag 
ber 0ebügrcn, ju beten ,-ttoecf fie erfolgt ift, übrigeni § 9 et 
0fl®. rntgegrnftegt, lann aueg für bie Beretgnung bei Sßertei 
bei Btfegwetbegegenftanbti ber SePifioniinftanj, naeg § 546 
380., für Wtlege § 9 380 r - maggtbenb bleibl, unb § 9u 
01t®. niegt anwenbimg findet, niegt beigetreten Werben. Sic 
ergebene ffrftftelungiUage gat niigt einen gegenwärtigen unb 
unbedingten Stfaganfptutg br4 Wäger« jum 0rgenflanbc; fie 
Perfangt pielmegr Wegen btogenber Berjägnmg bie geftfleBung 
einer Ulnftigen unb igrtm ßintrirtt naeg Übergaupt ungewiffen 
©fagpfliigt bei Betlagten für bie (fälle, baft ber Beefrgte 
mögleegtrtoeifc aut irgmb einem @tunbt einmal aui bem 
Sienfte ber BoftberWalturig entlafftn würbe, obtr bag eine 
mbgliege tünftigt Berfeglimmetung feinei 3uftanbei feint 
bauernde Sienftuntauglieglcit unb babureg feint Berftgung m 
ben SBugcftanb gerbtifügrtn Würbe, ba in beiden ffäUtn Beiftungcn 
bei Wäger« an ben Beilegten au« bem UnfaBfüsf®. Pom 
18. Juni 1901 jur Sntflegung gelangen würben. Beide jäBt, 



14 


^uriftifcfje 2Bo<f>enfdjrift. 


Ofi 1. 1908. 


in benen allein bet Srfahanfptuch, bejfen gefiftettung bie Älage 
»erlangt, praftitye Bebeutung erlangen toirb, bebrüten mit 
©öglichleiten einet ungetoiffen äufanft; ba Berichte ift |utjeti 
bienftfabig unb befinbet fich auch noch im ^oftbienfte; cfl ift 
nach bem Älagebortrage auch junächft nicht ju erwarten, fcafj 
fich fcittan ettoa# änbetn toirb. Unter biefen Umftänben fann 
bet ©ert be« Befchwetbegegenftanbe« für bie 9trtnfton«infianj 
nicht nach § 9 3BO* beregnet »erben, feine ^ftfebung mu& 
bielmehr gemäb § 3 3BD* nach freiem ©muffen be# ©cricht# 
erfolgen (bgL B@. 26, 409; 3©. 96, 187«), toobei bie ©ahr* 
fcheinluhfett be# ßintritt« ber BorauPfefcungen füt bie ßnt« 
ftebung be« fünftigen Slnfprucfe« ju betfttfftchiigen ift. -Der 
Bettagte felbft höt in ber BerufungSinftanj au« bem ®tunbc, 
ba& e« in unbefürmnter unb unabfr^barer ^eme ftebe, ob bem 
Äläger jemals Beipflichtungen au# bem BcatmUftütf©. gegen» 
übet bem Verlebten ertoachfen »erben, ben Streittoert auf 
300—450 M fcfijufepen beantragt. ffiütbe aud? eine 
folchc S<hä#ung im #tnblicf auf bie §öf* ber Stiftungen, bie 
im i^afle bc« ©»tritt# jener BotauÄfehungen bom SUäget auf» 
jutoenben finb, ber Sachlage nicht geregt »erben, fo lann bo<h 
bie »düige Ungewißheit, ob einet ber beiben für ben Ätag< 
anfprueft botau#gef«fcten ftälle überhaupt jemal# eintreten toirb, 
nicht betfaimt »erben, unb eine richtige Schwung be# ©erte« 
be# Streit» unb Btfchtoerbegegcnftanbe# muß be#halb »eit 
hurtet bem betrage jurücfbletbcn, $u bem bie fteftfeßtmg ju 
erfolgen hätte» »enn e« ftch um einen gegentoärtigen unb un* 
bebingten Snfprudh, fei biefer im ©ege bet Stiftung#» ober bet 
ftefiftellungbllage geltenb gemacht (5®. 84, 169; 91®. 57, 
411), ^anbeln toütbe. Slufl biefem ©runbe lann nicht an» 
genommen »erben, baß bet Befchtoetbegegenftanb bei Sfebifion 
einen ben Betrag Pon jtoeitaufenbfünfhtmbert 9Katf übet» 
fteigenben ©ert erreicht. — 3* «• 9ltich«poftfi#fu#, U. b. 
14. 9tob. 07, 158/07 VI. — Berlin. 

16 . §§ 138, 189 3B0. ßrUätunglpfliiht feer Partei. 
Umfang be# richterlichen fyragerecht#.] 

2)ie Älägetin Perlangt mit bet gegentoärtigen Älage Pom 
Beklagten ßrfaß ber Sluftoenbungen, todehe fte für bie Runter* 
bliebenen be# am 3. ^miat 1905 in bem Betriebe be# 
Bettagten beim Äuäbtefchen mittel# 2>tefch!aften# löblich Per* 
unglüeften Arbeiter« B. in Erfüllung ihrer gefeßluhen Bet* 
pflichtung gemacht tyit unb fernerhin gu machen höben toirb, 
inbem fre behauptet, baß ber Bettagte ben Unfall burch ^ahr* 
täffigteii mit Slußeracptlaffung ber ihm Permöge feine« Beruf# 
befonbet« obliegenben fSufmcrff amleit hetbeigefühti habe. Älage, 
Berufung unb SRebifton tourben jurüdgetoiefen. Der erfte 
dichter hat bie Älage au# bem ©runbe abgetoiefen, weil bem 
Bettagten eine jahtläfftgleit nicht jur Saft ju legen fei 3« 
ber Berufungbinftan) hat ber Bettagte POTgebracht: 9iath § 147 
be# [anbtoirtf<haftli<hen UBrtfffi. fei ohne Porgängige# ftraf* 
gerichtliche# Urteil überhaupt teine Schabenettage jjuläfftg, an 
einem f olden Urteile fehle e# aber, ferner fehlten bie gefeß» 
liehen Borauifeßungen be« § 148 be# ©efefce«, benn bie 
Älägetin höbe bem Bettagten einen Befchlufj im Sinne be# 
§148 be# ©efe(e# überhaupt noch nicht mitgeteilt ßr höbe 
bähet bie Befchlußfaffung ber ©moffenfchaftbberfammlung noch 
nicht anrufen fönnett 3 m Staibeftanbe ift bann bemerti : „Xuf 
richterliche# Befragen höt Älägerin erttärt, toeilere tatjächliche 


Angaben nicht mehr machen ju Wollen." 35a# Berufungfgericht 
führt nun in ben ©rünben au#: 6# fei mangel# Beftreiten# 
fetten# ber Älägerin al# feftgeflcBt ju erachten, baß fee ben 
Sefchluß, einen ©rfapatifpruch im Sinne be« § 147 Äbf. 1 
Saß 3 be# lanbtoirtfchaftlcchen UBecf®. gegen ben Bettagten 
geltenb machen gu wetten, biefem bor ber jeßigen, auf einen 
folgen @rfahanfpru<h geri^teten Älage nicht fchrtftftch mit» 
geteilt höbe. «Darnach f«hlc bie BtoKftborau#fepung be# § 148 
a. a. 0. ß# fei bähet bie Älage berfrüht angeftettt unb au# 
biefem ©tunbe bie Älagabtoeifung gerechtfertigt. Äu« ben 
6ntfcheibung«grünben be# 3i®.: ®ie in bem Urtetle be# er» 
femtenben Senat# bom 26. Februar 1906, 91®. Bb. 62 
9lr. 104 S. 430 au#geführt ift, hängt bie 3 u *äffigfett 
bet Älage ber Beruf#genoftenfchaft gegen ben Betricb#unter» 
nehmet Wegen eine# Örfapanfpruche# au« § 136 Äbf. I Sah 3 
©etoUBeif®. — § 147 »bf. 1 Sah 3 UBerf®. für Sanb» 
unb ftorfitotrtftbaft — Pon brr Erfüllung bet in § 137 [148] 
aufgeftettten Botaudfepungen Ob unb ift e# Sache ber ttagenben 
©enoffenlchaft, >u behaupten unb |u betoeifen, bafe bie gefeh* 
liehe BorauPfepung für bie 3uläfftgteit ber Älage bodiegt. 2)a# 
Berufung#gaccht berfennt bie#, wenn e« für nötig hält, pofttib 
(al# bon ber Älägerin burch 91cchtbeftreilen jugeftanben) feft» 
luftetten, bafe bie gefepluh borgefchriebene Blittedung nicht 
erfolgt fei ß# hätte btelmchr für bie Slbroecfung ber Älage 
f ehern au#gemcht, Wenn bi« Älägetin jene jur Älagbearünbung 
gehörige Satfacbe nicht ihrttfeit# bargetan hötte. Äber eben 
be#halb ift auch bie 9ltige einer Berlehung be# § 138 3BD. 
gegenftanbolo#, ber gerügte ftebler ohne Bebeutung. Ungerecht* 
fertigt fobann ift ber Bortourf, bafe ber Berufung«richter ba# 
gragerecht nicht bem ©mne be# § 189 3$0- gemäfe au#» 
geübt höbe. &# ift »war richtig, bafs ba# ©ericht ber ihm tn 
biefer Borfchrift auferlegten Bftw&t burch tragen auf bie Älat* 
ftettung unb Berbollftänbigung be« Streilftanbe« hin^u werfen, 
mit ganj allgemein gehaltenen ^fragen nicht genügen würbe, 
bah bielmehr bie Befragung unter fpenieflet Darlegung ber 
aufiuttärenben B«ötte *u erfolgen höt. Äuch mag ber 9Ubrficm 
jugegeben »erben, bafe im borliegenben ^atte bem Urteil«* 
talbeftanb nicht ju entnehmen ift, ba# Berufung#geri<ht h°be 
ben Btojefebebollmächtigtfn ber Älägerin fpejiett über ba« Bot« 
liegen ber Srfotberniffe be« § 148b unb f UBerf®. be* 
fragt Stteiit }u einer folgen befonberen ^rageftettung toat 
hier feine Beranlaffung gegeben, ßinmal banbeite e# ftch, toi* 
|<hon erwähnt, um eine gffe#li<he Borau«fehung für bie Älag« 
erhebung tmb bie Aemttni# ber fraglichen ©efehe#Porfchrtft burfte 
bem rechtPfunbcgen Bertreter ber Älägerin bon Pomherein ju» 
getraut »erben, ©eilte aber »ar ja ber leitete burch ba# 
au#brücfliche Beftreiten ber erfolgten SRitieilung fetten# be# 
Btttycfsgegnet« auf biefen Bunft bingewiefett »orben. 25a für, 
bafv bet flägertfche Snroalt biefen $in»ei# überleben, au# tat* 
fachlichem 3 n,uni unbeachtet gelaften hätte, lag hoch wohl fein 
Inhalt Pot. 2)entbar Wäre, baft berfelbe recht#irrtümli(h ber 
©etnung gewefen fei, bie (Enthaltung ber Borfchrift be# § 148 
be# ©efepe# »are im Poriiegenben ??ötte gar nicht notwenbig. 
Darauf fcheint ber Umftanb hmjubeuten, bafe laut ber, burch 
©ericht«befchluB bom 25. 3önuar 1907 erfolgten Berichtigung 
be# ^atbeftanbe# (Uft. Bl- 86») ber Btojefehebottmächtigte bet 
Älägerin junächft — b. h- toobl bor ben SluPführungen über 


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37. Qaßrgang. 




15 


fatiläffige §frlxtfül?rung Unfall* 81. 33 v — bot getragen 
bat. kn ©(flogte labe „in Reneitm» kn SlegirtungJbolijei- 
knorknung kom 26. C höbet 1883 biefe übertreten", ^nfcre 
Wenn aucß au* kein bcjüglußcn ©otbtingcn kein ©erlebte et* 
fetmkar getoorktn {ein lullte, kaß ker Qägnifißt äntoalt in 
einn unnötigen Sluffaffung über tne ©oefibrrft bes Unfall* 
knfußnungigefeßei aber etwa über bie ©eißnbegriffe kon 
Sorfaß unk ffaßrläftigleit naiß § 147 Hbf. 1 Saß 1 unk 3 kt* 
aefeßt« befangen fei, — toa* übrigen* kon bet Stekifbn mißt 
geltenb gematbt iß — fo batte bie* boeß kein ©otflßenken 
noeß feinen Slnlaft ju rinn tkeitntn ffeogefteHung geben müffen. 
©. lanknt. ©eruffgcnoflenfißaft et. ff. , U. k. 18. 9Jok. 07, 
72/07 VI. — ©ofen. 

17 . §§ 274» 315, 1089 3 HD. 3ß ein fcßieWriißtn. 
liebe* ©erfaßten orhming»mäßig nlekigt, toemt kn Stßiebälpruiß 
kon ken üknlebenken ScßiebOrußlirn, mißt auch kon einem in* 
jtmfeßeri keift orbtnen bintnlegt unk jugeßeSt iß?] 

S?atß § 1039 3$D. iß ker Seßieb*fkruCß ken Sßarieien 
in rinn kon ken SeßieMrießtern, ka* iß kon fämtli^en 
SeßicMritßtnn, unicrftbiiebenen Hutfcitigung jujufteOen. Huiß 
kie 3ufte Sun g unk bte Hinterlegung ke* Seßieböltmuß* bot 
auf Betreiben aller 6eßiek*tnßtn ju erfolgen. Ster tsäßrenk 
bei liefen ^anklungen bie ©ornaßme kurtb einen Seil ker 
Seßuktiußln genügt, toenn ße nur bterbei jugleiiß im Auftrag 
kn übrigen ßanbeln — kg!. S®. 37, 413 — gilt ba* gleiebe 
■riebt au* für kte Unterjritßmmg ke* Seßieksfkruiß* ober kn 
tujufte Henken HuSfetttgungen, Der § 315 3'ÜC. iß auf bat 
febtek*ri<b>nlüb( ©erfaßten mißt antkenbbar. Übrigen« liegt 
au$ niebt* bafür kor, baß kn kerfhnbene S<ßiek*rießtn nosß 
ken Auftrag jttt SußcSung unk $intnlegung kt« Sißieb4lt>euiß* 
erteilt bube. — 2>te 8tnßaltung ker im § 1039 3©C- kn* 
ockneten ffünrmeMeutn iß ttnnläßliiß; etß bureb fie gelangt 
ka* ©erfaßten ju kern, kn ©trfünkung gerubtliebn Urteile 
Cutfpreibmktn SIbfißluß. Sarau« ergibt ftib, kaß mit bem 
lobe ke* einen £<biek*riibter* kie JRöglußlrit, ka* ©erfaßten 
m gef ((mäßiger Seife ju Sake ju fübrrn, übnbaukt aut* 
gefeßloßen mar ; kie Sitißttlagc toar bie gleuße, alt Beim etloa 
ein Ed)iek*rießtn feßon kot kn ffäüung ke* SißteWfkrutß«, 
üßen kor kn Hkfturammg übn ken ju fäPenken Strauß, ge* 
ßorben Wäre. Jütten kie übrigen Sißiebörußtet biefe tueftf 
läge eefannt unk keißalb, toie e« angegeigt getkefen toare, ihre 
toettne Sitigfeit abgelebnt, fo tkäre e* ju einem kn Stuf* 
bebung fähigen SißieMfktuiße übnbaukt nicht gefommen. $a* 
itoebankenfetn einer kon allen Seßicktritßtern untnftbriebenen 
Uifebrift ke* Seßiek*)ktu<ß* bäte oßne tccßUtiße ©ebeutung. 
"in kufem pralle tonnte aucß kn Seßiektkertrag mißt al* kurrß 
ka* unbcenkigle ©«faßten erlekigt angefeßen tunken, unk e« 
mürbe kn Wage im orkentlicßen ©erfaßten mit (Strunk bie 
Suirekc ke* @<btek«ktrttag* (§ 274 ,‘fiß. 3 3'ßD) entgegen* 
gehalten betten lörtnen. 3fun ßnk aber kie üknlebenken 
6ebtek*riißtrT mißt in kiefn Seift ju Serie gegangen; ße 
haben kulnußr kie Sußtßung unk Hinterlegung ke« Skrutß« 
offenbar mit kem Stilen, ka* Sctfabren orknung*mäßig ju 
Unke ju fußten, unk in kn SJiemung, ßinju auch ohne ®ii* 
»irfung ke« »eggefattenen Seßieke rußtet* beteeßtigt ju fein, 
ootgenommen. Sei kiefn Eatßlage taug aber kie Klage auf 
Sufßebung ke« Seßiekifkruißt* juläfßg fein. Sei kn nnjfnt- 


liißtn ©ebeutung, kie kn 3ußeßung unk Hinterlegung für ka* 
3ußanketommen ke* SefcicbGfkiuißö ftlbß jufommt, muß ein 
©erftoß gegen jtoingenbe Sotfeßtißen betreff* kiefn ©erfaßten** 
alte al* ein unguläfßge* ©erfaßten hn ®mne ke* ff 1041 
3>ff- 1 3©D. angefeßen tunken. Sben toeil ein teißi*güliign 
Seßiektfkrueß etß kureß kie Haiterlegung ke* jugeßeOten 
Skrutß* juftanbe fommt, muß ein ßinkei korgetommenn 
toefentlußn Setßoß tbenfo beßanbelt tunken, toie ein kn 
SkntCßfäBung im engetrn Sinne korangegangenn ober ßt ße* 
gteßenker ffeßler. Jebenfaß* muß kie* bann gelten, trenn 
toie ßin, eine naeßträgliiße Setbeffetung be* unjuläfßgen ©er* 
faßten* nießt meßr möglnß iß. Der Klage auf Hufßebimg 
be» ®ebtek*|)miib* haben fonatß beibe ©orinßanjen mit Setßt 
ßnttgegeben. 3>et ßänbtgen ©«ßtfkreeßung be* S®. entfkriißt 
e* abn autß, nenn kie ©orinßanjen angenommen ßaben, baß 
mit kn Hufßebung ke* ftßlnßaflcn 6ißttb*ftnuiß» ka* feßiek** 
nCßterlicße ©nfaßten nießt kon neuem eröffnet toorken tft 
®a« kon ken überlebenken Seßiekfoiißtem eingefeßlagtnt ©er- 
fahren füllte beit Streit koüßänhig nlekigen; ße ßaben al* 
ka* beßeßte Sißiektgecießt geßankeü, ba* bureß kie H'.nler* 
Itgung kt* Sißieblfkruiß* ka* ©erfaßten gum formellen 
Hbfißluß bringen wollte unb gebraeßt ßat. fflitb biefn 
6tßieb*fkniib aufgeßoben, fo untnliegt kn Streit ket ©arteien 
nnnmeßt kn gcritßtlußen Smfißeikung. St ©. c. S., U. k. 
22. 9iok. 07, 17/07 VII. — Colmar. 

18. ff 304 81®. Slk’ftß'nurtril übn einen Wag* 

anfkeueß au« „laufenbn ßteeßnung".] 

©n Wägn ßat buttß ©ertrag kom 15. DCtabn 1900 kie 
©ntoaltung ke* kem ©eflagten gehörigen ©eftaurant* „SS." 
in S5S. üßnnommen unk biefe bi* jum 1. fffokembn 1901 
geführt fit keßauktet, e* fei ißm köm ©eKaglen rin Stein* 
gewinn kon 3000 M für ba* 3aßt garantiert tooiken, n 
ßabe aber in kem einen fjaßr feine* ©eitiek* mit einem ©nluße 
kon 945 M 42 ff!f. abgeftßloffen. 3/itfen ©etrag müffe 
ißm kn ©eKagte nfe(en unb kaju notß bie garantierte Summe 
kon 3000 M jaßten. Üußnkem maißt kn Wägn aeßt 
kcrfißitkene, in kn Wage näßn kargeiegte ©nfkrüißc geltenb, 
kie untn ßeß auf knßßttkraen, tatfäißlitßni unk eeeßllißen 
®tünken berußen unk jufammen 1735 M 82 ©f. betragen. 
Sein Waganttag gtßt kemgemäß auf 3«blrmg kon 5681 M 
24 ©f. nebß 3 m f m - ©a* Serahmg*gerießt ßat „kie Wag* 
fotberuitg kem ®tunke natß für bneißtigt erHärt". 84 geßt 
kakon au*, kaß k« „Wagfarberung fuß al* eine rinßtitliiße, 
al« ka* angebließe firgtbm« kn noeß aukßeßcnken Hbretßnung 
kn ©arteien au« kem ©ntraglknßältniffe katßeSt". ©on 
kiefern Stankkunfte au* (eßeit e* aß, auf bie in kn Wage 
aufgrßettien ©oßen kn Klagfumme im emjelntn emjugeßen. 

Satin liegt ein ©nftoß gegen kie @rtmbfä(t ke* ff 304 
3©D. fiin ©ntragtknßälim* toie ka* korlitgcnke, too eine 
keriokffiße äbttCßnung übn kie gegenfetligen Stiftungen kn 
©eitrag*teile ßattßnken faß, tunk aSnkmg* fo aufjufaffen 
fein, kaß kie ©arteten in „Umftnbn Meeßmntg" jueinankn 
geflauten ßaben. Seboeß Werken kuriß rin foliße* ©nßältni* 
kie ein je Inen Seiftungen unk kie katau* ßerkorgeßenben 3tn* 
fkrüiße mißt ißte* felbßänkigtn Sßaralter* al* ^atbnungrn 
cntileikri, toie bie* beim eißten Rontotortent ker ffaü iß. 8* 
lann, fotoeit mißt ein ©nrrtenntni* oorliegt, nießt auf ba* 



16 


3urijHfdje SBodjenfdjrift 


M 1. 1908 


KechnungScrgebni«, ben fogenamticn Salbo, gcflagt toerben, 
bielmehr mufe bie Klage bie einjelncn Soften bariegtn, toeil 
bie Ginmixfung btt ©egenpoßen mit im SSege bet gcmöhnlühcn 
Sfafrechramg ober 3S ttn 9 jußanbe fommt. Der (Btunb bet 
Klage »ft alfo bet ben einzelnen Soften jugrunbe liegenbe 
S^ulbgtunb. (3i®. 22, 152; 1902, 321 ••) 

tiefer muß füt jeben einzelnen in bet Klage befangenen 3ln* 
fpxuch fcftfteben, men« ba« ©cricht in einem lltteile nach § 304 
3VD. ben „Älaganfpxuch bem (Brunbt nach füt berechtigt" 
erflären Ta« Verufiuig«geri<ht ^at nun aujser bem auf 

§ 6 be« Vertrag« genügten Neingctoinnanjpruche leinen bet 
mit bet Klage Verfolgten Slnfpriithe fachlich geprüft, unb fdjon 
hierau« ergibt f»cb bie Unjuläffigfeit bet bon ihm getroffenen 
Snifdjieibuttg. ©. c. U. b. 19. Nob. 07, 149/07 III. - 
ftairnn. 

19. § 308 3$ü. Enthält bie Verurteilung mehrerer 
Veflagier al« ©cfamtfchulbner ohne Antrag be« Kläger« eine 
Verurteilung ultra potita?] 

The Nrrnßon befchtoert fiep junäcbft bat übet, bafe ba« Vf* 
rufungögericht bic Veflagten jut 3ablung be« mit bet Änßhlufc* 
betufung gefotbetten Vertag« al« ©efamtfcpulbnet bcturteilt 
bat, obgleieb ein babingebenber Eintrag bom Kläger nicht gefteQt 
toorben toar, fte iß bet Hnftcht, bafc bem Kläger babutcb etma* 
jugefprwhcn tootben iß, ma« et nicht beantragt h a &*» bafc 
fomit § 808 3VD. betlebt fei. Tiefe Stflge ift unbegrimbet. 
Gbenfotoenig tbie bie Verurteilung mebteter Veflagten ju einet 
teilbaren Stiftung ohne ben Sufafc, bafe fic al« ©cfamtfchulbnet 
leiften füllen, ju bem Schluffe jtoingt, bafi bie Veflagten nur 
,ju Vruchteilen leiden foÜen, fonbetn auch im Stirne einet ge» 
iamlfthulbtictticbfn Verpflichtung aufgifafct toerben tann unb im 
3toctfel auch fo aufeufaffen ift, totim eine folche Verpflichtung 
au« bem bet Verurteilung jugrunbe liegenben Nf<ht«bcrhälrtti« 
fiep ergibt (N©3* 30» 340 a. G.), ebenfotoenig tbirb au« bem 
gegen mehrere Veflagte auf Entrichtung einer teilbaren Stiftung 
gerichteten Klaganlrag gefolgert toerben mUffen, bafe bet 
Kläger bon jebem Veflagten nur bie Stiftung eine« Vruchteil« 
berlange, fonbetn ei mit 6 Sache bet $fa«legung fein, mrichc 
Tragtoeitc bet Klaganlrag bat unb man mitb, menn ba« bem 
Klageantrag jugrunbe liegenbe NwhWbexhältm« eine gef amt« 
fchulbtutij<he Haftung ergibt, babon auöjugebcn haben, bag bet 
Kläger eine Verurteilung ber Veflagten al« ©cfamtfchulbner 
beantragt haben toofle. Ta borliegcnbenfafl« bie Veflagten nach 
bem mit bem Kläger gesoffenen Vertrag al« ©cfamtfchulbner 
haften (SIR. §§ 424, 425 I. 5), fo ift auch anjunehmen, bafc 
bet Klagantrag troh Niehtgebrauch« ber ©orte ,,al« ®riamt= 
fchulbner" auf Verurteilung ber Veflagten al« ©cfamtfchulbner 
gerichtet ift. S. u. G. c. S., U. b. 21. Nob. 07, 71/07 VI. 
— #amm. 

20. §§ 540, 4 Verechmmg ber Nebißonöfumme. 

©ertberänberung be« Streitgegcnßaube« im Sauf be« Ne<ht«: 
ftmt«.] 

Parteien finb £>au«nacbbarn. Ta« .ipau« be« Veflagten 
mutbe früher al« StaQgcbäube benupt unb mar bi« jum Ta<h* 
ftrft nur 7,20 m hoch, fo bafe man nach Slngabe ber Klägerin 
au« ben beiten ungeöffneten fjcnßcrn ihre« Obetftocf« jur 'Kot 
noch ben $unmcl fepen tonnte. Veflagter erhöhte ba« $au« 
um 3,70 m. ©egen ber baburch bemirftrn Veemuächtigung 


ber Si<h*juführung h°l Klägerin ben Veflagten berflagt: 
mit bem '.Neubau nach § 14 2 TI. I Tit 8 SS9t. juiücf jutreten. 
21u« ben förünben: Tie 3uläfrigfctt ber Ketrifion mar 

nicht ju beanftanben. Ta« S®. bat aQerbing« auf bie 9n* 

gäbe ber Klägerin hm ben Streitmett auf 650 M feflgefebt 
unb ber VtHagte bat meber bamal« noch in ber ^olge etma« 
bagegen erinnert Eine nähere Erörterung b<a jeboeb in ben 
Vorinftanjen nicht flattgefunben. Ta e« fuh um eine 
fertntutenähnliche nachbarrecbtliche Eigentum« befchränfung, fog. 
Segalferüitut, banbeit, auf bie auch fwtfk bie ®runbfähe über 
®runbgerechtigfeiten Slntoenbung finben (bgl. ÄSK. 1. 22 §§ 1 ff. 
K®. 44, 315), leimte e« feinem Vebenfen unterliegen, auch 
bei ber Vemeffung be« Streitmert« ben § 7 3V0. anjumenben 
(ogl. V c tetfen’Änger, 5. Slufl., 2lnm. 3, (Baupp»Stem, 8 9. Sufi., 
Sinnt. III, Stoniehi<®eIpcfe, 9nm. 1, ju § 7 a. a. O.). 'JJfag 
nun auch ha« ^ntrreff« ber Klägerin, mie biefe but<h ein in 
ber Ketnfion«inftanj eingereuhtc« ©utachten glaubhaft machen 
mifl, fogar noch »eniger al« 651 M, nämlich nur 225 M, 
au«machen, fo mar bo<h bic Vlertbertingetung, bie ba« @nmb* 
ftüd be« Veflagten nach ben bom K®. (K®. 63 6. 98, 100) 
aufgcftcüien ©ninbfägen nleibet, höbet al« 2 500 M ju 
bemerten. Ta« bon bem Veflagten nnger eichte ®uta<hten be* 
rechnet ben Verfaß, ben ber Veflagte „im ^ade bet SBieber» 
heiße flung be« früh«m 3“ßanbe«' , erleibcn mürbe, auf 
12 500 'Diatf. . . . Nun bat aQerbing« bie Klägerin noch gdtrnb 
gemacht, ba& ber Neubau auf bem ©runbßücfe be« Veflagten 
jur 3«t ber SiiftctUmg ber Klage noch nicht boQenb« gemefen 
fei unb be«halh nach § 4 bei ber Vereinung be« 

Streitmert« unb nach § 446 a. a. O. bei ber Berechnung ber 
SRcbißonlfumine nicht in Vetracht gezogen metbe« btirfe; bie« 
lonntc feboch nicht für richtig erachtet toerben. Tenn abgefeben 
baoon, ba« ber Neubau jur 3<it ber 3ufteQung ber Klag« jum 
Teil menigßen« bereit« au«gcftibrt toar, bejiept f«h § 4 a. a. 0. 
auch nur auf ben ivaU, menn ber 3Scrt be« unoeränbert ge» 
biiebenen Streitgegenßanbe« nach 3ußeQung ber Klage ßnft 
ober ßeigt, bagegen nicht auf ben ffcH, bah ber Streitgegen- 
ßanb felbß Veränberungcn erleibet (OgL 'Uiot ju ben 
§§ 8—9 be« Entm. einer 3 $0. ; V®. 15 S. 75, 407; 323, 361; 
Slomehfa©elpde Slnm. 2 tu § 4; ^ktafemSInger Slnm. I 2 
ju § 4, Slnrn. 4b tu § 546; (Baupp^Stein SInm. I ju § 4, 
Ülnm. VI ju § 546 3W0* Übrigen« mürbe, auch tortm 
man ben Neubau aufcer Vetracht läßt, bie VJertbetringetung, 
bie ba« ®runbßüd be« Veflagten buxch bie Unmöglichleit, ben 
beabsichtigten Neubau in bem in 9lu«ftcht genommenen Umfange 
au«jufuhren, erlribet, cbenfaQ« auf mehr al« 2 500 M ju 
oeranfchlagcn fein. Ä. c. Stabtgem. ®., U. t>. 13. Not). 07, 
106/07 V. - Vreölau. 

21. § 1025 be« Schteb^Oertrag«.] 

Tie Parteien Vf. unb K-, melche in offener £anbel«* 
gefeQfchaft eine ©eberei betrieben hotten, gerieten in 3miftig» 
feiten unb fchloffen jur Vefeitigung berfelbcn einen Vergleich. 
Nach biefem Vergleiche foQ ein bon ber Kammer für 
ta^en in V. ju emennenber, mit bet Kraft eine« Schieb«nchter« 
in ©emäfebeü ber §§ 1025 ff. 300. betlcibeter Sa^ocrßänbiger 
ben Sagerbeßanb unb bie aueßebenben ^otberungen ber alten 
Jitwa für ben 15. 3uli 1901 ermitteln unb feßßeflen unb 
auch barüber entfehetoen, mer bie Koflcn biefer Ermittlungen 


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37. QaE/rgang. 


Qurifltftfje SSo^enfi^rift. 


17 


unb Auictnanberfrbungtn trägt. G« finb fobamt ferner bon 
bei Stammet für £anbel*fachen ju ernennen. ■>) ritt Schieb«* 
ruhtet jut Schügung be« btt alten Mama gehörig gewrfenen 
®tunb unb Boten*; b) ein ©tbiebtti^trt jut Schähung bet 
©ebäubt betfclbtn, c) ein Schieb* tiefner jut €ch«?ung bet 
Blafcbinrn, be* fyabrittnerntar* unb bet Apprrturanftalt. Sie 
;ulr§: erwähnten btei Schicberuhier fallen ihre Saje gefonbett 
abgeben. Sobamt einigen ftt (ich, toic e* im Strgltiche 
teörtltch hei|t, unb bilben jufammen ein Schicbbgericht, Welches 
übet bie ju etmitttlnben SBcrte nach 'Hiafegabc bet §§ 1025 ff. 
31*0. nach betätiget Anhörung bet fjlarttien, einen fiit biefe 
bmbenben Scbiebsiprucb mit ©rünbtn abgeben unb hierbei bie 
iiaritbnfitn bet §§ 1039 ff. 3 SIC- befonbet* beachten muffen, 
flbtt bie Haften bei Verfahren* entfeheibet bet Scbitb*fpru<h 
gleichzeitig. Sie Scbicbötichtcr finb ernannt; bie Schieb«rc<htet 
ii s, b unb c festen burtb Sprach bam 3. SRätj 1905 ben 
33ert bet ihrer Schaffung unteibteiteten Cbjelte auf jufaimnra 
237 227 M feft unb legten bie Sofien be* föiebbgendbtlitben 
Serfabttn« bem SR. auf. Set S<bieb8rid)tet inbttteff be* 
Pager* unb bet üufenfiänbe fette in feinem Spruche bam 
8. SRat 1905 bie ffiette auf 270829 M 95 fPf. bjto. 
73 356 M 63 fflf. feft unb legte gleichfall* bem SR. bie 
Saften auf. ffn einem ebenfall* bam 8. SRai 1905 batierten 
Aachtrage, bet ben Parteien jugrftcllt unb ebenfall* niebetgelegt 
ift, füllte biefet Scbicbsricbtti eine ’Schlufebetcchuung auf, nach 
bet ba« ©utbaben SB«. 122 190 M 21 f3f. beträgt, hierauf hat 
;ebe bet ftjarttien eine RI age angefteQt. SR. met bem Anträge : 
bie €cbieb*f|>rii<be bam 3. SRärt unb 8. SRai 1905 aufjuheben. 
S. mit bem Anträge: s) bie Schiebifprüche bam 3. SRätj 
unb 8. SRai 1905 füt techtmäfiig ju etfläten unb binficbtlicb 
bet Saften bie 3ulüfftgirit bet 3wangtboüftrrcfiing au* bem 
felben aubjufptcdjen. b) ben SR. jut Säumig bon 
122 190 M 21 Bf. ttebji 5 fitojent 3mfen feit 15. ffuli 1905 
yu betutteilen. Sie 'Batinftanjen haben nach bem bon ffl. 
teile Uten Anttage etlamtt unb bie bon SR. angeftrengte Rlage 
abgewitfen. Set bon SR. eingelegten Kebifton mutbe ftatt> 
gegeben unb bie Sathc jut anbettoeiten Bcibanbiung unb Gnt* 
fcheibung an ba* 02®. jutüdbttwiefen. Hu* ben ©rflnben: 
bie Annahme bc* Berufungsgericht«, c* fei butch ben Betglcich 
bam 13. SRät; 1903 ein Sihieb*bertrag mit bet ©ittung 
gefchloffen, bah bie in ®u*ffit>ning beäfelben etfalgten ffiert«* 
feitfehungen al* SAtcMfprüche im Sinne be* ©efeffc* am 

jufehen feien, ift al* rtebt*irrtümlich nicht aufrecht ju halten 

Sie Sachführungen be* Berufungsgericht* betfennen, bah nach 
§ 1025 3?®- bet Sehieb*oetttag bie Gntfehcibung eine* 
Hecht* fit eit* jut SBorautfefsung hat, bah bet Gntftbtibung 
be* 6<bieb*grti(bt* borbebaltcn taitb, loa* im orbentlichen 
Hechtötbege bet ftaatlich beftcllte Htdtttr burch Mallung eine* 
Urteil* bomimmt. — ^frterfrn, 3BC-, 5. Sufi., Sinnt. 36 ju 
| 1025. — Gin Beitrag, bet, toie ba* Beiufungögrricht ben 
Setgleich au«legt, bem Stuten, beffrn Urteil bie Parteien ftch 
unteitneifen mellen, nicht hie Gntftbtibung felhfi, fanbetn trat 
bie iftftftellung bet Giern ente für bie Gntfcbeibung überträgt, 
tj fnn gültigrt Sehtebtsbertrag. Sah für ben otbentlicben 
Üc6ter hei gugrunbeltgung bitfrr Gntfcheibungeelemente nur 
tat jftftfießung bet Gnbfummr butch Urteil übtig Weiht, tfl 
tan fritier auifehlaggehenbcn Bebauung; bie bem Schieb*" 


betttage tnefentliche SorauSfebung, ganje aber teilwetfe Gr* 
feböpfung be* Sechtojlreit* butch einen bem Urteile be* 
orbentliehen Sichtet* gleichen Spruch, fehlt auch in einem folchen 
Salle. — SR®. 45, 352; 3». 02, 636 't — Gin Spruch, 
tbie et hier gefällt toerben feilte unb tatfäcblicb auch gefällt 
tborbtn ift, ift fein S<hieb*fptuch im Sinne be* @efe*e* unb 
tarnt ju einem folchen auch baburtb nicht laetben, bah bie 
Schäffet al* Schieb*tichtrt bejeichnct unb auf bie AnWenbung 
bet gefeglieben Borfchriften übtt ben Schitb*betttag ban ben 
Parteien betmiefen finb. — 3®- 06, 573“. — ®ie bet 
SBiHe ber Parteien füt bie Anfechtung eine* Sprache*, bn 
ftch a(* Ibitflichet €chieb*fprach barfteOt, feine anbeten ©tünbe 
fhaffen tann, al* bie bom ©efefe aufgrfteBten, fo betmag 
Slatteibeieinbarang auch "ich 1 blofec Schüfet mit ben im ©efefe 
geregelten, jum Seel öffentlieb*rc<btlicbfn Munitionen (§§ 1035, 
1036 3BD) bon Schiebbrtchtent au*juflatten, unb ebenfomenig 
föntten ©machten, bie feine Gchiebefptüche finb, bucch Partei* 
betttnhanmg ju Scbiebsfprücbfn gemacht unb bcnfic^tlid? ihrrt 
Wertung unb Anfcebtbarlrit ben ba* fcfiiebSgerichtliche Brr* 
fahren tegelnben Beftcmmungen bn 3'1®. untertbotfen Werben. 
SR. c. SB., U. b. 12. Sfob. 07, 56/07 VII. — $amm. 

2Si. §§ 1039, 1041 3SJD. Schieb*fprach. Angabe be* 
„Sage* bet Ahfaffung". 3 u f ,e ü un 0- Gntfcheibung be* Schieb*« 
gericht« übet bie ©ültigfrit be* SchiebSberttag*.] 

Sie etjlen heiben bon bet SRebifion ethahenen Angriffe 
betreffen bie ^”8'« oh bet Schieb*fpra<h ben im § 1039 
SS!D. aufgefieOten formalen Sotfchttften entfpricht, nach betten 
bet Schiebefprach ben Sag feinet Ahfaffung angegeben unb ben 
Parteien bon ben Schieb*iichtetn jugefteDt fein muh- 
Seiben Angriffen ift bet Gtfclg ju oetfagen. Set Schieb*« 
fprach trägt oben an feinet Spife ba* Saturn: „8. ben 
25. SRai 1905." Sah butch biefe Satierung bie Schieb*richtet 
ihrem Sprach bie butch ba* ©efef etfotberte Bejeichnung be* 
Sage* bet Ahfaffung haben gehen Wollen, muh °$ n e weitere* 
hi* jum SeWeife be* Gegenteil* angenommen werben. Cb bie 
Satierung, Wie hier, übet bem Schiebüfptuch fleht, ober, Wa* 
bie Seoifton füt eefotbetlich erachtet, unter bem Sprach, fann 
babei leinen Unietfchieb machen. G* genügt junäcbft, bah ba* 
Saturn, beffrn Beifügung freilich füt hie MefifleBung bet 3ben* 
tiiät be* Spruch* unentbehrlich tfl, in folget Seife auf bet 
ben Sprach embattenben Utfunbe angebracht ift, bah bie An- 
nahme nicht au*gefehloffen etfeheim, hie Schiebirichtet hätten 
butch bie Satierung ben Sag bet Ahfaffung be* Sprach* am 
gehen wollen. Sie Hebifton macht aber geltenb, ba« Saturn 
miiffe ben richtigen Sag btt Abfajfung be* Sprach« angeben, 
ber auf bem ergangenen Sprach ftebenbe Betmetl: „25. SRai 
1905" ftelle jeboeb nicht ben Sag bet Ahfaffung bt* Sprach« 
bat, fanbetn ben Sag bet lebten Sethanblung bot bem S<hicb*= 
gericht. ®ttfe gotbtrung btt Htbifton geht jehoth ju Wett. 
Sem ©efef ift ©enüge gefchehen. Wenn bie Scbieb»ri<bttt ben 
Sprach mit einem Saturn bejeichntn, ba« fie felhft al« ben 
Sag bet Abfaffung be* Sprach« angefehen miffen Wollen. SBätt 
aber auch babon aubjugehen, bah bet al« Sag bet Abfaffung 
auf ben Sprach gefehlt Sag bet Sag fein müffe, an bem bet 
Sprach Witflidb abgefaht ift, unb bah ™ botfitgenben galt btt 
25. SRai 1905 nicht bet Sag btt wirtlichen Abfaffung fei, 
fo Würbe hoch hterau* nicht* jugunflen bet Slebifion ju fblgttn 

3 



18 


Quriftifdje SBodjenfdjrift. 


Cfß 1. 1908. 


fein. Denn bie §ormborf(^tiften bei § 1039 haben, »nie bic 
2Rotit>e ergeben, ben 3®«*/ bie Übaeinßtmmung be« Spruch« 
mit bem ©litten bet <Sd?ieb«rid?ter gu fi$em unb bie ©ecnbigung 
bei ©erföbren« feflgußctlen. Daß biefer 3®«* aber meiert 
iß, füllte felbft bet Spruch feinergeit bon ben Schiebtrichtan 
nicht am 25. 3)lai 1905, fonbern an einem anbeten Dage ab* 
gefaxt toorben fein, fann nicht gtorifelbaß fein. 2öeba behaupten 
bie ©ellagten, noch iß fonfb irgentoie ein Slnbalt für bic 2tnnabme 
focbanfcen, baß ber bem protololl beigefügte Spruch einen 
anberen Inhalt gehabt ^abe alt ber entfeheibenbe Deil ber mit 
eingebenben ©rünben fcerfehenen unb fcon ben Schicbtrichtern 
imterf<briebenen, ben 'Parteien gugeßeflten 2tu*fertigung bet 
Spruch«. Schon ün Urteil bom 20. Januar 1905 (Vll 516/04) 
bat ber jeßt etfennenbe Senat autgeführt: felbft toenn im ein* 
gelnen gatte feßßehe, baß ber S<hiebtfptu«h nicht an bem 
Dage abgefaßt fei, ben er felbft alt ben lag ber Äbfaffung 
angibt, fo fei hierin hoch ein fo tocfcntlicha Verfloß gegen ben 
§ 1039, baß ber Spruch für untoirtfam gu galten fei, nicht 
)U ßnbrn, toenn nicht crfte^ilic^ fei, baß jene an fich neben* 
fachliche Umichtiglett bie Überzeugung babon gu afchütiern na* 
möchte, baß ber Schiebijpnuh genau fo, toie befchloffen, niebet* 
gcfchtieben tooiben unb ba« Verfahren auch im übrigen ein 
rechtmäßige« getoefen fei Sn biefen ©runbfäbcn b^ ba 
Senat auch bei erneuta Prüfung ber Dragtocite bet § 1039 
feft Daß bie 3ußettung bet Schtebifprucpi an bie Parteien 
f eitert 6 ber Schiebtrichter felbft baanlaßt toorben «ft, 
bie ben protoloflführer bet Schiebtgaicht« Dr. p. mit ber 
älutführung ber Aufteilung beauftragt batten, ftettt ber ©e* 
rufungtrichta £»h ne 9te<httinium feft. Die ©ellagten machen 
gtoar geltenb, fie hatten angenommen unb annehmen müffen, 
bie 3 u ßettung bet Spruch* an fte erfolge nicht im Sluftrage 
ba Schiebtrichter, fonbern ba Klägerin, toeil inhaltt ber 3“* 
ßettungturlunbe bie 3 u ß*Qung im Sluftrage bet Sußigrat« < ä. 
erfolgt fei unb biefa ber Sogtut bet ^uftigrat ©. getoefen fei, 
ber bie Klägerin im Schiebttoafahren baireten ^ab<. Der 
©enifungttichter führt aba aut, gur Durchführung ba 3uftcüung 
habe ruh Dr. p., ber ©cauftragie ba Schiebtrichta, nicht aber 
bie Klägerin, bet ^uftijratt 91. bebient unb ba Untere fei 
toeba jemalt ©ebottmächtigia ber Klägain getoefen noch 
Schiebtöafahren für fie aufgetreten, hiernach entspricht bie 
3uftettung fachlich bem Grfotberm* bet § 1039, baß fie auf 
Veranlagung ba Schiebtrichta erfolgen muß. Der Inhalt 
ber 3uftcttung!urfunbe, ber übrigen# für f«h allein für bie ©e= 
urteilung ba 2öirlfam!cit ba gußettung nicht mafigebenb iß 
(51®. 17, 413 unb 37, 414), fleht mit ba SBahrheit nicht in 
2Ötberfpruth, ift bielmeht nur ein unboflßänbigcr unb burfte 
infotoeit burch ben ©erufungirichter ergänzt n> erben. Daß bie 
©cUagten hatten annehmen müffen, ber ^ußigrat 21. fei bon 
ba Klägerin mit ber 3uft(ttung beauftragt, iß nicht angu* 
alennen. Ratten fie 3®rifcl, in toeffen Sluftrage bie 3«ft*flung 
erfolgt toar, fo fonnten fie biefe burch ©rlunbigung befeitigen. 
$aben fie aber felbft angenommen, bie 3uft*ttimg fei im 2luf* 
trage ba Klägerin erfolgt, fo mögen ihnen bietteicht Slnfpiüch« 
auf (Srfap bet Schaben# guftehen, ba ihnen ettoa aut bem in 
ihnen arrgten Saturn ertoachfen ift, bie SHechttgüUiglrit ber 
3ußettung bet Scßiebifprueh« toirb aber hierburch nicht berührt. 
Die britte bon ba Slebißon ahobene 9lüge ift materiettrechilichfr 


9lrt. Sie geht baßm, ba „^auptoertrag" unb bamit auch ba 
einen ©eftanbteil betfelben bil&enbe Schiebtbatrag feien infolge 
toefentlichen 3rrtumt ba ©ellagten üba ben 3nßalt btt £>aupt* 
beTtraget nichtig. . . . 3® ar iß regelmäßig angunehmen, baß 
bet ba Vereinbarung einet Sdjiebtoet trage« ba Varrag«toitte 
ba Parteien nicht babin gegangen iß, bie Schiebtrichta füllten 
auch baruba cntßheiben, ob bie ©runblage bet SchiebtgendHt, 
ba Schiebtbatrag, gültig guftanbe gelommen iß. @tne Solche 
Sntfcheibung iß bielmehr, fotoeit ba Schiebtbatrag felbft nicht 
anbert beftimmt, bem ftaatlichen ©ericht borbehalten (3©* 02, 
171"). 3® borliegtnben F°B aba haben bie ©ellagten 

ben borbrgeichneten (Suitoanb bet Irrtum« bei ihrer Verteibigung 
bor bem Schiebtgaicht biefem felbft untabreuct unb mit ba 
Klägerin bor bem Schiebtgaicht üba biefen ©intoanb ba* 
banbeit. £icrburch iß ein neuer Schiebtbatrag bon ben 
Parteien ßiQfchtocigenb bahm abgefdjloffcn, baß bat Schiebt* 
gerußt auch biefen (Sintoanb gum ©egenftanb feiner (Snljchribung 
machen fotte. 91achbem in ©rlcbigung biefet Schiebtbatraget 
bat Schübtgericht ben ©intoanb brrtoorfen unb in bem Slechtt* 
ftreit ber Parteien eine enbgültige dntfeheibung getT offen bat, 
iß lein iHaum für eine üba benf eiben (Suuoanb burch bat ßaat* 
liehe ©ericht gu treffenbe ©nlfcheibung. 6. c. 3* ntM le f- 
Spiritufbertoertung, U. b. 18. Oft. 07, 12/07 VII, — ©erlin. 
$anbeltgefefcbu<h- 

«3. § 37 «bf. 2 ^@8. bab. mit § 12. ©©©. Kann 
ber Srtoerba einet ^Kmbeltgefchäftt mit ba ^irrna ohne ©e* 
nehmigung bet ©aäußaat 3 ®^‘ 9 ”cebalaßungen mit ber ab* 
geleiteten girma an anbere übertragen?] 

Da Kläga berfaufte fein ^anbeltgeßhüft in $. mit 
ba tfrirma 6. S<h- A 6o. an ben ©ellagten, ba halb 
barauf ben ^utoelicr D. alt ©efeUfchaßa aufnahm. Di« hier* 
burch begrünbete offene ^anbeligefettfchaft tourbe au »ge Löß. 
X. übernahm bat ^anbeltgefchäft unb führte et unter ba 
alten girma fort. 2(m 7. Degemba 1904 tourbe eine 3®*MJ* 
niebalaßung betfelben in bat ^lanbeltrcgißer bet 21©. in 39. 
eingetragen, bie, toie ber ©ellagtc behauptet, bereit« fei 9Jlai 

1904 beßanb. Saut ©in trag im §anbeltrcgißer oom 9. 3<utuar 

1905 tourbe bie 3®«gni«balaßung unta ba bitherigen girma 
alt felbßänbiget ©efchäft toeitergeführt atteiniga ^nh 11 ^ 
iß ber ©ellagtc. Der Kläger erhob mit ber ©ehauptung, baß 
er h^I u ßin« (Genehmigung nicht erteilt h^be, ber ©ellagtc 
baha nicht baechtigt fei, bie ^irma ©. Sch- & ©o. gu führen, 
Klage mit bem Slnttage, ben ©ellagteu gu berurteilcn, 1. biefe 
im ^anbeltregißa bet 31©. in 2B. eingetragene ^mna gu 
löfthen, 2. fuh bei faneren ©«brauch« ba ^irma bei ©et* 
mcibung einer ©tlbßrafe gu enthalten, ©cllagta tourbe ber* 
urteilt unb feine SttcOifion tourbe guxüdgetoicfen: ©tlarnibahtn* 
ge ftettt bleiben, ob unb intoictocit btc Veräußerung einer 3® e M^ 
niebalaßung mit bem ^irmenrecht unta bie ©eftunmung bet 
§ 22 ^©8. fällt 3rt>enfalli müßte ber ©eflagte, ba nach 
Sage ba Sache fein ^irmenrecht nur auf biefe« ©efeß ßüßen 
tann, ben 5lachtoci« führen, baß ber Kläga in bie Fortführung 
ber Finna für bie toeita baaußate 3®<ig n icbcrlaßung aut* 
brüälich getoifligt h a be. 9lun liegt bei bem ©rtoerbe einet 
^anbcltgefchäßt in ber 3 u ß ,mmun 8 bet friihacn F* n>ul|B 
inhabat gur Fortführung ba Fi^ 1111 ' m 3®<ißl gtoar bic Sr* 
mächtigung, bie Firma auch für 3®«g”übalaßungen gu ge* 



37. Qabrflcmg. 


Qurifftfdjt SBodjtnfdjtift 


19 


brauchen, tägigen nit^t au 4 bie Ermächtigung, bi« 3 W ''8' 
nitbnkffung mii btc abgeleiteten fjirraa ali ftlbßänbigci 
®«j<bäft Beeter ju Baäußcrn. Bitgclmäßig Bub bielmehr, Bie 
bai Ci'®. gutreff enb aufifubrt, «in« folge ©aoitljäliigung bet 
tjitma mcßi ali bem ©litten bei fluteten ijumcninbabeig rnt* 
fptcchcnb angegeben fein. S. c. S., U. D. 16. Bioe. 07, 44/07 I. 
— gtanlfurt. 

24. § 159 $®S. Betb. mi» § 199 S®©. u. Sd. 169 
SÖ®ffl©. ©eguin bet ©ajäbrag gegen einen auigejebubenen 
(Bcfcttfihaftn begügliib einet nu4 bet ©ctlautbarnng im $anbel6> 
ngifieT fäQig gcBotbenen gotboung.] 

Somobl nach § 159 bei fegt geltenben h®®. nie nach 
Sit 1 4 6 bei früheren h@8. beginnt bet £anf bet j ttnfjäbrigen 
©cijähtungofiift gegen einen auigef^iebenen (äkfcttjcbafin in 
gatten, m benen bie gotbetung erft nad) duitiagung bei Suä- 
jcßeitcni im hanbeliregißtt fällig geBorben ift, mit btm geit> 
pimltc bet göBigleit fflcgentoeuitg baute Ii et fuß um gBei 
mit feebinunatigei gtift liinbbate gatbetungen, bie am 3. Dl* 
tobet 1899 — an Beigem Zage bai Suifgeiben bei 8c» 
liagten oui bet hanbeligefeOfgaft Gkbtubet g. im hantele« 
tegiftet etngettogen Hmtbc — nog nußt geiünbigt, olfo nog 
mebi fällig Baten. Sie Baten au 4 am 1. ejanuat 1900 nog 
nußt fällig, golglig begann bie fünfjährige ©erjäbtung gemäß 
$ 199 8®». Sit. 169 d®»©S. feinenfatti bot bem 
3. Spnl 1900; et hoben ift abet bie Hinge, tote bet ©aufungi* 
tuntet feftftettt, beteiti am 30. SJiätj 1905. St!, c. 41., U. 
8. 21. BIdb. 07, 156/07 V. — HSnigibeig. 

©ctfigeiungircgt, 

25. ©erpßigtung bei Serftgerten, ßg nah einem Unfall 
einet äijtiußen Unierfugung gu um ergießen. (Bebt bie Sen 
fußcTungigcjettjgaft ibtti Blegti auf Erajtgung einet Horn- 
nujjttm bebufi Ermittelung bei Umjangi bei Sgabeni bunb 
beffen ©cjticitcn bctluftig? ©ebeulung bei Urteilt, bai übet 
ben @tunb bei Snfptugi entlgeibct] 

Skt bei bet SB« [tagten Baßgeite Klaget bot am 20. fflätj 
1901 einen Unfall alttten. Blag Empfang einet dntfgäbigung 
bon 72 M inatbte et Beitete Slnfptüge gcltenb, ba ein 
©nigletben etttjlanben fei. Sktg Sgttiben Bom 4. Mai 1901 
Bui ©ellagte jebtn Beiteten Snfprug ab, Beil ftc jut ©tueßt 
mtbt bafle. jjm Oltobet 1901 ttßob fobonn Wäget mit bet 
©ebaupung, bai bet Unfall anbei bem ©rüg nog Beitete 
mnete S<bäben, mibefonbere eitle ÜBanbermet« gut gotge gehabt 
habe. Wage auf 3ablung einet V. jabtligen Biente Ban 
188,61 M. Ski £®. Biei bie Wage ab, ba ßc mgt 
mnaßalb bet Jttß bet Bit. 56 bet ©aßgerungibetingungen 
n bo ben fei 2>ai S®. etlantue, bafi bet Waganfptug bem 
ßtunbe narb gerobifertigt fei, inbem ei einen f» ßoßen ®“b 
Ban SBabtlgewiigleit füe bai behauptete Biiaenlciben ali bat« 
getan annabm, baß ei biefei ali etBiefen anfab- 3“<ß*>g 
nutbc bie Sage gut ©etbanblung unb dntfgeibung übet 
ben ©et tag bei Snfpiaibi an bai £®. guiüdoertoufcn, 
unttt ©omafung bei SinBanbi bet ©ettogten, bafi übet bie 
htfu bet Entfgäbigung nach Bit. 62 bet ©afußaungi« 
bebtngungen bit Scgtetommiffion gu entfibeiben bab«. Ski 
tö. bat batauf na<b btm Waganttag triannt. SHc butgrgen 
eingelegte ©aufirng bat bai fl®, ali unbegtünbet gurüd. 
gemufen. ä* gebt mit bem £®. bauen aui, bafi bie ©«flu» 


mung bet Bit. 62 ff. Boditgenb btc rigteriige dntfgeibung 
übet bie hbb ( bet gu leiftenben Entfgäbigung nicht auSfglicße 
unb baß Wäget nur jtoedi ©oibeteitiuig bet na<b Bit. 62 ju 
tteffenben ®ntfiblit|ungm Betpfliibtei fet, fi<b Ben ben Siglen 
bet ©«Sagten unteifuiben Ju Iaffen, fotmt ein ©elfte fl gegen 
bie Bit. 27 unb 32 niiht Botiiegc. SScitet billigt bat ©«• 
nifungigerübt bie ©«BeiiBürbigtmg bei 8®., bai bie 8eein> 
ttätbtigung bet ötBetbifabigieit bei Wägeti um 60 8n>jent 
binteiebetib etBiefen fei. Ski Bi®, hob auf, infaBeit junn-- 
gunften bet ©ctlagten etlanni Bat: Slie Suiiegung, bie bet 
©enifnnggtitbttt bet utitet Bit. 27 bet Setfubetungibebingungen 
fub finbenben ©etttagibeftumuung baptn gibt, bafi bet ©et. 
fubertt nur bann Beipfinbtet fei, bem Boa bet @efcUfibaft be= 
anftragteu Stjt bit Untctfuibung feinti lotperlichcn ^uftanbei 
}u geftatten, fatti biefe jut ©otbeteitung ibtet Entflbitcbung 
übet Sneitennung ober SHebnung bet Bom ©etfnbetten Bet. 
langten Qntftböbigung erfolgen fall, ift in h°hem Stabe bt. 
bcnSitb- Bäcbct naib bem Sttottlaut biejet ©eftimmung no<b 
aui bem ^»mmenbang mit ben übrigen ©etftibctuagi. 
bebingungen büifte eine foltpe ©efhtanlung bei Untetfuibungi 
eeibti bet ©ctlagten |u rtdufettigtn fein. ®ang befonbeti bc. 
bentlicb njibeint bie ©efibränfung in einem fjatt, Bie bet 
Borliegcnbt, in bem bie ®efettf(baft nab Gtlafi einei ben et. 
bobenen EntfibäbipngSanfpiuib bem ®runbe natb anettennen. 
ben Urteilt bie @e£atlung bet ätjllibtn Untctfuibung fotbett, 
um nunmebt ihre Sntfdjlufung übet bie hübe bet gefibulbelen 
Qntf<bäbigung ju treffen. SUtin bie ^urüdBcifung bei Bon 
bet ©ellagttn auf ®runb bet Bit. 27 imb 32 bet ©etfube* 
lungtbebingungcn gcltenb gcnuubtrn ©crtoitlungicinBanbi ifi 
beibalb aufrecht V 1 et ballen, Beil naib Sage bei Sah« angu. 
nehmen iß, baj Wäget trog SnBenbung bet etfotbetli<b«n 
Sorgfalt fub auf ®runb bet ©rtfubeiungibcbiagungen nicht 
füt nctpftubtet buit, bie btgebrtc ätjtlub« Unteifmbung JU 
gehalten, dm etBa BotUcgenbet ©etftofe gegen bie Bit. 27 
bet ©erfuberungibebiitgungcn Bütbc auf einem ©eifbulben 
bei Wägeti nilbt beruhen unb beibnlb bie ©ccBithing bei 
Snfpnubi natb Kt. 82 bafelbft nicht gut {folge haben, berat 
nah ftreu unb Slauben tann biefe legtett ©eftimmung nue 
babin Beiftanben Bctben, bafi nut ein fbulbbaftci 3u. 
Btbetbanbeln gegen Bie. 27 bit ©etmithing bnbeifübrcu fall, 
©fällte man aber bie füe ©erfänmung Bon Reißen in Bit. 32 
auägefptoibene ©eßimntung, baß autb ihre fhulblofc ©et- 
fäumung bie Snfpr&bc bettoitlcn fott, ali auch füt 3»Bibct> 
banblungcn geBottt anfeben, fo Bütbt ßc ali gegen bie guten 
Sitten oerftoßenb nicht )u beachten fein, hat fug hiernach bie 
©eliagte gu Unrecht auf eine ©etmiitung bei Uägccißhen Sn. 
fpnubi gemäß Bit. 27 unb 32 bet ©etfubciungibcbingungen 
berufen, fo muß bagegen ißt auf bie Bit. 66 baf. gefmptes 
©otbtingen ali bcgiünbct etathtet Betbtn. 3)et ©ctufung4- 
neßter geßt bi« baBon aui, baß ün gaQ einei Biesbiißteitei 
ba Stab btt ÖrtoetbsunfäßigleU nut bann buteß bai ®ut> 
achten bei ©erttaueniaegtei (Bit. 62 Sag 1) beg. ba Saig. 
Betßänbigmlommiffion (baf. Sag 2) fcßgußcUcn fei, fatti ein 
beiartigei ©utaegten teebtgeitig cingcbolt fei, baß ei Botliegmb 
bie ©ßitb« ba ©ctlagten geBcfat fei, trogbem ßc jeb« dm. 
ßhäbigungipfbtbi abiebnte, auf ®runb bei ttngubolcnbcn ®ut> 
atßteni ibtti ©ctttaueniatglci eine ebentuette dntfehnbung 



50 


QurifHfcpe SBodjenfcfirift. 


M 1 . 1908 . 


über bie $öpe ber ©ittfcpäbtgung ju treffen unb im Ricpt* 
aneTlennung«fall Weiter botfotglicp ba« ®utad?ten ber Sach* 
bcrffänbtgenfommiffion jufc^affen. Ter ©enifimg«n<hter 
nimmt an, baff bie ©ellagte bie ©Machten niept reeptjeitig be« 
fepafft unb beft^alb bie ©efugni« bctloren habe, ftep herauf ju 
berufen, baff bie Kommiffton übet bie fonft ibr botbepaltenen 
fragen ©mfcpeibung flu treffen pabe. Tiefe Slmtapme fann 
niept aufrechter galten Werben. Tie ©erfttherung« bebingungen, 
in«befonbere bie Rr. 62 bi« 66 bringen in ihrem .gufammen* 
bang unjmeibeutig ben SUiQen flum 9lu«brud, baff auch im 
“gaffe eine« Recht«ffreite« grunb|äffU(b Über bie Tauet unb ben 
©Tab ber @rtocrb«unfäbtgleit bie Sacbberffänbigenfommiffion 
)U entfepetben pai. ©« lann nun niept opne weitere« ange* 
nommen werben, baff bie ©ellagte, au<p fall« fte iprerfeit« jebe 
©mfcpäbigungäpflicbt befreitet, Weil fte einen unter ben ©et* 
fteperungöbertrag faDenben Unfall al« borliegenb nicht erachtet, 
bennoep betpffieptei fein foff, ba« ©Machten ihre* Vertrauen«* 
arflte« ju trforbem, bann feibft eine cbentueffe ©ntfepeibung ju 
erlaffen unb weiter bet beten Üticfftancrfennung ein ©utaepten 
ber Kommiffion betbeijufübten. 6m berartige« mit Koffen unb 
2Beiterangen oetbunbene« ©erfahren, ba« für ben gaff, baff 
tatfäcplich ein ©ctftcpeTungÄfan niept borliegt, ohne jebe © e* 
beutung fein mürbe, hätte au«brüdli<p in ben ©erffepeturtg«* 
bebingungen angeorbnet werben müffen. 25a« ift nicht gefepepen 
unb beSpalb ift eine ©erpffieptung ber ©ellagten, tote fte ber 
©erufungSriepttt annimmt, nicht anjuetfemten unb barnit ent* 
fällt bie bem ©erufunggriepter au« ber Ricpt befolgung ber 
bermeintlichen ©erpffieptung geflogene golgenmg. Ter bom 
©crufungSriepter noch angejogene § 315 Slbf. 3 8®©. f<hlägt 
hier überhaupt nicht ein. 3ff aber hiernach bie ©eflagic al« 
berechtigt anjufeptn, bie Befragung ihrt« Sltflte« bej. ber Sach* 
berftänbigenlommtffton bi« jur gefffteftung, baff fte überhaupt 
jur ©ntfepäbtgung berpflicplft ift, aufflufcpicben, fo fcpliefft auch 
ba« SInpängigtoerben be« Re<ht«ffreiic« nicht au«, baff bie ©e* 
flagte fich auf bie Befttmmung be« ®erftcheTung«bertrag« 
berufen farnt, nach ber bie gefffiellung be« ©rabe« ber 6r* 
tocrb«unfäpigleit aufferpalb be« gerichtlichen ©erfahren« ftatt* 
jufinben hat. 6« fragt fiep aber, ob nicht borliegenb ettoa ba« 
ben Klaganfprutp bem ©runbe nach anetfennenbe Urteil bom 
29. JJuni 1905 eine folchc HBirfung hat. Slllftn auch bie« ift 
ju berneinen, bemt biefe« Urteil läfft au«brütflich bie grage 
unentfepieben, „inwieweit ettoa im Weiteren ©erlauf ber ©rab 
ber ©rtoerWunfäpigfeit burch ba« ©»tagten be« ©ertrauen«* 
arflte« ober bie ©ntfepeibung ber Rrfltclotmniffion fcffjuftffen 
ift" Rach ber oben bertretenen Slu«legung ber ©etftcpeTung«* 
bebingungen liegt bie Sache infolge biefe« Urteil« fo, baff 
recht«!räftig feffffept, baff bie ©ellagte für bie folgen be« Um 
fall«, abgefehen bon bem Seiffenbnicp, ©nifepäbigung gewähren 
muff, baff aber jur ^Durchführung be« Recpt«ftrrite6 noch aber 
bie #öpe ber ©ntfepäbtgung ju erlernten ift. Sache ber ©ar- 
teten ift e«, bie ben Ricpter binbenbe geffffeffung burch bie 
Slrjtelommiffion perbeiflufüpten unb fo ben dichtet in bie fiage 
ju berfeffen, fein 6nburteil fällen flu tönnen. Sollte nach 
@rlaff be« jeffigen Urteil« Kläger ober ©ellagte bie herbei* 
führung ber Kommiffion«fnifdmbung fchulbhaft berj&gem ober 
beretteln, fo hat ber dichter fri^au« bie gebotenen folgen ju 
fliehen. ©. c. 0., U. b. 15. «ob. 07, 46*07 VIT. — ©eriin. 


«ei<h«ftempelgefeff bom 14. 3uni 1900. 

26. larifnummer 2a § 4 Äbf. 2. 3«w ©egriff bon 
Schulbfcheinen, bie al« inlänbifche für ben $anbel«bcrfebr be* 
ffimmte Schulbberfchrecbungcn bet Stempelabgabe unterliegen.] 
5tn 5 a h w hat bie au« acht «Rttgliebern beftebenbe 
®efeHfchaft „Saberforporation rnfolge einer fltoifchen ipr 
unb ber Klägerin getroffenen ©ereinbarung jur örmSglichung 
einer ©creinigung mrt biefer lefftcren eine öefeflfchaft m. b. £. 
gegrünbet unb in biefe ba« ganje ©trmögen ber fiabetlorpo« 
ration eingebracht 3)ie acht Wttglieber bet ®efeflfchaft traten 
ihre ©ef<häft«anteile an bie Klägerin ab. 25a« Entgelt bafur 
beffanb teil« m barem ©elbe, teil« in neu au*jugebenben 
Ältten ber fllägerin; rin Teilbetrag oon 150 000 M tourbe 
unter befonberen «üdflahlung«bcbhtgungen gefhtnbet. Behuf« 
Begleichung biefer Schulb fteUte bie Klägerin 150 Stüt! auf 
ben «amen ber Saberlorporation lautenbe Schulbfchrine über je 
1000 M au« unb bänbigte fte ben ©fctgliebem ber Saber« 
lorporatton au«. 2 )a« Stempelamt in % bat biefe ©cpulb« 
fcheme al« „inlänbifche für ben £anbel«t>erlehr be ffimmte Schulb* 
üerffhteibungen" hn Sinne ber Tarifnummer 2 a «Stemp®. 
oom 14. Sani 1900 angefehen unb be«holb für jeben Schulb« 
fchetn eine Stcmpelabgabe bon 6 M etforbert. Tie Klägerin 
flahlte, erpob Klage unb ber beüagtc ^t«fu« tourbe berurteilt; 
©erufung unb «ebtfion Würben fluriidgetoufcn: Tie hiw bor* 
licgenben Schulbfcheine Weifen in leinet ©efliehung befonbere 
«lertmale auf, bi e fte bon gemöhülühfn Schulbberfchmbungen 
unterfcheiben unb fie flum Umlauf im $anbel«berfehr geeigneter 
machen. Tie 3 a ht un 6 ber Scpulbfumme foQ nicht an ben 
Inhaber ober an bie Debet be« benannten ©laubiger« erfolgen, 
fonbem an ben benannten ®läubiger (bie Sabetlorporarion) oba 
beten Rechtsnachfolger gefch<h<tt. Sluch in ber ©efftmmung, 
baff bie Zahlung „gegen Rüdgabe be« abquittierten Scffulb* 
fchetn«" erfolgen foD, iff eine toefentliche ©efonberhrit nicht ju 
erbliden, ba auch fonff nach §§ 368, 371 ©®B. ber 
S<hulbner Quittung unb baneben noch Rüdgabe be« Schulb* 
fchein« betlangcn barf. Ter Umffanb ferner, baff e« ber 
Klägerin bom 1. $ult 1915 ab freiffeht, jeberjeit jeben Betrag 
au« ber jetoetl« noch beffepenben Schulb jur £*tmjablung 
binnen fltoei Rlonaten burch ©etlofung unb ©elanntmachung 
tm jjränfifchen Kurier ober nach BJahl ber Schulbnerin 
an bie in ihren Büchern borgemerften ©läubiger ju lünbigen, 
fteht offenbar fogar ber Sinnahme entgegen, baff bie Scffulb* 
feffeine für ben Umlauf im $anbei«berlfhr befonber« geeignet 
feien. Tiefer Umlauf toirb fltoar. Worauf bie Rebifton ©etoicht 
legt, in getotffer ©efliehung erleichtert, wenn bie Übertragung 
ber in ben Schulbfcheinen berbrieften ^orberungen nicht burch 
gewöhnliche fchtiftliche Slbtretung, fonbern burch ©lanfoabtretung 
erfolgt, ©me folche ift aber bei allen berbrieften ^berungen 
möglich, opne baff pierau« bie Folgerung geflogen werben 
lönnte, baff fte auep fämtlup für ben $anbel«berlepr geeignet 
feien. Slucb bei ©lanloabtretungen beffept bie mit bem ^anbel«* 
bericht nicht betttäglicpe Äbpängigleit be« Recpt« ber bie 
Slbtretung für ftep geltenb maepenben ©etfon bon bem Recpte 
be«jcnigen ©ormann«, ber bie ©lanfoabtretung erflärt bat. 
Db bie Sefütcptung, baff bie Klägerin au« bem leiteten Recpt 
©tntoenbungen erbeben Werbe, im botliegenbrn to * c bie 

Rebifton pertorpebt, „napeflu au«gefcploffen" erfepfini, maept 



37. Jahrgang. 


QurifttfAt Söodfenfdjrift. 


21 


leinen Unterfdjieb, ba bie rechtliche Slöglicbfeit ber (Erhebung 
folget Sinmenbungrn befteben bleibt tmb bon einem mit ben 
Umjtdnbeit, bie )m Sütfßellung ba S^ulbidjeme geführt haben 
unb mit ber Äeebittoüebigleii ber Klägerin nicht bertrauten 
SrtDtrber berüdficbtigt Wirb. Saß bim born herein ein hembeH« 
mäßiger Umlauf ber 5<bulbfcbetne siebt in Subfuht genommen 
mar, bah bielmthr junäcbß nur eine einmalige Übertragung ber 
babrirften ffotbmmgrn, unb )War an bie «injelntn Dhtgliebet 
ba Sabertotporatian, beabfichtigt War, ergibt fi<h baruu«, bah 
bat auf ber Hinten Seite ba S^ulbfehemc beßnbliche ptmular 
für einen übertragung*bermal boit nur einmal, unb *mar 
unter gebcudta Xngabe ba SabcrtoTporalisn alb ba üba- 
tragenben ffiläubigrrin, norgebrudt ifi unb bah bann al< Saturn 
ba borgefehenen Übertragung ba 1. ;!uii 1905 angegeben ift, 
ha muh untre ben Sebulbfcbetntn felbft alb ba ÄubBeBungbtag 
beiKÜhnet ift. Such ba mm ba KePtfion in Sepcg genommene 
Sortleml beb § 4 Kbf. 2 flSteinp®. bom 14. Jfuiti 1900 
Iaht fieh ju ihren 0unßrn md;: serttnten, Wonach bon ba 
Umfehrtibung bw ba Mrich«Fteinptlfteutr uniertoerfenen 'Seit* 
papirte in ben Büchern unb Stgiftcrn ba ®cfel|chaft fotoie 
„bon ben auf bie SJertpapicrc felbft gtfehtat Übertragung*- 
bermrrten fönboffamtntrn, fronen uftb.) eine (Üanbeb- 
ßrmpel.)Sbgabe nicht jn entrichten" ifi Sr «gibt nicht, bah 
aueh fßapiere, bie nur bun$ ^effton übertragbar finh, bon 
3W<b4ftembet aul Zarifnumma 2a unterliegen, bielmehr nur, 
bah 3 r if' tmo '. »ran fte ouf retih*ßempelpfliehtigt flapiae 
gefegt ftnb, frei bom Säanbefßempel finb, fo j. 9. -bie „Hb- 
tietungbfiheme" bec Zarifnumma 4a 3'ßrt 3. Sie iforfheift 
bet § 4 trägt nur bim Umftanbe Sehnung, bah auch bie 
gotbaungen au* inboffahelen flattieren buteb hloht Äbtretung 
übertragen treiben ttaaen. Berg. ff. et 9t-ff. Z.-®., U. b- 
15. 9 lob. 07, 79/07 VII. — Sürabag. 

UnfaIIberfi<herung«gefrg für SanbWirtfCbaft uftb. 
bom SO. 3uni 1900. 

27. §§ IS, 161 terh. mit §§ 254 u. 833 »@B 
3eitpunft, bon toelehem an ba SWbrud) be* Stritgirn auf 
bie 9eruf*genoffenf<haft ühageht Slnfpruch gegen ben urfprfmg- 
lieh SapRicgtettn, trenn eine ffotberung gegen bie fflenoffenfihafi 
niCh< hefte ht. SBerfdfulheti he* Baiegten, bet hie lebte« nicht 
in Hnfptucg nhrnntj • i • 

Sk Klägerin tourbe bon einem Bienenfchmanne he* Be- 
nagten ühafaHen unb f<b«oa Perlrgt. Sie perfangt Schaben** 
rtfag. SeHagtet urnrbe bernrteili unb feine Äebijton Würbe 
jurüdgettitfen. Sie Echabtn*erfagp fliegt be« Besagten ift an 
Rih nicht befiiuten unb folgt au* § 833 9®B. 9cm ha 
Ärbifton Imrb junäehft bie Samerfung eine* Sintoanbt» gerügt, 
ben ba Bellagte barau* hetleiletc, baß e« Reg um einen taub- 
toirtfehaftlichm Betrieh*unfall gehembelt hat, gegen beffen irrigen 
bie .Klägerin nach SDiaßga&t be* USttf®. für Sanb» unb prft* 
tmrtfchaft noch 30. ijuni 1900 (9Iei<h*gefcgbl. S. 641) Pa* 
hebert tbar. Sr machte geltenb, baß im Umfange ber bureb 
biefe* ®efcg hegtünbeten Snifcgäbigungäpfiuht bec gegen ihn 
crtmnhfene SWpruih gemäh § 151 be* Stiegt* auf bie Be- 
euttgenoffenfehaft übagegangen fei Sa BaufungJnthta bat 
biefe* 51erteibigimg*»or bringen an* bem ®eunb< abgtUbul, 
Weil feftfieh», bah bie Klägerin innerhalb ha in § 78 Äbf. 1 
he* (ßefege* borgefehenen jtoeijährigen 8u*fcgluhfnft ihren Äci. 


fptuch au» hem Seeftehenmglbahältniffe hei ha Betufigenojfen- 
fehaft nicht angemelbet hat. Sn führt au<: flach ba neunen 
ftahtftncechung be* 3t®. trete ba in § 151 be« Selige* Poe- 
gefehene Qhagaxa be* Bnfpruib* gegen ben Seilten mißt erft 
mit bem geittnotlte ein, hietm bie SntfCgäbigungipfUcht bn 
Senoffenfhaft m bem butth ba» ®efeg botgelcgiieheaen Sa- 
fahren feßgeßtHt trabe, a bßälilbt fcch bielmeht fofort mit 
ba Scnftebung he* Xnfpnuh» gegen ben Seitten. Sie (hefig, 
gehung fiba bie UnfaHoerßCgaung habe jeboch bieftn Übergang 
mir )ugunßcn ba Beruf«gtnoRtnf<haft unb niiht logunfien be* 
fehaben»afagpf[<<htigen Srittcn bocgefthoL Sa Ühagaug habe 
Jur Botaubfeßung, bah ba fleiumanfpcuch bei Bcfigabigten 
übagaupt brtimeflicht Wabe, ffienn bagegen au* irgenb eintm 
Sncnbt, fei e* babung, bah ein 9etrieh*unfaE nicht anaiaunt 
Wirb, fei i* hueeg Safäumung bet Snmclbuttgifnß ba Sa* 
fuherung*anfbruch be* Sefgäbigten au*gef<hal»et toerbe, fo 
trete btefn toieba in feilte ®äuhtgerreehte gegenüha Sritten 
ein. Siefen ffaQ erachtet alfo ba Becufung«richtn inegen be* 
Hnftmuh*balufte* nadg § 78 be* Stiege* für borliegtnb. 
fgfir ben gegebenen Vvä3 habet ba aneetennenbe Senat {einen 
hlnlah, ba ivragt nähet gu treten, ob unter heu Somit*- 
fegungen ht* § 161 Sag 2 ber Übergang be* bem Ba- 
fieberten gegen bin Sritten anmehfenen Snfprueh« ich cm mit 
ba Snlftegung be* Sthpeuch* in Siitfiamtcit tritt ober ob in 
Übatinhiramung mit btt früheren flecbtfhrecbung be» 31®. an* 
ju nehmen iß, bah rtß bie geßflrSung be* berhehemng*Riht- 
lichen ®ntf<häbigung*anfpncch* in bem burch bie Unfaßocrfiihe* 
rangigefege borgefehenen hefonhrren Batoaltung*btrfahren unb 
BertbaltungJßrcitbeifabten ben Sütf)Kuih«ahagang in BoOjug 
fegt, ^ür bie Slufrcehterhallung btefer früheren 3t«ht*anheht 
iäme namentlich in Betracht, hah bce nach § 1 5 1 für ben 
Umfang be* 91tcht*ühagange* nmhgehenbt ®tiht be* bce* 
ficbenmg*rrcbtlnhcn Sntfchäbigungtanfpruch* h<h teinetlbcgi 
nnmittelhac au* bem Seftge ergibt unb aueh nicht immer ob* 
jetttb heßtmmhar iß, baß fit biebnehr in jablTnigen pßen 
(§9 7 »hf. a, 8, § 8 «Bf. 2 hi* 5, §§ 78 »hf. 2, 95, 96, 
99 «Bf. 5, 101 be* (Scftgt*) teil* bon bem autacbllufctn 
Cimeffen ba gbftänbigen SeificbeningiinßcMgen über ha* 9e< 
flehen unb ben Stab ba SrtoethSunfäbighti, teil* fogar bon 
ihrem abminißratiben 3b»dinähigteil*anceßen (bgL in teiefa 
Btjiehung u. a. § 14 be« Sefegot) ober auch (§78 äbf. 2) 
bon einer ®Iaubgaltmiuhung im geßfleßungWerfahttn abhängt. 
®rgentoärtig ßeht feß, bah Klägerin mit ihrem betftcheiung** 
rechtlichen ScctlcbaOigungbanf peuch gemäß § 78 «Bf. 1 bei 
®efege* cmägefchloffcu iß unb t* fiBU ui betn SattibigungS* 
Poehtingen be» BeHtgltn jeba Snhalt baför, baß fte m bet 
Sage wate, eine nachträgliche Sctmelbung gemäß § 78 Shfi 2 
mß bem Stfolge bet Cfufrligttpg be« Stnjpmch« anjiilrnngen, 
gefCbmetge beim, baß fte in bitter Seift gegen bce Bauf*- 
genoffenfehaft tatfechUch boegegangm fei. ®leuh»iel alfo, oh 
man ben fteehWübergeng auf ben 3ei»|wJ<li ba bafuhenmg*. 
rtchtlithenSmfihäbigungCfcßßtllung palegt oba hoch' toinigfttn» 
bie SBirlfamteit be* Sechttübergcmge* nach außen hin mit 
hiefn Sefiftcttung lufammenfaßcn läßt »ha ob man rnblüß 
bon ba Sit nahmt au*, haß ba 3SeCht*übetgang mit ba ffiut- 
ßthung be* ünlptuch* gegen ben Stitttn gufammenföflt, einen 
ira ®tfeg* ftccluh nirgenb* etWähnteu Südühtrgang be« 



22 


^uriftijdje 3B odjenfctjrift. 


1 . 1908 . 


'Änionid)« auf ben Brrficherten für folßt gilt amummt, in 
benen bcrfrm bet Xnfßcuß gegen bie Betufbgenoßenjßaß ab« 
criannt ober burß gnßabtof unniberbringiiß Mrisnn trab; 
Dom Stanbßunlte fotnohl btt ältere» Bit auß brr neueren 
Seßtfgreßung iß fllägtrtn unter ben obwaltenben Umftinben 
gut Srbebung beb Rlaganfgmtßb in »oüem Umfange berechtigt. 
Xie Süge, e* fei ibr bit XlcMcgitimation gu Unterst juer* 
tont, gebt babtr fehl Sbenfottemg tonte ein tDeitem Sn« 
griff bet Sebifion firfolg haben. SBie in ber Barinßang trab 
geltenb genarbt, JUägetm habe f>ß burrb Sißtanmelbung beb 
Unfaöb bei ber Betufbgtnoßenfßaß tatet unter § 354 
Xbf. 3 8®8. faüenben Betfeßen» frbulbig gemaßk Der ®e. 
rafungbrißter bat bab bebbaib bemeint, »eil im Stade ber 
geßfeßung einer Berfißtningbrtnte bit Berufbgenoßenfßaß 
ßßer ihren Süigtiß auf ben BeHagten genommen haben 
toürbe. Xab tbid bie Sebifion nicht gelten iaffen, tneil eb 
nicht aubgefrbloffen fei, baß bie Betuibgtnoßenfßaß ft<b anb 
Srünbtn ber Bidigfeit bmt einem Borgeßtn gegen ben ®e> 
tlagtrn bitte abbalten Iaffen obtr baß fit bie fflrltenbmarbung 
berffiumt hätte. Xdein felbft (nenn bit Boraubfeßungen beb 
§ 354 fonß »oriägen, tnab leinebtnegb gugegeben Inetben ton, 
tneil bit (Beitenbmaßung eine« Baftßtrungbanfbtußeb noß 
nicht ohne tneitereb alb Xbwenbung ober Stinberung beb bem 
Srfaßbereßtigien einmal entßanbenen Sßabrnb angufeßtn ifl, 
fo toütbt immer bet »om BtrafungSnßter angegebene ©eftßt». 
tnmtt butßgrnftn, baß ber Stfaßbflißtige nicht treffet ge. 
ßedt iß, trenn ißm nach gtfebebena Xnmeibung unb dienten. 
fefißeDung nunmehr jtnei ftatt eineb Staubiger* je für einen 
Seil ber Berßßtßtung gegtnüberflehen. Sßt »eichet Keife ber 
gweite fflläubtget (bie Senoßmjßaft) bon ihrem Seihte ®e. 
brauch macht, hat mit ber gtage, ob Beliagter butch bie Sn. 
melbtmg entlaßt! »orben ttüre, nicht« gu tun. 9. e. 

U. b. 35. So». 07, 158/07 IV. - flarlbrub». 

®cfeß hetr. Xaufmannbgcrißte »om 6. ffuli 1304. 

28. gußänbigteit ber Afm®. auch »enn bet Snf»ruß 
beb Xngeßellten infolge Sbtrrtung »on einem Xritten gdttnb 
gemacht Wirb.) 

Sie Älägetin Sagt auf gabtog einer (gebaltbfotbetung, 
bie ihrem Sßulbnrr, btm Buchhalter S. gtgen bie betflagte 
girma jußehen fod unb ißt im SBegt bet Bfänbung unb Über« 
ttwifung übertragen »orben iß. Xab 8(8. hat bie Klage ab. 
gettitfen. Berufung unb Äebißon tourben gurüige»kfen. Xet 
§ l Shf. 1 @e»®ffi. befhmmt: „gür bit Sntfßeibung »on 
gtttetblißen Strcitigleiten gWifßen Srbeitern einer, 
feitb unb ihren Xrheitgehcrn anbererfeitb fo»ie 
IWifchen Xtbeitetn bebfelbtn Xrheitgeherb tonen 
®e»@. errichtet Werben". Xet § 1 Shf. 1 beb fflefeße» he. 
treffenb Kfm®. »om 8. 3uli 1904 lautet bagegen: „gut gnt. 
fcheibung »on Streitigleiten aub bem Xienß. ober 
Sehroerhältniffe gtoifßen Aaufleuien einerfeitb unb 
ihren $anblungbgthilftn obtr ganblungblehtlingen 
anbererfeitb tonen hei »orhanbenem Bebürfniße Äfm®. 
errichtet »erben". ffiäbtenb alfo bort alb Sotaubfeßcmg für 
bie gußänbigleit beb ®e»@. angegeben »itb, baß ber älrbetter 
unb Xrbeitgebcr Parteien beb Sechtbßteitb ßnb, i»rißt 
h«t bie ffiortfaßung baffir, baß bab fl™®, in aden fjäüen 
gußänbig fein foQ, in benenbie Strectigten aub bem Xienß. 


ober ßehrberhältnib berührt hiernach iß nißt Bor- 
aubfeßung ber guflänbcgteit, baß ber Secßibßrcit gerabe jnnfßen 
ben begeißneten Becf erneu geführt »itb. 3- c. 6., U. #. 
19. So». 07, 153/07 III. — Berlin. 

n. Xab Semtiut SeßL 

2W. Xnftwuß beb erhanhen Beamten auf Brnfion.J 

Xer Kläger iß butch tobebhtrtlühe Bnfügtmg »om 
1. Xpril 1900 ah gum Bürgermctßcr bet hellagtcn TOecUm- 
burg«Sß»crtnfßen Stabt Xefßn ernannt geweint. 3m Xuguß 
1903 etftanlte er an einem SttBenleibtn unb »utbe infolge, 
beffen butß tobebheniiehe Betfügung »egen bauembet Xienß. 
unfäbiglr.t aub feinem X rette nur. 1. Cito ber 1904 in ®nabcn 
entlaßen. Sein (behalt betrug gut geil btt Sntlaßung 3 400 M. 
Sr (lagt burth feinen Bßeget auf gcßlung einer <m> 
gemeßenen Benfton »on 600 M für ba» Saht. Xie Bot. 
mßangen haben ihm bie 'ilcr.pon eugri »roßen, beten gahlung 
bie Beflagte nm bebtoiden »enotigert hatte, toetl eb für ben 
Xnfbnuh an einer gefeßliße» ©nmbiage fehle. Xie Xebißon 
btt BeUagttn »urbe jutüdgtttieftn. Xaß ber Staatbbeamte, 
ber ohne fein Berfßulben toährtnb itiner Xienßgeit bcenß» 
unfähig »irb, bei ber Sntlaßung aub bem Xnrte Xnfpruß auf 
®etoährung eineb Suhegchaltb hat, <ß »om Berufungbgerißte 
mit Seßt unb mit gutreffenba Begrünbung alb ein Seßtbfaß 
beb gemeinen bculfßcn Staatbrechtb angefth« »orben. Xiefer 
Saß *ß nißl nur eine üt bteien nngelftaatlißen Seßtborb. 
nungen öorlommenbe »oßti»e Samt, fonbern berußt auf einer 
für gan) Xcutfßlanb berbinbltßcn Seßtbqucde, btm (ScWoßn. 
heitbreßte, bab ßß auf bie allgemeine Seßttühergeuguug 
grünbet, bk ßß im Saufe bet geil heraubgebiibet hak Xiefe 
Sißlbühcrgcugung iß aub bet (fetenntmb er»aßßu, baß btn 
Siaatbhcamten butß bk Sigiehung unb bk Borbeteitung jum 
Staatbbienße bk Siöglichleit gut Btnußung btt raeeßen übtegm 
Srtoeibbjtretge entgogen Wirb, unb baß ße, iubem ße ißre 
Xätigleit aubfßlitßliß ber BerWaßung ibttb Xmteb, bem 
Staate, »ibmen, ßß ber irtitu Xubnußung ißtet ÄrSfte gur 
®e»trmung »irtfßoftüßct Büter hegeben, unb baß infolge, 
beßen ber Staat bk Bewäßrung beb Unterhalt» für ben 
Beamten gu ühemtßmen ßat Xk bem Beamten »om Staate 
gutommenbe Betgltung ftebt baßer gu btn Xicnßtn, bk er 
leißet, nißt im Serhältm» ber »rioatreßtlißm Segenleißung, 
bie mH bem Xufbbren ber Xienftleißung auß ebttrfert* Weg. 
fiele. Xet Xnfgruß beb Staatbbectmten auf AortgcWäßrung 
beb Unterhalts auß naß ber unoerfßulbetrn Sntlaßung aub 
bem Xmte, iß bcbhalb nißt nur m ber ßaatbreßtiißen Literatur 
iUtrtr unb neuern 3eit faß einhedtg alb ein tm gtmemtn 
beußßen Seite begtünbtln angefeben »orben, fonbern n »erb 
auß »cm ba Saßtftntßung beb hörigen ^ahthunbert* butß. 
»eg alb folßer ancrlannt. Seßtaeb gilt aibhefonbert auß für 
3Recfltnburg^th»erin, tok bk »cm bn Borinßang angeführten 
grtenntmße aub btm ffaßte 1853 hei Bußta unb Bubbe, 
Sntfßeibungen beb CherabgKUationbgerißtb Soßod Bb. I 
S. 338 ß., btgeugen. Sn ben Btnßonbotbmmgen ber Singel, 
flaaten lotnml bie bkftn Xnfpruß anntennenbe allgemeint 
Seßtbübergeugung theufo gum Xubbeucf, tok in ben Drtb. 
gefeßen gahlttißn SKetUenhurgifßer Stäbte, in bentn naß btn 
gtßßeßungrn bt» etßtn Sißtn» bk Beufumöbcrtßtigung bet 
Beamten naher geregelt wirb. Xa naß ber trreBißblen gtft 



37. fttchrgang. 


$urifHfd)e SBodjtnfcl)iift 


23 


Peilung be* 8erufuncc»grri$t* toebtr Bo* aBgemrine meilrn- 
btetgifibt Staal#rrebt no$ bie befonbecen Oittgefepc bet Stabt 
leffi» eint SonbttbePimmuog ü&tr bie fteeitige Frage ent* 
ballen, (o lemmen bie Sa Je beb gemeinen beulten Staat»- 
rabt# jue Snmenbung. ®ec* folgt au* bem Begrifft be* ge* 
meinen Sed)t* Bon felbft unb tp auch bildet nicht bejwetfdt 
»weben. (S®3- 10* 183 ff.) 3 utt, nenb bat auch ba* Be* 
eufung*gctiebt bengetegt, bap eine ©efdjtcnfung be* BcnRcm** 
anipnicb« m ber 2Beife, bafi et eifl nach einet befiimmlen 
Stifte Bon ®itnfijafrm Betbient tfi, gemeinrechtlich nicht 
behebt. ®erartige Bef^tfafungen fteDen fttf al* partchclar* 
rechtlich« S onbtrbeflimmnngtn bat. bie, t»o pe befielen, im 
fillalifiben Sntetejfe, um bie fßcnfionilap nicht ju feft an* 
traebfen ju taffen, tingeföftt tootben fmb (3bpft, (JJnmbfäpe 
be* gemeinen beutfifen ScaatärtcbtS, 5. Suff., 1863. § 517, 
S. 785 ff.), auf bie gemeinrechtlich beftefenbe Streitfrage, ob 
naib bet Sntlaffung bem Beamten ba* »olle fflefalt »eitet ju 
utlen ober ob ibtn nut ein angemeffen »eifürjte# Subegefalt 
in gewähren ift, beauibt b“t nieft ttngtgangen jn ioetben, ba 
Met ba* lejtete bem Beamten gebflbtt unb bet Kläger b«t 
nitbt mehr beilangt. Stabt X. c. S., U. b. 26. Bob. 07, 
182/07 IIL — Sioflod. 

III. Brenjifdie# Dhcpt. 

gibcilommipttcbt. 

SO. Flüchte ober Subpanj eine* .fibeitommiffe* ? J 

®et gutu* »erlangte Bon ben ©liebem einet fteibett* 
liefen Familie ben Stempelfleuetbettag »egen auptratbenllicber 
fjauungen au* einem ju einem gibritommib gebörigen äSalbe. 
Snf önmb na<b bet Gablung erhoben« Klage »utbe bet 
gi*tu* Beturteilt unb feine SReBifion jurüdgewiefen: Bie fämt* 
liehen butib auperorbentlUbe Hauungen gtntonnmtn $Blj«r 
»aten nicht gr&bte be* SBalbe«, behielten bielmebt bie ihnen 
not bet $auuitg irmctBofncnbe Scgenfcfaft, Subflanj be* gibei* 
tamaiine* ju fein, i ebenfalle fo lange bei, al* fie jüb auf bem 
Fibcitmnimpgut befanben unb nicht Ju acifeerbalb bei gibei* 
bmmifle* liegenben 3tneden »ettoenbet »utben. ®iefe ©gen* 
lebaft betloten freilich bie ®6tjer, fobalb fee »«lauft unb bom 
®nmbftüd entfernt »utben; fit »utben babur$ bon bet au* 
jener (Sigenfibaft folgenben fflebucibenbeit ftri unb bem fteien 
Betrieb» übergeben. ®affl» »utbe )«boeh bie gotbetung auf 
ben itauftetei* (Sigentum be* Brräupettt*. ’.*U« foUbet finb 
abet b«t nicht bie betjeitigen Fibrilommipbtftpet af* bie jum 
JRtpbtaucb, alfo jut 3'tbung bet Früchte Berechtigten anju* 
{eben, fonbetn, ebenfo »ie bei bet Sinjiebung anbetet gibei* 
Inmtniplapüalcen, ba* Fibeitemcmip felbft, Bejtreten but<h bie 
jut Benoaltung unb (Schaltung bei gibeilamcmfefabflanj Be* 
lecbtigtcn unb Betbfliibttten, wobei e* leine« Untetfibub machen 
lann, ob man bem gibeäommifcbefiber ober ber gefamten 
gamilie ba* Sigentum am gibeitommife jufcbriibt ®emc nach 
bet geftfledung be» Bttufung*ri<bt«* haben bie gibeifommifc* 
beftp« bie fjäljer nicht auf ibttn Samen unb jüt fiep »erlauft, 
bie Betäuberung tfi Bielmebt anf ®runb eine* Befcbiujfe* bet 
Stbetlommipinbabet lebtgli^ für bie 3»ede be* gibedoauniffe*, 
nämlich jut Cfrm&glicbung bet Gmcbnmg einet ®Ia*fabri! et* 
folgt Schärte b’etnaib bie Kaufpr«i*forb«ttmg nicht ju ben 
ben Subungbbetecbtigten gebübeenben glühten, fonbetn jut 
Subflanj be* gcbrilommijfe*, fo »utbe auch bet jut Xtlgung 


biefet gotbetung bom Häufet erlegte ®etb betrog unmittelbar 
Beftanbteil bet gibeitoemniffe*. '13t. gt«cu* c. b. B., U. b. 
18 . So». 07, 108/07 VII. - Gaffel- 

önteignungSgefeb Bom 11. guni 1874 (Berbunbcn 
mit $teupifcbtm glucbtliniengefeb Bom 2. Suli 1875. 

31. §§ 10 *bf. 2 Snteignung«®. (§§ 13, 1* Flucht- 
linien®.). Begriff bet „Jleuect Snlage"; (Jmflup betfelben auf 
ben 33m be* abjutretenben ®tunbftüd*.} 

®unb einen im Sabre 1888 aufgefteOien Bebauungtplan 
ift im Befiel bet Stabt ®. bie Slnlegung eine# freien f!!a|e*, be« 
SjfPIate*, «nb jtoeiet ihn ßftJieb» unb fübRcb begtenjenbet 
Strapen, btt 3R-*Suape unb bet B.*Sua^e, borgefeben. 3m 
Safere 1803/4 fcfntt bie Stabt jut Xubfübnmg be« 6. .'Blage«. 
8u biefem 3 t °ede »utbe ben Klägern ihr in bie Fluchtlinie 
biefe* Blage* falenber Snmbbefig enteignet 3!aeb § 10 
*b|. 2 (Sntngmmgl®. loment bei ber @ntfebäbigung«bereibnung 
eine SSettttbübung, bie ba# ®runbftüd erfl infolge bec neuen 
anlage «hält, nicht in Snlcblag. ®ie# gilt auch für (Seit* 
eigmengen auf 8nmb be* glucbtlmien®. 3(14 neue Xnlagc 
iS btetbei ba* Unternehmen, ju btffen ®u«bf»hrung bie ®nt* 
ctgnung erfolgt, anjufeben. ®a* 3i®. bat nun in bem bom 
Bcnifunglgttuble angeführten Urteile (S®. 63, 1) bacgelegt, 
bap bei Xn»enbung be* § 10 abf. 2 (Snteignung*®. 
ba« Untemebmen, bie neue anlage, ftdb nicht getabe auf bie 
jut auifübrung gdangenbe Stta|e befchtänltn muh, bah <# 
Bielmebt noch anbete Zeile eine« Bebauungspläne» umfaffen 
tarnt, beten fficnflufi auf bie SBcttetbbbuccg be* ffiranbftüd# ju 
»ütbigtn ift. Stuf einen gaü btt b 1 » 1 Botliegenben 3rt cP 
jene Sntfcbribung jcblecbtb'n unanwenbbar. SSenn eine Stabt 
einen quabtatf Stmigtn 331a} mit hier Ihn begtenjenben Strapen 
anjuiegen bea&ficbtcgt, fo »ttb man biefe* Unternehmen 
intbebenUub al* ein einheitliche* im Smne be* § 1 0 8bf. 2 6nt* 
eigmmg«®. bejrichnen ISnnen. Sttgtnb» abet gewährt biefe* 
(Befcp ober ba* glucbtlbiten®. eine $anbbabe bafüt, bap 
biefe* Unternehmen mm auch in einem einheitlichen (Snt* 
eignung«Bctfahten bunhgeführi »«btn mup. ®ie (Bemeinbe 
al« Unternehmerin hat e« in bet f)anb, ba* Unternehmen auf 
einmal ob« nach unb nach butchjuführen. 3Öenn fie junächP 
jut Stellage einet Sttapc jehteitet unb heenoegen bat Seit* 
eignung*betfahttn burchffihtt, fo larac ein hierbei beteiligtet 
(Biunbeigentiimer nicht betlangen, bap ipm in biefem Bet* 
fahren fein an einet anbettn Sttapc gdegent* ©runbflüd 
abgenommen »itb, »mg t* auch butcb bie Fluchtlinie biefet 
anbeten Sttape billig unbebaubar geworben fein. (Sine |ot$e 
fflirtmg ber ffinbeitlichleit bt* Untetnebmen# pnbet in ben 
(Bcftpen lernen 8 oben. So liegt nun bet gaü b«t. ®ie 

3bclegung be* C .'Clape» unb bie abtteemung bt* bietju be* 
Pimmten ®runbftüd*ftrtiftn* bet Kläger betüferi, »ie oben 
gejeigt, bie Bebaubarleit ober fonpige Bemcpbarfeit be* 
®tunbftüd* in leinet SBeife. UntcrPcPt lann toerbecc, bap 
ba« ®runbpüd butcb bie Fluchtlinie bec $L*Sttapc unbebaubat 
geworben cft. ®atau* bum mäglkbetwrifr ben Klägern ba* 
St<bt etttaihfen, bie SWIogte auf Stunb be« § 13 Kbf. 1 
3h. 3 Flu^dtmen®. jut ffinttignung btt in bie Fluchtlinie ber 
3)l*Strapc joOenbcn Flach' l u nötigen, unb bei ®utchfübrung 
biefe* ®ntcignung*Betfabren4 lann bie Übernahme bt* 'Heft* 
befepe* nach § 1 3 Slbf. 3 Fluchtlmien®. üt Ftage tommen. 



24 


Quriftifdje XÖodjenfdjrift. 


M 1. 1908. 


iDieft« Siecht aba fleht mit bet Anlage be« S.»©lahe« in 
feinem 3 u f am mcnh an fl f - G« flanb ihnen — fofem c« Übet» 
haufrt befteht — fchon fett bem 3abre 1888 ju, unb würbe 
ihnen auch auftc^ert, Wenn bet £ifpiH| nicht auigeführt, ja 
niemal« galant Worben Wäre. SD« Au« Übung Hefe« Sied/te« 
bat nadj § 14 gUichtlinten®. in bet ©leife $u gefcheben, bafj 
bie Kläger bie Einleitung be« ©erWaltung «»erfahren« nach 
§§ 24 ff. Enteignung«®. »erlangen unb nötigenfaH« bie 
©emcinbe im KtagcWege jut Stellung be« bezüglichen Anträge« 
anbaltm. So fmb aber He Kläger nicht ju ©er!« gegangen, 
fte h abfn Helmebt ertlÄtt, ihren Anffmcch auf ben § 13 
Abf. 1 3»ff; 3 gluchtlinien®. nicht grünben ju Wollen. Sie 
fönmen bie« auch nicht ohne »orgängiae Turchführung 
be« ©erto<iltung«betfabtenfl nach §§ 24 ff. Enteignung«©. 
2>a« ©erlangen bet Kläger auf Übernahme ihre« Sfeftbefi^e« 
ift bemnach mit Stecht tutücfpewiefen Worben. 91. c. SD., U. 
b. 2‘2. Olt. 07. 21/07, VII. — Göln. 

355. § 30 Enteignung«®, übet 3mflforbenrogcn, bie 
in bet ©crufungäinftanj gcltenb gemacht werben.] 

©efchteitei bet Eigentümer be« ju enteignenben ©runb* 
befi^cS ben 9te<ht«Weg gegen ben Entfchäbigungöfeftflflhmg«« 
befeblufj bet tkrWaltungöbebÖrbe, fo rietet ftcfy bie Klage gegen 
bie gefamte ffeffcflellung b*t Entfchäbigung, fowrtt fte bem 
Kläger ungünftig ift, al* eine Einheit. @4 Wirb bähet auch 
ein bem Eigentümer juftchenba 3m* an fpruch, toenn et ton bet 
©aWaItung«behörbc nicht berfidfnhtigt ober ihm abgefprochen 
worben ift, bon bem gerichtlichen ©erfahren mit erfafjt. Selbft» 
»etflänbltch lönnen Smfen, toenn bet Kläger fte im gericht- 
lichen ©erfahren nicht forbert, nicht bon Ami« Wegen ihm zuge* 
fprochen toerben. Unterlaßt et ihre Jnanfpruchnabme in I.^nftang, 
forbert fte aber in II. ^nftan), fo finben lebigltch bie ©orfchnften 
übet bie Erweiterung bc« Klagantrage« Anmcnbung (ogl. auch 
Urteil be« V. 3@- bom 14. Januar 1885, 9i®. 12, 299), Welche 
eine betartige nachträgliche ©eanfpruebung bon ginjit« al« 
juläfftß erfcheinen laffcn (§ 208* SDie Eatfcheibung 

be« etlennmben Senat« bom 20. SDejembcr 1901, auf bie ftdj 
bei ©erufungärichta für feine Anfnhi betuft, fleht ihm nicht 
jttt Seite. E« h^fet bort biclmehr - „3Ä ba« bet fjfall, fo toar 
bet ©erjmfung«anfbru«h fb&teften« bei ber ©nufung gegen ba« 
erftmfliinjltche Urteil m bem genchtluhen EntfchabigungOfeft' 
fteHungoberfa&rrn geltenb ju machen." E« hat atfo fchon 
bamal« bet Senat feine Meinung bahin $u erfennen gegeben, 
ba| bet 3’n«anfbruch bc« Eigentümer« nicht fchon in ber ©rä« 
lluftbftift be« § 30 Enteignung«®, erhoben Waben ntfiffc 
©. c. Stabtgemanbe (L, U. b. 15. 91ob. 07, 65/07 VII. — 
©ahn. 4 

IV. $a« «heisifdje Hc*t. 

33. 3lrt. 1384 c. c. («ri 89 3iff. 2 ©r«®©®©.). ^ 
£rt. 1384 nur infoweit aufrechterhalten, al« er auf bie Haftung 
be« Staat« für feine Beamten 9lnwcnbung finbet?] 

3)td bei bem Äiäga auf 3lnotbnung be4Üntafuchung«ri^tet« 
bef<hlagna&mte ©üba fmb bem Klaget in befebäbigtem 3uftanb« 
jurüdgegeben. E« ift feftgefteßt, bafe bie ©efchäbigung be« einen 
©Ube« auf eine mangelhafte ©erbaefung feiten« be« ©ürgermeifier« 
ju 2Ö., Welcher bon bem Untetfuchung«nchtet um bie öcf<hlag* 
nähme unb Einfenbung etfudrt Wat, unb eine weitete ©efchäbigung 
Hefe« Btlbe« foWie ba beiben anbaen ©ilba auf mangelbaftr 
©etf>adung bet bet 9tüdfenbung, bie butch einen ©rfrrtär bet 
Staat«an»altf(haft befotgt War, jutüdjufühten ift. 2)et Kläger hat 
bah« ben ©cf lagt en (^uftijfi«fu«) auf ©runb be«Ärt. 1 384 c. c.„ 
Urt. 89 3'ffer 2 ©tH®©<8©., Slrt. 77 E@©®©. auf Schaben«, 
«fah belangt, unb ba« ©erufung«gaicht hat ben fflaganfptuch 
bem @nmbe nach f* 1 ^erec^tfevligt erfuhrt. SDie Sletnfitm würbe 
jutücfgcwiefcn. 3lu« ben ©tünben: SDie 2luffaffung be« 
©eflagten, ba Slrt. 89 ©t£@. habe ben Slrt. 1384 c. c. 
bahm cinfchränfen woQcn, ba& ber Staat, wenn a jemanb bie 


Ausübung öffentlicher ©eWalt anbertraut, für bie bon biefem 
hierbei begangenen ©erfehen nur bann hafte. Wenn er Staat«, 
beamter im eigentlichen Sinne (im Sinne ber ©eamtengefebe) 
fei, wonach alfo, wenn einem Kommunalbeamten auch fiaatltche 
fyunftionen übertragen Waben oba wenn 9U<htbeamten eine 
öffentliche ©ewalt anbertraut Wirb, ba Staat nicht haften 
Würbe, fann al« richtig nicht anerfannt Werben. 3 un ^ ( hfl 
jWmgt nidbt ba SBortlaut ju biefa Xuffaffung. (©itb au«= 
geführt.) Sluch btt Entflehunglgefdhichte be« Slrt. 89 Ä®. gibt 
ba Äuffaffung bä 9febifion feinen SInhall (9Btrb au«gefübrt.) 
©r. 3uftijfi«tu« c. 3., U. b. 19. 9lob. 07, 134/07 III. - ßöln. 


®ranWcgenbc (Sntf^eibungcn. 

3n Entfch. 9lr. 1 Wirb bie ©rast« botau«fi<htIuh einen 
Wichtigen ^ingajeig feben, ben Begriff ba ©eftanbteil«eigenfchaft, 
infonbaheit im ©erhältni« bon ^abril unb ÜJtafchinen, ben 
©ebürfntffen be« ©afe&r« entfpnchenb etnjufchränfen. S>ie 
Erttfcbetbung beWeift wieba einmal, bafe He ©echtfbre<htmg f«h 
ben ©ebütfniffen be« £eben« auch ba anpaffen lann. Wo fte 
ftth früha eutmal burch ben ©Wortlaut be« ®ef<be« behinbert 
glaubte. 

Entfch- ©r. 2 behanbelt ben langfrifHgen ©iaentnahme. 
bettrag, ba jWtfchen ©aftwirt unb ©Tauaei bei ©erlauf be« 
©aftwirtfchaft«gtunbftücf« abgefchloffen ift Erörtert Wirb bie 
^ragc be« ©er^ofee« gegen bie guten Sitten unb be« teütoetfen 
iHüdtrttt« bom ©ertrage wegen fiteferung fchlechten ©tac«. 

3n Entfch- 9lr. 4 berläfet ba V. 3®. - bem L 3S. 
folgenb — feine frühae SJuffaffung be« § 181 ©®Ö. unb 
exflärt ba« unta ©erftofi gegen bie ©orfchrift über ba« Selbft» 
fontrahiaen abgefchloffene ©rfchäft für genebtmgunglfähtg. 

2He grunbfäbliche ©ebeutung ba Entfch- 9tr. 5 liegt m 
ba SInWenbung be« § 254 ©©©. bei ©eurtetlung be« fon* 
furtittenben ©afchulben« in einem im übrigen nach bem inta- 
nattonclcn Übaemfommcn üba beit Etfenbah n f w 4toalehr ju 
beurteilenben 5aHc. 

3n Entfch- ©r. 8 Waben, in ©kitabübung ba bi«herigen 
iKe^lfprcchung, He ©orfchriften über bie ©ewährleifhmg auf 
ben ©erlauf nicht lÖtfjalicba ©alebrigegenftänbe (j. ©. §anbelB« 
unternehmen, ©enfion«mftitut) auch bann angeWenbet, Wenn bie 
fehlenben Eigenf (haften jroar nicht jugefichett, ba« gehlen aber 
geeignet ift, ÜÖert unb StauglUhlcit be« Kaufgcgenftanbe« ju 
beeinträchtigen. 

2ßie notWenbig e« tft, bei teilweifa ©eltenbma^ung eine« 
S6aben«erfahcmfpruch« au« unerlaubter ftanblung jugleuh ben 
geftfteDung«anfprucb Wegen be« ganjen Schaben« recht «bängiß 
ju maihen, um nicht ba (Befahr ba bretjährigen ©erjährung 
auägefeft «u fein, geigt Entfch- 9fc 11. 

SDem 9lachbat ift nach Entfch- 9fr. 13 gebattet, auf bem 
auf feinem ©runbftücf bcftnblichen Xcile etna ©rmjmaurr eine 
©ranbmaucr aufjufehen, wenn baburch bte #altbarfeit ber 
©renjmaua nicht beeinträchtigt Wirb. 

3ur Klatflellung ba ®iAmgen be« auf Sluifchlufe ber 
unbefannlen ^wpotheltngläubiga un 9lufgebot«betfahren er» 
gehenben Urteil«, in bem jugleich bie Rechte emiga 3ntaeffcnten 
oorbr balien fmb, bient ber ©ef<hlu| 9fr. 14. 

SHu« ba Setfchiebenheit ba ©Bortfaffung be« ®ew©©. 
unb be« Kfm©©, entnimmt Entfch- 9lr. 28, bofe für bie 
©ufianbigfrit be« ©ew®. borau«gefe«t Wirb, bafe Ärbeita unb 
Arbeitgeber ©arteten be« 9iecht«ftreit« fmb, Wäbrenb für bie 
3uflänbtglett bc« Kfm®, e« nur barauf anlommt, ob bie 
Streitigleit au« bem SDtenfjU oba Seh^berhaltni« h*”^^ 
auch Wenn ba 3Infpru<h an einen SDritten abgetreten ifl 91. 


$üe He SRebaltton betantwortlich: SJufttfmt I>r. $ugo 'JUumann tn Lettin W. 85. $et*tama ©tta«c 118. 

2tud: ’bi. Sloefcr ©uchbrucferet in öalin jB* 14. 

tiefer Kummer liegen für bie bibherigen Abonnenten bei: Site! unb Inhalt ,^m 36. 3*h r S a nge (1907) ba mit 

ben baga gehörigen 'üegifiern. 



2 trugen 4 bie T). 


Setlin, 15. Januar 1908. [3t. Jahrgang.) 25 


lurillifdit ®od)fnfd|rifl 

0rflan des deuffc^en Jlrm>att=^erems. 


Jpetauägegebctt t>oit 

JuJtijrat Dr. Bugo Beumantt, 

fflerfitftmmalt Mm 8ammerßCTi<^t und 9?oiar, Serftn W. 36. 

Verl ag und €|-p«bittcn: 35. $3otfer 1Sii(60<m&fuTtß, *$rrfitt S. 14, Staüfdireiberlhrafjo 34. 35. 

$ret6 für ben ^a^rgang 25 Warf, etiqelnc Stummem t>ro Bogen 30 $fg. ^nfetate btt 2 gehaltene $ttü)ei(c 60 Bfg. Beftcßungen 
übernimmt jede Bu^anblung unb Boftanftatt forcie bie (jjpebUion Berlin S. 14, ©taßfäreibfrftr. 34.85. 


yerrinftnad)rid)tru. 

Sit Sntnaltef ammer in i'egirfc bei CberlaubeögetUbtb 
j> Tüjitlbort i)ni untern 14. Scjember 11)07 iiittbftelteii&rti 
Scidilng gefnfct, weither bem £>rrrr: Staatbfefrrtär btb 
9tHd)t>jnfH.;a<nrS jnr ittnntuiönol)uit öberrridjt iit : 

„Sie Sliironitbtainmer beb CbtrIan&tSgeriihtSbejirlb 
Sflffrlborf crtMrt il)r (tinorrftinbuiö mit bnt S'r- 
idjlüneu btb Slcipjigtr Slnmaltitages btlreffeub bie 
'JlontÜt 311 beu Üuftiggefrhtn unb ertuht ben Sor- 
ftanb bt« Stutzen anwaltuereind, btefc SteBuug. 
nähme jur Renutuib ber Jnftigvernnlluttg ',n bringen/' 


f rrSocftunb berülnmaltbfammrr bcbOberlanbebgeridttb- 
begitle* Nürnberg teilt mit: Sit am 15. b. Hits, ftalt- 
gtfaibcue Serfamutluun ber Dlnwaltölammer beb Oberlanbef ■ 
jritbtbiurenjelb Nürnberg bat fid) eiuftimraig ben tn ben 
ut&eroi Äeutlidjeu bentfdicn jlmoaltätage atn 23. SMovcmber 
19(17 gefaßten $efd|Iflffeu angefdileffen unb qlridi rnOt Sunbeb« 
rat nub 9iridtbtag erimbt, ben uom SSeithbinftigamt nub. 
gearbeiteten GnfBurf eineb (Defrbeb betr. bie #nberung beb 
VkTiibtbnerfaffnngbge jebeb , ber jiniJtirajeftsrbnnng, beb 
(btriditbfoitrngeieeeb nub ber ©ebührrtiorbimug für llieibtb. 
rawältc ßidjt gnr (Hrntiblagt ber Scrolling gu maibrn, fonbern 
bie aubarbeitung eineb (iutwnrfb, ber alle (üebietc beb 
frojeffeb umfaßt, in tnnliififlrr Silbe an (unebnen. 


§ iilfskalT* für brutfdje tlrdft»anntijltr. 

Sie Ttuttialtäfnurmeen im Segirfe ber Cberlanbebgrritble 
;■ granffurt a. 3)1., RüuigSbtrg unb Samberg haben brr Raffe 
1 » tem llnttrfinunngbfonbb je eine Seibilfe non 1600 M ge- 
nährt. Sen Kammern unb ihren Sarftänben ift für bie 
rcidge Beihilfe brr mtfriihtigfte Saul nubgefprotheu worben. 


St: ic weit ift Ute $eujitm »tut f riDatbeamltii 
uttfijänbbar? 

San JufKgrat (ieiug SRthe» in Serlin. 

3 n ben lebten Jabrgchntcn ift eb im Raufmannbftanbe, 
kfonbetb bei großen nibufmrUm Unternehmungen Sitte ge> 
»ctben, ihren SngefteBten (ipiioatbcamten) für ben gaB lang« 
,-iijngrr Sienftjtu ober euitretenber arbeitbunfähigleit ein 
Hubegebalt (fenfion) ju qtroabren ; au# Wo hieb nitht gcidutbl, 
toben fith bie 'UngcfleHtni eineb ober ineheetet Unternehmer 


ober ganger Sörrufbflaffen fclbft häufig gu einet ^enf «»’* 1 
tcrfitherungbanftalt ober «taffe gufammengtfthloffen, um fi<b 
baburih für bie 88 t befihränftet (Sttoerbelrajt bie jDUtttl für 
einen forglofen Sebenbahenb ju fithem. So lommt c b, bah 
bie 3 ahl ber penfionbbtrethligten ^Jrivatbeamten aBmübIi<h eine 
febt große geworben ift. 3t mehr aber ihre Stnjafi! Wa<bfl, 
je öfter bab Scbütfnib nath einer aubrtiihenben Siiherung brr 
Senfiontn gegen J-fänbung httbortrilt, befto mehr jeigt fid) baa 
Ungureubtnbe ibrrö €^uf)eb bem 3ugnffe Von ©laubigem 
gegenüber nach bem gegenwärtigen Stanbe ber @cfe(gebung. 

Sine 93etra<htung beb beftrbenben ifiethiöjufianbcb wirb 
bicfcS etWtifen. 

'fjofitive Sorfchrifttn über bie ipfänbung Von 'fenftonen 
btt 'Drivatbeamten gibt bk 34 iC. ni^t. Sitft 'fienfioncn 
unterliegen bahrt, glciihvkl ob aubgejablt ober nitht, gtunb« 
löblich ftbleihthm brr Säefthlagnahmt ; nur einige aSgemtinr 
Sfänbungbhefthräntungen haben unter geWijjen Sotaubfebungen 
'Kubfthluh bejw. Sinfthränlung ihm 'fifänbung im ©cfolgt. 

2 Saä junäthft bie aubgejahlten Senfionghcttäge 
betrifft, fo finb ftc in ben aBerfeltenften gülltn ber ^Sfünbung 
enijogen. Jlath § 811 31r. 2 3?0- '9 nur ein ©elbhetrag 
ber tfijänbung nitht unterworfen, ber gut Sefthaffung ber für 
ben Stbulbner, feine gamilic unb fein Sefinbe auf )Wei 
SJcthen nicht Vorhanbrnen 9iahrungl«, geutrungb« unb Se« 
IeuihiungSmittel benötigt Wirb, Wenn bie SBejtbajfung nitht auf 
anbertm fflege gejitbert ift. Älfo ber 'fitnfionäbetrag bleibt 
überhaupt nur bann ber Seftblagnabmt unjugängluh, Wenn 
unb inföWcit jufällig bk bejeithneten Sörräte erfchöpft finb, 
für ben genannten 3 e<traum befthafft Werben müffen unb 
anbere ftilftqucBen ;u ihrer Sefdhaffung nicht offen (leben. 
Sonft ift er ohne weitereb gang pfünbbar; nie^t einmal in bem 
fogleitb gu erörtemben gaBe, in Welchem bk 3imftonbforberung 
nach § 850 Sbf. 1 9!r. 3 3T'D- ber Sefdblagnahme befihränlt 
unterliegt. Wirb tin ber unangreifbaren gotbetung enifprtthenber 
aubbegahltet ©elbbetrag bem Stbulbner hei ber 'fjfänbung 
belaficn. Sine Scfiimmimg, wie fit in cineT bem Schub beb 
§ 850 entfprechenben SSSeife in § 811 Sr, 8 a. a. 0. für 
bie »eamtenpenfronen Porgefehen ift, behebt brnfle^itich ber 
ijlcnftonen bet ^Srivatbeamtcn niiht! Sb ift ein fthlethicr 
Sroft unb beb ©efebgebtrt nitht Würbig, Wenn bie fPiotivc 
gum 3)®S. 4, 215 bttje unterfchieblithe Scbanblung bet 


Digitizcd by CjOO^Ic 


56 


^imftifdje ©ßoriieitfrfjrift. 


2 . 1906 . 


©fjiüge beibez ©eamientalegoticn barmt rechtfertigen, „bafe rt 
bem ©crehtigten KgeimÄfcig ebne Ghtöerigfiit möglich fein 
tvirb, ba« hm bcjflblte CBelb, «uh tvenn betreibe gefe|lih ber 
©fänbung nid^t rntjogen ift, boh i«*fäcbl*h beifeften tu ent» 
Diesen unb für biejenige Duelle ju Vertvenben, um berentviüen 
bie ©fänbung ber gorberung auSgcfhloffen ifl". 

Auf bic ©enfioneforberung finbet § 850 Abf. Wr. 3 3©D. 
Anivenbung; beifelbe erflärt biejenige« fotllaufenben Einlünfte 
für pfanbfrei, torlhf au* Stiftungen ober fonft auf ®runb 
ber gürforge unb greigebigfett eine« Shiilen bejogeti tverben, 
infotveit ber Shulbner jut ©eftreitung bei notbütftigen Unter» 
balt« für fth, feinen @b< 0 atten unb feine unVexforgten Äinber 
biefet Einlünfte bebarf. Damit ftnb bie ©rennen ifirer Un» 
pfänbbatfrit eng gezogen, E« ftnb nur fortlaufeitbe Einlünfte 
— alfo nicht al« !Ru^egenüffe gebaute einmalige ober mehr» 
malige Abfinbungtn — in bem be^eihneten Umfange Von bet 
©ef^lagnabtnc autgef$loff<n unb auh biefe lebiglih bann, 
tvenn fie au* Stiftungen berrübren ober auf freigebiger unb 
fürfergliehet Abfiht eine« Dritten beruh***- Die greigebigleit 
ber 3 uü>cnbung äufcett ftch in beten freimiQiger unb unentgelt* 
lih<t Eingabe 1 ), bie gürforge be« ©eher« in bem ©eftrebrn 
ber Hebung ber tvirtfchaftlihen Sage be* ©ebahien, unabhängig 
baVon, ob ©ebürftigfeit be« ©ebahten Vorliegt unb ob fub bie 
3utvenbimg auf Woitvenbige« befhtänlt. (Auh bie Ermbg» 
Hebung eine« angcnebmeien Seben« burd? ©efi$ einer grö|cren 
Wente fleHt fih all ©tobult ber gürfotge bar. Seuff©!. 
59, 136.) Entfptingt habet bie Einräumung be« ©enfion*» 
genuffe« ber gürforge be« ©ebet«, betubt fie im übrigen aber 
auf ©ertinbarung mit bem AngefteHtcn ober auf fünften be«» 
felben, al* beten Entgelt fte erfebetnt, fo entleibet bie grage 
ber ©fänbbarteü nicht § 850, Vielmehr § 851 a. a. £). 

2) et § 851 Abf. 1 3©C. untertvirft eine gorberung in 
Ermangelung befonbercr ©orfhriften bet ©fänbung nur infotveit, 
al« fie übertragbar ift. Siefe Etgcnfhaft befifct bie ©enfioni* 
forberung aber, ba „bie Stiftung an einen anberen, al« ben 
urfprünglihen ©laubiger of?ne ©eiänbmmg ihre« Inhalte« 
erfolgen lann" (§ 399 ©©©.). 2Bohl ftnb öctöiff« ©orau«» 
fegungen in ber ©etfon be* ©ebahten für i$te SReht#erjcugung 
beim ©eher mafegebenb, aber nicht für bie gortbauer ihre* 
Weht«bafein*. Dem SBunfhe be* 3 u toenbenben für ben 
Unterhalt be* ©ebahten ju forgen, toirb au*reihenb babuth 
Segnung getragen, bafe er ba« Äquivalent ber 3«ü?enbung 
erhalt. $>i* ©enfion«forberung Verlangt bähet ihrem Sfikfen 
nah niht eine befUmmte ober beftimmt geartete ©erfon al« 
©laubiger, fo bafc Erfüllung gegenüber einem anberen ihren 
Inhalt nicht Veränbcrt. E« fleht baher ihrer Abtretung an 
fich h rf Watur nicht entgegen. 

AI* eine bie Übertragung Verbietenbe „befonbere ©otfönft" 
lönnte ba« Sofmbefhlnfina^megcfeg (§ 2 ) in grage fommen, 
h>enn bie ©enfton al« ©ergütung tm Sirme feine« § 1 *u 
betrachten tnärc. AQerbing« hübet fie, tvenn fie jufammen mit bem 
Sobn ober ®<balt $u ©egimt ober tväbrcnb ber ®auer be« J^ienfl* 
Verhaltniffe« Vereinbart tvirb, einen 2eil ber ©ngütung, totlcjje 
für bie in biefem ©erbälimffe geleifiete Arbeit gejagt tvirb, 

’) JDie Au*fe*ung ber ©enfion Ift nltbl c^ne toeilere« al« 
Entgelt bet gflfiüfteu Dtenflc anuifr^m, *xim f« ai«h al« »«■ 
lohnung für biefetben erfolgt. 


ijt alfo Arbeit*» Äquivalent.*) togbem unterliegt fie ni^t 
ber ©eftimmung biefe* (Sdege«; benn biefe« regelt t»r bie 
grage ber ©fänbung ber in unmittelbarem Anfhtyfe an bie 
Arbeit al« beren Entgelt beim Enbe einer jebrn Sobnberiobe 
gegebenen ©ergütang, alfo ben Arbeit«* unb ^ienfilofcn im 
aüerengfUn Sinne bc« 2Üortefl.*) 

Somit ftebt bie Übertragbarleit ber auf ©ertinbarung 
beruh enben ©enfionifotberung, folgetveife auch h 1 * ©fänbbarfeit 
nah § 851 «bf. 1 3©D. feft 

ö* fragt fth aber: 3ft ber Arbeitgeber imflanbc, burh 
ein bei brr 3utoenbung au*gefprohenc* Abtretung«Verbot, bie 
©efhlagnahme ber ©enfionbforbetung au«jufhltefeen ? 

2)cr § 399 ©©©. Idfet ba* pactum de non cedendo |u, 
„bie Abtretung fann burdi ©etembarung mit bem Sh»^ ncT 
au*gefhloffen tverben." 4 ) 

Aber eine ©ereinbarung mit bem Shulbner ifl Sorau«* 
fegung für bie 91<hi*ftültig!ett be* Abtretung*Verbot*; e* 
tvirb alfo ein ftnrifh™ ©laubiger unb Shulbner, baher unter 
Stbenben gefhloffatet ©erttag verlangt. 

53aher binbet ba* in einer le§tvi!ftgen ©erfügimg au*» 
gefprohene ©erbot ber Übertragung ber ©enftonlfotbcrung 
Jtvar ben mit Ugterer ©ebahten (©etmahtm«nehnwr,©efhenften), 
tvelher bk 3uttwnbtmg angenommen bat, hat abet feine weht*» 
erjeugenbe Äraft gegen dritte, mbgtn fte von ber ©efhränhmg 
Äcnntni* ha^a ober niht (Wehbein, Äomm. jum ©®©. 1, 178 ff.) 
unb bie ©fanbuag ber gorberung ift «uläfftg. 

Eine binbenbe ©ertinbarung be* Abtretunglverbote* im 
Sinne be* § 399 tvirb man aber niht nur in einem ©ertrage 
be* Arbeitgeber* mit bem An gefüllte« ft «bat, fonbem auh 
bann antrfennen müffnt, tvenn j. ©. m ben So^ungrn emer 
Wubegcbaltffaffe, tvrther ber ÄngefteÄte beigelrrten ift, bie 
Abtretung ber ©ejüge brnh Weht*gefh^fte unter Stbenben ber 
Äaffe gegenüber für untvirffam erflart ift, ober tvenn ein 
Arbeitgeber feinen ©eamten in eine S«ben*Vetfihewng*gefeöfhaft 
mit einer $u beftmtmter 3«i* |ahlbamt fortlaufmben ©enfion 
für ben Erleben*faH einfauft unb babei benimmt, bafc bie 
©efcüfhaft nur bem ©eamten felbfl, niht einem dritten auf 
©runb feiner Abtretung au«jablen barf. o n «ftertra gaUe ift 
be« Angefleüten ©eitritt jur Äaffe nah 3Hafrgabe ihrer 
Sapungen etfolgt; biefe ftnb baher al« ©nmblage feine« ©er« 
trage« mit bet Kaffe für ihn binbenb. giwtten gaQe 
erlangt ber ©tarnte al* 2>ritier in ©emäfehfü §§ 35 *8 ff- 8®ö. 
ein nah bem 3ro«cfe be« ©ertrage* unmittelbare«, tvenn auh 
betagte* Seht auf bie ©enfion, aber natürlih mit ben 
©cfhränlmtgen, tvie bie ©erttagfhlkfrtttben fHb^ e« beftimmt 
haben, alfo auh fo mbiVibualifreTt, bafe ba« ©erlangen bet 
Stiftung an einen anbem al* ihn felbft niht al* bie übernommene 
Seiftung erfheint. — 5fn biefen unb anbeTtn gäHen tvürbe bie 
©enflon*fotbenmg burh ba* tehtitvirifomie pactum de non 
cedendo nah § 851 A&f. 1 3©0. unpfänbbar fein; inbeffen ift 

*) Au* biefem Erunbe bat ftdj ©eterfen Ännm. jur 3 AD. 
§ 850 il 5c tn biefem gaBt fflr bie AnmntbbaricU bt* SohnBO., 
auf eine Entfh- be*OC<B. Äöniq* betg (©ofen. W3*«- ®1)* au*0tfpf«b««- 
a ) vgl. m. Acht ber Btthlagnifow 2. Xu fl. S. 50. 

4 ) 3>te gegenteitig« ©eftimmung b<« crflen Cnttourf* eint* 
§ 25*5 if! bureb Befhlub b«r jweiten Kommiffüm mit XtüeftK^t 
auf bie befonberen Skbftrfntfje ber etnjdnen in tpretn Serfehrc 
untercinanber aufgehoben worben, (©rot. $atm, 6. 578). 



37. gagigoitß. fflodgeufißrift. 


bn Befaßt, baß auf biefc äüeife bie gotberung best fjugriff be« 
(gläubiger« cntjogen twrbeu tonn, buteß btn 3u|a(j eme« 
Äbfag 2 Boigebeugt, ingolMbeffen bit niegt übertragbare 
gcibetung infotnii gepfänbet twiben taten, alb btt gepfänbetc 
(äkgenßanb bn Ißfänbung untntootfen iß. 

3>r gepfänbete Segenftanb, bn autbejaglte einjelne 
ftatfüm« betrag, iß abn, toie Botßei gegeigt, no<g g 81 1 g. a. 0. 
ui btn tscibuib meißen gäßen im Baßen Umfangt bei Sfänbung 
uniermorfen ; fein Segieffai teilt habet bit unabttetbate $aift«iil< 
fmbewag unb autg bit rntgegengefegte Bbfugt bei ,'iutoentenben 
tarnt bitfei ®ef«ßii mißt abwenben ob« aufgaltm. 

#m SDtebUl gibt d aßerbing«, tim fomoßl in biefegt, 
wie in Ofen lefpraegtueu Jtiffen bie Sßenf ionlf otbttung 
gang bem Zugriffe bei Bläubiget« gu entließen, alfo 
auig bem iktbote igrn Kbtectung ubetaß mißt alt obligatonfeße 
äüirfung ju betfegafftn : bat iß bit bei igttt äutoeobung 
ftittnl bei ®efceil getroffene Seßimmung, baß bat Steigt bet 
Smpfänga« im gaße einet Hbuetuag abn 'ßfänbuug auf eint 
anbne ffSetfo* übageßen faß. Stuf biefe SBeffe toitb bat 
Heißt JU einem außöfenb bebmgten gcßalttt unb nlißßt baßer 
im Bugenbliie btt Befeglagnagme. (§§ 161, 2075 ®B® ; 
Sffl. 22, 276 ßg.; Steßgein I, 179.) 

Slßetbiag« oerfagt bamit ba« SJiute! boit, mo bie 'ßenßsn 
bem Smpfänga «galten bleiben faß. 

Za« Stgebntl btt Su«fügrungen tonn all beftiebigenb 
mißt begegnet tnetben.' 3n bn SHegtjagl bn 3äße unietliegt 
bit ®enfton bn Sefißlagnagmt, unb bit« ewfpritgt tatbet bn 
Kgft4t bei ffieber«, toeltßn gttabe bie mit Sßenßon Sebacgten 
für bit ffleigfelfäfle be« Segen« fugn fteßen maßte, ntxß bn 
fajiolra gütfoige für ben Staub jabltcieget laufmännifiget 3In- 
gtßcßter, bie, butß) 3Utn ab« gnbalibität gtjuungen, ißttm 
Sauf ml jagen. S « iß biefet .gußanb maßt botneßmlisß batauf 
unüdjufiigten, baß bei ®utßfgung bn 3’ßO- #«i flenßonen 
ba $tinatbcamten taum btt Hebe toar, unb bn fflebanle bn 
Jüifcige füt bit aibeitenbe Älaift f«ß «ß f bätet megr unb 
meße Sag ii gebtoigen ßat. gißt aber, uw eint größae Sitfattn 
bn 3S0- m Buifugt ßegt, iß e« an bn ßta, bat fflünfigen 
bn ®rioatg«amten gegggUßß ba Siignung igtec fStnßen ge* 
nögenb Ütdßnung gu tragen, bamit autg ße fug gleüß bat 
anberen atbeüenben Klaffen bet fojialen gibefotge etfteuen, 
mit ftc t« bei bn gkbeutung igitt ©ttUuttg im mittfigaftliigen 
SeSen betbienen unb »nlangen binnen. 

®emiß ctgeifigen amg bie iReißte bn ®läubiget bei bn 
Sfänbimg baße unb um fa gtößat ®aüdß<gtigung, je megr 
bu 'DlobiIiarjtoang*BoBßredung erfiguert iß; abn e« lägt fttg 
teigt mögt ein Sluigleieg bn Mibetßteitenben «Jntetefftn gerben 
fugetn. 2>ie ößetreidßifigt ©efeggebung jeigt un« ben 
Stg baju; ftt, tsclige auf bem ©ebiete bet Voßn- unb ®t> 
ßalübcfiglagnagnu bem beutfigcn Steigt ncd> gefolgt iß, ßat in 
bn ßin bcganbelten groge bie fjiißtung übnnemmen, inbem 
fit im Steugigtftg Dom 26. ®ai 1828 ben £ugtiß aßet ßtuga 
8«üße, in meltget gönn ße autß immer gtmägrt metben, nur 
ubtt ttnen Jagt ;ekt tag non 500 fflulbtn ginau« geßattet.*) 

‘II lügt bie beutfege ©efeggebung igtem Stifpiele folgen! 

*) 91rtt®et *2 bt* genannten <9<fctfc* tautet: 

Jon Aulpegenftffcn, »o<tdje ben im $rit>atbicnft< bauernb 
Än^UBun (ü i tt« o»m M. WprU 1B7.1, WSl 'Kr. «J ö) 


>Bom lHet(f)«gtrirf)t.’ p ) 

®etügtet bim ben Jittgt «anmatten beim Sriiglgerugt ®tg. 3ußijtat 
Dr. Cccltg, 3ußijmt 6lgtele unb 3uftijtat ©ade gu Seipgtg. 

®it berieten übn bie in bn 3«it bont 14. Stgembet 
1907 bi« 4. 3anuat 1908 au*gefertigten Sibüentßgeibungen. 

Neugfreigt. 

Sinfügtungtgefeg gum Siitgctliigen ©efegbuig. 

1, Bit 169 E®®®®. J5iefe Obetgangiboefigrift megen 
®njägrung ßnbet Bnmenbung auig auf bie im S®. bn £anbc(- 
gefeffgebung Botbeßaltcnen 'Diatttien bei fnißccen Steigt«, fofnn 
bie legieren füt bit f clt 1. 3anuat 1900 gttegtlt futb 
unb reint befonbere ®njigtuag«Botf(gtißtn entgalten.] 

SDn ßlägn beauftragte im 3vli 1098 ben ®niigti< 
boßjiegn ®., bn banal« in ß«nig«mintn amtlicg tätig mar, 
auf ®tunb eine« Boßftttdgaten ZiteU bei bem Kaufmann St. 
in RämgJminin füt 60000 M eine ®obiIiatpfänbtmg Bot* 
gunegmm. ®. pfänbete am 19. 3uli 1898. SBägtenb et im 
$fänbung«ptototaß bit gepfänbeten Saigen eiiqeln unb genau 
begeitgnet auffiigite, btaigte et nur an einem Keinen Zeile bn 
ißfanbßüife ijifanbmatlen an, bie Ißfänbung bn übtigen ®egcu> 
ftänbe, be« fflatenlaget«, fuegte n in ba SBeife fenntliig gu 
maigen, baß et in ben @cf<gäft«räuma be« Sigulbnni ®faub* 
angeigen angtftete, bie jeboig bie jßfanbgegenftänbe mebn naeß 
Silittjaßl neig naig Duantitälen, nobß naig bn Sttpadung 
begeiignetcn. Bm 10. Sliäeg 1899 Uiutbe übn ba« Vermögen 
be« S. ba« ßon<ue«Betfagten eröffnet. Stuf ®tunb bn $fän* 
bung Bnlangtc bn Klaget füt feint Anbetung abgefonbnie 
®eftitbigung. Za bet ßonlutäoettoaltn btn Bnfptuig nügt 
annfanntt, ngob btt Kläger gtgen ign Klagt auf Änetlennung 
feine« Sbifptutg« auf abgefonbette ®efticbigung au« bem Etlbfe 
ba ingmifißtn natauficu SBaten- 3m Saufe bt« Steigt«ßaite« 
Bcttünbetc n am 15. 3uni 1899 bem ®ctiigt«Boßjiega ®. 
bin Ctteit, ba nunnxßt al« StebenintaBemcnt in ben Steigt«- 
fueit eintrat Zutig am 1. Bptil 1903 in bn ®enifung«inßang 
beßätigte«, wsgtlhäftig gemotbenc« Uctetl Born 14. 3uii 1902 
tuuebe bie Klage, fotwit ße auf Botgugiiseife ©ejttebigung ge- 
tilgtet mai, mit ba ®egtünbung aggcmitftn, baß bie ®fäitbuug 
be« SUatenlaga* ungültig getsefen fei, meil ©. entgegen bn 
ilotfigiift bt« § 7 1 2 S'ßO. untnlaffen gäbe, bie ißfänbung 
aubteitgenb atennbar gu maigen. 3Rü bn Segauptung, baß 
ec infolge Ungüitigfcit bet jifanbung Sigaben erlitten gabt, 

oon ißttn Zitnftgtbern gttoägtt werben, bann non ben Seingen, 
ineleßt nKgen bet Xicnfle biefet gSerfentn ben SBinoen ober Ämbern 
berfelben oon bem Dicieftgtbet octließen Worten falb, feinet «in 
jenen ßlcnfioncn, füioniftoncn, Untetßait«- unb lbtgicguna«gt!birn, 
bie non SInftaUtn. C-itfcafigaften ober ijcrcintn, »etriic bie Unter- 
ftflgung ober Hetforgung i&rer üiitgHtbet imb beten ^interbtiebenen 
lunt jpieit gaben, an biefe ocrabteirtit werten, unterlieg! b« Cretulton 
nur btrjenigt ©ettag, um tueiibcn btt au« biefem «tnlaffe gebüßtenbe 
^agrebbejug ben ©ctrflg oon öOO Aulben überfteigt. 

Sion einet Slbfettignng (b. ß. ftbfinbung. T Sttf.), wetibe einem 
im Beioatbieufee baueenb «IngeftcUten ober bet tgitwe ober ben 
SUntem bebfelbtn oon bem Xtenftgebcr geeoäßrl toirb, unterliegt bet 
(hefution gteiigfoll« mit berfenige ©ctrag, um wetdjen bie Hbfcttlgung 
ben ©tttog non 60n tlulben Ubteftetgt.'' 

Ztefc Sorfigrift finbee aueß auf bie buteß ba« Sfeüglgcfeb oom 
16. Zejeenber 1906, betreßenb bie Btnfioiibbetrupttung bet in prioaten 
Hienften JlngefieUten jugcfpro*eneii ^noalibitat« imb Blierbeenten 
«nwcnbuag 

*) blacgbtuet oßn« Angabe bet CueUe oetboten. 


4 * 



28 


QurifMfdjc SBod|{nfd)iift. 


«*? 2. 1908. 


unb ihm ^ier'üt btt ttnb ber preußtj<he 

^uftijfufu# hafte, nhob ber Klager im $rrbft 1904 gegen 
betbe Klage unb beantragte, bte Vertagten al# ©efamifchuloner 
jur Gablung bon 14 500,04 M nebft 4 ^rojent 3 u, f cn fa 1 
bei Älagjufteflung ju oerurteilen. Ser Kläger betief ftd? gegen* 
über bein tftetu* auf bte Alt. 1382, 1383 unb 1384 c. c. 
Sie Vertagten beantragten, bte Klage abjuwetfen. Ser ftietu# 
machte namentlich gelten b, bte 3jai?nge VerjabrungSfrift be# 
§852 V@Ö. fei bei bet Klagerpebung bereit# abgriaufen 
getoefen. Safl fc©. in 6 Ö ln eradjtete ben Verfällt ungörtnwanb 
für jutreffenb unb tote# butep Seilurteil Dom 15. ftebtuar 
1905 bte Klage gegen ben ftwfu# ab, unb legte bte $älfte 
ber bte bapm emitanbenm gerichtlichen Koftcn foroic bte jämt* 
liefert außergettchtltchm Koften be# $ttftt#fU(u# bem Kläger jur 
2aft. Sa# 02©. in ßöln trieb butdj Urteil bom 
27. Vtärj 1907 bte Berufung toftenfälltg $urüc(. Ste Äemfton 
ift jurutfgerowfen. Sa# 02®. tft rechtlich jutreffenb baoon au#* 
gegangen, ba# bte Klage gegen ben j$ie(u# nad? Art. 1384 c. c. 
ju beurteilen ift, unb hienuuh gemäß ftänbtger fte<bifprr$ung 
be# 5H©. (A®. 64, 19 unb bte bort angeführten 3üate, 
Ap«»**#- 93, 2, 110—104, 2, 221) ber beflagte $t«(u# für 
bie fchuibhaftt fcpäoigenbe $anblung#h>etfe be# ©ericptS» 
öolljieber«, ber bet ber Vornahme ber $fänbung mept nur alt 
Beauftragter be# Kläger#, fonbem auch in feiner ©tgenfepaft 
al# pieußifcher Staatsbeamter in Ausübung ber ihn anbtr* 
trauten öffentlichen ©ewalt gehanbelt pat, bem Kläger neben 
bem ©ertcptSootljieher fchabenöctjaßpfluhtig ift. Sie bie Klag* 
abtoetfung be# 2®. beftatigenbe (Sntfcpetbung b<# 02®. beruht 
auf ber Annahme ber Verjährung be# Anfprucpe# gegen ben 
$ietu# nach § 852 Abf. I B©B. Sa bie angeblich gefcßlupmangel* 
hafte, bte Urjache be# entflanbenen ©epaben# btlbenoe ^fänbung 
am 19. $ult 1898 in Königöwinter, unter ber ^errfepaft be# 
Code dvil, auegeführt worccn tft, unb ber Art. 1384 (eine 
Vetjährungöootfchrtft enthält, würde nach franjöftjchem Rechte 
bie 30jähnge Verjährung be# Art. 2262 c. c. v JHaß greifen. 
Aun fchreibt aber in (£©8©8. bie ÜbecgangSborfchnft be# 
Art. 169 Abf. 2 bor, baß, wenn bie Verjährungefrtft nach 
bem B©Ö. Itirjer al# nach bnt bisherigen ©efeßen ift, bie 
(ürjere ftrtft »on bem ^nfrafttreten be# B©B. an berechnet 
tunben foll, borauSgefeßt, baß bie nach bem büpertgen Aecpt 
beftunmte längere tfrift nicht oor ber fütteren grift be# B©B. 
abläuft. Ser Senat hält bie Anwenbbarfeit btefer Vorfchrift 
auf ben borltegenDen ^aÜ für guläjftg. Senn Wenn auch nach 
Art 77 ©ffiB©B. bie lanbeSgcfeßlicpcn Vocfchrtften über bie 
Haftung be# Staate#, ber ©emetnbe unb anberer Kommunal* 
oerbänbe für ben bon ihren Beamten in Ausübung ber biefen 
anoectrauten öffentlichen ©ewalt jugefügten Schaben bon bem 
B®B. unbetührt bleiben, unb bannt ba# ©efeß jum Au#bruct 
gebracht h at / baß biefe Vorfchtiftcn im B©V. nicht geregelt 
ftnb, fo betrifft bech bie Vorbehaltbeftunmung nur bie ^rage 
ber Haftpflicht, nicht auch bie ebentueüe ftrage ber Ver* 
jäprung. Au# bem Umftanbc, baß Art 169 eine Uber* 
gange beftimmung tft, unb in feinem ©tngange peroorhebt, baß 
bie Vorfchriften b<# B©ö. über bie Verjährung auf bie bor 
bem ^nlrafureten be# V©V. entflanbenen, noch nicpt berjährten 
Anfptücpe Anwenbung ftnben, ift aber £U entnehmen, baß biefe 
nbetgangSborfcprift auch «nf bie im ö®. bet ÜanbeSgefeßgebung 


bor&epalienen Materien be# früheren Aecpt# Anwenbung finben 
foQ, fofem bie leßteren für bie feit bem 1. ^änuar 1900 
geregelt ftnb unb (eine befonbeten Vfrjährung#oorichrtften ent» 
halten. Ser Art. 1384 c. c. tft in bem h«r in Betracht 
lotnmenben Umfange burch Art. 89 3* 9 fPrÄ@8®6. aufreiht* 
erhalten, ohne baß htnftyU^ ber Verjährung habet Beftimmung 
getroffen tft, obwohl bte Öerjähning«t>otf<hnften be# Code civil 
aufgehoben ftnb. ®c enthält ben gleichen Satbeftanb, Wie bie 
bem gegenwärtigen Snfpruch jugtunbe Itegenbe Vorfchrift be# 
alten 9le<ht#, baher bie boretroahnte Übergang«borf(hrift An* 
wenbung ftnbet Sie Auijührungen in ben Urteilen be# SR@. 
(91©. 56, 253 unb 64, 421) flehen hiermit nuht im SßtbeT» 
fpruch; benn in bem elfteren Urteile hanbeltc e# fieß nicht um 
einen ber Sanbeggejeßgebang oorbehaltenen Xatbeftanb, unb in 
bem jweiten Urteile ftanb eine fpejteDe ®enäbrung#borf<hnH 
be# 2anbe«recht# in ^rage, in beiben fällen lag alfo (ein Anlaß 
für eine ßtörterung bet AnWenDbarfett be# Art 169 auf bie bet 
2anbe#geießgebung borbehaltenen ÜKaterien oor. 9tu« beruht 
bte in Art. 1384 c. c. anerlannte Haftung be# Staate# auf 
ber Vermutung eine# Vecfchulben# ber ©iaat#gewalt, baß ftc 
nämlich m ber Audwahl ber Beamten fahtläiftg gehanbelt habe, 
brr Code civil erblicft barin ein Duaftoelifi, eine Art uner« 
laubter ^anblung. Sa# B@B. faßt aber in bem 25. Stiel 
ferne# Vit Abjchnitt# ben Begriff einet unerlaubten #anblung 
in einem weiten ©tnn auf, woburch fid? bie Annahme recht* 
fatigt, baß ft<h auch bte Verjäbrung#Oorf<htift be# § 852 B@B. 
in betreff be# Anfpcuch# auf tSrfaß be# au# einet unerlaubten 
£>anblung entflanbenen Schaben# auf ben ©chaben#erfaßanfpru<h 
au# unerlaubten fytnblungen im weiten Umfange, alfo aueb 
be# alten Siecht# erftreeft, fall# für leßtere nicht eine ganj 
fpejielle Verjährunglborfchrift im alten Sleiht befteht, Wa# m 
oorliegenber Sache nicht ber JaH ift. £at fonach ba# 02®. 
mit Stecht auf ©runb be# Art. 169 Abf. 1 unb Abf. 2 (S©B®B. 
ben § 852 S®B. auf ben bem 5t#lti# gegenüber erhobenen 
Klaganjpruch in Anwenbung gebracht, fo ift auch feine ^eft* 
jteUung, baß bie 3jähnge Verjähr ungofrtft ber leßteren Vot* 
fchrift am 31. Se 3 tmber 1902, alfo oor ber Klagerhelung, 
abgclaufert geWefen fei, rechtlich nicht ju bcanftanben. (®trb 
bargelegt.) K. Sp. unb Ä.»V. c. tt b. 26. Slob. 07, 

264/07 II. — (Sein. 

Bürgerliche# ©efeßbueb- 

2 . § 138 B®B. Veiftößt ba# Abfommen fünftiger ©h<* 
gatten über eine ©infehränfung ber Kmberjahl gegen bie guten 
Sitten?) 

Kläger behauptet, baß jWtfchen ihm unb ber Beflagten 
mehrere §ahre hmburch ein Verlöbnis beftanben h^be unb baß 
bte Be (lagt e hi« bon grunblo# jutüd getreten fei Seine auf 
6000 M 5<haben#erfaß gerichtete Klage ift nach bem Anträge 
ber Bcllagxen bon betben Vortnflanjen abgewiefen worben. 
Sa# Berufung«urtetl beruht auf ber fjeftßellung, baß bie 
teien eine Brfchränlung bet 3<t^ m ber ©h € J 1 * erjeugenben 
Kutber berabrebet hätten, ßtn mtt einer betartigen Vertrag#* 
bebtngung gefchloffenc# Verlöbnis, Wenn t# überhaupt ^um 
Verlöbni# gefommen Wäre, fei al# gegen bie guten Sitten ber* 
ftoßcnb nichtig. Ser Veoifton würbe au# folgenben ©rünben 
ftattgegeben: Sclbft wenn ein Aechtigefchäft im Same bon 
§138 Abf. 1 B©B. borläge, fo geht ber Verufung#nchteT 



37. {Jahrgang. 


{Juriftifhe Jöo^enfd^rif t 


29 


boh tu wit, »rnn et in jeher Abmachung fünftig« (Ehegatten 
üfcfT eine Srnfeferänfung brr Ambergabl fc^U d^tbin unb unter 
atten Umftänben einen ©eifto« gegen bk guten Stilen erblnft, 
Sic ba« di®, »iebetholt anertannt bat. ift bk (Sbefrau gut 
ehelichen ©cüpobnung nicht berpflihtet, trenn ihr au« ber Sei« 
Wohnung felbft ober au« einer Sh»angerfhaft unb Seburt 
auBergcmöhnlich fh»ere ©efabr für fieben ober ©efunbbeit 
brobt. Ter ©emfungltihter burfte be«balb nicht babingeftettt 
laffen, ob bie ©etiagte, »ie fie au«»ei«lih be« Tatbeftanbe« 
fclbft borgetTagen hatte, fh»et unterlab«Uibenb »ar unb bei« 
halb ben Auibet fegen mit dleht fürchten raufet*- Ü« ift auch 
rech: einig, trenn er fich ber nähern Prüfung um brlwiQen 
dberboben acht et, »eil ber flläget turn bem angeblichen Sciben 
ber ©eflagten erft je^t im ©rogeffe erfahren habe. 9Bar e« 
m ber lat gut 3«t ber angeblichen ©etabrebung über bk 
fünftige flmberjabl in gefahebrohenber ©eifc bothanben, fo 
formte bte ©«abrebung fchon objehto, ihrem Inhalte nach nicht 
als eine unftltliche begegnet »erben, dlun (ann j»n>OT, »ie 
ba« ft®. fchon häufig anertannt hat. biefe UnfhtlihleU unter 
Umftdnben auch au« ber fubjrttiocn Seite be« dte<ht«gefhäft«, 
au« ben ©eweggtünben unb ben bon ben Beteiligten berfolgten 
3»cien be« ©eihaft« abgeleitet »erben. Tie« tann aber nicht 
baju führen, mit bem ©etufung«ri<ht« ba« gante dleh‘«g*fthäft 
fchon bann al« futlich anftofeig unb be«halb nichtig gu etllären, 
»nenn ber eine Teil bei dtbfhlufe be« ©efhäft« auf ber anbem 
Seite fälfehlich unb irrtümlich unlautere 3 Wide unb ©etoeg* 
geünbe borauftfffct, unb biefe in dQahrbeit gar nicht Porhan* 
benen Momente auch feinrrfett« guth«fei. (Ünblnh ift jtoar 
richtig, ba| auch ba« dtecht«gefchäft be« ©erlöbmffe«, wenn e« 
bon »orn herein mit bem dJlatel ber Unfittlichfeit behaftet ift, 
bon born herein nichtig ift. ©ar e« aber, »ie ber Berufung«* 
richtet al« möglich uitterftellt, gunähft gültig unb in Überein» 
ftemmung mit ben guten Sitten guftanbe grtommen, fo bebarf 
e« jebenfaü« noch genauerer ©egrünbung, mtmef cm eine fp&tcre, 
neu bmgutommenbe unfittlic^e unb be«halb bon bornherein un* 
»tiffame Äbrebe immerhin bk Äraft geha6i habe, ba« gange 
Mhtt auf eine neue ®ninblage $u jieflen unb nunmehr tn 
feinem gangen ©eftanbe »htig gn machen. 3- «. ®-, U. b. 
2. Teg. 07, 306/07 IV. — 5Jtünch<n. 

8 . § 164 Äbf. 2 ©®B. Tte Äuiführung eine« fflerfe« 
!ann einem brfttmmtcn Öefhäftibctriebe übertragen »erben, 
auch Wenn unbefannt blkb, »er ber ®ef<häft«inhaber ift.] 

6« ift bet einem ©erfoertrage, »ie er hier borlkgt, bk 
rechtliche Beurteilung, be» ©tlle be« ©efteSer# fei batauf ge« 
richtet ge»cfen, bie Hu«füh«ing be« ©nl« einem beftimmten 
®cf<h*ft« betriebe ju übertragen, möglich, auch Wenn unbetannt 
Wkb, »er ber ®efchäfi«inhiber ijl. diimmt bann ber ®egen* 
tontrahent in berechtigter ©ertretung be« ®efhäft«inhaber« bk 
©efteflung an, fo ift burch ©tHetisübereinftimmung ein ©ertrag 
berfett geworben, burch »eichen ber ©ejehäfttinhabet unb nicht 
bnjenige, welcher für ih« berbanbclt hat. berechtigt unb ber» 
bflichtet »irb. laufmännifchen unb im gewerblichen ©erlebte 
tann ein ©ertrag mit bem tSkfchäfteinbaber auch bann berfett 
werben, wenn ber ihn abfchliefcenbe ©ertreter irrtümlich füt ben 
®efchäft«inhaber felbft gebalten ift ©ntfcheioenb ift bie ©tHen#* 
emigung barttber, »er berechtigt unb berbftichtet »erben fott; 
bie ©ert«n, butcb wiche biefe (fcmgung h« betgeführt »irb, tritt 


bemgegenüber ber dUgel nach gurfief. Demgemäß liegt ber im 
§ 164 äbf. 2 ©06. borgefehene Tatbeftanb, auch »enn ber 
©iUe be« ©ertreter«, an fremben diamen gu h ön b<ln, nicht 
erfennbat geworben ift, bann nicht bor, »ena auf bn&en Seite« 
ba« (gleiche, 2lbfcblufc be« ©cfihäfi« mit bem ©mrctenen, 
gewollt ift. fjftr bk dlnwenbung ber ©eftimmung be« § 164 
Sbf 2 ©®6., bie »m ^ntereffc bet ©rrfchr«ft<hcifkk in bem 
bon ihr borgefebenrn $aHe bk ©erurung auf einen ©Uüen«* 
mangel auefchlieftt, bleibt fein dtaum, wenn ein folchet ©I Qen«* 
mangei überhaupt nicht borlirgt. (ii lann bcöbalb bet M<btfu)n 
nicht gugegeben werben, baft, fofem bk bom ©erufung«geruhte 
getroffene ^ejlfteQung über bie ©li(len«nchmng aufrecht gu 
halten ift, § 164 dtbf 2. ©86. berieft ift. Diefe ^rftftedung 
lonnte aber nuht aufrecht gehalten »erben, benn fu entbehrt 
ber notroenbigen tatfächli(h<n Unterlage unb bamit bet au*> 
reich enben ©egrünbung. (©ab au«gefühct) dJt o. 2-, U. b. 
29. d?oo. 07, 119/07 VIL — Berlin. 

§§ 325, 336. 454 ©®©. 3>a« dlücftrüWrecht be« 
©erlaufet« bei SulgeffiDlkferungÄberträgen ift nur Wegen be« 
erfüllten Xeile« ber Sicferung au«gefchlojfen. | 

2)ie Klägerin hat bon ber ©ellagten 207 cbm Akfero* 
holg — lieferbar auf dlbruf in ber 3^* bom 1. ilptü bi« 
1. 3 ult 1906 — gefauft, jeboch nur eine eingige, am 
14. ©lai 1906 berlabene Teillieferung erhalten. §ieit)on hat 
fie einen Teil al« mangelhaft jux ©erfügung geftettt. ©eitere 
Lieferung hat bie ©cfiagt* abgelehnt, obwohl fk bon ber 
Älägerin burch Schreiben bom 21. ^uni 1906 gut Lieferung 
ber einen £älfte be« Mefte« bi« gum 5. ^uli unb ber anberen 
bi« gum 12. 3uli 1906 unter ber dlnbrohung aufgeforbert 
Worben ift, baft Klägerin nach fruchtlofem Ablauf ber ^rtft 
ftch awf Äoften ber ©eflagten beefen »erbe. U)tt Klägerin hat 
nun JUage auf Schabenöeifaf wegen dfuhterfüllung erhoben. 
2)k ©eflagte bat JUagabweifung beantragt mit ber ©ehauptung, 
ft« habe ben dieft be« Schluff*« nicht gdkfert, »eil fte »egen 
3ahlung«berguge« be» Alagerin bon bem ©ertrage, foWat er 
nicht erfüllt »ar, gurüc! getreten fei. Äuf ben nach ©bgug ber 
stacht öerbleibenben Äfft be« Raufpreüe« ber Teillieferung bon 
781,03 M habe fte nämlich am 5. (Juni 1906 nur erhalten 
519 M. ©egen be« dlefte« ha&< ft* am gleichen Tage gemahnt 
unb am 12. ijuni igoß ber Älägerin gut 3ahlung eine grift 
bon brei Tagen beftimmt unter ber Änbrobung: „Sollte ich 
bi« 15 huj. abenb« nicht im ©efift be« refUichen Betragt e 
nebft Frachtbrief fein, fo halte ich mich nicht weiter an meinen 
©ertrag gebunben." Ter ÜReftbetrag fei jcboch «ft nach Fnft : 
ablauf, am 18. ^fum 1906, eingegangen. Tcmgegcnüber be- 
hauptete bk Äiägerin, bie Gablung fei bereit« am 16. ^uni 1906 
erfolgt, unb fte beftritt, bafe bie gefefte s«ft angemeften ge» 
»efen fei Ta« Dü®, hat ben Aiaganfpmch bem ®runbe nah 
für gerechtfertigt «Hört unb bk Sache gut »eiteren ©erhaublung 
unb (Sntfhtibung über ben ©etrag be« S<haben«crfafc« in 
bk l. ^nftang gurücfpeiwiefen. ß« hat «Wogen, ©dlagtc fei 
gemaft § 454 ©0©. gum dlüdiritt nicht berechtigt gewefen, 
Tenn nah h« r eigenen ©ehauptung habe fie ben ©ertrag. 
fo»eit bie £kfening bom 14. ©ai 1906 in ©ctraht lommc, 
ihmfeit« erfüllt unb ben Aaufprei« geftunöet. Ter § 454 
©®©. finbe auh Slntoenbung, »enn, »ie hi«, ber ©erlauf« 
ben ©ertrag quantitauo nur ttilweife erfüllt habe. Tarn 



QfurifHftfft S>cttintj(t)Tiit. 


,yi 2 . 1908 . 


:w> 

e* foBe gemäg § 454 bem Scrtäufet ba*jenige 9Ie*t Becfagt 
(rin, ba« Dm Sihiftt jwmge, ba* Dom Betfäufer ®elrifiete 
jurütfgeben ju weil fouft btt Räufer in btt Beifügung 

iibtt bit empfangene Satt gegürteit unb rint Stunbung be« 
Äaufprrife« füt ibn ohne Boiteil (cm würbe, Taber (ri, mit 
aulgeführi ift, btt Snfprutb auf S*abcn«etfag btm ®runte 
nach gm*tfertigt. Ta* 91®. böb auf: Tein 9crufimg«uiteile 
(t^ttirt bit tragt Snfi*t jugtuubt ju liegen, bit Bellagh gäbe 
au* in Sfnfebtmg be« beteit« erfüllten Teile* bt* Beitoagt« 
jutütftreicn woBen; in SBabrfeit bat fit jebo* igrcn Stüdrti# 
Bom Brrriage mit riidfi*tli* be* no* ni * t ttffillltn Teilt« 
erflött. Tag bit« igre Wagte 2ffi8en«mrimmg tunt, batübet 
tnfet bn ungefügen 3"baft ibte* €*rribttt« Mm 12. (Juni 190«, 
m Betbinbung mit btt RlagbcaniWortung, feinen 3®eifet ju. 
9tjüg!i* btt 113 * auSflebenben Steferungen wutbe aber 
igr iSeefct jum Siüdtrifte beim Vertrage Wegen 3abIitng«Betjuge« 
btt Rlägetin bur* § 454 909. md't au«gef*Iojfm. Qi 
fwnbtft fi* um eintn SnljcffiBHefmmg4ocrttng, btt bit Siefeeung 
timt teilbaren 3Sarc jum ©egenffönbe bat unb bur* bit Siete* 
tung btm 14. Wai 190«, mit ba« 8 mifung<gcri*t mit ‘Reibt 
annimmt, guantitatib nut ttillbrife erfüllt if). Ter § 454 
909. trifft eine SonbctBorf*rift füt btn (fafl, bag btt Bet 
läuft! btn Beitrag ttfiiBt unb btn Raufprri« ßtftunbtt bat 
Jn biefem ffaBt ftebt ihm ba« im § 325 UM. 2 unb im 
§ 320 btfümntte 9tütfriitt«tc*t nietrt jn. Tie (bur* bit 
TI. Rommiffion, Biot. 2, 694 flg., emgefleStt) 8 orf*nft bejlwdt 
btn S*ug bet bom Ränfte übet btn RaufgtgtnfKmb gettofftnen 
Beifügungen. Set Räufer, btm bit Ranffa*e BoUfütnbig übet* 
tragen unb bet Raufptei« gefhinbet ift, foO fieber Bbtt bit 
€a*e bttfftgtn fbnnen, unb au« 91iidft*ien bet Sifiißfeit unb 
im Jlntertffe bt« Berftgt* bagegen gefugte! fein, bag et frine 
tatfä*li*en ober te*tli*tn Beifügungen wirtet riidgängig 
ma*tn ober tbegen betftlbtn 6 *aben«etfag Triften mng gn 
bet 8 ntf*ribung (S®. 50, 138) gat btt V. 33. eitwgen, 
na* fernem Hartn S\i ortlaute begreife § 454 nut btn ffaB 
btt Bolterfüllung, unb Ibtr.n man bküeufcl au* ntiiuntbeiten 
haben m 8 *te, bag bie Untttlnffnng unerftbliibet 0 rfüBang»teile 
btm Betfäufer ba« SRüiftritt*t»*t ergäbe, fo etf*eme e« bo* 
feint«faB« juläfftg, eine (hfüBwtg im Sinnt bt« § 4 54 an» 
juntbmen, trenn btt totJentU*(lc Teil einer |ol*en, j. 8 . b« 
Suftaffung no* auifltbc. Sine nut teilmeife gtfüBung in 
gualitatibet ftinfiebt wirb aBetbing« jur Snwenbung bt« 
§ 454 9®®. ni*t genügen. Db jebo* bet § 454 niefrt 
roegen Steifheit bte gef eggt btril*fn ©ninbe« au* bann an» 
totnbbat unb fclgeteieift ba« 9!üdtritt«re*t be« Bertäufet* bt» 
jügli* bt« bntaufttn unb übttgebenen Teile« einet SBare 
an«gef*!offtn toitt. Wenn btt Beitrag teilbar, ein Teil einet 
teilbaren SBate bell erfüllt unb btt Rauffitei« füt btn et» 
füBten Teil gefhinbet wäre, bieft gtage bebatf na* Sage be« 
ffafle« btt ®ntf*eibung ni*t. Tenn jebenfaB« Bet bietet bie 
Statur be« § 454, alt einer SuenabmeBatfebrift, frine Sn» 
tnmbung Wtitet autjubebnen unb bemgemäg ba« 3Uifttitt«te*t 
bt« Setfäuftt« Weitet au«ju[*Iit|tn, al« btt Srunb unb 8 wti 
btt ä ! otf cfirift e« etfotbett. Tiefet aber etforbnt bie Sin«, 
f*Iitfnng bt« 9lii<fttittitt*t« nut btjügli* be« erfüllten 
Teilt«; ti liegt Tein (ürunb bot, eine Sbnxt*ung ben btn 
oBgemrmen ©ranbfägen btt 3« 325 unb 32« au* brßugli* 


be« ni*t erfüllten Teilt« airjuntiimrn. fitn Gegenteil et» 
foebttn ba« 'iifrte6t*btbürfm« unb biBigt ;Hiufft*t auf bit 
flutete ffen be« Betläufct« bie ffulaffung be« Sü4tcittilit*t« 
infowrit, al* bet Bertoag m>* ni*t etfülll ift Tic« gilt 
namentli* bei einem SutjeffttfuferungäDcrttage bejügli* bei 
no* auäftebeuben Siefcrungen. -infrua* beruht bie angefoebtene 
8ntf*eibung, bie ba« Siii!citlaet*t be« Sdlagten gtunbfägli* 
blofi unter Snmenbung be« § 454 9®B. Bemrint b«t, t*nt 
ub«bau|>t in eine ütorttnmg bee (trage einjutteten, ob bie 
f an fügen 9otau«feguttgtn be« 3iüdtritt#te*ta bet BeBagten 
na* Sage bei Kaie« unb abgejeben Bon bnu § 454 gegeben 
wüten, auf einet Betlegung biefc4 ')iatagtat*cn. 9t. c 9., 
1L B. 10. Tej. OT, 310/07 H. — Bttlüt. 

S. §§ 400 u. 717 9®B. in Betbinbnng mit Btftim» 
mungm be« .ft®9. — Sbtreibarfrit Bon 8lnf|iiü*en bt* 
Rommanbttijteu na* altem unb neuem Se*t.] 

Tut* Uthuibe Bon 26. Se(«embet 1900 bat bet Rom» 
manbitift bet bettagten RommanbitgefeBf*aft, btt Raufmann 
Soolf T. in 9>antenftcin, wri*em bie Rlägettn einen Rtebit 
emget&umt batte, an biefc Snf|irü*e abgetreten. 3» bar Sb» 
trctung«uttimbc «Härte T. folgenbe«: „3* bin bei bet Rom» 
mai*itgefeHf*aft Rat! R. in Stebenbeoi* mit 48000 M be- 
teiligt. SI« fof*ct habe i* m Snre*nung auf meinen 
ilewinnanttil unb auf ba«, loa« mit foufl al« Rammanbitift 
gtbiibrt, jäbtii* 4000 M in biflttl;dbrli*cr. Teilbettägen |u 
bcan(Bni*e». — 3« Si*enuiB bet §anbel«gefeHf*aft 8. 91. 6t 
in SRriningen wegen bet jwif*eu *t »nb mit beRebenbcn 
®ef*äfMBttbmbung riete i* ibt btetneit mtine Suf|itü*e au« 
bet Borbejei*neten Iommanbitoiif*en Beteiligung, inibefonbett 
ben Snftmi* auf bie jäbrii*t 3<*bmg Bon 4000 M ab." Tie 
BeHagte Wutbe but* bie Riägetin Bon bet Sbrittung in 
Rennriti« gefegt. Tie bcllagte ®efeBf*aft ift im 1090» 

alfo unter bet $tnf*aft be« alten Be*tc«, grgtimbet Worben, 
unb bie brtbengen ^eftfleUungea be« Bmfung«g(fi*t« ergeben, 
bag erft Bom 1. Citobet 1902 an ein erntet (gefeSf*aft*Oetriag 
WriTfam geworben ift. Ta feinet angenommen Wirt, ba| bie 
gier eingetiagien, Bon bem Rommanbitifien T. abgctcetenen 
Snfgtü*e auf 5 Teilbeträge Bon je 1000 M am 1. Januar, 
1. Sprit, 1. 3uli, 1. Ohobet 1902 unb 1. Januar 1903 fiBig 
geworben ftnb, fo ergibt fe* na* Set. 170 SSflfflB., 
bafc wenigfhn» btt Snfpeü*e auf bie erften heri Siaten btt 
§enf*aft be« allen St*te« unterfteben. (fit biefe Snfptü*e 
gilt bähet bet bereit« in etnem Uttel be« etlennenben Senat« 
Bom 25. Januar 1905 (9tep. 1 314/04) au«gtii)to*ene aB» 
gtmrinc Stunbfag, bag *re Obctriagbatfcit na* alrim Äe*I< 
ju bcurtriltn ift. Tie Snfpcü*c Wutbe* ftrili* erft BoS Wirf* 
fam, all ba« neue 3ie*t berat« in Seltung Wat, abn bet 
®tunb füt *te (httftebung Wat ftübtt gelegt Warten, fit 
gingen bertot au« bem na* altem 8e*h ju beutteileuben 
®tftOf*afl«BtTttagt. Ta« alle $&B. enthält übet bie Sb» 
tretbarfeit Irine befonbettn Botf*tifriu unb au* in bem baneben 
in Betea*t lommenbtn ftan)drif*en Se*e finbtn fi* fol*t 
ni*t (Bgt. ( 5 . Gtome, bit Gkuublebttn bc« ftanjöfif*en Cbli» 
gationentt*tt § 21 V 6.256). 91a* ben Set 169, 119 
be« alten £98. ifi aber in Snftbung bet BriBatgläubigtt eine* 
(lieft Df *aftei« mit bagjarige ©cgmjtanb bet 3wang*BoBpteduRg, 
„wai bet ®eleU(*aftei au 3“>fen unb an (üewmnanriilen )u 



3 S. §0(1196*9. 


Jfuiifliidjt SB o ehe n i djr i f t. 


31 


foifeern b«t*t«gt ifl". Sa« Bagillm« jwtf*at 3ü>f«n unb 
©eminn teufe nägei bur* feit Alt. 161, 106 bt« alten $(38. 
gnegelt; na* bkfro Stfirimtiungrn bejirgt fett Romnunbittfl Jiu 
nä*ft Om ft in« Sinlagt 4 Ißrojent ffinfrn, unfe fern Sedung 
biefn 3<«ftn Wirb tut ©etorim al« feotganbm ni*t angenommen. 
Si* 8eef*eiftrn fett angeführten Art. 169, 116 bejkgen ft * 
unmittelbar nur auf feit fflBonggnoQlltedung, unfe na* fron- 
jofiftem Äetfet (*Iofe tin 9oBfhtdung«Mrfeot ein Abtretung«, 
unfeot ni*t ht fi*. Jene Sorftgriften gttmmten infeeffen utt« 
8«Sdfi*tigung fee« § 400 9®8. au* Stbtulung für feit 
groge fe« Abtröbarleit. Sn oben ffit feie Anmtnbung fee« 
alten States angeführt* Srunbfag ftfelitfet nämlt* — worauf 
f*on in fetm angejogenen Urteil fet» 91®. femgctuieftti luitb — 
r-*t au«, feag bo* neue 9bt(4?t feart angtwenfect teufe, iuc feitft« 
utt Jnttreffe fet« ©läubigtt» au« Idioten (Erwägungen feie Ab- 
tretung ni*t Juli fet. Unfe feitft Sjorauäfefvng trifft bei feem 
§ 400 9199. ju, na* Wrlibtm „eiut gotberang mebt abgttttttn 
w«fetn latm, foWtri fit b« ‘Jlfänbung nk^t unterworfen ift"- 
8« fetd« u* alfo, au* fatueit grunfefäfelk^ altt« Singt an- 
gttuenbtt ifl, «folgt fe« öimotrfung fee« g 400 9®8. feie 
(Brennen b« Sfänbbarltit mit btn (Skenjen b« Abtertbarteii. 
Sa« feit tingellagttn beifeen Ictlbettäge nt je 1000 M, feie 
aut 1. Citobet 1909 unfe 1. ‘Januar 1903 fällig gewotben fein 
(öden, anlangt, |o ftbttnt t« — tuenn au* befonfent gtft" 
ittüungcn featiibn feblen — triebt jtotifelgaft ju fein, bog t« 
heb bim um Anfprü*e banfetlt, feie auf feen Sle*nung«ab|*[u§ 
fet« 0ef*äft*jahre* 1. Cftobtr 1901/03 gegrünfeet ftnfe. Anberet- 
feit« ift t« na* feen bitgerigen gtftfttüungrn triebt au4gef*loffen, 
feafc fämtlrige Sntnagmen fe« (Eeftttfebaftet f*on botn 1. Dito bet 
1909 an na* fetm ntutn ©cfeQftgaftiMrtragr, b« bot fe« 
gäOigtiU fe« btifetu 9cttäge gef*lofftn fein tuiife, fielt rieften 
feilten unfe fetm neuen 9te*t untntooifen Warben. öe rauf 
tag« tueit« geprüft lonfetn, intuietoeit feie Anfprfl*e be* Rom. 
manfetliftra S. na* neuem 9lt*t abtrtlbar toartn. 9ti bitfm 
Üififung tritt feie grage in fern Sotiregrunb, ob fen Sfortiaui 
fet« g 7 1 7 9©9. mag gt femfe Meifeett mu|, ob« ob ab« feintn 
SSortlaut ginau« btn Anfprütgen auf tintn Sttotnnanttil gierig« 
gefeilt mnfeen fefiiftn feit son ©eWinn unfe 9nluf unab- 
hängigen unfe im ßtnjeljalle feut* ©ctoinn m*t gtbrdtrn An- 
fferü*e tritt« Rommanbitifien auf btflrinmte (Einnahmen an« 
fe« #tfell|*aft«faffe, bk bur* feen ®efeüf*aft«t>ettrag ob« 
feit lenfi unter bot ®tftll|*aftttn ju frritn drgänjung ge. 
«offenen 9ntritfearungett unter feem ftiiel fogenanntn frftn 
Jrafen ob« in anb«« gorm jugelaffen ftnfe. 3« fönnte u«. 
pugt werben, auf feie Abführungen fea SRotibe ju g 644 fet« 
(Entwurf« tritt Auflegung fee« ®eftfee« in feem angtgtbentn 
wtrtntn Eutrte ju [lügen. Sa 9rrfu* gälte jeho* leine Be- 
erdigung. Senn fea« #rfeg felbfl bat bur* feit rin {Weiten 
6agt fet« g 717 aufge fit Uten unfe bttrilitb abgegrenjtrn ßinjrl. 
befttmtmingen fearübn Sntl*tiiung getroffen, tueltbt Auinabmcn 
mm fetm be$n*nettn leitenbrn ®tft*t«punfte au« jugelafftn 
ftnfe. Sa« ®ejeg bat nur fcie „unbtbtnlUeben" Autnabmen 
ma*tn Wollen, unfe e« lämtte triebt al« gne*tfntigt ategefeben 
»«feen, üba fett einzelnen Dom @rfeg jugelaffenen Auinabmtn 
feiriau« ru an bei nt mebt ofett mm bet bebtntli*cn Au«nabmm 
ton feer Siegel fet« §717 Sag 1 fortjufefeteiten. Sit« «f*tint 
int fo wenig« gaeebtfeuigt, all feie 3ablung fogenanntn jtfkt 


3infcn ob« äbnlub« 9ejilge, fek feem (üeftQkba-ler ohne Sind- 
5*1 auf toirllt* trjiellm Sktorim jufteben, tu feem Jtuede ju 
geftbeben pflegt, feen laufenben 2tben«umtrball fet« @efcO> 
febafter« tu fetden. Son beftimmenbtm ßritflufi ift beerbet fea« 
innen Serbältni« fea SefeOfebafter. Auf anfeerem (Sebiete 
liegt ab« bie ^tage, ob folebe 9<|fige abtretbar feien unb feamit 
feem twanglmafigen 3»8*e(f» 4« flltitMtgläubiger fee« (Befett- 
febafter« auigefegt teert er. faden ob« ob ni*t bie Jntaeffen 
fen ©Iäubign bur* feie ignen rin § 1 36 $(99. gewährten 
Sleigte genügenfee Betüdfiibltgung «fahren. 5« geigt fi<b 

twifeben feen 9orf<beiftm fee« alten unfe fee« neuen §©9. fe« 
au* in feer $enff*rift ju feem SntWurf fet« neuen ©efegbu*« 
berfeorgrbobene Unterfebiefe, feag na* altem 9e*t fe« ©rtvrim 
«5 na* Seebing fen mtrptotentigen Sritlageginfen beginnt, 
aäbrenb na* neuem Siet** triefe ginftn bnrit« al« innnbalb 
fea @ewinugcmte liegenfe betra*tet werben. 8« «gibt 5* 
ftm«, ba|, fowek fea« alte Är*t antutotnben ifl, bie 8inlage- 
gitafrn, Don feefonfeeren Abma*ungen abgrfeben, al« alteetbar 
tmgefebtn Waben müffen, toogegtn na* neuem Se*i feie Sin- 
lagejinfen nur infotscit abtretbar ftnfe, al« ftt in ferm unter 
feie ®tfelII*aittT ju btrteilmfecn ©cwrim ihre Sedung finbrn. 
Jm öbrigm lommrn alte« unb tteut« Äe*t in Anlegung b« 
na* feem 1. Januar 1900 «folgten Abtretungen fearin übereil-, 
feag foufligc Sntnabntrn mir abgrtrtten mtrfem timten, fototu 
fk bur* ©twrim gefetdt ftnfe. Sk rt*tli*t Scurtcilung, 
Wt(*t fen 9mtfung«ri*tn fein« 8ntf*tifeung jugrunbe gelegt 
gat, ifl ni*t au«tti*tnfe unb ustnlkgt fetägalb fen Aufhebung. 
R. c. et, U. fe. 93. Oft. 07, 30,07 L — Oöln. 

«. §g 414 ff., 766, 491, 781, 789, 812, 814 9®9. 
Rumulariut €*ulfeüb«mahmc ofen 9ürgf*aftl — ®*ulfe- 
anrelenntnitritrttag. S*ulfeanttlenntni4 auf Snmfe tin« Ab- 
re*nung. Stgnff b« Äbtngnung. Stftitigung fet« gtgulfe. 
anninmtnifft«, wenn tritt ni*t btfkgtnfee S*ulb in fek 
Abmgmmg triibtjrgm Würfet, feur* feit 9trei*ttung«Hage. 
9tWti«Iafl] 

Sa« SIS. gat wiebngolt al« mbgli* annfannt, fea| neben 
fetm e*ulfen« tin Seilt« fern* fea« 9«fpn*tn, für bk 3er- 
binfeli*lrit fet« uefptüngli*tn e*uiontt« glei*wk feiefn felbft 
einjufieben, eintreten lann, ogne feag fett 8Xäubig« infolge bc« 
igm abgegebenen 9etfprc*en« be« Srittretenben feinen Anfpru* 
gegen feinen urfptünglriben £*ulbnn aufgibt. Sabet ifl betont 
Worben, bag biefe fog. lumul alter @*ulfeübemabme aHerfeing« 
im UR b ttgelmägig 9ürgf*aft«*arab« gaben, alfo 

al« ein 8m neben für fek Srfülung ein« fremfecn S*utb ge- 
wollt fein bnfee, bafc aber, warn au« fetfonfeertn Umgänbcn 
auf feen Süllen fet« tintKlenfeen £*ulfenn* tu f*lit|en fei, 
betört für feie 9erbinfeli*(eit fee« urfprüngli*m £*ulbner« ein. 
|uflegen, feag feine 9abinfeli*leit uon Oomgaem unfe fortfeauetnfe 
uon fea Sabinbliegleit fet* uefptflngli*ett e*ulfentr« unb bntn 
liortbeflonb unabhängig fein foüt, eine felbftänbigt 9er- 
binbli*ltri be« Smtretrnfeen na* §491 9®9 ali begtünfeet 
anjuttegmrn fei Unfe ei ifl Weit« au«grfpeo*tn, bog ein 
foI*ri Smtrrten in eine Stgulfe ali ©efamtf*ulbn« feinem 
Siefen na* Mef*kbrn fei uon fe« Übernahme ein« 9ärgf*aft 
für (int fnmfer 6*ulb unfe feager feit gorm>)Otf*iift fee« 
§766 9©9. fearauf leine Anwtnoung finbe. (3t®. 61, 120; 
69, 233; 64, 318; @ru*ot«9erir. 50, 948.) $«ran ifl fefl- 



32 ^uriftifdEir 2ö od)cn(rfjrift. M 2. 1908. 


tubolten. ©n befonberet Umftanb, au« bem auf ben bejeictncterj 
SBiHen be« ©intretenbcn ju fchlkhen toärc, toirb namentlich 
bann gegeben fein, toenn bie Babinblichfeit be« urfprüngUehen 
Sehulbner« auf einem ©ertrage beruht unb bie Urteile au« 
biefem Bcrtrage gang aber gum Seil bem ©intretenben jugutc 
fommen, toictoobl er felbft BertragSteil nicht ifl; brnn c« ifi 
bann ber utfprünglichc Scpulbner jtoar rechtlich bet Brrpflicbtete, 
aber toirtfchöflttcp ift ber in bie Schuib ©niretenbe berfenige, ber 
bie fcpulbigc Stiftung jtu brtoirlcn fiat. . . . 

Set Kläger fiat bie Klage auch batauf gefügt, bah 
Bettagte auf ©runb einer abrechnung bie cingrttagte ^OTberung 
anerfannt haben. 3Bäte ba« anerfermlni« nid^t Mop einfeüig, 
fonbem auf ©nmb eine« ©ertrage« ntit bem Kläger erteilt 
i;\3ö. 07, 709 1 *), fo toütbe ft<^ betrau« eine felfcflänbige, bon 
bem Beffchen eine« früheren Schulbbabaltniffe« unabhängige 
Bcgtünbung bei Beipflichtung ber Bettagten ergeben, auf freiere 
brr Kläger feine Klage ftüpen limr.tr, ebne bah er ba« Brfteben 
feiner Kloganfprucpc im einzelnen barjutun brauchte; unb träte 
ba« 'Jinnlcnntniö auf ©nmb einer abrechnung erteilt, fo toürbe 
e« gent&h § 782 ©@B. gut ©ültigfeit ber fehriftüeben ^. orm 
niept bebürfen. Unter abrechnung ift nicht nur cm gegenfeitige« 
Slbrccfmen bon gorbmmgen unb ©egenforbeningen ber Be= 
teiligten gu berfteben, fonbem auch eine Beregnung ber lebiglich 
auf einer Seite befte^enben lyoihnmgen nebft Scpluhfcflfteflung 
bc« fepulbigcn ©efamtbetrage« burep abbitien ber ringtlncn 
^otberung«beträge; brnn nach bem ntafegebrnbm gctoöbnlicpcn 
Spraehgcbrauche ift eine fclche Berechnung eben fall« eine ah- 
redmung (Bland, 3lnm. 2 ju § 782 B@B., Stümelin un 
2(rch3ibBf0£- 98, 102; Siegelebcrger in 5h<ting«3. 46, 5). . . . 
Äuch temn bie Beteiligten eine ©ieptfcbulb al« bermcintlich 
beftehenbe Schuft in bie abrechnung einbejogen haben, ift eine 
abrechnung im Sinne b<« §782 908. erfolgt unb ifl bai 
baraufhin erteilte anerfenntni« an fidi rechtsgültig; benn bie 
tatfächlicb nirf't. beftrbenbe Schuft ift burch bie abrechnung unb 
ba« anerfenntni« nT« beftepenb fcftgeflcllt. Sa« ütichtbeftehen 
einer Schuft. bie bet abrechnung jugrunbe gelegt toorben ifl, 
hat nur bie SÖitiung, bah ber Scbuftna ba« anerfenntni« bon 
bem ©läubigrr toegen ungerechlfettigtcr Bereicherung gemäfc 
§ 8 1 2 ab». 1, 2 B@B. giirüdbalangen (fonbtjiaen), alfo gegen« 
iiber bem ©laubiger bie llnbeTbinbluhfcit be« ancrfeimtniffe« 
geltenb machen fann, fofcxn nicht rttoa ein ftall be« §814 
B©B., in«befonbere eine teiflung im Betoufitfein be« 8ficbt« 
bt flehen« ber Schuft, borlicgi (9tümcltn a. a. D. ©. 204, 206, 
207, 225, 228, 250). Borauöfeptmg für btefe ©cltcnbmachung 
aber ift, bah ber Snrrlcnncnbe betocifi, bafe bie in bie 
abrechnung einbejogene Schuib iölfächlid' nicht beflanbm bat 
(Bland, anm. 2 ju § 8 1 2 9©».). S. c. © , U. b. 30. ?Iob. 07, 
158/07 V. — Berlin. 

7. §§ 416, 416 B®B. flbcmabmc bon $ppotbcfen 
beim Betfauf eine« ©runbftüd«. Bcrfpätete Mitteilung ber 
o^ulbü banahme Y] 

Sie Bettagten toerben al« petfönlichc Scpulbna für eine 
au«gcfallcne ftppolbef auf Gablung in anfptueb genommen. 
Sie #bpoth<l trat hon S. im 1893 für cm bon K. 
empfangene« Sntlehn bon 60 000 M hcflellt unb nach K.« 
Sobe auf beffen ©tbcn, bie jepigen Klägerinnen, umgefchriehen 
toorben. Sa« bnpjänbete ©tunbftüd fan- nod* ju S.« Bcftp« 


jeit gur ^to^ß^ferfteigetung unb tourbe am 23. Dttoba 1902 
ben ©eflagten gugefcfilagen, toobet bie ermähnte #ppptbei, bie 
im geringem ©ebot lag, beftehen blieb, alfo bon ben ©fiebern 
übernommen tourbe (§§ 62, 63 3®® )- Schon im Se.tembet 
1902 berlauften unb übertrugen bie fJrfteber ba« ©runbfiüd 
an bie S. ©.«^abrif, eine ©efettfehaft m. b. fj., bie babei jene 
^bpotbef in änretbnung auf ben Kaufprei« übemabm. ^m 
3abre 1905 fam ba« ©runbftüd toieber gut 3 i ® an ß Söfr ft ti 8 e * 
nmg unb mürbe am 28. Cftobet 1905 bon ben .Klägerinnen 
erflanben; bie ^ppotbef fiel jept au«. (Srft am 20. ^tbruar 
1906 machte nun S. ben Klägerinnen (©laubigem) Mitteilung 
bon ber Scpulbübemabmc butdb bie Beflagtcn im^ahre 1902, 
ber bie Klägerinnen jept ihre ©enebmigung erteilten. Sie 
Klägerinnen ftüpten bie perfönltche Haftung ber Bettagten 
batauf, bah beten Sch^bühanahme, nachbem fie ihnen bon l. 
mitgeteilt toar, bon ihnen genehmigt tu orten ift Sie Bettagten 
halten bie ©enebmigung ba Sdulbübernahmc bu«h bie Kläge* 
rinnen für tuirtungilc«, tr eil bie fcaju afotbttliche Mitteilung 
burep bie Betaufaa (§416 8bf. 1 Sap 1) niept mehr habe 
erfolgen lonnen, nachbem nicht bloh ba« ©runbflüd fepon mirba 
ben Beftper getueehfelt hotte, fonbent auch fogar bie Joopoebef 
alofehen toar. Sic Bettagten ftnb m beiben ^nflanjen nach 
bem KlagantTage berurteilt tootber. Sie Äebifirn tourte guiüd^ 
getoiefen. au« ben ©rünben: Sa Baufurgßnchta bertoirft 
ben ©intoanb ber Beflagtcn, bah ipt< ©eitcrtaäuhening 
be« ©runb^üd« bot bet Mitteilung bon ber Sd'ulbühemahne 
an bie Klägerinnm bie 9)tägli6frit einer ©enebmigung ba Schuib^ 
Übernahme tuTcb bie Klägerinnen au«gefchIoffcn habt, ©r tritt 
in bitfer Beziehung ba biefe ?frage bareffmben firttfcheibimg 
be« erfermenben Senat« 66, 200) hei, an ba fcftgebaltcn 
toirb. aber auch bem Umftanbe toirb bom BerufungSrühta 
feine Bebeutung beigemeffen, bah *** Mitteilung bon ber 
Schulbübemabme bie £bpothef bereit« ausgefallen toar. Sieb 
toirb bannt begrünbet, bah l 1 " ÜBortlaut be« ©efepc« (§ 416 
abf. 1 Sap 1) ein ffortbeftthen ba ^bpothet hi« gur Mit- 
teilung brn ba Sipultübemabme nicht balange unb feinen 
Gnbtrrmtn für bie 3uläfftgfeii ba Mitteilung borfebreihe, fen* 
bem nur borauifepe, bah bie Jpbpothef gur 3^ btt S^ulb* 
Übernahme be^anb; bah f*rn fr aba auch tnnae ©tünbe gegen 
eine anbere auSlegung bc« ©rfepe« fprächm. Sieir toerben 
batin gefunben, bah bie Borfcprift be« § 416 ben Baänhwa 
bor ba ©efabr eina gtoeimaligen BejnWnng ber Scbulb fepüpen 
folle, bie fo lange borbanbrn fei al« bie petfönlichc Sepulb 
fortbaute, unb bah anberetfrü« ba Schtdbübeme6ma, ba bem 
Baäufjaa gegenüba ju beffen Befreiung ben ber bcrfönttchen 
Haftung brr pflichtet fei, nicht in eine fchlhnmerc üage fomrne, 
toenn a ftatt beffen unmittelbarer Scpulbner be« ©läubiger« 
toabe. 9lun mag barüber gekritten toetben fönnen, ob für 
ben in § 416 behanbelten fffaC ba nbemabme bon Jpbpothcf* 
fdmlben burep Bert rag mit bem ©dmlbnet bie bortigen Bor* 
fchriften auch barm nod^ mahgebenb ftnb, toetm bie 4pbpotbel 
ingtoifchtn toeggefallen ifl, ober ob bann ber § 415 in Än» 
toenbung lotrnni, ba bie Obanabme einer bloh perfönltchen 
Scpulb bunh Bcrtrag mit bem Scpulbna regelt. (£« fann 
bk« bahingefteüt bleiben, baut bah Mitteilung bon ba 
Sdwlbübrmabme burch brn Bcräuhcrrr unb in ba nach § 4 1 6 
botgefeh iihcr.cn $omi afolgt ift, bat ba Baufimg*nchta f«ft- 


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37. Sarong- 


Quriftifcfic SBodjenfdjrift 


&i 


etil' Ol, bit* ift audj nicht fhtittg, ebenfotoenig ifi aber be. 
peilten, bap bie ®Iäubigrr, Ktägeetnnnc, kt« ihnen mttgetrille 
SAuIkübernabmc gegenüber km Bttäupctetn, alfo fotoc^I nach 
§416 toi* nah § 4 1 5 in gültig« Stift (bgl. § 1 83) ge. 
nrbmigt ^tExn, fo kap nicht ctft in grage tommen lann, ob 
rin Schweigen auf bie Mitteilung ki« golgen kt« § 416 »kn 
bie be« § 4 1 6 nach pch gejogtn fwktn toütke. 3Rit Ucerecht 
tniik akn kon km SBeGagten keftreüm, baß rint ©enekmigung 
chm Schuikübetrakace fihnhaubt nicht jnUlffig gtmtftn fti. 
Buch mtnn mit ktm SeTufung*richtcr ongtnomntm milk, bap 
mit ktt § 416, nickt ktt § 416 antonebbae fti, mup cbm in 
frintt Segrünbung ktt getroffenen ßntfheikung lekiglick ktt. 
gtttrtm merken. ©anj abgeftben »on ktm fflortiaut kt« 
§416 fehlt tl kurtbau« an inntmt ©tünben, ktt ktt ab. 
totitbtnbtn Buffaffcncg btt Seüagten ba» ®ort ttktn Knuten. 
35« Otfa^t btt bobbeiten Sablang. rinmal butcb Kfirjtntg im 
Kaufbrrife tmk kann noä) «inmal bat auf pttfäniiebt Klage kt« 
®Uubigtt«, btfttbl für btn Bnäup«« fort folangt nickt kit 
©bbotket btjablt tootktn ifi. SoOte kitft ©«fapr btfritigl 
tottktn, mit t* btt lebte unk ©aubtjtoeä ktt Sotfcbrifltn kt« 
§ 4 1 6 ifi, fo mupte ktm S3«äupem ka« kort gegebene Mittel, 
frint berfönlccbe Haftung ju läftn, toäkrenb ktt ganem Sautt 
ktt ®tfakt btlafftn tottktn. 35a» enthält auch Itint Ünbiffig. 
trit gtgm btn Sckuikübtnttbnctt. ©etoip bat auch tt rin 3"’ 
tntfft batan, im ga0 ktt SBeitntirräuperung bt« ©tunbfffiä« 
oon ktt |»tf5nUtktn ©aftung füt bit »om ntutn ffittottbtt in 
Ücrrcd'nung auf ktn Kaufbrri« übernommenen ©öbolbtfecc frei 
ja tottktn. 35ai ©efrk bat ibm abtt in § 4 1 6 8b|. 3 au<k 
rin Mittel boffir an bit ©anb gtgtbtn, inbrin tt kon ftintm 
Sttänp«« kttlangtn lann, bap kitftt bit Mitteilung kon ktt 
Sckulkübttnakmt ktt Sotpbrift in Slbf. 1 gemäp an btn 
®äubig« btfekofft, um bakutek frinttftil» in rin pttfänlMk«* 
Sckulkottbälini« jum ©laubig« unk fo |u ktt Möglich!«! ju 
gelangen, fick bakon auf ktm in Sbf. 1 gttoitftntn ffltgt 
toitbtt ju btfttitn. Macht ktt Sckulbübttntkmct kon bitftm 
Mettel Itintn ©ebtaueb, fo mup tt kit geigen kinntkmtn. 
Stil bit Bellagten bit SBtfckaffung ktt Mitteilung kon ikttt 
Shulkübemabme an kit KIäg«m«en nickt früh« bttritbm 
kabtn, ttagtn ft« auik ftlbft kit Snanttoortung bafür, bap fit 
rack Wie Mt ikrtm Bttäuperer gegenüber ktifcftitklrt gtbiitbtn 
tonen, bit ©läubig« tttkljtilig ju btftitkigtn (§416 Hbf. 8). 
2eap kitft Sttbflitktung tint Setfebärfung kokuttk ttfakttn 
Mrtt, kap pe jtkt, infolgt ktt ©enekmigung ibeet S^ulkübtt« 
nabmt, ktm ©läubcgtr unmüttlbat gegenüber jicr 3 a k' un 8 
ottyflitktrt pnk, toitb mit Steckt kom 9ftufung*ti<kttt kttnrinl; 
bit Stkipon k«t auik gat nickt knfuckt, bit« ju btflteittn. 
8« meint jtbo<k, kit Bellagten btfänken pek jt©t infofttn in 
einet üblertn Sage, at« pe koek nut eine Sebulk übetnommm 
hätten, füt bit rint ©6pol kt! bePank, bit jtft toeggtfaPen fei. 
«bet au<k kit« i§ eint gotge ibte« eigenen S«balten». Sie 
Möen bit ©bbotkel kutcb Sapiung ertnetben tömern, folangt 
fit nock btpank (§§ 1168, 1164), pe hätten pik in ktt 
Babl iktt« Slbläufet* btpet botfeken unk fckiitpiick auck kut$ 
Btpkieunigung ktt Witteilung kon ikttt rigtntn ©ckulkübtt. 
nakmt totnigütn« ktn Setfuip mack«! !9imtn, kie ©tnekmigung 
ba JKägtiiimtn ju ktt torittien Sckulkübetnakme butck ik«n 
SHüufet ju erlangen. Stuck !a™ nickt antrfannt toetkm, 


toa« kit Sekipon nock geltmb mackt, bap pe bei ktm jtjigen 
Stankt ktt S5ingt {einen Stnlop gtkabt k^lttn, kie ©Obatke! 
kttau»jubirttn. Sit koftrien bock bamat« elftem SJnlüufet 
gtgtnflbet füt kit ttcktjettigt SBtftitbigung kt« ®iäubiget« unk 
kälten tookl Sttonlagung g«k«kt, k>etfüt kon ktm ffiert ktt 
©kpotkef fo kiel ju retten toie möglich toat. SK. c. 5T , U. k. 
4. 3)tj. 07, 189/07 Y. — SRatitntottktt. 

8. §§ 421, 426, 780 95®«. ünlttfikUk jtoif^tn einem 
eckten unk unechten (SefamtftkuIkktTbältm»; Xukgitkkungl. 
ppickt btp«kt nur bei einem tPtfamtfchuIkkfrbältni« im Sinne 
kt« § 421.] 

35ie Jöägetin, toelikt btm Bauuntemebmer $. für jtoei 
kon bitftm in btt kon ® >6trapf unk Ä.-Sltapt in ©nmbutg 
ettidfltte ääaultn ©äijet geliefert kalte, hatte gnbe Sanuat 1906 
au« biefen Siefetungtn rin« Sepfotkttung kon 18 008,13 M 
an ©. 35er Betlagte, toelciet nach ken Bekaubtungen ktt 
fllägetin kitft Sauten pnanjiett hatte unk an kenfeibtn 6«. 
ieiligt ifi, btippicktett fick am 1. gebruat 1906 butck phrift' 
lick« Utfunkt, ktt Klägerin in ket 3”* kom 1- gebruat bi* 
1. guli 1906 6008,13 M in monatlichen Katen ju jaklen; in 
bet tlrfunkt &tifct e« toeiltt: „kie at« ©bbolhe! fepgeleglen 
7000 M Werken bom 1. guli 1906 ab fuljefpke bi« Cnbe 
Oflobet 1906 in bat bon mit bejaht unk abgritagen." 35« 
SPeflagte jablte auch bit Summt kon 6 008,13 M an kie 
Klägerin, bettorigetle ab« bie 3akl»ng b« toritem 7 000 M, 
Weil bie Klägerin nickt in b« Sage fti, eine ©hbolhe! kon 
7 000 M, beten Eintragung auf ein ®tunbpüi be« §. kiefet 
ktt Klägerin jugefagt hatte, ihm abjutrrten. ©. hatte fick 
nämlich ketbPichtet, jugunpen k« Klägerin jtoed* SicketPtOutcg 
k« gotbttungrn au« ben eitoäknltn ©oljliefetnngen eint 
©bbotke! kon 7000 M nach tintt Sefhtoetung bon 130000 M 
auf fein ®tunbpücf 6äe k« bon ß.-Strape unk 91.<Sttape 
emjultagen. ®et Sellagte, ktm eint ©tcbktM kon 4000 M 
nai) 130 000 M auf kiefe« Stunkpüd eingetragen toat, mupte 
b« Klägerin füt bit eenjuttagenken 7 000 M btn Sottang kot 
fein« ©tebotbe! rintäumen, toa« auch gtfihthtn ip. Ütopkem 
untnbfiek bie ßinltagung k« ©bbotkel bon 7000 M füt kie 
Klägerin. SDwfe erhob bah« auf ®runk ke* SctbPicktung«. 
fikrint bom 1. gektuar 1906 Klage mit kern Slntrag, ben 
Stllaglen ju kerurtrilen, ihr bi« 6nke Cltob« 1906 7 000 M 
ju jaklen. gn allen ktri gnpanjtn toutbe nach btm Jüagantrage 
ttfamit. 3»a« Serupingägerickt k ot kie kon ibm angenommene 
SerbPichtung be« Sellagten jut Sejaklung ber fiteiligen 7000 M 
unt« Sttneinung ker grage, ob ba« S<kulkb«fbrtcken belfelben 
Dom 1. gebruat 1906 al« eine Sütgfckap«üb«nakme anju. 
feken fei, im toefentlicken folgenkttmapen begrünbet: Her ®e< 
llagte habe in bet Utfunbt bom 1. gebiuar 1900 bie 3Set= 
bPicktung jut Sahltms her ptettigen 7000 M bet Klägerin 
gegenüber übernommen, ohne bap binbei jum Kuäbruä gelangt 
fei, bap bie Erfüllung biefn 33erbPicktung bem trn« ©egen« 
Irifhcng bn Klägerin abhängig ob« bet Setiagle berechtigt fein 
fotte, nach ber Sripung feinerfeit« eine ®egcn(eiPung b« 
Klägerin ju beanfpruhen. 3n«bt!onbert fei bie« nicht au* b« 
in b« Urlcmbt entbaltenen Stjtichnung be« Preiligen Stlrag* 
al* „btt al* ©bbotkel fepgtiegttn 7000 M" ju entnehmen. 
Einen StnfbTuck auf Slbtretung bet in b« Utlunkt ntoäknltn 
©bbotkel, ju beten StPeüung jugunpen b« Klägerin ©. bnrit 

6 



34 


Qtmflifdie SBodjtnfdjrift. 


M 2 . 1908 . 


gewefen fei, Würbe bei brtn ph aut bei Urluube rtgtbtnben 
abftiatten ShulbBeifütth*n bet Setlag» mit erbeben Wnncn, 
Wenn ei eine bezügliche Vereinbarung mit bet Klägerin )u be- 
haupten unb itacbjumeifen in bet Sage Wäre. Seine Sltmabme, 
bie Sarteien bauen beabfihtigi, feine SahtungtBctbPübtung Bon 
bet Sebingimg bet 3“!<btcibung bet §b|>otbet Bon 7000 M 
an bie Klägerin abhängig ju maiben, — Wobei et alt felbfb 
Betpänblth Botautfefe, bafs ib«t ein flmpeuh auf Äbtretung 
biefet ftbbotbet gegen bie Klägerin im ffoOe bet Segleihung 
bet gorberung betfelben an §. gugeftanben bätte, fei irrig. 
Sa# Bon f>. an ben SeSagten getiebtete unb buttb bie Slu#* 
fteäung bet Uitunbe Bom 1. gebruat 1906 etfliO» ®tfurben, 
bie 7000 M an bie Klägetin in Katen abjujablen, habe in 
teinem 3ufammenbang mit btt Bon §. bet Klägetin gegenübet 
übernommenen Seepfiuhtimg gut (Eintragung einer Cbpotbel 
Bon 7000 M in fern (Srunbftüi jugunften bet Klägerin ge* 
ftanben, welibe (Eintragung auch nur gut Borläufigen ffufriebet» 
fteUung bei Klägerin habe erfolgen fotten unb biefe baber nie^t 
beteiligt habe, nach Sefriebigung ihrer gorbaung an $. ohne 
beffen ©enebmigung über bie 4>hpotbef ju Beifügen. ßt tbnne 
betbalb auh nicht angenommen »erben, baj bie Klägerin be* 
abfiebtigt, geiejmeige beim bem SeSagten gegenüber bie Set* 
bflubntng übernommen hätte, ibm biefe Qbootbet gegen Se* 
ftiebigung ibm gotbtrung an abgutreten. Ohne eine Ser* 
bflnbtung bei Klägerin gut Abtretung bet ^bpotbel gegen obet 
nach Sefriebigung ihrer gotbtrung but<b ben Setlagten fei bie 
3ufhteibung bet £)tjpetbcf feilen# bet $. an bie Klägerin ohne 
jebe Btaletfcbe Sebeutung gewefen unb ei fei beäbalb auch nicht 
ctfinblicb, au* Welchem ©runbe bet Sellagte bie Übernahme 
bet Serpfluhtung gut Segahlung bei 7 000 M Bon bet Sebin* 
gung abhängig gemacht haben fotite, ba| bet Klägetin bie 
öbbothe! ®e>n 7000 M burch §. gugefchrieben Wabe. Der 
SeBiponiSäger hat haubtfächlich ben legten Sag biefet Urteilt* 
gtünbe alt »chttirctümliih btanflanbet unb hierin folgenbet 
autgefügit (£a $. bie 7000 M, bie et, bet Sellagte, laut 
btt Urfunbe Bom 1. gebtuar 1906 btr Klägerin gu gaglen Bet* 
f Brachen gäbe, biefet aut Jpolglirferungen fcgulbig gewefen fei, 
fo feien ©. unb bet Sellagte ©efamtfchulbnet im Sinne bet 
§421 8®S. begüglieh biefet Setragt grwotben. Ser Be* 
Sagte fei aber biefe eigene, felbflänbige folibarifh« Setbinblich* 
teil auf fflnmb bet Srfuigent bet $. eingegangen. Siefer 
würbe habet alt Auftraggeber bem Setlagten für eine etwa 
Bon ibm bet Klägerin gelecftcte Zahlung nach § 426 B®8. 
erfagbflubtig geworben, unb biermil bie gotberung bei Klägerin 
gegen fj. unb mit biefet gotbtrung nach § 1163 S@S. auch 
bie etwa Bon $. bei Klägerin bafür bcfleQu $hl>olbet auf ben 
Setlagten übergegangen fein. 2Hefc bat 3ntewjfe bet Se* 
Sagten an ber (Eintragung bet fraglichen ^hfwtbel trgebenbe 
Secbttlage habe aber bat Scrufungtgerirbt bei feiner äutlegung 
btt Urtunbe Bom 1. gebruat 1906 unb bei feiner Stimmung 
bet grage, ob bie gabiungthfliebt bet Besagten Bon ber er- 
folgten (Eintragung btt Vhpotbll Bon 7000 M jugunften ber 
Klägetin abhängig gemacht Worben fei, Btrlannt unb fonadf bie 
angeführten Sorfchriften Bericht. Sei ber SeurtrUung bieftr 
Kenipanibefhwrtbc ift bon bet fchon in bem Urteile bet VI. 3S. 
bet 31©. Bom 29. ffiai 1906 (91® 61, 60) h'oBorgebobenc 
Unterfcheibung jtoifhen gatten einet fogenannten echten ©e> 


famtfhulbberbältmjfe# im Sinne bet § 4 2 1 S©S. unb gälte« 
einet fogenannten unechten ©cfaratfhuIbBeibältmffet autju- 
gehen. Sie lehterai gälte unttifheibcn fih nah bem ange- 
führten Urteile Bon ben rrftertn bauptfählih baburh, ba| in 
ihnen „nur jufäHig aut Berfhiebenen Bon einanber billig unab- 
hängigen Shulbgtünben bie Setbflihtung mehretet auf einen 
gleichen Seiftungtinhalt ober mit brmfelben CbligationtjWeCte 
begrünbet ifL" Such bat laut bet Urlaube Bom 1. gebruat 
1906 Bon bem Setlagten für bie Summe Bon 7 000 M getriftete 
abjtralte ShulbBerfbreh'n in Scrbinbung mit bet bereut Bot- 
her auf ©runb ber jtmfhen ber Klägerin unb ®. gefhtoffenen 
Ran fl) erlläge beftebenben Verpflichtung bet legieren jur Be- 
jahung feiner Kaufbreitfhulb Bon gleiher ijohe, ift aber lein 
©efamtfhulboerbältnit im Sinne bet§421S®B. jtoifhen §. 
unb bem Setlagten ber Klägerin gegenüber btgrünBet Worben, 
beim bei bet Shulb bet $. unb betjenigen bei Seliagten tp 
jtoar btr Seipungtinbalt, — bie 7000 M, weihe bie Klägetin 
offenbar nur einmal fotbetn butfte, — unb auh bei Obligation#- 
jwect — btt Klägerin biefe Suimnt ju Berfh«ffen, — bctftlbe 
gewefen. Sbet bie Serpflihmng bet $. einerfeitt unb bie» 
fettige bet SeSagten anbererfeitt, bie beibe benfelbcn Shulb- 
betrag jum ©egenjianb haben, beruhen auf BerfhieBenen, reht* 
[ih Bonemanbcr Böttig unabhängigen Shulbgtünben, nämlich 
bie Snpflihtung bei ©. auf ben erwähnten KanfBerttägert, 
biejenige Bet SeSagten auf bem Bon ihm ber Klägerin ge* 
leifteten abftrafacn Shulbotrfprehen <m Sinne bet § 780 SiSS., 
buch weihet feine Setbflihtung gut 3ablung berfelben 7000 M 
felbPänbig unb nhilih Bättig lotgelsft Bon btr Scrbflihtung 
bet $. aut bem urfbrünglihen Kaufoertrag begtünbet worben 
tR. Sähet beprbt trog bet jtoifhen beiben Shulboerbältniffen 
binfthtlih «htt* 3®eät unb bet Bmbeit bet StiRungigegen* 
Ranbt Borbanbencn 3ufammenbangi boh hejüglih bet 
materiellen Shulbgrunbt ber einen unb ber anbern 
Obligation jBifhen $. unb bem SeSagten leine ©emeinfhaft. 
Wie pe für bie Snwenbung ber §§421 unb 426 S©S. 
ttfotberlih iR. ^ntrburh unterfheibet f'h ber borliegenbe gatt 
tncfentUh Bon bem buth bat Urteil bet ertennenben Senat# 
Bom 23. SoBembet 1906 (31®. 64, 318) enlfhiebenen gatte, 
in bem btt neue Shulbntr, bet fih nahträglih Jur Sahlung 
einer urfhtünglih in btr Seefon einet anbtrn rmftanbenen 
Kaufpeeitfhulb Btepflicbtet batte, bem ©läubiget mht ein 
abpraltet ShulbBerfbreh'n getriftet, fonbem bie 3abtung 
ber urfbrünglihen Kaufbreitfhulb felbpänbig im eigenen 
Sntenffe übernommen hatte. 3» biefem ‘gatte War bie Sin* 
nähme einet nah § 421 S@9. *u beuettiienben ©efamtfhulb* 
Berbältniffet geeehtfertigt, Weil burh bie Bon bem Serufnngt* 
geeichte fepgePettte fogenmmtt SimulatiBe Shulbübernahme 
jwtfhcn ben beiben nunmehr für bie gleiche Kaufbreitfhulb 
bapenben Shulbntm ein Wcnigpent jum Seil auf bem 
urfbrünglihen KaufBectrage berufjenbet ffiemein, 
fhafttBerhältnit entpanben War, wäbtenb et im gegen* 
Wärtigen gaile nah borftepenben Stutführungen an eintnt ben 
beiben SetbPihtnngen gemetnfamen ©hulbgnnibe fehlt. 25a 
aber hiernach buch bat ShulbDerfbtehen bet SeSagten Bom 
1. gebruar 1906 jwifhen biefem unb $. lein ©efamtfhulb* 
Berbältnit im Sinne bet § 421 S@S. ber Klägerin gegen* 
über begrünbet Worben ip, fo Würbe auh bann, wenn bei Sc* 



37. ^n^rgang. 


§uriftif$t SßodjenfdjTift 


36 


Oogtf in ßrKUung kiefeS SetfpttibenS kn Klägerin kie 
7000 M gaplcn foßtt, nicht eine XuSglrichungSpffcht kei §■ 
grmäfc § 43« Xbf. 1 8®8. btgtünket Sinken; kenn kiefe 
Sueglcrcbungepflicbt bat, tote in kn S«bt«Iebrt aOgemein an* 
ertotan ift, ka« Satbankenfein eines ffiefamtftbulbwrbältmffeS 
un Stirne ke* § 421 ciL gut ScKauifepiuig, ka kiefe Sflcebt 
gnake auf bem Seffeben einn textlich en ®emem|ebaft kn 
inerteren Sebulknn m kejng aaf ken Scbulbgnmb beruht, 
toeltpc ®emeinfcbaft akn nuc bei einem etbten, nicht abn auch 
bei einem unechten ®riamtfihul6oerbältnij)e tat banken tfk Sa 
aber biematb kn Srunbfap bet äuegleukung, auf kem kie 
rtngelnen Sorfchriften kei § 426 8®S. betuben, im gegebenen 
ifaßt überhaupt (eine Xntoenbtmg finket, fo fmk au<k kie n< 
Sühnten Sorfchriften hi« nickt nuxfcgebrak. Saber tourke au<k 
im (falle kn ^aplung kn fteeitigen 7000 M kunk ken SeHagten 
ein Qbngang kn kn Klägerin kem £>. gegenübet juftrbmben Jtauf* 
preisfotknung genüg § 426 Äbf. 2 unk fomit autk ein Rbn- 
gang einn kn Klägerin an kem @tunkfHtde kes t\ etma gu 
fitkenktn §ppotbet gemäg § 1153 Xbf. 1 8@8. auf ken 
Scilagtro traft SefefeS niekt fiaUfinben, K. e, ®. d 6., 
U. ». 22. So». 07, 3»4A)7 II. — Hamburg. 

8 . §§ 434, 440 Slkf. 1, 325, 336, 472, 473 8®8. 
(in Setb. mit § 139 $$£).). Xnfpriiebe kcS Käufer« gegen 
ken Sertäufn, kn kaS ktm ihm kntaufte ®runkfiiiet na<k* 
öäglttk (»at kn Xuflaffung) mit einn naekbailuken ffenftn* 
gncütigleit bclaftet batte. — UnkeuttickeS Klagbar brinjen 
(gwgneekt).] 

Surcb notariellen Settrag kam 3. OhoSn 1905 Mrlauftc 
kn Sellagte fein Srunbftlu! an ken Klägn. 3” kiefern Kauf* 
(ertrag gegattete Klägn bem SeDagten kie Unlegung etnn 
„ätkiUaufrf". SU ka* ©runbfiüd in kn (folge kem Kläger 
aufgelaffen tourke, ngab fuk, ka| ker Sellagte ntept nur kie 
ax«kiAdIi$ geftattete fiicptHauitl, fonketn aujinkem autk noch 
eine genftergereiktigleit batte einiiagen taffen, kie eS kem Nach* 
kam ermöglichte, an kn ra reine na<k aufen f^lagenke f'e ratet 
uqubringen. Sn Klägn meint, ka* gtlaufte Stunkfbid kabe 
infolge kiefn Setaftung mit einn genfUegerecbtigleil, kie am 
5. Dtiobn kom SeHagten betoiSigt unk am 6. Nobembn 1905 
eingetragen toorken ift, einen SRinbettoert Don 5000 M. Ser 
Klägn ift als ßigentftmn auf ®nmk kn am 31. Ottebn 1905 
battgebabtm Xuflaffung am 6. Sfowmber 1905 eingetragen. 
Sn Klager maebt gdtenk, kn Sellagte kabe ihm baS eigen* 
tum nicht frei ktm Seiten Srittn, Wie eS § 434 S®S. bar* 
fektttbi, fanbern mit einer nachträglichen Selaftung bet ein* 
getragenen gtnffergeiebrigleit bnfehafft unk nbebt Xnfpnttb 
auf Stfap kiefe« JHmkeetcerteS kon 5000 M. SaS SerufungS* 
urteil bat Me Blage abgetoiefen. Sn Srtufion tourke mit 
folgenkn Segrfinkung ftattgegebe«: Sn 8nufung«ricbtn toeift 
kte Klage ab, toeil ker Kläger $reiSntinketung begehrt kabe; 
einen Xnfprueh auf SreUmmkerung getoäbrt § 440 8®8. in 
Sabinkung mit §§ 434, 320 bis 327 8®8. abn mtkt, 
ker Klager bebaulitt jtoar Sebakettfnfab berlangt gu haben, 
aßein eS bekfltfe leinet Prüfung, ob kicS riiktig fei, kenn 
£<kakeneeriuk getoäbrt § 440 8@8. nur, toenn kie (formen 
teS § 326 SffiS. beobachtet feien, ob n toenn ein atgltflige* 
Snbalten geltenk gemacht Sterke; bei Kläger Stoße aßetbmg« 
autk kiefe jtoti Kloggrfinke in II. Snflanj kotbringen; hiermit 


floht kn fllign aber auf kie Settoabrung keS SeHagten gegen 
kie geankerte Klage. SaS neue Sotbtingen fri bahn ungutäfffg. 
Sn Klagranfpruch ift aünkmgS bwkft kürftig begrünket, fo 
kafc bem Sichlet kie Sfücbt Jur Klarftrßung ertoueb», toenn 
iftm kaS rrthtlicke 3ctl ker Klage nicht beutlich genug 
etiennbar toar. SBürke kaS ffragrreebt auSgeübt toorken fein, 
fo hätte ft<h kie llnhaltbartcit kn tallächluben Untcrfießung, 
kon kn kn SnufimgSriihtn auSgeht, fchon nach kn kngeuigen 
Sachlage ergeben. Xbn auch ken rechtlichen Sarlegungtn keS 
SerufungSriihUTS ifl nicht berjulretcn. Si ergibt ft<h kieS au« 
folgenkem: 1. Sn Kaufuertrog ifl am 8. Dftobn 1905 ah* 
gefihlojfen. Stack kiffen Sbfihluh bat Sellagtn, toie Kläger 
btbauktet, toikcrreibtliih kaS kntaufte ®nmkftüi mit einn 
genftrrgerech Hfl teil btlafiet. fflimmt »at kie Sehauptung einn 
kotfähliihen SntragSknIe(nng aufgefteSt. Sa kn SeCagtr 
eintoenket, eS habe ihm kn Klägn ju feinem Ser halten kaS 
kntragliche Steht gegeben, fo tarn in (frage, ob kn Klägn 
(ine fchulkhafte SertragSbrrlegung, kie nach § 276 S&S. ju 
SchaktnSetiaf Dnbinket, in kem Sorgetragtnen behaupten »ofltt. 
Sin argliftige* Serhalien hat bn Klägn kem SeHagten ohne 
nähne Segeiinkung in II. 3 n fta®t korgetoorfen; n hot alfo 
ein ketougt toibenechtluhtS Seekühen keS SeHagten behauptet. 
@4 tommt alfo karauf an, ob eine auf §276 S(BS. gcfiUptt 
pofitikc SntragSonlepung fchon in 1. (fnftanj jur ®runklage 
ke« Schakenletfapanfpeueh«, bei eingetlagt toar, gemacht tonben 
fottte. Sn Snufiutgitiehtn meint jtoar, e« fri kom Klägn 
Sreiemmberung begehrt Sitfe ÜReinung bnuht auf einem 
offenbaren StifcDnftänkni«. 3n bn Klage, in kn angtjogenen 
Seplil ke« Klägn« unk fdbft nach bm gefiffellungen ke« Se* 
rufungSrichter« betlangt Klägn ifefat für ken nach ftinn Xnfieht 
etlitlenen SermägenSanteil. SraEnfcfc txrmochte n kiefe« Ser* 
langen gar nicht anker« als kabm auSjuktäden, bag er Süd* 
nffattung keSjenigen Seils ke« hejahlttn Kaufpreift« begehrte, 
um km ftdh kn Eiert ke« SrunkfliidS kunh kie Selaftung 
gemmkett hatte. Sa« toar (ein Sehaken. SBenn kn Klägn 
kiefen Schaken auch al« eine Elmknung ke« Kaufpreift« be* 
geiebnete, fo toar e« Sache ke« Stehlet«, kie|e Ungenauigteti bn 
9uikrud«toeife unter ^intoeiS karauf Har ju fteßen, tag e« an 
aßen Sngaben, kie gu einn IfirtUmmkcrung im ftnng recht* 
liehen Sinne ke« § 472 8®S., gehören, fehlte. ker 

Sellagte nahm nach feinn Serteikigung nicht an, kaf) kn 
Klägn an eine ffSreiiminberung nach § 472 S®S., auf 
todibni bie §§ 440, 825 8®8. übrtgen« bntoeifen, bente. 
Xn kem incf&hrenken Xulkrud „ff3ni«minknuitg" lonnte kn 
Snuhmg«ri4|ter fomit ken Kläger nicht fcflbalien, ohne ken 
Süßen ke« Kläger« mit Steife ke« fftagntebt« llargefteßt gu 
haben. 2. Sach § 434 8@8. hat kn Sellagte für kie Se* 
lafbing ke« berlaufttn ®nmbftfld« kem Kläger etnguffehen, 
toemt bn Klägn mit kn SefteBung ke« genftenreht« nicht ein* 
keeftanken toar. Sie SStrhmg kitfer Snanttoortlichleit rietet 
fleh nach § 440 Xbf. 1 S®S. Sott fink kem Snecbttgten, 
fotoeit e« hier karauf anlommen lann, jtoei Siege eröffnet: 
») 3 fl bie Sefcitigung bei Stlaffung möglich, fo lä|t 
§ 440 Xhf. 1 8®8. kie in § 326 aufgefteßten ®runbfäpt 
übn EeifhuigSknjug jue Xntoenbung lommen; ffc führen gum 
Sehakenserfap toegm Nichterfüllung okn gum Südtritt, tornn 
kn Sänmige nach Scfung gchöngcr Sacpjrijl unk Xnktohung, 



36 


§uriflifrf)t Sodjenfdfrift. 


Dm 2 . 1908 . 


baß nach Kblauj btt 3ta<bfriß lirfüttung triebt inepr ange* 
nommen Werbe, feiltet btn SimflbarltitibeTClbtigten jut 

ffiinmiHigung in bie Sößbung gu bewegen, niept genügt. Sie 
Sflupt bei Seilaglcn beftänbe fomit piet bnrin, bit Söfiptnig** 
bewiBtgung beigubringen. 9iun pal bet Kläger, mit bie .in« 
ßangen feßßeflcn, Bom Seliaglen bit Sefeitigung bet Sienßbatltii 
uergebltip betlangt unb btn Seflagttn, Weil biefet fip beftnnnii unb 
ernfUiip tbcigetie, auf Sipabenittfap BttHagt. Stnt 'Katbßiß 
pa! bet Släget bem Sellagten altert mgi mipt gefegt; bit 
Sepung einet 9!a<bfnß war piet aber auip niebt nötig, weil fit 
jWedlo« getötftn wätt. 38ai mm bet Setufungirtibter mit 
bet niibt weitet begtiinbeien Behauptung, ei hätte bet Kläger 
in gehöriger Seife nach § 836 'S® '8. betfabten muffen, be 
lagen Witt, $ habet m<bt bctftanbiub- Sit abet in bet in 
II. ffnftanj neu b<bau)iteten Satfaipe, et habt bet Hinget bem 
Settagten eine Jiaipßiß geftpt, eine Klagänbetung embaltcn 
fein foB, iß unter biefen Umftanben gtcüpfaHi niibt ju bet* 
fiepen. Senn biefet Behauptung bebutfit et gat niibt. b)3f» 
bie Sefeitigung bet Sicnßbacleit niibt möglitp, fo 
geibäbtt § 325 Sbf 1 Sa? 1 8S8., auf ben § 440 Sbf. 1 
S®8. Sejug nimmt, bie Step! gWifdpen Sipabenierfag »egen 
’KübtcrfuOung unb Stadl tritt ; unb jroar bmfi<bt!i<b beb gangen 
Serttagi, Wenn boüftanbtge Unmöglupteii bet Serttagietfüflung 
angunepmen iß. Site bagegtn in Öefteüung bet Stcnßbartcil 
nut eine tciltDeife Unmöglubteit ju etblidcn, fo täme Saß 3 
Sbf. 1 bei § 325 808. m Betragt, bet auf § 323 8®S. 
Beiweiß. Sn Ie(ietet Stelle iß auibtüdlup ein fketimmbe* 
tungöanfptucb naib §§ 472, 473 808. ringetäumt 3. Sae* 
übet ob eine Unmöglubteit im Sinnt bei § 325 8®S. bot* 
liegt unb ob, Wenn fie torliegt, eine teitmeife Unmöglubteit an* 
gunepmen mitte, bat eine erörtetung in btn 3nßanjen übet* 
baupi no<b nubt ßattgefunbm. SSt biefc gingen finb m<bt 
nut in bet Sileiatur febt fiteitig, fonbetn ße laßen fub ebne 
genaue tatfdeblube gtßßeBung bei Saibnetbaltei niibt bcant* 
motten. Sn einet foliben geßßeBung fehlt ei abet billig. 
Sutb mürben «Be biet batgelegten ÖrfttpUpuntie gegenftanbsio«, 
fobalb fub etgebtn follte, baß bet Scllagte gut 8eßeßung bet 
Sienfibarteit befugt »at. 38. c. 8., U. b. 10. Seg. 07, 
322/07 II. — Hamburg. 

10. §§ 459, 460, 463, 823, 826 8®S. in Snb. mit 
§ 263 El®8. Set Satbeftanb bei atglißigcn Setfipmeigeni 
bon betannten geblern im Sinne bei § 463 Sbf. 2 8®8. 
bedt fub niibt mit bem Xatbcßanb bei g 263 St®8. unb 
bem bei g 826 8®8.] 

Set Sellagtt bat butib tin Sebtti6en bom 7. 3Bäeg 1906 
bie SctmittlungißeBc bet 3<<if<btiß „®ie 9a<b*" fit bem 
Skrtauf feine« Sonbertlaßenbootei „3ßi" beauftragt Staip 
einem ibm bon btt Scimuilunglßcfle übeilaßenen gotmulat 
überfanbte et biefet etnt Sefipmbung bei 8ootei. Untet bet 
ittubnt „Seßbaßenpcit" teug et ein: „3n beßtr Setfaßung, 
ei bewapit fub gleißt gut bei glaute unb ßaetet Stift, ebtnfo 
bei popem Seegang Boegugliip, leeujt febt gut unb bat leine 
Segelfeblet." Sie SetmmlungißeBe Bctößeniliipte batauf in 
Sie. 17 bet „fßatbt" uniet bet Subtil „Sertäufe" bie Xitnonct 505 
„Sonberttaffenbooi — 6,95 S. £., gewann tnebteie ßlteife, 
in febt gutem 3 u ßanbe, 1 300 M" — . Suf tiefe Snnonce tele* 
gruppierte bet Kläger am 19. Stärg 1905 um auifübtlilbe 


Suifunß übet ben Srrlauf bei Sonberßaffinbooti Snnonce 505, 
unb naibbem ibm bie SermittlungißcBc am 20. iDiätj 1905 
guiitdtclegiapbicrt batte: „Soot 91t. 505 iß bie belinnte 
SonberUaffenbaibt 3fii Silit bitten um umgebenben ßnifdjhif , 
ba fonft Pon anberer Seite öoegegtiffen ioütbe", telegtappiette 
er noib am 20. Üiätj 1905 an bie StnniitlungißcQe btt 
„fjaibt": „ 3 <b laufe 3 ßi |u bem angegebenen Steife bon 
1300 M. Stbittc fofoct telegtapb<1<be Sntwoct, ob iib 3ß6 
ctballe unb Wo ße fub nugcnbltdUcp beßnbet jut Sefubtigung." 
Sie Setmittlungißcilc gab ibm bie Sbrcffe bet ScRagten auf. 
Sn ben Settagten telegraphierte ße notb am 29. Siärj: „3fti 
berfauß, Scitf folgt" unb fanbte am 22. ’Diäej 1905 bat Sebctiben 
59 f). Suteb Sd/retbrn bom 23. 3Jtäe) bat bet Sellagte 
ben Släget um Slitleilung, ob et bat 800 t buitb Bahn fenben 
ober welibt anbete Set bei Staniporti Klaget bedangt. — 
92aib jenem Sepeßhentoeibfel war bet Släget noch fiubetf ge* 
reift unb bot bort in (Siegenwart bei Setlagten bit bort liegenbe 
oiacb» beß^ligt Sei biefet Scßibttgung foU naib SarßcUung 
bei Slagexi bet Setlagle ihm auibeüdluh )ugeßibett haben, 
bit fjaibt fei biibt, gtbrauibifertig unb fähig, Sollten unb St* 
gatten ju fegeln. Sunb bie Klage Wirb wegen gebient ju= 
geßibettei Gigenftbaften unb aeglißigen Secfebweigcni bon 
gtblecn aut $ 463 8 ® 8 , Sebabtnictjab in $öb* bon 
2508,07 M Bedangt. Set Settagte beantragte bit Stage ab* 
luwtifcn. 3n 11. gnßatti iß bie Stage abgewiefen. ätebißon 
iß tudidgewiefen. 3ta<b bem Satbcftanbc bei etßen Jiubtett 
betiangt bet Klager auf @tunb bei g 46 3 8 ® 8 . SipabeRi* 
ttfab wegen SlithterfüUung, ba bit bom Seltagten jugefubaten 
Sigtnfibaßen fipon gut 3 eit bei Stittagöjiplufjtö niibt bot* 
banben geaefen feien, bet Seltagle au<b bie 'Dtänget bei Sootei 
gclannt unb ße atgUßig betfibwugtn habe. — Son bem SuS* 
gange, baß g 463 Saf 2 aigltßigei Sctföbwcigen einet 
gtbicti bet in § 459 Sbf. 1 begeubneten ülit borauifepe, 
peüß bai Setufung »getilgt, ob bat bctlauße Soot uberbaupt 
mit einem gebiet Per in g 459 Sbf. 1 bejeiibnrten Set be* 
haßrt war. betneint biei, mbtm ei junatpft priijt, wai 
für einen Kaufgegcnßanb bet Släget nach liagt bet Umftönbe 
erwarten butfet. Sei biefet ißrüßing gelang» ei gu bem Sdjluß* 
ttgtbnii, bet Släget habe bei einem Steift Bon 1300 M unb 
naip ben übrigen Umftanben Pon Botnhettin bamit testen 
mäßen, baß bai Btilauftc Soot Sipwäiben haben werbe, wie 
ße bei ben wefcntlub ju ÜicgattajWtden übetaui Itidpt eibautcn 
Sonbeitlaßenbooten Botjulommen pßegen. Siebt alt foiipe 
SibWäipen habe bai Soot mtpi gehabt. — Sobaim wirb aui* 
gefühlt, fei bamaep ju Pctneuien, baß bai bctlauße Soot mit 
einem gebiet btt in § 459 Sbf. 1 begegneten Stet behaftet 
Wat, fo lommc ei auf bai weitete Sifotbctmi bei aeglißigen 
Setßhweigeni folcbct gebiet niibt an. hingegen «bebt bie 
Simficn ihre »Jauptangtiße. Sie füßtt aui: Stboben fei eint 
Sebugittage, bie mä)t bloß naip § 483 8 ® 8 ., fonbetn auip 
naib §§823 Sbf. 2 unb 826 8 ® 8 . gu beurteilen fei 3«t 
Snwenbung icfßaet Sefepeibeßimmungen fei nupi bie atglißige 
Zäufipung übet einen gebiet, bet untet § 459 Sbf. 1 falle, 
ctfotbedidp, B leime pt leupe eine atglißigt Zäufipung übet gebe 
(Sigenfcbaft gu, wenn fit ßit ben Scrttagifipluß taufal war. 
Set Sngrtß ift niipt geteiptfettigt SBtnn bet Klaget ben Bet* 
langten Sepabcnietfap wegen iKupteißillulig in bem oben bat 



37. Qa^rgonft. 


Qutiftijcijc SBoijenfdjtifl. 


37 


gelegten Fufammtnbange muff barauf gepufft pot, bafe b« 8e> 
Sagte bie F»b ln getonnt unb fu argliffig »erf<b Wiegen habt, 
fo fonnit tut Berufungigeriebt biefet Vorbringen bapin auf. 
(affen, baff bannt Inegen argliftigen SBetfcffioeigenb trn Sinne 
wm § 463 Soff 3 Seffabenterfaff Wegen Sinffterfüüung Der. 
langt Werbe, Bagegen batte et leinen Anlaff ju erörtern, ob 
nicht ein Anfptucb auf (Srfaff bet pofftiben Seffobent aut arg- 
Ufbgrr Jaufebung nach § 823 Abf. 3 wegen Serie Jung bei 
Seffuffgeftffet in § 263 Si®8. ober nah § 826 erhoben fei 
ler Batbeffanb bet argliffigen VecfhWeigent Don bctannten 
Fehlem im Sinne non § 463 Soff 2 beelt ffeb Weber mit bem 
aatbefknbe einet Betrüget muff § 263 ©t<88., noch beit er 
ffeb feffleebtbin mit btn Srforbetntffen bet § 826. SSoüte bei 
Rüger aut unerlaubter §anblung auf (Srunb leffterer Oefeffe«. 
heftimmungm ben gtfaff feinet (lofitinen Seffabent Bedangen, 
(o batte et bie« unter Barlegung bet befonberen latbtftanbei 
jener unerlaubten £erablimgen gu tun. Sine (Dleffe (Darlegung 
ifl tn ben Snftangrn nicht gefaben. 3m übrigen taffen bie 
Aufführungen bet Berufungsgericht® Verlegung bet materiellen 
Seebtt nicht erlennen. Sein Autgang, § 468 Sag 2 net» 
lange aegiifUget Vetfegweigen einet gebiert na<b § 459 Stbf. 1, 
tft ttcbüttb bebenlenfrci. Seine Weiteren Aufführungen ftnb 
aber baffin gu oerffrben, natb ben Umfiänben bet gegebenen 
Vertragt War berlauft ein Boot, bei bem foitbe Schwächen 
leine gebier im Simtc bet § 459 Hbf 1 ftnb. Baratt jerfäüt 
ein Weiterer Singriff bet Sieoifton. 3" feinen (Erörterungen 
barüber, auf wdiffe Cigenfchaftcn ber Kläger im $in> 
blid auf ben Aaufgegenffanb unb ben Kaufpteif habe 
rechnen törnien, ftnb unter anbetem bie Stellen enthalten, 
.ber Kläger bäd« mit btn Stbwätben bet Bauart regnen 
müffen", „et bade ff« erlennen mtiffen". Btc Sebiffon 
bebt bertoor, bat reiche natb § 460 Sag 2 reicht ju, bat be> 
bauptete argtiffige BetftbWcigtn ju befeitigen; kaju wäre er. 
forberiub gewefen, baff btt Wäger jene SÜlängd gelannt bat. 
Bie Slutf&btungen bet Berufungtgeritbtt ftnb inbet baffin gu 
berffeben, baff jene Schwächen bei bet gegebenen Sachlage 
überhaupt leine IBeWäbrileiffungtmängel im Sinne bet 
§ 459 Slbf. 1 Waren. Barum ftbeibet § 460 Sag 2 boQ- 
ffänbig aut unb lam ein argliffiget Vtrffhweigcn auib im 
Sinnt bei § 460 Sa( 2 überhaupt nicht in Setraifft. 81. c. £., 
U. u. 26. Stop. 07, 259/07 II. — Hamburg. 

11. § 683 808. Bie Kaffen einer für einen beffimmten 
Keicbttagtlanbibaten int Süert gefe(te SBablagitation bat nicht 
ob« Weiteret ber bie Kanbibatur emjjfeljlenbe SSablBercin )u 
tragen.] 

Bei ber (Erfagmafii, bie im §«bff 1904 im ÜBabliteife 
3- 1 unb II für ben SHeübtlag ffattjufinben batte, bat ber be» 
Sagte Verein SBabiaufrufe berff eilen iafftn, Welche bie Unter, 
fegrift „Bi* Seitung ber Beut|<ben Peformparlei" trugen, in 
benen bet Kläger alt alleinig« Kanbibat bet SRtttelftanbei in 
Stabt unb £anb begegnet unb an „ade ffieffnnungtfreunbt 
brr Stuf gut rübtigtn SSitarbeit" enthalten War. Babei war 
bemertt, biejenigen. Welche peg perlönlicg niefft jur Verfügung 
Heden lönnten, Würben um Umerftügung burtb ffnaitgiede 
fflutd gebeten. Bie infolge bief« lebten Auffoeberung bei ben 
ca ben Aufrufen begeiegneten Saglffeden eingegangenen Selb« 
fab, foweit fre nicht bereit an btn Wäg« fclbft gefenbet Worben 


Waren, an biefen abgeliefert Worben, « felbft hat 1000 M 
beigefügt Bie auf bitfe SBeife gufammengebtaegten ÜHittel 
haben ab« bei totitem nicht autgereiebt, bie Unloffen gu btcftn, 
bie bureb bie bom Wäg« felbft gut fförberung je in« SBagl 
ergriffenen SRaffnagmen entffanben fmb. (Sr bnlangt, baff b« 
beCagte Brrein ben Fehlbetrag bede, unb iff ber SRdnung, 
baff biefer biergu fegon bethalb oerp flechtet fei, weil er ben 
Wäg« alt Kanbibalen für bie SBabl aufgefiedt unb gur Qb«> 
nähme bn Kanbibatur beraniafft habe. Beim banach fei bet 
Berfucb, fruit (Erwählung jum Slbgeorbneten bet Kreifet 3- 
h«btigufübten, ein Unternehmen bet beltagten Vereint gewefen, 
unb « fclbft habe, inbtm et gut (Streichung biefet fielet an» 
gemeffenc SRaffnagmen getroffen habe, alt Beauftragt« bet 
Vereint gebanbelt ob« bo<b auftraglot beffen Gkfcgäfte nach 
SRaffgabc Bon § 683 B0B. geführt- Bit 1. 3»ffang iff bief« 
Aufiaffung grunbfäfflicb beigetreten, ffc bat ab« eine bem 
Wäg« günffige Folgerung baraut bethalb nicht abgeleitet. Weil 
fit alt ettoiefin anfiebt, baff bei b« Beutfigen Sie fotmpatiei begüg. 
Ing b« SBablen für ben Steicgftag, Wie bem Wäg« belannt 
gewefen fei, ein anbenr ®e brauch beftanben habe; bn be Hagle 
Verein habe nämlich gu ben SBagltoffen aut feinen SDlitteln 
immer nur einen B«bältnitmäffig nitbrigen Beitrag getriftet 
unb ff<b im übrigen batauf befcbränlt, Aufforbenmgcn an feint 
Vartrigenoffen gur GSeWäbiung Bon Beiträgen gu erlaffcn; fo> 
Weit biet nicht autgneiebt habe, fei bie Aufbringung ber «. 
forbnlicben Sliittti ben PJaglauifebüffen ber fflagllrrife unb 
nötigenfaSi bem aufgeffellten Kanbibaten felbft übnlaffcn 
Worben, ^ieraut folgert bat £®., baff et im botliegenben 
Fade ein« befonberen Abmachung beburft hätte, um für ben 
Bellagten eine Verpflichtung bn ihm jefft Born Wäger ange. 
fonnenen Art gu brgrünben. Bat Bnufungtgericht iff gu bem 
gleichen Srgebnit auf einem anberen Sege gelangt, inbem et 
autführt: Bie Töahl einet Bon etntm Parteiorgan aufgeffellten 
Kanbibaten fei nicht bloff eine Angelegenheit b« Partei, fon> 
bem auch fei« eigene; $anbbtngen bet Kanbibaten felbff ob« 
britt« pnfonen, bie gum ßwede b« äöahl bientm, feien bet. 
halb ebenfo ^anblungm in feinem 3<<t<reffe, alt in bem b« 
Partei, auch Würben folche fjanblungcn Bielfach Wegen bet 
perfönlicben 3nt«effet geleiffet, bat b« eingelne Parteiangehörige 
an ben Parteiangelegmheiten nehme, nicht ab« in bn Abffcbt, 
für ben bie SBubl betreibenben polittfcben Verein gu hanbeln 
unb beffen ©clcbaftc alt frembe gu führen. Bief« Auffaffcmg, 
gegen bie ffch bie Angriffe b« Pepiffon in erffet £mie richten, 
iff brigupfliebten. 3£enn jemanb bie 2Babl einet Bon ein« 
Partei ob« einem beren 3nt«efie Berttrtenben SJereine fflt btn 
Seiebttag ob« eine anbere gur Piitwirtung bei b« ®efeff. 
gtbung bnufene Kötperfibaft aufgeffefften Kanbibaten gu fötbem 
fuebh fo muff angenommen Werben, baff « et tut. Weil n bie 
Bon b« betreffenben partei in politifcb« unb BolltWirtfcbafri 
lieber Begiebung Bertretcnen Anfihauungen teilt ob« Wenigffent 
unter ben gegebenen Umftänben bie (Srwäbiung einet Silannet 
für wünffbentwrrt hält, Bon bem gu erwarten iff, baff « fiep 
bei fein« Bätigleit alt Abgeorbnet« Bon biefen Anfcffauungen 
leiten laffen wnbe. Bemgufolge muff auch, foWeit nicht be> 
fonbert Umflänbe eint anb«e Beurteilung «forbem, emge« 
nommen W«ben, baff « babei niept ein frembet Uninnthmen 
unterffüffen, bie ffiefehäfie einet anberen btforgen Will, fonbem 



38 


Surtfbtfdje Wodjenfdjrift. 


Dfi 2. 1906i 


bi e Opfer an 3«ü* Stibcit unb (Selb für bie ©miebung eine« 
(frfolgeS bringt, ben er felbft jum allgemeinen ©cfien ober im 
Untere ffe beftumnter ©olf Streife anftnbt. $aSfelb: muß für 
benjnttgen, ber felbft bon einer Partei als Äanbibai auf ge [teilt 
toitb, gelten, ©ei ihm erfchetnt bie fRuffaffung, bajj er, toenn 
et felbft burch mH größeren Ausgaben betlnüpfte Bafjnahmen 
auf bie ©nmgung etnef WahlftegeS hinjutoMtn bemüht ifi, 
babei bor allem feine eigenen ©efd&äftc beforge, noch im ber» 
ftäiftcn Ba|e gerechtfertigt; benn abgefeben bon allen anberen 
©rünben, bie Upn bie ßrtoählung jum Bitglieb einer folgen 
Äöiperfchaft rrtoünfcht etfd>einen laffen mögen, mufe jebcnfaflS 
untaftrQt t&erbcn, bafe er an ber örtoablung ein perfönlicheS 
Sntereffc bcSbalb hat, b>dl f te ^ Hn bie Böglichfeit oetfehafft, 
feine politifchen unb toirtfchaftlichen Slnfdxumngcn an einer für 
bie ©eftaltung ber ©erhältnijfe mit mafcgebenben Stelle jur 
©eltung ju bringen. Bit ÜRechi ^at baher bie ©ottnflang an* 
genommen, bafe ber bom Äläger erhobene 2nfpru<h nur bann 
begtünbet etfdmnen mürbe, toenn jttufchen betn Kläger unb bem 
betlagten ©eteine eine Bitten« cinigtmg ba^in jufianbe ge* 
fommen tonte, toonaep biefer bie Äoften ber für bie Äanbibatur 
beS ÄlägerS inS Seit gefegten Wahlagitation auch infotoett 
tragen fotte, als biefe Äoften burch bon biefem felbft ergriffene 
Bafenahmen beTurfacht toetben toürben. öme folche Bittens« 
einigung fönnte nun freilich auch auS ben Umftänben beS 
gafleS entnommen toetben, unb infotoeit toütbe eS bon ©ebeu« 
tung fein, toenn allgemein bei ben 9lei<hStagStoahlen bie Übung 
beftänbe, bafe bie ©arieiorgamfationen, bie einen eigenen Äan* 
bibaten aufftellen, auch für bie Äoften beS WafalbetncbS m 
bem bejeiebneten Umfange auftommen. Sine folche ©<hauptung 
hat ber Äläger felbft nicht aufgeftellt, eS fann auch nicht als 
gerichtslunbig erachtet toerben, bafe ein folget allgemeiner ©e* 
brauch beftthe. 2)ev Äläger pat f«h aud? nuh* batauf berufen, 
bajj eine Übung ber bejetepneten 51 rt toenigftenS bei ber 
2)cutfchcn fReformpattci beftanben habe, er bat nur bie bon 
bem besagten ©ereine aufgejtettte ©epauptung, ba& bie genannte 
Partei immer nur einen mäßigen ©eitrag ju ben Wablfoften 
gegeben habe, in Slbrebe gcftellt unb behauptet, bafi et biertoon 
jebcnfattS ferne ÄenntntS gehabt habe. 35ie infotoett bon bem 
2®. borgenommtne ©ctoeiSoufnahme hat, toie baS ©erufungS* 
geticht eintoanbfrei feftgcftcttt hat, fetneSfattS ein bem Äläger 
günftigeS Ergebnis gehabt. $n ftrage lommt baher irnr, ob 
eine auSbrüdliipt ©ereinbarung ber ©arteien in bem oben be» 
jeiepneten ©time juftanbe gefommen ift. 2)icS toitb berneint. 
B. c. Skuifcpe SReformpartei, U. b. 36. ©ob. 07, 109/07 VI. 
— Siredben. 

12. §§ 823, 276 ©©©. §abtläffige ^anfepabung einer 
©chu|toaffe.J 

$cber, ber eine ©chufctoaffe führt ohne bie @etoi|peit, ba& 
fte nicht gefaben fei, mub mit ber Böglichteii rechnen, bab fte 
gelaben fein unb bei ber ©mpfinblubleit beS ©cpiefcmechanismuS 
infolge itgenb eines unborhetfehbaren ©rcigmffcS fuh entlaben 
lönne. Ber baher eine ©ipufjtoaffc, bon ber er nicht beftimmt 
toetb, bab fte ungelaben ift, fo hält, bab burch ihre ©ntlabung 
ein anberer bcfchäbigt toerben Icmn, bericht bie im ©etlcbr 
erforberliche Sorgfalt, auch toenn er ben £abn nicht berührt. 
SDicS gilt ganj befonberS, toenn, toic eS hier ber §att getoefen 
ju fein fepemt, ÄoiperteUe etneS dritten nahe ber ©etoepr» 


münbung in ber ©tpuhlinie fich befinben. 3)ie @rfaprung lehrt 
auch punbertfältig, unb fte ift jebetmann im ©olle geläufig, 
bab burch folch« ©OTgloftgfeit unb Uitborfichligleit m ber #anb* 
habung bon ^niertoaffen 2eben unb fflefunbheit ber 9leben* 
menfehen aufs ©bid gefegt toerben. c. 91, U. b. 9. S)ej. 07, 
89/07 VI. — Hamburg. 

13. § 826 ©©8. Älage auf Unterlaffung ber ©eltenb« 
machung eines jtoar rcchtSfräftigen aber materiell unrichtigen 
Urteil#.] 

3m amtS gerichtlichen ©orhrojeb b> fl r ber Äläger jux 3ah* 
lung bon Unterhaltlgelbem an ben feigen ©etlagten bis 
jur ©ottenbung beS fechjebnten SebenSjabrcS biefeS berurteilt 
toOTben. ©aS Urteil grünbete fich barauf, bafc Äläger bet 
Butter beS jehigen ©ellagten mährmb bet ßmhfängntSjett 6<U 
getoohnt hatte. Äläger hatte im ©orprojefe bie exceptio 
planum geltenb gemacht. Ss toutbc aber biefe ©inrebe Baupt« 
fäcblüb auf ©runb beS eibluhen 3 cu 8 n 'ff e ® ber Butler für 
nicht betoiefen erachtet 9Zachbem jenes Urteil bie 9iechtSfraft 
erlangt hatte, tourbe bie Butter ftrafrechtlich rechtShäftig ber» 
urteilt, toeil fte ft<h burch j enf S 3 fu 0 n 'S einer fahtläfftgen 
©ale^ung ber ©ibeSpflicht f^ulbig gemacht batte, ffcie grtifl 
ber 9i(^itutionStlage hat Äläger berfäumt 3<ht hat er auf 
©runb beS § 826 ©@©. mit bem Antrag gellagt: ben ©c* 
llagten loftcnbfUchtig )u berurteilen, bie fernere ©dtenbmachung 
beS bom &©. etlaffenen Urteils gegen ben Äläger ju untere 
laffen. 2>aS 2®. hat bem Älaganttagc ftattgegebm. ®aS 
02®. hat bie Älage jurüdgetoirfen. 9t©. beftätigte. SuS 
ben ©rünben: SDet § 826 ©@©. getoährt mcht ettoa all* 
gemein einen Hnfpruch auf Untnlaffung bon ^anblungen, bie 
gegen bie guten ©itten berftoben, fonbent junächfl nur eine 
Älage auf @rfa$ beS ©cbabenS, ben jemanb einem anbem 
borfählich m dner gegen bie guten ©men betftofeenben Beifc 
jugefügt bat, unb eS ift nur in ber 9techtft>te«hung angenommen, 
bab, tr>etnt ©runb ju ber ©efüräjtung borliegt, bab jemanb in 
ber 3tt^aft folche ©chabenSjufügungen botnebmen toetbe, bann 
auch fchon fogleich auf Unterlaffung berfelben gegen ihn geflagt 
toerben lann. $ie erfte ©orausfr$ung ift alfo jebenfaflS, bab 
überhaupt eine ©chabenSjufügung in f^rage ftehe. ^abon 
lann h^ r aber gar nicht bie 9tebe fein; beim baburch, bab 
jemanb angehalten toirb, eine ihm auS einem rcchtSfräftigen 
Urteil obliegenbe ©erbinbluhlett ju erfüllen, toirb ihm fein 
Schabe jugefügt 91. c. 3., U. b. 2. 2>e}. 07, 77/07 VI. — 
©erlin. 

14 . § 826 ©©©. Über bie 3altttftgleit beS fog. ©ohfottS.] 

3ÜS nach @rlab beS 9teichSgeffh<S bom 3. 3 u >ä 1906, 

betreffenb bie Anbetung beS ©raufteucrgcfeheS bon ben ©raue* 
reien unb bemnächft bon ben ©lettottlen unb ^lafcbenbicr* 
hanbletn bie ©ietpreife erhöht tourben, unb biefcrhalb toie an 
berf<h«benen onbeTtn Dtten, fo auch in ©ifenach ein fog. ©1er* 
frieg rniftanben toar, ift bon feiten ber bortigen ©clretlfchaftcn 
ober beS biefe jufaimnenfaffcnben ©etoerffchaftelartcOs gegen 
bie ©afltoirtc unb ^lafchenbcerhänblet eine 9teihe bon Bag* 
regeln ergriffen toOTben, bte barauf abjidten, mittels ©opfottierung 
berjemgen Btrtc ufto., toelche fich ben ftorberungen beS ©etoert 
fchaftSfarte&S nicht guttoillig fügten, eine .fierabfebimg ber 
©ierpreifc burchjufehen. Seht ©aftroirte haben eine einfttocilige 
©erfügung ertoirft, tooburch ben ÜlntragSgegnem, namltch „bem 



37. ^abrflanq. 


fturiftiftftt ffioefjenfhiiift- 


39 


Satin GletoaffhaftttarteCI, mtbefonbae jebem fein« imtn 
3>ff- 1—16 genannten Settret«" bei Sttmtibung rin« ®eib» 
ftrafe bit tu 1600 M füt jebtn SuBtbnbanbhmgifaB Paboten 
»utbe, einjeln ob« in gemrinfhaftlieb« Betätigung btt bt< 
ttrffenben, mit« Kg. 1—4 ba Serfügung näb« bejeihneten 
$anblungen Potjuncbmen. TMS fmb im »efentlihtn: 1. offen t* 
hebe äuffotberungen, btt ffiittfhaften unb gluthaibittgefhäftc, 
weihe btt ffotbetungen bet ®c»«tfcbafte(atteBt ob« ba 
„Sritemg be« Siatrieget" mh* beBiSigt butten, 1« mriben, 
2. Suffotbttung an rinjelne ffiirte u!tu. tu etlafftn, bag 
Slalale, auf benen bi» angtblih gemeinfam mit ba Seiteng 
bet Siafrirgt antgeatbeitelen Sietptttfe (leben, in beit Sofalcn 
aba Serfaufträume» öffentlich an fthtbater SteBt aufgepäugt 
Staben, fotei» ein» RontroBe bartiba, bag biet gefheben, buttb 
einzelne oba mehrere Seute üba bi« Stile ju üben. 3. Sn» 
jeütnifie ba Sitte uft»., totlcb« bie gotbtnmg bet ®ewa!= 
febafttfarteBt beteiBigt, oba toelibe fte nitbt beteiBigt fyaben, 
Öffemlub belannt ju geben. 4. öffentlichen Suffotbetungen 
»ot btm Sefutbe ba Strllhaflcn, in btnen 0i|enah« ob« 
Ipolbaa Sin »ajapft Stab, ju toatntn oba bat Junten 
ioltbet Siete |u babteten. infolge fflibetlptuhö bat bat 2®. 
1. bi» einftteeilige Sättigung in Snfebung bet unia 3'ff- 9 
alaffenen Sabotei trieb« aufgehoben, g. im übrigen btefe 
Safügung alt tehimägig «gangen beftätigt. fnergegtn loutbe 
»cn beiben Sannen Berufung eingelegt 3)a# OS®. b«l 
unta fjiufidttjeilung ba Berufung ba HntragfteBa auf bie 
Setufung ba Sntragigtgn« bie einftteeüige Safügung bet 
2®. bom 27. Suguß 1906 in Snfebung ba im Singang 
brjethneien Hntiagtgegna, f oft eit et «ich* !*on buttb 
bat lanbgetitbtlübe Urteil gefheben tft, aufgehoben. 

®ie SeDtfitm ba SnttagReBa tuurbe lurüdgeBiefm : 

St ift getoifi an fuh nübtt Uncriaubtet obet fittliib Betteerflihet, 
Beim Ronfumenten ftcb tefarnmcnftblitgen unb (ut<b gemein» 
famet Sorgeben, namentlnb burtb bat TOittel ein« Sinbuug 
befhmmta Srobujenten oba ®e»etbetteibenbet auf btefe einen 
Xtud ju bem 3n>edt autüben, um biBtgete Sattfüfe füt bi» 
betteffenbe San )u «langen. ®at lann jumal in bem gafle 
n«bt alt unalaubt gelten, loenn et ficb füt bie Ronftunenten 
um ben Sejug oon Sebentmitteln bonbeit — um Sabtuitgt» 
rnttiel oba aBgemtm gebrewebhebe ©enugmittei — . Zttth ein 
folibet Sorgeben toitb natütlitb imma rin gemiffet 3™ng, 
eine Smmtitung auf bie fitic ffitflentbeftiemmmg bet ®egnert 
autgeübt; aba eine folcbe Stmoittuna tft nubt ebne »eiteret 
tmbatetbtlub oba unfittlich- Unb bat Übel, toelh'S bem 
®egna mit bet JÄttbung fttna Beilauftftätte unb 9t«bt> 
abnabm« fetna Satt }ug»ftlgt »itb, um ftintn ffliflen ju 
beugen, beflebt nottoenbigeitoaf« in rina Shäoigtmg betfelbcn, 
na natbteiltgtn Beetnftuffung feina Setmügenilag». Sbet 
rin«, uatnglntb »otiaglube Stbäbtgung bet (Segnete im »nt» 
fhaftlthcn Rambfe tft infolange nttbt unalaubt, alt fte nitbt 
ein gefeglttb gefebügtet SRrhtegiit beilegt oba in rina gegen 
bie guten Sitten Berftogenben Seife erfolgt. Sute folcbe Sfag» 
regetung bet@egnao feilent rina ^ntaeffemengtubbe baburtb, 
bag bte Zetlnebma ba Seteinigimg unb beten $atteigSnga 
pem Sbbrueb unb jut Settnetbung gridjartlnba oba fonftioen 
trebtlttben Scjiebungtn tu jenem beftimnt! »etbtn, hüben eben 
bat ffiejen bet fogenannten Soplottt. Sag ba Soplott nubt 


fibletbtbin ein unalaubiti, gegen bie guten Sitten ba> 
ftogenbet Rampfmittel tft, bag a aba natb Umftänbrn ju rina 
tetbthuibrigen oba iittlub Datoetflttben $anblungttori|e aut» 
arten fann unb legtaenfaBt ba Seurietlung nah § 826 
S®S. unterftebt, bat ftnb ßrunbfäge, bie autb »on bem 
etlennenben Senat toiebeibolt, fo namentlieb füt bat ®ebtrt 
btt £obn» unb Rlaffrntampfet jmiftben Srbeitgeb« unb Urbrit» 
nebma, jut ünstenbung gtbtatbt toorbot ftnb. Sgl. 91®. Sb. 61 
Sfr. 86 S. 381 ff.; Sb. 60 9ft. 21 S. 104; Sb. 65 91t. 15 
S. 53 ff.; Uitril Bom 14. Oftoba 1907 VI. 608/06. Stuh 
füt einen fyriacffenlampf g n »otliegenben Sri ftnb im 
»efenllitben bie gleieben reebtluben @efitbttpun(te maggebenb, 
»ie für bie in ben neujcitlihen Sobnlämpfen üblub gestorbenen 
Stagtegeln ba BetrufterfUtung, — Stteif, äluttpeitung uf». 
04 lomrnt für bie gtage, ob bie bateffenbe fymblungtteeife 
erlaubt oba unalaubt, unftttliib fei, ttnrtfeiil auf btn bamit 
uafolgtcn 3»ed, anbemfeiti auf bie babei angrternbeten 
Rampfmittel an. Sgl. intbefonbat auch Dertmann „Sertuft» 
aflätungen" in SeuffSL 72 (1907), 218 ff., 280 ff.; Stüd» 
marni 3®- 02, 628 ff. — 3«I «nb 3*»»«* bet Rampfet 
»erben bei bet Stutttilung bet Sopfotti im $inblid auf 
§ 826 S®S. imma einet bajettigen Sfomente hüben, bie füt 
bie fttttube Satung ba $anblungt»eife maggebenb ftnb; unb 
betbalb bat im bpiliegenben gaU bie Seoifion unteebt, »enn 
fl» bem Seruftmgtgertcbt jum Somurf macht, bag et auf ben 
©egenftanb bet Sttritet, ben 3 u>cd Ui fogenannten Sia» 
flieget ein fo abebltcbet ®e»iebt gelegt bat. ffttüih tofltbe 
autb ein erlaubta unb gaetbta 3Bed bie ftaglitbe Slagttgel 
triebt ewfebulbigen (innen, »enn bie gemäblten Siittel für ftcb 
alt ftttiub PetStetflitb jn bettahten ttwtm. Sba toofetn 
Rampfmittel unb Rampfari an fth in ben ©eenjen, bie im 
aBgemrinen buttb ®<f'b unb Stttliebfeit gelogen ftnb, geblieben 
Bäten, fo beute aBabingt bet ®egenftanb bet ©ttriteS o»a 
bie 3t«ff'buug no<b imma ben Sopfott alt eine ftttenBibrige 
Sebäoigung nah Umflänbtn etfhemen laffen Braten; unb 
anbaetfritt Bat ei au<b für bie Seurtrilung ba ange»anMen 
Sitttel Bon Sebeuttmg, ob fte im gaedjten Setbältniffe 
ju ben umftrittenen 3”teteffen ftanben. Senn nun bet 
Serufungtrihtei füt ben JaB, bag bie SnicagfieBet ben 
Stlag bet neuen SteuagefeJ»t in Bmfebafllih ungeeehtfertigt« 
unb füt bie mütbabemüiclten Stetlonfumentm btüdenba Seife 
jum 3<Ped ba gtbobung bet Stetpteife autgenügt hätten, bat 
Sorgeben mit Soptott jur jlbmept rin« unbtBtgrn Obet» 
borietlung ba Ronfumenten alt eint ftttenBibrige Sebäbigung 
bet ®egnot mht anfepen »tB, fo ift bem Bom Setbttflanb» 
punlte aut nitbt entgegenjutmen. 0« Bütte fth nur fragen, 

ob bat Setufungegeriht projegtehtlih bej». nah ben ®tunb» 

lägen üba SetoewÜaft in ba Sagt grBefcn tft, jene Unta» 
fteflung Inner Smfhnbung jugtunbe ju legen. ®a Sebifton, 
loelebe biet befttettri, ift aber auh hierin mht Seht tu geben. 
(Sie Sähe liegt mht Io, bag bie dntragftcüa einen Zalbeftanb 
behauptet unb glaubhaft gemäht batten, Belha an fth (hon 
unO btt jut ffübtung eine« rtBaigen 0mIafnmgtbeBnlet feitent 
ba Snttagtgigna fth alt tute unerlaubte Shäbtgung tm 
Sinnt uon § 826 S®S. batfteBtn »tttbe. Snlangtnb 

Beitet bte »on btn Xnttagtgrgnem in Än»enbung ge» 

btahien Rampfmittel, fo ftnb auh nah btefer yithtung 



40 


.Vf 2. 1908. 


Qurifttjdje SBodjtnfdjrift. 


bic Slngrifft btt Kebifton nicht alt berechtigt anjuttteruren. 
Bat Sorgehen btt ©eweriiehaitdatttn« Wirb babutch nicht ju 
einem umtlaubten, bag bon igm mittelt btt glrejfe btt Unit« 
(tagung toeUtttt Ärtift angeeufen, bag öffentlich bic birrtrrnlenta 
BeOölletung tut Beteiligung an bcm Sollte tt aufgefortaet unb 
bag bic Singtiegenbeit in einet Bolltoeriammlung jut 6t- 
ötrttung gebraut nmtbe. Bie otganifierten SItbciiet mußten 
Weite« Ateife für bic Sache mtetejft«en, Wenn fit autgitbige 
■Öilfe füt bic Streichung bet angefltebten B‘tlcB gelninnen 
malten. (Sgl. auch bat Urteil tarn 12. Jjuli 1906, 5R®. 64 
S. 58, 62.) iE« gafl, bah bic Sonfctiamen in ihren öffent- 
lichen Aunbgebungen bie Sachlage toahtheitttoibtig bar- 
gefteflt hätten, (Bgl Urteil bom 14. Dttob« 1907 in Sachen 
£. u. ®en. c. S. VI. 508/09) liegt hier nicht bot. 3utam 
hanbelte et fnh gier um Sethältnifjc, bie gtwig in 6ifcncuh 
unb Umgebung aßgemein betannt toaren. — Such bic Kam» 
haftmochung btt tinjelnen Kitte, bie fleh ben fjottarungen b« 
Boplotlparlei gefügt ob« nicht gefügt hatten, eine Magnagme, 
bie mit b« Sutfübrung bet »oblottt ban felbft gegeben mat, 
geftahtt ft<h butch bie SBetöffentliebung nicht ju einem betmetf« 
liehen Mittel. fEie Mähte ge I, »mach bie Kitte B«anlagt 
würben, ifilalate mit Angabe bet 8iap«efe in ihren Malaien 
aufjubängen, unb hictibcgen eint Aoniroße autgeübt »etben 
foßte, wobei bie betreffenben Kitte mit bet Sjortbauer b« 
Sbettt bebiobt waten, mag oießeicht einen toeitergebenben 
Singriff in bie ÜBiHentfreibeit b« baeon betroffenen <BeW«be= 
tteibenben bebeuten. itflein Umftänbe, bie erttnnen liehen, bah 
binbei bic ®renjen bet erlaubten überleg ritttn worben wären, 
finb nicht bargelegt; bat 9 ®. bat getabt biefe Magrtgcl nicht 
für eine uttl« § 826 8@8. fafltnta «achtet — gabt man 
bie bon bem ®tW«lfchaft9lartcn ergriffenen Mafttgeln in 
ibtem ifufanunenbang unb nach igm ©efamlwtrlung int Stage, 
fo gelangt man botb nicht ju bet bon bet Ktoifion berttrtenen 
Staffafiung. Kenn bie Kitte, Wie ju unterfleßen iß, bic Bin- 
bteifc übetmähig nbbbt batten unb bem Seetangen b« fjerab« 
fegung auf ein normalet Mag, ohne babei Schaben ju leiben, 
nachgebtn tonnten. Wenn anbnetfeitt eine nachbrticflichc Sin- 
Witlung unb Machtcnifaltimg feitent b« beteinigten Aon- 
fumenten etfotbetlich afebien, um bie (Btgnrr junt Kachgcbcn 
ju bewegen, fo läht (ich bei bn, füt bie beteiligten Bolltlreife 
immetbin etbeblichen wirtfchaftlichtn Bebeutung bet Streit- 
gegenjtanbei nicht tagen, bah bie Sfonlottamen um ein« un- 
OnbältnitmAhig nrinbnWettigen eigenen fftoedfegung Wißen 
höherwertige ftembe Sntcreften rüdjicgttloi ju opfern unter- 
nommen hätten. Km einem Zertoritmui, ein« Serge waitigung 
bet anbnen Stteitteilei burch Migbraucg bn Solibaiität bn 
Slrbciterfcgaft lann im hotliegtnben /patte nicht gtiptoehen 
wnben. 6« mag fein, bah bie Slnlragfteßet, bic nach bet 
Stajügrung bet nften Klebtet« borWiegenb auf ben Aonfum 
bet Sltbeitetbeoölltiung angeWiefen finb, butch bie Stabführung 
bet Sogtal® oon einem mtpfinblichcn Setmögenöfchaben behobt 
ob« bettoffen finb. Sitar bah bie Oon bem (BetacrifcbaflbfartcQ 
onbängten Magregrln an fitb mit bet Slbfchneibung jeb« 6r> 
Wnbtmöglicbleit füt bie Betroffenen t'crfnüpjt wären ob« bah 
et girtbei batauf abgefeben fei, bie Bol/lctHertcn bauetnb in 
tbtn wirtfchaftlichen Griftenj ju f^äbigen, ift hoch aut bem 
Sotbtingtn bet Slntragfteßn nicht ju entnehmen, 6m beiartig« 


„SBiertricg" rnitb gewöhnlich nach b« Katar bn hier mag- 
gtbenben i’crbülrmfte auch mit oon befebräntrer Bauer fein, 
unb bie Ktgulicrung bet SlteitOnhältniffet Wirb butch bic 
Sctmitttlung bet in MiUribenfcgaft gejogenen Brauneren 
erleichtert Werben. S. c. ®., U. b. 2. Be}. 07, 86/07 VI. 
— Sraa- 

15. § 833 in Betb. mit § 254 SB®B. änwenbung bet 
§ 254 auf Säße, in btnen lein SBetfeguitan oorliegt, ab« 
objettioe fyiftbarleil bet Befcgäbigten anjunebnrerr ift ] 

SUt bet Stag« am 1. Mai 1905 in feinem mit einem 
Bfnbc tafpannlen Magen am Bfcgm ®aftgof in (Bannig 
Ootbeifuhr, f prang b« braune Spig bet Benagten oom (Baftgof 
aut auf bat iftfnb tat Alägert ju unb beßte et ent. Bat 
$ftrb (heute, ging burch unb Warf ben Magen um, wobei bn 
Aldgn Oerlegi Würbe. Irr Aläga behauptet, ba h>unb habe 
bat SdfeuWnbrn unb Burchgcbrn bei Bftrbet • Oerutfacbt, ba 
n unOermutrt unb plöglieg tarüorgeftürjt unb bcm Bfnta 
beßenb jwifchm bie Seine gefabicn fei, et auch gebiffen habe. 
Sr bat ben Benagten auf Scgmetjntigclb, Srfag bet erlittenen 
Sebabent unb ®ewäbrtmg einer Knete ln Stafprucg genommen. 
Bie I. SJnftanj wiet bie Alage ab. Stuf bie Bctufung bet 
A(ög«t änberte bie II. ^nftang butch Urteil Bom 1. gtbruar 
1907 bie trfle Sntfchcibung bahn ab, bag bn Alaganfpruch 
auf Schabenterfag unb Schmerjentgelb unter äbweifung bet 
Mebrgeforberten gut $älfte bem ®tunbe nach feftgcflcßt würbe. 
Keoifion bet Beltagtcn unb glnfchtahtebifüm bei' Aiägert ift 
jurüdgewieftn. let Benagte macht geltcnb : bat Knbeßcn unb 
Hnfptingen ber f-fnbe burch einen $unb fei nfahnmgtmähig 
ein fo gewühnlkh« unb normal« ffaß, bag bie $fnbe folchen 
©nbcüden gewachfen fein müjfen, unb Wenn fte biet im Srnjel- 
faße nicht finb, ihre ’Katur fo übertoiegenb wirtfam fei, bah 
bat Zun bet $unbci nach tat Suffaflung tat Sebent nicht 
mehr alt Mitarfachc in Betracht gejogen Wnben lönnc. Stßn- 
bingt Würbe für bic Jlnnabmc b« Aaufalität tat §unbct nicht 
outreichm. Wenn tarfetbe tarn gjfrrbe nur einen Slnteij ju bem- 
fenigen wißlürlccbcn Zun gegeben hätte, bot ftch a -t jihatan- 
btingtnb ertoict. Kur Werne bie Smwirhmg tat einen Zieret 
auf bic 3«fim!te bet anbnen Ziere« Iräftig genug War, um nach 
bcm gewöhnlichen iaufe bn Bingr, je nach tat Katar tar in 
Betracht lommentan Zingattang mit ein« getoitfm Kah»- 
fcheinUchleit ein tagimmtet S«baltm bet leglcrtn autjutöfm, 
tann baoon gtfproehm Wrrtan, bag tar fchdbigenta erfolg auch 
burch bat jurrft tätig geWotbrne Zin berootgrrufen worben ifl 
(Urteil bet «letmentan Senalt bom 5 . Mär) 1906 in 
Sachen IV 419,05). eben biefe Sorautfegungen finb ab« 
Oom Snufungtgericht in Wefenffich tatjäehlich« Kürbigung 
bejaht, unb ifl ein Kechttintum in biefen Sutfühiungcn nicht 
ertennbar. 6t ift auch Weiterhin tar Kechtiauffaffung tat Be- 
rufungtgnichtt beiju treten, bag im Sinne tat g 254 Jlbf. I 
S@S. bem bei tar entftebung bet Scgatani rnitwirlentan 
Berfehulben bet Brfchäbigtm glei^jufteßm ift: bie nicht burch 
rin fubjcltioca Bnfchultan bebingte, ab« fonft im ®cfege be- 
grüntate BnantWortliftdcit tat Scftbäbiglen für eine tat tar 
entftebung bet Schaben« mitwirlenbe Zatfacge, namentlich bie 
BerantWortlichteit bet Srf$äbigten für bat Zun tat Oon cbm 
gehaltenen Zieret getnäg tarn g 833 B©8. Ber g 254 ta< 
hembtU bm <jaß ber fogenarentrn Äompenfattan tat culpa. 



37. >l>rftcmfl. 


Quiiftifdie fflotfjenfdjrift. 


41 


SRit Seebt $ ober fdjon anbei weit bemeifl tootben (Staubingeti 
Kommentar II. Hufl 8b. II Bem. 2 ju § 254), ba§ ti fid? 
hierbei in SSabrbeit nic^t um äufteibrmng bcibetfutigee Sebulb 
bembtlt. na<b bem SSonmboIte bei § 254 3Sbf. 1 

brauet minbtflcni auf emet Seite teine Sibulb Botjuliegcn. 
Stclmebt liegt btm § 254 toefttultcb bet ®e baute jugrunbe, 
ba|, wenn bei Befebäbigle neben btt Bon betn E^äbigtt ge. 
lebten Urjaipr (ine mitteirlenbe Urfaebe für ben febaben« 
bringenben Befolg ^cxgeftellt bat, biefet Umftanb auf ba* Be« 
lieben unb bie Sgil/t br4 Sebabenletfabanfprusbi bei 8ef<bä* 
bigttn ntabgebmb cinjutoirlen ottmag. 3n elfter Sinie ift 
brmncitb barauf jueüdjugeben, ob neben bem Behäbiger aueb 
bet Befibäbigic bti bei §trfiellung bei objeitibtn Kaufet« 
jujammtnbangi, fei ei bunb pofttibei Zun, fei ei buteb bai 
qualeftgieite Uninlajjen bei Hbf. 2 bäjefbfl, mittätig getootben 
fei. gieilieb genügt niebt feblcebtbm bie Zatfaibe, bafs beibe 
Zeile in ibtem SufaaimtMtmlm objeöto utfäeblub getootben 
tmb. SSenn in einem fRcebtifpfiem bie §aftbenlcit füt ein Zun 
ob» Untnlaffen babuteb mitbeftimmt ift, bafe biefem Zun 
obtt Unteilaffen eine fubjeltive Sebulb jugrunbe liegt, fo 
toitb bem objeiliBtn fiaufafjujammenbange eine Sebulb ent> 
i Oie eben müffen. Set I. Gut Wurf jum 8®8. ftanb firer.g auf 
bem Stoben bti Sebulbptinjipi. Zielern Stanbpunli enlforatb 
bie Senfebtift bei § 254 bafelbft, tsona<b bei ffaS bet ton« 
hmictenben Sebulb bann gegeben toar, trenn „bei bet Gnt« 
ftebung bei bon einem anbeten oeifcbulbeten Sebabeni eine 
$abeläf|igleit bti Befebäbigten mitgttoirll bat". Ziefern 
fubjcftiUen Stanbtmnlt tmfpracb ei toeitei, toenn uatb Saf) 2 
bti § 254 bei bei äkrtttlung bti 6<babcn4 inibefonbete 
;u infiibigen ifl, „ob unb intDiefem bai Beifebulbcn bei 
anbetn obtt bie ff abrliffigteit bei Befebäbigten übettsogen 
bat". Bti bet Junten Beratung bti ®ejebenttettifs tmttbe 
niebt mebt abfolut am Scbulbptinjip fcftgebaltcn. ffii bombe 
bem ®ebanten (Bellttng oetftbajft, tajs in geteilten gäUen eine 
Haftung au<b ohne üetfe^ulben eingutieten habt. Sotncbmlüb 
mutbc eine objettioe Haftung bei Zirtbalteti füt ben bmeb 
bai Ziet bttutfatblcn Sebabrn emetlannt. Untet bet Begrün« 
bung, bajl nunmebt aueb loltbe ifäHe ju beulen feien, in tedtben 
jemanb füt feint ^anblungen ebne SRüdfiebt auf fein SJttfebuIbtn 
einjufteben (rate, teuiben Snträge gefttüt, bem § 254 bie 
Raffung ju geben: .feniotemeu ein Bctfebulben bei Srftba* 
bigien, teeleb« bti bet Ontflebung bei Sebabeni mit« 
geteilt! bat, ben ßtfabanfprueb auifeblie|t, bängt bon ben Um« 
fiänbeu bei ffallti, inibefonbete babon ab, inteictoeit bet 
Sifraben »otteiegenb bon bem einen obtt bem anbtien Zeile 
Beeutfaebt teotben ift." ($abn SRaterialitu jum 8®8. 2, 519.) 
Jm teefentlüben $ biti in bai ®e|t(} übergegangen. 3» 
jteeteilei fRiebtung ift babuteb bem Scbanten bet obfettiben 
Haftung IRetbnung getragen. Ginmal teitb aueb ein ntebt 
iebulbbaltei Sietbalten bei Stbäbigeti alt $aftungigiunb 
anertannt. Sobami teitb raub beiben Seiten bat füt bie Siet, 
ieilung bei Sebabeni ali beftimnienb angtfeben, inteieteeit bei 
Staben oottoitgtnb Bon btm einen obtt anbtien Zeile Bei« 
utfaibt teotben ift, al|o bai objtiiiBe Sletbaltnii bet Bet« 
libiebenen Äaeifaliiäten ali tecfenllieb entfibeibenb in Brtraebt 
gejogen. ßtne Haftung bei Beftbäbigten aueb ba, teo ibn 
Bafebulben niebt trifft, ift in § 254 niebt aetibrüeftieb aui« 


gelbtceben. Zai ctfiebtlieb gemaefne aügemtme ge|ejgebtri|eie 
SRotio, bai „loniutiicrtubc Bctfebulben" aueb infoteeit anju« 
nehmen, ali bai ®efej eine Beiantteoitliebleit ohne Sebulb 
anttlemt, mufe aber ju btt Hnnabme führen, baff aueb bie im 
®tfe$ begrünbete objehioe .'haftbatieit bei Befebäbigten füt 
bie Hnteenbbarteit bei § 254 in Betreibt ju lommen b®t- 
Zer Bcf^äbigte bat in folebcm gatte ebenfo toic btt Sebäbiget 
in gefejlitb uetantteottliebet SBeife eine SRitutfaibe füt ben 
febabenbiingenben (Erfolg gefebaffen, unb et Iä|t feeb niebt ab« 
(eben, teatum füt biefen fjafl feine fonfi begrünbete ©aftbaileit 
Billig eniigtfebloffen fein foD. Zitfe ®ruitb|äfe mfiffnt ini« 
befembete au$ bann jm Hnraenbung lommen, »enn ei feeb um 
bie Setanitooriliebfeit bei Befebäbigten auf (Btunb bei § 833 
B®6. banbeit. SRit Seit ift babet bet § 254 Stbf. 1 im 
oorlicgtnben gaüc jm Hnteenbung gelangt, unb entfpriibt ei 
aueb bet Saeblage, Wenn bai Berufungigetiebi ben Sibnben 
gleichmäßig auf beibe Parteien Betteili bat. Zn borentteieltlten 
Huffaffung füllt fte§ bie fonfligt Beebtfptebung bei HS. niebt 
entgegen. .fjanbelt ti fi<b um eine {wnbluug einti flinbei 
unter 7 Sab”" °btt feonft tinct nie^t beliltifSbigtn fßetfon, fo 
Eann Bon einem Bcefebulben bei Befebäbigten naib § 254 
Hbf. 1 in bet Zai niebt gefotoeben werben, unb bai 91®. bat 
mit 9i(<bt jebc auibebnenbe Huilegung infoteeit aigelebnt. 
Zenn alibann entfällt überhaupt jebet Stunb für bie Slecant« 
teotUiebltit bei Befebäbigten. ®nt objeltiBe Haftung ertenm 
ben bai ®t[eb grunbjä|)Ueb niebt an. SR. c. ff., U. u. 
21. Stob. 07, 163/07 IV. — »reiben. 

10. § 833 B®B. Hnfpeueb gegen ben Zittbalter, Wenn 
buteb bai Betten fetnti fyrnbei btt SJetlepte Bot Sebted ju 
Boben ftüejtl] 

Alägttin behauptet, bet $unb bei Btllagten habe fee 
tätpeilieb Berlept unb fee (ti babuteb ertottbiun(äbig getootben. 
Sie fbeCt ben Botfal jo bat, bafe fie, um in ihre im Qaufe 
bti Bellagien befinbliebe Söobnung ju gelangen, aui bem 
Sorbet häufe in ben $o| binauigelrrten fei; kort fei btt {nmb 
bcQenb unb ohne SRaullotb auf fit jugtfpnmgen, fie abet fei 
bot Sebted bietübtt ju Boben geftürji. Wage, Berufung unb 
StePifion fbnb Jutüelgeteieftn teotben: Zie Seoifion belämpfi 
jtmäebfl bie Hnnabme bei Betufungitiebieti, bufi, obwohl btt 
$nnb gebellt unb bie Wägtein banaeb mit einem Huffditti ju 
Boben gefallen fei, ein Hnteenbungifaü bti § 833 S®B. 
niebt botluge. @in Hngriff bti Zietti fei bittju niebt et« 
fotbetliib. Zai Sellen bei $unbet habe fid) ab« aueb auf 
bie Wägeten bejogrn unb fei Pon ihr ali ein btobenber Hngttff 
angtfeben teoeben. Zie SteOidor, ottteci§ auf bai in 
Soeben ®. c. 8. (IV. 507/05) eriaffene Urteil bti Senati Pom 
11. Hptil 1906 (3SB. S. 349 ! ), teonaeb § 883 8®S. aueb 
bann anteenbbat fei, totem jemanb bueib einen untet Bellen 
gegen ihn bttanlaufenben $unb in bie fftuipt getrieben teitb, 
babei ju ffaü lommt unb, ohne Bon bem (tunte löcpeclieb 
betübtt ju iextben, einen Rötpttlibaben etleibel Zai ift 
Perfrblt- HOetbingi taim btt Sbrpce einei SRenfeben buteb 
ein Zitt teilest Werben, aueb °b«< ba§ ei Jteifebcn bem Ziere 
unb bem SRenfeben ju einet tttpetlieben Boübtuog lomml. 
Ziei b"! btt Senat niebt met in bem Bon bet SteBifton be> 
jtiebneten Urteile mit bem §intoeife batmef angenommen, ba§ 
ei fieb txunatt um einen biffigtn $unb banbelte. beffen 

6 



42 


Qurtjtifdje SÖodjenfdjrift. 


Od 2. 1906. 


©eilen unb #eranlaufen Wo# geeignet getoefen fei, ben ©er* 
lepten gu erphreden unb ihn gum Wortlauten gu brranlajfcn; 
fonbem ber Senat h 0 * e« auch fonp gelten laflen, fo oft ba« 
©erfahren be« Ziere« ben SWenfchen in eine ernpe ©efa&r 
bringt tmb ber ©cfäbrbete burd) bie 91 rt unb Sffletfc, tote er 
ber ©efaht gu begegnen fucht, gu Schaben lammt. (©gl. bie 
Urteile be« Senat« in Sachen ©. e. bom 18. 3«ni 1906, 
®ru<hoi«©ftir. 51, 197 ff. unb in Sachen 91. c. 91. bom 
25. IRärg 1907, 3©* ©• 307*.) 91 dein im gegen bärtigen 
©echt«faflc fchÜepen bie WePpellungen be« ©erufungärichter bie 
Annahme au«, bap gtoiphen bem ©erhalten be« #unbe« unb 
bem angeblichen ÄöTberfchaben ber Älägerin im $e$t«finne 
ein auch nur mittelbarer urfädhli$cr ^ufammenbang beflanben 
bat. Zer £unb be« ©eßagten toar — bie« ftcUt ber ©erufung«* 
rkb tCT feft — ein gutmütige«, gu ^atmlofem Spüle geneigte« 
Zier, ßr bat nur gebellt unb ifi mept auch bellenb auf bie 
Älägerin gugelaufen. 3n eine tx>irtlic^e (Befahr ift habet bie 
Älägerin buttb ba« ©cnehmen be« £unbei nicht geraten; bie« 
jelbft bann niept, Wenn, toie je# bon bei Siebtfion aufgepellt 
toüb, pep ba« ©eilen an bie Äbreffe ber Älägerin richtete. 
SRach täglicher SebenSerfaprung n>ar bielmepr auch ein folcpe«, 
bon einem gapmen unb gutartigen $unbe au«gepenbe« ©eilen 
ein ungefährlicher ©organg. §aben aber m bet ©eifern ber 
Älägerin bermoge ihrer Slerbenfcpmäche ungetoÖpnlicpe ©or* 
au«fe#mgcn beflanben, bie — trop ber Ungefäprlicpleti be« 
Sorgangc« in objelliber ©etxachtung — ben ßiirtritt eine* 
Äörperfcpabfn« erfl ermöglichten, fo lommt bie nach «in 
theoretifeher Anfcpauung bieUeicht beftehenbe ÄaufalbetBinbung 
gwifepen bem ©eilen be« §unbe«, bem #üi faßen ber Älägerin 
unb ihrer etwa babei erlittenen ©etlepung für bie ©echt«* 
antoenbunq nicht in ©etraept, Weil pe außerhalb ber bom 
©efe# geW oUten Siegelung liegt 2Sa« fobemn ben ©er juch 
ber Älägerin anlangt, ba« galten be« §unb<« al« einen ©erflog 
gegen bk bem ©eliagten al« ihrem ©ermicter obliegenben Ser* 
pPicptungen bargupetten, fo Weiß ber ©erufung«ri$ter barauf 
hin, bap bie bon bet Älägerin begegene 9Hiet«wobnung P<h « 
bem £aufe eine« ©chlächtermeifter«, be« ©ellagten, bepnbe. 
©ei einem folchcn ©eraerbetreibenben bilbe ba« galten eine« 
$unbe« bk Siegel. -Damit wtrb bemetnt, bap ohne befonbere 
unb auöbrüdlicpe ©ertrag«abmachungen bem ©eöagten ba« 
galten eine« folchen #unbe«, wie c« feine junge Zoag« tß, 
bertrag«wäpig unterfagt War. ©tan aber bie üftcbipon auf 
ba« Urteil be« XII. 3©. bom 26. 3amiar 1904 (3®. ©. 141) 
berwriß, wonach c« bk ©ß«cht be« ©crimeter« ip, für eine 
gefahrlofe ©enubbarleit ber bem ©emetngebraud) ün ^aufe 
btenenben §aueieiie Sorge gu tragen, fo fcheitett ber hierauf 
grßüpte 9lcüißon«angriff an ber fepgepellten ©utmüliglett unb 
Ungrfährlichleit biefe« $unbc«. Z. c. Ä., U. b. 9. Zej. 07, 
202/07 IV. — ©erfin. 

17. §§ 1568, 1573 ©@©. Schwert öelelbigungen in 
Serbinbung mit früheren betgiepentn ©erfehümgen. ffiefent* 
lieh« 3eitpunlt für bie 3*nüttung. $erbortretcn ber 3errütiung 
ün ßpeprogeffe.] 

Za« 02®. berlennt, baß bk bon ber bellagten ßpefrau 
ün fiaufe ber ©tremgleiten ün ßJlärg imb April 1903 getanen 
Äußerungen: „Za« ifi meberträchtig unb gemein, ich febe ein, 
Welch einen gemeinen unb nkberträchtigen libaraltrr Zu fnegft" 


unb ferner bie ©chimbftoorte: „9)leineib8fchtoöiCT unb ®h«* 
brecher", gleichbiel loa« fte bamü gemeint h<U. fe^on ber ^onn 
nach fehlere ©elcibigungen be« 9)lanne« enthalten, ©lägen pe 
ünmerhin, für pch aHetn betrachtet, jur ©egrünbung ber Sehet* 
bung«llage nicht au«rtichen, fo lönnen fie boch unter gebilbeten 
ßhegatten burch leine ber bom ©erufung«richter angepefften 
Srtoägungcn fomeü cntfchulbigt werben, bap pe nicht »enigPen« 
mit Unterpühung anbrer berjährter ober berjiehener Zatfachen 
al« boDwichtige S<hcibung#gtünbe bertoenbbar wären. Zet 
©erufung«ri<hter forbert ferner jur ÄnWenbung be« § 1573 
mit Unrecht, bap jene älteren berjiehenen Zatfachen immerhin 
„eine fchwere ©iippimmung jurüdgelaflen haben müpten" unb 
lommt ju bem unannehmbaren ßrgebni«, bem Äläger bk nach* 
trägliche ©eltenbmachung jener Zatfachen gerabe be«halb ju 
berfagen. Weil et bie ihm to Verfahrenen fchweren tätlichen 3** 
füllen feinetjek „berjlxdh, reftlo«, ehrlich bergeben unb oetgeffen 
härte". 3m ©egenteil Wäre gerabe au« ber ©ottftänbigleit unb 
©rünblichleit ber ©erjeibung ju folgern gewefen, bap ber anbre 
Zeit um fo beinluher bemüht fein mupte, ftch neue ©erfehümgen 
nicht jufchulben lammen ju laffen. 951enn pch baher bie ©«• 
Hagle nach ber im 3^^ 1893 erlangten ©erjeihung in ben 
3ahren 1896 unb 1898 gu neuen Wieberum ba)iiehenen Zät* 
lichleiten unb fobann im ^rühjaht 1903 gu fehweten ©elei* 
bigungen üat hinreipen lapen, fo waren biefe öerfebümgen mit 
befonbet« fttengem ©lape gu me Pen. ß« genügt, bon ben 
älteren ©orgängen h^üorguhehen, bap bk ©ellagte auch nach 
ben Annahmen be« 8erufung«richter« ün 3®» wir 1896 ben 
fpät unb angetrunlen nach ^^uf^ tommrnben Äläger angefbudt 
unb bap pe ihm im 3<*h« 1898, WÄbroib et an bem Sohne 
ber ©arteien eine „objebib ba« gewhhnlühc 3Rap nicht über» 
peigenbe 3üthtigung" botnahm, ohne jebe ©cranlapung eüte 
Ohrfeige betfeffte. Zer ©<tufung«ri<hteT tritt an bk ©cur* 
trilung biefer übetau« fchmeren älteren wie ber neueren ©er« 
fehlungen mit ßrwägungen heran, bie in mehrfacher ©egiehung 
rechtditrtümlich pnb. ®r berlangt, bap alle ©erfeblungen. Wenn 
barmt bie @<heibung begrünbet Werben foß, „ihren ©runb pnbe« 
müpten tn lieblofer ©epnnung, in 3anl» ober ^enfchfucht ober 
in emem unjäbmbaren Zemberament", fomtt in einer ©ernüt«* 
anlagc, bie eine ßBieberbolung ähnlicher ©cfdjebniPe beforgen 
laffc. ©Denn bamit gefagt fein foQ, bap tn § 1573 eine ge* 
toiffe ©leichartigleit bet öerjchi ebenen @rubb<n bon Zatfachen 
ooTau«gefept Werbe, fo iP btefe AupaPurrg bom $R®. bereit« 
bklfach al« rechtäirrig jurüdgetmefen worben, ß« ift ferner 
üherfehen, bap § 1568 Schlupjaf) bie grobe ©üpbanblung — 
unb um eine folcpe hanbelt e« pch bei allen bret älteren ©or* 
gangen — immer al« ühroerc ©exlepung ber burch bk ßhc 
begiünbeten ©pichten „gelten" läpt Zamtt ip. Wie ba« 3^©. 
gleichfalls, fo erP neuetbing« in Sachen 91. c. 9t IV. 98/07 
mit Urteil bom 14. Cftober 1907 anerlannt hat. für ©erüd* 
pchtigung fubjrltwex ßRomente, wenn überbau#, nur ein äuperp 
geringer Spielraum gelaffrn. ÄeineäfaU« fann bem fcpulbigen 
Zeile feine gu ©iiphanblungen neigenbe ßbaralteranlage, Seihen* 
fchapluhlcit, ^»eftiglcit unb letchte ßrregbarfeit auch nur milhemb 
gugute gerechnet werben, ßbcnfomemg Wirb bie ßJlipbanblung 
ihre* Gbaraftrt« al« fchroeter ©pichtwerlrpung babutch entfletbet, 
bap ber iRiphanhelte barauf feinerfeü« mit Zärtichletlen er* 
Wibert h^l/ toenn pe, Wk im Streitfälle auch *** && 



37. ^aljrgang. 


Quriftif^t SBodjenfrfjrift 


48 


rufung^rapter annimmt, nur ftpr leistet ©atur getoefen ftnb. 
©nbltcp laim nicht babon bie ©cbe fein, baß SKuiterlub« ober 
©OTge um bie ©cfunbprti be« Kinbe« aud? nur einigermaßen 
entJcbulbigm lötmten, baß eine SRutter brn in ber 9lue Übung 
be« 3 i 1 < $tiß un 0 $«d? tf $ begriffenen ©ater ebenbe*balb bot ben 
Äugen be« ©opne« obtfeigt. Eegt man an ba« ©erhalten bet 
©eUagten ben objehiben, belpalb auch in biefer 3 nfa n * 8 “ 
panbpabenben SRaßftab be« ©cfe^e* an, fo ifl ferner ju fagen, 
baß bem Kläger, nachbetn er bretmal b«r ©eUagten ©erfcplungcn 
fchtoerfter 2 rt beruhen unb trophein neuen ferneren ©eleibigungen 
bon ihr au*gefept toorben ift, bie ^ortfepung bet ®p< nic^t 
mehr jugemutet toerbcn tarnt. ©etm fomit färntlicpf übrigen 
Srforbemiffe be« ©efepe« erfüllt finb. Jo lann fvcp nur noch 
fragen, ob gegentoärtig eine tiefe Zerrüttung be« ehelichen Set* 
hälimffc« eingetreten ifl unb bejapenben §aB«, ob fie burth 
ba« ©erhalten bet ©etlagten bmnfacbt ober boep mit berurfacht 
ift Ätterbing« ifl biefe $rage totfrniltch tatfächlicher ©atur. 
Da* 91®. ift be«pal& bexhtnbert, au« § 1568 ©@B. fofort 
auf ©chetbttng ber ßbe ju etfeimen, obtoopl bie gange Sachlage 
augrnf$einli(b auf ©ejapung ber ^age jubrängt. Daß ba« 
eheliche ©erhaltnt« ber Parteien gegentoärtig tief jmüttet ift, 
fcheint auch ber ©erufungftrichter nicht ju oetlennen, trenn er 
am Schluffe ferne« Urteil« perrDTpebt, baß bie Parteien „jept 
eine förmliche (Erbitterung gegenetnanber pegen, fo baß ein 3u* 
Jammenleben beiben Zeilen in popem ©rabt peinlich fein müßte". 
Damit Ift unberträglicb, trenn er unmittelbar borber nur „eine 
an Söltens 0 tenjenbe ©panmmg unb ©etflimmung" gelten 
laffen toifl. ^ebenfalls ift e« reehtairrig, trenn er bttrrbei bie 
^Dlöglicbfeit einer fünftigen ©ieberterföbnung ber Parteien mit 
perrtnjiept. Da* 9t®. bat in bcflänbiger ©rchifprecpung biefen 
©cfühtapunft gutüefgetoiefcn unb babei petbotgepoben, baß al« 
maßgebenber bafür, ob fämtlicp« ßrforbemiffe be« 

§ 1568 ©$©. gegeben ftnb, lebiglub bie lepte tnünblicbe ©er* 
banblung »or (Erlaß be* Urteil* in ©etra<bi tommi Bezüglich 
be* urfä<bli<ben 3 u f arnrnfn b an ß* jtotfchtn bet Z^nftttung ber 
ßbe unb bem ©erbalten eine* ßprgatten batf ferner bei Mn* 
toenbung be* § 1573 nicht geforbert toCTben, baß bie ehe* 
jmüttenbe ©irfung fotoobl bon ber einen al* bon ber anberen 
©nippe bon Zatfacpen au*gebt. ß« genügt Pteltnchr, baß auch 
nur eine bet Zatfacpen biefe ©irfung pfTborgmifen bat, toäprrnb 
bk übrigen Zatfatben nur für bie Beurteilung be* ©cpulb* 
maße* in ©macht lommen (Urteil in ©aipen ©. c. ©. 
IV. 473/05 bom 29. ©lärj 1906). fNamentlitp tann auch bie 
tokbttauflebcnbe (Erinnerung an eine erlittene, Wenngleich feinet* 
geh betriebene 6 <bmacb allein febon eine epejerrüttenbe golge 
haben, ßnblicp barf ba* ©otpanbenfetn ber 3 fm ittung toie 
be* urfächlicben S“f Ä *wmcnbange* auch nicht be*bdb oemeint 
toerben, toeü beibe* erft im ©erlauf be« ßb e b rc, 8 f fl f ® h f^w>r, 
getreten if. 6 * toitb im ©egenteil regelmäßig einer befonberen 
©egtünbung bebürfen, toenn angenommen toerben foB, baß eine 
in ber Zat borhanbene eheliche Ztvrüttung nicht auf bie geltenb 
gemachten, an unb für f«b triftigen ©cbeibung«grünbe jurücfc 
rufübren fet, baß ficb bie Klagpartei bielmehr in ©abrbeit 
hiergegen gleicbgültig berbalte ober fte lebiglub al« Sor* 
toanb $u einet au* anbem ®tfinben erftrebten ©h^tb^ibung 
benuben toofle. ß. c. ß., U. b. 9. Dej. 07, 137/07 IV. ^ 
$*Ue. 


18. §§ 1568, 1574 ©®©. ber b. mit § 620 3$0. ©eltenb* 
maebung bon Zatfatben be* ©habend al« ©mnb ber ©be* 
febeibung. Änerfennung gleicher ©mpfinblubCeit be* ©etlagten 
toie bie ber Sttägerm. ©erfiefftthtigung ber Äuafcßung be* ©et* 
fahren* bon 91mt« toegen.J 

Die ßhe ber ©arieien tft burch ba* Urteil be« 8 ®. auf bk 
Klage bei fftau au« ©erfcbulben be« IRanne« gefebteben toorben. 
Die Berufung be« ©etlagten, mit bet er ben Antrag auf 
abtoeifung ber Klage toieberholt unb für ben gatt bet 8 uf* 
tecbterbaUung bet ©cbeibung bie Klägerin für mitftbulbig ju 
elitären beantragt batte, if jurücfgetoieJen. Da« 31®. h*>b auf: 
Die SRebifion toenbet ficb nicht ohne @nmb bagegen, baß in 
ber 91 rt unb Skife, toie ber ©ellagte ficb 0 f 0 «t W« ©rojeß* 
bebauptung brr Klägerin berteibigte: fie habe fub ihm nicht 
frettoiBig bingegeben, eine rechtlich in ©etraebt lommenbe 
©erfchlung erWtcft toorben ift Die 3letbt*erhebli<bteit ber grage, 
ob bie ©eitoobnimgen, toie bie Klägettn behauptete, nur mit 
Drohungen errungen toaren, ftanb außer 3b»ifel, ba bon ibr 
bie ßntfeheibung über ben ©tntoanb ber ©et|eihung abhing. 
Sar nun bie Bebauptung ber Klägerin untoahr, fo ift e« aller* 
bing« richtig, baß bet ©ellagte fie pinjunehmen ober mit 
feblicbtent ©eftreiten gu beantworten patte, fofern fein ©erhalten 
auSfcbließlicb nach bem SRaßftabe einer tieferen ^crjen*bilbung 
unb einer bomehmeren ©efinmmg ju toürbigen getoefen toätt. 
Dagegen if e* bom 9lecht*fianbpunlte au* unrichtig, ihn 
für bie fcbrtftlicben unb münblicben Äuilaffungen feine* ©rojeß* 
beboBmächtigten felbft bann beranttoortlich |u machen, toenn 
biefem bei ber ßtteilung bet e™ f brrattige ©er* 

toenbung ber ihm gemachten HÄitteilungen untetfagt toar. Die 
bloße ©enmitnng, baß bet ©ellagte ben jene auilafjungrn 
cntbaltenben ©ebriftfaß felbft „lonigtert" ober „lonjipiett" h«b«/ 
änbert pietan nicht«. 3 f t>enfaß« würbe auch im ^aBe einer 
nachträglichen ©iBigung biefe* ©orbringen*, Weit mepr aber 
necb mfotoeit, al« e* ficb um We bertraute ßrörterung ber 
©otgänge gtcifcbrn bem ©etlagten unb feinem Sachwalter 
hanbelte, bem ©eUagten rechtlich al« entlaftenb anjuteebnen 
fetn, baß er fachlich erhebliche unb )U einer projeffaalifch »irl* 
famen ©ertetbigung bicnlicbe ©eßauptungen oor brachte, bon 
benrn etnfhbeilen noch nicht feflfteht, baß fie tatfächluh unrichtig 
ftnb. Daß folche Behauptungen, Wie ber erfte dichter unter 
©iBigung be* 8 erufimg«ruhter* amtimmt, nur angebeutet 
unb nicht auch au*gefbro<hen toerbcn burften, emfpruht nicht 
ben anforberungen boBer Klarheit unb Offenheit, bte für jebe* 
gerichtliche ©erfahren bte grunMaphcpe ©egel bitben müffen. 
hiernach »fl in einem ©untte, auf ben ber ©crufun*richtet felbft 
ba« CTbeblubftc ©etoicht legt, bte amtabme unhaltbar, baß bem 
©etlagten eine ©heberfeplung wr Saflfäflt ©oüenb* unhaltbar 
ift ba* ©erufungfurieil infotoeit, al* ber ©eTufung*richter ben 
bebtngten Untercmtrag be« ©eflagten, bie Klägerin für mit* 
fcpulbig |u ertlären, jurürfgetoiefen pat. Der ©erufung«ri<hter 
unterfteBt babei bie 9Ruhtigleit ber ©epauptung. Klägerin pabe 
an |toei berjepiebenen Orten in ©egentoatt ^rember gegen ben 
©eUagten ©chimphoorte tote „Schuft", „Cnmb", „gemeiner 
Kerl" au*fleftcßen; fte pabe auch fchon bor ber Zrennung bei 
ben geringften anläffen ipn „Kerl" unb „^mnb“ geJchimpft, 
ba« gemetnfame Ktnb einen Bauern ben gcl genannt, ben ©etlagten 
Wegen feiner poluifchen anfehauungen al« rüdflänbig bejeiCpnet 



44 


§urtftifd}e $8od)enfd)rift. 


Dä 2 . 1908 . 


unb ihn mit be,tug auf feine Stellung als SRefertoeoffxgier bureb 
bie Semcrfung berpöpui, bap bie« jebet ©chufter unb Scpneibfr 
toerben tonne. Da# alle# fott entfcpulbbar fein, toeil Betagter 
bie Klägerin anbauernb fc^tee^t bepanbrlt pabe. G« fehlt 
inbeffen jebe fteftfteHung barüber, toorin bor bet Trennung bet 
Barteien — unb um biefe fyit fcheint e« ft<h bo<h in elfter 
Üinie ju hobeln — bie fc^ledhte Bepanblung bet Klägerin 
berauben bat 2Ba« au# bet fpätcren 3cii al# ben Betagten 
belaftenb feftgefteHt ift — Auperungen, bie jum Deil auch bon 
ber ©negung über bie heimliche SSJegnapme bc# Kinbe«, übet 
beffen ©cfäprbung bur<p bermeintlich unjtocdmäpige Bepanblung 
unb nicht minber bon bet Abftcpt, bie Klägerin jum ©inlcntcn 
Zu betoegen, eingegeben fein tonnten — erreicht an Sdptoere 
nicht entfernt bie bet Klägerin borgetootfenen ©dpimpfworte unb 
Schmähungen, ©teilt man fich auf ben gleichen ©tanbbunft, 
ben bet Berufung«richict bet Klage gegenüber einnimmt, bap 
Aupcrungen, toi e fte bem Betagten botgetoorfen toetben, unter 
ben obtoaltenben Umftänben ba# feinfühlige ©mpfinben bet 
Klägerin bi# jur gänzlichen S«rft8rung ihrer ehelichen ©eftnnung 
Oerfrpen formten, fo ift nicht abzufepen, toeSpalb bie 2lnertennung 
gleicher ©mpfinblicpfcit gegenüber berartigen Angriffen, bie fiep 
gegen einen Blann in angefchener Stellung richteten unb fein 
©prempftnben &um Deil an befonber# bertounbbaren ©teilen 
treffen mochten, bem Betagten berfagt fein fofl. Die SRcoifion 
jieht in biefem 3ufammfnpange auch ben gegen bie Klägerin 
erhobenen Bortoutf betan, bap fte bei ber Ausbringung bet 
3toang#boÜftredung ben ®eri<htSt>onzieper angetoiefen pabe, 
ohne ®runb gerabe folcpc Sachen bet bem Betagten ju bfänben, 
an benen befonber# fein piuß; fo fttue Dffijierfluntform 
unb feinen ppotograppifchen Apparat. $$n b'rftr Beziehung ift 
jebenfall# fobtel richtig, bat bie ©ttoägungcn be« Berufung#* 
richter«, toonach ber Betagte burch feine §artnädigfett ju ber 
©rtoirtung ber gegen ihn erlaffenen emfttoeiltgen Verfügung 
fotoie zu ber 3'uangfibDlIftredung felbft Bcranlaffung gegeben 
habe, bem Borbringen be« Beflagten nicht gerecht toetben. 
Denn bet Betagte toarf ber Klägerin bor, bem ©cricptSfc>olIzi*btr 
ohne prattifdpen 3toed eine unnötige, ihm aber befonber« 
empfinbltcpe Ausführung ber Bollftredung aufgetragen zu 
haben. Unter ben gegebenen Berhältniffen ift hiernach bie 
Ablehnung einer Antoenbung ber §§ 1568 unb 1 574 Abf. 3 B©B. 
unzureichenb begrünbet Da# 31®. fab fiep fchlieplicp burch bie 
Sachlage bor bie §tage gefteflt, ob bon Amt# toegen unter 
Befolgung ber im § 620 Abf. 1 ©ap 2 3$D. enthaltenen 
®efepe#t>orfchrift bie Auiftpung be« Berfahren« noch in ber 
ÄebiftonSinftanj anzuorbnen fei. Der Umftanb, bat bie Klägerin 
allein in ber BetufungSinftanj jebe Ausfüllung abgelehnt pat, 
ftanb einem folchen ©efchluffe nicht entgegen. £äpt fuh 
annehmen, bat auf feiten be# Betagten immer noch eine toabre 
unb tiefe 3uneigtmg zu ber Klägerin befteht unb bat *4 ihm 
etnftlüp barum zu tun ift, gefchehene# Unrecht toiebet gut zu 
machen, fo barf ihm im ^ntereffe ber Aufrechterhaltung ber ©p« 
bie Antoenbung ber bezeichneten ©efepeSborfcprift ni$t berfagt 
bleiben. Die« um fo toeniger, toenn mit ber Btöglicpteit gerechnet 
toerben tarnt, bie Klägerin bem ©inftuffc ihrer ©Itcrn zu 
entziehen, bon benen ber BerufungSrühter felbft annimmt, bat 
fte an ber Dtübung be# ehelichen Berhällniffe« bieüeicht nicht 
ganz fc^ulblo«. getoefen feien, fotoie toenn bie SÖtöglicpfeit 


beftänbe, bat ba« gememfcpaftlichc £au#toefen an einen brüten 
Ort beilegt totrb. Da jeboep Berattlaffung borlag, bafi 
Berufung«urteil aufzubeben unb bie Sache in bie Sufanj 
Zurüdzubertoeifen, fo erfchien e« angejeigt, bie ©ntfdpeibung auf 
©runb unmittelbarer unb umfaffenberer SBürbigung bet Ber* 
hältniffe auch Ü* biefer Beziehung bem BerufungSricbtcr zu 
übetlaffen. SR. c. SR., U. b. 12. Dez* 07, 282/07 IV. — 
BZarientoerbcr. 

3tbilprozefeorbnung. 

19 . §§ 3, 9 , 546 3 ^ 0 - Berechnung be# Streittoert«, 
toenn e« ft<h um eine erft in ber 3utunft beginnenbe Amte 
hanbelt.] 

Au# ben ©rünben: ©trettgegenftanb ift in biefer 5«* 
ftanz nur noch bie ^ahreSpenfton bon 717 M, bom 60. ©e* 
buriSiage bc# Kläger«, b. p. bom 17. Ottober 1922, an auf 
unbeftimmte 3^t. Kemefitoeg# barf auf biefer ©runblage ber 
Befchtoerbetoctt naip Blapgabe be« § 9 berb. mit § 546 
Abf. 2 3«P0. auf 12*/. X 717 M, b. p. auf 8962,50 M, 
angefept toetben; ba# toürbe nur barm richtig fein, toenn bie 
ftrettigen ^ahreSjahlungcn fofort |u laufen begännen. Da fie 
erft mit bem 17. Ottober 1922 cbentueü anfangen, fo ift eine#-- 
ieil# toegen ber Ungetoitheit, ob ber Brnfionär bann überhaupt 
noch We» toirb, anbemteil# toegen ber jebenfall« noch toett 
binau#gef<hobenen ffrättigfeit ein toefentlicp geringerer 2öert nach 
freiem ©rmeffen (§ 3 3BC 1 .) anjufepen. 2>et Senat hat tn* 
beffen tein Bebenten gefunben gegen bie Annahme, bat ber 
fragliche 2ücrt jebenfall« 2500 M noch überfteige. Somit 
erlebten bie Aebifton nach § 546 3BD. al# zuläfftg. SR. c. 
Breut.*eifenb.*^i«t., U. b. 15. Bob. 07, 68/07 VL — Gelle. 

20. §§ 56, 528, 566 3?*0- ©eltenbmachung ber mangelnben 
SOafriblegilimation in bet RfbifionSinftanz.] 

3n einer Klagfache ber ©tabtgemeinbe Berlin gegen ben 
Königlichen Breuttfchen $i#tu«, bertreten burch bie Kömgli<he 
Gbarite bafelbft, toar bet Klaganfprueb burch 3*»if(h<uurteil 
be« £©. für berechtigt ertlärt unb bie Berufung be« Betagten 
ZurüdgetoUfen toorben. £a« SR®, bob auf unb bertoie« jurüd : 
SDie Bebifton hat bie ptozethfob*™** ®inrebe ber mangelnben 
gefepluhrn Bertretung be# Betlagten erhoben, ba bie (Eharite* 
birettton nur bie mit eigener SRechtSperfönliihtctt aufigeflaitete 
G batet« 1 bertrete, nicht aber ben betagten fyifiht#. 3)iefe ©in* 
rebe tonnte noch tu ber BebiftonSinftanj borgebracht toerben.' 
Der § 528 3^0., beffen Borf<h r ‘ft<u nach § 56 6 auf bie 
Rebifion entfprechenbe Antoenbung finben, fchUept bie ©eltenb* 
machung prozethtnbember ßmrtben in ber Berufungfiinftanz 
ober Bebifionfiinjtanz nur au#, fotoeit e# ftch um ©inreben 
hanbelt, auf toelche bie Bartet toirtfam bcrzichtcn tann. Der 
SRangel ber gefeplichen Bertretung ift aber nach § 56 3 S B£>- 
bon Amt# toegen zu berüdfichttgen unb ift fomit bie fragliche 
©intebe bem Bcrzicht bet Barteten entzogen. An ber ©eltenb* 
maepung ber ©inrebe ift ferner ber Betagte nicht baburch ge* 
hinbett, bap in ber BerufungSmftanj bon ihm ein ©uiadjten 
be« Brofeffor# 2. borgetragen ift, in toelchcm angenommen 
totrb, bafi bie (Spante, toie nicht ju beztoeifeln fei, eine ftSltdifche 
Station bilbe. Damit ift nicht bon bem Betlagten ein binbenbe« 
3ugeftänbni« einer Datfacpe abgegeben, toelche ergibt, bap bet 
Jififu« ber richtige Betagte ift. Ö# banbclt fich vielmehr 
lebiglich um eine SRrchtSanfuht, toie btnn auch ba« ©utaepten 



37. ^aptgang. 


Quviftifcße ©od)«ttfif|rtft. 


45 


bet profeffoet 2. nur boju bienen Tollte, bi* (üt brn Ptojeß 
in Vetraeht fommenbtn fragen rechtlich ju beleuchten. ®em 
Vellagten iß et beähalb niept Bertteprt, bie tlnrieptigfeit (einer 
früheren Veehtianßeht botjutun. 3bo^inQtftrDt laim bteihen, 
ob überhaupt, ba bie gefepltehe Vertretung Bon Smtf wegen 
ju prüfen iß, bie hierfür grunbiegenben latfacpen brr Vet« 
fügungäfteibeit ber Parteien unterliegen, ob namentlich burep 
Sagcftecnbmt hierüber terfügt Werben tann. @t lann au<h 
niiht ber Bon ber Klägerin in ber mflnbiiihen Vrtbanblung 
geltenb genuuhte ®efuptfpun!t Piap greifen, baß bie alt gtfep» 
Uipe Vertreterin bei giifui m änfptucp genommene Charite» 
bireftion. Wenn fie all gefejluhe Sertreterin ber Cparttd anjtt» 
etlennen fei, bie Vertretungtbefugnit für biefen Ptojeß naih 
ihrem im Ptojeffe gtjeigien Verhalten bem betiagten gitfut 
überlaffen h«be unb be*h«Ib aui ber SeepttpeijönUepleit ber 
Charite fein 0nmb jur Sbweifung ber Klage ju entnehmen 
fei ®k Shoritebireftion fann jwnr all gefehlte Sertreterin 
ber Charite — wenn beren iHecbttpetfönliipleit untcrßeBt wirb 
— bie Ptojeßfübrung einem Stillen übertragen, fte fann aber 
nicht ihre Veepttpeifönliipfeit in bie bet ffittut aufgehen (affen. 
SeT in jweiter Sink Bon bet Klägerin gepeilte Jlntrag, baß 
an Stelle bei beflagten giiluf bie (Spantu nach bem Klag» 
antrage Berurteilt Wttben möge, fann für bie Sebipontinftanj 
feine Sebeutung beanfpeuepen. Sin f sicher Beepfel ber Partei, 
baß an Stelle bei Vellagten ein anberer tritt, gegen ben Bon 
Bomherein bie Klage hätte gerichtet Werben müjfen, enthält eine 
Rlagänberung (Bgl. ba« jum Sbbtud beftimmte Urteil bei S®. 
Bom 22. guni 1907 I. 40/07)*). Ser Borliegenbe gafl lann 
nicht. Wie bie Klägerin WiH, mit bem in bem Urteile bei SS®. 
Bom 10. SoBembet 1906 (abgebtaeft in 64, 400 ff.) be» 
hcmbelten 3a Üe gieichgefteilt werben. $n biefem lepteren fjaBe, 
in bem ftait ber Stabtgemeinbe, bie eine eigene Seeptlperfön» 
iuhfeit nicht befipenbe filäbtifihe Sparfaffe Berflagt War, hat 
bat 9t®. angenommen, baß bie unrichtige Vejcichnung ber 
Partei nicht jur Slbweifung ber Klage wegen mangefnber 
Patteifäpigleit führe. Siefe Bntfcheibung betuht barauf, baß 
eine ftäMcfcpe Sparfajfe mit eigener Stetpiipcrfönlichfrit über» 
paupt nicht epftierte unb bei bem in biefer ®mftept jmeifetlofen 
Secpttjußanb nur bie Stabtgemeinbe alt Vertagte gemeint fein 
lonnle. Ser Dorlkgenbe 3aH ift pktBon Wefentliep Berfchieben. 
Vcrflagt iß bet gttluf, ber unbeßrettbar, mag nun bie Charite 
bk Sigenfcpaft einer rechttfähigen Snftalt haben ober nicht, 
jurißißbe Serfönlichtett beßjt unb bie Satt eien ßreiten barüber, 
ob bet gittuö ober bie GpariteS btt richtige BtHagte iß, wobei 
bie Klägerin in erßer Sink baran fefthält, baß ber gitfut bk 
ju btrllagenbe Partei fei. Sit Stfcpung bet bellagten giilut 
bnreh bk Spackd lann bkmach nur alt eine Klagänbtnmg 
aufgefaßt Wttben. Cent Solche Klagänbecung iß in bei 

Skmßontinßang, ba ber SeBiflontricpter nur übet bie materielle 
Vegtünbetpeit betllnfpniiht jurjeit betSlbßbluffct ber Verufungt» 
mßanj ju urteilen hat, gtunbfäplieh unjuiäffcg unb würbt auch 
unjuläffcg fein, fclbß Wenn 'Parteien bereinbaren, baß an Stelle 
bet gittut bie Charit« Bedingt fein foBe. Sine berattige Ver» 
tinbaiung Wütbe nut in btt Berufungtinßanj, in welcher eine 
Klagänbrarag mit SmWiBigung bet ®egnnt ßatthaß iß 

•) «gl 3B). 07, 616 ». 


(§ 527 SPD.), Verüdficptigung ßnben Birnen. Sit Cnt» 
febtiburtg bet SÄecpttßttitf hängt hiernach — abgejeben bon 
ben anbetn Steeitpccnften — wefentliep baBon ab, ob mit bem 
Vellagten bie Gparito alt mit furißifchet Prefönlicpftit auf» 
geßattete Sinßalt anjufepen iß. Beim auch bem Verufungt* 
grricbl baraut, baß et bie Prüfung ber Steepttfähigleit ber 
Charit« unterlaßen bat, niept cm befonberer Vorwurf gemacht 
Werben fann, unb wenn auch bie Vebeutung ber grast ber 
jurißifcpen Vcrfönlichleit bet Cparild in ihrem boBen Umfangt 
etß in bet IHebißontinßant berboegetrtten iß, fo liegt boch 
immerhin objehiB in bem Verfahren bet Verufungfgeritptt ein 
Bon ber ßteBißon geltenb gemachter Verfloß gegen Projeßtethif» 
normen, Weichet bat ßtebifcontgerieht berechtigt, untre Sufbehung 
bet Vecufungturieilf bk Sache ju anberWeilet Verhanblung 
unb Sntfcpeibitng an bat Vetufungfgericbt jurüdjubertoeifen 
(§§ 564, 565 SPD-). Prtußifthet gitfut c. Stabtgemeinbe 
Verlin, U. B. 6. SDej. 07, 101/07 IV. — Vielen. 

* 1 . § 99 Sbf. 1 SPD. Bit iß, nach Stlebigung bet 
$auptfaept Bot Sinlegung bet Berufung, bei in btt Verufungt» 
inßanj geßeBtc Snttag bet Klägert, bie Ijauptfacpe für rrlebigt 
ju tdläien unb bem VeHagten bie Koßen bet ffleepttßttitt 
auf jue liegen, ju beurteilen /] 

Sie SeBifcon ber Klägerin iß nicht für bcgrttnbet etachiet 
Worben. Klägerin pot in bet münblichen Verhanblung bet 
Vtrufungimßanj nuc ben ©Bentuolanltag I. Jnßanj unb bk 
ln bem Sprißfape Bom 1. Sejember 1906 nngelünbigten Sn» 
träge gefteBt. Sarnit bat ße beutliep jum Sutbtud gebracht, 
baß ße neben jenem Socniualantrag ben pttnjipalen Snttag 
I. gnßartj niept außeepter holte. 6 f tarnt baher bahingeßeBt 
bleiben, Wie bei biefer Sachlage Per in bet ©erufungtfebriß 
angeffhtbigte Snttag, et möge nach „bem Rlagantrage" et» 
faimt Werben, autjulegen iß, benn btt prinjipale Sntrag 
I. fjnßanj tommt für bk gtagt ber Suläfßgfeet bet Vetufung 
teinenfaflt mepr in Vetracht, Weil er buteß bie erwäpnte Vt» 
fthtänfung bei btt münbüipen Vetpanblung aufgegeben iß, opne 
baß bief etwa burep eine nach bot Veeufungfrinlegung erfolgte 
Stlebigung Beeanloßt wärt. Klägerin pat fiep Bielmepr, wie 
bie Vefcpräntung auf ben Sbrntualantrag jeigt, bejüglüp bet 
ptinjipalen Sntragef bei bot Sbweifung bot I. Jnftanj be- 
ruhigt (Bgl. V®. 18, 420). Sbrc anep ber SBentualanteag 
iß niept ju berüdßcptigen. Klägerin hat inhaltt bet Bor» 
getragenen Scptißfaptf Bom 1. Sejember 1906 autbiüdlkh 
rrtlärt, baß auch bejügiup bet Sncntuaiantraget bie $aupt» 
fache fepon Bor Sinlegung bet Vetufung erlebigt gtwefen fei. 
Sief entfpraeh bem Satheßembe. Benn Klägerin tropbem in 
bet münblichen Sccbanbiang bin Snfptuep eepoben pat, baß 
Veflagttt bie betritt erfolgte Söfepung bewirte, fo ßanb bief 
mit ihrem eigenen Vorbringen unb bem gleiepjeitig grßtUien 
Snttage, bie ^auplfaepe für erlebigt ju edlärtn, in einem fo 
offtnbat logifcpen Bibotfptucp, baß ber barauf gfgrttnbett Sn» 
trag niept alt rtnßlicp gemeint erachtet unb fornit niept betüd» 
ßeptigt Werben tonnte (91®. 27, 368; Uri. bet 1. SS. Bom 
Sptil 05 I. 45/05; Uri. bet 7. SS- Bom 27. September 07; 
JjB. 712“). tfiernaep iß bie Saepe fo ju beurteilen. Wie 
Wenn Klägerin bei Sinlegung ber Vetufung nur ben Snttag 
ongelünbigt unb bei bet münblichen Verpembiung nut ben Sn» 
trag geßeflt patte, 1. bie $auptfacpe für etiebigi ju erüärtn; 



46 


Quriftifdje SBodjenfdjrift. 


Oä 2. 1908. 


2. bie gt {amten Koflen beS SRe<^t#fhrettÄ bem ©eflagten aufju* 
erlegen. 3)enn es beftanb in ber ©erufungSinftanj lein Streit 
barüber, bafe bie £>auptfa<he bor (Anlegung ber ©erufung et* 
lebigt mar (bgl. 9t®. 27 , 365), unb ed ift unerheblich, ob ber 
Klägerin bie ftattge^abte drlebigung fdbon bei Smlegung beS 
StechtSmiUelS befannt toar, ober nic^i (81®. 15, 407). SDaS 
9t®. hat aber bereits erlannt, bafc in bem ©erufungSantrage 
beS mit bet Klage abgettiefenen Kläger«, feen SRcchtöfircii in 
ber ^vauptfacbe für erlebigt ju erttätcn, feine änfechtung beS 
erften Urteils in ber Sache fclbfi ),u erblufen ift (9t®. 18, 422). 
SBieberholt ifl bah« ein 9te<htSmittel beS abgemiefenen Klägers 
für unguläffig erflärt toorben, toenn bor 6mlegung beSfelben 
ber fRecbtSftreit, mie bon ibm anertannt mürbe, in ber §aupt* 
facbe erlebigt mar (9t®. 15, 407 ; 45, 412; 3®. 07, 712**). 
21 IS ®runb mirb in ber ßntfcbeibung ©b. 45 S. 407 jutreffenb 
angegeben, bafe nach bem Srlöfchctt beS Änipnic&S nicht mebr 
auf Verurteilung beS ©eflagten alannt toerben lönne. 9)tan 
lann aucb fagen, bafe bie äbtoetfung ber Klage ben Klager 
nicht mehr befchmert, menn er intfmfchfn boü befriebigt tcorben 
ift; er tönnte böchftcnS geltenb machen, bafj bie Äbmeifung ber 
Klage $u ber 3«ü, too fie auSgefptochen mürbe, noch nicht 
gerechtfertigt mar. 3tnbexS liegt bte Sache in bem umgclebrten 
ftaBe, mo ber nach ber Klage bemrteilte ©ellagte ©erufung 
emlegt, nacbbem injmifchen ber Klaganfpruch butch Vcrjicht beS 
Klägers ober in anberer Seife erlebigt morben ift, meil bann 
ber ©ellagte burcb baS ©cfteh«nbleiben beS ihn bcrurteilenben 
unb ebentueü boüftrecf baten (SrfenntniffeS immer noch in ber 
$auptfa<he befchmert bleibt (91®. 27, 407; 33, 383). ßbenfo 
ift jutreffenb auSgcf proeben, bafc, mrnn in I. ^nflanj über bie 
anfängliche Steeptmafugfeii eines HrrcftS ober einer cinfhoeiligen 
Verfügung gcftritten mutbe, eine ©tlcbigung ber £auptfa«he 
nicht fchon baburch h*t beigeführt mirb, bafc ber Streji* ober 
VcrfügungStläger, ohne bie urfprütigliche Unrechtmäfjigteit am 
juettennen, bie Aufhebung beS ÄnefteS, ber cinflmcüigen ©er* 
fügung ober ber VoHftreefungSma|nabmen heran laßt, meil bann 
immer noch neben bem Kofienpunfte bie SRecbtmäfetgleit beS 
SCrreffS ober ber einftmeiligen Verfügung im Streite bleibt 
(91®. 16, 323; 54, 345). liefen ®runbfa$cn folgenb, nimmt 
ber Senat an, bafj im Oorliegenben gaüe ber Kläger in ber 
©erufungSmftanj einen Antrag nur £auptfacpe in beachtlicher 
Seife nicht gefteUt bat, morauS fich ergibt, bafi feine ©erufung 
gcmäfc 3$D. § 99 Äbf. 1 mit Stecht als unjuläffig brrtoorfen 
ift. 9tb- ©anf c. U. b. 30. Stob. 07, 24/07 I. — 
SDüffelborf. 

22. §§ 286, 331, 644 2lbf. 3 9tr. 2 b, 557 3$D. 
Spejialificumg pro$effuaIct Angriffe.) 

SllletbingS lönutc man in bem je^t angefochtenen Urteile 
bielleicht eine genügenbe ©egtünbung im Sinne beS § 286 
2lbf. 1 3©&’ mfofern betmiffen, als barin nur baS neue 
SJtaterial auSbiüdltcp befproepen, aller übrige erhebliche ©rojcfc* 
ftoff mit StiQfchmeigen übergangen ifl (iS liefen ft<h ieboch 
bie SntfcheibungSgrünbe allenfalls mobl babin betftehen, bafi 
in ber Unteren ©e|iebung baS ©etufungSgericbt butcbgebenbS 
bei bem bon ihm im Urteile bom 2. ÜD<$cniber 1905 2luS* 
geführten flehen geblieben fei Steffen loirnnt eS herauf 
nicht emmal an ; beim im anberen 3aüe mürbe eS fuh um 
einen unter § 554 3lbf. 3 Str. 2b £{|)0. faüenben ptojeffualen 


Verfiel hanbeln, ber, meil er in ber jchriftlichen SlebiftonS* 
begrünbung nicht gerügt märe, nach § 557 bafelbfl nicht $u 
beachten fein mürbe, freilich ifl in ber ©egrünbungsfebrift 
unter ben angeblich berieten StecbtSnormen auch ber § 286 
3©£)> genannt; aber ein folcheS blo|eS 3'tat tann nicht „bie 
©ejeichnung ber Xatfaehen, melche ben Vtangel ergeben", er* 
feien; in jenem Sehriftfaße bat bie Slnfubtung beS § 286 
eine anbere, hier nicht in ©etraebt lommenbe ©ejichung. 
©. c. ®., U. b. 9. Sei. 07, 118/07 VI. — ©etlrn. 

23. §§ 288 ff., 532 3$& Siegt tn ber bom Kläger 
nicht afjeptierten SrKärung bes ©eflagten, ba| er ben Klag* 
anjpruch mit ber Vtofcgabe anerfenne, bafe er nur nach 
Kräften btS StachlaffeS be« urfprtmglichcn SchulbnerS, feines 
6r blaff er«, hafte, ein ®eftänbmS ber Klagtatfachen VJ 

9t. bat gegen bie ßbeleute ©. als alleinige 6t ben ihres 
am 1. 3®ril 1905 berftorbenen Sohne® Klage auf 3abfang 
bon 3500 M als Kaufpreis für bemfelben an 3 a h IC 1904 
nach i^rer ©ehauptung läuUich gelieferte ®olbroaren erhoben. 
S)ic ©eflagten haben in I. i^nftanj etfl&rt, b afe fie ben Klag* 
anfpruch mtt ber SJtafcgabe anerfennten, ba| fte nur nach 
Kräften beS StachlaffcS h a f^ n - $aS fc®. hat bem Klag* 
antrag entfprochen, tnbetn eS annahm, ba| bie ©eflagten, melche 
bie tjotberung beS Klägers an fuh nicht beftntten hätten, ber 
SlechtSmohltat beS '^nbentarS megen Stuhtinnebaltung ber ihnen 
gemäß § 1994 ©®©. $ur 6mchtung eines ^fnbemarS gefepten 
§ri|t berlufteg gegangen feien. Stach 6mlcgung ber ©erufung 
feitenS ber ©eflagten mürbe über baS Vermögen brS Klägers 
ber KonfurS eröffnet, unb bemnächft baS ©erfahren bon bem 
befteüten Konfursbermalter aufgenomxnen. 3 n ber ©esufungS* 
inftanj beftritten bie ©eflagten baS ber Klage jugrunbe ge* 
legte Kaufgefchäft; fie behaupteten, eS habe fich bon feiten ihres 
Sohnes lebiglich um Vermittlung bon Suchergcfchäften beS 9t. 
burth Verfemen bon ©olbmaren gehanbelt. 3>er KonlurSber* 
maltet hat biefe ©eftreitung als unjuläjftg bezeichn et, meil bie 
©eflagten m I. ^nftanj ben Klaganjpruch an fich anerfarait 
hätten. $ie II. ^nftan) h« 0 na< h rin« ©emeiSaufnahme 
über bie bem Gmloanb ber ©eflagten }ugrunbe liegeuben 
©ehauptungen bie Klage abgemiefen. Sie Stebifton bes Kon* 
furSbertoalterS mutbe junicfgcimefen. 21 uS ben ®rünbcn: 
©ei ber Vethanblung bor bem £®. hatten bie ©eflagten 
nach b«R Xatheftanb burch ihren 2lnmalt etflärt, fie er* 
fennten ben Klaganfpruch mit ber Vtafegabe an, bafj fie nur 
nach Kräften bcö StachlaffcS hafteten. Seitens beS Klägers St. 
ift inbeffen eine Annahme biefeS ÄnerfenntniffeS nicht erfolgt, 
auch rin ebentue Her Antrag auf Verurteilung ber ©eflagten 
nach Sliafcgabe biefeS XnerfenntniffeS nicht gefiellt; bielmehr 
hat berfelbe auf ber unbefchränften 3ufprechung beS Klag* 
antrageS beftanben, Sem mürbe in ber I. ^nftanj, in ber 
mtfentluh nur barüber gcftritten mürbe, ob bie ©eflagten bet 
Sfcchtsmobltat beS ^nbentarS berluftig gegangen feien, ent* 
fprochcn, inbem biefe $rage juungunjten ber ©eflagten ent* 
{«hieben mürbe. 2>aS ©erufungeurteil ift babon auSgegangen, 
ba| baS in I. ^nftanj erflärte befchränfte 2lnerfenntni® ber ©e= 
ftreiiung in U. ^nftanj nicht entgegenftche. hiergegen mirb 
bon bem StebifumSflagcr geltenb gemacht, baS abgegebene Sin* 
crfenntniS habe, ba eS ein bem ©cfiänbnis entfprechenber 2)iS* 
pofuionSalt fei, nach § 290 3W- nu* im ^aüe beS Stachmeifes, 



37. Qapigang. Qimfiifdje ffiodjenf^rfft. 47 


bat (4 bunt einen Irrtum Baanlapt iooibm (ei, Biibettuftn 
Isetben tonnen. liefet Xngtiff ip Bafeplt. (El Bttb nibet aufc 
geführt, bat bal Saufun gern teil fein ßtpänbntg bei ft lag* 
tatfatpen attnepme.) Diefe Jrtnapme ip toebet matmeBrripUup 
tuxp projeffual ju beanPanben. Di'felbe ergibt aber bie Folgerung, 
bat bie Setlagten jene Datfaipen in bet Serufungltupan) be» 
(breiten tonnten, cp ne ben dlaeploeig ju etbtingen, bat P* **> 
Xbgabe bet Ertläeuug pip in einem Strtum befanbtn. 18. c. 

U. t>. 6. Dej. 07, 282/07 U. — Setlin. 

*4. §§ 924, 925, 929, 936, 937 380. 3ft gegen b« 
Born Xmtlgeritpt ctlajfene empiocilige Verfügung XJiberipturp 
unb £abung Bot bal Panbgerupt juläfpg? — Unjttläfpgteil 
bet Soüjitptmg einet einptoeiltgen Safügung »egen niipt ein* 
geball enet SuptUunglfrip (§ 929). SBann beginnt bie grip, 
trenn el pip um bie Eintragung etnet Sormntnng banbeit YJ 
®emät bem Bon bet Xntragfteflain geteilten Stmrage 
etliet ba< St®. 8. am 12. SJejtmbet 1904 im ffiege bet einp» 
tocpigen Verfügung eine Xnorbnung bapin, bajs tsegen einer 
glaubpap gemaipten gorbcrung bet SIntragpePetin gegen ben 
Xntraglgegna für Sauarbeiten Bon 174 854 M auf ba6 ®ninb» 
Päd beb Xntragggegnng in 8eitin eine 8otmetfung jttr Supe- 
rang bet Xnfpnupl auf Einräumung einer Supemnggpbpotpet 
eingetragen unb bal ®tunbburpamt um Eintragung bet Sor* 
merlung erluept iBttbt. X» bemfeiben läge tsutbc bie etnft- 
mtilige 8erfügung bet XnitagpeBerin jugePePt unb ging bal 
Eintragunglirfutpen bei X®. bei bem ®ranbbu<pamte ein. Die 
Eintragung erfolgte am 15. Dejftnbtr. Der Xntragggegna 
lub fobann bie XntragftePerin Bor ba! 1!®. 8. unb beantragte 
bie SoBjiepung bet empmeiligen Setfügung toiebet aufjupcbcn, 
tseil bie 3»P'Qung bet einptoeiligen Sniügung an ipn etP am 
23. Dejernbet, alfo nnpt imtctpalb einet fffioipe narp bet 8oP> 
jiepung erfolgt fei, etpob aber juglritp ©tbtrfptuip gegen bie 
cinptorilige Beringung unb pePte ebcntueP ben Xntrag, bie 
empiocilige 8etfügung aufjupebcn, toeil bie Sorberang bet Xn> 
ttagPePain niipt glaubpap gemarpt fei Der erPt fRuptet Wieg 
ben Xntrag btg Xntiagggegnerg auf XSicbaaufptbung brr 8oP> 
jirpung jurfid unb bepättgte bie einPloeitige Verfügung. Er 
pePte ftp, bat bie einproeiligc Setfügung bem Xntragggegnet 
niipt etp am 23., fonbcrn ppon am 22. Deiembet jugePePt 
fep cnuptete banaip bie 3uptPung all irmetpalb einer PBorpe 
naip bet butrp bie Eintragung Bom 15. Dejember bclmrften 
SoBjiepung unb fomit teipt|eitig erfolgt unb rrflatte bie getbe- 
rang bet XntragPePctin fflt glaubpap grmarpt. Xuf bie 8» 
rufung bei Xnttaglgegnctl pcb bet 1 Bette Ptupter bie emfl- 
toeilige Srrfügung unb bie SoBjitpunggntaprtgeln auf. Dal 
di®, toi re bie ScBipon juiüd. Xul ben ®ränben: Der Se- 
rn funglritpln etflärt el für juläfpg, bat ber Xntragggegnet 
ben bie etngtoeilige Serfügung betreffenben Streit bot bal 
®eriipt bet §anptfa<pe jttr Setpanblung unb Entfrpeibung ge- 
btarpt pabe. Et füptt aul, ber Bon bem Xntragggegnet ge- 
toäpltc Sieg, bie Entfrpeibung bei ®eriipteg btt §auotfatpe fibet 
bie Xceptmäfiigleii bet einPtotiligen Verfügung petbeijufäpten, 
fei niipt bet im ®efepe aulbtUdlitp Borgefepene; Bielmepr ba- 
otbne § 942 Sbf. 2 3?®-. «*f ®nmb beffen bal X®. bie 
empiocilige H'tfügung etlaffen pabe, bap auf Xntrag bei 
gegnetl bal X® eine gnft ju bepitrantn pabe, innerhalb 
tocUpn bet Xntragpttter ben Segnet jut mftnbliipen Setpanb- 


lung ü6et bie Seiptmäpigfeit ber einftotiligen Serfügung Bor 
bal ©CTiept bet fwngtiatpe ju laben pabe. ^nbeffen fei jloat 
bet XntragpePer BerpPuptet, aber aucp ber Xntragggegnet be- 
teiligt, bot bag ®eriept bet ^auptfaepe jttr Setpanblung übet 
bie Snptmäpigleii bn rtnptoctligtn Setfägung ju laben. Die 
Bim bn ScBifion hingegen npobene Säge bn Snfepung bei 
§ 942 3 SD. ip unbegrünbet. (ffiitb näprr auggrfäptt.) 
Den XufpcbungganBrag päpt bn Xnttaglgegnn in trPn £mie 
baiauf, bafc bie emPmeilige Setfägung ipm ju fpät jugeftrUt 
unb baper bie erfolgte SoBjiePuog unmtrifam fei. ®it Xetpt 
pal bn Strufunglrtipta bie ®cltenbmaipimg bitftl Xtifpcbungl- 
gtunbtg jugelaffen. 9iatp bn ftänbigrn Serptlgreipung bei 
dt®. tännrn auip im ffitbnpmiigBnfapren foiipe naip Et-- 
Iaffung bn einPtneiligen Snfägung eingötetene Umpänbe, 
toelipe grtnäp §§ 927, 936 3SD aucp naip Stpätigung 
bn einPaedigen Setfägung ben Xntrag auf Xufpebung 
tHptftrtigen Inätben, jut ^nbeifäptung bn Xufpebung btt 
rinpmriligen Sniügung Bom Xntcagigignn gtitenb grmaept 
tomben. (S®. 51, 134; 57, 223.) ffieitn abn «[lau bn 
8nufung4eiiptn ebenfaPi mit Seipt bie 3uPePung bet einp- 
IBeiligen Setfägung an ben Xnttaglgegnn für Berffätet unb 
bamit bie SoBjiepung bn emPsneiligen Setfägung für untoirb 
fam. Duttp ben Bon bn SioBelle Bom 80. Xprü 1886 pingu- 
gefügten Xbf. 3 bei § 929 3S0- »urbe bem XntragPePn 
bie SoBjiepung jlsar autp fepon Bor bn 3BptQong gepnttrt, 
jeboip jugleirp Ixpimmt, bap bie SoBjiepung ebne fflirlrmg fei, 
loenn bie 3upeBung nüpt umnpalb einet ffiwpt narp bn 
SoBjiepung unb umetpalb jtoei SJcupen naip bn Setlünbung 
ober bn 3uPcBang bei Xnefte* (bn einBtoeiligtn Setfägung) 
an ben XntragPeßn naipgepolt Kerbe. SRaip § 9 32 Xbf. 3 380- 
gilt im (fallt bet SoBjitptmg eineg Xnrefteg in ein Srunbpäd 
buup Eintragung einn Supetunglpppotpel fttr bie gotberang 
ba Xntrag auf Eintragung bn pjpfotpet all SoBjiepung bei 
Xtrepbefebll im Sinne bei § 929 XPf. 2, 8 380- Satan! 
folgt mit Soltoenbigfeit, bap, loenn bn XntragPrBer bie Sofl- 
jiepung bei Xrrefleg bunp Eintragung einet SnpcrunglpbDotpet 
Bot bet 3upt8ung bei Xrttpbefeplg an ba Xntragggegnet 
betreibt, gegen ipn bie grift gut Xaippolung ba 3>>pcBung 
mit bem Eingänge feine! Sintragunglaniragg bei bem Sranb- 
buipamte ju laufen beginnt, niipt oft mit bn Eintragung bet 
StibnunggpBpotbel. (Söttb anlgtfäpit) $ietäbn petifrpt auip 
jn fiueratut unb fSerptfottipung faP BbHig (ab». gippn-Stparfer 
3S®. S. 165) QbeteinPinmiung (Saupp-Stein Xnm. Ilb; 
Seuffeet Xnm. 3e ju § 932 880- ", lumau-goetflrt Piegen- 
fipaftlrtipt 1; 1061 ; fl®3. 81 A, 332). fflal abn Bern bn SoB- 
jirpung eine! Xrreftel bunp Eintragung einn Skpcrang!' 
pppotpel gilt, pat grmäp § 936 380. m gleitpet SSrife auip 
Bon bn SoBjiepung einet auf Eintragung einn Sormabing 
jut Siipnung btl Xnfpruipg auf Einräumung einn Supramgg- 
pppotpet geriipteten einftmeiliga Snfägung ju gelta (®aupp. 
Stein Xnm. II 1 ju § 938). gattet ifi, wenn bal eilte 
foltpe ctnptneiligt Snfägung eilafftube ®aiipt Bon b« tm 
§ 94 1 380. getnäpiten Sefugnil, bal ®nmbbiupamt um bie 
Emtragung ju etfuipen, ®ebtauip matpt, gemäp S 39 ®SD. 
bal Einttagungtnfuipen einem naip § 13 ®SD. geprSten 
Gmtragunggantrage gleiip ju aipten (Segt. ju § 819m bn 
Sob., § 941 ©tfepee). StU Seipt pat bapn Bodiegtnb bn 



48 


it r i fli f rfj c IBorfietiitßrif t. 


»9tf 2. 1908 


Boufungirißtcr angenommen, baß, weil ba« Stfußen be* Ä(9. 
um Sintragiing bet Bormerlung am 12. Stgcntba 1904 bei 
bem Snmbbußamte eingegangen ift, bie aß am 22. Segembet 
afolgit gußtBung ber ctnflwriligen Beifügung an ben Hnttags» 
gegnet bafpätet Wat, WieWohl bie Siniragung bet Sormettun 
am 15. Itjemba «folgt ifl. SaugefeBfehnft füt Ü.KS. c. £., 
U. b. 7. Seg. 07, 411/07 V. — SSetlin. 

KonlutOorbnung. 

25. § 51 «0. (§ 1010 8®8., §§ 355 ff. $«8.) Hbfonbe» 
rung!eeßt be» 'Äitrigentüma* eine« ©runbftüd« »egen feine* 
rnßt im ®tunbbuß eingeitagcnen Hu»gltißung*anfptuß*. 
Begriff bet „Httärinanbetfeßung“ im Sinne be* § 51 RD. — 
Sißafleüung einet in ba* Rontolonent aufgenemmenen ge» 
filterten fjotbtnmg ] 

Rläga ifl gut ibetüen Hälfte Miirigentüma bafßitbena 
fflrunbftiile. Sie anbetc Sliteigcntum*hälftc gebiete bem 
®t blaffet bet beCagten 91aßlaßtonlur*maffe ff., unb ifl bou 
bem ftanlutibeiwaltet füt 8000 M, Wobon 6750 M bat gut 
Äonfutimaffe gegaßH ftnb, an einen Stitien betlauft unb auf> 
gelajfen Worben. 9ioß bei Sebjeiten be* g., im Sepltmba 
1901, bat Rläga eine auf bem gangen ©runbbtjiß lajlenbe 
Sparfajfenhßpothel mit ginfßluß bet aufgelaufenen ginftn in 
(Befaentbib* bon 5710,95 M an bie $hpothe!engIäubigetin 
bejablt unb bie $älße babon bon g., mit bem et in bauetnber 
®efßäft«oabmbung ftanb, im laufcnben Konto gutgefßrieben 
«ballen. Sine ßimtagung feine* begügltt^cn Huigleißung«» 
anfptuß« im (Btunbbuß gemäß § 1010 Hbf. 3 8(38. iß 
■riebt erfolgt. Kläger iß inbeffen bet Hnßßt, baß et auf 
Sttunb be* § 51 KO. auß btt bellagten Konbit*maße gegen» 
übet an bem ißt gugcßofjenrn baten Kauffitei* ein Hbfonbe» 
rung*teßt Wegen feine* 31u*gleißu»g*anfpruß* geltrnb maßen 
bfitft, ba bie bom KorfuilbetWaltet bewrirlte Betwettung be* 
g.feben 6igentum*anteil* einet Hubemanberftljung im Sinne 
bet filierten ®efeßt*Pctfßttft gltißßehe. St bat bemgemäß 
mit bem Hntmge gcllagt, bie beQagte Ronturimaffc gut Sablung 
bon 3865,48 51 nebft gritjen gu betuiteilen. Brite Borinßangen 
ßaben gu Kläger* ($unßen erlannt. 8t®. hob auf. Hu* ben 
SStQnben be* 3t I. Set 8crufung«riebter führt au*, baß eine 
Huieinanbafeßung im Sinne be* § 5 1 KO. fuß gtoar in bet Siegel 
gleifßtii ben Seilbabetn (SKtteigcntilmetn) boEgrißen Wetbe, 
Wobei bei Konhtt*bttWaItct ben ®emrin|ßulbna gegenüber 
ben außerhalb be* Konhufe* fteßenben anbtten Üeilßabttn bet» 
ttcte, baß jeboeb bie girierte @efeße«botfßriß in gleie^rt Steife 
aurß bann anWenbbat fei. Wenn bet KonlutObatoaltet ben ®e» 
mcinfibaft*» (Sigentum**) anteil be* (ftemcinfßulbnei* betäußett. 
Senn aueb in bicfem gaBe bäte bie gwifßrn bem ®rmtin. 
fcbulbnrt unb bem dritten beßanbenc ©rmeinfßaft ißt Snbt 
eneißt unb e* fei gugleieß oßne Weitere* bet gtmeinjißulbnttifebe 
Heeteil an bet (Btmtinjeßaft ermittelt; et beßeße in bemßit ben 
(Semrinfßaft«» (Sigentum*») anteil etjielten Kauftncife, fofttn, 
wie rin botliegenben gaBe, bie Segaßlung be* Kaufpteife* bie 
eingige ffiegenleißung be* Häufet* bilbe unb bem ®nneitv 
feßulbnct gegen ben anbeten Seilßaba leine Huäglcißung*» 
anfwüeße au* bet ®emeriifßafi juftünben. Sie Sebifion gteiß 
bicfe HuSfübrungen al* reßt4irrtümliß an, ieboß mit Unreßt. 
(ffiitb au*gefübtt) II. Sagegen Wat bem ebentuen erhobenen 
3irbißon*angtijf bet Srfolg nrißt gu betfagen. Ser 8etufung*» 


rrißtei läßt bie rii ben Borinßangen beßtitlent grage, ob ba* 
bauetnbe Hbrcßnungibethältni« gwifßen btm Kläger unb g. 
al* ein Rentolortenibetßältni* rin Sinne bet §§ 355 bi» 
357 $88. aufgufaffen Wae ober nur ben Sßaealtec einet fo< 
genannten offenen ober uneigentlrißen laufcnben Keßramg geßabt 
ßat ; untnlfßiebcn. . . . (Demgegenüber maeßt bie Sebißon 
gtltcnb, baß. Wie bie Senlfißrift fum SntW. be* $88. S. 314 
ßeebotßebe unb auiß in bet Siteratat aBgtmeht aneelannt fei, 
beim Sorßanbenfein meßretee Salbi bie in ba» Kentctoreent 
eingeßeBte geßeßcete gotbecung nuc gum Settage be* 
niebtigßen Salto buteß ba* @iißetnng*mittel geteilt bleibe, 
gm botliegenben gaBe habe auiWtiilriß be« borgelcgten 
Heßnungßauggug« naeß bet am 15. September 1901 erfolgten 
SritßcBung bet Gägenfßm gotbecung am 31. Huguß 1903 
ein Rontolonentabfßluß ftattgefunben, bet rinnt Salbo gugunßen 
be* Klaget* bon mit 481,13 M ergeben ßabe. Semgemäß fti 
im bamaligcn .Sr.tlnsnh btt Kläger nur berechtigt geWefen, fein 
Boereßt füt biefen Setcag geltenb gu matten ; burß bie jpätere 
eeneute KccbitgeWäßeung an g. ßabe ba* im übrigen unter» 
gegangene Borrcßt nrißt gugunßen einet gang anbeten gotbe» 
rung Wiebet außeben länntn. Saß tiefet 9tcbißcn*angriff 
faißluß begeünbet iß, fteßt. Wie auiß bet Settericr be* 
SRebinoirtbdlagten gugegeben bat, untre bet Botaußftßung 
außer Zweifel, baß bie behauptete Hbeeßmwg bom 31. Stuguft 
1903 tatfäißlith ftattgefunben hat. g. c. ®., U. b. 7. Seg. 07, 
133/07 V. — Stuttgart. 

26. § 103 KO. „gahlungicinßeBung“ feßt nrißt bloß 
Sagieg be* Scßulbnet* fonbetn auiß Gablung* brgebren be« 
Släubiget* borau*.] 

Hu* ben ffltünben: fwar bie aflgemeine Begriff«» 
beßimmung bet 3aßtung*rinßeBung. bie ba« 8erußmg*geri(ßt 
an bie Spiße feiner Snlfßeibunglgrünbe ßcBt, iß nrißt gu 
beanßanbett. Sanaß iß nietet ,XaßIung*ee»ßeBung gu bet» 
ßeßen bie naß außen erleirabnt geworbene Salfaße, baß bet 
Sßulbnee infolge 'Mangels an ben ecfotbetließra Seitmitteln 
in btt HBgemtinßtit aufgeßdrt ßat, feine fälligen 3aßlung*> 
betbinblißleiten gu etfüBen. 3“ biefet, bet Heßlfpreßung be* 
31®. entnommenen 8cgriff«ßeßtmmung iß nur noß gu bemttlen, 
toa* ßß bon felbß beeßeßt, baß in bet SlißtetfüBung non 
Setbirblißlcitcn, bie gmar fäBig ßnb, begügliß beten aber bie 
©läubigrt, fei e* auß tntt ßiBfßwrigenb, Huffßnb gewähren, 
nißt eine au«reißenbe @eunb(age füt bie geßßcBung ber 
gahlungicritßeBung gefunten wetben lann. ßirißt auß bet 
Gmiritt be* lalenbetmäßig bcfttmmlen ^ettpunlte* bet gäBig» 
teil hin, um, Dhne "JKaßnung, ben Sßulbnee in ’Settug gu 
feßen (§ 384 Hbf. 3 8®8.), fo gilt boß Sntfprtßenbe* nißt 
füt bie SahlungSeinßellung. Biefe feßt 3.rb[ung*begebten 
ba ®läubigtt botau*. $. c. S , U. b. 3. Seg. 07, 91/07 VII. 
— Berlin. 

$anbel«gefeßbuß. 

27. Beitrag üba Betßolung eine« Sampfet« al* fraßt» 
betttag — Sßleppbertrag.] 

Sie Klägerin fat e* buiß Bertrag mit ba Bellagten 
bom 39. fanuat 1904 übetnommen, ben bon ba Bellagten 
auf Hbbruß getauften Habeltampfa (ißiltem bon Bltmumtb 
naß $atbutg gu baholtn unb gtuac inlfußbe Sßleppteoßen 
unb inlluftbe ®eftcBung ba Bemannung gut 9iate bon 135 X 


005 le 



37. Saftrgarfg. 


Quriflifcfte SBochenftftrift. 


49 


in fall lmb unter bet Klaufe! no eure no pav. Sa beroon 
Hm Hägewlcbtn Schlepper Siomebe* in* lau genommene 
Stiftern auf ber ffabrt febt nie! Sfctafitr machte unb tu finlen 
btabte, rautbe nach Bcbauptnng bet Klägerin Bortlanb al* 
Nothafen angelaufen, bott bet Spidern repariert unb auf Mat 
bet (Erperten nach bei Separator eine (irttapumpe mit Scnteh* 
lefftf für ihn gemietet unb ein gtocitn Sehlepp« ®Iabian>t gut 
Begleitung btgirhuiig*toeife Sfftfteng be* SehftpPgug* gugegogen. 
3Rtt bet Klage beanjgtuebt Klägerin: 1. 1860,50 M für SSiete 
bet @itrapumpt, 2. 43,30 M für Südfracftt berfelben, 
1 2048 M für Begleitung be* (Slabiator, 4. 717 M fiir 
Krtrauntoften in ißottlanb, batunter 92 M für {Ibttflunben bet 
Bejahung, gufammm 4468,80 M «ebft 5 Beogenl 3'nftn 
betn KlaginfteQung*tagc an. «nfttfich« §mfubt tottb bet 
Snfptueh auf nüblube ©ejehäftäffihnmg gefügt. Sie Befiagte 
bat Sbroeifimg bet Klage beantragt unb toibnllagenb gebeten, 
bie Klägerin gier flablung Bon 3200 M 'gu Perurtcilen. Siadb 
tbter Suffaffung liegt ein »raefttberttag bot, bet bie Klägerin 
tu ben gemachten StufWenbungen ohne loeitere* berpfü^tete. 
Sit behauptet übetbie*, bafi ein Berfdgulben ber Befaftung be* 
ßbiliern Potliege, toe!cbe ben Sonltpleffel bebfelben ebne ©affet 
gebeigt batte ; tiefe Befolgung geböte nach bem Betttag gu ben 
Peilten bet Klägerin, in*befonbne auch bet |ur Sebimung be* 
Keffel* ben bet Klägerin engagierte fWaftbmifl, obtoob! $c» 
llagte i6n befonbete bejaht bat. Ser Cpiltem fei Pot bet 
Sbfabtt bon iUbmontb feetiilbtig getoefen unb bet Keffel habe 
einen 28ert Pbn 3 600 M gehabt. Nach ber Snfunft in §at* 
bürg fei er mir noeft 400 M U'trt getpefen. Nach § 606 
8®8. hafte Klägerin für ben emftanbentn Seiaben. Klägerin 
bat befhitten, baf; fie al* (ftacbtfübrerin hafte, unb für ein 
Setfdfulben bet Bejahung be* Cbiltem peranttoortlich fei. Sie 
bat 8&toeifung bet SBiberöage beantragt. Ser rtfte Siebter 
bat bie Klägerin mit bet Slnfotbttung für Obttfhmben (92 M) 
abgetoiefen, im übrigen aber bie Klage unb bie 3Bibnflagi 
ftm Srunbe nach für berechtigt ctllärt. Segen triefe ®nt* 
'ebeibung haben beibe Seile Berufung eingelegt. Sa* #anfO£®. 
bat bie Berufung ber BtHagten gurütfgeioiefen , auf bie Be* 
rafung ber Klägerin aber ba* tanbgericbtlupe Urieil infotoeit 
aufgehoben, al* e* bie PöiberUage bem ®nmbt naeh für 
beteiligt evtlärt unb bie ©ibeetlage abgetoiefen. Stuf SeOifipn 
ber BeSagten hob 310). auf unb benote* bie Sache jurilet. 
Sie Sebifton toenbet fitb gunäebft gegen bie Sufjaffung bei 
Cif®., bafi ber am 29. ffamiar 1904 (toifdjm ben ifiarteitn 
abgelcbl offene Beitrag übet He Bcrboliing be* Sampfet* 
lipritetn lein ffraehtbertrag fei. Set Sngtiff ift begrünbet. 
Set Beitrag Bora 29. Januar 1904 ift in btt Sat ein Fracht* 
oerttag, toeil et bie toefcntlicben Ktiterien beSfetben — Ober; 
gäbe eine* ®utc* in bie li uftebia be* ItaneportimtetnebmetS 
ginn 3»nft bet Befötbetung — in fi<f> trägt. Wan bat 
mehrfach Betfudbt Sebleppueitrag unb (fraehtPertrag 
begniflidj in einen fflegriifab ju (teilen; bgl. SOfj®. 23, 320; 
SeuffS. Bb. 46 St. 60, £anf®3. Önuptbl. 1900 Sr. 108, 
ferner ße»i«*8oben* Seetetpt 2, 93, Slitlelftein 
BmrtntSeb®. II. Sufi. Sb. I S. 53. Ser Sprachgebrauch ift 
biefn Untetfibcibung md» gefolgt, unb es ift toobl tiebtiget 
babon auegugeheit, baft ber üutbiud „Sehleppbettrag" übet- 
baupt feine juriftifeftdeehiiifih* fonbem eine tein tatfacfcltcbe Be* 


jeiebnung ift, toelebe finngemäfi auf alle Beettäge Hntoenbung 
finbet, toelcpe bie Benuguug btt Stbiepplräfte eine* Iranäport» 
unternehmet* jum ®egenflanbe haben. (Bgl. M®3- 6, 99.) 
Ser Sthltppperirag toitb in ber Segel ein getobhutuh** ffietl- 
perirag, er tarnt abet au<h ein S i e n ft Bert tag ob« eilt ffraeht* 
oerttag fein. JieuhtBcrttag ift « bann, Pxmt ber Xranipotri 
unternehmet nicht nur bie bttoegenbe Kraft jum grnedt bn 
Befötbetung jur Beifügung fteüt, fonbem tuenn ihm b« |u 
befätbetnbe ®egenftanb auherbem jum 3toedt b« BefStberung 
in ferne Obhut übngeben toitb. biefe* cm Schiff, fo toitb 
c* bamit fyiaehtgut unb ' fährt untn au*fehiiehliehet Leitung, 
Obhut unb Beranttooriliehleit be* Stangporiuntanehmer*. 
Bgl. Sehap* Sentit Botbtm. pan IV. Slbfeh-t Slum. 29 
297, Jörtfib BinncnSeh®., II. Sufi. S. 96, Staub 
Kommentar ;um ö®8. VIII. Sufi. § 425 Smn. 4. Btatotoer 
XIII. Sufi. §425 11c 4, Süringtt*§aehenburg Bb. III 
S. 534. Slit Unceeht legt ba* OS®, für feine gegenteilige 
Stmahme entfihtibenbe* ffiemieht barauf, ba§ ein gto|e* Sehiff 
nid» toie fonftige* Jtachtgnt ein- unb abgelaben toerben lann, 
unb ba§ eine Seihe Bon hiermit in 3 u ! atmnrt 'h ä "0 Sehenben 
Bejtimmungen bei jj®B. leine Sntoenbung finben tonnen, 
toenn ein ganje* Sehiff ®egenflanb b« Befötbetung ift 
Sarau* folgt ab«, toie bie SePifton jutteffenb au*fübrt, 
nicht bie (Sjemtion biefe* ff alte* au* bem tfraehtreeht , übet= 
baupt, unb ba* CS®. h at felbft nicht Petfanm, bah feine 
Suffaffung mit bet biibetigen Jnbilatut, toelehe bei Übergabe 
be* Sehiffe* in bie Suftobia be* e<hleppf<hiffahrt*untanehma* 
gleiihfall* 3raehtb«t*ag aimahm (pgL bie oben gitterten Urteile, 
m*befonb«e S®. 6, 99), nicht im ©nllang fiebt Sie weht** 
irrtümliche Simahme, bah b« Bertrag oom 29. Januar 1904 
fein QtachcPeritag fei, obtoohl b« Sbcltcm b« Klägerin gum 
Sranöport „übngebm" toar unb fie Sehlepptroffe unb Be* 
mannung gu fieüen batte, h at ab« bie (hntfeheibung be* OS®, 
in allen toefemluben Bünden breinfiuht. (BKrb begüglich 
bet eingclnen Xnfptüebc batgelcgt.) S. öb So. c. B. u. ff. ®,, 
U. b. 16. Oft. 07, 38/07 I. - Cxunburg. 

BeiiichetungSrecht. 

!«». geu«8«iitheeung, ifalfeie SngaBen be* Berfich«ten 
in betreff bn pnbrannten ©egenftänbe,] 

Su* ben ®rünben: Sach ben §§ 11 unb 13 bn SD* 
gemeinen Betfithmutgäbebmgimgen bet betlagten Betfnhetung*. 
gefeüfchaft bat nach 6inttitt eine* Branbhbaben* bn Bnftcherte 
eine fpejietle 'Jiaebtoeifung btt onbraimtm ob« »nlotenen unb 
bn (befchäbigt obn unbefchäbigt) gentteten ©egenftänbe angu* 
fettigen unb eingureiefttn. C* batf barin Web« ein nicht Pot* 
banben getoefenet ©egenftanb al* petbtannt obn Pnlottn an- 
gegeben, noeft ba* Borhanbenfein eint* gnetteten ®egenflanbe* 
pnfehtoiegen fein. Sie Sacfttoeifung muh mit fpegienen SBeet* 
angaben nach bem ©nrabfafte be* § 7 (ba* ifl nach tan 
toahten SBcrt gut 3«t be* Braches) Petfehen fein. Bienn bn 
Bnftcherte ftch einet hiernach unerlaubten Sngabe ober Bn* 
fchtocigung fd)ulbig macht, fo Pnlint n jeben Snfptuch auf 
(Sntfchäbigung. — Suf biefe Beftünmungen ftüftt bie Sellagte 
ihre 'Weigerung, bem Klägn trgenb eine ©ntfthäbigung gu 
gahlen. Sie macht bem Klägn gum Bottourf, baft re begüglich 
gahlwich« (Üegenftänbe falfipe Sngaben gemacht bdbe. Sa* 
Berufung«gericbt roeift bie ffiinrcbe bn BeBagten be*balb gutüef, 

7 



uTifnid/t fitxgcuiifmit. 


SM 3. isoe. 


so 


»eil n»g bem Sktteogt bet Skiluft bei Änibrug# nur al« {folge 
Miffentlig folfgei Angaben angebiogt {ei, folge aber bene 
Slogir riebt naggetoitfen feien. Die Sebiflon toenbet fig gegen 
tiefe Bertrag«au«lrgung. Sie mögt gellest, bei Skrtrag nutege 
bem 9S«fie^«rt*n bte get»i|fingafte Shtfertignng einet 8nf- 
RrBung bet seibraimtm »bei Sftlotruen, (Mott bei befgäbigt 
»bei unbefgäbigl gerettetes SkgenRänbc jur Bfligü SBcu* 
fobatm im § 18 bet SetRgttungebebmgiingen ali {folgt bei 
Sede|ung biefet 2k «i fügt*« g bet SSctlnfi he» öntfgäbigung«- 
anfgrug« osgebrobt {ei, (o ticte bit(e {folge fgon eis bei bet- 
igulbrtrr, jtbenfaS« aber bei gtob fabrläffigcr Beilegung. 
(Sme ©efgtänlung auf ben {fall abRgelign fallen Angaben 
{tobe in ben Skrteag«bebisgungen Id« Selige. Die Erwägung, 
tag bann mögligettteefe mm geringe Seifigen mit bet gletgen 
Stwfe belegt fein, feie betrügerilge« {tanbein, fei abwegig, 
»eil ei fitb siebt tun eint Strafe, lonbetn um bic böigen eiet» 
mgr erfüHlcn ikitragöbfiigt banbie. — Diefet Kngtiff laim 
leinen (befolg haben, flmat ift ei tintig, tag bie Knfptugi- 
Mtlsitlung siebt ali Sttafe, fanbem ali {folge bet Bubt- 
et fuUtmg eiset Skrtiag«pRigt eintritt Mein bee KeSifum 
legt mit Unrtebt befeubetti Skwigt auf bic Bejtiguusg bet 
'Berit trfusg ali Strafe. Die moigebtsbe gttoögung be« Be» 
ruRing«gerigta gebt bklmtgr babon au«, bag unter Hmftanben 
bie {falfgmeftnrog eine« SSegcnftanbei ton geringem SBerte für 
ben Brrftgtrlen ben ifletlufl eine# Slnfgruge« ton gunkcit- 
ober taufeubfagem ilBette gut {folge haben lann. Stu« biefcsi 
mbgltgen Kiigbngaitiuffe gilbt bai Bteufungigetigl bie 
gotgening, bag ei Riebt IDobl Skrttagäsilli btt Satteien ge» 
loefen fein lann, biefe fgttett , 'teige (eben auf Noge Unagt- 
famleit, auf fagtläfRge Sattagtoalegung gu (eben, ftstbetn 
ba| f“ nut auf tsiffentiube, eoriiglugr folftbe Angaben angc» 
benbt ift. Da« SBigwtgäUnii ift etttäglub ali {folge eine« 
auf abfiebtliebe flberborteilung bet (BcfeUfgaft abjielenbcn Bet» 
baltes« bei Betftgettes, ei mite (aum etttägiig al» {folge 
bloget {fagtiäfjigleU. Ei* Illeebliititum tarnt in biefen goige- 
rungen niebt gefunben »erben, bai BmifungJgrtugt übet- 
febtulet bamit niebt bie Stengen faggtmäg« Beitiagiauiltgung. 
Klag bet SBoetlaui bei Serttag» nubt getabe gu biefet äui* 
legung nötigen, »ie übrigen« atub bai 8ciuju*g»gcrigt fetbfl 
atutlrnni, fo ftebt et ibt boeb autb niebt g»ingenb entgegen. 
Die Suilegung enl||>rigt nielmcbr bem offenfubtlkben J>upt- 
gtoede bet ftaglitben Befttmmung, bie Skfellfgaft bot bei tu ge 
tiftben BenaebteiligungiMtfucbcn gu fgfigen. 2L-2.-ikTfig.- 
®ef. e. 6-, U. ». 19. SKon. 07, 108/07 VU. — {gena. 

Deutfeb • ftangöfiftbet $anbclibetttag bone 
3. SuguR 1862. 

»0. litt. 28 beifetben ift buttb ben gtiebeniberttag nom 
10. 91ii 1871 unk bic DcBataium bam 8. Ottoier 1873 Iniebet 
in Ktaft gefeit unb bunb bie Banfet Union niebt aujgeboben ; 
Sinn bei Slbf. 2 be« SUt. 261 

Der Klägerin ift bai Biort „Driba“ ali äftartnjetgen für 
Zcnmifglöger am 15.Stgril 1906 buig Eintragung m b» Brigen- 
toBe bei BatiL gefebübt. Die BtUagle — gtau SB. in Bari* — 
bertteibi untet betfelbett Begegnung inDeutfglanbXenntffgläget ; 
Re bat foltbi autb mfrmtbutg a ein DUC irrt : bie Beßagte fabtigiert 
Xenntifeblägct. Duetb beefei Botgeben bet BeOagten etaebtei 
bk Klägerin ibt Jtigatiegt ali wtlcyi; Re btgaublrt, bie Be- 


tingle habe bei biefem SingtiR (mRentUeb ober bo<b pob fnbr» 
löfRg gebanbelt (Seflügt auf gf 1 2 unb 1 4 fflaiesS®. bai 
Klägerin beim SRI. Hamburg Klage mit bem Knitag etbobem, 
bet Bellagien bei Strafe gu uuletfagcn, Xensiifeblägn mit best 
SBotljntben „Dtina“ in Dentfcblanb feilgnbalten sab in Skt- 
(eRt gm btingtn ober asguf unbigen ; feinet foE bie BeBagtc 
RbabcnieifagtiRi^tig ctfläti unb benateilt »erben, bet Klägerin 
ben Stbaben gu afegen, toelebtr ibt buttb bk Beilegung bei 
3titbenteebli entflanben tR. Diefet legte Heil bei SUitegl 
joB ali «alvn liqnidstiose gefttBt »bet ali jftRfle&unglanttag 
aufgefagl werben. Die Beßagte gat R4 bei Rreitigen 3ei<beni 
in gtanltcüb, bem $etReBungilanb bet XennilfebUgtt, bnctM 
bebknt, ege bk Klägerin ben beutfigen 3eubenfcbug «langt gat. 
Kugetbem ift bai Blatt „Dtiba" all ga&tiljeiebtn am 
23. *»n! 1903 für Jenniiftgläg« nut ba Kt. 79405 für 
einen gemiffen Sgegogerb bcuamitt. Kotg Beb-rugtung bn Be» 
öagten, bk Klägeetn beRreitei, iR biefer Sgepbetb b« alleinige 
^ngabet b« Bellngten. Die Bellagte gilt Reg baget buttg 
Kit. 28 bei öanbelioeitmgt für gefegügt, ben {ftanltekg mit 
ben Staaten bei bentfegen 3»B- unb {unbelineteinl am 2. KuguR 
1862 abgefeglsRen gat. Die Klage iR in 11. 3nRan| ab- 
gewiefen. Du Sewfeon b« Klägeetn iR )utüdge»iefen. Dal 
0£®. Reib feR, bat Sgepgetb, auf baffem Kamen bai SBott 
„Driba" am 23, Slpeil 1903 unter St. 79 405 in gtanhei^ 
ali jjabrilgiügeii bcgonieit ttotben iR, Slüeintn gäbet btt Be- 
llagien ift, unb bag bie Betlagte Reg, lange beim bk Klägerin 
ba« SBott „Driba“ für XenmiRgläga beim Dcuifegcn 'Bat9. 
nur (ünuagung angemelb« gat, bkfri ifabnljetegml für bk 
bon tgt bcittitbetirn Jenniifeglägtt in granfrettg gebiente. Der 
Berufungltiibttt uciR imtee daibcii auf biefe Saeglage bie 
Klage ab, »eil Srt. 28 Slbf. 2 bei beulf^ftau)öRfeben ganbeli- 
berttagei »am 2. äugufi 1H63 bureg bk Batifec Union (b. g. 
butig bk intccnaiisnaie Qbctcinhinft jum Seguge bei getonb- 
liegen Eigentum« Dom 20. 'ffiätj 1883), bxlig« bai Deulfege 
Sieieg naeg Belanntutatgemg bei Stigifanjletl bam 9. S^ril 
1903 (SBB1. 03, 147) mit SBiitung bom 1. SRai 1903 bei- 
getreten iR, niebt aufgtgoben fei unb Slbf. 2 bei ftet. 28 bei 
gebaegien .yanbelleerirag» ben Boeben&get eine« gabtiljeugm» 
ooc Bctfolgung fgügtt. Klägeiin betämgR biefe SUtffnjfung 
untet Berufung auf ging«« Kommentar jum 9Battn3®. 2. Surft. 

5. 496 unkt e, träge enb Reg b« Bctufung«tuglct auf bie gegen- 
teilige Slnnagme Seligfogn« in feinem KammenliiT 2. SuR. 

6. 153/54 bejitgi. Seite SegeiRReBct geben für igtt Sleinung 
leine Begtüubung. Det etlenncnbc Senat gai betet» in feinet 
Enifegcibnng bom 20. Slobember 1906 (SS. 64, 304) au«, 
gefügt!, ba| Set. 28 be« getagten $anbe!»eettrag« buttg ben 
gtieben«btrttag bom 10. SXai 1871 unb bu DeDataiion bom 
8. Ottebce 1873 »iebet in Kraft gefegt tootben iR unb feine 
Bebauung Weber buteg bk beulfege SRatlenf^uggefeggtbung 
nog buttg ba« SSktten3®. bom 12 ffiai 1894 eingebüRi gal. 
Dort iR fein« al« Sinn bei Slbf. 2 bei Stet. 28 angenommen, 
bai ba« in gtanbttig gefgügte 3ei(g<n bon bem ftangöRfgen 
Staatiangegäcigin beim Skrttkb fein« Erjeugniffe in Deutfg- 
laut ebne bk (Befagc fitaftegtlieg« obet jibiltegtlig« Ba- 
folgtmg geführt »erben batf, Wenn biefe« Beigen in fftanheig 
benugt teurbe, ege baöfelbe Beige» in Deutfglanb beug Ein- 
tragung für einen anbnen gefgügt »orten ift Dutg biefe 





Sßoü>««itinijt. 


61 


'&uj©ttje M tA 48 bei ^anbcUBuiragi $ nur «nt tat- 
io©Uebe Dulhmg geteähUiftei ; bei gebaute 3üt. 38 gibt m 
!<wn Sif. 3 jebo© m©e bot Stege, (ine £öf©ung bet in 
Deulf©lanb eingetragenen gln©ts Sekgeni fu bedangen aber 
bem Singetragrnen bin au® fein« ©mtragung na© bcm äBattnfJ®. 
enlßaiibenm änlptflcge fietiiig ju ma©en, no© aueg gibt bieftT 
Äetilel bat Se©t, nun in Dcutf©Ia»b eine ©mteagung bei 
»wtß in granteei $ angewenbeten 3ei©ent ju Bnlangen. Slui 
bei 3Mßtbtmgtgej©t©tt bet Sei. 28 (Wtxb mitgeteilt) folgt, 
baß btt äh. 3 bet Sei. 28, oigtei© et nut Bon gabtitjeiegen 
fBntbC unter jja brrfjet©en au© bie in Sbf. 1 «Wignttn fjanbelt« 
jeUgtn mtiBttflanben bat. Die Ungenauigltit btt äuibcudt 
erödrt ficb buttb bie bcabß©tigte j(ua©li©e Rürje Denn in 
jfranJcn© gibt (I leinen Unt«f©ieb in bei rc©tli©ai ©eganb- 
lang Mn ,'eabeil unb ijanbeltjtüben. äu© in Deuti©lanb 
bcfteb! jur geil unb bcfionb au© ftäbet biete folebe ilnie« 
!©tibuug mit rcebtluben folgen. Die internationalen Seßre- 
bungen |i(len tbenfalli baraitf bin, betartigi UninßbeibuRgen, 
DD ft« etwa befiegen, aufjugebtn. Pelletier et Vidal-Naqoat, 
ln Convention d'L'niou poeu U Proteictiuei de U Propriete 
indaetrielle, ©mit 1903 Sie. 340. Summt Sa. 28 Ibf. 2 
bet Boa Deutfeben (foHnerem mit fjTanltei© Born 2. äugufl 
1862 abgtftbloffenen vanteltberliag» jut änWenbung, |o ift 
bie Klage abjuWeifm an« bett foebtn aogefübeten Stünben. 
denn gegärte ^wntfcutg ju jener 3eit bcm 3oß#t«üi niibt an. 
Sillein an Stelle bet (foHbereint entflanb bet 31oebb«ulf©e 
Dunk, bet mit ben 4 fübbeul|©cn Staaten ben ffaflomimgwtgi- 
beOtag Born 8, Juli 1867 ai[©loß. Dur© JUL 40 bei 3ier©h 
Berjafiung toiuben bie Seßiounungrn bet (JollBaeinigungi- 
netttagt aufreebtetbalten unb bat 3tci©igcbirt ju einem eit» 
beulieben (foH unb fjanbeltgebeei erflärt. Sabanb. bat Storni- 
reebt bet Deulf©en Hieltet 4 . Sufi Sb. 4 £. 386. Seubbetn 
nun bei ©ertrag Born 2. äugufl 1862 Bon bem Deutfeben 
Sri©, bat an Stellt all« ©injelftaalrn alt Ber!tagf©litßenbtr 
Zeit aufgetreten ift, unb grault«©, alt Bcrtrogfeblicfeenben 
©armen toieb« in Raft gefegt Worben ifl, muß a n g nt o mm en 
Beerben, ba| mm bie ©eltung bei .öanbeltBcitragt Bom 2. äugufl 
1862 mit feinem äiL 28 auf bett gange Serebtgfhet, ein- 
leglirßli© vaneburgt, autgebebnt Worben ifl Die frühere 
eonbetfielung tiamhergi ertocift fieb habet alt einßußloi für 
Bie Sbunenbung bet mebrgeba©Icn Sit 28. So Wenig nnn 
bu benif^e 3Baetnjei©engefeggeiung an kec gorfgeUung bet 
Set 28 bet mebrgebaebitn rwttbeläS« tragt etwa! geänberi 
Bat, fo ttxnig Wuebc fu buteb bie ©atifre Union beeinfluß!, 
(iöerb autgefübn) S. c. SB. *5., U. 0 . 22. 3loB. 07, 
260/07 II. — §ambuig. 

©efeg toegen ©efeitigung btt Dopprlbefteuccung 
Bcm 13. 5R«i 1870. 

30 . §g 1, 3 Bobunben met § 6 bei bamburgtf©en ©in- 
lommcnfeucrgefeget Bom 2. gehtiar 1903. ©eßeuaung «net 
truiib ©«äußerung einet ffinmbßüdt «langten Sriöfet üb« 
Ben Sinßanbtpreit ginan#.] 

Die ©gefrnu bet im Saufe btt Keebitfitetti Bcsfloibcnen 
fllagni, bie mit biefem jufammen in ^aenbutg tsobutc, iß 
5Site«bin ebttf im 3abct 1902 in 3! Ilona Bttßotbnun 8atat. 
ibui ju beffen Saeblaf gebonget, m Sltona belcgraet ®tunb- 
ftüei, bat bet Sibtaffn im 3e>bn 1868 für 81740 M naweben 


balle, iß Bon einem anbera HKtUrbn im. 3abR 1 903 für 100 000 M 
übernommen iootbcu, fo bog fub ein ®tonnn Ban 18260 M «gab. 
Don biefem SeBeinn iß auf ben Srbleil ber ftgeftau bet ßlügeri 
ba S9ettag Bou 6 847 U eulfollen. 33egen tiefe« Uanßaxbei bat 
bie bambutgtfebc Sleucrbtguialion ben Rüget für bat Habt 
1904 jur SinlommenfUutt Betanlagi. Klager Beelangl St- 
tnäfeigung bn Sintommmßcu« um 344,17 M. Klage, Be- 
rufung unb BeBifum mueben jutiid gtintefen : Die ju ent- 
febeibenbe fragt © nicht babm ju fteürn, ob bi« eine boggeUe 
Befleummg bttfclben mülfebaßliiben ©egenfianbet «folgt iß, 
fonbern babm, ab eine folebe Doggdbtßeunung Bocliegt, Wie 
fee bat Sfeiebtgefeg BnbieteL Denn bitfei btjwedt nugi, je Be 
Doggclbeßeunung aut jufebliejsen , fonban eine folebe nur nach 
beßinunlen Siebtungen b« cinjuf<brän!en (93©. 13, 149). Sine 
Serlegung bet g 1 liegt triebt Bot. Sr beßimtnt, tag ein 
Dtslfcb« Bmbcbaltliib ba ©eßimmung» in ben gg 3 nnb t 
ju ben bereden Staaitfteuem nur in bemjenigen Dunbeißaal 
baangtjogen Waben barf, in bem « ßinen ®obnfig bat. Die 
hier «hoben Situ« iß eine bircile Staat« (teuer; ße butfte 
Bom bellagten fitbit ab« erhoben Waben, ba bn Rüget fo- 
wohl alt auch ferne Sb<ftau ihren SOobaßf in (wmbutg haben. 
D« § 3 bei Stiegel beßimmt: „Der ©nmBbcfi| unb b« 
Settieb einet ©rwabei, foWie bat aut biefen Quellen b*f 
riibrenbc Sintommen batf nur Bon bemjenigen SSunbeefiaal 
B«ßenai Waben, in »elibem ba ©nuibbcftg liegt ob« bat 
Seroeibe betrieben Wirb." St !om«U alfo bi« baiauf an, ob b« 
©tgrußanb btt Bom Setlagten bewirft eu ©eßcuerung 1) bet 
in SUona, alfo augabalb bei Oamburget Sehet« licgntbe 
„©nmbbeßg" bn RUgnin ob« 3) bat aut biefa Cueßt b<t- 
tübttnbe „Sinlommen" Wat. Zlueb biefe ftagen ünb ju Bet- 
neinen. Seht man jundebß auf bic ftage ju 2) ein, fo © 
folgente SrWägung entfeßeibenb: Dn aut bn Dnäußttung bei 
©nmbßüilt an ben iibanebmenben St ben übet ben Smßanbt- 
gteit binaut ajiclit, in bat Detmbgtn bei Rlägenn gtßoßene 
'IHcbtbeitag b«i Web« bic flauer einet Surfommrnt, noeb 
rührt a aut ba CueSt bei ©tnnbbcfigei b<<- Unter „©in- 
lammen' 1 im ßeucrtKbmßbcn Sinne © regelmäßig nur ba 
Inbegriff terjenigen mirlj<hajtlübtn ®üter ju Baßiben, bk 
bem einjclntn wieberftbrenb aut bauern Ben SrWabtqueßrn ju 
ßießen unb ofae Dermtnbaung feinet Dennägent jum Sa- 
bcau©c für ihn unb feine familie, mit bem nfgarten Betrage 
ab« jut ©Übung Bon ©«mögen ©m jur ©erfügung (leben. 
(Juißing, bic greußifiben birrften Sintern, 7. ßluß. ©b. 1 
6. 57, 58 ) Dat ©orbanbm(ein tütet ©inlommml (egt int- 
btfonbne ciue gewißc Stetigleit ba in ©ctiaebt lommenbtn 
©tjüge boraut (©tCSffl. 14, 142 ff). Ditft Xnfibauung liegt 
aueg b« ©or(<btiß be4 g 3 bet ©efeget Bom 13. 3J!«i 1870 
jugrunbe. Worauf (egon in ©ebrau© bet ©Jarteö „Duelle" 
bin weiß 3m Streitfall (wirbelt et ß© ab« ni©t um eine 
wichrftbmibe, fonbern um eige einmalige Shtnahmc, bic *i©i 
aut einer bauembm ömnabmequeüe, jonbern bur© ben Untfag 
einet feit läng« alt 30 3“b*en im ©eßg ba ff am die bet 
Klägerin brßnbli© geWcfcnrn ©runbßüdt ajielt iß, unb bk 
offenbar ebenfo wie biet Qlnmbßüef felbfi, ni©t jutn ©abeauebe, 
fonbern jum bauembm ©enuß, alfo baju beßünmt War, 
wiebetum ein blcibcnb« ©eßaubieil bet ju erbaltenben ©et- 
aögmi ju Wnben. 3»ae bejri©nri bat bamburgi[©c ©in- 

7* 



52 


3urtftifd>e fÖi'd)enfd)rift. 


M 2. 1908. 


fornmenfteuerpcfeb bercrrtige Hinnahmen aulbrilcfltcb all ym 
„(finfcmmcn" gehörig; baburch tonten fit aber ni*t ju Sin* 
tommen im Sinne bei grtoöhnli*en unb bd aBgemetnen 
ftcuetlechmfchtn Sprachgebrauch! unb mlbefonbere, toorauf el 
hier anfommt, im Sinne bei Reicblgeftötl Vom 18. 9Rai 1870. 
Dafe bet homburgifche OWebgeber fl* brtoufct mit bem fonf% 
üblichen Begriff bei „Sinlommenl" bat in ©iberfpruch fe^en 
tooBcn, fann au« ter Srtotberung bei Senat! Vom 31. Ro* 
Vember 1902 (Rr , 192) auf bie RbänberungflantTäge bet Bürger* 
fchaft jum Snttourfe bei SinTommenfteuergefehel entnommen 
toerben. Sntfprechenb fmem allgemeinen Begriff bei Sin* 
lemmcnl ift na* ber Rr<htfpre*ung bei 91®. all „Stnfommen 
aui ®runbbeft$" hn Sinne bei § 3 bei Reichlgefebe# vom 
13. 9Jlai 1870 nur „ber (aufenbc Reinertrag bei fortbauemben 
©runbbeftbd anjufehen, nicht aber ber $ier fragilere, 
ber Verteuerung „nach ber allgemeinen Regel bei § 1 bafefbft §u 
bebanbetnbe ®etoinn aul ben über ®runbflficff abgefchloffenm 
Anfchaffungl« unb Beräuberunglgefcbfiften w (R®. 27, 110 ff. 
unb 50, 104). Snblich $at ber Bellagte euch ben „®runb* 
beft|" felbfl, nämlich bal in Altona liegenbe Racplajsgnmbflücf, 
nt<3^t jum ®cgenflanb ber Bcfteummg gemalt. Wiefel ®runb= 
ftücf toar jur 3«* bet Veranlagung unb Strebung ber Von 
ber Klägerin erfarberten Steuer bur<$ bie Veräußerung an 
einen SKiterben aul bem Vermögen beT Klägerin aulgefi^ieben. 
Rn feine Stelle toar ber auf bte Klägerin entfaOenbe Deil bei 
Kaufpreifel, alfo etn Kapital getreten. Dirfd fteHte jtoat, 
fotoeit el ben früheren Srtoerblpmb überflcigt, einen mit 
#tlfe bei ©runbbefihel unter Bermitilung eine! Rechtl« 
gefchäftl erhielten, Vorher im Vermögen ber Klägerin noch nicht 
borbanbenen 9öert bar, bie Beteuerung biefel Vermögen!» 
toertel ift aber nicht all eine fteuerliche Belaftung bei früheren 
©tunbbefibd anjufehen, erfaßt Vielmehr einen Vermögen«* 
befianbtetl, ber bie Ratur bei Kapitalvermögen« fiat. Ob 
biefel Kapitalvermögen aul bem Skrtjutoacbl bei früheren 
©tunbbefibd ertoachfcn ift unb ob bie bur<h bie Besagte be* 
toirfte Beteuerung, toie bie Klägerin meint, bahnt führt, baß 
ber ^amburgif^e Staat einen ®rtvitm mit einer Abgabe be* 
laflet, beffen ftc^ auch fchon ber preußifche Staat ju ßebjeitm 
bei Srblafferl unter toerfdtfebenra ®efichtlpimftcn all eine! 
Steuerobjcftl bemächtigt bat, ift für bte (Sntfcfceibung bet 
cftage, ob bal Reichlgrfeß vom 13. Biai 1870 berieft ift, 
mit bem Serufimglricbtet all nicht maßgdenb anjufebm. 
•fr c. frimb. ftilful, U. b. 22. Roö. 07, 55/07 Vif. — 
Hamburg. 

Siteratururbe betretet. ©efeße bom ll.^uni 1870 
unb 19. $uni 1901. 

31. §§51 unb §§ 5 unb 28 VitUth®. Sclbftänbige Sm j rireebte 
bei Koir.pcniflcn unb bei Dejtbichter* binfichtlieh einet Oper.J 

Klägerin flagt al« Ret^tlnacbfolgcrin bei Oberfcbetl bei 
Jirtel jur Rleberbeerfdien Oper „^ie Rfrifancrin" jJ^binanb ®. 
mit bem Rntrag, feftjuftcHen, bafe ber Beflagte nitbt berechtigt 
fei, bm bon ^erbinanb ®. berfa^ten ^ejt ohne SintocUigcmg 
bet Klägerin aufjuführen. ®er bellagte Xheaterbtreftor b^t 
ft* ^tfnu auf ®tunb bee § 51 bei alten, § 28 bei neuen 
Öitllrb®. für bererhtigt unb bot Rbtocifung ber Klage beantragt. 
Beibe Borinftamen haben nach bem Rntrag ber Klägerin ent* 
fchteben. Rebifton ift jutiicftoiefen. Der Vertreter bei bedagten 


RebifionlHägcrl bat in bet mttnbli*en Verbanblung bor bem 
Rebifionlgencht crtlärt, bafe er auf bie i* bet Rebiftonl« 
begrünbung enthaltenen brojrffualen Angriffe nicht juriicflomme, 
fonbern lebiglich bie materielle Rüge ber Verlegung bet §§51 
iftitlrb®. bom 11. $uni 1870, 28 unb 5 CüUrb®. bom 
19. 3tmi 1901 aufre^t erbalte. Die ®nmblage bei ftägerifchen 
Anfbruchl \ft ber § 5 SlitUrh®. bom 19. ^wii 1901. ^ 

Dptx toirb ein Schrifttoerf mit einem ®et!e ber Donlunfl ber* 
bunben. $ür jebel biefer 2Berfe gilt fein Berfaffer audf nach 
ber Berbinbung all Urheber. Da Dejibichter, im borliegenben 
ffaQe ber Übet feget bei fran§öfif<hen Dejte« (bgl. § 2 ^ag 2 
bei ©efegel), ift m Änfefamg be« Urheberrecht! an ber Ober 
bem Äomboniflen grunbfäglich gleichgeKeBt. Schon bal ®efrg 
bom 11. 3uni 1870 enthielt biefe ®lei*ftellung. Qt enthielt 
auch in feinem § 51 bie bem jegigen § 28 entfyrechenben Be« 
ftimmungen. Beibe fthnmen fachlt* überein; toäre ein Unter» 
febieb borhanben, fo toäre nach § 62 Sag 1 bei neuen SitUrh®- 
bal neue ®efeg anjutoenben. Dal Berhältni# bei § 28 RW. 2 
j)U ber grunblegenben Beflimmung bei § 5 baten bie Bor* 
mftanjen but*aul jutreffenb auigefaft. Der § 28 AM. 2 
hebt bal Urheberrecht bei Dertbi*terl nicht auf, er befchränlt 
el auch in<bt birtueB, er regelt lebiglich bal Berhältni« ber 
beiben gleichberechtigt nebencinanberftebenben Urheber gegenüber 
Dritten. Unb jtoar gefchieht bid lebigli* im Jntereffe ber 
(Srlfichterung bd Berfrfcrl Dritter mit ben Urhebern. Der Ber« 
anflaltet bet Aufrührung bebarf nur ber SintoiBigung bei Äom* 
boniften. ®ie ft* Df£tbi<bter unb Rombonift, bie fi* nut&etflellung 
eind gemeinfamen ®erlel „berbunben", bergcfellfchaftet haben, 
im inneren Berbältnifle miteinanber berflänbigen ober aufein* 
anberfeben, ift ihre Sache. Sine materielle Sinf<hränfung bd 
Urheberrecht! bd einen ober anbem finbet btmh bie Borf*rifi 
bd § 28 Abf. 2 nicht ftatt. 9Kan lann bal Berhältni! all 
bal einer gefeglichen Bertretung bd Dettbi*terl burch ben 
Äomboniftrn auffaffen. Diefe Bertretung ift aber nicht tm 
^ntereffe bd Vertretenen, fonbern im 3 n tereffe ber britten 
Rontrabmten, ber Beran^alter ber Aufführung eingefübrt. 
UnterfteBt man eint bom ®cfrg fingierte BeboBmä*tigung bd 
Komboniften, fo ift jttoat biefe, toeil nur tm gittere ff e ber Ver* 
anftalter ter Aufführung befrimmt, ber Dilbofttionen unb bem 
VJibetTuf be! Deribichted mtjogen. Aher in aBen übrigen 
Begehungen bleibt bal Urheberrecht bei Deftbi^ted Völlig un* 
brrübrt. ^nlbefonbere beftimmt fi<h feine Dauer lebiglich »a<h 
ben in feiner ^erfon liegenben VerbSltmffen (§ 29 bd ®cfcgd). 
Der groll bd § 30 bei ©efegd, bab ballclbe Urheberrecht 
mehreren gemetnfcbaftluh juftebt, liegt nicht vor. Vielmehr 
haben fotoohl Destb*<ht" ol* Äombouift jeber fein etgend 
Urheberrecht. Die Antocnbung ber Vorfchrift bd § 28 fe§t 
aber getabe bal Rebcneinanberbefteben bet beiben felbflänbtgen 
Urheberrechte, bd Dejtbichterl unb bei Äomportiftcn Voran*. 
Rur für biefen ^aB trifft bie oben angegebene rati»* legis ju. 
Srüfcbt bal Urheberrecht bd einen ober bei anbem, fo ift für 
bie fernere Rntoenbung bei § 28 Abf. 2 lein Raum. §m 
Votltegenben ^alle ift, tote unbeftritten, bal UrbebcTre^t bd 
Komboniften eriofehen. Dal Urheberrecht bd Überlebet«, 
toelchd brnftthtl^ feiner Dauer lebiglich nach §§ 5 * 29 ^4 
©efehel ju beutteilm ift, beftebt no*. Ra* § 11 Abf 2 bd 
®efe§el bebarf baber ber Bellagte bet SmtoiBigung bd Ober* 



37. 


§urtfMfc|e ®od)tiifeijrift. 


53 


feiert. Der Übeiie?« bat feine Setbte an he Klägerin ab. 
getreten. Der Rlaganfprutb ift baber begrünbet, p e. B. A 8.. 
U. 0. 13. »CD. 07, 34. 07 I. — Betlin. 

Sebiauihömufleigcftf botn 1. 3uni 1891. 

32. §§ 3, 7 «tbrSHuj!©. herb. mit § 19 bt* B*t®- oom 
7. Jlpril 1891. 3f für bie (Peltenbmathung eint« ®tbrauch«‘ 
muper» Eintragung m btt Solle crforberlnh ober genügt Man 
ein Betttag mit bem Berechtigten? Bnfpruib gegen beit 6m 
getragenen. Kntoenbung bet rinfchlagtnbtn Stjhmmungen be« 

Baienigrf't'*-] 

'Jicdf § 7 GSebrSlup®. tarnt ba« butch bie Eintragung 
be« ©tbtauch4muptt* begrünbete Siecht butcb Beitrag auf 
Snbere übertragen «erben. fjüt bie SSirffantfrit bet Übet» 
tragung tfl bie Eintragung be« Erwerber* in bie ®tbtaucb«= 
mufttTrotte nicht etfotbetlicb, ebtnfowenig wie tm gleichen gafle 
ba § 6 Bat®, feine Eintragung in bit BatentroDe nerlangt. 
Durch Bettrag bat baber ber Kläger trof unterbliebcnei llm> 
fchtetbung in ber ®ebtautb»mupetro!Ie ba« Steht au« bem 
8tbranch«muflrr ettnenben, unb bie Betäufertt tonnten, obgleich 
bie Eintragung auf ihren Samen befteben blieb, bem Be> 
(Sagten, infofem bie et fit Übertragung nicht rüctgängig Wutbe, 
bureb ben fpäteren Bettrag, trat bet erfolgten Umfehreibtmg, 
ba« fchon occäufertte ®ebrcm<b»muftett«bt nicht mehr Her- 
fehaffen. Blenn bcemach nicht ju bejroetfeln ift, baf) ber 
JUäg't ba« Seiht au« bem gebt auch« mufter auch ohne Etn> 
tragung «narben bat, fa fragt e« fleh boeh, ob n efl ohne 
Eintragung auch gerichtlich tann gtUenb machen, ober ob für 
bie @Mtcnbma<hung bie befihräntenben Beftimmungen Bla? 
greifen, We!$e im § 19 Bbf. 9 Bat®, getroffen ftnb. Da« 
Sefch, bttreffenb ben Schuh bon Okbrauchämuftetn, lehnt fieh 
an ba« Bat®, an, bem e« in feinen materiellen Barmt«« 
fefungen nachgebilbet ift 3n fein« (noppen Raffung gibt e« 
leine rrfehöpfenbe Segelung bet IRatttie, fonbem befchrinlt pch 
barauf, bie nefentlichen Bepimmungtn ja treffen. Die ffolge 
banon ift, baf r« für manche Sinjelfragm ber Erläuterung 
ob« Ergänjtmg btbcrrf, bie au« bem (Sefeft felbft nicht ju 
entnehmen pnb. Die Berloanbtfebaft ber ®tgrnpänbt unb ba« 
Berhälmi« be« fpälrten ®ebi3HufK5. ju bem für ba« 
Erfinberfchuhteiht gtunMegenben Bat®, rechtfertigtn e« benn, 
bap, wo triebt befonbert ®rünbe entgegenftehen, bie Sbhilfe in 
ben einfchlagenben Btpimimmgen be« Bat®, gefutht nirb. 
tlb« bie Eintragungen in bie Sefle für ®ebrautb«inuftrr enthält 
§ 3 ®ehr3Ruft®. Be ft i mmun gen, ju bertn Ergänjung ein 3«»ütf< 
gehen auf bit Bottflänbigeren Sorphripeu be» § 19 Bat®, im 
allgemeinen für juläffig gehalten tnicb. 3« Stbf. 4 befiimmt 
bet § 3, baf Bnberungen in ber Betfon be« Eingetragenen auf 
Sntrag in ber BoQc bermertt «erben. E« fehlt aber ein bem 
Bat®. § 19 Sbf. 9 lebt« 6af entffirethtnb« 3 u faS über bie 
ffortbaurr ber 8«echtigung unb BitpPilbtung be« früheren 
@cbrmub«nuiBetinhaber« hl« jur Eintragung ber Snbtnrag. 
Daf trog bent fehlen «net bnartigtn Bepcmmung bie Ein* 
tragung be* früheren Sthaber« toirtfam bleibt, ancrtrnnt ba« 
Bef® felbft infofern, al< nach § 6 bie Sbftbungiflagt gegen 
ben Eingetragenen ju richten ift. Worau* Ptb auch ergibt, bafi 
biefer jur Söfthung legitimiert fein muf. Der Senat glaubt, 
baf man bie SBirtung btt fortbePthenbtn Eintragung gaitj nach 
twt Borfchtip bei Bat® ju beurteilen habe. Der Wefentlichc 


3»tcf biefer Botfchrip ip, mbtn ber Sicherheit be« Serleht« 
mit bem BatB., ben BetetHglen für bie Sichtung »on Sngtip 
unb Berteibigcmg be» Schufrecht« eine fep bepimmte, leicht 
«lernbare ©nmblagt ju bitttn, „ent Blute! ju oerfhapen, 
um bie Segitimation für bie Bertretung juberläfpg unb leicht 
erbringen ju fötmen — " Urteil I 143/01 bom 14. Dejrmber 
1901 (3®. 08, 9fi ,r ). Diele« SuherheiMbcbüefm« cp auf 
bem ®ebiete bet ®ebtaueh«muptt nicht toeniger Borhanben al* 
hei Betenten. Äu* ben fonpigen Sepimmungen be« ©ebrffiup®. 
ergibt pch n«ht*, «a* ber analogen Smoenbung biefer Bateffl« 
rtcht«Botfihrip entgegenpehen lönnte. Dit StBipon führt an«, 
baf e» nach § 19 Äbf. 2 Bat®, nicht gerechtfertigt fei, bie 
JUtioIegittmation be* Kläger« ju bttneinen, inbem pch biefe 
Borfhrip nicht auf ®tltenbma<hung be* Schuhreiht« Bot ben 
orbemluhen gerichten bejieh«. Der Sngtip ip nicht begtflnbet. 
fit hanbeP pch um eine betanme Streitfrage, Bei ber Äu*< 
legung be« § 19 Sbf. 9 Pehen pch in ber öauptfache jwei 
Inpepten gegenüber. Die erpt — in btrSiteratur über«iegenb 
Bettreten — Berpeht ba« ®efeh babin, baf bie bi* jur Ein- 
tragung ber Inbetung bem früheren 'Patentinhaber Berbtetbenbe 
Stege! imariou fuh nur auf ba* 51 erfahren Bor brm BatS. be> 
jiche, «ährenb nach ber jtoeiten Jlnpeht biefe Segitimatton auch 
We ©eltenbmachung ber nach TOafgabe be« Bat®, heftehenben 
Seihte unb BerpPithtungen im Siege ber gerichtlichen Klage 
unb bet prafgerichtliihtn Berfolgung umfaPen foB (Bgl. Köhler, 
©anbbuef S. 831, 583). Der erlennenbe Senat hat fidp früher 
her erften Snpcft jngeneigt. Begimcenb mit brm Urteile I 
186/99 Bom 19. Jfuni 1899 (3®. S. 548“) bat et aber feine 
Stellungnahme jur ffrage geänbert unb im Urteile 1 268/01 
Bom 11. Dtjembtr 1901*) pch btt jtotiten Stillegung ange. 
PhloPen. 3n ber Begtünbung biefe« Urteil« wirb au«gefttbtt, 
baf auf bit nach Maßgabe be« Bat®, jupehenben Seihte pch 
nicht Mof bejiebe, „feine (be« Eingetragenen) Segitimation al* 
Batetttinhabee bem BatS. gegenüber unb in einem eigentlichen 
BatentPrtite gemäf §28 p. Bat® , fonbem auch bieBefupi*. 
Bttlehungtn bt« Batente« Bor ben Berichten ju Betfolgen; 
bem auch ba» Klagrecht auf Entfchäbigung wegm Serlehung 
eine« Batente* fei burch ba* Bat®, normiert (§§ 35 p.)". 
81« entfebeibenbe* Srgument für biefe Su*legung wirb, mit 
Köhler S. 532 geltenb gemalt, baf jum Unterfchiebe Bon § 1 2 
Bat®, tn § 19 Shf. 2 nicht Bon bem nach Blafgabe be« 
Bat®. Pattpnbenben „Betfabrcn" bie Sebe fei. Da* Urteil 
hatte bamal« (eine Seranlapung pth mit ber Untetlaffunglflagr 
ju befapen, aber bie Begtünbung führt mit Sottoenbigftit baju, 
pe in gleich« ®eiP ju behanbeln wie bie ®tttehung«Hage. 
Da« ®efe{ gibt (einen Saum für eine hoppelte Segitimation 
be« Eingetragenen unb be« Sicbteingetragenen, woburch, patt 
btt bejtoedhen Sicherheit, mit eine gebfere Unpeherheit erreicht 
fein würbe. SSron nach § 1 9 äbf. 2 btt frühen (eingetragene) 
Batemcnbaber berechtigt unb nerppühtrt „bleiben" foB, fo ip 
bamil gefagt, baf her fpätere (nicht eingetragene) e« nicht ip, 
Bgl. ba« f$on erwähnte Urteil Bom 14. Dejember 1901. Der 
Senat hat (eint BercmlaPimg, bie in bem früheren Urteile ge> 
bifligte 8n*Iegung bt« § 19 Sbf. 2, für Welche tnjWpchen 
auch Reut, Batentrecht Sot 28, 27 ju § 1 9, Seligfobn in bet 

•) *«t, 3® OS, *7". 1 '• 



54 


$ur(ftif$e ffiod>«nfd}rift. 


M 2 . 1908 . 


111. SU«. feine* Rommentat« ®. *143/5144 cmgctrcten finb, 
toieber aufjugebtn. Set Suetourf Ui Jfap 6. 262 Sinnt. 16, 
bap bann bet eingetragene Biebtbaeebtigtc Sibabenterfap »liebe 
Detlangcn Ibnnen, obgleich ihm lein Staben ottftanbm toäte, 
etlebigt ftep baburd), bap et traft feiner Älrionibaeibtigung 
fremben Staben geltenb macht X ap ba* Urteil bet II. StS. 
bam 24. Stobembet 1884 (9i®St. 11, 266) ban § 19 Abf. 2 
eine abtoeiebenbe Auflegung gegeben hat, ift fefon in bem Urteile 
tum 11. Sejetnba 1901 berttotgeboben »erbat; e4 ift aber 
auch autgefflhrt »otben, ba| tropbem bie Anrufung bet 
iltaiumt mipt gebeten fei Siet tonn gegenwärtig tun fe 
weniger jtotifelbaft fein, alt et fub je|t, «btoetcbenb tun bet 
(fritftheibung bet StS., um bie Xlaglegittmatien einet fflebtnuib** 
muftrrfibupbctctbtigten banbeit. Z. c. 8., U. ». 30. Sieb. 07, 
262,07 I. — (Sein. 

Unfallfürfoigegefeb für Beamte ufto. bem 

18. 3u«i 1901. 

33. »et. 1 §§ 12, 14 BeatntUJfirf®. in »ab. mit §8 1, 
3 a, 7 £aftpfl®. Umfang ber bem Betriebtusternebmcr einer 
Brinattifcnbabn na<b Slapgabe bet §aftpfi®. abliegcnbea 
Sebabenietfappfülbi, trenn ber im Betriebe Bettelte ein pen* 
fionibeted/tigier Beamter tft-J 

Au« ben ®rünben: Ser Jüaganipnub ftüpt fub auf 
Sri. 1 § 14 »gl. mit g 12 BcamtUgürfffi. bem 18. 3um 1901 
in Beebinbung mit ben §§ 1, 3 a unb 7 jjaftpflffi. Sie Be* 
EJagte ift alt Untcmebmenn einer Sifrababn, bei beten Betrieb 
ein Beamtet bet Slägert, ber ffieübenfteflee im Sienfte fe 
fcbniet berle|t »erben ift, bap er bauetnb bienftusfabig ge* 
»erben ift, für uapfiitbtct gebalten »erben, bem flläga btr 
ben ibm »egen bet Unfall* bem |U jablenbc fßenfio« fotoeii 
ju erflatten, toie fit an fi<b bem fclbft f<baben*afappjiublig 
fern totttbe. Siet ift im allgemeinen unb giunb|ä|lub febeiu 
fallt richtig, intbefonbere au<b in bem Sinne, bap n«bi «um 
bie Sebabenirrfafbilnbt bet Stritten (otoen, wie ber Befcbbbigte 
gerate butd) ben Unfall einen $tnpan4*nfpruib ee»irbt, ben 
eombercin toegfißt, »eil infe»cit ettta lein Sermogenifebabe 
eniftanben tobte; benn bie Stnfpriube aut brn Unfall oafuhmmg«* 
unb UnfaHfürforgtgefepen (leben bielmebr untgelcbrt ben Be* 
fipäbigten ben bemberein nut mit ber fflapgabe ju, bap bafilr 
bie biefen bunb ben Unfall gegen Sritte ettoaebfenen gefe|liebm 
Stnfbcüibe mfotottt auf ben Sabhum^bfOdlligen übergeben. 
Saber bä* auch b*r IV. 3®. bet 91®. — 63, 383 ff, — 
bereut fi<b in biefem Sinn autgefprexben. 'Kur bie Jtage bat 
er bert affen gelaffen, eb auch für biejenige fpätcre 3eit, »e 
bet Berlc|te awb ohne ben Unfall bauetnb bienftunfäbig gc* 
»efen jein »iirbe, Anjptfiibe gegen ben Srillen milübcrgeben. 
Siefe jfiage Isar banale bom Bcrufungtgericbte »meint 
»«eben, unb ba gegen biefen Seil bei Sntfibeibung lein Stabil* 
mittel eingelegt »otben »ar, fa batte ber IV. 3®* leinen 
Anlap, fub über biefen ’flmiti ju äupan. 3m »arliegcnben 
ejafl $ nun bom Cvffi. talfüibliib fcftgeftelU, bap ü aiub 
ebne ben Unfall mit bem 17. Cttobre bautmb bienftunfäbig 
fein ȟebe, alfo jcbcnfail* autb bam 17. Cbober 1922 an 
bauetnb bienjiunfäbig fern würbe, unb au* biefem türunbe bei* 
langt fegt bie Bctlagte bie Aufhebung ibrtr Betucteilung für 
bie Seit bom 17. Otlaber 1922 an. gfit eine f o I cb e Unter* 
f djetbung jun|cben ber .«nt bar unb natb bem Scitpuattc, »b 


au<b fonfl bie bauembc Sienftunfäbigleit eingeritten fein toürbe, 
wäre febmb (einerlei @ruub etjinbliib. (fflirb nabet aulgefübrt.) 
3». c. Breul. (hfenb..gi*t, U. b. 25. Bob. 07, 66/07 VL - 
Seit. 

®efe| »egen Anbetung be» 9ttith*ficmptlgtftpc* 
bam 2 3»ni 1906. 

34. 3» Zaiifitummu 9. Stcmpelabgabc für bie „Auf* 
fteBungcn" ber Attiengefcilfebafien über bie fgöbe ba getarnten 
Bngfitungeu (Zantianen uf».). Saftet bie Slcmpelabgabc auf 
ba Uttunbe ober auf ba Bagütungl] 

Ste Uagenben Sotfümb4imigl«ba haben für ba* bom 
1. April 1905 bii jum 31. SÄarj 1906 laufenbc «ef$aft#iabe 
ba t>oulbttrieb4*AliimgefeQ!<baft §.*8.. 8- in 8. aüf ®mnb 
bei ®enaalDafammlung41xf<bluf)e3 bam 2 3uU 1906 an bie 
ÜKttgltebct bt4 Auifi<bt4rai4 67 200 M Bagütutigcn (San* 
turnen) bcjablt 51 u ba Blage balangen bie Rllga 9iüd* 
Gablung ber unta Barbebalt gejohlten Steua jum Betrage 
»an 5376 M, »eil ba* ®efe| bom 3. 3nni 1906 »egen Anbe- 
tung be* 9lS4emp®. erft am 1. 3uli 1906, alfo nach bem 
Ablauf be* öeftbifWjabre* in Ätaft getreten fei, für ba* bk 
Beigütungtn gejablt finb. Sk Üonnpanjen haben oerutteiU. 
Sie iüebtfion ift jutüdgemiefen. Au* ben ®iftnfcen: Bach 
ba Sarifnummet 9 be* BStcenp®. Pom 3. 3nni 1906 bilben 
ben äkgtnfümb btr auf 8 P. f). ba ®efamtfumme ba Ber 
güuingcn fu betethnenben 9teicb*ftempelabgabe bie „AuffkDuagen'' 
ba AUrengeft(Ii<b«flen üba bie $ö|e btr grjamkn Bagütungen 
(Zaikknten uf» ), bie ben jur ßberpMubung ba SefiptfK* 
fühmng befkSten Berfontn (SRilglkbem be* Auffkhtieait) feit 
ba Ic|len BiUmgauffteüung getoübet »erben finb. £ut biefe 
Abgabe ben Sbaraltw eina lebiglub auf ba „Auffletturg" al* 
eina Urlunbe rubenbtn Steuer, fo ȟrbe, iotoeit tttM aui 
bem 3nbalt unb ba 8ntftebung*gtf<bi(bu be* ®efe|et m»t 
euoa* anbat« tu folgern Isü», baban auijugeben fern, ba| 
bec ftreitige Smnpelanipruib begrünbet toüce. Senn ba Ur* 
tunbeoflnupei trifft gnmbfä|bib alle Urlunbe«, bk naib bem 
Ontraftteeten be* biefen Stempel beftwmcnben Sefcpe* ent* 
jtanben finb, foueit fie ben bem biefem ®cfe| für bie Stempel* 
pfUcbtiglett feftgefepten ttrfaebetmffin nach gotnt unb 3nbait 
entlpeeipen, unb leplaei trifft für bk p<« fragliche, etflt am 
2 3uii 1806, alfa nach bem 3nlrafttteten be* bie Bagülungi* 
fteuer neu einfübrenben ÄStcmpöi. angefeetigk AuffttSung ju. 
S* ift nifbt ju Pcrlenntn, bap bie Bergütungifteua nach eben 
äuperen gorm al* eine Urtunbenjuuer bejeupnet »aben 
lann. (Biicb anigcfübrL) AU Scgenfünb ba Uctunbcnbepcue* 
cung im Sin« be* bitbeeigen Stempelcecbt* finb aba rubpt 
Scbriftpüile anguftben, bk niebt öun ben Beteiligten freimiüig 
au«gtfuUt finb, um bem )Scibt<»rtebi ju bknen, ju bam 
Srmbtung ba Staat bielmebr lebiglub in feinten 3 n kreffe 
bie Beteiligten bu«b Stoafanbrobung jioiagt, um bk (Sin* 
liebung ba Abgabe ju erleichtern unb ju fiebern. 3» ber* 
artigrn Utlunbtn gehören bie Söblnpnoten unb 'JKtctoajcicbnijfe, 
binfiibtlub baen ba* 91®. berat« fcfigefküt bat, bap fu nicht 
®egenftanb bei UrtunbenftempcU furb (Urteil Pom 1. Jebtuac 
1907 in Saipcn ff i4tue »iba 2ö»e *2 üo. Vli 213/06 unb 
Urteil Pom 19. 3“'" 1200 910. 46, 293). 3» ihnen gehört 
aber aut glciiben ®rünbtn bie „Auffüllung" ba Zaiifnununct 9, 
ba fu nut tinc im fkunlkbm intercjfe erfarbcrlübe Anjeigc 



37. Qabigmtg. 


Quriftifdje öocßettfcgrift. 


50 


bet für ein befhmrate« (B<7#AftSja^r flftoüfcilm äietgütungen 
entgilt. Set gier ßrtiiigt Stern ptlanfptug lögt fig gitmag 
nigt betrau* getlriien, baß bie atgabe [ebiglig auf brr nag 
bem 3nfiafttrrt!n be« »turn SStemp®. angtferngtm „Äuf* 
tteüung' all btt flempeipfügtigen Urtunbe laftt. Set evgentlüge 
äkgenßanb btt neu ringe fügrtcn ©teuer finb mgt btt BufßeEungen 
übet Bergutnngen. fenbttn bk ßtogfttungen fribfl. (ä&kb anöge. 
füg«.) 5*» bit Bntfgeibung btt gtagt, Itrfttotit fug bk Strebung 
btt neuen Steuer nag rütftoart« ju ttßrttlcn bat, ift bit deioigung 
maßgebenb, bab Etaft be* föefegei mit btt Satfage btt 0nt> 
rigantg btt ©tarn glriegjcilig auriwbmela* bat ßtaetgtißiecgt 
jut örttfirbunp gelangt. S* lann niegs bk äbmbt bti (Sei eg- 
gt bttk gemefen fttn, btt ©tarn emg kt folgen göflen ju tt> 
geben, in btnen bit Su«Hgung be«-$Sögriß« notBmbig gotgen 
mit füg bringen muß, bit mit btm Otunbfaf in ffllbttfpnig 
treten, baß rin ntu eg (Btfeg auf betgangtne gäfle nugt in. 
jogen toeiben batf, äuget Benn et, Bai gier niigt jeetrifft, 
riicfBttfcnbe Kraft füg ftUß betitgt. (Sme »iüefnx.tung »ütbt 
«btt l i niert en, totnn btt ©eKagtt bit ßtoitigt Steuer rebtn 
bfafte. Senn bit Srrgütungen fbib im twrfttgwbtn gafl fthr 
bit bttgülungibcttigttgtfn Slujßgtlratnutglkber (gon butg bit 
Mm ignrn in btm (ßefgafUjagc 1. SIprii 1905/31. ESärj 1906, 
*3o bot btm 3*Brafttttttn bei nn Stftgti, aufgevenbete 
litigkit »etbitnt Borten. Set Hnfptug auf bieft ©ergib 
langen ift bagtt frei bon ftbet Steueibelaßuitg entflanben unb 
bü jum 80. 3»ni 1906 ebtnfs geblieben Skt fteueilugn 
©elafMng untenooefm tourte tt aug mgt buteg ben jufäSigen 
Umßtwb, b«g btt ©enttalterfammlungabefegluß, butg bnt bit 
£>ögt bet Setgütungtn btt Saglagt mtfptegtnb feßgefept 
Batba tft, nigt jgon in bet 3elt |Bi|gtn btm l.llpril 1906 
imb 20 . 3 u ni 1906, fonbetn ttf) am 3. ouli 1906 gefagt 
»orten ift. ©Kuß. gi*tu« c. Slt<©ef. $ •©. -3 >$«!'•, U. ». 
I«. ßlob. 07, 353/07 VU. - Berlin. 

Cant D&eroeroaltnngSgeri^i*) 

©trugt« Mm Stcgiimmwit Dr. ®Stte* in ©eeltn. 
Stbeutung eleltrifger Stromleitungen für bai 
©orgaabenfein btt „Betiiebiortet" im Sinnt bei 
® etott beßeurrgefepe*. 

Ser fl löget beitrlbt im Vutibejirt X rin Cleftrijitätünaf, 
bon meinem aui tt feit Sejember 1904 an bk Stabt ?l 
tltltrifegt Cnetgu abgibt Skt Mm btm Kläger erzeugte Steg, 
fhtmt nntk mittrii eint« Sabel« naig jfl geleitet, Bo tt tinen Clt 5 
tti)ttöt«mtffei butgläuf» unb einet ftSMifgen Huifotmerßarion 
jugefögrt loitb, Beige tgn in Slrigfirom wituanbrit unb in 
bitfet gotm mitteU bei fldbtiftgtn SetieUungitabelnegei an 
bk ©taufet abgibt. Cb fiig bet 81cilti)iläMmtgtt bot obet 
ginta bet Umfstmetflaiion btfinbet, >8 alttnntgig niigt ftfb 
grfkSt. Sktgegen flegl ftfl, bag bet fllöget *igem6rnet bei 
3uleitungltabtK jut Umfotmetflation lg, fbibrit c* Sttagtn btt 
©labt f) betttgrt, unb bag igm aneg bet CIettri)itöUnugti gtgöri. 

3Kit üürffugt auf bkfen Satbeganb gat btt ©tilagtt bin 
RHgtt auf Srunb btt Sttuaotbiung bon 17. üiooembtt 1903 ju 
rintt btt ©9g< naig niigt beftrittmtn (Betoetbtfttutt getmtgtjogtn. 

•) Ttaigbru« ebne CutHtnugabt Mtöokn. 


Xlöga gat gtgtn bieft gktanjitgung naig fnugiloftm 
Sinftmugt Klage etgabtn. 

Qx beantragt f^ttiflellung bon bn bttanlagitn Steuer, 
totil et in j) lein Setotibt betteibe. Sie ÄufTugt unb bit 
©ebienung btt Umfotmtrfiation, behauptet et, metbe bueig bk 
Bngeflellten unb Btbeiitt btt Stabt i) beforgt. St fetbft übe 
in ff leine Sötiglrii jum Siceät btt ®eloinnttjit!ung au«. 
Bk fit Sotauöfefung btl SttoetbebetriebeS fei. Set bon igm 
gelieferte Stegfltom fei ein Sogptobult, Belege* ogne Beitete« 
jum ©ctbtaueg niigt beitoenbbat fei, bielmegr bon fein« Bb> 
negmerin erft bem ©crioenbungtltoeile enifpreegenb umgeatbeiiet 
tottben milffe. 3n fl finbe tebigiig ein Srantpoit b« fettig. 
gefieEten ESatt flatt. 

Set ©ejirftauifegug ju Sglettoig gat bem Bntrage be« 
©eltagten entf|>te<genb bk Klage mittel* Urteil« Bom 26.7iobembet 
1906 abgettieftn. 

Sie gegen bieft« Urteil bom Äläget eingelegte Sebifton 
ertsiet füg alt unbegtflnbrt. 

3m Sinne be« Gkloetbefteuetgefrgt« unb mitgin, toie an* 
lunegmen iß, aug im Sinne bet totalen Sleuetotbnung iß 
ein Sclriebbott übetaE ta, too ein Seil be« (Sclpetbebetriebci 
auögcübt loitb. Sa« nimmt aug bet ©otbetriglet an. ESetnt 
bitfet bann totiiet aubfügrt, baß btt RKget fein Seioetbe aug 
in bet Stabt f bettribe, fo iß igm aug gitrin beijulttttn. 
Set eleltrifge Strom iß leine SSate, üfcetbaupt lein Stoß, 
btt bon einem Orte jum anbttn ttanogortittt loetben lann. 
Sk 3uffigtung be« elelttifgcn Strome« jum ^ioerfe feiner 
Etugbarmagung iß ein ebenfo bxfentligct SeßanbteE bei 
(Btmttbebeiriebe* tpie bk Stjeugung be« Strome« felbß. Se« 
ßalb iß bie KabeEritung ein BefentUger Stil bet fjbbrilation« 
anlage unb bet Sötiglrit, bk bn mittel« igttt audgeiibt uiitb, 
ein Seil be« (Hetoerbebetriebe*. fanbeite e« fig um 0a«, 
bat bon jemanbem an einem Orte gergeßeSt nnb bann mittel« 
einet Stogtleitung einet anberen Semeinbe jugefügrt, unb an 
biefe im ganjen abgefeft Bütbe, bamit bk ©emeinbt e« mittel« 
igeet Leitungen an bie einjtlncn Stnufet toeiterabfege, fo Bütbe 
bie Sage anbet« lugen. Senn ®a# ßl ein Stoß, bet in bet 
0a«anßalt fertiggeßeEt Birb, unb bei bem e« ßg im an> 
gegebenen gaEe um einen StaiUpott gartbeln Blltbt.*) 

Sa gittnag bem ©otbettigtet Bebet ein Segisirtlum 
nog ein ©nfageentmangel jut Saß fällt. Bat bk angcgnßent 
Smfegeibung lebiglig ju beßötigen. 3«genieut 9. c. EJiagißtat 
JU S). u. b. 15. Ctt. 07, II 1789. Sep. St. II C 90 07. 
©cjiiltauifeguß SgleSBig. 

Sfitfratatbtfgrtigung. 

Sa« SagberßönbigcnBtfen in ßlatentbtojtffcn. 
3ugleig ein ©eitiag jut grage bei Ctcigtung 
eine« felbßänbigcn, gemifgten ^atenigetigt«. 

*) Stcfe biegritrtbung erligeint atnoegi«. Senn einmal ift 
euub bie HkMIlitung em lum ,Sn>e« bet blulbarmeubung ebeu(r 
toelcniiiket ÄeitanbieU be« ©etoubebettub« ule bie (baictjuigu"« 
felbfl. Unb jmeiien« gal ba« C8®. in bet Gnlfd}. oom 17. u liebet 
1805, ttnejrt' in ©taalbftcuerl- «. 9*4 “I« ©etrieMort eine« ka« 
unb SBaflrm'crtt» jebe «emeinbe besuiknet. bit »an bemftlben 
etgtn llnlgelt foctgefebt unb bauemb mit 0a« unb ÜDafict oer. 
forgt Wirb. * Äbrrre. 



56 


^utiftifdjc 5Boc5cnf(5rift. 


dti 2 . 1906 . 


$pfc«. Von Pr. iHathenaü, Satibri«f«t er in 

Berlin. Verl in, (Satt .fjepmann« Verlag, 1908. 

©»ne Sireitfehrift — abet «ine folc^c im beflen Sinne be« 
2Borte«! Ser Serfaffer macht Jjront gegen bic feit ^a^ren in 
ben Kreifen bet Sechnifcr fid? bemerfbar machenbe Vctoegung, 
toelche auch auf bem bic«jährigen Süjjclbcrfcr Kongreß für 
getocrblichen WechtSfchufc lebhaft in bic ©tfcheinung trat:*) nach 
©inrichtung bon Sonbergerichten für Vatentproacffe. (Sr fiept 
ganj auf bem Stanbpunlt, auf bem au cf? ba« preufcifth« 3ufl»j-- 
minifterium nach ben in Süffelborf abgegebenen ©rllärungen 
feine« Vertreter« fotoie nach bem in ber ftolgejeii ergangenen 
Minifletialcrlafc öom Cftober 1907 fiept, bafl bie ©inrichtung 
tociterer Sonbergericpte im ^ntereffe ber Wfcptdpflcg« unbebingt 
ju »ermeiben fei, ba& flc^ b»c Vefürtoortcter ber Sonbergericpte 
offenbar auch niept ber fjrojeffualen Sehtoicrigteiten bctou&t 
feien, unb bafj bie aUcrbing« ni4?t &u leugnenben Mängel ber 
jepigen SRccptäpflcgc gerabe auf biefem ©«biete, fepon auf ©runb 
bet bisherigen ©efepgebung befeitigt toerben lönnen. Sa Ver^ 
faffer erörtert bie ©rünbe für bie häufig mangelhafte Vepanb- 
lung biefer Sach« unb er erblicft fte im tocfcntlicpen tn ben 
Mängeln be« Sacbberftanbigentuefen« fotoie in ber mangelnben 
Vertrautheit unferer SurchfcpniUSrichtcr mit ber ctnfcplägigcn 
Materie. (Sr empfiehlt, b afs bereit« in ben Unterinftanjen 
erfahrene Spejia USacpbetflänbigc befteQt toerben unb bah 
bab«r bon bet jept mdfaep üblichen Ernennung beeibigter Sach* 
berjlänbiger abjnfepen ift, toenn biejclben nicht für ba« in 
Vetracpt lommenbe ©ebiet befonbetö facplunbig feien. 

Sen Scptoicriglciten, toelcpc c« für bic ©cricptc bietet, 
berartige Sachberftänbige anertannten JRufe« ju finben, jucht er 
baburch abjupelfen, bafl er empfiehlt, technische Vepörben, $ocp* 
faulen unb bei gl. ju befragen, unb bah biefen Vepörben 
toicberum bie Pflicht aufcrlegt toerbe, geeignete Sachbetftänbige 
ben ©erichten ju benennen, fotoie, bah h<n Öffentlichen Veamien 
bie erf orberliche ©enebmiguttg nur in jtoingenben fällen ju 
betfagen fei, an Stelle fcc& bisherigen Spftem«, nach toelchem 
biefe Genehmigung auf SBunfcp be« betreffenben Sachbetftänbigcn 
bereittoilligfl berfagt toirb. Sdbftoaflänblich mühten aisbann 
bie ©ebühren ber Sacpoerftänbigen höher normiert toerben. 
2)ie Sacpöerflänbigen mühten fchtiftlich unb münblich fcemommm 
toerben. fcie (Snichtung bon Sacpberflänbigenlammfm [ei ju 
betmeiben, toie überhaupt KorporatienSgutachtcn ju batoerfen 
feien. 2?a bic Mangdpaftigleit bet £anbhabung bet ©efepe 
im tocfcntlichcn auf bie Ungeübtheit ber Vicptrr jurüefjuführen 
fei, fo befürtoortet ber Vetf. bie ©Übung befonbeter $atcnl< 
fammern bei ben Vanbgcricptcn, bie ihren Sip an bem Sip 
eine« CberlanbrSgericpic« h^-öen. ^Hcfe ianbgcricptc foDten al« 
ausfcpliefilich juflänbig für bie ©atetufachen CTflärt toerben. 

Mit ^reube ift &u begtührn, bah öie Anregungen be« Vcrf., 
toclcbc burchtoeg auf ©runb fachfunbiger unb objclttoer Abtoägung 
beruhen, fich im toefentlicbcn mit bem be« obengenannten 
Miniflfrialctlajjc« beefen. ß« ift $u hoffen, bah öie Voxfcplägf 
biefer Schrift auch in ben Krerfen ber nfomenben ©crichte 
Vacpacbtung finben mögen. Magnu«. 


(Bruttblegcnbc (fnffdjcibungctt. 

SDte Ubctgangdtoijcbrift übet bie ’^trjämung (2Itt. it>9 
ß©33(')'J)) ift nad> ßiufd». 'Jir. 1 aud> aus btt ber Sanbes* 
gefchgebung tjorkhaltcuen 5Hed?t«mauncn anjuu\nben, toenn 
biefelben bie Verjährung nicht bur<h befonbete Voifcbrift regeln. 

2Ke Vorfchrift be« § 454, wonncb bem Crrfäufer, ber 
erffittt imb ben Äoafotert gef umbet bat, ba« 34ücftrtU«tr«ht au« 
§ 326 nicht *uflcht, finbtt nach ßmjch- 'Jir. 4 auf ben Suf^ffiiv 
ltcferung«öettrag nicht Äntoenbuug, fotoeit e« fich »uh au«* 
ftehenbe i'ieferungen bcmbelt. 

©ntfeh- 5?r. 6 erörtert ba« Vcthältni« bet fumulatiben 
Schttlbübemahme jur Vürgfchaft unb ben Vegtiff btr Abrecb' 
mmg al« ©rtmblage für ein abftrattc« Anerlennmi«. 

©inen eitoa« bertoicfelt liegenben ^all ber Sthuibubetnahme 
in Anlchung einet J£ippoth«t behanbelt (Smicb. Übe. 7. ®ic 
Mitteilung be« Veräuherer« von ber SchulMlbetnahme unb 
ibre ©enehmigung burch ben ©laubiger, toar erft nach 2ttertcr= 
üetäuherung be« ©ninbftüd« unb Ausfall bet tfppotbef etfolgt. 

3n ©mfeh- 3lr. 8 hotte fich bet Veflagtc bem Äläget 
gegenüber bureb ein abfiralti« Schulbnerfprcchen jur Ä«hl ün ß 
be« Vetrag« »eipfUchtrt, bet einet bem Kläger gegen einen 
dritten juftehenben Kaurgelbforberung eittfpra^?. 3)i e ©rnfeh- 
etörtert unb berneint bie ^ragt, ob burch ba« abfttafte Schuld 
betfprechen im Verbältniffc ju ber Knufgebfchutb ein ©tfamt' 
fchutboerhältni« begrünbet tourbe, toclcbe« bem ba« Schult*« 
betfprechen erfüflenben Schuldner ba« tficchi auf Abtretung 
ber Äaufgclbfotbctung nebft ber für fic beftebenben Sicherheit 
getoährt. (§ 426 SG'-Ö ) 

©ntfeh- 9ir. 9 bietet einen in mehr al« einer Wichtung 
lehrreichen S di ul fall. 2) er Verlauf er eine« ©ninbftüd« hatte 
fltoifd?en Kaufabfdhluh unb Auflaffung ba« ©ncnbfUixf mit einer 
tytnßrrgmchtigtrtt belüftet, ©rotten toerben bie fich h>nau« für 
ben Käufer ergebenben Wechte. 

$et Anfpruch bc« Käufer« auf SchabenSerfa« toegen Wicht* 
erfüDung au« bem ©runbe arglifiigcn Verfchtongen« (§ 463 
99©33.) toirb in ©ntfep. Wr. 10 auf foldje Mängel befchränlt, bie 
unter § 459 fallen. 3ugleich toirb ba« Verbältni« biefe« 

AnfprucJ?« ju bem au« bem%©etruge al« unerlaubter ^anblung 
abgeleiteten Schabenserfabanfpruche erörtert. 

Xatfächluhc« ^nterejfe bietet ©ntfeh- Wr. 11, bie ben An 
fprad? eine« WcicbdtagSlaubibaten gegen ferne Partei auf ©r* 
ftattung bon ffiablagitationSlofien bcbanbelt 

©me toeitgebenbe aber berechtigte Sorgfalüpflicht bet langt 
©ntfeh- Wr. 12 bon bem Vefiber bon Schuhtoajfen jtoed« 
Sicherung feiner Umgebung. 

©ine auf § 826 geftübte Klage auf Unterlaffung ber 
(Mtenbmaehung eine« re<ht«fTäftigen unter Verle«ung ber (Sibe«^ 
Pflicht erlangten, aber ber WefhtuiionSÜage nicht mehr ju* 
gängigen Urteil« behanbelt ©ntfeh- Wr. 13. 

©ntfeh Wr. ^ 4 hanbe It bon bem Soptott im ©ifenaebe r ®ierfri< ge 
unb giebt eine überfichtliche ^faHtmenfaffung tmb Vcurtetlung 
ber bi*ber in ber Voblottjubilatur httborgetreienen ©eneht«purtfie. 

2) et beriesle ©igemümer eine« burch einen beüenben j^unb 
fch<u gemachten iflferbe« Uagt feinen Schaben gegen ben $unbe< 
haltet ein. ©ntfd?- Wr. 15 toirb bic Antocnbbarfcit be« 
§ 254 auf biefen Sali borgclegt. — ©inen anbettn fiall ber 
iierpaftung behanbelt ©ntfd^. 16. $ier tourbe ein Anlpmcb 
gegen ben ^lerbalier nicht anerlannt, tocil bie Vcfchdbigung nicht 
auf ba« Vellen be« gutmütigen $unbei, fonbem auf bie miper* 
gctoöhnliche Wctbofität ber Verlebten juradjufuhren toar. 

Sic für ba« Wecht be« Arrefte« unb ber einfftociligen 91er* 
fügung toichtige ©rnfeh. ^ r - 24 fpneht au«, bafe bie jtontoikhifle 
ffrift für bie Wadibolung ber Aufteilung be« eärc gambbud -liehe 
©mtragung anorbnenben Arrcflbefchluflc« (3VÜ. § 929) mit 
bem ©mgange be« Antrag« oba be« gerichtlichen (Eintragung«’ 
erfuchen« bei bem ©nmbbucfcamte cu laufen beginne. W. 


*) cf. ©. 665 btejc« Watte« oon 15H)7. 

3ür bi< Afbattipn Mrantwontid?: ^uftijrat Dr. öugo Aeumann in Scrtin W. f rt H WMn lt«. 

Trutf: 2B. Aloefer ^uepbruderei in Berlin S. 14. 



CS? 3 (Sogen 8 Bi« 11). 


©erlin, 1. SMruor 1908. 


[37. .Üatjrgtmg.] 57 


3uri(Uf(|f Dodpfditifi 

g)rgan 6es öeuffd?ert Jlnwatt^eretns. 


§erau$gege&cn bon 

3u|tijrat Dr. ^uflo Beuntattn, 

fjfcdjt&mtofllt bttm Äammergexi^t un& ttotar, ©rrltn W. 85. 

Dcrfag unb £fp<*&!tion: ]28. ^Sorftr ^tt^öanbfnnij, SSrtfhx S. 14, Sta Hf cfcretberflira^tf 34. 35. 

tpm* fit bcn Safrrgaae Ä6 5? ad, einjelnt ühromwrtt Uro ©ogtn 30 ^nferate bic 2 gehaltene $eiii}ci(c 60 ©fe. ©efl«IUm<jen 
ttbrrnimmi ich« Cu^^xnblung unb ^Jofianftali fowic bic CflwbÜUm ©erlin 8. 14, 6taQ|c$r»i&erfh:. 34. 36. 


UnifehalTt für brntrdft Hrdfisonmälte. 

Sic Hntoattifammern im Sejirfe bet Oberlanbctgcciibte 
I« Srcblan unb BRaruutoerber !|aben btt Suffe •bcrmili 
je ein Seigilft bau 2000 M genährt. Ttx Sommern unb 
iBtn Sorftätibru ift fit bic reifes Beihilfen bei eafriditigflt 
Sml anigefgroibeu moeben. 


S»J}«0*l)olts-, gPitorn- nab Ulailrnliaire 
für brntfdjr KnfffsnnroäHf. 

So üj einmal bic hccjiiibe nnb bringrnbe Sitte an alle 
£err» fiofftgen, bie nnferer Saffe nodj ci*t brigetreten ftnb: 
„Setten Sie ftbleunigfJ bei nnb teilen Sic mir 3b«“ 
Seitritt fnrg auf Softfarte mit." 

S» freiem an bcn 700 SRiigltebera immer midi übet 100. 

Ob liegt im aUfeitigtn (fntcrcffr, baff ber Setrieb bet 
Saffe fgätefttn« am 1. B|inl b. 3. eröffnet wirb labet 
nt Oile not. 

$alle o. ©., Onbe 3<nuat 1908. 

SRit loSegtalem öirnf) 

®ljt, aufrtrrrt. 

Sdfäbigen bie SRe^t«au«fnnft«fteIfen für 501tnber- 
bemittelte bie SnttaHf^oft in toirtf^aftfi^er 
Segteljimg? 

Bon Dr. jnr. geig Sug, granlfutt a. SR. 

HbmaftBenb (<bneB f«t f!$ über Drutfcblanb ein ftbon 
Jirmfitb biente« Heg «on Ht$t«auS!tmft«fieüen Cut gebreitet, bie 
ben minberbemittelten Staffen in Setbtbfatben imenigrltliib obtr 
b«B fafl unentgeltliib burtB Erteilung btm Sat unb Bnfcriigtmg 
bon Eebtirtfägen mit Brmenre<bt*gcfu<ben, Klagen, SWabrtbriefen, 
Singaben an Seebeben u. bgl. Beiflanb Itiflen fallen. Bflgemein 
ftnben bie Begebungen biefet ©teBen bei btr HetbWantoalt. 
leb fi ft toeitgebenbe* Snigegentommen unb freunblltBe götbenmg. 
3>ic* iff um fa banlbaret jn toütbigen, al« bantben au<B 
gelegenllitB geflagt tnirb, bafc blefe ©teilen auf bab tsntfe^aft. 
liebe Bebeifrot ber 8ntaaltf<bafe natbteilig emtoirfen. 8- ©■ f#Brt 


bie Sflmbtrget HntoalWIammer in einer Eingabe an baf 
babetiftBe 3ufttjmim9ttium [303. 07 St. 8 ©. 95) au«, baf! 
neben einigen anberen Umfiänben bie ©ejaffung non öffmtiiibtn 
Su«lunft«fieBtn bie toirtf$afili#e Sage ber 8n)oaItf<b«ft brtntt 
betföleebtere, bag bie toatbfenbe Sütbe ber Bnttenfacben naif 
getobt tmetfcägiüb lacrbe. Buf Sntnb einet nuntnebt fafl 
jtotijäbrigen Sütigfcit auf einer btt gtögten gememnügigtn 
H«bt<au<(unftt|leSen T'cut'iblant't, bet be« ©ogialen SRufeum* 
jn granlfutt a. SW., m freute t<b betfueben batjuiegen, mir tueit 
biefe Äiagtn begrfinbet ftnb, unb ab ettna Bbbtlfe nötig #. 

Dffetetltebe Buäfunftlfleflen jut unetrtgettluben Beratung 
unb Untrrllüfjung ber minberbemittelten SoiUfebübten m 
Seebttangelegenbetten gibi e« in Dentftblanb feit ber HUtte 
ber nttmjiger gabte, natbbem bet aBem bie SEstttbfübrung 
ber buttb bie fojtalpalitifiK ®efebgebung gemäbtten Bnfbrütbt 
gejeigt batte, tote gtoj ba« Sebütfni« natb einet bon bem 
SBinlelabbeiatentum laögelAflm S«bi«berahmg taar, bem bie 
Bntoaltftbaft Wegen ber Sermögenblaftgtett ber Sebütftignt 
nitbt genügen lanntc. Seitbem Wetteifern poliltf (bt Parteien, 
Serufibctnne, gemeinnüftge Drganifatianen unb neuerbing« bie 
größeren ©tübte, erflete batttiegenb au« ®tünbcn betStoftaganba, 
iegieTt bet ©ojialfJoUtil in ber Orriibtung immer neuer ©tcBen. 
©o baben wir jt$t in tunbot 8ablm etwa; 

80 BrbtitrTfehelariate brr fojialbemalratiftbcn SetnerR 
fünften, 

190 Saltbbureau« aber BrBeiterfelrttatwte tanfrffianeBer 
unb gatBberrine, 

60 Se^tbftbugBeBcn für grauen unb Stäbt^cn, 

60 unftartcitftbe Seibt<au<tunft«|itBen bon ©Uibten unb 
gememnüftigen Sereinen. 

Sie Bibeiterfebetaiiate unb SalKbureau« befaffen füb 
naturgemüB übeetaiegenb mit btm eigentluben Brbetiettetbt, b. $. 
©atben au« ber fejialen ©efeggtbung wie Unfall., Stanlen. 
unb gntalibenberfi<berung, unb ©tttitigletten au« Xrbett«. 
betträgen. Bu» bem Bürgetluben Serbe lommrn bor «Bern 
Hilft«, unb ©befaßen, au« bem Sertaaltungtreibt ©teuer, 
faiben unb au« bem Sttafretbt Seleibigungen unb Sör|>er> 
beriegungen in gtage. BBe« übtige tritt betbältnilmägig 
bebeutotb jurütf. Die Seien biefet StcBen ttnb meift in ber 
Brbrttnbetoegung rmgacgelommene Stute, bie affrnü<btliib ua 
eigentlirben BtbeileTTe^t bunbWeg Ittfbtigc« unb BuStettbenbe» 

8 


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58 


DA 3 . 1908 . 


Quriftifdje SBodjenftfivtft 


[elften, Satüber h'nauä mufc $ re Sätigleit fcellu^ mehr auf 
bem ®cfuhl alt auf rotrtlither SttcbtttennutiS beruhen, unb btt 
(Brfemitnil f-.crbcn lägt auch Wehl bie Sogialbemotratir be> 
fonbet* ÄuelunfUtUftn — ftaatlufje BoltSanttälte mit ruhtet- 
liehet SorbUbung — Betlangen. 

Sit 9i«htSfehu|fteBnt für Stauen »erben gumeift Bon 
bilettanlietenben Samen Belferen unb frnb nur m Sh« unb 
SUimentenfaehen Bon einiget »ebeutung. 

Stuf ben unparteilichen SeehtSauslunfiSfteHen tnbli 4 ftnb 
bib je|t mrifi Subalttrnbtamte tätig, bic im fiommunalbitnfi, 
namentlich auf bet (Beti$Mf$ttibtttt einet @e»ctbegeti<hlS fub 
geisiffc 'Jieebtslenntmffe unb bie jyähigleit bet formalen Sje= 
twnblung angeignet haben. fjn leitetet fmb fie ben ätbeitte- 
(ettetäten im allgemtintn »o|I überlegen, in bet Kenntnis bet 
Sltbeüeneebiä bagegen fielet nicht, ba et in ihrer Slusbilbung 
mtt jum Seil eine befonbett Solle ff) ulte, g. S. nut (Jnoalibcn- 
uttficbetung ober nut ®e»nbet«ht, unb Ionen au 4 buch bat 
liiiupl, bag et eine »itfuge StanbeSangelegeiibtit fei, nii^t 
mie ben Slcbeitetfeltetätcn nä|et gebraut »utbe. äufetbem 
tritt bat SKtbeumeibt bei ihnen mcfit alt bei ben Ärbritei- 
fitictatiatcn juriiet, ba fuh bic Klientj^aft nicht jo ftht alt 
»ie bei biejen aut bet reinen Sohnacbtiicrfchaft jufammcnfe|t, 
fonbetn auch jum guten Seil aut [elbftaubigcn $anb»ettctn, 
Kleinbänbletn, panblungOgefilfen unb Untcibeamtcn. 6t tritt 
alfo neben unb gum Seil Bot bie Sltbeitttfehaft bie ihr Wirt« 
fehaftlteh jiemlnh gUuhgefteüte unterfie Schuht bet ilutel* 
ftanbet. Sa beten Sidfttleben «hcblith lomplig irrtet ift alt 
bat bet reinen ätbeitetUajfc, Beefdjiebt ftef) bat SihtotrgcWtiht 
bet Säligleit naih bem eigentlichen Sürgetlühen iKee^t unb ben 
fonfiigcn !Ht$ttgcbitttn, »oburih bet Slangei an fv(tem<mfcher 
SteehtSausbüBung noch fühlbatet teilte. 

6tnt Sihabigung bet Einnahmen bet 91e<htSanWälte butdf 
bie Sätiglrit biefet Stellen ift autgefihloffen, fihon »eil bic 
Bon ihnen beratenen Jtreife — bie Krbciietfthaft unb bet 
unterfie SRiltelftanb — f«h »egen bet für ibte Sethältniffe 
meift gu hohen ®ebtthtrn faft nie an einen Slnwalt »eiiben 
Ibnnen, unb fclbft in ben SluSnahmefäBen, in bentn fie et 
lönnten, et niemait getan haben unb auch f(h»erlub je tun 
»eiben. Senn fie Ibnnen bat (befühl nii|t lot »erben, bei 
bem fonft int allgemeinen auf bie Sermbgenben angewiejentn 
Snroalt boih nut Klienten gweitet Klaffe gu fern, unb glauben 
aut Unlenntmt mit ben ©runb|ä|cn bei (bebübrenorbnung, baff 
ihnen aut ÜJlitleib nut »tnig abgenommtn wetbt, »am bie 
Betlangte (Bebttfr »egen bet (benngfügigteit bet Streitgegen- 
ftanbet nut niebrig ift. Sataut jiehen fte aber auih ben 
Sehlufj, bah folglich bat onteteffe für ihre Sache nicht gtof 
fein (bime. ipiergegen fpricht auch nicht, bajs fo häufig im 
Srmenitcht «uh bann bie ÜJciotbnung einet HnWaltS oetlcuigt 
toicb, »enn bie Üettmung bu«h einen folgen miht gefe|liih 
Botgefihtiebai iß. Senn hier nimmt man, »tnn auch irrtümlich, 
meift an, tag bet Änioalt Born (beruht beauffuhtigt unb ent- 
fihäbigt »irb, »eohalb man auch Boiautfe|t, bag et fuh 
»enigfttnt bem (Beruht gegenüber alle ÜRühc geben »itb. 

Slot materiell iibtt bem unterften 'Slitteljtanb fleht unb 
tegclmägig in bet Sage ift, fuh an einen Snmalt gu mtnbtn, 
joitb biet amh nach wie Bot tun oBet bei bem m beffettn 
Xteinbütgcitteijen fonbctbatet»eife fo beliebten SBSintelabBoIaten 


bleiben. Senn junwhff fehlt et biefen Stellen an jebet Set- 
anlaffung, jahlunglfähige Seute an fieh ju jiehen, ba fie gtunb- 
täglich boch lein Entgelt nehmen unb au|erbem btetbureh in 
ihm eigentlichen Slufgabe, bet IBetatung SHmbnbemittelter, 
nut gehinbtit »ütbtn. Sitt trifft auch für bic aut (fftünben 
btt firofjaganba errichteten Stellen poluifcher ober teligibt- 
politifeher Drganifatumin ju, »ei! fte f<h»etlich hoffe” Ibnnen, 
burch einen gelegentlich erteilten Äat unter biefen btn 3nteteffen 
ihm üetbänbe fetnfiehenben Stuten Bnhänget ju »erben. 
Sobann tottb unter btn Semittellen nicht Biel Neigung fein, 
fuh erfpamishat&ct an bieje Stelle ju »enben, »eil ei ihnen 
auf bie Sauet nilht Bttbotgen bleiben lann, ba| Bom reinen 
Üibciletiecht abgtfehen, bat aber für fie nut auSnahmSweife 
in gtage (ommm lann, es bstt Btelfaih an ben jut richtigen 
Seucteilung nötigen Seehttleimtniffen fehlt. Siet »itb um fo 
leiertet ju erlernten fein, alt bie ün»enbung bet bei ÜUcntcl- 
abBolatcn gut Säufchung hutübet üblichen Kniffe bei biefen 
Stellen autgefihloffen ifi. Such empfinbet man jum HUüct 
noch immer in ben »citefttn ilttifett jtbe Sntgcgennahme un- 
entgeltlicher Stiftung«! alt ehttntühtig unb Betmnbel bethalb 
auch bie (fmholung unentgeltlicher Siatfcpläge, »ennglriih in 
gtcfrttn Stabten biefet Befühl bebenllich ju j<h»inbcn anfängl. 

’Jlut im cigentliihcn Xtbciterrecht befiehl bie Befahr, bag 
ben Unioälten burch bie h-et meift (Ücoiegenc! leiftenben Stellen 
bie eine ober anbere Sefptcchung entgeht, jumal mancher loobl* 
meuunbe Xtbcitgeber in ilccttigtn ffragtn jicp an Biefc im 
^nteteffe bet ritbeitet errichteten Stellen »tnbet, um ja feinen 
Seuten nicht ;u nahe ju treten unb unrecht ju tun. ^nbeffen 
»itb biet immer »eniget bebeutfam, ba auch teiefe Urbritgebet 
immer mehr in bie Ramplftcüung gegenüber ben iStbeitnehmetn 
gebtängt unb ju Dtgamfationen jufammengefihlofltn werben, 
Bon beten meift jutiflifch gefaulten Scitem fte mmmeht 3iat 
unb fKechltauStünft in folchen Sachen einjuholen beginnen. 
Siefe Seitet ttifjen btnn auch auf bem burch bic häufig »tbcr- 
ipiuchtooBc '{tapt bet (Bewerbe- unb Raufmcmntgmcbie jihwiexig 
gewotbenen Bebtet bu«h ftänbige Sattglcit oft beffrr Sefchetc 
alt bie butih ben gefe|li<hen Kutfihluh oon biefen (Beruhten 
inteteffelot geworbenen UntoäUe. Ob ftttlith bat babunh be- 
bingte 3utüdtceten bet unparteiifihcn SlnWälte unb Sutlunftt- 
fteBen hinter Sertcetcc bet enghetjigen aitbeilgebetfianDpunlia 
fojialpolitifih ein ffortfihtitt ift, mag bi&ig bejwcifelt »erben. 

35!« wenig übrigens »enigftenS untet ben gememnugigni 
unb unpatteiifihen !HcihttauStun|lSficBen auch, abgtfehen Bum 
Sännen, bet ÜBiBe Bothanben ift, itgtnbwic bet llnwaltfihaft 
ju nahe ju treten, geigte f»h beutliih auf bem legten JinbanMlag 
biefet Sutten in Übln am B. Ottober 0. 3- (st »at oct- 
fchicbcntluh bttcitS betont »otben, bag man fich, abgtfehen Bom 
reinen Srbcilettecht, ftring auf bie iBetatung BBuibeibemitteltn 
befchtänlen muffe unb jebc Beratung folchtt abiehnen muffe, 
bie fuh an rinnt Xnwalt »enben (bnntra. SIs hiergegen Per 
nicht alt Betitelet einet SteBc fonbetn nut als (Bajt für btn 
Stutfthat BierlmtiflttBctbanb anwefeitbe Stbgeorbnete fjolihojf 
cuiwanbte, et tonne bieft BcfchtänJung nicht biBigen, bcgcigtc 
ifun bie Betfammlung in fthtoffet Biieifc ihr 'JJiigfaUen, unb 
nachbtsi Betfchicbtne Sieb net aus ihm fflitte fi<h gegen ipn 
gewanbt hatten, betonte noih $tof. Oc. Stein, grantfurt a. '!)£. als 
ÜXitglteb beS ajetbanbSBotfiatibeS unb füt biefen aufs enctgifihft«. 



37. Qofjrgang. 


Quriftifeii« Sodjen[d)rift. 


59 


e* Uiwc tmb fcttrfe nicfrt Aufgabe bet Auibiufttpcttm fein, 
einen unfetet unentbegrlihPtu Setufüftünb« ju bectatrüigtigm. 
Biegt gegen nur neben bee Antoaltfegap unb fototit biefe 
»egen bet SRiiteliopglrit btt Beteiligten baju niegt impanbe 
fei, tootte man btt Set^Ubetateng bienen unb »olle man 
ftett Reg ba* fflob!»otlen bet Antoülte ju erhalten füllen, 
ba* bi* fegt fo bielen Stetten fbrbetnb jugute gtlommm fei 

AQc SeebtbauShinftbfttttcn galten ftefe feinet bon ftbtt 
nettietenben {tütigfeit bot ben ocbetttliegen (Beliebten gtunb* 
figlieg fern unb übernehmen nut bot bin Semetbe- unb 
Raufmamrtgerihtm bte ©erttetung augetgalb toobnmb« 
Bartcim, autnabmttoeife auh einmal bie |>eif8nlieb< ©ring* 
fügtung einet Salbe bot einem ®<bieb*geticbt füt Arbeit«* 
Betphcnmg. Huf bttn Hanptgebiet antbaltliibet lütigtcit in 
btt Brojegfügttmg ift fomit jebe S^äbigung bet Antoaltfegap 
unbebingt au*gcfhIoffm. ©agegm genügt« fit bitt ftajetnen 
auttoärt« am Sig bet Mubtunftiflette toobnmb« atmen 
Bartet« beigeoebneten Schttemtoältm baburtg eine gemiffe 
Untttpügieng, bag fte bie 3”preettion aufnebmen unb fit fo 
eine* febtoietigen ©tieftothfd* mit bet meifi pbrifiungctoanbtm 
Battei entheben. 

((inen getoiffen Bugen gttoagrm bie SuSfunfMfletten b« 
Anwaltpgap au<h babureb, bag fte »enigften* jum ©eil ben 
Sftnleüonfulenttn bie bon biefen au*gebcutelen unteten Staffen 
entjiehen unb bunb biefe Schmälerung ibte* Bügtbob«* 
einigen Bon ihnen bie ®jifieojm8gli$feii tauben. 8“ grob 
batf man fi<b fttiüeb biefen ©folg nieht Botptttm. ©tn 
Rtebtfcgab« ber ffltalelabbotatur »erben hübet bie AuMunP«* 
{teilen, noeb unentgeltliehe SprehP«nbm bet Anwälte füt 
ÜRinber bemittelte, noeb bie geblaute TOöglteglrtt bet 3urii4* 
»tifung getonbJmägig« 8effian«te buteb bie (Setiehte befeitigen. 
Hin b<Ift nut bte ffimfügrung eine* SefäbigungtnohWrifc* 
bunb Anbetung btt ®e»etbeotbnung. 

Sietfaeb toitb auch behaubtet, bah bie AuttunptPettrn 
bet Anwaltpgap babureb nügten, bag fie eine gioge gabt bon 
Stteitfaebtn gütlich etlebigtcn unb fo eine Beimtabttung bet 
tat Anwälte fo [eb»ct belafienben SItmtnfaeben hetbeiiühtten. 
So, »ie bie Sublunftäfletten bifbet befe(|t finb, fann ich bie* 
nicht füt möglich galt«, fembern glaube eher ba* ®egentei! 
annebmen ju müffen. SBflrbm nümleeg bürg bie Aullunp#. 
pellen bie Sttmenfaehen Betminbett, fo mttfite bie* Bot attem 
in ben päbtrfcgm Setiegitbfjitffn fug jeigen, in benen biefe 
Stetten Bottoiegenb ihren ffitttung«hei* pnbtn. Baeg ben 
überthtpimmenben ©eobaegtungm bet Anwälte unb Webtet 
toüegp aber bie tiefer Sachen noeb immer beflänbig, unb 
l»at in ben Päbtifh« ©ejtrfen noch mehr alt m ben ISnb* 
liehen, obttobl jtoei Umftünbe Boriiegen, bie rigentiieg ju einet 
Äbnahmt hatten fübten müffen, nümleeg bat palifttfh nach* 
gtmiefene Steigen bet attgemtinen SBogiganb* unb bie ©n< 
riehtung bet ®etonbt» unb Remfmamefgtricgte. SHefe ®e* 
richte haben einen grogm Iril bet Soeben ben otbentiiehen 
(Seriegtm unb bannt bem Armenrtegt entjogen, bie früh«* 
befonbert gäupg jut ®eWügrung bet Ätmenttegt* 8etan< 
Uffung boten. ®ag nicht ait (folge fine Betminbetung bet 
Atmmfatgm eingetteten ift, glaube t eg auf bie biefe ®tünbe 
aufbebenbe lüttgleit bet mjWtfegm auflommtnbtn Au*tunpt* 
ptttm jutü elf übten ju müffen. ®mn gat manch« Web bureb 


fte in bet Betfolgung fein« Anfpriltgt buteb Anfertigung bet 
Atmemtehttgefuebi untttftügt, b« fonfb aut Unlmntni* unb 
Ungtttanbtgrit baBon bitte Sbflanb nehmen müffen. ®ag bie 
Au»tunft*Petten in ibt« bitberigen Belegung ehtt beratt et* 
folgert he Beemittlungttitigleit entfalten, bafi bie fo bebingte 
Betmebtung b« Armmfaeg« toieb« aufgehoben loirb, halte ich 
füt autgefhloffen. ©emt bie PRtgrjagl ibt« Seit« ip — ohne 
ihnen trgmbwte ju nabe treten ju Wollen — getabe im Bfitgetiieben 
Seegt am WmtgP« gut bepglagm, bat jutifttfeb btn latbeftanb 
b« mcipen Aimmfaegen unb fegt no<b megr alt früh« bilbet. 
Sie Pnb bet halb auh Bidfaeg nicht in ber Sage, ihre Blagn* 
brtefe, Betmittlungi* unb 8nglrih*Botfhläge buteb gemein* 
betpänbiitbe Sthttbelegrungm ju pügtn, ohne bie b« ®egn« 
bet buteb P* bnaltntn Bartet boeb nun einmal mit feiten Se* 
toogen toetben lann, ib« Schreiben emberi ju btganbtln, alt 
Mt Borautgegangencn Brtgebltthen Anforbtrungen b« Bartei 
fdbp. Sie ®efabt biefer OTtgaegtung toitb bei ben Stetten 
mit goiitifhem unb fojiaigoliitfhmt ob« tdigiSfem Sgaraltn 
buteg ein ginbung leiht gttBotgerufmt* PRegttaum noh B«> 
Pitft, unb fo mug bn bepgemrinte Setmittlungtoerfuh op 
fhritetn unb tn ein Armmreh'*8 ! f u h autlaufen, bat ja leint 
beftmbett Seegttlmtniffe nfotbert, unb Wenn einmal abgelebnt, 
fo lange «günjt toieb« ringtiriegt »erben lann, bii et jum 3<el 
führt. 

®ünpig« liegen Me ©tage bei btnfcnigen SteBtn, Mt mit 
Sutiptn bdonbeti auch mit auf 3dt beurlaubten ®«ihtl* 
affefjoten befegt pnb, toat neueebingt bti ben gtbgten Stetten 
toentgPent mtbt tmb mehr in Aufnahme loirnnt fti« pnb bie für 
eint ttfolgttiebe Betmittlungttätigleit nötigen SR ehttlmntniPe auh 
im 8ütgtriiih«i Seht Botbanben, unb toat ph burh Bon folh« 
Seite autgebenbt gemrinBetflinbUht (Befegetbtatoeife «trieben 

lügt, hat meine anfangt geringen Hoffnungen mrit flbetttoPen. 
So gingen j. B. im Januar 1907 in gütlich etlebigtcn ©agatett* 
fte eh« an 600 M atteta bei uni ein, obwohl b« fflegnttn 
Me fflabl gelaftn toitb, an Mt Battri fdbp ab« an unt ju 
jahltn, toihtmb nut 14 Araunnebttgcfuebe nöhg tourbm. 
©abri Mm tt fap nut geringe ©ettäge, Mt jum Seil noh 
in totajig« Slot« gejohlt Würben unb auh bon folh«, bic 
ganj unpfinbbat toat«, Wmigp«t nah Angabe hm ®egn«. 
8t briorip bie«, bag im Soll boh megt Seehtigefühl unb 
Ahtung bot bem ®efeg Botbemb« ip, alt man im allgemein« 
annimmt, bag ab« Mefe ffigmfhaftm buth gtmetabcrPinbliht 
(Btfegetbtawrife geweift Wnb« müffm. ®a Me* im attgemetara 
nut 3uriP« mbglih fein »Pb, glaube ih, bag bie mit foieh« 
befegt« SteBm auh bom Staubpunlt btt Anwaltfehaft Me 
bePeten Pnb, »eil pe »«igpent Mt Atmmfaeh« nicht mehren. 

Attetbtag» Bnnte e* fegeM«, ai» ob bung biefe jurifHfh 
geleitet« Stettm bie ®efagt rin« Scgibigung b« Antoaitfegaft 
Weg« bn beflet« BchttlernitniPe nüg« gerflit Wüte, ©tnn 
numh« toitb t* Botjieb«, patt bei einem Antoah gegen 
Sntgelt ph gier umfonp Bcegttauilunp ju goim, jumai biefe 
Stettm auh I“ anbnm al» bm flbiih« ©uteoujritm bn 
Antoülte geöffnet unb fomit btguem« aufjnfuh« pnb. ßint 
gttoiPe Beigung gittju tp bmn auh botganbm, unb e» bebatf 
bei un* getegratlUg eine» teigt btapifh« Htatorift* batauf, 
bag füt ©emittdtr bie Antoülte ba pnb. Um febn Bergung 
rinjeinn. Me Antoülte ogne Bot ju umgeben, begtgn« ju 



60 


Quriflifdje SBotßenfißrift 


Ott 3. 1908. 


Binnen, ifl eint Ratuttnmäßige Sefißtinlung bei äuitunßi« 
eiteilung auf ffiinberbemittelte außer in xtinen Sltßeitcrttißii« 
faißen erfotbediiß «Bet au<6 genügcnb, unb fee finbtt fiß Benn 
aucß bei «Sen gebieten Süßen, ffleiittgebenbe Süßet ßeiti« 
maßregeln, tuet Sorlage bei SituerjrtteU «bei ärmuiijeugniffe 
fmb bagegen niißt nätig. Senn bie Sättigung bejfen, Worüber 
Huilunft bedangt Hieb, gcwäßrt faß hnrnet einen rttßeren 
ffimblii in b» Srnnögtnibeibätimjfe bei Grfißientnen, 64« 
aBtt einen btjfettn ali ißn bie fonß bie SürfUgleit befißeinigenbe 
Seßütbe ßat, totil mamßei Bttt geoffenbatt wirb unb geoffenbart 
Werben mu|, inal bet SeßBtbe forgfam btißßwicgen wirb unb 
bafißwiegtn Werben lonn. lit batf alfo mit Seßimmtßeit aui* 
gefproßitn Wetben, ba| auiß Bei bitfcn junftifißen Stelen eint 
©tßibtgung bet Snwaltfißaft butiß Saterteilung an Bemittelte 
abgelegen Bon bcm ttinen Stbeitcrrecßt fo gut nie fußet aus* 
gtfißloffen iß unb felbßbetßinbliiß cbcnfs eine foliße butiß 
ßkojeßfüßtung bot ben otbentlicßen (Berußten, ba bicft ebenfm 
trenig mit bei ben anbeten Steßcn ;u ißttm Beßtmtnungi* 
gemäßen I&idungitirii geßört. 

Bunt Seßluß feien jut näßeten Otieniitnuig übet bie Xrt 
unb ben Umfang bet (Beftßifte einet bet geilten Steßen noiß 
bie ©onatiabfißtfifft bet StuMunftißeße bei Sozialen ffiufcumi 
ju granlfurt a. SM. füt September unb Ctiobet 1907 mit« 
geteilt 

3m erßeren ©onat tsutbe m inigefaml 1 010, im leßteren 
in inigefaml 1049 gißen Huilunft erteilt Sabon Betrafen: 



im 

im 


S<i>itmbec 

DEtolxr 

bai fojiale Serfußetungire^t . . 

113 pße 

86 Süße 

ben gewctüliißen StBeiiibcrteag 

88 • 

94 . 

» laufmimtifißen « 

32 « 

38 • 

■ ©rfmbebimfitoertrafl 

18 • 

25 < 

©ieiifaßen .... . 

115 > 

90 • 

unb ^amilienfa^m 

65 « 

78 « 

9]onnunbf4nft«fat^en 

ii > 

15 • 

9tad>Iafefa6cn 

58 • 

57 . 

fonßige Bioilfaßen . 

287 . 

309 • 

anhängige Sibtlptojcfj« u.ßtoang«» 
DoEftreefungen 

88 • 

113 • 

'Straffa^en . . 

67 . 

70 » 


Set SReß gtßitie in Beiben ©onaten ben beifcßiebenßtn 
(Sibirien bei off entlaßen iRetßii an. [Sie geringe Saßl Bet 
Sotmunbfeßaftifatßen ertläri fuß bataui, baß bie einfaeßettn 
3leeßtiftagen auf biefem (Bebtet bim einem mit ber Suilunfti* 
ßeße in güßlung ßeßenben Serem Bear Bettel Werben.] 

Sn Scßrtftßüden würben angefettigt: . 
im ©epttmbet 405 mit 833 Stßreibfeilen, baruntet 

30 Stmengefuißt, 

im Oltsbet 475 mit 993 Seßreibfeiten, baruntet 

31 Srmengejuiße, 

toäßrenb im ©eptemb« 110, im Cito Btt 103 Seßnftflütle 
einliefen. 

3n Beiben ©snaten jufanunen würben in gütlitß etlebigtes 
iBagateßfatßen an 800 M cingejaßU unb an bie Seeeißtigien 
»eitetgegeben. 


SRtdjtfprt^natf bt8 iHtidfbgtrirßlS über 
SißaBcnScrjaij toegen orgfiffigtr Sftuf^ung. 

Son fianbrießter Dr. ©attßieffen in Riet. 

Sag SReußigetußt ßat in wiebeißolten ffintfißeibungen bera 
Raufet ben Snfpcuiß auf bai baße Scfüßungiintcicßc in ben 
gißen jugefptoeßen, in bentn bei Sertüufer eine Sigenfißaft 
bei Rauffaiße jwat nitßt beitragtmilig jugefußcit, aber Be« 
tiügliiß bocgeipirgelt batte. Set Skiläufer ßat alibann ben 
Riufet natß änfußt bei Mtußigttiißti fs ju ßtßen, ali Wenn 
bie borgefpiegelt» Kigenftßaß borßanben Witt. Snberetfeit# 
foß btt Riufet aueß Beteißtigt fein, ben Raufpreii um ben 
Settag ju ermäßigen, ben et Weniger ßewißtgt Bille, wenn ißm 
bai geßten bet botgefpitgeUtn Gigcnftßaft beim Serttagifißluß 
Belanm gewefen Win. OB auiß bet Stdäufer ju biefem 
nichtigeren Steife betlauß ßälte, etUärt bai Sieitßigetiißt füt 
nnttßebliiß. Huiß tommt ei naeß Hnfußt bei Seießigetiißti 
niißt batauf an, sß bet Raufet bureß ben Serttagifißluß ali 
folgen gefißibigt iß. 

Sur Segtünbung bitfei ©ißabtnietfaßanfpnußi Wutbe in 
ben biißerigen Gntftßeibungen in erßet fiinie auf ben § 349 ®(SS. 
Sejug genommen, Wsnaiß btt Stßabenierfa(pßicßtigt ben 3*f>anb 
ßetjußeßen ßat, bet Beßeßtn Würbe, wenn bet jum Gtfaß bet« 
pflußtenbe Umftanb niißt cingetreten Wüte. Hui biefet St» 
ßimmung ßatle bai Htiißigtriißt füt ben botliegenben gaß 
gefolgert, baß bie UnWaßtßeit bet borgefpiegelten Saifaeße ßiet 
bet jum Sißabenietfaß betpßiißttnbe Umßanb fei, unb baß 
btmnatß bet Stdäufer ben Riufet fo ju ßtßen ßaBc, ali Wenn 
bie Satfaißc Waßt Wüte. 

Siefe Biißctige Hetßtfpreißung bei Seitßigetkßti ('S®. 59, 
159; 63, 113; giß. 02, Beilage, 239 ; 04, 140 ; 05 S. 42, 226; 
(Btuißot 49 S. 889, 902; SeufJ'U. 60, 443) iß leBßaft Belimpfi 
Wotben (Bgl Sännet im „Heißt“ 1905, 303; Dberlanbeigeriißt 
ffiaeienwttbn in Heißlfpieißung bet 02®. 12, 12; fienel in 
btt S33- 07, 465; IBeßtum in 3®. 07, 39). 3nibefonbtte 
ßaben IBetnet, SBeßtum unb bai Cbnlanbeigetiißt Diarien* 
werbet bie SlnWenbung bei § 249 ali betfeßU ßejeiißnet unb 
auigefübrt, bn jum Sißabettlerfaß Berpßüßtenbt Umßanb fei 
niißt bie UnWaßtßeit bet borgefpiegelten Sigenftßaß. fonbetn 
eben bie Soefpiegelung, bie Siufißnng, unb bet Betrogene 
timte baßer nur bedangen, fo gefußt ju werben, ali Wenn bie 
Xäufißung niißl borgefaßen Wüte ; ein Hnjpnuß auf Sißabeni« 
eifaß Wegen geßleni bet batgefpicgelltn Gigenfcßaft Bjw. auf 
cntfprctßenbe Seeiiecbultion laßen ßcß ßieraui niißt ablrstrn ; 
wüte bie Soefpiegelung niißt erfolgt, fo Witt — meint 
ffießtum — bet Setttag üBnßaupt niißt gefißlofjen Wotben, 
bet Räuftr lirane alfo mit bai negatibc Settragimtttcffc 
bedangen. 

Siefe Hngtiffe ßaben ißte IBidung auf bai Hcitßigrtwßt 
niißt betfeßU. 3 n einet neutßen ffintfißeibung turnt 2. CEtsBer 
1907 (3SB. 07, 670) gibt bai SReüßigcriißt ju, baß fuß bet 
§ 249 S@8. jut Segtünbung bei Hnfptuißi auf bai ®r« 
füüungiintcnffe niißt bettberien laßt. 

Sennotß ßalt bai Keiißigeriißt an bet ®r Währung biefeg 
Hnfptuißi feß, inbem ei eine neue — in ben biißerigen Gut« 
fißcibungen rntt angebeutete (bgl. j. S. S8®. 63, 113) — 
Segtünbung gibt 


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37. Jahrgang. 


3«riftif(f)c SBocpenfipt'ft. 


61 


Sa* ©eicplgeribt (agt: 

3m § 483 8®8. Babe bn fläufn füt ben gad, baß 
bet wilaußtn Saepe jur 3“* be« Rauf* eine jugeßbate 
®igenfbaft fepit »btt bah btt Satänfer einen gepln argltftig 
wifbiwegea habe, für bneeptigt etflärt, Bott btt SBanblung 
oba TOmbttung Sbaben*eefa( Btgen 9iicb1rtfüdung jtc btt« 
langen. Stepe btm Räufa abtt rin foltert Sbabenletfah* 
anfprub megrn Sepien« tintt jugeßepaten Sigenfcpaft unb 
Begcn arglißtgen SnfbBeigm» eine« geltet« ju, fo mfiffe 
barau* Begrn ®Ieibh«it bt4 9iebi«gnmbe* gefolgert lottbtn, 
bafi ba« ®efrp btm Häufet aub Begen gebleni folcpa @igen* 
febahrn, btttn ©otpanbenfrin »om ©nläufn beirügtich Pot* 
gefpirgeit Boebtn fei, einen Snfpnup auf Sbabenletfah Btgen 
©uhtrtfüdung gehupt tti Bode, tptrm amf) eine aulbrüilcche 
®efrhe«»oefeprift in biefet $inßbt nicht gegeben fei. 

®tgtn bitfe ©egtünbung f (neben meine« Cenbten« bie 
fbmettmegenbfien Bebenlen. 

Saß bo* Sei<h*geticbl für feine Änßept leine bitthe 
Stühe im ®efep finbet, toitb jage geben; Itbiglib „twgtn 
Älribpeit beä ÄtehWgnmbe«" gilt ba* Steicplgeribt ßb für 
befugt, btn in § 463 ©®8. gegebenen Änfpruch aub b'et ju 
gemähten, obBapl bie Soraulfehungm biefet ®efehe«boefcprift 
an ftb nibt »atiiegen. 

Sa erbebt Bb junäbB bie Sotfrage: 3B ba« nibt eine 
über ba« (Stbirt btt Slebtlßnbmg btbenüib pinaulgepenbe 
Sebl«fb8pfung I SBenn ba« (Btfef oub in unfettm gade, 
mit ba* 9)eib<gttibt meint, btn Xnfptub auf ba« Erfüllung«, 
int trefft geben „Bid“ — btt »ielbefrbbtte „®Büe" bt* (Sefep. 
gebtt« taubt b'et Bitbn auf — , tuatum bat bann ba* ®efep 
biefen Süden nibt jmn 9tu«bnuf gebtabt! SBat t« etwa fa 
frfhßwrßänblib, baß e« einet aulbtüdlüpen §trtotbebung 
nibt btbntfte V Sann Bäten Bapl laum Beben 3“b>* fei* btt 
Hnmenbung be« SiDS. in ba* Sanb gegangen, abne baß man 
bitfe Selbßwrßänblibleit ettotmt hätte- Unb Bo bietet Bb 
in btt Sorge) bibte bt« 808., bte ba* SSeicMgerieht bob 
fonB in folben gäden gern betanjitbt, iegenb ein Slnpalt füt 
bitfen Süden be« ©efepe«? Sa* 9trib*gerüpt fbtwigt 
hierüber, unb lalfäblib bietet bie Sorgefb'bt* leinen Rnpalt 
Sem Jnteteffe (örmie pin fein, bafi in bet 2. Siefung )u 
btm § 385 be* Smisutf* I (jept § 463 be« ®efepe«) ein 
Äettrag geBettt laar, ben ©erläuftr nur bei argUfUger 3“Bbe* 
cung auf Sbabenlerfap haften ju taffen. Siefet Slnttag iB 
abgelehnt, unb bie Hornmiffcon hielt btn Stanbpunlt be« ®nt* 
Butfe* aufrebt, Bonab au* btt 3uBbeeung aub ahne Set> 
fbutben auf Sbabtn«ttfah gehaftet toeebtn falte (agt. bie 
©rot. bet 2. Siefung bei ©utieniag 8b. I S. 686 ftg.). ffn 
leinet ffieift aber iß bei ben Satbetahmgen be* ©efepe* babon 
bie Siebt gewefen, baß btt Sbaben«af«panfptub Iwgen Slibt* 
etfüdung aub bann ju gebähten fei, nenn eil» gufuhetung 
un Sinne biefet ®tfebe*befHmmung nibt boiliege, oielmeht 
eine faifbe Satfpiegetung etfolgt fei, bie ben Begriff bet 3“* 
fiebetung im 6ume be* jepigen § 463 nibt etfüBe. Sie 
® ept beit bet 9. Rommifßan Wirb eine folb* ©eftimntung fban 
be«halb füt nibt etfotbetlib gehalten haben, iwü ße babon 
au«ging (bgl ©rot. 8b. I S. 688), bah bie 3“f'betung 
butbau* lein ®arantiebetf|nrbtu ju enthalten btaube, bah 
e* biclmeht bet Setleht*«uffaffung unb btn ®tunbfäfen ban 


Sttu unb Stauben entspreche, bah betjenige, btt eine 3 u Bbt* 
rung erteile, aub uneingefbräntt füt fie einBepen müffe, unb 
bah twnigBrni im 8<°eifel*fade bitfe lueitetgehtnbe Haftung 
be« Setfpttbenben anjunehmen fei 

®< iB bamali affenbat nexp nibt botaulgefthen Barben, 
bah butb bie Star«, in*befanbete be« SeicWgetibt», bem 
Begriff bet 8ufcbetung im Sinne btt §§ 459 Sbf. 2, 463 8®8. 
fe enge Stenjen gejegen Betben mürben, b« bie* gefbepen 
iB- Sa« Seib*getibt etfatbert belanntlib füt bie 3uftbrrung 
im Sinne be« $ 463 8®8., bah B c bom Häufet btrtragS* 
mähig betlangt unb bam Setläuftt in berttagtraähig binbenber 
ffleife abgegeben Berbe (S®. 54, 223). 3B ferner eine 
®ertrag*urlunbe ertibtet, fe h“t fle nab bet feBftepenben 
Stuji* be« iReib*geriebt* bie tolfäblib 1 9etmutung bet ®od> 
Bönbigleit füt Bbi *♦ bebotf gegenüber btt Utlunbe bt« Sab- 
Beife«, bah bie nur mflnblib erteilte 3“Bbetung ttoj ihttr 
ffleglaffung au« bet nrfunb« all bttpBibtenbe SuBbeeung 
neben bet Utlunbe fortgelten fodte (91®. 62, 23; Siebt 1908, 
*28). Bebuifte enWib bet ©ertrag bet gatm be« § 818 
8®8,, fo finb Stbenabeeben nibüg, bie an biefet ffotm nibt 
tetlgenommen haben (’S®. 52, 3; 56, 47), unb bie Äuftaffung 
unb Sintiagung lonn ben ffottnrnangel mit mfoBtit h'den, 
all jut 8*U bei Huftaffung nab 99i0en4üheteinBimmung hm* 
fibtlib bet münbüben Sufichenmg befiehl (Sl®. 52, 4; 
64, 109). 

Sutb bitfe fHcblfptebung «B iB «* i» bielen 5« den 
umnäglib geBatben, „bet 8er!eht«aufiaffung unb ben ®tunb< 
fäfen Pan Zttu unb ®lauhm emfpttbenb" im 3n>eifel«fade 
eine Binbtnbt guBbttung im Sinnt be* § 463 8®8. an* 
junehmen, Bie bie« bie 2. Rommiffton modle, unb getobe bet 
h*et jum Sulbnuf gtbtoble ®iüe btt Rammifßon BeiB 
beutlib barauf hm, bah bei Sluiatbcilung be« Sefepe« bie 
SJltinung bahin ging, ben Begriff btt äußbamng müglibß 
Beitgehenb aufjufaffen, nupt abet bie an bie 8uftbetung ge* 
tnüpfte Haftung auf ffäße au*jubehnen, Ba c* an einet 3«* 
Bb”ung im Sinnt be« ®efepe« feptt. 

SUfa oub bie Saegcfbibt* bt« ®efepc« ftüpt bie SlnBbt 
be« Strib*geribt< nibt, unb felbß taenn bie« anbei« Bäte, 
fa bliebe bob ju heabten, bah ba* ®efep felbß biefrm Süden 
Irinin Xulbtuii gegeben pat, unb bah nupt ®tfep iß, Ba« bet 
®efetgebct Bid, fmbttn Ba« et Bid unb fügt (bgl. hinüber 
neueften» Brütt, Runft bet SebtianBenbung, S. 4» flg.). 

Slbtt fepen Btt Pan biefem Bebenltn ab unb nipmin Btt 
fnenn an, e« liege eine iÜWe im fflefege Pet — iatfäblib iß bie* 
nibt bet gad — unb btt Kicpta mdte befugt, biefe SÜiJe 
au*jufüdtn: 3ß bann „Begtn Slribpeit bei Stecprtgnmbe*" 
ba § 463 hetanju)iepenf 

9ub bie* ift ju actminen. 

Sn Xnfpeub au« § 483 geünbet Bb auf btn ©ertrag. 
Bejüglib bet jugeßberten Sigirtf haften betont bie* ba* 
Sleicplgnibt felbß, Bie Bit gtfepen paben, nabbrüdlib: Sit 
3uBb<tung muh «I* eine btrttaglmähige ertedt, ßt muh 
Beftanbtril be« Berttage* geBatben fein. Sbn aub bie 
Haftung Begen acglißigm SnfbBeigm* Pan gcpletn bn 
Rnuffabt griinbet ßb in nßn Sinie auf ben Setttag. unb 
bie Seglift tritt lebiglib al* bn neben bem ©ertragt nfotbn* 
lupe Beiitte ®eunb be* ünfpeuep* pinju. Senn, Bemi ba 



62 


Quriftifege SJoeijenfigTift. 


M 3. 1908. 


§ 463 al« Soruuijegung bet SgabtnteTfaganftmigt gingettt, 
ba| kn Sertäufti „einen geglet" atgligig berfgiuuge* gabt, 
fo wirb giermit auf bin g 459 B@S. Sejug genommen, nach 
Weigern bet Käufer au6 btm Raufbertrage bafiir gaftrt, baff 
bi« Rauffage nigt mit Seglern begafiet ift, bie brn ©ert ober 
bie Daugligleit ju bem geteögnfugen ober bem nag brm Set- 
trage botautgtfrgten Sebiaug aufbebm obn minbetn (»gl. 
Bland, Sfcim. 3 ju § 463). Sllfo festen aut bem Vertrage 
gaftet bet Srtläufet bafür, bog bet 'fliangel nigt befiegt; tritt 
arglifliget SetfgWeigcn ginju, jo «tgögi fug bie fjaftung über 
§ 463 888. ginaut natg SJiafgabt bet § 463: (Et Eann flott 
bet ffianblung ober fWinbiTung Sgabentecfag Wegen Singt- 
etffittung Verlangt Werben. ®tunblage bet Snftmiegt aut 
g 468 bleib» abn «utg beim argligigen SetfgWeigen bie 
üiugterfüHung ber fug aut bem Sertrage ngebenben 
Berpgiglung bet Bertäuferi. 

*n biegt Serttaglgrunblage feglt et burtgaut in unfnen 
Sitten, t»o ber Sn längt eine Wrrtgrignnb« ©genfgaft ber 
Rauffage, beten geglen ragt etiua einen SRangel im Sinne 
bet § 459 Slbf. 1 batgetti, betiiglicg borgefpiegelt gat, ogne 
fie bertragimägig binbenb jujufugetn. fji n ift bet Sertäufer 
bertragtmägig nigt BetbfUegtct, für bitfe ©genfegaft ber Rauf- 
faige einjuftegen. Dann läge eben eine tKrtraglmägige 3»* 
ggenrng bm. Die Sotfpie gelang ift bielmegt eine jtoar bei 
ben Sertragtbei ganblungen erfolgte unb ben Sertragtfglug 
beeinfluffenbe fjanblung bet Serläufert, aber fte ifi niigt 
Seganbteii bet Settraget getcotben unb begtünbet bager lerne 
Haftung aut btm Seitrage, fonbetn nur eine Haftung aut 
unerlaubter ®anblung, aut brm Betrug, Wie bat Sitigtgerigt 
in ben am ©ngang jitierten ßntfgeibungen ftett autgefprogen 
gat. äug in bet neueften ©itftgcibung Qffl. 07, 670) füget 
bat »eigigrrtgt bi« ©aftung aut bei Sorfpiegetag niigt auf 
ben Settrag jitrüÄ. 

ßt ermangelt gicmaig burtgaut an ber bom Steiegtgerügt 
bfgauptrien ©leiggeit bet Setgttgrunbef. 

Der Meegttgrunb bet Haftung aut § 468 ig in etfler 
üinie ber Sertrag, für bie folftge Borfpiegelung bagegen (ann 
niigt aut bem Sertrag«, fonbem nur aut bem Del Ü» gegafiet 
werben. 

Sei biefet Setfgitbengett bet Siegtigrunbet »erbietet fug 
bie analoge SlnWenbung bet § 483 auf unfern ffatt. 

Sugfeig ergeben figon bie bitgeiigen SSutfügrungen, bag 
eine ilide im ®efe( niigt »oritegt. 

©nmal ifi bet ffleg bet Slnfegtung gegeben (§ 138 
S®8 ), unb jWar ift biet. Wie bat Sleigtgeiigt in ber 
bebeutfamtn ßntfigeibung St®. 68, 368 autfügr», ber einjige 
©eg, auf bem bie Stufgebung bet Settraget unb bi« Süd» 
gängigmaigung bet ßtfttttung erlangt Werben tarnt. 

Sobann aber gewagt! bet »trübte Setrug ben Slnfprug 
auf Sgabenlerfag foWogl naig § 836 S@S. alt auig nag 
§ 838 Slbf. 2 8®8. in Serbinbung mit bem Sguggegg bet 
§ 363 St®8. 

Da bat (Befeg alfo bertitt bung bie ®runbfäge über bie 
Haftung aut unerlaubter $anb!ung einen Segabenterfaganlpmg 
gewährt, Wie bat Stocgtgerigt ftett anerlannt gat, ift et 
unjuläfgg, an Stelle biefet Stnjpruegt ober neben bemfelben einen 
im ®efeg für bitfm JaU niigt gegebenen Slnfprug ju figaffen. 


Sielmegr ftnb Icbiglitg bi« ®nmbfäge über unerlaubte 
ganblungen anjuwenben. Die SlnWenbung biefet Orunbfägt 
fügrt auig ju böttig btfritbigcnbtn ©gekniffen. 

ättetbingi tann ber Slnfprug burig bie ftaifage allem, 
bag ber Serläufcr falfigc Botfpiegelungen gemaigt gäbe, niigt 
auteeiigenb begrünbet werben. §injutreten mug b« Weiter« 
SSegauptung, bag ber Scrläuftr btm Häufet burig bie falfige 
Sorfpitgtlung, bie alt folige jWeigltot gegen bie guten Sitten 
betflägi, borfäglig Stgaben tugefügt gab«. Denn biet ifi eine 
notwenbige Srunblage foWogl bet S!n!)miigt aut § 836, wie 
auig bet änfprugl aut § 833 Slbf. 3 8®8. in Serbinbung 
mit § 363 6t®S. (bgl. bie bereüt jitierte ßntfigeibung bet C2®. 
'JSarienWetber in Sieglfpregung bet CS!®. 13, 13, unb bejüglig 
ber naig g 363 St®8. aforberliigen Sermögentbefgäbigung 
bie ßntfigeibung bet 8®S«. 18, 1 flg,). 

St mug bager, ba bi« läufigung btt Serläufert, Wie 
Wir annegmm Wotttn, ben Räufer befhmmi gat, ben Sertrag 
fo abjufiglügen. Wir gefigegen, feflgeflettt Werben, bag bueig 
ben Settragtfiglug btt Säufer btwugt bom Serläufcr gr> 
figäbigt ifi ^urbei ifi naiürliig auig auf bte inbibibuellcn 
Strgäliniffc bet Häufet!, foWrit ge bem Setläujer belaxnt 
gnb, unb ber Sorfag btt Serläufcr! fug bager auf ge ergreift, 
SHfidfugt ju negmen, j. S. bie Rauffaige gat ognt bie bor> 
gef|)ieg«fte ©geufigag für ben ®eW«rbeb«tcieb bet fiäufert. 
Wie bet Sertäufer Weig, ügergaubt leinen obtr nur einen ge- 
ringen SEllert (bgl. $®6t. 33, 430). Segelmägig wirb aber 
bei Häufet, um ben Datbeganb ber unerlaubten Oanblung ju 
ertoeifen, naigjuWeifen gaben, bag et infolge ber falfigen Sor- 
(»iegelung einen gägeren Haut>rti! gejaglt gab«, alt brm SBeri 
ber Hauffaigc entfbriigt ; kenn anbernfattt ig a eben im Segel- 
fall niigt gefigäbigt Sluig Wirb )u brWeifen fein, bag brr 
Sertäufer getaugt gäbe, bag b«r Häufet me ge jagle alt bie 
Saege wett fei, ob«t bag böig ber Sertäufer mit biefet SRäglug- 
feit getugnet gäbe; biet legltre ceiegt aut, ba für bi« Sln- 
Wenbung bet § 836 8®8. Sbrntualbolut genügt (bgl S®. 
in D3S- 06, 1095). (für bat Sotganbtnftm biefet Dolu! 
Wirb flbtigent bielfaeg bi« Datfaige, bag ber Sicttäufn ju 
fälligen Sotf tue gelungen griff, um ben f3"i< |u ctgalten, ein 
ffnbij fein (braun. 

Senn bat Seiigtgeiigt biefen ScgabenlnaigWttt bitger 
niigt »erlangt gat, fo Würbe biet mit bet fegt bom Steigt- 
getilgt aufgegebenen ^eteinjiegung bet § 349 8®8. begtünbet, 
emer Sotfgtifl bte gut um fo weniger in Betragt tommen 
bunte, all ge ben Sngalt bet Sgabenterfaganflmiigt bringt, 
wägrenb et gg gier um bie Segrünbung biefet Stnfbrugt 
ganbelt. 

Slagbrm bat Seugtgengt fegt bitfe Segrünbung fallen 
gelagen gat. Wirb et. Wenn et etigi an feiner ntuegen Siegt!- 
Sgöpfung, beten Unjuläffigbit autgefügri würbe, fefigallen Witt, 
genötigt fein, ben Segabentnagweit bürg ben Serttagtfgfug 
für erforberlig ju etdläctn, Wie biet ben ®runbfä|en übet Sin- 
(»rüge au! unerlaubim ganblungen entffngt 

Der Häufet tann giernag Srfag bet Sgabcnt bedangen, 
ber igm bürg ben Scrtragtfeglug, fotoeii berfelbe bung bie 
Däufgung becingugi ig, jugegigt ig. © lann -inlbefonbere 
ben Deil bet Haufpreifet erfegt »erlangen, ben er über ben 
Wirtligcn ©eit brr Hauflagc ginaut infolge ber Bor- 



37. Qufcaang. 


Quriflif<f|e fflocßtnfdjtift. 


63 


ipugclung meßr bewilligt bot, unb « ifl fit btt Sntoenbung 
be» § 836 8®8, gleiißgültij, ob btt Betfäufn piß btt $6ße 
biefn diffnmj, (Ufo bt» bcm Häufet jugcfüglm ©ißabtnS, bf* 
»oßt toar, Wenn ct piß (tut betoußt War, baß Mt ©aiße übet- 
ßaript »enign tot« fei all bet RaufpttiS, btt Häufet alfo ge- 
fßäbigt Wabe; btnn bet Soifaß au* § 836 8®8. braucht 
64 nitßt auf bie $öbe beä ©ißabettS ju etftrecftn -i 

Süßt btigetttien »erben fann bet Ausführung SBeprumS 
(«. o. 0.), bet bem Häufet mit ben Stilpruiß auf ba< negatibc 
tBerttogimtettfle jubiDigen wiB, inbem et »eint, baß e* ohne 
bie unriißlige Angabe jum BattagSfßluß überhaupt niißl 
gelommen »äte. Aber, aueß toemi bem fo ifi, fo Weiht boiß 
bie Xaifaeße hefte ßrn, baß infolge bet Zäufißung bet ©ertrag 
nun einmal gtfißloflen ifi, unb bcß bet Häufet, wie bai fReuiS- 
getimt in ben angeführten 8ntf4eibungtn mii »echt ßertrorbebt, 
nirßt gtnütigt — fonbetn nut beteßtigt — ip, ben Beitrag 
buttb Anfechtung ju beteiligen. Sföitb bet Setitag alfo niiht 
angefothten, fonbetn bleibt et befiehen, fo lommt t* nidbt mehr 
baemif an, »ab gef<hebtn »äte, loenn bie Zäufßung nicht 
erfolgt »äte, fonbetn bet Häufet tarnt geltenb maeben, baß bet 
Beitrag all (folge bet Zäufßung gefßloffen Ifi unb fein Sa- 
mtigen ungünfüg beeinflußt hat. diefa ©(hoben Ifi bom 
Betfäufn ju erleben, toenn et ihn bewußt hetbeigefühtt ßat. 

dagegen tann bet Häufet mißt, Wie bo* SeißSgerißt 
»iB, ben Kaufpreis einfaß ran ben Betrag ermäßigen, ben et 
Benign gejahlt hätte, Wenn ißm ba* gehl™ bet jugepßtrttn 
(jigenfßap betamtt getoefen Wäre, ©oweit bn beteinbatte 
Kaufpreis emgemeffen toat, fehlt es fi beibaupt an einet 
Sßäbigung unb entfloht bähet (ein Anfpraß aus unerlaubter 
(Öanblung ffiar bet beteinbatte Raufbreis bagegen bähet als 
bet ffiert bet Rauffaße, fo tann bet Ränfn bei Sotfaß beS 
Berfäuftr* btefe differtnj jioat eeflattet bnlangen, infoteeit et 
buteh bie Zäufßung lut BettiBigung blefeS höheren RaufptetfeS 
Bcianiaßt ift, aber niemals tann et geltenb inanen, baß et 
»eniga {aßlrn WoBe, als bie 6a<h< Wett fei; beim bieS wäre 
tein SßabenS erfaß, fonbetn Bereißetung 4uf Hofltn beS Bet- 
iänfetS. 

demgegenüber beruft fieß bas SricßSgfrißt (ogl. ) 8. 
Seuff. 1. 60, 448) batauf, baß bn ©eßaben aueb ben entgangenen 
Sewiun umfaffe (§ 353 ®<88). Bon biefet Kuffaffung aui 
muß aber jum minbeflen bet Beweis Bom Häufet nbtaehi 
Wetten, baß bet Betiäufn an pß bereit unb geWiüt getoefen 
wäre, bie 6a<he bem Häufet ju bem niebtigettn ‘peeife ju 
beiaffen (Bgt. JSJemet a. a. D.). §icr babbelt eS pß nißt 
um einen tatfäßliß gefeßlofftnen Betttag, fonbetn um bie 
Präge, ob ein anbeter Beitrag gefßloffen »äte. J)n uufetem 
Satte müßte alfo bei Häufn beweifcn, baß bn Betfäufn ißm 
bk ©aße bittign ttbetlaffen Wottt, als fie Wett Wat. dies 
ip jut Segtünbung beS AnfptußS eifoibertuß; benn bn Häufet 
ßat |u bcwetfen, baß ißm bn Oktoinn in AuSpßt panb, unb 
e* bebatf woßl lern es fSmtoeifeS batauf, baß biefn Beweis 
ptahifß niißt ju fflßten fern tohb. Bin feinen Häufn tdufeßt, 
bat niißt Bocßn bie Hbfnßt gehabt, ißn ju bebotjugen. 

6« muß weitn bie SBaßeftbemlußlert bet #e»innet)ielung 
noeß bepanben haben, al* baS fßaben&rmgenbe SteigmS, bk 
Zäufßtmg, emtrat hin unfeten SS Öen aber wirb bn Sn- 
häufet feine etwa ftüßet bepeßenbe Abpißt, billiget ju Brtfnufrn, 


burßWeg fißon Wiebet aufgegeben ßaben, eße et mit bem Häufn 
in Betßanblung trat, ißn täufßte unb ben ßbßntn Kaufpreis 
fotbertt. 

Unter aBen UmPänben begtünbei eine füt einen ftüßnen 
$eiipunft nwieftne Beigung beS BnläufetS, bittign )u Bet- 
läufen, nut eine unpßnt Hoffnung auf einen falißin Borteil* 
ßaften Häuf, niißt abn eine begrünbete Srioattung feines 
SupanbetommenS, Wk in § 353 8®B. BotauSgeftßt Wirb. 

Snbliß läßt pß bn StfüBungSanfpruß bjw. bn Anfpruß 
auf entfpreßenbe ttJftnbnung beS Raufpreife* au(ß niißt butiß 
ben Hinweis btgtünben, baß bk BerttagSmäßigen giftfeßungen, 
foWeit fk niißt butiß ben Betrug betroffen würben, bei bn 
Bißtanfeßtung beS Betttages maßgtbenb blieben (Sffl. 63, 
113); benn bk falfiße Botfßiegelung, bk ja eben in unfeten 
pätten niißt BetttagSmäßige guffißCTung ifi, geßütt mißt ju 
ben berttagSmäßigen gepfeßungen, unb bet Häufn ßat, Wk 
bneits betont, leinen Anfpruiß aus bem Betitage auf ßn> 
Peilung bn Borgcfpirgtlim Qigenfißaft. 

die ©egtenjung, bie naiß biefen Ausführungen bn 
SißabrnSctfafanfbtutß beS ®etäuf4ten nfäßrt, etfißcini im (Er- 
gebnis faißgemäß, unb eS enifbtiißt ben attgemeinen ®nmb- 
fäßen bn BeitugSßapung, baß bet Bettügn nut ben bem 
anbetn Zeit WkUiiß jugefttgten Sißaben ju etfeßen ßat. das 
BeiißSgenißt abn gelangt baßin, bcm — gtüitliißen! — Be- 
ttogenen bie nßebliißPen (Bewimte jujufpteißen, unb jWat hei- 
fpklSWcifc im gatte S8. 68, 1 10, obwoßl bn Raufgegenpanb 
naiß Anpißt beS ©aißoetpänbigen fißon an piß meßt wett Wat, 
als bn Kaufpreis betrag! 

Sine fokße Haftung läßt Piß nut tnßtfertigen. Wenn man 
anneßmnt tann, baß bn Betiäufn füt baS Borßanbcnftin 
bn angegebenen Sigenfißap habe eufficßen wollen, btefe alfo 
BnttagSmäßig »ugepißett ßahe, unb, Wnrn baS BeiißSgetießt 
beprebt 1P, biefen weiingeßenben SnifißäbtgungSanfptuiß ju 
gewäßten, fo ip bet bunß baS ®rfeß gebotene ttüeg bn, füt 
ben bk jWePc Hommifpon piß. Wie bneits nwdßnt, aus- 
gefptoißen ßat: baß man int Qweifel bk Angaben beS BnläufnS 
als BetttagSmäßige ffupißerangen auffaßt, die {Weite Hommifpon 
ßat in biefet trinfußi für baS allgemeine SteeßtSemppnben ein 
feineres BnpänbniS ge)eigt, als bkS bk heutige ben Begriff 
bet guReßnung eintngenbe ©raris tut äöenn bn BerMufn 
hei ben BetlaufSBnßanbPmgen Angaben Obn Biieteehmaßmen, 
©Sbe beS UmfaßeS unb bgl. maßt, fo legi bet Häufet gnabt 
auf foliße Angaben enlfißctbenbeS Sewiißt, n glaubt piß auf 
tßre Bißtigleit Betlaffen |u lönnen, unb eS entfpriißt Xteu 
unb Slauben unb attgememn Anfißauung, baß bet Betfäufn, 
Wenn niißt baS Segenieil nßettt, füt fehle Angaben als 
BeriiagSmäßige gupßnungen emiuReßen ßat 

©eßt Btelfaiß ßalton bann bie Barteten e€ — leiin — 
niißt füt «btig, biefe S“i fl gen in bie BetriagSutfunbe auf- 
{uneßmen, inbem pe es aber boiß füt felbpsnpsnbliiß naißlen, 
baß bn Bnfäuftt aus feinn Sufage ßahe (Bgt. ©emn a. a. D.). 
Blit bet Bom BeiißSgeriißt pcäfuminten Bottpäitoigteit beS 
BerttagtS ip eS im «efßäpsleben boiß »itfluß ein eigen ding, 
fßattekn unb Sofort pnb Bkl ju befßäftigt, als baß pe jebe 
Sebenaßtebe in ben Beitrag aufnäßmen, unb, Wtnn eine 
©tatipi! mögüiß wäre unb Bnanpaltet Würbe, würbe piß febr 
Iriißt ergeben fönnen, baß talfäßliß bk meiptn BetttagS- 



64 


ari 3. 1908. 


3uttflifdje SBodjenffflrift. 


urlunben (ich ßuf bic ^ijirrung btt ^Wupipunlle Beicht cnlen. 
^ebenfalls müfete bi* äkrmutung bann alt toibnlegt gelten, 
totnn f«h Schon au« btro Inhalt btt Uthrnke «gibt, bafc fie 
nur bic $anpipunftc be« Sertraflc* betrifft, obre totnn feftftett, 
bat aud) eint anbete maßgeblich gebliebene 'Jlebenabttbe nicht 
aufgenomnten ifl 

Cb e« nötig toat, bk gaemBorfchrift be« § 313 8®8. 
auch auf bic SKebenabreben gu btgteben, loQ tut m$t etöttttl 
toetbtn. Zun dlctaren unb Beamten bet freitoiüigen ©er du*, 
barfeit eriräehft aber butib bic meb*genebtli<he SKccbtSprechung 
bte SW, ftet* auf bic Aufnahme aQet Kebenabreben in ben 
Settrag ju bringen. 

SBa* enbiieb bic btUenbe Rraft bet äuflafjung betrifft, 
fs toitb man butthtoeg babon auigtben lönneti, bas ft* eine 
Betätigung be« gefamten Smrtiidjen Sertragbinhali* batfieSt, 
aifo aueh bet müitbliihen gufuherungen. 

Stur auf biefem 2Bege, inbem man ben Battagimäßigcn 
Gbataltet bet 3ufc<herangen toiebtt mehr gut (Bettung bringt, 
läßt fuß ba* Bom SHeitWgerieht etftttblt 3»t ben Betrüg« 
auf ba« SrfüQungbtntercfjc haften ju taffen, enruben. 


3ut 9tn«btlbun(f bet SRtfcrcnbnre. 

Sem £anbgtri(hl«tai Dr. Salinger in Bccälau. 

Stan toitb btt SuftigBntoaltung nicht gum Sortrurf machen 
tönnen, bah fit bet XuSbitbung btt Sefetenbare (orgla* gufecht. 
3abltcichc Sthcbungen hetoeifen, baß man ihtt Säe bereit ung 
bauetnb fiheitoacht, unb auch eint grojse SHeihe Den Siet* 
fügungen, nicht allein bet 3entralfte£le, fonbetn auch bet 
'Jträfibenten bet Obetlanbe«* unb Sanbgeriehte beflätigt, bah 
man ftanbig bemüht ifl, bie Schulung btt Sefetenbare gu 
nerbeffttn. 

Ob man iroßbem fagen tann, baß ihre Dutchbilbung gut* 
jeit eine gtDedentipreehenbe unb batum auch erfolgreiche ift, 
toitb nicht ungtorifethaft crfchrinen. Sietleicht ftnb bic flafftfdhSen 
geugtn hietfüt bie Kcfetenbare fetbft. Sie mögen nicht immer 
toiffen, toa« ihnen noch net tut, fie toiffen aber am beftett, toa« 
fte gelernt haben. Unb btt Stfolg bet Sthule ift btt befte 
Srüfftein ihrtt ®iile. S>kf« Stfolg batf naeh ben 3<ugmjjen, 
»eicht tn ben rinjetnen Sorbetritung*ftarionen au»geftellt gu 
tottben pflegen, nicht allem beurteilt toetbtn. S5ie 3eugnifft 
bethalten fnh nur übet bie Stiftungen be« Seferenbat«. 2)icje 
Stiftungen aber lönnen nicht au«f<hlicftliih auf bie Rechnung 
ihm 3tu«bilbung gefaßt »erben, SieUeicht fogar am toenigflen. 
3n bet fjauptfache fmb fte bie Srgebniffe eigener Stubicn unb 
totfenücch abhängig auch ban btt Segabung be« eingelnen. Sin 
Schluß Ban ihnen auf bie SolRommenheit bet Su*Mbung muh 
bähet immer gewagt etfeheinen. St tann auch au« bem ätutfaS 
bet Prüfungen mit 3uB«läffiglcii nicht gegogen toetbtn. Iran 
auch ba« Ctgebm* bet Prüfungen ift — gang abgefthen basen, 
bah t« Ban gablindjcn 3 u fäüigteiten abhängt unb batum 
eigentlich nicht einmal entfheibenbet 'Diaßflab für btt Seihungen 
be« eiitjelnen fein bfirfte, juin »enigfitn jebenfatl« für eine 
bauernbe Setoertung — in SSirtliehleit nicht« anbere«, al» ein 
3tugm< über bie Stiftungen be« einjetnen. Xeeßalb trifft 
hier baöfetbe gu, Irie h'nfuhtlith bet 3eugniffe in ben eingelnen 


Stationen. Stm gubntälfrgften tottben, toie gefagt, bie Stferenba« 
felbfh toiffen, toa* fie ban ihttm Rönnen bet 8u«bilbung gu 
banten haben unb toa« fich felbet. Sine Umfrage bei ihnen aber, 
glaube ich, toütbe mehlt gugunften bet gritigen Schtmethobe 
autfatten. 

3<h toiü baBan abfehen, bah fu fuh in etftct £tme toaht 
batübet bettagen tottben, bah fl* mit Ubetmah gum Stienfl 
eine« fflerühlöfebreib«* hetangegagen »erben. Züe Saft be« 
StotalaOiticn* müffen fte in ben Rauf nehmen. Such tonen 
bet Staat fte flöh im Roftcninterefjc ali (Bcrichtüfchrribei mehr 
nufgbat macht, al* et ihre Slutbilbung etfotbert, ift ba* fein 
Stecht. Sicht allein be*halb, totil et ihnen in 3uhmf» au«* 
fhtiehlich auch bic kotierten Stühicrfieücn Bar behält, fanbern — 
unb ba* trifft auch gegenüber ben £>trrtn gu, bk nicht im 
Staattbienfte bleiben — Dar allem auch batum, tont et ihnen 
lajiento« bie Sehtbäfte unb Sehrmittel gut Setfügung fteflt. 
S3aß et fidh au* biefem ®runbe für berechtigt hält, auch thte 
Xebeiiäbaft in änfpnuh gu nehmen, fatoeit ba* unbefchabet 
ihrer Süiibilbung unb Bietteicht fagat £anb in frmb mit triefe* 
gef chehen laitn, ift nicht unbillig gu nennen. S3a* ift im tokt* 
fchaftlichen Beben Icinettoeg« anbet*, äutfc bet Sehrlmg be* 
flaufmaim* aber fjanbtwrlet* toitb gu Srrrityungen heran* 
gegogen, bk nicht aufchliehlich Sehtgtoedtn bienen. Slarum 
»erben fie übrigen* leine Schlechteren Öcijüftn aber ®efeflen. 
SEemt in jebet hlrbeit fiedt ein fflert. .Hum minbeften ein 
ergieherifchet für bie Strbetl al* Solche. S« mag ri<h>ig fein, 
bah ca“ rein mtdhamjche Säugbit für bu geiftige äuöbilbung 
nicht« abtoirft unb bamil auch getftig unprobultin ift. Jtbrr 
in fu läht fuh bie Rührung be« Sr» totalt« nicht ahne toeitete« 
hinrintoeifen. J)a» Srotolottiewn in Straffachen erntet trmen 
Umftänbm. ®a« SrotoloH über bte Scrhanblung einer Straf* 
jache Bat bem Schöffengericht ober auch bet Straftammer unb 
bem Schtourgeticht, totnn barin bk 3eugenau«|agen aufgenammen 
»erben, ifl eine Sebanlenaibeit, bk für ben Steferenbar auch 
für feine gulünftige Zätigleit Ban aüerhachftet Sebeutung ifL 
Sr lernt hier beohachtm unb begreifm, hören unb aerfteben, 
bie Slufmertfamteit Spannen unb behalten, ba« SBefcntliche Bam 
tlntoef entliehen untnfehtiben, ba« Gkböcte gufammenfaffen unb 
farmen. SDai alle* braucht er für feinen gutünftigen Straf, 
unb gtoar gtcichBul, ab et Siebtet ab« Staat*antoalt ab« 
SRechtöantoalt toitb. Zenn für alle biefe ffattorrn bn Seiht* 
fptechung, mögen fu auch nach fa Betfcbieben an biefa beteiligt 
fein, gibt c« nicht* Süchtigere*, at* gu hören, gu tkrflehen unb gu 
fisten. Ob ba« unter anberem auch <n b« Jfunfrion be* 
®eri<ht«|cbttiber* gelernt »irb, ift gleichgültig. 

Za* Sratatattkm in 3ü><lfach<n hat, fotoeit e* fich nicht 
gerabt um bie ftlbflänbtge Scteclunbung einer 3eugenau«fagc 
ob« eine« Sachonftänbigengutachten« battbeU, biefen S53ert 
gtoar nicht Stber afme 3»ed für bk Schulung bt* Slef«enbat* 
ift auch biefe* nicht. 3um minbeften infatoeit nicht, al* c« fich 
bei bem Seatotoll um bk Beurtunkung getoiffer götmticfglriten 
banbeit. S« getoöhnt hier an ©muffen baftiglett, ©enauigtrit 
unb Sarfuht, aOe« Sigenfchaftcn, bk einem fünften, in 
»eich« Stellung e* auch iei, nicht genügenb eingefchärft tanben 
lönnen. Qb« eine gu fliege Inanspruchnahme für ben ©eri<ht«* 
fchreibnbienft in 3<Büfachcn lönnen fich bie derer tu bare übrigen« 
nicht befchtontn. Sr lammt eigentlich nur bei gröjeren (Beruhten 



37. Jahrgang. 


Quriffifdje ffioditnfcfjrift. 


65 


in Stage. ®in aber pflegen bei einer Sammet obtr einem 
Senat fobitl Sefennbare Mdcäfccgt ju fein, bap bie güptung 
bei BtototoBi bnott berttilt »oben tann, bafi anf bie cinjelntn 
nur wenige ^xotoIoDr entfallen imb beipalb jebet fjeit nnben 
taten, bem Batteioortrag ju folgen. (Sin einfubteger Borfipenber 
toitb jebenfadi batauf bebaut fein, Urnen bai ju ermügtiepen, 
unb ein Sefetenbat, bet leinen tri II, auch t«m felbet bemüht 
fein, bai ju Unnen. 

8* ifi bon allergtipter SBJicptigfeit füt ben Sefetenbat, 
biefen Botttag in fiep aufjuntpmen. Denn nut fo lann et 
bet 'Beratung folgen unb bie Dtituffion in biefet Betftepen. 
grerlicb loitb ei, befonbeti in tatfäcplup fomplijieiten gäflen, 
fit ben Sefttenbar niept iinntet Ieicpt fein, bem 31 ortrag bet 
'Parteien ju folgen unb ihn ju etfaffen. SHfcet bai liegt bann 
tum gtöpten teil an ben Beiträgen bet Parteien ober, ba i cp 
hauptsächlich bie Berpanblungtn mit üntoälten hier im äuge 
habe, ifrer ißarteiBettrettT felbfl. SBiit Seiht tuet ft Düringer 
in einem äuffap „Scprcibjufhj unb Sieptcrtönigium" („Seiht'' 
»b 11 6. 1034) barauf bin, bap für ben münbiiihen Bortrag 
bei StitiiBetpältniffei an fieh batfelbe Übung toetbtn müpte, 
wai füt ben latbeftanb bei Urteili gefeptiep borgefihtieben 
ift. Sleiepwre biefet mit eine gtbrängte DarfteBung bei Snep, 
unb Streitflanbei unter ®ert>orhebung bet gefiellttn änträge 
enthalten fall, fo braucht fiep auth ber mücifcltcpe Bortrag nur 
auf eine (noppe StSrtetung bei StrcitotrpÄltniSfei ju befiptitattn, 
bet barum bo<h etfepöpfenb fein tann. ®i ift butthaui niipt 
nötig, bafe bie Barteitxrtreter fiep bei ihrem Bortmge in 
Stnjtlpcilen beilieten. Sie bienen ber Sache bantii boeh nicht 
Denn bet Borfrpenbe unb bet Beucptcrftatter jinb über biefe 
au« ben'jäften fepon unterrichtet, bie übrigen Sfitglieber bei 
Seneptibofei toerben fte niipt behalten. BJIan tut auch ber 
Üorfehtift bei § 137 3f®. nicht attjugtapen 3 mang an, 
wenn man ei füt juläffig hält, fcpriftfäpliüh niebergelegte 
tlmjclhtiten nut in Umtiffen betnotjubeben. 3um toenigften 
fo lange nicht, ali ei auf biefe Gmjelprtltn noch fiat nicht 
antommt ®erabe in lepteter Btjiepung Ware ein BRappalten 
bet fStojepbebottmäcptigten butchaui erloünicpt. Sie würben 
barmt bie Betbanblung toefentlich (ttrjen unb baburep bie 
Äöglitplett eröffnen, bie Sacht in jtber Betbanblung mOglichfl 
ganj oorjutragen. Dap bai ber Sücfficht auf bie ®£ttbe bei 
®erichti mehr entsprechen würbe, ali bie leibet eingetiffene 
ötewobnbeit, nach ärt einei fioloquiumi mit bem (Örncpt übet 
tiajelat Bunhe ab ruptn ju oerbanbeln, tann nicht bejtocifelt 
»erben, gür bai Jmaeffe ber Sefetenbate wäre jebenfaBi 
eme folche georbnete Betbanblung ein Wahret Segen. Summen 
ne mit bem wefentliihen Zatfacpenmaterial betemnt in bie Be, 
ratung, fo Wiffen Se bei bet Diituffian »enigfteui, worum ei 
fieh banbelt. 3utjeit ift ihnen bai, bon ben Sachen, bie 
ihnen felbft jut Bearbeitung jngeitilt fmb, abgefeben, ge- 
wöhnlich ein ökprimmi. Dai aber ift ju bebauem. Denn fie 
rmbebtrn babutch ben Supen bet Betatung. Die ihnen felbft }u> 
geteilten Sachen genügen nicht, um füt Tie jtbr Siptmg in 
auigiebiget ffleife frueptbringenb fein ju taffen. Such au« 
anbettn Sachen foBen unb mfiffen fie lernen. Der Supen, 
ben fie füt ipt jurifhfepei Denlen aui biefen jieben, ift bieBeicpt 
fogat befonbet« einjufepüpen. Denn mept wie bai, wat fie 
utubfam am Stubicrttfcp bei bet Bearbeitung bet cpntn }u> 


geteilten Sahen jufammengetragen haben, ift ei ihrer jutifHfipen 
Duteftbtlbung bienliep, wenn fie plüplicp unb unootbetettet fiep 
ipt Urteil hüben. Qötrabe in bet Suffaffung unb bem ffintftplup 
jeigt fup bet iutifUfcpe lalt. 3h« tu Weden unb ju fitbetn, 
ift batum bie Hauptaufgabe bei bet Schulung btt Sefettnbart. 
Dabei tommt ei jtmäipfl gar nicht batauf an, melchei Urteil 
fieh bet Sefetenbat übet bie eben gehörte Sache bitbet, 
Wcfentliih ift nut, bap et ftch überhaupt ein! hübet. 3m 
Wieweit et mit ihm auf falfe&cr gdbtte ift, wirb et atti btt 
Diituffum fchon Innen. (Vmlccp auch bie Debatte wirb ihm 
nicht immer fchon »nftänblltp fein, Wenn et nut bai tatfäcpliifte 
SRatcrioI bepetrfcht. <h mup auch ben Sechtietöttnungen ju 
folgen Betmügen. ®etabe ba« aber hat feine Schwietigteiien. 
Sie liegen jum gtöptcn Zeü baiin, bap bie Sichtet hei bet 
Sntwtdlung iprn änfteptrn in mptliipci Bejahung natur, 
gemäp bielei ali belannt unb ftlbftDetftänNicp Botauifepen, 
mal bet Sefetenbat nicht Weip. Unb pitr müpte mcinei flrr> 
achten! eingefept Wethen, wenn bie Beratung unb Diituffton 
füt ben Sefetenbat Werth cp infteuftib fein foS. 

(ii lann natürlich ben Sicptnn niipt jugemutet Werben, 
mit bamit bet Sefetenbat ipren äuifüptungen ju folgen 
betmag, bie etnjclnen gragen moglicpft ab ovo ju bepanbetn. 
Denn einmal feplt baju bie 3«t unb jum anbettn ift bai 
BetatungijimmcT auch niept bet Drt füt eine Belehrung btt 
Sefetenbate. Die leilnapme an bet Betatung foll jWat 
SJetnjWtden bienen, Steftrjwedra aber bient fit nitmali. Hi«™ 
liegt ein »efentliepet Sacpttrl, ben bet letnenbe gurift gegen ben 
[entenben Webijinet pat ®r mup auf bie Umifcpe *ui. 
bilbung Betjicpten, niipt aBein beipalb. Weil auep bei einer 
3etltgung bei SecpHfaflei Hauptfacpe imtnet boep bie Begriffe 
unb Secpttfäpe bleiben, bie fiep niipt bemonftheern laffen, 
fonbern auch aui btm rein tatfächiiepen fflrunbr, weil bie Snte 
fepeibung bringt unb beipalb bet ptattifipe SecptifaS eine 
ttnüfepe Bepanblung niept berttägt. Zropbem tommt ei für 
ben Stfetcnbar natürlich batauf an, bap et bie rechtliche Be, 
panblung, bie bet SecptifaB in bet Betatung etfüprt, fotocit 
Wie möglich eerftept Unb beipalb bleibt nur übrig, ipm bai 
Süfijtug pietju fepon aupctpalb bet Sipung in bie Hott' i» 
geben. Diefei Süfijtug aber ifi nupt blot bie flenntnii bei 
Sefepei. G» gebürt baju auch bie fiennlnii btt Stcptfpteipung 
unb Siietaiut. Such wenn et biefe ftfnntm« nut in bc> 
fcptänlten äftenjen pat, wirb et auieeiepenb imfianbe fein, bet 
Beratung ju folgen. Sit Witb ipm bann jebenfaBi niept Mop 
ein Sebcfampf jene, aui bem nut Starte an jein Dpt Hingen. 
Heute ift fie ibm bai in ben aUttmeiften gäBen, Wcnigften« 
ben meiften. 3* pabe bai ju beobachten unenblicp oft ®t< 
legenpeit, wenn uh mit ben mit jut Bejcpäftignng übetWiefenen 
Seftttnbaten, tote idp aBwocptniUip ju tun pflege, bie Secpii. 
fragen, wtlcpe bie Sipungiwo^e brachte, an bet Hanb bet 
Bctpanbelten gatte befpreept. Da jeigt fiep, bap felbft bie 
Begabteren unter ebnen ben Aetnpunlt btt Saepc buch niipt 
ri^tig etfapt haben. Der Sncnb war in ben attetmeiften 
gäfleu Untenntnii bet burtp bie 3ubifatur fefigeiegten Seeptii 
gtunbfape, aupetbem freilich auch bie Unlenntnii bei ®efepci, 
befonbeti in ptojeffualen gingen. 

Um biefe Süden emijufütttn, müpte mepr barauf Bebacpt 
genommen Werben, bie Sefetenbate in weiterem ittlapc, ali ei 



6fi 


QimfHfdjt SBocßenicfjnft. 


."W 3. 1903. 


jurjeit gefcbtept, in bk ^ubitatur unb Sitnatut einjußibten. 
®aß fit heb ven goB ju gafl mit bitfet Pnttaut machen, iß 
ju IDtrug. Sit oermögen (tlbtt au cf; nicht immtt mit btm 
richtigen Serßänbrti# ba# einfeßlägige Statmal )U Itftn. Schien 
barum nicht, totil in btn in Setiaiht fontmtnbtn Gtttfcheibttngrn 
ober Säbbanblungtn vielfach mit S«hl#gtunbfä}en unb Segrifien 
ogciitn ererb, bit ar.bertJmc b errett fcßgelegt, ihnen obet frttnb 
ftnb. Xtr ecnjelnt Siebter !ann fc<b bet Aufgabe, bit ihm jut 
Stßhäftigung übttmiefentn Sefnenbatt mit bet Secbtfprtcbung 
be farmt ju machen, mit lebtet unlerjiebm. füaju fehlt ihm 
»egen bet Stbeitilaß, »eicht auf ihm ruht, nußt mn bit Seit, 
fonbtm für gewöhnlich au<b bit Sufi. SBielleicbt fehlt ihm auib 
bit Slrt. Siebt jebtt fte pähagogifeße 3"*ettfjen unb bot 
allem nicht jebtt päbagogißbe# (Beßhcd. 0# bleibt bähet mit 
übrig, bie Sefprecbung btt Secbt(f)tt<bung unb 2it trauet in bie 
feminatiftifchen Rutft ju bttlegtn, loelehe auf SJetanlaffung bet 
fjuftigberioaltung jurjeit Boßl hei ben meiften RoBegialgniißten 
gtnr SKuibilbtmg bet Seferenbnte eingerichtet finb unb nach ben 
gemalten gifaßningm ftch auch bewährt hoben. 3n biefen 
Rutfen, bit beftmbtr# batum ihren SS«» hoben, lotil bet 
Sefettnbar hier ungegttcungen unb nähet mit bem bebtet Der-- 
lehtt, al# mit bem ihn auibübenben Sichtet, wirb jc}t außer 
bet Snleitung im Sefetiettn bai geltenbe Seiht enttttb« 
fbftematifch uotgettagen ober an |>ratti{<btn (fallen, bie faft 
auinabmälo# bet ffStafi# be« Rurfutleitn# entnommen ftnb, ju 
lebten gefuebt. $k Se<htfpre<hung unb l'itttalut toitb babei 
nur nebenbei gefheift, ai profesao abet faft nirgenb# bebonbelL 
Unb getabc baö holte ich für nottoinbig. 03 tsütbe ein nicht 
ju nntetfcbähenbei Süßen nieht bloß für btn Sefetenbat felbft, 
fonbttn auch für bie in Sulunft Win biefen Stfnenbaten 
autjuübenbe Setbtfprtcbung fern, tseim es gelänge, bie Sefnenbatt 
(hon in ihttm Sotbneitungtbienß mit bet 3nbitatut unb, wenn 
möglich, auch mit bet theotetifchen Seßanblung einfehnetbenbet 
Sedfctlftagen laufenb belamtt ju machen. Sieht etn» beöfalb, 
»eil ei fteh bei btn (geroßten jum Stauch auigebilbet bot, 
ihm lintfcbeibungen burtß folcbc höhnet obet gleichgeotbnetet 
©erlebte ju belegen. Such nieht beibolb, »eil in bet Iflraji# 
btn Sntfcbeibungen höherer Scncbtibüfe meift eint folcbc 
Xutorität beigelcgt ju loerben pflegt, bah einfach fo entfliehen 
nnrb, »eil in ihnen fo entfehieben ift. SJceftr Hultuä braucht in 
ben Stfnenbaten beffec nicht groß gegogen ju »erben. 0t iß 
Dem Übel, nicht aEein, »eil bie trititlofe Übernahme einet 
Sechtäanfcdjt biefe am lebten (Siebe felbft jum Stecbttfa} macht, 
fonbern auch bonem, »eil et gat ju leicht bai eigene Renten 
bei Sicht«# untergräbt unb beunit bie (gefaßt befch»ört, baß bet 
eigenen tichteililhen Qbetjeugung bet ntaßgebenbe Ginßuß auf bie 
dntfeheibung genommen »itb. übet bann liegt auch nicht bet liiert 
bet 3ubi!aturtenntnii, baß man in ben ergangenen (Sntfcbcibungen 
für jeben jut gntfheibung ftehtnben goU eine Stüde fmbtt. 
läge et batin, fo genügte ei, bie in bee Secbtlprerfjung 
entloidelten Secbtägmnbfäße nur au#jugi»cife, b. b- für ßcß 
alltin ju »ijfen. fflet ober fie nur tennt, bet genießt ben 
®crt btt Srebtjprtchang nicht boß unb jcbeitfaB# nicht nuß» 
bringtnb. 04 mag fein, baß ei für btn gegebenen gaS 

auiteicht, nur ben üehtjab einet Gntfcßeibung ju leimen. 0# 
mag auch jugegebtn »erben, baß für biefen ffroeef bie bttiobifchen 
SufammtnßeBungcn bet (Xecbtfprehung in Bekßbrißcn obet 


Sachfchlagcbüebtin genügen unb oieUeicht auch jöebcrtceb fmb, 
felbft auf bie (Befahr, baß bet Sichtet f»b nicht baju oerßebt, 
bie Sntfchetbung felbft nachjulefen. äbet für bie jurißifebe 
Jotlbilbung überhaupt iß bie bloße Renntni# bei buch bie 
Sethtffireihung ober Sitcratue aufgeßeBtcn StcßHgronbjäße 
nußloi. Sut ju »iflen, »ie bie höhnen ®etichtt entfehieben 
haben, iß nicht# mehr al# ein §alb»ißen. fCie epauptfaepe 
iß, ju »iffeie, toatum fie fo entfehieben haben, gilt ben 
Sefnenbat, b« ßch au#, unb fortbitben »ifl, ganj befonbet«. 
gilt ißn ttäte e# gtrabeju gefähtltch, »tnn et an btt £xmi 
fc« fnnunatifchen ffufammenftc Bungen ßch bit 3 u bilatui ein, 
prägt, (fr »Utbe bamit pieDetcbt ein ttiche# Süßen «langen, 
nie obet ein erfolgreiche#- ®cfl R bat «langen, fo muß « 
bie Stgtünbung bei entfeßeibung lefen unb Mrarbeittn. ®enn 
gnabt batin ßedt für ihn b« Sottcil be# Stubwmi b« 
3ubilotut unb Puetatur, baß n an bem ©cbantenteießtuin unb 
bem Seharfßnn, b« in ben 0ntf<ßcibungen btt b Oberen ®ericht#, 
böfe ob« Iitetanfebeci übbanblungen cnttoidclt iß, ftint 
UrteiUltaß unb jutißifihe lenltätigleil felbft übt unb hübet. 
$n päbagogifehe Sa}, baß man am ebeßtn letnt unb Innen 
muß butih bie Sebanten anbei«, behält auch hier leine 
fflahrbcit. Unb jtoar nicht nur in bem Sinne, baß man ft^ biefe 
(bebauten unb ißt Cfigtbniei felbft ju eigen macht, fonbttn not 
aflem auch infofetn, al# man au# biefen (Bcbanlrn lernt, fuß felbß 
(Scbanlcn ju hilbtn. ®a# leßtne iß tnel »ießtig«, al# ba# 
ISlißtn felbft. ffumal für btn Anrißen. Senn ba bieja tag, 
täglich baju berufen iß, fuß übet bie ißm jut (Sntfchcibung 
unterbreiteten gä&e ein Urteil ju hüben, fo muß ec muh bie 
gähigleit ju ent« folcßen Utttüeßnbmrg beftßtn. Stefe gäbiglcit 
mag ju einem »efentlichen lecit änloge fein. Sit etfetbett 
troßbem ab« äulbilbung, berat jeb« Seift, b« ßch in ein« 
beßimmten Sichtung bewegen unb betätigen foB, braucht rint 
gttotße Schulung. Sefonbn# bei Stuten, bie trfl in# Seben 
treten unb beginnen, fidp einem Snuf ju mibmen. (Carum 
tnuß im Sotbrreitung#bimß ber Sefetenbare auf ße aber auch 
btfonbtrr# Se»icßt gelegt »erben, unb j»ar um fo meßr, al# 
bie UrtcUifäßigleit ba# »icßtigßc Sferfjeug be# entfeßeibenben 
Sichlet# iß. 0# foB natürlich nicht behauptet »«ben, baß bie 
UrteiMhaft unb bn Seharfßnn fuß Innen laßen. Sb« ei läßt 
ßiß bureß Übung batauf binarbeiten, baß jemanb uerßehen letnt, 
ba# Stitoetl Pom liltf entliehen ju untetf djeiben, einen SccbtifaS 
jutiflifcß ju lonßtuittcn unb unletjubringen unb bamit ben Ran 
ein« Sa^e ju finbtn. öktabe ab« oon biefem ®efubt#punlt 
tebe icß bn Scfcßäßignng mit Sünatuc unb Secßßpteihung 
ba# ßßort. £enn abgefeben babon, baß e# natürlich leicßta 
iß, eint Sache jemettfeß richtig anjufaßen, »tnn man üb« 
gleich ob« ähnlich leegenbe gäUe fotgfältig abgetoogene 
Qntfcheibimgtn anbei« (Berichte bereit# g tiefen ßat ob« üb« 
bie einfeßlägigen gtagen aut tßcoretifthen Sbßanblungen um«, 
ruhtet iß, iß ba# 'Jimtautmacßen mit Stehtfprechung unb 
Sitnatut an fuß auch oli f)clfecmtlrl für bie SntBüflung 
furefttfeß« Senltätigleü ju oetanfcßlagtn. 0# wirh auf ben 
Clkift, »ie eine g}mnaßif(ße Übung auf ben Rötpn, inbtm e# 
ba# jutißifihe ®efüßl nicht allein »edt unb fötbnt, fonbttn 
btn ®etß auch fähig macht, jurißißht Probleme ju «faßen. 
Unb bai ju lönnen, iß unjmeifelßaß bai SSkßtigße beim 
fünften. Siel »ichtig« ali bie gähigleit, ein gute« Urteil 



37. 3afjrflan<j. 


Qutiftifdje TBocßeiiftfirift, 


67 


abjufeher,, »i«I »tätigte auch alt ein gute* Referat unb Sotum. 
Unb bod) toitb bei bei äutbilbung bei Scfetenbott in bei 
Sßrasü geiabe auf biete Singe ein fo ahebltdtet (Bennert 
gelegt. ®tim Sjamen ftnb fte fogar autßhlceggebenb, tmemohl 
ihnen bin eigentlieh um fo meniget Sffleit beigelegt »erben 
mähte, »eil ärheiten für Sa» Spanen nfaheungtgemäß unter 
bem ©wßuß Bon Auflegung, Slngft, Überarbeitung unb $aß 
jußanbe lammen unb baium nicht geeignet ftnb, einen Slaßftab 
für bie juriftifeben gäbigteiten beb Scfermbari jii bilbeu. 
©ewiß lärmen fttb biefe gäbigleiten an ftcb auch au» einem 
©utaebten aber Urteil jeigrn. Sbn b Äl hf in 'f o| l* bezeugen 
folibt äe beiten boef nur, bah bet Sefetenbat imftanbe ift. 
Har, ftbarf unb folgerichtig ju benlen. Sin Wittel nur 
rfoiberung jurißifchct (Denttätigleit ftnb fie nie. Sie ftnb nur 
fkobulte einer folgen. Seim Sachbericht trifft nicht einmal 
bat fehlechtbtn ju. Sr hat lebiglich ben 3»cd, ben Scferenbar 
rare richtige, erßhößfenhe unb formgereihtc Sufantmenfajfung bet 
Zatfaehenmatcrialb lernen ju laßen. ©etoiß ift auch bat 
nötig für einen 3uriften unb bie autgejeicbneten Anleitungen, 
tscI4< Bon Stöljri, iiieebau« unb (Daubenfßed in bitfer Sei 
Jiehung gegeben ftnb, fmb jlDeifellot alt übaaut nüßlid) ju 
betrachten unb Bon bem Stfeeenbar in jebem goße auf bat 
forgfältigße ju befolgen. Tiber bie äbfaflung Bon Sach 
beruhten, ©machten unb Urteilen barf nicht ben Sch»erßuntl 
in bem Sorhereitungtbienft bee Seferenbate bilben, »ai mit 
jenen änleitungcn au<h gar nicht begtoedt ift. Sicht im Sßteihcn 
unb Sehcciben ftedt bie lüditigleit bet gurtßen, fonbent im 
fDenlen. Suih »er leine ftilge»anbien, fiharf treffenben Urteile 
|u fertigen imftanbe ift, tarm ein guter gutiß fein. 3>a« 
fhtiftlteh abgefeßte Urteil ift »eitet alt eine Steht« 

fertigung gegenüber bet Partei. Sieht bareutf aber lammt et 
an, bah bec Suhtn feine irnlfcbeibung ihr gegenüber mogliehß 
gut )u reehtfertigen berfteht, fonbem bah ß* ger«htfertigt iß. 
JBat et im (beiden aufgelwnbtt hat, um ßt ju ßnben, iß bie 
Reone feiner Zätigleit. Unb baium lann et auih nur richtig 
fein, hei ben lemenben gurißtn biefe (Denöäligleit in (Bang 
ju bringen unb ju ßhärfen. gebenfallt töteten ihm fotchc 
2>eidübungen auch Oielntalt angenehmer fein, alt »enn er 
cnblsft Sachberichte unb ©malten bon Sißitng ju Sifjung 
fehreiben muß. Sie erlahmen ihn oß f<bon ßbbßßh, 1° bah 
et feblitßlt^ gar nicht mehr bie Kraß beßßt, bei furißifchen 
Seite bei Sache bie gehörigt äufmertfamleil unb Sorgfalt ju 
toibmen. 3u»> minbtflen »etlien er baju bie Suß. lat aber 
iß Born gtanbßunh bet Schulung ju bebauem, benn nur bei 
bei ärbeittftcubiglcil, nicht im gttange lann bec (Befolg ge. 
beihen. ffltnn et bee Sefetenbar bann noch über f«b ergehen 
laßen muh, feine arbeiten jenfiert ju fehen, fo »irb ihm bie 
geruhe an bei gtrtigung ber Setichte unb ©machten ooßenbt 
genommen. 

Unb baium toiU ei mir feheinen, baß et Bießeicht nicht 
unangebracht »äre, jeßt, »o fo Bidet Seue in Suifuht fleht, 
auch bie Set bet Sorbaeitungtbieußet mobemee ju geßalten. 
"Kan taffe bie Sefceenbart »enigec fehreiben unb mehr benlen, 
man taffe ße nicht bloß ban gaß ju gaß mühfam jufammen» 
tragen, fembeen Dnhdfe ihnen — unb jtoetr auch untec So 
eüdßchttgung ber »irtfißaftlieben Seile bet Sechttlebent — 
ju einte aßgemcincn junßifchen Siibung, man bilbc in ihnen 


bat jutißifche geingefühl mehe aut unb nicht bloß bie gäbigteit, 
bie gefaßten ©ebanten ju fßaßia ju bringen. Cb bat beim 
ämttgeiicbi, äanbgtricbt ober Dberlanbetgencht gefdjieht, iß 
gleichgültig, benn »o ße Innen, barauf lornrnt et nicht an. 
S)at Smttgericht mag »egen bn näheren Berührung, in 
»dche ber Sefertnbar h*ct )um Sichter losuttl, feinet äui« 
hßhung Bießeicht btfonbert bienluh fein, übet auch Roßeginl. 
geeichte hohen für ben Borbereittingtbienß bec Sefecenbare 
ihre Sotjüge, Bon benen ber größte Bießeicht bet iß, baß hin 
bor ber ffintfeheibung Beratung unb 73t hatte ßattßnbcn. Sie 
bebcutcn ungeheuer triel für bie (Sntfthcibtmg einet Sechttfaßt, 
tme auch troß äbidet toahr bleibt, bacum ahn auch oiel für 
ben, bn aut einem SechMfaßt Innen fofl unb »iß. 


4<om fNeieft^ßtrieht.*) 

Strichlet ban ben S«hltan»älttn beim Seichtgericht Seb. gußijeat 
Dr. Seelig, gußijrat Scheele unb gußijrat ftadc ju Sitißjig. 

SBir beruhten übte bie in bn 3 eit Born 4. btt 18. ganuat 
1908 autgefertigten dioilentfcheibungen. 

I. Seihtcecht 
Bürgerliche» ©efeßbueß. 

1. § 93 808. Steht bn Seite agtHage auf $trau»gabt 
einte stolomobilc bet Umftanb entgegen, baß biefelbc bom Sehulbnee 
burch Gut bauen in fein (Beunbßüd jum Beßanbteil biefe« ge. 
macht »orben ift TJ 

(Durch Beitrag bom 37. äug. 01 „btrmirtetc" bn Klägn 
bem 8ellagten eine Sotomohilc für bie 3 eit bom 1. Sept. 01 
btt 31. S>ej. 05 gegen einen ..ihiictjint'' Bon 10823,50 M, 
ba im Settage bon 3600 M „burch hngahe ber alten Solo« 
mobile" unb im übrigen in 6 bn £äh< nach Bnßhitbenen 
Xeiljahlungen am 1. SDeg. 01, am 1. Seßt. bn gahre 02, 
03, 04 unb 05 unb am 31. SDtg. 05 entrichtet »erben faßte, 
gn bitfem Seittage ttrntbe mtbefonbeet Dneinbatt, baß mit 
3ah(ung ba leßten am 31. (De). 06 fäßigtn 'Biietrate bat 
(Eigentum ber £olomohtle ohne nochmalige Übergabe unb fonßige 
Grfläeung aui ben 8ettagten übngehc, faßt aber ber ScUagte 
ben übernommenen Sttbßuhtungcn nicht nachtomme, inthefonhae 
einet bn auf bie (Kirtiaten in 3ahlung gegebenen SBtthfd« 
afjepte nicht entlüft, ba Klager jut Seetragtaufhebung be> 
cechtigt fein {oDt unb )»ac berart, baß ihm bie getrifteten 
.Zahlungen otihliebcn. (Da bn SSellagle nach bn 8ehaugtung 
bet Alägnt nur 2 SHetraten johlte unb mit ben Säten feit 
1. Seßt. 02 tm Südßanb blich, fo nlfärtt ihm bn Klägn 
mittelt bn im Clt 05 nhobenen Klage, baß n ben IRiet« 
Bertrag aufhebe unb Südgabe ba £olmnobtle bedange, fo»ic 
baß bei feiert ba Ubcrlajfung ba £olomohße unb bie burch 
baen ©ehrauh hnbeigeführte ßüertBerminberung betfelben größa 
feien alt bie bitherigen Steißlingen bet ScGagten. (Dn Klag, 
antrag ging bahn bahin, ben 8ellagten ju Berurttilen, bem 
Klägn bie ihm burch Ben Sertrag bom 27. äug. 01 miettoeife 
ühngebtne (näher icfihrtehene) h»<hbnid«£o!omobilt Sr. 762 
nehß bem (eüi)dn aufgeführten) guhthör hnautjugeben. 33ee 
Setlagle machte u. a. gdtenb; bie Scdomohile fei im SinMr« 
n , # • 

•; ^actOrucf c^nc ttngabc bei Duelle peibctcn. 

b* 


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fturiflifefit ffiocbenftfirtft. 


88 


M 3 . 1908 . 


ftänbnii mit bem Wäger in bat $autgrunbftüd bei Sellagten 
betört eingebaut tootben, bag fl« Teil biefet Srunbflüdt ge* 
ttjorben fei Tetbalb unb »eil bie Bolomobile jo Eigentum 
bet Sellagten gelt» eben fei unb aueb ben c&bbotbelengläubigem 
bafte, fei bot Setlangen auf ©erautgabe betfelben unbeteebtigi 
Sut ben (Btünben: Tat Serufungtgetübt bat gugunften bei 
SeHagten angenommen, baj bie Bolomobile Seftanbtnl bet 
®:unbftüdt betfelben geisorben fei mit Bietbt aber bie ange* 
nommene Setbinbsng beibet Soeben alt für ben erhobenen 
betttaglieben Snfprueb unttbcblieb eiaebiet Sin Setttag, 
»elebet eine Saeb< gum ®egenftonb bat, bie Seftanbteil 
einet ®tunbftttelt ifl ober et naeb bem Settragtabfblufc ge* 
»neben ifi, tfl ttof bet Umftanbi, bah bie ©tfüBung bet Set* 
tragt niebt ohne Trennung biefet ©efianbteilt non bem ©runbftüd 
möglich ifi, boeb in bet Siegel alt gültig unb »irlfam angu* 
feben. Tiet lann namentlieb für ben leiteten, bitt botliegenben 
tfall, baj bie ben ©cgcnjianb bet Settragt bilbenbe Sache etft 
naeb bejfen Slbftblufc Seflonbteil bet fflrunbftftit geworben ifi, 
Seinem groeejel unterliegen. (Sgl. bat Urteil bet VH. SS. 
bet 91®, 0. 15. SReee 06, 9t®. 63, 308, auf »elebet Utteel, 
bat im übrigen ouf bet b«t niebt in ©eittetbt fommenben So» 
febrift bet § 43 KD. berubt, bet SteBifiontHäger ft<b Met 
mit Unteibt füt feine gegenteilige Snfiebt betufen bot.) Ju 
©tfüBung einet gültigen Serttogt ifl aber bet ©bulbner in 
bet Segel, — Bon befotibeten, b«t niebt Botliegenben Slut* 
nobmrfäflen (Bgl. §§321 bit 325 8®S.) nbgefeben, — 
Betbfüebtet, fomit in bem Botliegenben ffalle bet Bellagte aueb 
gut Trennung bet Bolomobile Bon bem ©runbftüd ober toenigilent 
gut Tulbung bitfet Trennung feiteni bet Wäger!, fofetn eine 
[otebe Trennung gu bet Beittaglmübigen (jetauigabe bet Solo* 
mobile erfotberfieb fein foBte. ®!it bet Sornabme einet folgen 
Trennung, beten pbbftftb* Unmögliebfrit ni<bt behauptet ifl, »itb 
aber bot bet §erautgabe jue Seit ettoa enigegenflebeabt $inberni! 
befeitigt Srnet ©ntfebeibung bet fftage, ob unb in »elebet 
SSSeife biefe Trennung etjmungen »erben lann, bebotf et 
im gegenmeirtigen Seebttjlteile niebt, jumalba bie SRögltcb* 
teil einet fteiwiBigen Sornabme bitfet Trennung feitent bet 
Sellagten beflebt. Sn bet bieenaeb bem Wäger gegenübet be* 
gtünbeten imbefebtänlttn Berttaglieben Sterpfliibtung bet ©e< 
tlagten gut $erauigabc bet Bolomobile »itb au<b babuteb niebtt 
geänbett, bafi bat ©runbftüd, mit bcm biefe BRafebine gut 
3eit gu einem niebt blofi BDtübetgebenben 3we(f ortbunben fein 
foB, mit $bb°tbelen belajlet ifl, — wat bet Sellagte behauptet 
unb bat Seeufungtgeriebt niebt Bemeint bat. 3»at etfltttten 
fub biefe ÖBpotbelen Itaft btt gefeglieben Sotfebtiften bet 
§ 1 120 unb § 95 8®S. ohne »eiteret aueb ouf bie mit bem 
®tunbfiüt!e betart Betbunbene BRafebine alt auf einen Seftanb* 
teil betfelben. Taj abet bit §bpotbefengläubigei ettoa bureb 
eine Sefeblagnabme gentüjj §§ 1121 unb 1122 8®8. ihre 
SWptüebe auf bie BRafebine febon gellenb gemacht hätten, ifi 
niebt behauptet. ISi ift aueb gönglieb unge»ifi, ob bie £ppß* 
tbelenglüubiget jernalt ihre Snfbriiebe auf bie BRafebine toabten 
»erben, Schon aut biefem ®tunbe ifi bet Sellagte gut dkltenb* 
maebung btt Bleebtr btt $ppothelengläubiger »ebtt im eigenen 
Samen euxb im Samen biefet ©laubiger bem Wäget gegenübet 
befugt, ©inet joleben ©cltcnbmatbtmg »ütbe aueb bie ermähnte 
Berttagliebc Serpfltebtung bet Sellagten bem Klaget gegenübet. 


biefem bie BRafebine betauigugeben. entgegenfltbcn, traft beten 
et auch bogu Berbunben ift, bie bem Berttaglieben Snfptueb bet 
Klaget! et»a entgegenftebenben .jgopotbelenteebte jelbft gu 
befeitigen. Kat aber bie »eitere fytoge betrifft, ob bie gegen, 
Ȋriige Wage gegen ben Sellagten aBein ohne 3ugicbung bet 
^ppotbetengläubiger erhoben »erben butfte, fo lommt in Setreubt, 
baf! biefelbe nicht auf ©tunb einet etwaigen ©egeulumtanfpneebt 
bet Kläger!, fonbtrn Iebiglieb auf ®nmb bet biefem juftebenbeu 
otiltaglieben Snfptutbt gegen ben Sellagten in feinet 
Sigenfebaft alt BRitfontrabcnt bet Kläger! erhoben 
unb lebiglib auf ©tfflüung bet Berttaglieben Scrpflubtung 
bet Setlagien gerichtet ifl, »onaeb biefet bie ihm überladene 
BRafebine bann gurüefgulitfetn bat, »enn Wäget »egen ettnaiger 
SerttagtBetlebungen be! Sellagten bie Sufbebung bet Setttag« 
etlläten foBte. St ift aber fein Steebttgtunb erfinNiib, aut 
bem eine folebe reine Setttagtllage aueb gegen bie £Opt>. 
tbelengläubiget bet ®runbflüift, b«d«n 8eftonbteit bie gutüd* 
gufiefembe BRafebine tngnnfcben geworben fein foB, geriebtet 
»erben mü§te ober aut bem fie gegen biefe Jpppotbelengläubiger 
überhaupt mit Qtfolg »ütbe erhoben »erben lännen; benn et 
beftebt »ebet ein aBgcmeiner noch ein gerabe betactige iü erbte. 
Berbältnide betttffenbn befonbetet Steebttfab, »onaeb ein 
®löubiger eine tbm aut einem Serttage juftebenbe Wage nicht 
mit gegen ben ihm Bertragtieb Setpfliebteten, fonbetn aueb 
gegen britte T'etionen gu richten hätte, bie an bet SiebterfüBung 
bet ftteitigen Serpfiiebeung ein mitielbatit, »htfebaftliebet 
.interege haben. SfcbcnfäBi ift eine folebe Folgerung begüglidi 
bet (topotbeleti gläubiger, bie ihre Snfptüibe auf bu Sefianb* 
teilt einet ®runbflüdt nicht bureb eine Sefeblagnabme ge»abrt 
haben, mebt aut §§ 1 120 bit 1122 S®8. betguleiten. frier* 
naeb fleht bie Sotfebtift bet § 9 3 S®8. ber Serutteilung bet 
SeSagtrn gut Qerautgabe bet BRafebine in leinet 3 Halt ent* 
gegen. — SB. c. ®., U. b. 17. Tej. 07, 384/07 11. — $amm. 

2. §§ 505, 313 8®8. Tot petfiSnltebe Sorlauftteebt 
an einem ©tunbjlüd etfotbett geriebtliebt ober noteniefle 8t* 
utäinbung. ©ntgegengefe(te iliificbe unb ©ntfebeibung in 
9t®. 60, 225 aufgegeben. j 

Ter Sellagte batte rin ihm gehörige! $ou! in SB. füt 
bie 3*it Bom 1. C (tobet 1902 bi! 1. Dliobet 1965 an ben 
Wäget bermietet unb bitfein füt bie .Heil bet Konttalttbauet 
„bat Sorlauftteebt füt 120 000 M" tingttänml. 3 m StoguS 
1905 bol bann bet Sellagte bat ©nmbftüd füt ben Sreit 
Bon 135 000 M an einen Tritten orrlauft unb et biefem 
fpätet aueb aufgeladen. Tet Wäget gebt hierin eine Ser. 
legung feinet „Sottauitreebtt" unb bcanfpniebt betbalb 
®<babentetfab, unb g»at gunäebd in epböe ton 2 600 M. 
Seibe Sorinflangtn haben ben Snlptueb füt unbegiünbtt et* 
achtet, »eit bie fiorriocrf (hilft bet § 3 1 3 8®8. niebt gelBab« 
fei Tie Stpifion ifi guiüdgemtcfen. — Tat S®8. lennt ein 
bingliibet unb ein pttfönliebe! Sorlauftteebt. ©tfieiet befiehl 
in einet Sfelaftung bet ©tunbflüdt unb ifi inbaltlüb bureb äat 
©efefg felbjt genau begtengt ; le?teret fleBi ein tein petfönliebe« 
SebuIbBetbältnit bat unb »itb bähet bebettftbl Bon bem 
©nmbfahe bet Setttagiftribrii. Tiefer ®tunbfab bat aueb 
leine ©infebräntung erlitten bureb bie Sotfebrifi in § 505 
äbf. 2 S®8, »onaeb ber ©erlauf unter ben itnifcbcn bem 
Serpfteebteten unb bnn Tritten gu Berrinbarenben Sebingungen 



37. Qaljrgong. 


Quriflifdjt BJo<i)tnfiC|Tift 


69 


juflanbe lornmt. ©ir« tfl b<r Stegelfafl, Sonbetabrcben ftnb 
mbeffcn nicht imguläfftg. ©a« ©r2l29t. enthielt in § 568 
21. I 2it 20 bie au«brücfluhe ©eftimmung, bafe ba« ©ot* 
!auf*rt*t bie ©efugui« gibt, bie Gom ©gentümer an ben 
Bitten oerfaufte Sach« unter ben ©ebingungen be« ge* 
Woffenen Äauf* ober unter getoijfen im Gor au« beftimmten 
©ebingungen fäufüch du libernebmen. ©ü Äuffaffung be« 
©00. ift, tote in ber fiiteratur — Ogi. *u § 50ß Detfcnaim, 
Staubinger, ©Iand — anerfannt toirb, leine anbett; eine 
aufbrftcfltche ©orfchrift in jenem Sinne ift nur be*halb in 
ba« ®efep nicht auf genommen toorben, toeü man fie — ©gr. 
S. 347 — für felbftoerftänblich unb bcebalb überflttfflg er« 
achtet bat. 8lu<h im oorliegenben ^aOe banbeit e« fuh be*balb 
um ein ©orfaufirecht im Sinne be« ©®© , unb bie ©it* 
f$eibung be« Ste<ht$ftTrit« bängt baber allein bon ber Rrtage 
ab, ob bat ©orfaufirecbt ber ©orfchtift in § 318 a. a. D. 
unterliegt, Wonach ein ©ertrag „burch ben ftch ber eine 2eil 
nemflicbtet, ba« ©gentum an einem Otunbftücfe tu über* 
tragen", ber gerichtlichen ober notariellen ©eurfunbung bebarf. 
©ie* toirb Gon einem 2eäe ber ScbriftfteHer, aüerbing« unter 
tafc&iebenfT ©egrtinbung. lebhaft beftrttten, unb ift auch Gon 
bem jepi erlennrnben Senate in bem Urteile Gom 4. SRärj 1905, 
abgebnuft in 91®. 60, 225 Rg., Gemeint toorben. @4 toirb 
geltenb gemacht, bei bem ©orfauf drehte 'banbele e« ft<h nur 
um ben Eintritt in ben fünftig mit bem ©ritten gu 
kblüfcenben Äauf oertrag — Äreifchmar 2, 351 flg. — ober 
um ein <EinIbfung*recht — SchoHmrper, ©njelabbanblungen 
S. 42 — , ber ©orlaufaOfrtrag fei nur erft ein Sor Gertrag — 
Äublertbecf 3®. 01, 392 — unb Gor allem, ein Siecht toerbe 
überhaupt erft burch bie 9Ui4übtmg be« ©ortauf«rt(ht8 be* 
grünbet — Cbcrnecf S. 603; Xumau^örfter 1, 688 — . 
Mein bafe ber ©orlauf*beTC<htigte i n ben Äauf mit bem 
dritten „eintritt", ober bafc et bei biefern bie Äauffach« 
„eüilöfi", ift jebenfaH« Gom Stanbpunlle be« ©®8. au« nicht 
jutreffenb. SJlit biefer Mffaffunp ift jene ©otfdjrift in § 505 
nicht Gercinbar, Wonach mit ber 2lu«übung be« ©or tauf «recht« 
ein Äauf jtoifchen bem ©erechtigten unb ©erpf(i$teten 
guftanbe fomrni. ©on einem „Eintritte" ober einer „(Sin* 
Ibfung“ toürbe in«befonbert bann nicht gcfprochen toerben 
lönnen, faß«, tote Gorliegenb, bie beiben ©ertrage unter Get* 
fchiebenen ©ebingungen abgefchloffen finb. ©ie Annahme 
eine« ©orbertrag« mürbe, abgefehen Gon ihr an fich ent« 
gegenftehenben ©ebenlen, bie Gorliegenbe Streitfrage nicht er* 
lebigen, toeil bet ©orGertrag gu einem obligat otifeben ©ertrage 
ben gleichen JormGorfchriften toie biefer — 91®. 53, 237 — 
unterfiehen mup. ©agegen ift unGerlennbar bie Änftcfet bon 
erheblichem ©etoübt, bafe ber ©orlauf«oertrag überhaupt noch 
ntcht eine ©erpfluhtung jur Übertragung be« ©gentum« be* 
grunbe. ©iefe Äuffaffung liegt auch bem Urteile Gom 

4 . SJlärj 1905 jugrunbe. $ifT ift au«geführt, bie ©et* 
pfUdjtung jur Übertragung be« (Eigentum« „entftehe" erft mit 
ber ftbfchliefsung be« ÄaufGatrage« mit bem dritten, ©i« 
bahin fei ber (Eigentümer überhaupt nicht Orrpflichtet, auch 
nicht „bebingt", er habe oiclmehr bor toie nach freie 4?anb, ob 
er beräupem Wolle ober nicht. Mein biefe 9lecht«anfi(ht hat 
bei »überholter ©rüfung nicht aufrecht erhalten toerben lönnen. 
Merbing« braucht ber Eigentümer, ber etn ©orfauf«re<ht ein* 


geräumt bat, nicht ju beräufcem, allein nichtÄbeftotoeniger bat 
er ftch für ben $aQ, bafc er Oerfiufeert, Gertragltch gebunben. 
©iefe rechtlich« ©ebunbenheit befielt bereit« gegenwärtig unb 
fie ift nicht bon einem erft lün fügen 9Boden abhängig gemacht. 
Stur, too leptere« bet ^aH ‘R/ banbeit e« fi<h um bie 
fog. reine ©otefiaübbebingung, unb nur biefe ift totrfung«lo«. 
©ab bagegen eine, toenngleich Gon ber SBißtür be« ©er* 
pflichteten abhängige #anblung toirlfam al« ©ebingung 
gefegt toerben fann. unterliegt feinem ©ebenlen. ©ie« toar im 
gemeinen Siechte — ©inbfeheib, ©anbeften ©b. I § 93 6. 413 — 
toie auch preubif^en Sterte — § 109 flg. I 4 8129t. — 
anerfannt, unb e« ift auch bti ©eratung bc« ©®©. nich4 in 
Btoctfel gejogen toorben — ©egr. 1, 266; ©rot. 1, 878 — . 
Schon ber Sbfchlub be« ©orfauf«Gcrtrage« f«huf baber für ben 
©eflagten eine bebingte ©erpflichtung, unb biefe gelangte nicht 
erft burch ben fp&teren Äbfchlub be« ÄaufOertrag« mit bem 
©ritten „jur Sntftehung". ®« toar nunmehr bü eine Gon ben 
beiben ©ebingungen eingetreten, bon benen bie ©erpßichtung 
be« ©eflagten abhängig toar. SHe anbete ©ebingung beftanb 
in ber SuSfibung be« ©orlauf«recht«. Sic toar, ba c« 
lebiglich Gom ©elieben be« Äläget« abbtng, ob er Gon bem 
©orlauf«recbte (Sebrauch machen tooHte ober nicht, eine reine 
©oteftaübbebingung, aber al« fol<he ln«* juläfftg, ba ber 
Äläget ber ©ere^tigte toar. ©ü 3üläfftgfeit iß in § 495 
©®©. au«brüdlich für ben Äauf „auf ©tobe" anerfannt, unb 
fie unterliegt auch, fotoeit e« fi<h lebiglich «m ba* ©elieben 
be« ©ereebügten hanbelt, fonR feinem ©ebenlen. (Sin form* 
gültig abgefchloffener ©orfauf«oertrag toürbe ^tcrnac© ein jtoar 
bebingte«, aber — § 305 ©®©. — rechtlich toiTlfame« 
SchuIbGerhältni« gefchaffen haben, unb fraft biefe« Schulb» 
Gerhältniffe« toürbe ber Äläget — §241 — leiftung«berechttgt 
getooxben fein, ber Älägtr toürbe nicht, toü beim binglichen 
©orlauf«rechte ein Siecht an ber Sache, fonbern einen „bc* 
bingten" Änlpruch gegen ben ©eflagten al« ben obligatorifch 
ÖeipRichteten erlangt haben, ©er Slnfpnxch beftanb bann 
bereit«, aber er toürbe erft totrffam — § 158 — mit bem 
(Eintritt ber ©ebingung. ©iefe Äuffaffung ift auch mit ber 
©orfchrift be« § 505 ©@©. Gerträgltch- Äffein toill man 
auch in biefer ©orfchrift eine SonberGotfchrift unb bcmgemäfc 
in bem „3uftanbelommen be« Äauf«" bie ©egrünbung eine« 
neuen StechtiOfihältmffe« f<h«n, fo berührt bie« bie ©atfachc 
nicht, bafc bie ©etpfüchtung be« ©gentümer« jur Übertragung 
be« (Eigentum« au«fchlieplcch auf bem ©orlauf«Gertrage beruht- 
6ine anbete ©erpflichtung al« burch biefen ©erttag ift ber 
©gentümer nicht eingegangen, et flebt ber 81 u« Übung be« 
©orfauf«recht« recht«gefchäftü(h fern. ^Ür ihn ift be«halb nur 
ber ©orfauf«bertrag berjenige ©ntrag, burch ben er Reh für 
feinen 2eil Gerpfüchtet hat, ba« (Eigentum an bem ©runbftücf 
ju übertragen, ©er § 3 1 3 ©®©. finbet baher fchon feinem 
SBortlaute nach Slntoenbung. ©n ©ebenlen gegen biefe 
©orfthüft fann auch nicht au« Sap 2 bc« § 313 erhoben 
toerben, toonach em ohne ©eobachtung ber Gorgefchricbenen 
^orm gefchloffener ©ertrag feinem ganjen Inhalt« nach gültig 
toirb, toenn bie Sluflaffung unb Eintragung erfolgt Unter 
welchem @eficht«punftc immer man ben „Äauf" beurteilen 
mag, in jebem §aDe bdbet bet oWigatorifche ©orfauf«oettrag 
minbeften« einen feiner toef entliehen ©eftan Weile. Uberbie« 



70 




.•>? 3. 1908, 


gilt brr Sag 1 bet § 3 1 3 autnabmilot — 9R®. 3« 
©ruehotiBeitr. 19, 627; luraau-görfler 1, 417 — für fl He 
(int Serf>fli<btung jut Übertragung btt Sigentum« bt> 
grünbenben Betitäge, unb et enthält btt Sa{ 2 mit mfolrett 
(int ßmfcbränfung, alt Äuflaffung unb Sentragung alt (Erlab 
für mangelnbe gctiebUiebt ober notarielle Beutlimbung naeb- 
gdajfrn fmb. St liegt aueb lein ©nmb bat, btn Sotlaufl- 
beitrag non btm gotmjmange autjunebmin. (ffiirb eingebenb 
begrünbet.) Sit bin ntrtrtitnt Anfeebt tsitb — ngl. Sembtirg 
95b. 11 § 196, Bland Sorb. ;u § 504, SRebittn 11 161“, 
TnuSfi ju § 1094, ©olbmarm & gilienibal 1, 522, Staubingrr 
änm. f. ju § 3 1 3 — 9Bmbf<b<ib-Rib|> 2, 897 — auch in btt 
Sileratur non meilaut btt 3HtbtjabI btt SebriftfleBet beiheten, 
unb ftt entfpriebt bet Bnlftb. bet III. Senall btt SR®, in 
Sb. 59 6. 132. Hicmaeb bat bat Bmifungtgmebt mit Seebt 
ben btt Klagt jugtunbt litgtnbtn Beitrag für foimungültig 
erachtet. 6. e. R., U. n. 9. Krt. 07, 107, <07 V. — SStriin. 

3. § 700 8®B, Derb, mit §§ 373 ff. 380. Depositum 
irreguläre. — Kann im gütergemeinfibaftlübcn i ! ic«f 5 btt 
©bemannet bit grau alt Jtugm ntmommtn Werben '] 

Sai 8tnifungtgm<bt bat bit Stturttilung btt Brflagitn 
junäebft gefügt auf tintn non btt ßbtftau btt Klagtet not 
ifnet Setbeiealung in btt Seit not btm 3abre 1900 mit ibrttn 
Btubtr, tem BeHagten, münblteb abgefeblnffenen unb non tbrer 
6eite erfüllten Beitrag über $anbtungen. Ser BeHagte bat« 
ibt nad; bet gcflfttBung btt OS®, füt btn gal, baji fit bit 
ju ibttt etmaigen Berbeiratung bti ibm bleibe unb ibm bit 
SBiitfebaft ffibtr, 6000 M breftupeben. unb fit batte biet getan, 
tooraut natb § 165 9(891. I. 5 ft 6 feint Scrpfliebtung jut 
Jablung bieftt Summe ergab. St toiitbt fteb bittaut noeb 
nicht bit Scrurteiltmg btt BeHagten in 3 1 , > (Itojeni jäbtlieber 
3inftn fett btm 1. Januar 1902 rrcbtfertigtn, unb hierfür batte 
bat Berufungigeriebt au<b noeb eine anbete ©runWage, nämlich 
bit Anfang Januar 1900 nom Setlagttn bet bamalt ftbon 
netbeirattttn Ifägcrifeben (bbefrau autgefteUte Urtunbe, in totlibtt 
tt ibt 6000 M „non feinem Bttmögen netfebteibt", bat 
Ratitai, bat bei ibm be)umitrt fei, mit 3Vt Stbjtnt jabtlieb 
ju netjinftn Peripnebt, enblnb btnjuf&gt: „Sat Kapital lann 
auf Setlangen im gaBe tinltetenbtt fRottnenbigleit fofott aut- 
gejablt werben." Sa| bit AutfUBung bitfti Sebcinet, tu« 
bat £®. angenommen bat, ein Stbulbanrelenntnit im Sinnt 
bet § 78 1 8©8. barfteBe, lann mit ©nmb bejmeifeU tutrbtn; 
inibefonbett frnbet fteb batin leinetfaBt tint Anetlcnnuug 
einet febon befitbenben Jin« Bttbinbliebleü, fembttn nut bie 
Seubegtfinbung einet Seeptleebtung folgen Jnbaltet buteb ein 
Berfpteeben. 9lbet aueb tin abftraltei Scbutbberfpreeben im 
Sinnt btt § 780 8©8. toiib man beet laum annebmen 
lönnen, ba ein beflimmtet maltrieBtt Sebulbgrunb, nämlicb ein 
übtt bie 6000 M abgtfeblofftntr Sermabtungibcrtrag, in bet 
Urlunbt angegeben ifl. Bon bitftm Stanbpuntt aut erfebeint 
bet Sehern alt Beiueiturfunbe füt eine nach 'IRafigabt Don 
§ 700 9lbf. 1 8®8. »otgenommtntn .Hinterlegung btt 6000 M, 
unb jtoat fo, baft gemafe btt b’tt nach btm angtfübtttn § 700 
Abf. 1 ebenfaB» anjutnenbenben § 607 Abf. 2 8® 95. eint 
febon beftebenbe Stb'ilb bieftt Betraget alt in ein fogenannttt 
deponitum irrcguluru umgctoanbelt bejtiebnet ift, unb jugltieb 
alt ein febtiftliebet Strfpctehen, bat Hinterlegte ju bttjinfen. 


»it biet naeb bem gleiebfaBt bi« antoenb baren § 608 8®8. 
au<b beim irregulären Sepofilinn flattbaft ift llbrigent mürbe 
bie Klagt auf ®tunb bet Urfunbe bti jeber bieftt Auffaff ungen 
fieb alt feblüffig baifieBen, ba, aueb 'nenn man in btn SBortcn 
„im gaBe tinttetenbet SRottoenbigleit" eine füt bie gäBigleit 
gefehlt Bebingung, unb nicht bto| eine reebtlüb bebculungtfafe 
Snunjiatiem finben miB, biefe Bebingung, mit bat Ci'®. ju« 
ttefftnb auigefübtt bat, eingettetra fein mürbe. . . . 

Ser Beflagic bat gerügt, ba* bie Sbefrau bei Klägett, 
mit bet et in aBgemeintt @ületgtnuinf<baft bet 99®B. lebt, 
unjuläfrtgetlseife alt äcugin tjcenommrn tootben fei. St ift 
bittoeilen behauptet toorben, bafe, wenn bet Sbemann alt -Haupt 
bet ©ütetgemeinfibaft fttojeffitte, inibefonbett mtnn et biet 
übte urfprüngtubet grautnoetmögm tue, aueb bie grau mit 
Sattei fei unb babet nicht Jeugin fein lörnit; ngl. ®trlaet 
in bet Jeitfebr. füt beutfeben 8etjilt>tojefs 22, 386 ff., unb Simon 
in bet Jutifl. Slonatäfebt. füt ff}«!*". Off* unb SBeftnerugm 
n. 1899 S. 37 f. (a. 3)1. äanbtbetg ebenba Jabtg. 1898 
S. 3 f,). fDiet ifl jebotb gtunbloi, ba bet fflann aut eignem 
tReebte unb nicht alt Seritelet btt grau btn fffrojtfe führt, 
mag lebtere aueb unmittelbar beteiligt im Sinne bet § 393 
91 bf 1 99r. 4 fein. Jn tiefem Sinne bat aueb bat S®. 
ftet! erlannt; fo bet V. 8®. bei 8oIje$r. 8b. 10 3h. 783, 
unb laut J3B. 98, 197» unb bet IV. 8®. laut J9B. 96, 371». 
Hieran ifl aueb unter bet H<nf<baft bei 8©B. feftjubalten. 
Setbalb et einen Untetfeb'tb maeben foBte, baj btt 3Rann 
biet aut einem bon btt gtau fetifl abgefebloffenen Seebtt- 
gefebäfte gellagt bat, ift nicht abjufeben. gteilieb bat bet 
III. 3®. bet $®. laut m 12, 188 f. einmal im gaBe 
einet gemernreebtticben ©emaltbabtti, bet mtgen btt fogenannten 
peculium adTenticium reguläre Hagle, ben Sobn für Jeugnit- 
unfäbig crllärt ; aBein mtnn biefe gmge aueb eine gemiffe 
Änalogie mit btt itfjt m SRcbe fltbenben barbietet, fo iff fie 
boeb eben nerftbieben banon, unb tl brauet babet jeft nicht 
in meitere Stört rrungtn übet jene Sntfebtibung bet III. 3®- 
eingetreten ju iwtbttl. — 91. c. SL, U. t>. 19. Sej. 07, 
374/07 VI. — fffofen- 

4. §§ 812, 420, 427, 431 8®8. ©efamtfebulbnenfebe 
Haftung gegenüber ber Bereieberungtllage.] 

Jur Htuinufung einer bon bem Sbemiter St. gemalten 
Sifinbung btrbanb fteb birfet mit bem BeHagten 3- $a bie 
ben beiben jur Berfügung jltbeitbtn fflelbmittel bafür nitbt aut- 
reiebien, traten fte in Sabmbung mit bem Klüger, ber fie bei 
ibrtm Unletnebmen mit 6 000 M unterftübte, bie unter ben in 
ber Urlunbt bom 21. 3Närj 1902 feffgeffeBten Bcbmgungcn 
bon ihnen bem Kläger jurütljujahlen waren. 9Ut bmterber 
ber Rlägrt erfannit, bafe er bon St übet btn SOert ber 8t- 
finbung buttb falfebe Botfpiegelungen getduftbt fei, erhob er 
unter Aufteilung bet gtfeiloffrnnt Betttaget gegen St unb 3- 
Klage auf :Kucl ja^ung ber 6 000 M alt ®efamtfebuDmer. Sie 
fmb tlaggemäb beructeilt worben. Sie Bebifton bet Bdlagten 
3. Würbe mit folgtnber Begrünbung jutüefgrtoiefen: Ser Ber- 
trag ift bom Kläger megen bet bon St gegen ihn btrübten 
Betrüget mit Stfolg angefoebten unb bit gegenmärtige Klage 
ifl nieht bie BmragtHage unb niebt geriebtet auf bie btrtragt- 
mäfeig bebungtnt Pnftung, fonbem mit ibr wirb bit Bült- 
gemäht treffen geforbert, mal Kläger auf ©runb bet mbtigen 



37. ^fobrrganfl. 


^urißtfrfte SBorßenfeßrift. 


71 


8ritrag4, alfo cpnc ucpliicbrn @runb an 3 . unb St. grmtinfmn 
geltißei bol. Ba4 Berafungigetirbt bot angenommen, bat 
aurb bitfem Hnfpnirb gegenüber beibe alb (Befamtßbulbnet bet. 
baftet (eien, toäbrenb bie Äepißon bie Serbt4anßrbt berttilt, 
bat bet 8e Ragte 3., btt an bet Zäußbung bei JUägeti nicht 
tcUgenoimnen habe, gat nubt obet nut anteilitoetfe gut ®r» 
ftattung bei (Selbei berp fl übtet fei. Bet Berufungirirbter bat 
bte gtage, ob btt ScUagte gegenüber bet Bertieberunginage 
nut anteilitoetfe gu haften habe, unter Berufung auf § 431 
8®B. be meint. Bicfe Borfrbtiß iß hier jebwb nicht anloenbbat, 
toeil bie flagenb gefotbette Zeitung, bie 3ablung einet Selb, 
lumme alfo, teilbar ifi. Bderbingi bat man in ben Süden, 
»o ei untunlirb ifi, bai auigufonbctn, toai bet nngelne bet 
mebteten Zeitnehmer auf ®runb bei m ihrigen Betttagei erbalten 
bat, bon einet Untcilbarlcit bet »on ihnen gefrbutbeten Zeitung 
b. i kn Siüdgetoäbt fpreeben tooüen. Bdein triefe Buffaffnng 
ift abgulebnen. Bie Ungetoißbeit bei Umfangt einet @<bu!b 
bat mit bei Stage, ob bie gefcbulbetc Zeißung teilbat ifi, an 
f«b niebli ju jrbaffen. Bie Sonbeioorßbrift bei § 830 Saß 2 
(B®8. batf übet ben Sreii bet unetlaubitn §anblungen hinaus 
niebt angetoenbet ioetben. Bei bet Beanttooetung bet obigen 
Stage tfl bietnarb gunäcbfl bon bem @tunbfaf bei § 812 
8 « 8. auijugeben, baß jebet bet mehreren Zeilnebmet bei 
nixbtigen Bettragi bai gurüefgugetoäbren bat, toai et auf Soßen 
bei Slägeti ohne te<htli<ben ®tunb nbalten bat Tibet aui 
bet Botfrbnft bei § 127 8® 8. iß ju entnehmen, baß jebet 
bet mebteten Berttagiteilnebmet in folrbem Sode ali Empfanget 
bei (Sangen gu gelten bat. Bit Haftung bei Betlagten ali 
(Sefamtfibulbncr toitb aurb butrb § 420 8<SB. mdjt ein. 
geßbeäntt, ba narb ibm eine Zeilung bet Haftung nut im 
3»«ifel emtieten fofl, alfo nut, toemi mißt btfonbett ®ritnbc 
gu einem abtoeiebenben Ergebnii führen. Solche (Stünbe ergeben 
fnb aber für gäde bet bitr borlieg rnben Bit aui ben obigen 
Buifttbrangen, bie gugleiib eine (beitete Unterftüßung in bet 
Ertoägung ßnben, baß bie gegenteilige Bnßrbt gu einem ßit 
ben Kläger buttbaui unbtdrgen Etgebnii führen mürbe. Ei 
iß „im 3>twifel" ni<bt anguneßmen, baß et genötigt iß, enttwber 
troß bei Im bet ißn Oetfibten Betraget an bem naebieilige« 
Beiträge fcßgubalten obet bie Sirbetbeit aufgugeben, bie ihm 
bie Haftung bet anbeten Bettragiteilc ali (Sefamißbulbnet 
bretrt. Buf [eiten bei Bellagten iß etß tetbi nicht Bnlaß, ihn 
hxgen bet Bnfeibtung bei Betttagei bon bet fyrftung ali 
(Befamtfrbulbnet fteigumaiben. — 3. «• S-, U. 0 . 19. Beg. 07, 
178(07 VL — Berlin. 

3. § 823 ff. 8(9®. Ottbunben mit §§ 11, 12 Sfßoß®. 
00 m 28. Ottobei 1871. Haftung oui einet unerlaubten 
©anblung, bie mit bet Bettragierfüüung in untrennbarem 3“* 
iammenbange ßebt. — Umfang bet $aßung bet SRei^ipoß» 
oenoaltung bei Scfötberang bon Setjenbm.] 

Kläger fuhr am 23. 3uli 1902 mit einem 00 m Zanb< 
briefttäget K. geleiteten gubrioetl — ffit bai, loie feßßebt, 
ade toefentlicben äüerfmale einet orbettüuben Boß gutrtffen — 
oon narb Unteiioegi fiel bet SBagen um unb gloat 
infolge einet Betfrbulbeni bei K. unb Hläget erlitt babuetb 
etbeblirbe Serleßungen. St »etlangte »ora StriebipoßfiSluS 
Erfaß feinet Srbabeni unb ftüßte bie Klage, ba ße ali Bet. 
aagtUage nach § 14 Boß®, wrjäbit toar, auf belittifrbe 


Haftung bei giäfui. Bai DZ®, toiei gutürf. Bai 31®. befiätigte. 
Bui ben @tünben: Bai Berafungigerubt bat mit SRec^t 
angenommen, baß bet Klaggranb für ben Bnßmub gegen ben 
(Heübifwßfitlut butrb ben § 12 Boß®, auigefrbloffen fei. 
'Harb § 1 1 3>ff- a bafelbß leißel bie Boßbettoaltung Srfa| 
für bie etfotbetli^en Hut. unb Betpßegungiloßen im Sode 
bet lötpetlirben Befrbäbigung einet SReifenben bei Steifen mit 
ben orbentlirben Boßen, auigenommen ben Sad (Bemalt 

obet eigener gabtläfßgfeit bei Seifen ben. Stab § 12 toitb 

eine toeitete alt Mt im § 11 beßimmte Smfrbäbigung Don bet 
Boßbettoaltung niebt geleiftet Bie Saffung biefet Beßimmungen 
läßt dar nfetmen, baß bannt bie Raffung bet Boßbettoaltung 
umfaffenb unb etßb&pfenb getegelt toetben unb inibefonbete 
eine toeitetgebenbe Haftung aurb in bem Sa dt auigefrbloffen 
fein foüie, baß einen Beamten ein Betfrbulben trifft, bai feine 
unbeßbtänfte Haftung narb ben Sceßbriften übet unerlaubte 
§anblungen begrimbet. Db biei auinabmiloi, ohne SSüdfnbt 
auf bie Btt bei Betfrbulbeni, gilt, mag »ielleirbt in 3®'<fel 
gegogen toetben Wimen. ... 3m gegentoärtigen gade beßanb bie 
frbulbbaße fjanblung in bet Bertoenbung einet untüebtigen 
Zraniportmrtteli, obet in bet Untttlaffung bet botgängigen 
Beüfung bei ZranipDitmitteli auf feine Züebtigleit. Eine an 
ß<b objiftiB unerlaubte §anblung lag b'e™ überbaupt niebt, 
bie Qanblung tourbe gu einet unetlaubien nut babutrb, baß ße bei 
Erfüdung bei bon bem Kl&get mit bet Boß gefrhtoffcncu 
Berttagei gejrbab- ®etabe bie ungenügenbe SotgfaUiantoenbung 
bei Erfüllung bei Beitrages Mlbet hier bai JBefentlicbe bet 
uneriaubten fymblung, biefe ftanb mit bet BeritagictfAdung 
in einem unteren, rmtrennbaten 3“f®mnenbang. 3» folrbem 
Sade rerbtfertigt ei ßeb frbon narb allgemeinen ©ranbfäßen, 
baß bie Srbabenierfaßpßubt nur narb ben bai Beitragt* 
berbältnit bebctrßbenbcn SHerbtiregeln, unter Buifrbeibung bet 
Botfrbriften über bie außetberiraglicbe J&aftung, beurteilt toitb. 
BgL Sntfrb- bei VI. 3©- bora 4. gebt. 04 VI. 491703, 
3SB. 04. 166*. Um fo toenigtt lamt bie Bntoenbung be4 
§12 Boß®. b«t euiem Bebenlen unteriiegen. Srbeibet obet 
frbon au4 biefem Sranbe bie außer öerttaglrrbe Haftung bet 
Boßbettoaltung au4, fo bebatf e4 feine# toeiterm Eingehen# 
auf bie Sntge, ob bie Sorauifeßungen, unter benen narb 
Btt. 1384 c. e. ober narb § 381 BffiB. bie Boßbettoallung 
für bai Betfrbulben rbtet Beamten baßen toütbe, b>et gegeben 
ßnb. B. c. Seirbipoßßilui, U. b. 8. Beg. 07, 90/07 VU. — Söln. 

6. § 1624 B®8. Ob eine Buißattung, fotoeit ße ba4 
butrb bie Bermögenibnbältnrffe gegebene Blaß übetßeigi, 
©benlung iß, häng* babon ab, ob Me Botauifeßungrn bei 
Zaibeßanb4 einet S^enhmg botlieges. — gn bem bürt giß. 
betfpterbcn gegenüber bem Bräutigam bet Zoebter liegt gugleiib 
bat Buißaitungiberfgiteiben für bie Zoebter. J 

Bai Berafungigerirbt erarbtet für ertoiefen, baß bie Bo 
Ragte frbon gut 3 ,il bet Beriobung unb toieberbolt am Zage 
bet fgubgeit ihm Zoebter mit S- biefem eine SKitgiß bon 
3000 M für ibtt Zoißtet gugefagt, unb ba ßt ciRärte, gut 
3rit bie ßdfßgen (Kittel gut Buigablung nirbt gu btßßen, ßait 
bei Kapital« ipm ben Bon ipr auigeftedten Sebulbfcbein übet, 
geben b«be . . . Seme in § 1624 8®8. au4gefprotb<n iß, 
bie Bu4ßatiung, unb bemgemäß aurb ba4 Buißallungi. 
oetfprerben, gelte nut bann unb nur infotoeit al4 Srbeufung, 



72 


Quriftffdje %Bot$enfd)rift. 


M 3. 1908. 


al* bir AuSftottung b a« ben ®ermögen*p«hältnifffn be« 
©ater* ob« ©lutt« entfprechenbe ©tofe übcrftrige, fo tfi barau* 
nicht du folgen», bafe bic Au«fiattung, fotoett b« Ie^t«e gaB 
Zittrifft, uni« allen Umflänben als Schenlung angefehcn tonbcn 
traifcte. 2)ie ©ebeuiung beS § 1624 ifl gerabe bte, bap Hat« 
geftellt »erben foB, bic ÄuSftaüung fei an ftch leine Schenlung. 
Ob fie, fofceit fte baS bur<h bic ©«mögcnSOerhältniffe gegebene 
©lafc überfteigt, im einzelnen gafle Schenlung ifl, bleibt ftet« 
eine offene gragc, unb bic ©ejahung ber gTagc fc^t borau«, 
baß bic adgemeinen ©orauSfebungeu beS £atbeftanbe* b« 
Schulung borliegen. 3ft ba« Au*ftaUung«o<rfprechcn nach 
bem Srgebniffe bicfcr Prüfung nicht al« unentgeltliche 3 ü* 
»cnbung, fonbem als ©egenleiftung eine« gegenfeiüg b «» 
pflicbtenben ©ertrage« erfolgt, barm fehlen bie Srforbetuiffc 
ber Schenlung nach § 516 ©@33., unb e« ift beSbalb eine 
fotye auch nicht im gaBe be* § 1624 ©©©. anzunehmen. 
Sin fWiigiftOcTfprtchcn lann unb »irb häufig als 3 u f»^erung 
einer ©egenleiftung für bte Shef<hl«bung «folgen, unb bann 
liegt eine Schenlung nicht bor (91®. 62, 273; 63, 323; 
3®. 1903 ©eil. ©r. 290; 1904, 405«; 1906, 462 1T . Dert* 
mann, ©echt b« Schulbo. 2. Ä. S. 440). fDiefe ®mnbfäbe 
finb üom ©erufungSgerichtc nicht berfannt toorben. ©ach beffen 
Bestellungen toar bie ©titgift bon 3000 M bem g. lÄng«e 
3 eit bor ber Sbcfchliefeuug bon ber ©eHagtcn jugefagt toorben. 
2 fbrc ffietüäbrung toar für ihn bie noitocnbigt ©egenfeile feine« 
SfeebetfprecbenS ; benn fte follte ihm bie Mittel bieten, einen 
©etoerbebettieb zu beginnen, ber beiben Sh eIn, ten ben Unterhalt 
berfchaffcn foBte. Dabon, unb bafe « bie Sbe nicht cingeben 
toabe, tbenn bte ©ellagte nicht bie ©litgift leiften to«be, bot 
« bie ©eflagte oerftänbigt, unb fte bat baraufhin, um ben B- 
ihmfett® |ur Eingebung b« Sht ju betpflichten, ben 6 <hulb* 
fchein unt«jeichnet. Stuf biefe ®eifc ift bie Äbhängigleit ber 
Seifhmgen, bet Umgebung b« Sbc einerfeit« unb be« ©litgift* 
berfprechfn« anb«eifeit®, boneinanb« unb ihre ©egenf eiligfeit 
juetnanb« bon beiben teilen angenommen unb )um Aue* 
bntefe gebracht toorben. B ^ 1 biefe Annahme b« ©egenfritigfeit 
b« Stiftungen ifi e« nicht bon ©ebeutung, bap ba« Ausstattung«* 
Ocrfprethcn feinem ©egriffe nach eine ^utoenbung an baS Äinb 
be« ©etfprechcnben, h**r 011 hie SH*®** J um ©egenftanbe 
bat, b«geftalt, bafe bte gegebene AuSftattung bem cingebrachten 
©ute ber ©enannten jugrhören follte unb gugehören tnufj, 
toäbrcnb al« bie ©«trag«partrien bie ©ellagte unb ber ©he* 
mann g. erfcheinen. 3 n bem ©liigtftOetfprechen gegenüber bem 
©räutigam ift zugleich ba« AuSftattungSO«fpTC<hen für bie 
Tochter unb an bie flocht«, bie bei b« Unterzeichnung be« 
©chulbfcheine« unb beffen ©orbefpredjung jugegro toar, enthalten, 
unb ber gegenfeitige ©ertrag ift infotoeit al« ©«trag jugunftnt 
eine« brüten (ber ©raut) anjufprethrn. Ä. c. 2., U. o. 
23. SDfj. 07, 350/07 VI. — ©tariento«ber. 

3 iOilprozeporbnung. 

7 . § 13 3©D. (»>etb. mit § 7 ©©©.) ©egriff be« pro* 
jeferechtlichen ©obnfipe«. 3ft für bie Organifation ber ©etichte 
eine anb«e Ginteilung al« bie aBgrmeine (in politifchen @e* 
meinben) gefeplith etngcfübrt, bann ift biefe für bie ©eftimmung 
be« aflgemcinen ©erichtSftanbe® einer ©«fon mafegebenb.) 

3)ie auf 3ohfung einer 2)arlebn«forb«ung gerichtete Mage 
ift ootn 2®. ©«lin abgetoiefen wotben, toeil nicht ba« an* 


gegangene 2 ®. I, fonb«n ba« 2 ®. 11 al« ®eri<hi fotoohl be« 
ffiohnftb«« be« ©eflagten toie be* SrfÜüung*orte« örtlich W- 
ftänbig fei Da* ©«ufungiurteil betätigte. 3)ie SRcoifion 
b« Klägerin ftmtbc jutürfgetoieftn. 3lu* ben ©rünben: 
fDie ©ehauptung einer ©ereinbantng be« Srfüflung«orte* fei, 
führt ba« ©eruHmg«urteiI au«, Don b« Wägern nicht betoiefen 
toorben. S« banble ftch alfo nur barum, ob ba« 2®. I, ob* 
toobl ber ©ellagte in bem jum ©ejirfe be« 2®. II gehörigen 
leile bon ©«lin toobne, fei e« al« allgemein« ®ericht«ftanb, 
fei e« al« (Seri^t be« gefefflichen SrfülIuu 0 *orie« jur Snt* 
fcheibung b« Sache juftänbig fei. 3 >a« fei ju bemrinen. 3 >r 
9Rebifion toar bet Stfolg ju bnfagen. 9lach § 1 3 3 W* to ' T b 
bet allgemetne ®eri<ht*flanb ein« ©erfon „burch ben ffiohn* 
fi$ beS»ntnt". . . . 3 um ®cßriffc be* ©ohoftb'? S e h^ri bofi 
er bte ©etfon mit einem Orte, ein« gUiche im Slaumc, m 
rechtliche ©ejiehung bringt. Der ©ohnfty ifl b« — räumliche 
— „©liltelpunlt be« gef amten 2 eben« ein« ©erfon" ( 2 >emburg), 
ba« „ 3 uftanbSb«h&!lm*", ba* burch bie ©erlnüpfung b« 
Senfung unb 2 eitung b« Angelegenheiten einer ©erfoit mit 
einem Orte bergefteOt toitb (Äohl«). 3fi hiermit ba* ©efen 
be« ©ohnftbe«, bon b« ©eftimmung be* Orte« fein« räum* 
liehen ©ejiehung abgefeben, umfehrieben, fo Iä%t bie Ie$t«e 
ttoei toefentlich betf^iebene Auffaffungen zu. AI« Ort be« 
©ohnfibe* lann fotoohl ber Ort im 9taume, b« glächen^ 
abfehnitt angefehen tb«ben, auf bem bie ftanbige 9lteb«laffung 
ein« ©«fon fnb befinbet, tbie ba« CrtSganje, bte Drtfchaft, 
inn«halb bereu bie ©ieb«laffung belegen ift. ©on bem erfteren 
©eftcbtspunlt au« (§ölb«, ©töljel, Scciu«) ift bie ©eanlmortung 
b« Smfcheibung ftehenben grage ohne loeit«e« gegeben. 
Der allgemeine ©erichtSflanb ein« ©«fon nach ©la&gabe be* 
§ 1 3 3 ©D. ift auf feiner ©runblage bei bem ®erichte be- 
grünbet, in beffen ©ejiit ihr ©obnfib, b« T&umlühe ©unft 
ihrer fRiebnlaffung, ftch befinbet. 3He Abgrenzung b« ®e* 
rieht«bejirfe ab« ifl Sache b« 2anbe*gefepgcbung. Ab« auch 
bie züwte AnfchauungSjoeife führt ju feinem anbeten Srgebmffe. 
®ie Älägerin oertritt unter ©«ufung auf bic Autorität bon 
©abignb nnb 3>mburg bie Auffaffung, bafe al« Ort be* ©ohn* 
fi$e* im Sinne be* § 7 ©ffl©. bie polilifche ©emrinbe ju 
benfen fei, unb meint, bafj, toenn in bief« ©eife b« Ort be« 
©obnftpe« reich «gefeblich feftgelegt fei, ein 2 anbf*gefr$, toie 
ba* ©reu^tfehe ©erichtforgantfationfgefeb für ©«lin unb Um» 
gegenb Oom 16. Septemb« 1899 (©efepf. S. 391) baran 
m4»t# zu änbetn Oermöge. Attetn toeb« lann bie 3ugehürigfcit 
ber s 3lteberlaffung einer ©erfon ju ein« polttifchen ©emeinbe 
Zu ben torfentlichen Slemrnten be« ©obnfibbcgriffc« gewählt 
to«bcn, noch 'ft b« Ort be« ©otmftbe* al* eine ein für aBemal 
befhmmtc (Einheit anjufehen. (©irb au«gefübrt.) 3 ft bemgetnäfe 
für bie Organifation b« ®crichte eine anbetc Sinteilung al« 
bie allgemeine in fog. politifthe ©emeinben gefepltch eingeführt, 
bann ift biefe für bie ©eftimmung be* aflgemrinen @«i<ht** 
ftanbe* ein« ©erfon mafegebenb; b« lebteTe ift bei bem ®e* 
richte beSjenigen Sprengel« brgtünbet, in toclchem b« Aatmt* 
abfehnitt tfyrcr flänbigen lieber laffung belegen ift. hiergegen 
tann nicht ringetoorfen »erben, bap bie polilifche ®cmrinbe, 
bie nach b« Pon b« Älägerin Pertretenen Auffaffung § 7 be* 
©©©. al« Ort be* ©ohnftpe« im Sinne rin gefchi4Si(h 
geworbene«, fclbftänbige* forporatiOe* ®ebtlbc fei, bem auch 



3'. Qaftrgang. 


Quiiftifefte Sotftmfeftrift. 


73 


bem Staate gegenüber eine unabftängige Stiften) julomme, unb 
bem bnbet nieftt nach itgmb chtet ©eile rin formaler ftaallteft« 
®ertraltung«bfjrtl umrigtf (toben unb gleieftgcfteflt »erben 
tänne. (®ttb aufgefüftrt.) gflt bk 3 u T*inb'igttit bt* ange- 
gangenen ©trieft!« lommt tm gegefcenen Safte aujnc bem aB< 
gemeinen (Sknefttifianbe be* § 1 3 3?C. noift btt ®fneftt*|ianb 
bt» @rfüfluitg«orte* (§ 39 3§!D) in Betraefti ®kte ab. 
trxuftmbe Beantwortung btt jur Sntfifteibung fkftenbtn Stage 
taim ftift hier bann ttgtbtn, Iwnn btt ®rfüflung*ort Berlin 
ebne nähere Beftnnmung, oftne bafc rint btt BetlTag«bartfkn 
ibttn ffioftnfef «btt ®i| m Berlin bäte, unb ob"* bafe im 
®tgt btt 8u9Itgung bt* ®rrttagt* rintt btt mtbrtttn ®t> 
rteftlifbittigel all SrfüDungtott naib btt Ubfieht btt ®artekn 
ju mnttttln wärt, wtrinbati (rin lufltbt. IDieftt JaB litgt 
naeft brn ^tfifttHungm btg BerufungCgtriiftt* niiftt bat. In 
gtftftliefte 8rfüHung»ort bt* § 369 9®®., btt aBrin in Stage 
fomntl, eft Mn btm ®evftnfifte bt* ©eftulbner« abhängig, unb 
auf ihn finbtt, fotofit t« (üb um btn ®mcftt«ftanb ftanbtlt, 
aBt# Snmtnbung, tta* Obtt btn buteft btn ©oftnfift btfttmmien 
aUgemeenen ®trieftl«flanb bt* Stliagitn autgefdftri luotbtn ift. 
y>iemacb ift, mag man btn Ort bt* ®oftnfiftt« im tngtttn 
Sinnt al* raumlitftfn Ott btt Skbtrlaffung obtt im 
»tttttrn alt gtäftere DtMetnfttil, alt DtMbtjitf auffaffen, btt 
aBgttnrint BereeftUftanb bt* Btflagitn lotooftl mit btt (6t. 
n<ftt«ftanb bt* ®tfüBung*ottt* für bit bon iflm gefeftutbeie 
Stiftung bti btmjtnigen btt btti ianbgciidjHbejiite in Sttlin 
brgtimbtt, in btfftn Stiert tt (rinnt ©oftnftft, (rint ftänbige 
Skbtrlaffung bat unb {§ 369 9®®.) jur 3eü btt Smfkftung 
bt* ©eftulbbrrftäliniffe« batte liefet Bejirf ift na$ btt gtfu 
(itBung bt* 8ttufung*getiefti« nieftt btt bt* angtgangtntn 
2®. I. Int Klagt ift mithin bti rinem »«lieft nieftt jufiänbigm 
©trübt rrftobtn. SHiitngtf. 9..I..I. c. C , U. b. 9. $ej. 07, 
376/07 VI. — 9ttlin. 

8. § 53 8®C. Hbtorifung btt Wagt totgen mangtlnbtt 
ftSrojefcfäfteglrit.) 

BeUagtet batit gtgen rin ihn jut 3aftlnng brturttiltnbt* 
Urteil bt* 2®. ®ttufung tingtltgt, 9ri btt etften »ünblieftrn 
iittbanblimg bot btm 8trufung*gerufti, bk am 7. Slärj 1906 
ftatlfanb, ftrneftte btt Kläger jut Sfttaefte, fta| in rintt gtgtn 
btn BeUagten anhängigen ®ribaillagefaifte totgen 9tleibigung 
bem Königlieften K®. in 9t. bunt) 9tj(ftlu| bom 30. .vebniai 1905 
ba« Berfabren »egen ®tifte*h:anlftett bt* Benagten ringtfteBt 
»erben fei. ®a* Berufungägerieftt bat barauf ben ämt* 
»tgtn eine Beguiatfttung bt* juftänbigen Rteilarjtt» übet bit 
Stage angtetbnrt, ob unb fett toemn bet Betagte fieft in 
ttntm nicht tt»a Hoft feiner ’/ialttr naeft betilbetgebenbtn 3“‘ 
flanbe franlftaftrr Slbnmg btt Stiftrtiittigfrit befmbrt, »tilget 
bit ftrie ffltBtn*btflimmung au*feftlirftt. Der TOebijinalrat 
Dr. ®. gab hierauf naeft ftetfänluftet 9eobaettung bt* ®tnagltn 
ba* in bet münbliebtn 9erbanb!ung eibltrift beftütigte ®utaebien 
fcaftin ab, ba| btt 9tüagk fowoftl am 33. gtbtuat 1904, a!« 
bem lagt bet SlagjufttBung, al« aueft jut 3eit bet Unitt. 
iuebung buteft btn Saeftbttftänbigfn gtiflethan! im ©time bt« 
9®9. geWtftn fei unb baft e* naeft btt Blähet btt Rtanfftrit 
— ben »tieftet bk nttbdftn 3 f nttaIorgane angtgtifftn feien — 
ftbtt fri, baft bk ®rifit*ttanlftrit fettbaune. 5Da* ®trufung«. 
gerieftt bai bittauf ba« Urteil bt* S®. aufgehoben unb bit 


Klage nxgtn SRangel* btt ®tojtfrfäftig!eii bt* 9eHagitn ab- 
gtttkftn. fDa* S®. btflittigl: (S* ift jwat riefttig, ba§ btt 
IV. 36. bt* S®. in btn Bntftftribungen bom 4. 3“I> 1898 
(3®. 98, 501*) unb 34. Sftml 1899 Qffi. 99, 365 *) bit 
Steiften einet griftt*ltanftn Klägerin al* nieftl ringelegi et- 
aefttet ftat, naeftbem in beiben Sötten in btt ®eiufung»inftanj 
bk ®tiftt«ltan!ftttt btt Klägerin unb ®etufung*Uägetin aueft 
(eben füt bit 3«* Stftebung btt Klagt feftgtfkttt unb 
bataufftin bk Klage abgtwitftn »otbtn »at. Itt IV. 3®. 
bat aber bit retfttlufte Suffaffung, leeltfte btn beiben etleäftnitn 
Urteilen jugnmbe lag, nieftt aufteefttetbalkn, fonbetn ftat in 
bet Saefte ©eftulfte »ibet ©eftulftt IV 349)04 - Urt. bom 
1 . Itj. 04 — bk Stbifton btt griftebltanltn Klägerin, »tiefte 
j»at in I. Snftanj, bagtgtn nieftt in btt 9etufung*inflanj in 
gtfeftlieftet fflrife btrtittm nwt, beaeftttt, aber auf Stunb bt« 
§ 561 St. 5 8®C. ba* Urteil be* 9etufung*gerieftt* auf. 
geftobtn unb bit Saiftt jut anberibttttn 9trftanblung unb Sni. 
fefttibung an ba* 9ttufung*gerieftt jurtttfbetttieftn. gm bot. 
Ikgenbtn S«tt Ikgt bk 6oefte nun fo, baf) bet 9eUagte, gtgtn 
beffen ftftojtftfäftiglrit in btt I. Jnflanj Irin Bebenten etftoben 
»otben »at, gegen bk ffintfefttibung be« 8®., bit iftm jut 
3aHung bon 1600 M ntbft 5 Btojtnt 3f"f'» ft« bem 
1. *ug. 03 beturtrilt ftatit, ba« Seefttemitkl btt Bttufung 
eingelegt batte unb oft in btt ®etufung«inftanj jut Sfttaefte 
tarn unb feftgeftettt »urbe, bafi bet Beflagte griftt*ftanl ift 
unb bettit* jut 3eit btt ftlagetftebung geifk*tian! gemefeti 
»at. ®« mangelte ibm fomit bk gemöft § 56 3?® bon 
Smt» »tgtn ju betüdftefttigenbe Wgenfeftaft bet ®tejeftfäftigtrit, 
unb bemgtmäft batte eine teefttlieft »irtfame JUagetfttbung 
nieftt flattgefunbcn. Bei bkfet Saeftlage ift bk ttietfeftcibung 
be* ®enifung«gerieftt*, baft ba« lanbgeriefttliefte Urteil aufju. 
heben unb bie Klage »egen fSangtl* btt ®tejeftfäftiglett be* 
Beüagten — fo, Wie fk angtbraeftt ift — abjutoeifen fei, 
teefttlieft nieftt ju heanftanbtn. Solange bet SDlangel bet 
Btejeftföftiglttt nieftt buteft reeftttlräftige* Urteil feftgefteBt ift, 
tonn bet auf btn Samen be« ®tojeftunfäftigm geführte Seiftl«. 
ftrtii aueft buteft f'anblungen be* in fflkUieftleit ikojeft unfähigen 
unb feine* ®rojeftbebottmäifttigten tneiletgtfüftrt »erben. Die 
in S®. 18, 383 unb 39, 408 betüffenilkftkn Urteile be* 
VI. unb 11. 3®., fotuie ba* m 3®. 00, 750» berisffent. 
liebte Urteil be» VH. 3®- geben bon betfelften ®tunb- 
anfeftautmg au*, unb bitft liegt aueft bem obtnetledbnten Urttil 
bt« IV. 3 ®- »° m 1- Skgembtt 04 jugtunbt. Itmnad) 
»at bk Stbifton bt* Kfägtt«, eftne baft c» rintt (Seit, 
fefttibung btt btteinigten 3®- btbütfen »Btbt, al* unfttgtünbtt 
tutürijuterifen. ®. c. 8 , U. b. 14. Itj. 07, 141/07 I. — 
Berlin. 

». §§ 233, 234, 236. 3®0. Sut bie unbetfeftulbete 
Unfenntnt« bon btt nnletlafftnen Beglaubigung bet letmin*. 
btftimmung auf btt 9ttufung*feftrift fetten* be* Ökiechtf ■ 
boBjuftet« ift rin unab»ri«batet 3 u f«B l 

3»«I* Sinlegung btt Bttufung gtgtn ba* fiftinftemjliiie 
am 24. Januar 1906 jugtfteBte Urteil, buteft ba« bk Klage 
abgemiefen unb bet SBtbetfiage ftattgegeben »orbtn »at, trieftte 
bk Klägctin am 30. Sebtuat 1906 bei bem ©erefttÄfeftinbei 
be* 08®. Bteilau eine bom 19. tlebruat 1906 batierte 
Btiufung*fifttift nebft bet erfetbetheften beglaubigten Sbftftnft 

10 



7* 


3«riflifd)C Sfodjenfehrtft. 


OH 3. 1908. 


jur Sertmnlbeptmmung unb Bermittlung bn j)»fttEung ein. 

Abphrip Würbe bem Betagten am 26. Jebruar 1906 
jugefient, jebotb War bit barauf bom ©ericbtlfcbrtibrt über- 
tragene Zermin<be|Kmmung »am ®eriebi*»oiljteber nicht be- 
glaubigt Worbe«. 3« bet BerufunglbeantWortung Würbe bit* 
bei Klägerin no<b msbt mitgeteilt, beim biefet Stbripfag 
enthielt nur ben gebrudten jormutarmäfeigen cbentuellen 
Antrag, bafe, Wenn bie llnguläfftgteit bei Stebistnittei« fnb 
ergeben Sollte, bie Berufung al* unjuläfpg bertoorfen Werben 
mögt. Bagegen bemerlte bet Bellagte in ber bem Brogefe- 
beboHmäehtigten bet Klägerin am 3. 3Rai 1906 jugepeüten, 
nur bier Setten umfaffenben SrWiberung auf bie Berufung*- 
reihtferiigung unter f)!r. II auf S. 3, in bei am 
26. gebtuar 1906 bind? Vermittlung be* ®enefet*f<brubn* 
bem SiojefebeboUmächtigten bei Bedagttn jugefteHten be- 
glaubigten Abfcbrtp ber 8nufung*|<hrip fei bie Snrninlnote 
nicht beglaubigt. Sabel War bei 3“fa( beigefügt („Stilb*- 
geridjtientfcbeibungen in 3“t. 2Üo<benfcbr. pro 1901 Seite 29"). 
Unter ben auf btt erften Seite bepnbfitben Anträgen war affet- 
bing* nicht auch ein folchtr enthalten, belmegen bie Berufung al* 
unguläffig ju bertberfen, fonbem biefe Anträge gingen nur bahin: 
b) bie Berufung gurüdguWtiftn, b) auf bit eingelegte Snfblufe- 
btrufung in nähet angegebener ®eife gu erlermen. Ser 
Btogefebeboümäehtigte bei Klägerin hielt. Wegen biefe* Anträge* 
ben übrigen Inhalt bt» Scfenpfafee* für unberfängfüh, 
nahm bähet bon if?m jrfet nach leine ßmfccht fonbem fanbte ba* 
Schtiftftüd ohne Weitert* jur Jnfoematianäerteilung an bie 
Klägerin. Ser Sejement für biefe Angelegenheit, btt jWeite 
Bürgcrmeiflet, erlangte erft am 20. fflai 1906 bon bem Jnbalt 
be* Schtiftftüd* Renntnil, ba ihm biefe* erft an biefem Sag* 
borgelegt Würbe. ®tp am 28. ®ai 1906 Würbe nach feiner 
eibe*ffattliehen Seipcbetung bem VtojthbeboBmächtigten bet 
Klägerin bet Stängel betannl. Sr legte fobann in einem bom 
30. 3Rai 1906 batierten, bem Beltagten am 1. Juni 1906 
jugefleHten Schriftfag bon neuem Berufung ein unb beantragte 
jugleich in biefem SthriftfaJ SStebnemjefung in ben borigen 
Stanb gegen bie Serfäumung ber Bnufunglfrip. 3« ber 
erften münblichen Berhanblung bom 19. Juni 1906 fleUte ber 
BeAagte ben Brinjibalantrag, bie Berufung al* unjuläffig ju 
»etwetfen. Weil bie ffrip be* § 234 Abf. 1 380- nicht trat*- 
gehalten fei Sa* Berufung*gericht erliefe inbeffra unter bem 
19. Juni 1906 ein ^Wifcfeenuneil be* Jnhalt*, bafe bie Klägerin 
gegen bie Berfäumung bei BerufungSfrip in ben boeigen Stanb 
Wtebtr eingefett Werbe. Sutefe ffinbutteel bom 11. Sejemher 
1906 eetaimte bat Betufungtgericht altbami unter Abänbcrung 
be« crfKnflanjIitfem Urteil* gugunftm ber Klägerin. Sa* 
3tbifcfeeRurttiI ift bom Bmifungtriifetet mit folgmbcn <£i» 
Wägungen begrünbet Worben: Sa* Unterbleiben bet Beglaubi- 
gung bei Sermininote bei ber erften Beeufungteinlegung fei 
ein unabwenbbam gufaü unb bet SBiebereinfehungtantrag 
»efetgeitig gepellt; benn ba* bet Wittfamen Secfeitmiiteicinlegung 
entgegenpebenbe $inbemi*, nämlicb bie Untenntni* bon bem 
unwirffamen 3uPeüungbatt, fei niefet fdjon mit bem 3. SEKai 1906, 
an Welchem Sage bem Anwalt bet Klägerin ber auf bm bot- 
begriebneten Stängel ^intoeifenbe Schcipfafe bei Beitagten 
jugegangen fei. fonbem erp am 20. bjw. 28. fflai 1906 be- 
hoben, ba erft an biefen Sagen nach ben abgegebenen cibe»= 


Palilichen Berpcbcrungcn bei betreffenben Verfemen ba* gut 
Bertretung ber Klägerin berufene SBiUenlotgan unb ibt Brogefe- 
beboümächtigtec bon bem 3up*Qungtmangel Kennlni* erbaltcn 
hätten unb nach § 334 Abf. 1 SBC. bie gnP für ben Antrag 
auf ffltebereinpfeung in ben bongen Stanb erft mit bem Sagt 
beginne, cm Welchem ba* §inbtmi* iatfächlich behoben fei. 
Scefe Auffaffung be* Betufunglriefeter* lann nicht geteilt Werben. 
Sie §§233, 234 unb 236 3BO- gehören gufammm. §233 
bcftimml, bafe einer Bartet, Welche burch unabwenbbatt Sufäle 
btrhinbert Woiben ip, eint SotptP einguhalten, auf Antrag 
bie SBitbereinfrfeung in ben bocigra Stanb gu erteilen ip. Bach 
§ 234 mufe biefet Antrag innerhalb einet gwtiwöchigrn Jnfi 
gefteUt Werben, !wl<h* mit bem Sage begiunl, an bem ba* 
§iitbcmit behoben ip unb § 236 [cheeibt bot, bafe in bem ben 
Antrag auf SBiebeteinfefeung mtfealtenben Sebnfifafe bie »er- 
fäurnft B'ogefebanblung nacfegubolcn ip. 3m gegenwärtigen 
gaHt Würbe bie Klägerin an ber te^Mtoitlfamen Jnntbaltung 
btt BerufungifriP babuteh gehinbtrt, bafe bit 3uficHung bn 
Bnufungifchrift burefe Beimitüung bet ®cncht*fcbttibtt* et- 
folgte unb bafe au* biefem ©runbe bn Klägerin unb ihrem 
BeogcfebeboOmächiigten ohne ihr Betphulben innerhalb bn Be- 
(upmgtfeift unbelannl blieb, bafe bie Beglaubigung bn Sennin*- 
bepimmung auf bet bem BeUagtcn gugepelten Abphrip bn 
Bnufungtfchtip bon bem SeritfettboOgirfen uiitcrinffcn worbtn 
War. Safe in folifeem SaDc rin unabwenbbam SufaQ im 
Sinne be* § 233 3BC- boeliegl, ip bon ben Ba3S. 
be* B®. aneefannt Worben. (B®. 48, 409.) Sa* 
§inbtrm* ber rccfeMwirtfamen 3 u P'H“ng bn Berufung*- 
phrip bom 19. e bruar 1906 befeemb b !tTn3£ b nicht, wie bet 
8erufung*ti<hter annimmt, in bn biofeen Unlrtmmi* bn 
Klägerin unb iferti Brogefebeoollmächtigten bon jenem 3upellung«- 
mangel, fonbem in ihrer unberfchulbcten Uidmntni* biefe* 
biefe» fflangel*; benn eint Unletmlnt», bie »erfchulbtt iP, Pellt 
leinen unabmenbbartn Su'all bar. Sichtig ip bie Anftcbt bt* 
Berupmgtrichter*, bafe bit Jrtfi be» § 234 3BC. mit bem 
Sage beginnt, an Welchem ba* Qtnbcrni* tatfäehlich gehoben 
ip; ba* ®efcfe befagt bie* tlar unb bcutlich. Allein ungu- 
teeffenb ip bie Folgerung be» Bnufungirichter», bafe beifealb 
im borttegenben ffafle ba* einn ttebUtoirlfamen Betufungi- 
cmlegung entgegenpebenbe §mbemi» erft in bem .fciibtinlt 
tatfäehlich gehoben Wotbtn fei, al* ba* gut Bertretung bn 
Klägntn berufene äSiüenlorgan bgw. ihr Btogefebebottmächiigtcr 
tatjächlüh bon bem gerügten 3upeQung»mangei Kenninii er- 
hielten. Sie feeb barau», bafe b<*< bn unabwtnbbare 3ufaS in 
bn unberfchulbcten Unlenntni« bn Klägerin bgw. ihre* 
Anwalt» befiehl ohne Weitnc* ergibt, war bat §inbcmi* in 
SöttHtcblcii latfäcbUcb in bem Seiit-unti gehoben, in welchem 
bie Untenntni* bet Klägerin begw. ihre* Anwalt* 
aufhöete unoerfchulbct gu fein. Bun mag »ielltiiht an- 
gunchmen fein, bafe biefet .fcupmill nicht fchon am 3. Stai 1906 
eintrat, b. i. an bem Sage, an Welchem bem B'ogefebeboB- 
mächtigten ber Klägerin bn auf ben obenbrgeichncttn 3 U ‘ 
PeEung*mangcI faumicifmbi Schriftfafe bei BeUagtcn gugtng; 
benn e* mufe auch bei Beurteilung Solcher fragen ben Sehen*- 
bcibältniffen Bechnung getragen werbm unb e* tami be*balb 
nicht al* ein unter äDtn UmPäuben Schlechthin erfüllbare* ®r- 
fotbemi» aufßefteUc werben, bafe ein bephäpigter Anwalt alle 



37. fta&tflonfl. Snriftififit SBodienfe&rift. 75 


ringe bcitben Etbnjtftudr fofort om 2age bet (Eingänge! #oß« 
ßänbtg buribliefl SBenn btt Anwalt btt Klägerin trfi ringt 
logt na<b bem 3. ®<ri 1906 bon btm 3nbalt bet gegnetifib<n 
Sdmftfaljtt boBftänbig Sinfiibt gcmmtmtn unb innerhalb 
gwein ®otben nach btt bietburib «folgten ÄmntniJnafrait bet 
Aufteüungämangelt bi* fflitbnrinfibung in btn nötigen Stanb 
btanttag! unb bit Berufungseinlegung wiebabolt bäte, fo bitte 
habet bit gtage ettoogm tonben löraten, ob ni<bt bene Anträge 
ßattgugeben fei 3t Hein in bieftt Seife b«t btt Anwalt b« 
Rlägerin ßeb niebt B«bälten, fonbent « bat nut bon btm Am 
itage in bem ibm am 3. 3J!ai 1906 mgeßeBten gegangen 
Sbbtiftfab Renntnil genommen nnb bann biefen ©ebtiftfag 
ebne bon feinem toeitettn fjnbalt 8mß$t gu nehmen, altbalb 
bn Rlägerin gut Snfettiurtiontttteilung übrrfanbt. 8 I foB nun 
nilbt betfannt Werben, baß bem Anwalt bet Rlägerin füt bieje* 
B«baltm geloiffe Sntfebulbigungggtflnbe gut Seite ßebett. St 
butfte et alt nabtiiegrnb bettaebten, baß, Wenn b« AußeBung 
b« Sttufunglfibrift SRängel anbafteten, b« Anwalt bet 
®egntrl biefe TOängel [ofott in bet Berufungtbeantwortung 
angab ; bot aBtm ift et ab« «llätiiib nnb begreifliib, baß « 
aimabm, b« Anwalt bet Beflagtm werbt, wenn fotmeBe 
Mängel b« Aufteilung ootbanben feien, ben babutib notWenbig 
gebotenen Antrag fieBen, bi* Berufung alt unguläffig gu b«= 
werfen, unb et iß befremblieb, baß bn Anwalt bet Setlagten 
et untnlaffen bat, biefe Cbiiegenbeit gu erfüllen. ABtm amb, 
wenn man biefet aBet berftiffubtigt unb totem auib, — wo« 
tüb« biet niebt gn entfebeiben iß — anjunebmen W4te, baß 
bem Anwalt b« Riägttin niebt ein grobet Seif ul ben 
fonbent mit ein leiebtet, bitUeiebt fogat mit ein teebt 
leiebtet Berjebtn jut Saft fiele, fo lann biet boeb niebt 
gu ba grftfteüung führen, ei fei ein unabwenbbatet 3 u faB 
getoefen, baß bn Anwalt btt Riägttin niebt attbalb naeb bem 
3. SKai 1906 eon bem an biefrm lagt ibm gugegangenrn 
Sebttftfab bet 'Beilegten ooBflänbig Siniibt genommen unb 
babn bamalt (eine Reimtnit von bem gerügten AußtBungt« 
mangcl «langt bat. 3Het lann um fo Wenig« gcf<brb<n, alt 
et fteb b“* niebt um einen bogenttieben Sebriftfäß banbeite, 
bn naeb bene an bi* ©Bißt gefleBten Anträge unb ben Beginn 
fein« Aufführungen nut iaiblüben Ifntalt gu haben festen, 
fonbetn »ielmebt nur um einen Biet Setten umfafjenben Sißnit» 
lag, b« leieht butebgulefen war. $a bietnaeb gu bet A>it, alt 
b« Antrag auf Sitbertmftbung in ben nötigen ®tanb bei 
bem ®«ichttf(breiber erngfindjt (30. 3Rai 1906) unb bem 93« 
llagten gugefieBt Würbe, (1. Juni 1906) bie gweiwbebifle gttfl 
b*t § 334 Äbf. 1 A?C" jebenfaD* abgrlaufen mat, au<b 
wenn man bi* bem Anwalt bn Rlägerin gut ooEftänbigen 
Rmntnitnnhme bet gegnnifeben Sibrißßüdct gu betoiBigenbe 
Ifnft teitblieb, nämlieb auf aibt Jage bemifst, fo muhte unter 
Aufhebung bn 93etufungfcntf(btibung (bet Snbutteilt nebft 
bet Abuftbenutteili) b« Antrag b« Klägerin auf ffiitbn« 
rinfrßung in ben nötigen 6tanb gegen bie Strfäuimmg bn 
Benefungtfriß gurüdgewiefen unb bie Berufung b« Rlägerin 
gegtn bat rtfhnßangiübt Urteil alt nnguläffig netWotftn 
werben. StB. c. »., U. B. 3. Dej 07, 60,07 VII. — 
Bretlau. 

IO. § 386 ABC- BeeWertung Bon ,-feugen» unb Sadft- 
weftänbigenautfagen aut einem anberen fjrogeh im üüege bet 


Urfunbenbeweiftt nicht guläffig. Wenn erneute Snnebmung be< 
antragt iß.] 

2Rii Seiht bat bat Benifungtgeriibt angenommen, bah bit 
Bertoenbung ber in einem anbnen Bregeß abgegebenen Aut> 
fagtn bon Aeugen unb €a<hMtftäitbigtn im ®ege betUetunben« 
beweifet all einer SrtenntnitqueEe für bie Sntfebeibung gu» 
läfftg ift (Bgl. iS®. 46 S. 4 10 ff., 413; 38,411; 15, 335 
unb 6. 343, 343). Sin ifiroitft b« fflegmpattet gegen bie 
an fi<b guiäfüge Betoeitantretung iß bebeutungtlot (Bgl. ft®. 
46, 414). Anb«t liegt bie Saiße, wenn bie Segen Bartei bit 
Bemebmung bn im BotBrogeß Brmommcnrn Aeugen ob« 
Säebbctßänbigen beantragt. ftadj bn ßänbigm ßteibtfBreehung 
bet S®. iß bie StrWertung ber in einem anberen Brote?. n« 
ßalteten Aatfagen bnn Aeugen unb Säebbctßänbigen alt 
UrfunbenbeWeit auf Antrag ber bewert ü ft iibtigcn Partei nur 
unter b« Botautfrhmtg guläffig, bah Bonber®egcnBartei 
ein Antrag auf Bernebmung b« Beugen reicht geßeBt worben 
ift. (Bgl. Urteile bei ft«. in 3®. 03. 588; 00, 292>; 
97, 168 unb 343*; ft®. 46 S. 412-414; ®iu<bot*< 
Btitt. 40, 1138 ; 85 ®. 1188, 1189.) 3m borliegenben 
Seibttftreit bat ab« b« Beilegte einen Antrag auf noibmalige 
Bttnebmung b« im SorBrogeh Bcmomnteuen Beugen unb 6a<b« 
ttetßönbigen niebt geßeBt. 6$. c. 91., U. B. 17. ®*g. 07, 
197/07 III. — Berlin. 

II. § 287 3?®- finbet in (tetignunglbrogeffen (eint 
Anwenbung, alfo auib fein Sebäfungteib ] 

$« Rlägn War früh« Sigmtüm« einet in $. in b« 
AIlr«€ltaße btltgenrn, mit einem 2Bt>bn häufe unb einem Bad« 
häufe bebauten Seunbßüdf, auf bem a bit Bädetti betrieb. 
Auf ben Antrag bn btflagten Stabtgemetnbe Würbe gut S«« 
breitrrung ber Alie.Sttaße unb gur ßleuahlegung b« Brüden« 
fltahe biet ®nmbßfld gu brei Binteln enteignet gür bte ent« 
eignete ©rtmbßätbe Würbe Bon bn Snteignungtbebürbe eine 
Sntfibäbigung Bon 10 500 51 für bat Ar, für bie barauf 
ßebenben 8auli<h(eüen eine fol<be Bon 10 000 M feßgtftjt, 
unb bie Betlagte für fwreibtigt erflärt, ben fteft bet ®mnb> 
ßüdt gtgen eine Sntfibäbigung bon 10 500 51 für bat Ar gu 
übernehmen. Bon biefet Befugnil machte bie 99eKagte (Be brau dl. 
SDie ®efamtmtf(bäbigung für bat gange 156 ar große ®cunb> 
ßüd Würbe bemgemah auf 28 880 M feßgefeßt unb Bon b« 
hSeUagten hinterlegt. HHu ber Rlage Berlangt b« Rlägra eine 
Sntfibäbigung 1. für btn Bobenwert n«b bem Sähe Bon 
14 500 bit 15 000 M für bat Ar, 2. für btn (StbänbeWcrt Oon 
minbtßen! 15 000 M unb 3. für ben gefebäftli^en Bnlnß 
infolge b« Sntgiebung bet Bädereigefibäftt Bon 84 000 M. 
Die Bellagte bat bie Abtoeifung b« Rlage beantragt Der erßr 
ftidgt« bat für bie Skuitbßacbe ben Betrag Bon 12 000 M 
für bat Ar, für bie ®ebäubr ben Betrag Bon 10 000 M unb 
für Sefibüftlontuße unb bind) bit Snteigmmg »erurfaditt 
fonßige Unbegutmlidlltittn ben Betrag Bon 10 000 M all tint 
angemrffene Sntfibäbigung nadttet unb betbalb brm Rlägn 
einen weitrrm Sntfebäbigungtbetrag Bon 12 340 M gugefBrotben. 
Stibe Parteien haben Betußmg eingelegt. ®ie Berufungen 
ßnb gurüdgewiefen. Dal 91®. hob auf fttBißon bet Rlägcrt auf: 
Tkr Streit bet Parteien bat för bie jeßigt 3”ß“"g nur bit 
ffrage gum Segcnßanb, lote h p< b bet infolge ber Sntcignung 
für btn Rläger eingeirttene SkfdgäßlBerluß gu Onanfebtagen 

10 * 



76 


Quriftifcfje SB-oc^cnfc^rtf t. 


3 . 1908 . 


fei Der Brrufung*ruhter beregnet ben bom Älägrr in feinem 
neu ermotbenen $oufc für ben ©efchäfttbetrieb gegen früher 
aufjutoenbenben 9Ji ehr betrag auf jährlich 700 M, rna« ju 
4 b. §. lapitaliftert eine einmalige ©itfchäbtgung bon 17 500 M, 
im gartjen alfo eine folcpe bon 46 500 M ergeben mürbe. Der 
Bcrufung*richtfr ertoägt aber, bafe ber Äläger jept fein ®e* 
fchäft tn einem »oßftänbig neuen §aufe mit berbeffetten Be* 
tricWeinrichtungen betreibt, toabrenb et bor ber Enteignung bie 
Bäcfetei in einem alten, au* gachtoetf errichteten unb barum 
ber Slbnufcung in erheblichem 3Äa%e unterliegenben §aufe au*» 
übte, bafc ferner bie ^öfteren für bie Ermittlung ber Stuf* 
menbungtn jum ©merbe beb Erfa^grunbftütf« unlieber feien 
unb bie S<häpung eine f^mietige fei. $ierau* nimmt ber 
©erufungfrichter Slnlafc, ben Schaben be« Äläger« au* ber 
Enteignung gem&fe § 287 3^0- unter ©ürbigung aßer 
Umftänbe nach freiem Ermeffen ju fchäpen, unb et gelangt 
babei ju bem Ergebni«, bah ber Äläger mit ber in ber I. $nflanj 
fejtgcfepten ®nteignung*entfchäbtgung t>on 26 880 M unb 
12 340 M gleich 38 720 M »ofl entfehäbtgt fei 3Rit Stecht 
rügt bie IRcbifum, ba& herbei bet § 287 3B0. burd? ®n* 
menbung unb ber § 286 baf. butch Stichtanmenbung bericht 
fei Die trüber fchmanfenbe Stechtfprecpung bat fich fett längeren 
labten babin fejlgefteflt, ba% e« fich bei ber ©eltenbrnacbung 
unb 3*flfebung ber 6ntetgnung«entfcbäbigung nicht um einen 
Schabenberfapanfpruch im Sinne be« § 287 panbelt, 
fonbetn um bie Etmittlung unb ben Erfafj be« ©erte* be* 
enteignet en ©runbftücf« unter Berücfftchtigung bet hn Snt-- 
cignung«gefeb für bie ©ertermittlung aufgefteßten ©runbfäbc 
(SR@. 12, 402 ff.; 3©. 95, 53 1 •*, too bie biefen ©unft 
betreffenbe Siechtfprechung fchon al* eint feftftebenbe bezeichnet 
toirb). Sin biefer Suffaffung hat in*befonbere ber erfermenbe 
'Senat bi* in bie neuefit 3«ü fiänbig feftgebalten. ©ne 21b= 
meiebung t)\*rton moßte au<b ba« bon ber Ste»ifion*bctIagten 
angeführte Urteil biefe« Senat« bom 80. Oftober 1903 (VII. 
245/03) nicht au*fpre<hen. 3« bem biefer ©ttfeheibung ju* 
grunbe Uegenben Btojefc mar bie ?frage, ob bei Enteignung«* 
entfehäbigungen brr § 287 ober ber § 286 3BC anjumenben 
fei, ni<bt fheitig gtmefen unb e« ifi beäbalb au* bem im Urteile 
enthaltenen gelegentlichen #inmei* auf ben § 287 für bic 
Beantmortung jener fjrage nicht* ©efentliche* ju entnehmen. 
Someit etma eine Slbmeitbung bon ber feftfiebenben Siecht' 
fprechung al« borliegenb angefebnt merben fönnte, mirb fte bom 
erfennenben Senat nicht aufrecbterbalien. Da* Berufung«* 
urteil mar hiernach auf juhebeit unb bie Sach« an ben Berufung«* 
riebtrr jurücfju»ertoetfen, um auf ©runb be* § 286 3BD., 
erforbcrlubcnfaß* unter 3u*«hu«9 bon Sach»erftönbigen, zu 
prüfen, ob unb inmiemeit bie bem Äläger für feinen ©efchäft«* 
betrieb jept gegen früher obliegenben Dtehraufmenbungen ihren 
3lu«ßleüb barin finben, bafe ber Äläger im neuen §aute im 
©«gleich jur 3^t bor ber Enteignung fein ©efebäft unter 
gängigeren Bebingungen betreibt, bic eine erhöhte Ertrag«* 
fähigfeit be« ©efebäft« mit ft<h bringen. 3 n ber Berücfftchti* 
gung biefer Botteile lann bie bon ber Stebifion behauptete 
Berlepung be* § 10 Stbf. 2 be* Enteigmmgägcfebe* nicht 
gefunben merben; fie fteßen nicht eine ©erterhöhuns bar, bie 
ba* enteignete ©runbftücf infolge ber neuen Anlage erhalten 
hat, beren Jpetftellung bie Enteignung biente, fonoem einen 


©eminn, ben fich ber Äläger mittel« Stcuertoetb* eine* anberen 
©runbftücf« berfchafft hat E* ift felbftberftönblich, bah er ben 
für biefe Borteile aufgetoenbeten ©egenmett, ber mit ber Ent* 
eigmmg nicht« ju tun hat, nicht ber Beflagten in Rechnung 
fteßen barf. Sticht gerechtfertigt ift fernet ba« Berlangen be« 
Äläger«, jum S<bä$ung*ecb berftattet j|u merben, benn btefet 
©b ift nur hn gafle be« § 287 3^0- JitlÄfftg. Ä. c. 

U. b. 10. De*. 07, 126/07 VII. — $amm. 

12 . §§ 445, 451, 459 3BD. ©be«jufehiebung. 
Begriff ber „Dat fache", über mclche bie Eibe*jufchiebung >u* 
läfjtg ift. ©flicht bee Stichler«, auf Darfteflung unb Ergänzung 
einer Etbe*jufchiebung binjutoirffn.] 

SJtii Stecht befchmert ftch bie Stebifion barüber, bah 
Äläger bie bon ihm unternommene Bemei«fühnmg abgefchnitten 
morben fei. Stach bem Datbeftanbe be« Berufimg*urttil« h«t 
ber Äläger ben Beflagten barüber ben ©b »ugefepoben, „bah 
ihr ©rblaffer »om Inhalte beiber ©riefe al*balb nach ibrem 
Eingänge Äenntni* erlangt unb fte nach ihrer mefentlichen Be* 
beutung üerftanben habe ober bon feinem Sobne htetfiber 
unterrichtet morben fei". SSetm nun ba« Berufungegericbt 
meint, bah ber Eib biet lebiglich über ein reine« Urteil 
jugefchoben fei, fo trifft ba* feine*m«g* unbebingt ju. ÄI* 
Xatfachen im Sinne be« § 445 3$0. ftnb, tote ba« Be« 
rufung*geii«ht fdbft anführt, auch bie fogenannien inneren 
latfachen anj,ujehen, alfo Seelenborg&nge mie ba« Süiffen ober 
bie Überzeugung, ein ©oßen ober eine beftimmte Slbficht. 
Dahin mürbe an fich auch ba* Berftänbni* ber Bebeutung 
einer münblichen ober fchriftlichen SRitteilung gehören, — ba* 
©iffen ober ßrtennen, bah bie gefprwhenen ober gefchticbencn 
©orte befiunmle äuhere ober innere Datfachen $um 3lu*brucf 
bringen. Der Umftanb, bah ba* ©erfleh™ bureb Schluh* 
folgernngen Ocnniilelt mirb, fchlieht e« »cm bem Begriffe 
ber I’atfache noch nic^it au«; auch fon^ entfleht ein Datfachen* 
urteil regelmähig burth S<hluhfolgerung, bie freilich halb ein* 
fach, halb mehr ober toeniger »rrtoicfelt ift. (Bgl. ©oupp* 
Stein 3B0. zu § 282 3 . II. 1., § 445 3 I.) Da* Über* 
Zeugtfein ober Siidjtübctzeugtfein fobann, über melche« bi« 
betlagten Erben nach § 459 Slbf. 3 3^0. ben Eib ju leijten 
batten, lann ni^it noch befonber* al« ein „Urteil" in Betracht 
fotmnen. ©äre ba«, morüber ber im Saufe be« 
oeiftorbcnc Bellagte felbft im gegebenen ffafle |u fchmören 
gehabt hÄtt*, eine Datfachc im Sinne be« § 445 3$&* fo 
haben feine jept beflagten Ste<ht*natbfolger ben ©b al« Über* 
Zcugung«eib ju leiften, obfehon ihnen babei ber ©efehc«»orfchrtft 
(§ 4 59 c.) zufolge noch eine meiiere ©ebanlrnoperation juge* 
mutet mirb. Unb e« märe in biefem gaße auch nicht, mit 
bet Btrufung*richter anjunehmen fchernt, »on bem Äläger bte 
ätngabe »on Erlenntntfqueßcn, mie »on ^>anblungen ober 
^ufsenrngen be« ©blaffer«, au« benen bie fchtourpflichtigen 
©ben mittel* Byfang unb Erfunbigung «ne Überzeugung 
getoinnen föimten, zu »erlangen. Stun mürbe freilich ber ©b 
in ber ©cife, mie er ht« ben Beflagten jugefchoben ift, biefen 
nicht ungeänberi auferlegt merben lönnen; — er hätte in 
folcher §otm auch bem »erftorbenen Beflagten nicht angefonnen 
merben bürfen. Denn ba* Bcrflänbni* ber fraglichen SRit* 
teilungen „nach 'örei mefentlichen Bebeutung" fteßt aßerbtng* 
nicht ein e einfache Xatfache bar, »iclmcbr mürbe hierbei »on 



37. §a(jtgang. fburfftiftge ©ccfienftfittft. 77 


bem ©äjtoUTbfl'.cfct'.qm <m Urteil darüber rrfeubert, weltge bet 
mitgrteiltrn Zatfatgen in fjunfügt auf bie Begrünbung b ti 
Rlaganfwutg« toeftntlug, rtd?ttirf> rrgtblitg feien, unb bafi bie 
baju nätigm jtmfltftgm ober (onftigrn Säge unb Begriffe ben 
Sigwutpflitgtigen belannt unb geläufig feien, toat gier niegt 
eorau*jufegtn. SIBtin bat au« ergab fug bod) nitgt, bag bie 
©be*guftgiebung ogne weitere* al* unjuläffig jtttüdjuweifen 
fei. fonbern junätgft mir bie Blotmrabigfrit einer Blufiöfung 
beb ®ibt*tbemn* in feine rein talfäiglitgcn Slemente. Sage 
beb Berufungigeritgt« märe eb getreten, jum 3®'* btr 9lor» 
mitrung eineb ©beb übet befüntmtc Zatfatgen (380. § 451) 
auf RlarfltButig unb grgängung ber eibe*ju|tgiebuitg mit 
Sfidfitgt auf igre tonhele talfäigUige ©nmblage ginjuwirfen. 
e. e. U. b. 19. Zrj. 07, 150/07 VI. - BraunftgWeig. 

1#. § 554 8?®. 9te#ifion»begtünbung*jtoang für feben 
ewjelntn fetbftänbigen änfprutg.J 

Kläger trat bib ju feinem am 13. De). 1893 erbffneten 
Ronhtrfe BRitglieb beb bellagten Strem*. Ziefer gai int 
Kontur* eine fforbrrung »on 1 728,42 M angemelbet, tätige 
»am Ronhirioertoaltcr in £ög« bim 1 707,67 M anertaimt 
unb in biefem Betrage gut ZabeSe feflgefleBt Worben ift. 
Zaraul gat bet Bellagte eine flonlutbbioibenbe bon 134 M 
rr galten. *uf ®runb OoBftredbartt Äubfettigung über btn 
ZobeBeneintrag gat btr ©eflagte int Sagte 1898 3®Kngb* 
berwaltung unb 3 m ' n '8«» t 'fl t :Rrrung eineb ffltunbflüd« beb 
Klaget« betrieben unb babti 408,08 M trläfi. Kläger be. 
gauptet, bag auf feine 6<gu!b an ben Bellagten, Belegt für 
©ibe 1908 im Sott einett Betrag bon sufantmen 18 488,80 M 
#auptgelb erreitgt gäbe, nitgt mir bie igm barauf gut« 
getriebenen Sofien bon jufammrn 13 288,80 M begabt! 
worben feien, fonbem bag barauf im Sagte 1892 teil« bon 
igm felbft, teilb bon britten für ign notg Weitert, bn etnjelnen 
angegebene 3aglungen gematgt worben feien, fo bag int 
Srgebnib eine Ubetjaglung im Setrage bon 3081,85 M 
ftaltgefunben gabt. Kläger matgt geltenb, bag er im Prüfung** 
termine ber Snmelbung be* Bellagten auäbxüdlttg wiber* 
fbrotgtn gabt, unb ifi bet Snfttgt, bag giernatg bet SeBagte 
bung ben ©nbfang foWogl ber Konfurtbitiibtnbe unb be* 
gridfe* aui bet ®iunbftüd»jWtmg«boBftredung aM autg ber 
Ubetjaglung ogne ®tunb bereitgert fei. Suf $erau*gabe 
bieftt Bereitgerung in £Sge bon 3 523,93 M farnt 4 Srojent 
3infen feit ber KlagjufteBung ift er gegen ben Sellagten 
tlagbar 'geworben. Zurtg bas lanbgcritgtlttge Urteil ifl bie 
Rtoge (oftenpfüigtig abgewitfen Worben. 3» ber Berufung*! 
utftanj gat Kläger bie Rlagbitte tmbergolt, bie Uberjaglung 
aber mit notg in $äge bon 2 949,85 M geltenb gematgt 
Zurtg ba* Urteil be* CS®. ifl unter Xbänberung be* lanb* 
geriegtlifgen ©lenntniffe* bie Klage unbebingt nur in fotoeit 
jurüdgewiefrn Worben, al* Kläger bie 3ag!ung bon tntgt al* 
600 M farnt 3infeti berlangt gat. 3m übrigen ift bie 8nt. 
ftgribung bon einem brat Kläger in altematiber (form auf* 
erlegten ©b über eine angcblieg im September 1902 bon igm 
unb feiner »ft au betoirite Slbjaglung in $öge bon 600 M ab- 
gängig gematgt Worben: Zie gtebifion mugte alt unjuläffig 
ottworftn Werben, ba btt Beftgwerbegegcnftanb, fotoeit er be* 
rüdfitgtigt Werben tann, mir einen fflert bon 542,08 M 
barfteSt, §§ 546, 566, 535 ber SSO. Zie btmt Kläger 


in I. Snfianj mit jufammen 3 523,93 M nebft 3utfen be* 
anffmugte Summe fegt fi<b jufammen au* >) ben bom 
Sellagten auf ®nmb ber ZabcBenemtragung eingenommenen 
Seträgen: ben Ronfutgbibibenben mit 134 M unb bem 
3wang*boB|iredung*etl6ft mit 408,08 M, alfo = 543,08 M 
unb aut k) bemjenigen Betrage, Weitgen ber Benagte natg 
ben Behauptungen be* Kläger* übet ben Beflanb feinet 
gotberungen ginau* burtg oerftgiebrae 3aglungen ergalten 
gaben foB. 3 n ber Serufungäinftanj ifl barin mit infofrrn 
eine Anbetung eingetreten, al* ber Kläger ben Betrag ber 
Oberjaglungen, galt auf 3 081,85 M, auf 2 949,85 M an» 
gegeben gat Sa* Berufungtgeriigt bat ben Klaganftmitg 
in bejug auf ben unter ■) erwähnten Betrag mit ber Be* 
grünbung abgelegnt, bag mit Siüdfugt auf bie im Kontur* 
erfolgten Jeflfte Bungen ber Slnfprutg auf Südgewägr ratgt 
geretgtfertigt fei. Weil biefer Änfprutg bom Kläger lebiglttg 
barauf geftügt werbe, bag ber Bellagte bie Konfurtbioibenbe 
unb ben OoBftredbarcn ZabeEenauIjug jur Zurtgfügtung ber 
3wang*ooBßredung ju Unretgt ergalten gabt. 3" bejug auf 
ben JUaganffirutg im übrigen Wirb erwogen, bag jwat natg 
bem jur Jlnwenbung ju bringenben SHetgte bei Sätgf. B®8. 
bie 3uriidiotbmtng bet Obtrjaglungen juläffig fein würbe, 
bag aber ber Bewei* biefer SRegrjaglungen nitgt erbratgt fei. 
'Hur für eine 3*gta>( ™t Betragt bon 600 M gat ba* 
Berufungtgeritgt notg bie (Ergebung eine» jurfidgeftgobenen 
©be* für erfotberlitg gegolten. Zer Heotfrontanttag gegt 
nun freilitg allgemein auf Äufgebung bei angefoigtenen Urteil*, 
fowtit jum Hacgteü be* Kläger* erlamtt, unb auf dntftgeibung 
natg ben Uägeriftgen Berufungtanträgen. Küetn begrünbet 
worben ifl biefer Xntrag in bem Segriftfage bom 23. BRär) 07 
nur baburtg, bag eine SteBe au* ben ©itfigeibungtgrünben, 
weltge bie Tlnfetgtung einer jur RonturttabeEc erfolgten ffeft* 
fleBung burtg emfatgen BlatgWei* unritgtigrr Beurtunbung für 
unjuläffig erflärt, al* materieB falftg, unb eine jWeite, worin 
bie Begauptung be* Kläger«, bag et hn Srüfung*!etmin au*> 
btüdlitg ©iberfbrutg etgobtn gab«, für bereit* wiberlegt ertlärt 
Wirb, al* ptojeffual berfeglt angegriffen Wirb, ©iefe ©• 
Wägungen be* Berufungigeritgt* bejiegen fteg nur auf bie 
Begrünbung bet ©rtfigeibung über bie angeblitg ju Unretgt 
eingenommenen Konluribwibenben unb 3® on 9*k < ’0ftrtdung** 
ergebniffe, mit bem übrigen Zeile ber Klagforberung gaben fie 
nitgt* ju tun. Ser Bertreter ber Btekifion war autg nitgt 
imftanbe, natgjuWeifen, bag in biefa Äitgtung bet ©folg bet 
9te»ifion*tügen irgenb Weltgen ©nflug gaben lännte. gttr 
biefen emberen Zeil ber Klagforberung feglt e* bager an etner 
Begrünbung ber Blekifion. Zrog bet eingeitliigen Klagfutmne 
(legen f"g aber brr Änfprutg au« ben angeblitgen Uber- 
jaglungen, Weltgen ba« Berufungigeritgt natg irrebiftbelem 
Setgi für einen Südforbetunglanfpnttg Wegen Stiftung einer 
Blitgtftgulb gält unb bet Xnffmttg auf Büdjaglung be« auf 
®nmb btt angtMifg unriigtigra freflfieBung jur KonhirltabeBe 
©npfangenen al* ftlbgänbige Unfprütge gegenüber, Wobei e* 
Uotliegenb nitgt barauf anlommt, ob nitgt autg ben einjelnen 
Soften unter fäeg bie glritge Selbflänbigleit beijulegrn Wäre. 
Zie Begrünbung ber Btebifion für bie 542,08 M wirtt bager 
mit autg für ben Weiteten Betrag ber Klagforberung. 3" 
bejug auf bitfe ifl bie Setifion wegen feglenber Begtünbung 



78 


Quriftifdje SBoißenfdjrift. 


rvf 3. 1908. 


unguläfiig unb ba alibann im ein Skfißtoabegegenßanb 
übrig bleibt, befitn SBcrt bi* $aifion«fumme Hießt cneießt, 
fo führt bie« gut Siertoafung bet gangen Sfeöificn üxgen 
Unguläfßgteü. Sgl. 31®. 6», 15 unb 323. 07, 484«*. 

S. c. Spot- unb Rrebitbaein 6., U. b. 18. 2eg. 07, 123:07 I. 
— !Dte*ben. 

SJreeinägolIgefeß bom 1. Juli 1869. 

14. § 13 in Setb. mit § 61 Sir. 2 SO. 'Jktfönlicßer 
än[pru$ beb ntbcn bcr Haftung bet SBate für bcn 

3oB, goBpfliißtig bet SJnßaba btt SBate jut 3«ü bet gäBigltü 
beb 3oBt«, gefejjHcßt» glfanbretßt be« i\t«Iu« an bet 2Sate, 
iuM otlVrendi eines dritten.] 

Sie RommanbügefcBfcßaß in Jirma S. 31. |u Smmntal 
bei Jameln führte im Dboßa bei 3 obres 1903 bum ^cUaub- 
lanbe gu Slßtfj 3090 Sad .'paettocigen ein. 2« SBate foBte 
in fynncln goEaratliiß auf einen bon jener ginna untageiiß* 
neten Slrgleüfdßein 1 gemäß §§ 41 ff. beb StereinigoS®. bam 
1. Juli 1869 abgefettigt rc erben. Sic lnutbe auf ba SBcftt 
in bem Kaßnt „SRmbtn 27" bafißißt. SD« Klägerin ßattt einen 
Seil beb SBeigen«, itärnlicb 2000 ©ad, mit 25000 M belieben, 
meißalb ibt gtou glußfißiff aß rUtomioff ernenn bet 'Dlinbenct 
StßleppfrßißaßrMgcfeflfißaft, lautenb üba 1200 unb 800 Sad, 
gum ber Serbfänbuug übageben lourben. 5Da« eine 

biefa Ronnofltmtmc (Sabtfißeine) fiba 800 Sad übertrug bie 
Klägerin gegen ein SUgept über 1000U M bet ftßigcn 
©emeinfcßulbnerin S., kotiere aud) alb legitimierte Sefi|erin 
bei brüten Babefcßein« übet ben SHeft uon 1090 Sad gu ber* 
fügen ßaedßtigt war (ob alt Eigentümerin ober ßlfaubgläubigerin, 
ift ßreitig). Slatß ba Ktthuift be« SBeigen« in Jameln lieb 
bie (eßtae oßne SinWiBigung ba Slcuetßeßiirbe buteß ben bon 
ißt beauftragten Spebüeur ffi. biejenigen 1890 Sad, üba 
welche ihre Babcfeßcinc lauteten, lüften unb jut Skrmaßlung 
mü ba Sifenbaßti narb Emmerta! fcfyaff tn. Siimmeßt beftblag* 
naßmte bie Steuabebörbr bie noeß Boißanbeuen 1200 Sad, 
üba bie bet Klägain ba« 2krfügung«te$t guftanb, unb forberie 
bon biefa bie 3<tßta'g be« 3oBe« für bie gefamte Babung mit 
10 814,70 M einfcßlicßlicß be« auf bie gelofeßtra 1890 Sad 
entfaBenbtn jlnteil« bon 6614,70 M. Sie Klägerin gaßlte 
infolgebcffen ben gangen 3<>B unb melbetc in bem ingmifeßen 
auigtbcoeßentn Konhrt« üba ba« SJcrmögcn ba ginna S. 
ben Sietrag bon 6614,70 M mit bem Slonctßlt be« § 61 
'St. 2 KD. an. 2a bie gorberung bom SlamaUeT befiritten 
würbe, erbeb fit Klage mit bem Antrag auf cnifprctßenbc 
geflfteBung ißrei Sbifpruiß«. Sa« £®. alatmte auf Sb* 
wrifung. Stuf bie Häufung ber Klägerin erging inbeffen 
ein Urteil bei D£®. baßin: ,,E« Witb feftgeftettt, b aß ba 
Klägain gegen bie Konhitümaffe ba gitma SB. S. in 
Biguibation gu ipameln eine gotbetung bon 6614,70 51 
gußeßt unb gfcar mit bem ®orgug«r«ßt bajenigen Slang* 
ftufe, bie naeß § 61 Stff. 2 KO. ben gotbttungen ba 

Staatdlaffe Wegen üffentlicfyer Abgaben eingeraumt rfl" 

S)ie Slebifron bet bellagtcn Kcnhitümaffe iß jurüdge Werfen: 
SSt Skrufungiriißta gelangt gu ba bon ißm gettoffentn Snt* 
febeibung auf ®tunb ba Shinaßme, baß bie Klägerin tetmüge 
be« SintritUrecßt« (ins offerendi) narb § 1249 in SSa* 
binbung mit ben §§ 1257, 401, 412 21®$. bu gorbecung 
be« 3oBfi«!u« mü bem Slorrecßte be« § 61 Sie. 2 KD. a> 


Worben habe. Stic bon ba Sebifion gegen biefe Slnnaßme 
erhobenen Singriffe fmb mißt begrünbet ®ie Slebifton be* 
ftceüri gunäcßfl, baß eine petfönliiße 3oBfcßulb ba girma 
SB!. S. gegenüber bem giihi« beftanben habe, baß mithin eine 
auf bie Klägerin mü bem lonlurireißtlußm ’Bottecßt Übertrag* 
bare gorberung oorhanben geWcfen fei. Unta Berufung auf 
Babanb (ba« Staat«re<ht be« fStutfeßen SRricße« 4. ilufl. $b. 4 
§ 123 S. 434 ff.) wirb au«gcführt, baß ba § 13 be« ®a* 
rin»goE®. bom 1. Juli 1869 lerne petfönltcße 3oBoetpfIüßtung, 
fonban nur eine bmgließt Selaftung ber goBpfltcßtigm SBare 
feftfeße. SBäa bie« cirhiig unb wäa bie jjoflpßußi fihleihthin 
nur eine auf ba SBarr ruhenbe bingliehe Sihulb, etwa ba 
ölrunbfrhulb auf bem ®cbieie be« Slrioaltttßti bergleirhbar, [o 
Wütbe ba« Rcn!ur«f>cibUeg be« guhi« au« § 61 Sir. 2 KD. 
für 3oBanfptü<ße gegen ftanblo« fein unb infomeü lebigiirh ba« 
Slbfonberungiretßt au« § 49 Sie. 1 KD. in Betracht tommen. 
So Writ geht abet au<h Üabanb nicht. St räumt ein (Ämn. 3 
S. 434), baß neben bie primäre (bmgließt) 3°BfehuIb eine 
pafünlirhc 3oBpßicbt trete, wenn bie SBaer joBamtluh ab* 
gefertigt wotbtn fei, ober Wenn bie joBgefeßlirhen Soefcßrißen 
valept feien. 3)tan Würbe alfo im borliegcnben gaB, in 
weichem ba Icßtcre @efc<ht«punti jutnfji, eine pafbnli^e 3®ü* 
fcßulb auch im Samt Babanb« mißt leugnen lönnen. 5Dai 
®tfe( umerfeßettet narß feinem Kann Stfortlautc ßsifeßen ba 
Bapßiißtaing gut Entrichtung be« ^oUeo (g 13) unb ba 
fiaftung ba SBaa (g 14), läßt müßin barüber leinen 3ü>cifel, 
baß bcc Slnfpcutß be« 3°SfiöIu« mißt aurfcßließluß an ba 
goBpßußtigen SBate haftet, fonban auch eine perfänliiße 
Slicßiung ßat. Siut fooicl wüb man einräumen lönnen, baß 
bie binglicß« £>aßung nicßi naiß Siet eine« ßreng atjeßorifißai 
Safanbacßt« unta aBen Umßanben bon bem $eßcßen etna 
pctfönlicßen 3oSf<ßuli abßängig iß, bielmcßc ißcc SBirtfamleit 
fclbftänbig äußert, auiß Wenn ein pecfänlicß ßaftenba 3°ä* 
fcßulbncr fcßlt (Dgl. $cßc i. Streßt ff Si. 14, 177 ß.). Slu* 
ba SBate, auf welcßa naeß ben SBoritR be« ®tfep<« ba 3»B 
rußt, tarnt ba gi«tu« fuß Wegen be« 3oBe« jcbcnfaB« be* 
friebigtn, oßne bie gragc, ob auiß eine goBpßicßtige $ajon 
botßanbcn fei, cmfeßeiben gu müßen. 2arau« folgt aber niißt, 
baß eüi 3°äfcßulbnet bem ®tfeß übaßaupt fremb iß. Da 
§13 beßimmt au«biüdltiß, baß gut Entrichtung be« 3räe« 
bem Staate gegenüber betfenige berpßicßtct iß, Welcßa gu ba 
3eü, Wo bet 3»B 1“ enteiißten, 3nßabtt (natflrlirßa SSeßßee) 
be« goflpßüßtigen ®egenßanb<« iß. S)aß biefee 3 n ßaba mir 
mü ba SBare ßaße unb nur beißalb, weil a fie al« bureß 
bie 3oBpßi<ßt gebunben bcßße, iß au« bem (Skfeßc niißt gu 
entnehmen. 2)lü 'Stißt ßat baßer ba Sktufungiricßta eine 
ßoBfotbetung be* giihi« für gegeben aacßlet unb e« läßt ßiß 
naiß ben bon ißm getroßenen, mißt angeftxßtencn unb auiß 
niißt anfeißtbaten geßßeBungen tbenfowmig beanftanben, baß 
a bie girma SB. 6. al« bie 3bBf<ßulbnaüi angefeßen ßat. 
@« untaligt audß naiß ba Sachlage leincm Sebenlcn, ße al« 
unmütelbate Befißain Qnßaberin, natütliiße »efißetm im 
Sinne be« 3aBg‘!<ße4) ba goBpßiißtigen SBare gu bem ent* 
feßeibenben 3citpunlli gu betrachten. Sie buefte bie SBare, 
üba Wcltße ße bie tatfärßlußc ®ewalt ßatte, niißt in bcn 
Skrteße bringen, oßne ben 3oB entrichtet gu ßaben. 'Diel ba 
Jimeßabung entßanb nach g 13 BaeinigoB®. bie petfönliißt 



37. Qetßrgang. 


QurifHfcße Sod)«nfif|Tift. 


79 


3oHf(ßuIb, baß biffc äuglegung btg ©ejtgeg ba^itt faßte, 
jebtn alg perjünlitß berpflußtrt ju ertlärm, bei in itgenb 
einem gotjiBnit« gwifißen bem ©titrttt bet SoBßfl'tß* unb ber 
/jaßiung beg 3oBe« einmal onbaber big goUpflüßtigen ©egen, 
flanbeg getsefen fei, lattn bec Mebtfton mißt gugegeßen Berten. 
XH* (Jnncßabung juc 3 * * * bet gälligtcit beb Solle* 
entfißtibet. Sie Mebtfion rügt ferne SSetleßung beg § 14 
iferetngjoll®. infafem, alg bet S9tiufunggci<ßter b« Haftung 
autß bet bet Klägerin berpfänbeten 1 200 ©ad Beigen füi ben 
gefamlcn 3»!I einftßlitßtiiß big bon SB. 6. gtfcßulbctcn 
Setragcg angenommen bat. ©g banbeit fuß inbeffen um eine 
einßeitiitße, in einem Kaßn betftßtffir Senbung, bic auf eilten 
»egleitfißem 1 abgefettigi tnoiben iß. Daß eine foltße Senbung 
loUamtUtb alg unteilbai in bem Sinne bei ®ebunbenbeit bet 
gan|tn liaßung für ben gefamien Soll ju gelten ßat, folgt 
au tb aut § 50 Stbf. 2 Sneingjoti®. (itiitb auigefüßrt.) Die 
Setnfion tbenbet fuß fcßließlitß gegen bic ffiiBägungen btg 
Sciufunggriißterg, buttß totltße bie ©IrußjteHung bet Siitßtet 
beg giglug an bem beftßlagnaßmlcn Beigen mit einem gefeß. 
Hißen ^Jianbtttßt begtfinbet toitb. ©g ift rteßltg, baß bie 
jMotibe |u bem (feütoutf eineg Stnfttßtungggefeßeg gum 9®iB. 
(S. 112) cg ableßnen, bag SBtrßältnig beg Staateg obet bet 
fonßigen öffentlußen Kaffen tüdftißtlitß bet tbegen beg Soll* 
unb Steuert nieteffet naiß ben befteßenben bffentlitß • nißtlußen 
äiotftßiiften in amtlitß« SJetBaßnmg befinbUißen ©egenfiänbe 
buttß Scgeiißnung beg bem giglug in § 4 1 31t. 1 ließt § « 
31t. 1) bet KO. cingetäumlcn Üonetßtg alg gefeßlüßen 9fanb> 
icißti ben Sotfeß elften übet bag Üfanbteißt ju unteifteBen, 
Boßei ingbefonbere auf bie §§ 1156 big 1159 beg (erften) 
©MBttrfg pettotefen tourte. Somit follte inbeffen nur bei un* 
mittelbaren Xnmenbung bet biibatteißtließen Sloifißiiften über 
bie Sleeßte unb 'Jifliißlen beg Slfanbglänbigetf entgegengetreten 
toetben. Saft eg fuß abn bei jenem SJetßäitnig um eine auf 
bem bffentlüßen Siecßte betußenbe Haftung bet gutüdßeßaltenen 
obet befißlagnaßmtrn joH* ober fteuetpflttßtigen ©atßrn für ben 
3olb btto. Sttuttanfprutß beg Staateg obet btt fonfügen 
änflalt ßanbelt, unb baß biefe Haftung, injofem fit bie 8t. 
fugnig in fuß feßließt, aug bem Ctrlbfe bei Saißcn Stftiebigung 
toegen beg änjpnußg ju bedangen, bie toefentfitßen TOerfmale 
eineg fifanbreißti an fuß trügt, ift buuß bie ertoeißnte 
Semerfung in ben SKotiben nießt in Sttxifel gejogen. 
Sollte man fclbfl änfianb neßmtn, bag figtaltftße äieeßt unter 
ben Begriff beg gefeßlirßen $fanbrcißtg ju bringen, fo toürbe 
eine augbeßnenbe ätiglegtmg beg ffiorteg „SSfanbglänbigtt" in 
§ 1249 $©4). aug benfelben ©rünben angegeigt fein, aug 
baten bei V. 3S in bem Urteil bom 8. Oftoba 1884 (91®. 

12, 255) bem btngluß Brrteßtigten bag im ffiräBSt. I 2ü § 37 
gctoäßtte ©mttittgretßt autß gegenüber bem ben 3ioang4Wttauf 
beg ©runbflüdg belitibenben, nießt cingettagenen ©laubiger 
jugeftanbtn ßat. ©egen biefe äuglegung fpretßen autß nießt 
tarnt aug bem ßgtalifißen fRetßte ju enineßmenbe Bebcnlcn; 
bem fytteceffc bei Staate* läuft bag ©mtriitgreißt getoiß nitßt 
gutoiber, unb eg träte baßer unbillig, bem naißfttßtnbm 
fifanbgläubiger biefe« 9le<ßt nuc begßalb ju oerfagen, Beil bet 
Jühtg nitßt alg BitUiißet fßfanbgläubigct tm Sinne beg 
flnbaürtßlg angufeßtn lei 38. S. c. SEI. £. 8 ., U. b. 

13. Seg. 07, 111/07 VII. - Seile. 


Steicßgßaftßfliißtgefcß bom 7. ffuni 1877. 

15. § 8 $aftpfi@. (oetb. mit §§ 208, 209 8«B.) Unten 
btetßung bet Setjäßnmg buttß änerttratung btt itetpfliißtimg 
gum Sdjabcngcrfaßc] 

Sic Klägerin ßat am 29. ®ai 03 alg Jaßrgaft eineg 
3KoloeBageng btt Beltagtcn einen Unfall erlitten, ber buttß 
bie ißt gugefügten Üetleß ungen ißte ©rtoetbgfäbigteit beein- 
träißtigt ßat. 3ßtce auf ben ©cfaß beg cntftanbtncn Seßabeng 
burtß Saßlung einte Sterne getußuten Klage gcgatilbtt ßat 
ScSagtc fuß auf ben SmBanb ber 31ajäßrung (§ 8 ^aftßfl®.) 
gefUßt. Sie Klägetin ßat Untetbrußung bet Setjäßrung 
burtß Xnerfenntntg geltenb gemaeßt. äug ben ®rünbcn: Sec 
SXebifum bet oeiutteilten SeHagten Bat bet Stfolg ju bet- 
lagen. Sie 3!etiäßtung, bie für ben Klaganfpruiß, foBeit et 
auf bag SiQaftpft®. fuß ftüßt, natß § 8 biefeg ©eftßeg mit bem 
29. ifflai 05 fieß tolletibtte, tmrb gemäß §§ 208, 209 9®33. 
untrrbrotßm buttß Stbtbung einet auf Seftiebigung obet auf 
^tflflellung beg änfßtwßg getöteten Klage, aber autß burtß 
änrtfrnmtng beg 3(nf|miißg. Seite ärten ber Untetbrußung 
ber Sierjäßrung fteßen naturgemäß in einem ffktallelbetßälinig 
jueinanber. 'Berat bie getiißtlteße ©elienbmatßung eineg Xeileg 
beg änfptutßg nitßt bie sBtrjäßnmg jüt ben ganjen änfpiutß 
unter brußt, fonben nur für ben }unt ©egenftanb ber Klage 
gemaeßten Seil (31®. 57, 372; 60, 387), fo muß 

cbenfo angtnommen toetben, baß autß ein äntrienntnig, bai 
fuß nut auf einen Seil beg änffmußg etfitedi, nitßt bie Kraft 
ßat, bie Sietiäßeung über biefen Seil ßinaug ju untetbteißen. 
fflte anbetetfetig ferner bie SJctjäßtung natß bet augbtüdlußcn 
Scßimmung beg ©efeßtg nießt nur burtß bie üerßunggflagt auf 
©tfü&ung, fonbecn autß buttß eine auf gtftftellung beg än- 
fbcutßg geriißtett Klage uninbrotßcn Bitb, [o muß folgerießttg 
autß angenommen toetben, baß ein änertrnnlmg bic Jietjäßcung 
untetbtttßt, bag ben änfbruiß mir in feinem ®tunbe, un> 
abßängig bon bet jfeflftellung beg Umfangeg unb ®etcageg, 
)um Segenftanbc ßat. Sttuß ein änerfmntnig toitb mitßin 
bie 'Serjäßtung füx ben gangen änffnutß unterbroeßen, totnn 
eg fuß auf ben änfmutß im gangen begießt, eg genügt abet, 
totnn cbenfo toie bei bet geftftellunggllage bie änerferetung 
eine allgemeine Slüßtung auf bag Sefteßen beg änfbruißg, für 
eine Sißabengerfaßdage, toie im gegebenen Jolle, auf bic 41er. 
bjtußlung gum Sißabengeifaß, fotoeit ba Seßabcn reiißt, ge- 
nommen ßat (3t®. 63, 382). Jüt bie Unteibreeßung ber 
ültrjäßeung burtß änetdennung tommen für ben borliegcnbcn 
aug bem fRfytfißfl®. erßobenen Xnflmuß bie Seßtciben bet 
Sellagten bom 20. 3 ult unb 22. Dito bet 04 in üetratßt, in 
bentn bag 8etufungggeri$t eine äntdmnung in bem bot- 
gebotßien Sinne einte Umfaffung btg gangen änfptutßg, log- 
gelbft jeboeß bon btffen 9etiage, nblidt ßou Set Stebifun 
ift nun gugugeben, baß bie Klägetin big gut ©eßebung, ja big 
gut ©rtoeiletung bet gegentoättigen Klage, btt erft m bet Säet- 
ßonblung bet I. Jnftanj bom 15. Cftobet 06 erfolgt ift, nut 
geitluß beftßtänltc Sißabengetfaßfotbctungen geltenb gemaißt ßat. 
Sieg ftßließi abet, gumal bet Stßabcn fttß, totbet ©nnarten 
beibet $attcien, immer Beitet fottftfte unb fo baßin fiißdt, 
baß bem einen geitluß befißtänben änfpnuß regelmäßig alibalb 
ein ntuee für eine Beitete 3<it folgte, leinegtoegg aug, baß btt 
Kintfntißftl bet 'flatteitn in begug auf eine gütlitße äbfintttng 



80 


$uriftif<f}c SBorfjenfdjrift. 


M 3. 1908. 


ber Klägerin über bot iebcömaligen Xeüattfbroch ^inau« ßch 
crftrrdftc unb ben Schabenierfahanfpruch brr Klägerin im gangen 
nach feinem ©runbe gum ©egcnftanbe nahm. äöcnn in biefem 
8rief»echfel bie ©ellagte gum Au«brude brachte, bah ft« ßch 
für örrbflidytri fragte, brr Klägerin allen unb jeben Schaben, 
brr ihr naih»ei«bat au« brm Unfälle mtftanbm fei unb eut* 
fte^rn »erb«, ju erfcben, bann iß birfer gu rtforbembe ^n^alt 
be« Aneilenntniffe« gegeben, toenngleich bcr nächfte bn 
Äorteß>onbeng nur ba^tn ging, ben eben bamal« borliegenben 
Schaben nu regeln, ©ine ©egugnahme auf bie möglichen 
Schabenifolgen brr 3ulunft überhaupt, auf ben Schaben ber 
Klägerin hn aflgemetnen iß nun in ben beiben ©riefen ber 
©«Hegten bom 20. unb 22. Cltober 04 aBerbing« ent* 
halten unb fie erh«Bt noch mehr au« ben Anfragen, auf»cl<he 
biefe ©riefe al« Ant»ortjchrriben ergangen ftnb. Söenn auf bie 
Anfrage, ob fie ihre ©rfabberbflithtung auch über ben 
30. SRai 04 hinau«, bi« toohrn biefe bereit« geregelt toar, 
anerfenne, bie ©ellagte ertoibert, ba| fie ben Schaben nicht in 
ber angegebenen £öh« für borliegenb erachte, aber gunächft auf 
bier »eitere Monate eine Slenie »egen geminberter ©rtoetb«* 
f&higtrit in etma« geringerer $öh< jahlen bereit fei, unb 
»enn fie auf eine fernere Anfrage nach ihter ©eneigtbeit, bie 
JUägetin »egen ihre« gangen Schaben« bur<h Kapital ab* 
gußnben, biefe Art ber Sbfinbung nicht für tunlich finbet, aber 
hoch ©orfchlÄge bahin ju machen anhetmßeßt, fo tann in 
biefen ©rflärungen ohne 5Recht«trrtum, auf ©runb tatfächli<h<t 
aöürbigung, ber Aulbrud bafür, bah bie ©ellagte ft<h ihrer 
©erpßichtung betoufet fei, ber Älägerin für aßen Schaben au« 
bem UnfaBe, folangc unb fotoeit ein folcher borhanben fei, 
gerecht ju toerben, »ohl gefunben »erben. ©amit iß aber bie 
©tüfcheibung be« ©enifung«geticht« btnflcfytlich ber ©eTjähningl* 
eintebe gerechtfertigt, ba feit ber Unterbrechungöhanblung 
(22. Ditobet 04) bi« gut ©eltenbmachung be« ertoeiterten Klag* 
anfpruche« in ber münb liehen ©erhanblung bom 15. Dftober 06 
eine neue ©etjährong ftch noch nicht boBenbet hat. ®r. ö. 
©trafeenbahn Ä.=@. c. 3 ., U. b. 19. ©eg. 07, 378/07 VL — 
©etlin. 

II. ©t« ©enteilte Siecht. 

16. ©emeine« Siecht in ©erb. mit ©@©. Unberfchulbete 
Unmöglichleit ber ©rfüBung befreit, auch »enn bie Unmöglich* 
leti burch eigene Jnanblung be« ©erpflichteten herbeigefflbrt ift. 
— §§ 275, 276 ©@©.] 

©a« ©erufung«urtril beruht auf ber Annahme, bah bie 
©rfüBung ber ©erpßichiung, »eiche ber ©rblaffer S. burch ®in* 
räumung be« ©orlauf«re<htö bezüglich ber ©arge Be 2287/204 
bem Kläger gegenüber im Sah« 1899 übernommen hatte, un> 
möglich ge»orben ift, »eil im ^ah« 1905 bie ©argefle bom 
©cllagten anbertoeitig beräufrert unb aufgclaffen ift, ebne bafc 
bie ©rtoerber gut Slüdgetoabr fleh bereit gefunben haben, fotoie 
»etter auf ber 3iecht«anf<hauung, bafe biefe Unmöglichen ber 
entfchulbbaren Unlenntni« be« ©ellagten bon ber Schulbberbtnb* 
liebte« be« ©rblaffer« al« unberfchulbet ju erachten ift, tro^bem 
ft« burch feine ßanblung be»trlt »arb, bah aber btefc nach» 
folgenbe unberfchulbete Unmöglichen ber Setzung bie ©efrttung 
bon ber Schulbberbinblichteit jur ffrffge hat. ©ie Annahme 
ber Unmöglichen ber Seifhmg bgto. be« Unbetmögen« be« 
©ellftgten gut ioftung ift, bebentfrei »ie fie erßhetnt, bon ber 


Slewßon nicht angegriffen; angefochto t »irb bi« ©nlfcheibung 
mit bem ©intoanb, bafj ber Sch u lbner burch bie Unmöglichen 
ber äeiftung nicht befreit »irb, »enn et fie burch eigne freie 
§anblung berbeigejüh« hat, unb ebentueB mit ber IKüge, bafe 
bie Unlenntni« be« ©ellagten al« etrtfchulbbat angenommen ift, 
tro$bem biefelbe auf ein ©erfchulfcen be« ©rblaffer« jurüd* 
jufübten fei. ©ie Anfechtung ift m ber einen »ie anbera 
Siichtung berfeht unb bie recht«intfimUche ©runblage ber ©nt* 
fcheibung ju berneinen. ©a« ©enifungögericht Iäfet bahmgefteBt, 
ob bie ifrage ber befreienben SBirlung butch bie nachfolgenbe 
unberfchulbete Unmöglichleit ber £eiftungcn au« ben ©e* 
ftimmungen be« ©«meinen Siecht« ober unter Safl^n^ltßabg 
bei ©©©. ju beantioorten iß. ©« geht baoon au«, bafe bie 
befretenbe ffitrlung ftch ^gibt, einerlei »eiche« ber beiben 
Slechtöfbftemc gut An»enbung gelangt, ©in Steehtflirrtum iß 
hierin nicht gu ßnben. 3Jta&gcbntb iß, bah ben ©orfchriften 
be« ©emetnen Siecht« bcr ©runbfah gu entnehmen iß, bah b» 
nachfolgenbe Unmöglichleit ben Schulbner ber 2cißung«bßi<ht 
enthebt, »enn ße ihm nicht gur ©crfchulbung anjurechnen iß, 
unb bah baneben eine Äu«nahme für ben ^aB, bah bie Un« 
mögli^lcit ber SrfüBung auf bie eigne §anblung be« Schulbner« 
jurüdfäBt, nicht, infonberheit auch nach ber Seile, bah ber 
Schulbner |u feiner ©ettttung auf entfcbulbbare Unlenntni« 
feiner Schulbüerbinblichleit fich nicht berufen lann, nicht auf* 
geßeBt iß. ©ie poßttoe ©orfchriß folcher Au«nahmen tß ju 
ihrem ©eßanb nforberlich, »eil begrifflich bie ^erbeifübrung 
ber Unmöglichleit burch eigne ftanblung be« Schulbner«, ohne 
bah ß* ihm al« ©CTfchulbung int Slechtiftnn angurechnen iß, 
ftch nicht in Abrebe nehmen läfit, namentlich aud> ber SNangrl 
ber ©erfchulbung au« entfchulbbarer Unfenntni« ber Scbulb* 
berbinblichlett ßch ergeben lann, »enn fchon nicht ju terfennm 
iß, bah J ur Annabme ber ©ntfchulbbarleit folcher Unlenntni« 
ftrenge ^$rfifuti 0 bet Sachlage erf orberlich »irb. S« bcbaif 
hiernach nicht be« §intoetfe«, bah 1" DueBcn be« ©«meinen 
Siecht« bie ^flßrrwß/ ^ nachfolgenbe Unmöglichleit aueb 
ben Schulbner befreit, ber ftc felbft, jcboch ohne ©crfchulbung, 
beranlaht ^at, au«brüdli(he Anerlennung gefunben hat — »gl. 
I 96 1> 45, 1, 1 53 § 3 D 30, 1 1 § 47 D 16, 3 — , um ju 
bem Schluh ju gelangen, bah We bem angefochtenen Urteil ju* 
grunbe liegenbe Slecht«anftcht, bie ba« ©«meine Siecht betrifft, 
al« gutreffenb ftch ertoetß. ©iefelbe ©rtoägung, bie bem Bor* 
ftehenben nach bie ©cfreiung be« Schulbner« im £ertfchaft«* 
gebiet be« ©«meinen Siecht« bebingt, führt aber auch im ©eltung«* 
bereich be« ©©©. gu bem gleichen Srgebni«. ©enn auch biefe« 
enthalt bie Siegel, bah ber Schulbner oon bet 2eißung«bßicht 
frei »üb, »enn nach ber ©ntßehtmg be« Schulbberhältniffe« 
bie £eiftung ohne ©erfchulben be« Schulbner« bg». feiner 
©ertreter ober ©ebilfen unmöglich »irb, einerlei, ob bie 
Unmöglichleit objehiber ober fubjeltiüet 'Äatur iß — §§ 275, 
276 ©@©. — unb hat auch «benfo biefe« bie obgebaebte 
Auönabme bon bcr ©cfreiung nicht aufgefteßt. Siichttg 
tß, bah bet tm § 241 I. ©nt», g. ©@©. enthaltene Au«* 
fpruth, nach bem ber Schulbner, ber ftch in Anfettung bc« 
S^uibberhältniffe« tn einem entfchulbbaren Irrtum befunben 
bat, bie burch feine $anblung berbeigefübrte Unmöglichleit ber 
£eißung nicht gu bertreten hat, bon ber II. Äommifßon gr= 
ftrichen iß. Aber, »ie bie ©rotoloflc ergeben, iß bie Streichung 



37. Qaftrgang. 


Quriftijdje Sotfenfcfrift. 


81 


erroigt. nuft mit er in inner Wiiftigleit beattftaubti, ionbem 
Weil et mit Weift für lelbflbtTflaublicf trautet matt. 2>it 
Wtiftiauffaffung bei Berufungigetiifti ift batet auct, fowei* 
fit bat 8®8. betrifft, }U billigen. Sie Berfifulbung bei 
ffirHafferi an bet Unlntntnii bei SeOagten semnnt bai 8e» 
ntfungigeruft mit bet Wuifübrung, bat (ri<t* "ocf bem bot» 
liegcaben Zatbcftanb mit infofent in ffragt lammen lönnc, al* 
betreibe unboUftänbige Wufgcufnungen übet bai ©tunbftiuf 
bmtaiaffcn tobe, baff aber in bet Untetlaffung fifiifllufer 
jfrjttrung, bie bin ©eben »oEfiänbtge Aenntni« bei Weift*- 
gritbäft* ju fitaffen geeignet feien, eine Wnfeeaiftlaffung bet 
an ivriebt ttfotbeiiuten Sorgfalt nuft gefnnben tonten timne. 
fen WeiftiDerflof tritt in bicfet Wulfüftung niett tetbat. 
a e. t, 1L b. 17. Sej. 07, 972/07 UI. — geBt. 

UI. Brenfififti Wett. 

©efef bete, bie S<rftfli$tung bet ©tmeinbe }um 
Ctfaff bei bei öffenüi^en Xufläuftn betutfactten 
Sifabeni bam 11. Bät| 1850. 

17 . § 1. tfufammcnfang |Wifif en Zumult unb Befähigung, 
Bafrtgeln gegen bie offene (Bemalt (gall SSewalb au* Breilau.)] 

3n ben öpctm: <b mittag b> unb Xbatbftuitben bei 

19. Äfril 1906 fanben in Srtilau aui Hnlaf btt Äuifpettung 
bem SKeiaBatbeitrm ättfanunentottungm erregtet SUoltämaffcn 
ffatt, bie einen fb bebrotiiiten geraffter amutmen, baff una 
jaffenbc ftolijeiluft Bafregeln getroffen unb bon bei blauten 
'Baffe ©tbnuuf gemaitt nxtbra mutte. Wütet anbetn ffSetfonen 
ift b«rbei amt bet Wäger berieft toctben, bem büret einen 
Säbelhieb bie linle l)anb abgefetlagm ift, unb btt bei halb 
jeft auf ®nmb bei ©efefei bam 11. Bär} 1860 bie betlngtc 
Stübtgemeinbe in Hnffrucf genommen bat. Soweit bie Ber- 
ufung bei JBägeti in /frage ftefct, fo toat bon bcr fftolijei 
amt bie Bafregi! getroffen, bat fftattouillen aulgefanbt 
mürben mit bet Beifung, Snfammlimgm in ben Strafen »u 
jerftreutn, bie Stute anjufaltett, naet taufe gu ge fen, ju bet- 
ftinbrrn, bat f>< aui ben $auiffuren mitbct auf bie Strafe 
bräsgten, unb baber nötigenfafti Baff eng etoatt anjutoenben. 
(fine fbtite ftJatrouiEe lam abenbi }Wififtn 7 unb 8 Hft auet 
a bie tV-ötrafe, too bet Ringer mit tatet Hnjabl anbetet 
Bcrfonen bot bem $aufe Sit. 95, in toelctem et wofnte, ftanb. 
Bot bet natenben Bannfifaft flüitteten bie Stute in bai £aui. 
Satt btt bon bet SSetlagten niett beffeitinten SDarftcHimg bei 
Wäget* fctlof einer bon ben fffiiftenben Stuten bie Zfit bot 
ben öitutleuten ju, biefe aber fgiengten fie toiebet auf unb 
betfolgten bie auf bet $autffur betfamntelte, jeft aber aui- 
euianbet laufenbe Beuge, wobei ein feinet fSerfinltcftttt nait 
nitbt ermittelter Sefufmatm bem Wäger, bet nait feinet Wn- 
gabt im ©efüfl ftiuei fitulblofen Ber falten* — et War an 
ben Straf eneigcffcn niett beteiligt geloefen — ettuai Iangfamee 
ging, folgte unb mit ben bon einet Zeugin belunbetm Botten : 
„Sumf, mait, baf ®u tauf lotmnft, fonft paffiett ettoai!" 
mit bem Säbel auf itn eintieb unb mit bem btitten Sit läge 
itm bie lütte §anb, mit bet et bai 2«W*ngelänbet gefaft 
hielt, bom Htme trennte. SBei bitfer Sachlage fält bit ©t. 
Hegte bit Soiau*|cfungru bei ffitftfe* bom 11. Bätj 1860 
für mift gegthen unb beantragt Wbtoeifung bet Wage, inbem 
fie geltenb maitt: 1. ei habe Wehet ein geitlietet noch ein ört» 
lithet 3ufammenhang jwiftftn ben 3ufammentottungen unb bet 


Befähigung bei Wäger* beftanben; 9. bie getroffenen gefef- 
litten Bafregeln bürten ftif nilft, Wie bai ©efef etfotbet«, 
umnittdbat gegen offene ©ewali geriifiet; 8. bai Botgeftn 
bei Sifufmaim» fei leint gefiflufe Bafeegel, bielmebt birett 
ungeftfltif geWefen. ®a* 8enifung*geriift bat abtt alle biefe 
Binfctnbungtn bet SiHagten für unjntrtffmb etaibtrt nnb ben 
Waganfbtueb bem ©tunbe naef füt gewtftfcrtigt etHärt. Wo- 
gegen liebtet f«b bie jeft erhobene Webifton, bit aber in leinet 
Begebung füt begtünbtt entbiet Werben lann. ffi* ift bielmebt 
überall ben Hu*füfrungeu bei 8erufung*geritft* beijutteten. 
Sunäifft liegt offenbat ein ititlubet unb örtluba 3nfammen= 
fang )Wifiben bem Zmmilt unb bet 9tf<ftäbigung bei Wägni bot. 
(SBitb batgeltgt) Ifbenfo berfebit ift btt jweite Senwanb, 
baf bie getroffenen gefeftUifen Bafregeln fitb nabt, wie bai 
(Befef etfoehete, gegen offene ffietoalt geciibtet bitten ganäifft 
ift bem Berufung igtritbt fifton barin beijufiimmen, baf bai 
Bott „bagegen" in § 1 bei Srfefci bom 1 1. Bärj 1850 
fub nilft fowofl auf bai unmittelbar Botauigebenbe Bott 
„offene ©ewalt" aii bielmebt auf bie Botte „Sufeunmen- 
rottungen unb Sufamtnenläufe" be jitbt Wai ergibt fub aui 

bem Stoeü bei ©efefei unb Wirb, wie bai Berufung igeneft 
auifübtt, butib bie ©niftebungigefibiibte belfelben beftäligt, 
Wonach bie Borte „gefeflufte Bafregeln' auch gegenüber 
Hofen 3ufammenläufen, Wobet offene ©cwnlt mift in fftage 
lommt, gemeint ftnb. Kufetbem laroi aber auch bei anbetet 
Wuffnffnng im botlitgenbcn (falle gar niibt in fftage geftellt 
Werben, baf bie angeorbneten Bafregeln, bai Wufgebot bet 
Sibtifmannfibaft, bie Wnifenbung bet ftJaitouiScn unb bie Än* 
mbmmg ebentueüen Baffengebrautbi gegen offene ffietoalt gt- 
ridfttet waten, ba bie Siebenten fowofl gegen bie Stbeiti- 
Willigen Wir gegen bie 'f3olij eibeamten gewalttätig botgtgangen 
waten, ffinblub ift au cf btt btittt ©ntoanb bom Betufungi- 
gerieft mit Weift jurüdgewitftn. WOerbingl fat ber öifuf- 
mann, wie amf bai Btrufungigeriift annimmt, minbeftmt in- 
foweit ungefcfliif gefanbelt, al* er, jtlbft wenn et füf jut 
Wnwenbung bon Baffengewalt für befugt fielt, nuft mit tue 
naef ben beffefenben Botfifciftcn gebotenen Bocfuft unb 
Sifonung borgegangen ift. Wber nilft bai ift entfifeibenb, 
fonbern nach bem Haren Bortlaut bei ©efefet: ob bie Ber- 
lefung in Wnwenbtmg bet gefeflitfen Bafregeln erfolgt ift. 
Wiefe Bafregeln fmb, wie bai Bcrufungigcriift mit Seift 
amtunmt, bit ünotbnungen, wdifc bon ben Seitan bet Seifet- 
feitiorgane nt bin Seftanlen bei ©efefei getroffen werben 
unb bon ben Cirtfutctbeamten ju befolgen finb. Soweit ft<f 
bie Ütetuut'fccamlrn überfauft im fttafmen bet getroffenen 
Bafregeln bewegen, ftnb bie ©ememben für bie bon ifnen 
berbeigefflfrten Befifäbigimgen unb Betlefungen haftbar, amf 
Wenn fie in faftläffiger Dbnfifee itu ng ifrer Befugniffe fanbeln. 
3u biefer äuffaffung nötigt. Wie bai Berufungigerilft mit 
Weift auiftifrt, bet 3Wed bei ©efefei; anbentfa&i würbe 
bai Weift bei ©efcfdbigten nuft feiten bemtelt Werben, ba 
bet jolifen Zumulten bie Befomtenfett ju leitft betloren geft 
Wie Wctnfion beftrritrt nun )War, baf bei biefem BotfaQ btt 
Batroui&e nnb befonberi bei in ^tage fttfenbe Sifufmann 
überfauft ntxf itn Wnfmen ifrti Huftragi, in Hnwenbung bet 
getroffenen Xnorbmmgen, gebanbelt fättr, bn bie auf ber 
Strafe ftefrnben Btnfifen tn bai $aiii futetngtgangen feien 

n 



82 


Qutijttfcfee äBotfjeiififerifi. 


3W 3 . 1908 . 


unb bit lür geffeloffen feätten. Die Keoifujn ttbofiefet ab«, 
bafe bte Sfeufeleute aujbrüelliife auife ongetoiefen Waren, bafüt 
ju folgen, bafe bi* £euie in fett ffiofenung gingen unb nüfet 
toieber auf bi* Strafe* feerberbtäfeen. ®etm nun ein Btenffeen* 
feaufen jufammen in einen $au»Rut flüfetet unb bot ben an* 
rüdenben Sfeufel tuten bit 2ttt ffeltefet, bann (amt mit 'Keifet 
befürfetrt Werben, bafe bie Stenge, tote ba* naife ber Be* 
tunbung beb Stugen S. an bem fragliifeen läge tatfäefelife 
betet« tbiebttfeolt botgefomtnen tsar, attbatb toitbtt auf bie 
Strafee feetborbreifeen Werbe; unb ferner feanbelte auife ber in 
grage flefetnbe Sfeufetnann infotueit in Su*ffifetung feine« Stuf* 
trag«, alt et ben ©eriefeten bnanlaffen Wollte, ffeleunigR ftcfe 
in feine Sofeming ju begeben. Bafe a Hebern fmb bit Bot. 
auffefeungtn be» Sefefee« bom 11. Blätj 1860 gegeben, unb 
if) bafeer mit Keifet bet Klaganftmnfe bem ®nmbe naife fttt 
gereifeifntigt eitert. 8. c. 8., U. b. 17. »es- 07, 190/07 HI. — 
8teälau. 

Snteignungigefefe bom 1L 3uni 1874. 

18 . § 8 (Enteignung«®. ®at*ennittlung eine« 9ot* 
garten«. — Kein Snlptufe bei (Enteigneten für bit floflen ber 
Anlegung be« Biltgttfteig«.] 

Siet Kläger ift (Eigentümer eine« )u ®. btlegenen $au«. 
grunbRfid*. Slot bem §aufe befinbet ftife naife btr Strafee su 
ein Sotgartea. SHtfer ifl jum .Hfflede btr Babieiterung ber 
Strafee, bie auf @tunb einer älteren glufetlinit erfolgen foQ, 
tun ber 8ellagten im fflege ber (Enteignung in 'SlnRnufe ge> 
nommen loorben. 1. Sei btr Scretfemmg ber bem Kläger 
naife § 8 (Enteignung«®, gu getoäferenben (Sniftfeäbigung 
legt ber Serufnngiriifeter bie bitfeerigc ©enufeungSart 
be* enteigneten leilRüd«, nämliefe feine Setmenbung al« Bon 
gatten für ba« auf bem Kefigrunbftüd ftefeenbe Bobnfeau», in* 
grunbe, mbem et feRReüt, bafe bie ©eretfeming naife bem 
3Jla fe Rabe ber Senufeungtfäfeigleit be« JrtnnRüd« al« 
Itil« einer al« Saulanb anjufpreefeenben Oefamtfläefee su einem 
bem Kläger günfligeren (Ergebnifie triefe* fflfertn mürbe. Sieft 
geRReBueig ift triefet |u beanfianben unb toitb auife bon bet 
Sebifion niifet beanftanbet. 8* lann fiife nur fragen, ob bei 
btt bom 8*rufung»ri<fettr angetnenbeten JRetfeobe aSe in 8etraifet 
lommenben Umftänbe baüdRfetigt ftnb. Säe BebiRon leugnet 
bit«; Re meint, bafe bem Kläger für ba« enteignte Borgartei» 
(anb feibft eine (Entfifedbigung Uberfeaufet triefet gugefferoifeen 
toorben fei ober bafe e* botfe minbeRen* jWeifelfeaR etfefecine, 
ob e» bet gaB fei ®tt Sngriff berufet inbtffen auf einer 
mifeberftänbliifeen Suffaffung btt (Ertnägungen be* Berufung«* 
tifeter*. liefe gefetn naife ifettm Bufammenfeange bafem, bafe 
btt bem Kläger infolgt ber (Enteignung ettoatfeftne Sifeabm 
burife bte ffubiBigung ber lafeitaliRerten *2Rirt*au«fäIIe bbüig 
auigeglüfeen, bafe bamit in«bcfonbete auife ber Bert bet Sot> 
gartenfläifee gebt* fei I!« toirb auggefüfert, bafe bem Bor* 
garten aufeer feiner Bebcutung al* mietlsin«fteigember gattoi 
ein fonRiger Bert niifet inncgemofent feabe unb bafe bafeer bem 
Kläger nur ber Betrag jufommr, btt bem Berte bet ffiäifee 
al« Borgarten, al« ein ba (Etfeäfeung ba Siifeafeeit unb 
Shmffemlufeleit ba Bofenräume bitnenbe« ®elänbe* tntfbrtifee. 
3 tuen Settag feemifet ba 8erufung(titfeta naife ba (Einbufee, 
bie ba« BeRgtunbRüd bunfe ben BetluR be« Borgarten« a* 
leibet, unb tonnt er barüba feinau« niifet noife eine Summe 


für ben ®runb unb 8oben an fiife bewilligt, fo befinbet a 
ftife babei auf bem Soben fomofel be« (Enteignung*grfrfee« mit 
be« bon ifem in Bejug genommenen Urt. be« V. QS. bom 
7, Blätj 1894 (®rufeot 88, 1099). 2. fflenn ba Berufung«* 
riifetre ben Bnlprufe be« Kläga« auf (ErRattung ba ifem Ort«* 
Ratutarifife tut Saft faüenbtn Beiträge su ben Kbften ba Sn* 
legung be« BütgetRcig« jurildtoiiR, fo befinbet a Refe bamit 
im (Eintlange mit ba Befetfpreifeung be« S®. (bgl 3®. 94, 
189“, ferna ffit bit gäUe eine« naife § 16 ghrfetlimen®. 
bom 2. 3ul> 1875 ertaffene Drtäftatut« 8mfeot 32, 717, 
auife 3W8L 88, 283). Sn biefa BefetRitefeung iR fefi* 
Sufealitn. Da Kläga iR mfei befugt, bte beieufeneten, ifem 
al* $au«eigentfima obliegenben KoRen unta bem Sritcl bei 
6nteigmittg*entf(feäbigung bon ba bellogten Stabtgemeinbe 
triebe: etr.iunefeen. 8. c. ffi., U. b. 90. ®e). 07, 9/07 VII. — 
Bcetlau. 

10 . § 10. Set ber Beoeefenung ba Bafeteile unb Bor* 
teile au* ba (Enteignung.] 

3um ffwed ba Durfelegung ba ffl. «Strafee in ba Stabt 
9R. würbe bem Setegten au« einem ifem gefeärigen SrunbRüd 
eine gläfee bat 10,79 »r enteignet 3 m (Entfifedbigung** 
fiRRtüungtbefefeluffe be« Bejirltauififeuff« Würbe ifem aufea 
bet $aujrientffeäbigung für ba« enteignetc Saab mnfe eine 
fjtebenentfifeäbigung bon 3282,46 M sugefprofeen unb sniar für 
eine au« SKaua unb ®itta nebR jwei loten beRefeenbe Sin* 
ftrebigung, bie a naife Simafeme be« Br)iil«au«ffeufft* auf 
®runb einer für bie Stabt 5R. etlaffenen Saupoliseioebnung 
auf feinem BeRgtunbRüd }u beibett Seiten be* neuen biefe* 
BeRgtunbRüd bueefefefeRfibenben leUe* ba W.*Str«fec wütbe 
eniefeten müffeo. Die Stabt Bl., Welifee ba HnRfet iR, bafe 
bem Bellogten biefe 'Jlebrnewftfeäbigmg niefet gebübte, befiferitt 
ben Befeuwrg mit bem Sntrage, bie ®nteignnng«entfifeäbigung 
um biefen Setrag su minbern. Beibe BotinRanje* Wiefen bie 
Klage ab. K®. feob auf: ®a Baufungtriefeta gelangt |u 
ferna gntfifeetbung auf folgenbem ffiege: (Et bejafet bie grage, 
ob bie ba Boliseibefebrbe naife ba BUifeen SolijeiorbnuBg 
oom 9. ffebniar 1904 s«Refeenbc Befugni«, eine (Einftiebigimg 
be« KeRgrunbRüd* bei Benagten su txtlangen, eine bunfe bie 
(Enteignung etttRanbine ®at*minbatmg biefe* KeRgtunbRüd* 
batfteße unb WeiR ben Sinwanb ba Klägerin, bafe ba« KeR* 
gnmbRüd burife bie (Enteignung niifet eme ®at«minbening 
fonbeen eine ®at«afe6feung afafean feabe, mit ba Segtfinbung 
Surüi, e* fei swac ritfetig, bafe ein an bie Strafee gaüdte« 
SiunbRüd fedfea beWertrt Wabe al* ein niefet an eina folgen 
belegene«, allein e« feanbele fiife feietbei um aBgemeinc Bortfile, 
beten Sufaefemmg gegen bie bem KeRgrunbRüi au* ba (Ent* 
eignung abatfefenen befonbaen Kaifeteile unsuläfRg fei. X'irfe 
Su«füfetung Wenbet einen eiifetigen Stunbfafe auf einen ^aü 
an, auf ben er niifet gafel. Bon eina „Sufrnfemmg" oba 
„Su«gleiifeung" bon Borteilen mit Bauteilen tann mir ba bie 
SKebe fein, wo auf beiben Seiten felbRänbige, für fiife befiebenbe 
galtoren borfeanbrn fmb. Dagegen brrfagen bie füt folefee 
ffäüe befiefeenben ®tunbfäfee, wenn e« fiife um bie emfeeitliefee 
®itlung eina unb betfelbrn latfaifee feanbelt. Ditfa galt ifl 
feia gegeben. Dürfe ba« ©runbftütf be« Betlagten iR eine 
Strafee gelegt Wotben, infolgebefien wirb biefe auf beiben Seiten 
Don bem KeRgtunbRüd be« Betlagten begrenjt. ®irb nun 



37. Qahrgmig. 


Quriftifcfje 98otf)tnfef|tift. 


83 


angenommen, boft bieiburch ba» SReftgtunbfiüd an Bat ge= 
Wonnen h«i, — mal btt SBahtfchetnlichlett entfpiiebt, jebot^, 
ba (litt geftfteBung nach bitfct Sichtung mc^t getroffen Worben 
ift, in gegenwärtig et 3" Rang Bnnabme bleiben ittuft, — fo 
(Simen au» bet einbettigen ffiirhmg, Welche bie Belegen beit 
be» Sefignmbftfli» an bet neuen Strafst auf biefe* aulübt, 
ni$t emetfeiti btefe Biertletböbung unb anbetetfeit» bi» Saften, 
btt in Sefialt gewifftt, »on bem Bedagten ju lerftenbn Stuf- 
Wenbungen au» eben Wefet Salfaehe fttt ba« Beftgnmbftüc! et» 
Wahlen ftnb, al« felbfiänbige, für [i<b beftebenbe ga ftoicn 
betau*gel»P unb jebet für fieb rehtflh gefotbett bebanbelt 
werben; e* ift btelmebr auf ba» Cnbergebni», ba» ifajit btefe» 
einheitlichen Botgangt«, gu feben, Befegt, baft bie SSert*. 
erböbung, fflt ficb allein betreibt et, lOOOO M betragen Würbe, 
wdbttnb bie Saft, Me infolge bet Belegenbeit be» Seftgtunb. 
ftüd* an bet neuen Strafte liefern obliegt, im gegenwärtigen 
ftoB bie Saft, eine Kinftiibigung ftetgufteBen, 3500 M betrügt, 
fo bleibt immer noh eine 3üert»eib»bung übrig, bie ba* SReft* 
gninbftti bunb bie dnteigmtng etfaftten bat, unb e« würbe 
biefer nicht Wegjuleugnenben Satfaehe wibetfheiten unb mit 
iftr unwrrinbat fein, Wenn man teojbem erllüren unb amtebmen 
WoBte, ba» fReftgnmbftSif habe bureb bie Snteignung eine 
ffietttminbeeung erlitten. Die Sragung einer folebtn Saft rubt 
unmittelbar auf bet Werterbübenben latfadbe unb ift non biefer 
untrennbar. Jfn ähnlichem €Sinne Md fth bereit* früher bet 
V. 8®. be* SR®, im Urteil Dom 10. gebtuar 1894 (3» 1894, 
190“) au«geftrro<ben, inbent bott au»gefttbrt ift, bon einet 
ffinMmmberung be» SRfftgnmbftfld« fitmte leine Sehe fern, 
Wenn bie Belaftnng, bie ba« SRtftgtunbftüJ al« golge bet Be* 
laftung treffe, im Sinne be* Befe?e* nickte anbete* fein, al* 
ba* Squioalent für bie SBortetle, bie bem Seftgrunbftüd au* 
bem Untemebmen ber Straftenantage etwüibfen. ®egen biefe 
*uffaftung (atm irietftt bie ffintfhtibung be* erlennenben Senat* 
bom B. gebruar 1904 ($®. 57, 348 ff.) oeewertet »erben, 
ba ber bamal* bebattbeltt gaB PbBig anber* geftallet War. 
(SBtrb bargelegt.) Buh bie übrigen bie Borteil»* unb SJlatb- 
teü*au*glei^ung bei bn (Enteignung beietffenben Urteile be» 
SS. fteben, wie in flürje bemerlt Werben mag, bet oben ge- 
troffenen Cntftbeibung itiht entgegen, Wa* beten im einjelnen 
hier niept niber ju eriSrtrmbe Saib* unb BehMlagt ergibt. 
£n 9erufung«riebtrr wirb bemgimöfs gu prüfen haben, ob nah 
®aftgabe biefer ©efttbupunfte ber Hnfpruh ber Klägerin be* 
grünbet ift, .mjbefott bete, ob eine S8eit»mmbnung ober eint 
fflerMetb Übung be* Seftgrunbftüd« eingetreten ift. 3nbeffett 
gibt euch abgef»ben bon biefer grunbfäftlih«n gtoge ba« Be. 
mfungturtril ber JUügerm berechtigten MnTaft jur Btfhwerbc 
6« ift äuftnft unWahtfheinlih, baft bie ftreitige Beftimmung 
bei SR.ftben Botigeiuetorbounj fo gebanbbabt Witt unb 
»erben liSmtie unb bOifte, baft in neuen, ber Bebauung eben 
etft etfebfoffenen Straften jebtr (Eigentümer eine« angrengenben 
Stunbftfld» fofori unb oftne Weiten* gut ©erfteBung einer (oft* 
fpteligen, au* Blauet unb Sitter beftebenbtn Binfriebtgung ge* 
gteungen Würbe. Sit angebliche bon bem elften Sichter be* 
hmben Sotorietät, baft tatfäehlih bon ber Boligeibehätbe ftet* 
eine folifte Btnftiebigung gefotbett werbe, unb bie entfpreehenben 
Sngaben be« Saiftberftänbigen (Inb für bie «ntfifteibung be« 
Berufungfrihter* nicht «etluertbar; berni ftc untetfifteiben bie 


berfiftiebenm gäBe niiftt, auf biefe Untetfheibimg aber lomrnt 
et grabe an. Ser 8erufung«ri(btet burfte bafter ben bon bei 
Klägerin unter Berufung auf Bu*(unft bei Boligeibebärbe an* 
getretenen Bewei* bafür, baft Mefe bie Sfjoligeioerorbnung in 
ber bon ber Klägerin angegebenen ®eife banbtabe, nüftt ab* 
lehnen. ®. c. K, U. b. 26. Sob. 07, 64/07 VIL - $amm. 
giutbtliniengtfel bom 3. 3uli 1875. 

80 . §§ 13, 16 giutbtlinien®. — Befifttänfung be* § 13 
ouf „ffiobngebäube". — 9tad) § 16 barf Me ®rieilung bet 
Bauerlaubnii niiftt bon einer botberigen uncntgcltlüben Sanb* 
abtretung abhängig gemacht Werben.] 

Sie Bedogte tfi Bigentimertn eine* «runbftüd* mit ®e* 
bäuben (SampffägeWerl, BSobnbau* ufW.) in S., ba* an bie 
alte SBefelerftrafte unb an Me im giucfttltnienplane bon 1699 
bereit* feftgefeftte, abet noift nüftt au*gebaute BJ.*6trafte grenjt. 
Stuf tiefem Stunbfiütfe WoBte fr* ein neue* offene* Säger* 
gebäube errieftten. 3b« fluftrrmmmg ftietju matftte bie Klägerin 
(bie Stabt) baoon abhängig, baft bie BcDagte fieb betpflieftlcte, 
bie bor ihrem Siunbftüäe liegenbe, in bie SB.*Suafte faBenbe 
Btunbftä^t läng« ber gangen bie SB-Strofte berübrenben 
Stenge ihre« Baugrunbfiüd« bi« gut SIRitte bn Straftcnbnite 
fnigtütgen fowit laftmfrti unb unentgeftliift abgutreten unb 
«nfgulaffen. Sem Bedangen bn Klägerin entfprtibenb übnnabm 
bie Bcdagte biefe Bnpflübtung. Sach erteiltet Baunlaubni* 
bat b» Bedogte Md geplante Sagergibäube eniibtet unb einen 
Seil be« fraglichen ®runbftüc(ftrrifen< an bie Klägerin auf* 
gelaffen, atn bie gteilegung unb Huflaffung be« übrigen Seile* 
wrweigert. Sie Klägerin pal be*balb Klage erhoben mit bem 
Beitrage, bie Brdagte gu Oencit eilen, bn Klägerin Me SftargeBe 
ftlur 3 1 9h. 295/326 freigutegen fowie loftenfrri unb unentgeltlich 
abgutreten unb aufgulaffen. Sa* Beiufung*gnicht h«t Me 
Klage abgewiefen. 6« hat nWogen, bn Klägnin habe Weber 
nach bem ®efefte Dom 2. Suli 1875 noch nach bem auf ®runb 
Mefe* ®eft(e* etlaffenen Drttflatut rin Bnfpeuch auf Ä6tretung 
be* ftrritlgen Shunbfti eifere* gegen bie Bedagte gugeftanben unb 
fei auch gefrftUeb niibi befugt getutfen, ihre 8uftünmung gu bem 
fragilen 91eubau »on einn folchen unentgeltlichen Bbtreturtg 
be« Straftenlanbe* abhängig gu machen unb gwar bc*balh nicht, 
Weil bie errichtung be* fraglichen Sagetgebäube» einem reibt«' 
gültigen Bauonbote übnbaupt nicht unterlegen unb bahn auch 
ber ®rlaubni» bn Klägerin nicht beburft hübe. Sach § 13 
be* begogmen ©efefte* hätten nämlich bie (gemeinten nur ba« 
«echt, bureb Dillftatm ftftgnfteBm, baft an unfertigen Straften 
SBobngebaube, bie nach tiefen Straften einen Butgang 
hätten, nicht errichtet Werben bttrften. 3ttbem mm bn § 1 6 
be) Ctt»ftatut* bn Klägerin biefe« Bnbot auf (betäube 
fthlechthin rrftrede, gebe e* übn Me Dom ®eft»e porgefchritbnien 
Stengen bi*»* urtb entbehre infoweit bn WecbUwirffamteit. 
Sie Bedagte b*äe f«b nun bei abgabt ibtn Perpflichtenbcn 
Stflänmg tatfächlicb in bem 3rrtum btfunben, fee fei nur gegen 
imrntgettli$e abtretung be« StraftenUmbe* bnechtigt, ba» 
Sogngebäube gu errichten. SRit biefn «tdärung habe fte nur 
ein bnmemtlieb für fit beftebenbe« Baubnbot obn ein on* 
memtlicbe* »!ibtrfptucb««iht bn Klägnin gegen bie Stuhlung 
be* Eagngebäubt* befeitigen WoBen. Sa mm abn ein reept«' 
gültige* Bauueebot, heften Behebung bn beibnfeit« Potau«* 
gefefjteä8»«<t he* Bertrage* getoefen fei, nicht btftcmbtn twb«, 

11 * 



u 


M 3 . 1908 . 


QurijHfdje 2Bo$en[$tift 


fo |n bie (Hegcnlf ipung bet Klägerin für bit bon bet SeDogten 
übernommene Serbßiegtung jtnc unentgeltlichen Bbttetung bei 
©tiaßenlanbel nut eine tjernteintliche getoefen. SO» Bcflagte 
habe bernnacb biefe Beipflichtung o(me itthtlicgtn ®rtmb über» 
nommen unb anberfeiti bie Klägerin burcb bol SR tritt bei Set» 
ttagel gegen bie BeHagte, alfo auf beten Koftrn, einen Btt» 
firniß erworben, bet bei rechtlichen ®ntnbel tnibebte. Slacg 
§ 812 B®8. löntte bie Setlagtc bie Bufgebung bet bon igi 
übetnommenen Setbixblicgteit 0 erlangen unb natüili$ autb bie 
mit bet Klage beantragte Erfüllung bet Setbflugrtnig gemäß 
§ 821 8®8. Stttoeigetn, ogne baß el noch auf eine Prüfung 
bet toeiteten Smtoenbungen bet Betlagten anlotmne. Die Se» 
»ifion bet Klägerin nui<bt in etfltt 9inie geltenb: etfl burcb 
ben Sertragäfcbluß fei bie Berpflicbtung bet 8ctlagten Ion» 
flttuieit Worten (§ 812 Bbf. 2 8®8.). Da nun bet Ser» 
ttag na<b Srcnabme bei Berufimglgericbtl wegen ffntuml ober 
Dtobung nubt anfechtbar fei, fo liege eine ungerechtfertigte 
Sereichetung nid)! bot. Der 8wed, ju bem bet 8eritag ab» 
gtftbloffen fei, begrünbe bie BnWcnbung bei § 812 8®8. 
m$t Diefet Angriff if) niebt getnbtferiigt (fflitb näher aul» 
gefübtt): Karat fontit btefei Bngriff m<bt gut Aufhebung bei 
Urteill fügten, fo lommt el noch auf bie Weitere SRlige einet 
Beilegung bet angtfubtten Sorfegriften bei ffluthtlmitn®. an. 
3" liefet ^infttgt geben aOabingl bie Bulfübrungen bei Be» 
ntfunglgetiebtl gu tecbtlicben 8<benlen Bnlaß. Dal Benefungi, 
urteil leibet an bem SUegtliirtum, baß el bit §§ 12 unb 15 
glucbtlmien® , auf ®tunb bettn bol Dttlßatut bet Klägerin 
erlaffeu Worben tfl, nußt auleiuanbet gehalten unb nur ben 
§ 12 in ben Kttil feinet Erwägungen gegogcn bat. Darin 
bat aüerbingg bal Berufunglgeriebt recht, baß bet § 12 bie 
Senteinbtn gu einem Sauoetbot nur in betreff bet SBogn» 
gebäube etntätbtigt, inbetn el ihnen überläßt, lung Ortlßatut 
feftjufleHen, bafi an ©tragen ober Straft rnjr den, wclibe no<b 
nt<bl gemäß bet baupolijetlicben Begrannungen bei Ortei {fit 
ben dffentli^en Setlebt unb ben Kn bau fettig gefüllt ftnb, 
SB ohngebäube, bie na<b liefen Straßen einen Bulgang haben, 
niibt errichtet werben bürfen. 3m Untetftbiebe bon § 12 be» 
fcgeänlt aber bet § 15 feine Bnwenbbailcit niibt auf SB o b n , 
gebäube, fcnbettt erftrech ft<b auf ®ebäube aller Sri, felbft 
minberioeritge niibt aulgenommtn, fofetn niibt, Wal ben ®c 
meinben freißebt, im Ortlftatnt etwal anbetel befitmmt ift. 
Ob bal bon bet Betlagten enitbtete Sagergebäube all ein ®t« 
baube im ©rirne bei § 15 angufrben ift, batübet enthält bal 
Betufunglurieil eine ff eftfte üttrtft niebt. Bei bem SRangel gegen- 
teiliger geßfteHung ift babet in bet Stetnfionlinßan) babon aul» 
gugeben, bat el ein ©ebäube im Sinne bei § 16 ift. Der 
§15 räumt mm ben ®emeinben gut Erfeiibtetung ibtet Set» 
pfltcbiuRg, für bie Reifte Cftnig unb Unteiboltung bet DtM» 
fttaßen unb Släfe gu folgen, unter bcflnnmten Sorauifegungtn 
unb innerhalb gewiffet Stengen bal Steigt rin, biittb Ortlßatut 
ben Unternehmer einet neuen Strafte foinie bie angrengenben 
Eigentümer mit Stüdßcgt auf bie ihnen aul bem ©tragen- 
betlebt regelmäßig erisaibfenben Sorteilt gu ben Straßenbau» 
loften betangugieben. Snlbefonbete ermächtigt et fte, bunh 
Dttlftatut feftguftelen, bag bei bet Bnlegung einet neuen Sttage, 
Wenn (ölige gut Bebauung beftimmt ift, bon bem Unternehmet 
bet neuen Bniage ober bon ben angrengenben Eigentümern — 


bon feginen, fobalb fte ©ebäube an bet neuen ©ttage dritten, 
— bie „ffteilegung" bet ©ttage in btt bem Bebütfniffe 
entfbreebenben Seife befegafft begw. ein berhältnilmäßiget Bei- 
trag ober bet Erfag btt gu allen liefen Maßnahmen etfotbex- 
liiben Koftrn getriftet Weibe. . . . Dagegen enthält bet § 1 6 lerne 
Befümmung, wonach bie Erteilung bet Bauetlaubnil bon einet 
bothrtigen unentgeltlichen ganbabtretung abhängig gemacht 
Werten btirfte. Daher iff bie Eribägung bei Benifunglgnichtl, 
bag bet § 1 6 bei Orilftatutl bet Klägerin infoweit btt Mechti» 
toridjamleit entbehrt, all barin unter Obetfehnitung bet im § 1 2 
bei ©tftgel botgefchtntn Befthtänlung auf Sohngebäubt bit 
Erteilung btt Bauetlaubnil gu ©ebäuben ftbltthtb« bon uncntgclt- 
Iithet Sanbabtretung abhängig gemacht iß, rechtlich nicht gu be» 
anftanben. Bfltin bie UnWirtfamteii btefei ben § 1 2 betreff enbeu 
Derlei bei Drtiftatutl, bal all rin einheitlühel für bie Bul» 
fühtung bet §§ 12 unb 15 bei ©efege! erfaßen ift, gai niebt 
aueg rie Unwitlfamlett bei ben § 15 briteffenben Detltl bei 
Oitifiatuli gut (folge, foBrit liefet fug im gefeglicgen 5i rinnen 
galt Slacgbem hie BeHagte ben geblauten Sieubau erriegtet 
gat, iß el ttuntnegr füt hie (frage, ob bie Klägerin noeg fegt 
ogne tetgtliehcn ©tuttb auf Koßen bet BeUagtcn betricgtit iß, 
neigt bon entfegeibenbtt Bcbeutung, baß bie Klägerin bie Er- 
teilung bet Bauetlaubnil an eine uttguläfßge Beringung ge- 
hüpft hat (ogl. St«3. rin 3SX8L 1883, 336.). Sritlmtgc 
iß gietfüt bet Umßanb maßgebenb, ob bit Klägerin gegen- 
Wäctig naeg SRaßgahe bei § 16 glucgtlmitn®. unb igtel 
Orilftatutl rin Steigt auf unentgeltliche Abtretung bei (tag- 
lügen ©tunbßüelftirifenl gat ober niegt Stuf eine Etbrieiung 
riefet [frage iß bal Berufunglgmcht nicht eingegangen, weil 
el ben § 16 bei ©efegel übetgaubt tragt in ben Ktecl frinet 
Erwägungen gezogen gat Stabt D. c. SR., U. b. 17. Dt}. 07, 
268/07 U. — Düffdbotf. 

©tembelßeuetgefeg bom 31. 3>li 1895. 

*1. larifßeHe 95c in Bttb. mit Darißtummet 4* 
3iff. 4 Hbf. 1 StStemg©. bom 14. 3mti 1900. Betfteuenmg 
bon 3flattonlgefcgäßen bei Bulreicgung bon Sllticn, Wenn Uber- 
gang bet SBettbafriete im SBegt bet gußon gemäß § 306 
$©8, erfolgt] 

gwifegen bet Klägerin unb bet Berliner Bant mürbe unter 
bem 20. Degetnbet 1904 ein Strttag gefcgloßen, mittcli befien 
bie Setlrittt Banl igt iiermügen all ©anjel nach bem 
Staube btt Bilanj bom 31. Dejembtt 1904 auf bie Klägtirii 
überteug. Dtefe gewährte ben flltumättn bet crafgtnommenen 
Banl 33 600000 M neue Bltien mit Dibibenbetibe|ug4ttcgt 
bom 1. 3anuat 1905 ab. Det Bcttcag femb bie ©enegmigung 
bet ©tnetalbetfammlungen. 3* bem Setmägen bet Berliner 
Banl Wattn auch SBcttpahiett unb Bnttile an betgtecgtlichen 
©ewettfigaßen. Büßet bem Stembel füt bie Buitricgratg bet 
neuen Bltien an bie Bttionäre btt Berliner Bant (DatifßeUe 4 a 
gtff. 4 Bbf. 2 SiStemp®.) Wutbt bet Ertnetb btt äBertbapiett 
unb Bntrilt bon btt Steuer begotbe all Hnfcgaffunglgefegäß 
im ©imte bet Xarifßrlle 4a $iff. 2, 3, 4 Bhf. 1 fetttn* bet 
Klägerin, in beten Eigentum jene ©egenftänbe übergingen, an» 
gefegen unb bemgemäß Scglußnoten aulgeßelt, bie ritlgefamt 
mit 4 527,90 M beißcmpclt Worten futb. Die Klägerin Wat 
bet SRrinung, baß bet Stempel nut einmal nach bem gäigflcn 
Sagt, bet füt bie — natg igtet Bnßegt aulgetcutfcgten — 




37. gafcrganj). 


Qurfflifdje ffiohjenfdjrift 


85 


Neigungen in Betracht lommc, anjufegrn fei. Ba bixfefte 
Sag |ii 1 t. t Don feem ®erte ba grtrfrghaftlufeen Bnteile. 
Sa Bon feen neuen SUtien mir •/» fe. X. gejault feien, fo rffei. 
fertige 54 5» änfafe Bon noh ’/n B. X. Bon feen fluten, 
nämlich Bon 77 M. Sen Slebrbetrag Bon 4 450,90 M fotfeerte 
feie Wägeten int SeifeMWege nebfl ^riefen feit feer Wag- 
gifte ßiing jurflet. Sie I. Snpan) ertaimte noefj bem Wag- 

anteoge, bie U. Snfianj Inie* feie Jltage ab. Sie Sefeifton ig 
(urflhgetoiefen: Ser erfennenbe Senat bat feie grage, ob neben 
feem SitthiB'mfeel für feie Huireihung Bon Sitten feiten« feer 
BitirngefrEfhaftex an feen elften ßrtoetber (latejnuimnn 4» 
®ff. 4 Bbf. 1 SSStemfe®.) feer Stemfeel für fea« ßinbringen 
Bon SStertfeaBieren feer in bet Zarifmimmer 4* $iff. 2 unfe 4 
Hbf. 1 bejeiifeneten Btt nah feem feoct bejeiefeneten Gage ju 
erfeeben fei, für einen gaE bejaht, in toeldjem Hä; eint Scnjel» 
feerfon BerBHufetet batte, neue Bttien einer fegon befte feen feen 
HlttengefeEfhaft ju übernehmen unfe ihre ttntlagt in 5k Salt 
eingehraihtrr a«8länbifha Bitten ju machen (SR®. 51, 351). 
SRit auäfübtliher Begrünbung iS bargelegt, bafi e« Sh bei 
feer Übereignung bet ftemfeen Bitten um feeren Urnfafe, um ein 
feen ßigentumtertSRb feiten« feer HtttengcfeSfhaft bejtrtienbe* 
Sefcbäft hanble, fea« jefeenfaE« nicht all unentgeltiche« be- 
trachtet torrben tonne unfe nah feer Raren Bbfufet fee« (gefegt* 
Bon bem 8eth*S<mBeI getrogen toerben foBe. Sabel ift auh 
ertoogen, bag S4 bitfe SÄnlifeattung nicht mit bet reufctgcnifet- 
lugen Scehtfferrehung übet ba» Hnfhafftrngigefhäft, in»be[onbete 
mit bem Befcgluge feer Sßer§€>. Born 30. 3*tti 1892 (Ä®. 81, 
17 g.) unfe feem Urteile fee« erlcnnetiben Senat« Bom 
5. fjnnuar 1900 (SS. 45, 99 ff.), in ffiebaftceueg fege, Hn 
feem biemaefe aulgeffetoebenen ®tunfefage bat feer Senat feüfeer 
fcftgcbalten (Bgl. feie Urteile Bom 6. Sferii 1906 — VII. 
356/05 — nnfe Bom 1. gtbruat 1907 — VII. 918/06) unb 
fett »oiliegenbe SÄchtSfhete bietet leinen Hnlag, Bon tbm abju. 
loeitben- Sie Bon bet SHeBtfum Bertretene Äuffaffnng, bag nur 
ein einjige« tUnfaggefhäft, nämlich fett Bu»!aufeb feee jungen 
Bttien gegen SBertjoafeine, Bocliege, ba« nur feee einmaligm 
Befteunung unterwerfen fei, ift abjulebnen. Sie iS mS feee 
mbtliifeen Statur feer Übernahme bet Bitten unfeeteinbat, wie 
bie« f<Son in ben früheren Urteilen berBorgeboben iS- Sabei 
ma^t c* für bie ju entfheifeenbe (frage leinen Unterfegteb, ob 
bie Übernahme bei her (Srimbung ober bei bet ßrhSgung Be« 
®nmbtaferial« berSttiengefeflfhaft erfolgt; Se iS ein frttgänbige«, 
mit Bet Ctnlage in feinem fwiaflagmattfibe« 8“l«mmenbange 
Sebenbe* Sefcgäft, fea« gleich einem Bufhagungägefifeäft nach 
feem buch fea« ©efeg Bom 27. Sferii 1894 neu eingefügten 
Bbf. 2 ffiff. 4 bet larifnumrnet 4 a SRStemfe®. beftruert 
wirb. 38 fe*'« «bet fee» ?«B, fo iS weift bie £anbe«gefeg. 
gebung gebinbert, neben biefet Steuer mxfe einen Stemfeel für feie 
(Einbringung bet für feen (Erwerb bet Bitten gemähten (Einlage 
jn erbeben (Bgl. SariffteEe 26 e SrStemp®. Bom 31. 3ull 1895 
unfe fea« 91®. 45, 99 abgebrühte Utiefl), nah erf hebet c« 
OB«gefhlogen, fofern feiefe« 8m bringen ben lalbeftanfe einet 
Barm be« SlStemfe®. erfüBt, legtae neben bem Bbf. 2 3>lf- 4 
a. a. D. nnfe felbflBetflänblih unter Bulfhfufl lanbeägefegliha 
Begrurnmg anjuWenben. Saturn iS auch feie in SSertfeafeieren 
betoirlte (Einlage al« Hnjcbaffimgtgefhäft für gemfeelfegihtig 
erachtet Worben. Wug e« fonah bei bem grunbfdfelihen Stanb- 


feunlte, ben bet Senat gegenüber fen Beefteuctung fen 32ati»n*‘ 
grfhäfte bei fen Su«reihung Bon BItien an feen erflen (Erwerber 
eingenommen b«t, betoenben, fo tonnte nur jtoeifelbaft fern, ob 
bal Bon fen Bebigon au« Bn Scfonfeexbeil be« gegebenen 
jfafle* bergeleitrte Bebtnltn begrünbet iS. Sn Ubagang bn 
Skrtfeafeien, ben Bn gilhi« für ftenerfeSihtig erahtet, bat Sh 
gegenmärtig im Stege Bet gufion mit Betfhmeljnng 
(unter ButfhluS feer üiquibahon) gemäg § 306 4>®9. BoE« 
jogen, inbem bie Balinn Banl ihr Bmnogen al« ®an je« bn 
Wägeten al« bn anfnebmenben SefeBfhaS übereignet bat unb 
btefe Übereignung ahne bie Sotmenbigleit befonbnet Über- 
teagungüatte al« ®efamtreht«nohfolge loirtfam getoorben iS- 
3nfeeffen toirb feafeurh an fen re Etlicher. Beurteilung fen Saht 
nicht* grünbert (Stirb nüfen aufgrfübrt.) Ä.« u. S.>®. e. 
SlttuS-giSl, U. fe. 10. Sej. 07, 101/07 VII. — flnim. 

*2. SatifStBe 58. Stemfeelfrribeit fetr OfftrlfhteibemJ 

Ser BtEagte Steuer fietuü nachtete fünf Schreiben, bie 
unter Bmoenbung eint« gormular« im Sah” 1206 Bon Ben 
fhiebenen fteii or.en an bie Jtldgerin gerihtet Butten, für ftrmjxl» 
feSihtige ShntfeBnfhreibungm im Sinne bn SariffteEe 68 
jum StrStemfe®. Bom 31. 3ttli 1895. Sie Schreiben ent- 
halten SefteEungen lanbtBirtfhaftlihn SRafhinen unter genauer 
Bnga6e bn bribttfeil» ju übnntbmenben BerfeSihtungen. 3**” 
befonbne beige e« barin, feag fen BeSeBn Sh BtrfeSihte, fern 
— ligetmiSig beSimmten — gtrei* in genügen Siilbttedgen 
ju entrihten. 3" einem Schreiben ig gefagt: „Sir Bnnetbme 
feiefe« flittrage« bleibt 3fenen Borbebalten", in ben Bin anfenen: 
„SieBnifübtung BorSebenben Huftrag« bleibt 3bnmfeorbeb«Iten". 
Sie fttäjerin forberte bie örgattung fee* Bon ihr mit jufanmien 
8,50 M enteihteten Stemfeel«, inbem S« geltenb mäht'- bafe nur 
Semfeelfrtie Sertraglantrdge Bodügen. Sn BeOagte begehrte 
Bbtoeifung bn Wage. 3» I. 3“ga"l ümrbe bie Wage abge> 
Briefen, in II. 3nflan| nah Ber Wage erlannt SeBifton ig 
ptrüdgesrirfen: Sn Berufung*rihtn legt bie BefteBfhttiben, 
Bon benen ber Stemfeel erforfeert toorfeen ig, bafein an«, bog 
ge lebiglih Bertrag«angebote enthielten. Segen feiefe Htt*> 
legung ig rchtlih niht* iu etimtem. Bu« ba erfhfefeftnfeen 
Btiefeagabe fee« SagoIM fen feeabghtigten Btertfeerteüge ofen 
EBerRieferung«Bertrlige tonnte (ehr toobl bie rthtlihe Sragtoeite 
feer Shrnbcn al« Hoger Offerten entnommen mafeen. Sei feer 
Shulfefeerfhreibung rin Sinne fea ZartfgeEe 68 fein Stemfe®. 
Bom 31. 3uli 1895 banfeelt e* Sh um bie fhtiftiiebe Uber. 
nähme »bet Bnnlennung eriia auf Sablung einer ©elbfurame 
gerichteten neuen unfe feltgünbigen BerfeSihtuctg, Wobei e< nah 
§ 3 Bbf. 2 Stemfe®. frettih niht barauf antommt, ob bie 
Bcrfegihtreng nnr unter einer Befeingnng rrliÄrt Worben ig. 
3Ber einem anberen bie Shiiegtmg eine« Bertragc« antrügt, ig 
regefmdgig an feen Sntrag gebunfeen (§§ 146g. B®8.), aba 
a Betfegihtet gh nicht unter fea Befeingung fea reebejeitigen 
Bnrtabme fee* Bntrage«. Sic ®ebunfeenbeit bebrütet feie 
UntBifecrrngchteit, feie oehtlih' Unmöglihteit, feen feurh feen 
Sorfhfag (unfe getanen SBiEtn, einen Bertrag afe}ufhliegen, 
aiefea dnfeem, niht fea« Segen nun Befeingung. Bon bnen 
(Eintritt bet rthtlihe (Erfolg fea (EriUnmg abbängt Bi« jur 
Hnnabme ig übabaufel (ein Bertrag, «uh (ein bebriegtn, abgt, 
fhlogtn unfe wer rin jhrtfdihe« Sngefeot mahl, Wifl, bag bn 
Bertrag juganbr bmmt, niht aba Wifl a eine bereit«, nenn 



86 


Qttrifttfdje SBodfetiftfrif t. 


•9Kf 3. 1908 


auif nur bebingt beflcpenbe Sifulb vetbritfen. URofllidj $ 
o&nbng#, bag eine ©ifulbvetpfiiiftung untn ber Bebingung 
bet 3uPanbetomtnent eme4 ©ertraget beurlaubet »ab. 3 lut 
bieje Ximafme Hegt butifauä fern, toenn an rinnt anbettn rin 
bie Bebingungtn bei ©ertrage» auiftiftlüf toitbttgebenbei, 
mibefonbete bie beiberfritigen ©npfliiftungen umfaffmbeö 
©eftellfigttibfn gniiftet toitb. Zetbalb tonnte bei Berufung«, 
riiftet ob 1 « ©nlrgung von S «ff »normen bit Siftribtn bet 
Beftellet ali Möge Xngebote mit bnn 8t«d, rin ©ertragt» 
vetfältnii }u begrünten, anfegen. Safe bamit bnn I5mp fanget, 
Wenn tt anniimnt, rin Bttoriimmri ftttc bnt Umfang btt Dom 
Dffrnititn ubemommrnm ©erbinbliigfcittn Verfigafft »iib, iß 
niigt cntfifribeTib. St gilt btt« auif gugunftrn bet Cjfttntitn 
in Xnfeftmg bet ©fliigtm bet Empfängeri. Sa» SBeftnttüge 
ift, bag bit Xnnagme Vorbehalten toar, bag alfa bit Klägerin 
freie £xmb batte, ja obtt nein gu [agtn, unb bag niigt tint 
über bat Safrntn einet Xngiboti binauigefmbe ©ttpfiufluiig 
beutfunbrt toat. ffitiofd) btt Xntrag, fo Verlöt tt ob 1 “ toeilerti 
ftint binbtnbt Kraft Sarauf lammt ei niigt a», ob bit 
©efleHn mit bm Xgenien, bit Irint XbfigtugtoUmaifl gatten, 
ftbtt aBt ©unlte bei ©ertrage« einig toartn. ßmpfängtr btt 
Offetten toartn niigt fit, fonbetn ti toat biei bit Klägerin. 
Xlt Angebote ftnb bit Sigreibtn mit fünft Vom Btrufimgi» 
rifflet für ftrmtKlfiei eratgtet tootben. T er Stanbpunlt bei 
gtfhii toiitbe übrigtni bagin fuhren, bit betn ©ertragtfiflug 
buttf Btieftoeigftl gnmbfäfluf getoäfrte Stempelfteigril (§ 1 
Xbf. 2 Stomp®. ) für eine Seife Von ffSBtn toitbet |u 
befeitigm, jofetn man genötigt toäte, in bem bemnätfft figriftlug 
angenommenen Dffertfigicifen eine ftempelpflüftige Seguibver» 
|<gieigung ju etbliden. Set ©ertrag ift ju verfuttern, nenn 
bit ©orauifefjungen bei jtoeiten Sage» bei Xbf. 3 bei § 1 
Stomp®. gegeben ftnb, nietnali aber bai Offertfeftoiben ali 
f oitfei. ©t.g, c. x.,®. e. & u. v. aa seg. 07, 
172/07 VII. - Bttilau. 

23. SCariffttOe 68, ßlff. III (Vgl. ZariffttOe 2, Stbf. 6 
bü 8) Stempeipfliigtigteit tinti äntragi auf (linttagung eintt 
Suferungiffpotfel für eine Zeilf<fiübveif$rribung4anleigc. 
(Sieftbotitgung bet Uihtnbe Siet bie petfönliefe StfuIbVet» 
binbiitfleit.)| 

Sie Klägerin fat gu notariellem ©rotoloB Vom 11. 9iot>. 04 
etilätt, bag fit beabfnftige, buttf ©crmittlung brr Konnnanbit» 
gtfeBfifaft auf Xtlim in gitma „©. fj. " ju ©. eine Xnleige 
von 8 600 000 M aufgunefmen, bie ju 4Vt V. §. m falb» 
jäfriiefen Stelen am I. Xpril unb 1. C'Itobet (eben Saft ei 
Derimtluf, gum Senntoerte riiäjaflbar, bii gum 1. Xptil 1909 
untfinbbor, von biefem Sritpunh ab innetfalb 26 haften tilgbar 
unb in 8 600 6tSd übet ft 1 000 M laultnbe unb auf ben 
Flamen btt 8. <j. obtt an btttn Dtbtt gefieUte Zeilügulb» 
Vttfiftribungen jeriegt fei 3»t Sufmtng bteftr Stilftfulb- 
Vttftftribungianlrift belafle — toie ti toritot feig! — bit 
Klägerin mit rinn Süframgiffpotfet gemäf § 1 187 ®®8. 
in $6 ft Von 8 600 000 M ntbft 4'/i V. $. S'nftn feit bau 
1. Olt 04 bit naeffolgenbtn, ift gtfürigai ©tunbfiüclc gut 
®efamtfaftung (bit ®tunbfUule toetbtn näher begtitfnet). 
Sann folgt bit Stjleflung btt 8. $. gut Sertreterin btt je> 
toriligat @Iäubigtt natf § 1189 8@8. untn Kngabc bn 
ift jufltfenbrn Srfugnifft, unb ei toitb forigtf aftat ; Senn 


gemäjs bctoilligl unb beantragt fu (bit Klägerin) bit ®ui- 
tragung folgenbtn Sermttfi in bie ootbtgeuf neten @runbbttifet : 
3 600 000 M nebfl 4 V« b. S*ftn ufto. (folgt bet ffiin- 
tragungiVttmtrt, oir et Von bet Klägerin vorgefeflagtn toitb). 
Su bet Uthmbt toutbe ein Stempel Von 6 M vtrivenbrt. 9iaif 
Eintragung btt ^ppotftl auf btm Blatt tinti im Btgirte bei 
X®. gu 8, belegmen ®runbftüdi ttfoeberte bai X@. einen 
Stempel Von 2 917 M nmf Zarifftette 68 ©rStemp®. vom 
81. 3uli 1895. Sit Btfiftoetbe falte nut btn Xbfirief Von 
5 M gut (folge, mfcem bai K®. btn vtttotnbtton Stempel auf 
btn naef feinet SDleinung narf 3'ff- I btt ZanffteHe 58 ge» 
fifulbeten Stempel vetteifneto. Sie Klägerin fotbetle im Äeefti» 
toegt bit Süijafiung bei am 28. Oft. 05 nttriiftettn 8« 
toagei Von 2 912 M nebfl 4 V. $. Smfeii feit biefem Zage. 
Sit tnaifte geltenb, ba| fie irotetfalb von gtori SBoefen naif 
SuptHung btt ®ttiifi4lofinte(fnung bit amtlufen Quittungen 
über bie ©atoenbung bei ©ciefiftomptli gu btn bon ift aui» 
gegebenen Zeilftfulbvctfiftribuagtn bem X®. vorgelegt fabc; 
bit Sifulbbttfifteibungen frlbft fabe fie, »eil im Umlaufe bt» 
ftnbliif, niift rinttiiftn fönnen, Sai Ä®. toiti bit Klage ab; 
ti eratbletc S'ff. I btt Zariffteäe 68 ffit antombbar. Sai 
0£®. totes bie ©ttufung gurild; ei nafm inbejftn an, baf 
bet Stempel aui 3'ff- UI gefcf ulbet tu erbe. Sie Sevtfion 
toutbe jurüdgetoiefen. Set 8erufungiuiftet legt bie notarielle 
Urfunbe vom 11. Siolj. Oi bafm aui, baf fte lebtglitf bie ©c» 
fleßung bet Siifenmgifppotfet für bie aufgunefmenbe Xnleife 
Von 8 500 000 M gum ®egtn{ianb< fabe unb baf bit peifialüfe 
Sifulbvetbinbliifleit nut gut näfeten Srläutenmg bet auf bit 
Ömräumung bet ^vpotfrf gerilfteun Ecllätung, nüft in bet 
Xbfiift, auif bit Sefulbvttbinblitflrit gu vtrbritfen, erioäfnt 
uotbtn fei. Sitft Xuilegung rfi reiftliif niift gu beanftanbtn. 
Sie ©egrimbung einet ^ifpotfet ctfriftft bie ©egeüfnung bet 
(Jorbttung, gu beten ©efriebigung bai gu belaftonbe Scunb» 
ftud bienen foU (gg 1118, 1115 S®©.). SBenn bafer bet 
©etufungiriiftot in ben bat petfönlufi Sifulbvetfältnii bt» 
toeffmben Xngabcn bn Utfunbc nut jene ©egeiifnung ali einen 
unttläfliifen ©eftanbtnl bet Einttagimgibetoilligung fmbet, 
fo lägt fitf bagegen niifti mnnetn. XQcin auif bie fecnetc 
Xnnafme bei ©erufungärufteei, bag bie Utiunbe ali Xntoag 
auf Emtoagung einet Oppotfel naif ZariffteHe 58 giff. 111 
©cSlemp®. Vom 31. 3uli 1895 ftempelpfTuflig fei unb bag 
bit Stempripflügt nüft bunf ben Xbf. 2 bet S'f- UI auige» 
fifloffen toetbe, ift frei von ©nftiintum unb barum ettocip 
ftef bie ©cVijion ali nnbegtünbet. 3ia<f Xbf. 2 a. a. 0. pnben 
bie ©otfiftiften bet ZanfptHe ,, Abtretung bon S elften'' 5. fit 
einfiflicgltif 8. Xbfaf finngemäge Xntocnbung. 3« ©ettaeft 
tommt bet 6. Xbfaf; banaif toitb bet Stempel nüft etfoben, 
toenn bei btt Xnbringung bei Xntoagei ober imteefalb einet 
nabet begeitfntten »jnft bie Urtunbe übet bie bem Xnttage ju> 
gnrnbe Ittgtnbe Xbtoetung üt Uefefrip, Xuiftrtigung obet be- 
glaubigtet Xbftfrift Vorgtlegt toitb, unb ti ift ali eine folife 
Utiunbe nut bitjenige angufefen, toelife bie Xbtietung fo ent» 
fäll, toie fte unter ben Beteiligten finfuftliif bei SUcrtei bet 
©egenlriftung verabwbet ift Sn Xbf- 9 bn S’ff- Ul Zatif» 
(teile 58 foB bunf ben ^intoeii auf bie ZatiffteOe 2 gu bem 
Üigtbniö füften, toelifti bei Xntoenbung bet §§ 8 bii 1 2 bei 
®efefei, bete, bi* Stempelabgaben von getoiffm, bei bem ®tunb» 



37. 3a$iganß. 


^mifiifdjc JBoeffenfibvift 


87 


biuhamtc anjubtmgenbtn Snttägen, Dom 6 . 'Km 1873 gewonnen 
»utbe. ©ff« (buch § 35 Stemp®. aufgehobenen) Seftim. 
muugen bejtoedecn, bem Stulf tun SebuIbBtifebtcibungiftempcI 
bon y„ B. §. au<b bann ju fubnn, wenn bit Borlegung tinn 
Sebulburfunbt aübeigte (lutnau, <280. 5. Sufi. 9b. 2 
S. 4S Hnm. 2 ju § 8 bei trhw^nUn ©cf«|c>). güt bit hbpo. 
tbf! batten fu tauin «in« praltifebt Sebcutung, weil Bot ibra 
ffintragung bit Sebulburlunbe botgelegt Waben mufcte (§ 19 
Jif. l JkSts®.). Snbttä Betbült «4 fitb nach bem neuen 
Setbte (§58 #90.). öiematb Mibe bei Sntrag m btt Uf 
tunbe nom 11. ?lob. 04 nur bann ftempelftei fein, Wenn bi« 
Uihuibe übet bic petfänlieb« S4uIboabtnbIi<bIeit, toi« fit in 
bei ßmltagung unb bei StWittigung bejeiebnet ifi, boegelegt 
soeben Wüte. 5Da& fit bon jenct Uelunbe nitbt umfaßt Wirb, 
ijt natb bet Sublegung bei Strufungiriebtat nie^t meb« ju bt. 
jsxifeln. 8 « lommt alfo nur in gtage, ob etwa bie Zeil* 
fibulbBeijebttibungen, in Wdibe bic Bniabe jetlegt ifi, ali bie 
bi« Sttmpelpflubt bt» Siuttagunglanteage* befeittgenbe Sebulb- 
uettmbe anjufeben ftnb. Such bwi wirb Born Saufungitiibta 
obrn ceibtlicben SerfioJ Bemeint. (üüitb totitec auigefübrt.) 
*.-©. für 2,‘U. <D..5nbuptie c. iPreufe. giit., U. B. 17. 2)ej. 07, 
188,07 V1L — ÖttWau. 

IV. (Dal franjäfifhe Sied)!. 

*4. Sit 1287, 1285, 2011, 2026, 2028 c. c. ®tlafc 
bei hauptjebulb feiten! bei ©iaubiga« bewirb ScUftben bei 
Stagjebaft tro( ernte bem Singen gegenübet gemalten Sot- 
bebalt*. ©efec ©runbfat gilt auch füt bie ©olibatbüigfcbaft.] 

Suf ®tunb bei mit 9le«9» auf ba« SürgfebaftibttbäUnii 
angemtnbeten ftanjbftfiben SReebt« bat ba* »erufungigaiibt 
ohne @tfeb«*Bttle{tmg angenommen, bafe infolge bei Gtlafft* 
bet §auütf<bulb feiten» bei Släubigeti, itop bei ^ieibei Bon 
btefem bem Sütgen gegenüber gemaibten »otbeballi, aueb bie 
Btttgftbaftiftbulb bei «ellngten Bon Stiebt« Wegen eilofeben fei 
liefe Snnabme Wirb bunb bie Sotfebtifi bei Sit 1287 c. c. 
geteibtfeitigt, toonatb ein ötlajs «bet eine Stfeeiung, kotiere 
bem ^aubtftbulbnei gewährt wnb, autb ben Sütgen befreit 
liefet Sag gilt nämleeb obne Siitdfiibt batauf, ob bei ©laubig et 
{üb bei einet foltbtn SeebtibanbUmg feine Seihte gegen ben 
Sütgen Botbeb&U ober nübt inbtm ein bctaitigtt Sotbcbali, 
ali mit bem ©dag in ääibafpiueb ftebenb, für unwidfam jn 
etaibten ijt; benn ba nach Sit. 2028 c. c. bet 8üege, bet 
ben ©läubiga bejaht bat, fernen Südgtiff gegen ben haupt* 
ftbulbnct bat, fo toütbe bitftt. Wenn bet ftaglidft Sorbe batt 
wtdjam Witt, tio( bei ibm gegenüber erfolgten «rlajfti bet 
Sebulb bennoeb ben Sebulbbmag an ben Singen ju jabint 
haben, tiaibbem Ubier er, auf (2cunb bei Sorbebalti Bon bem 
#läubiger belangt, an biefen bie Bon ibm Berbürgte Sebulb 
bejabli hätte, hiermit würbe aber bt* Bon bem Staubiger bem 
Öeniptfebulbncc gewährte »tfrtiung Bon bei Sebulb wenigfteni 
ibtet ffiirfung naeb wieber hinfällig. ©t biet niebt ed» bet 
Sbfiebt bei «rlaffenben ®läubigetl etttfpteebtnb ju etaibten ifi, 
fo muh bei Bon birfern bem $auptj<bulbna gewährte Stlaft, 
ohne Sttidfubt auf «inen betartigen Sorbe halt, bu«<b ben bet 
©laubiger ja nitbt ben btm »tagen nach Srt 2028 c. c. 
juftebenbtn Südgnjf entjieben lantt, auib bai (Srlifeben bet 
»tagfebaftifebulb jur golge haben, ©ei ift au<b m ber ®oc. 
febrift bei Srt. 1287 c. c. babuttb |um Suibtui! getommen. 


baji baein bie in Set 1286 bafelbft gebeauebten 3Borte: 
„k moins que le cränncier n’ait expressdmont rosem’» 
sei droits" nic^t Wiebecbolt fmb. 64 fragt fleh aber Weiter, 
ob biefe gemäfc Srt. 1287 jugunfien bei »ütgen geltenben 
©tunbfäfe aueb im gegebenen gatte betmenbbat finb, inbem 
ber »eflagie bem flläger gegenüber eine folibatifebe »tag- 
febaft füt bit ßbeleute 91. übernommen bat, ober ob niebt 
bielmehr auf einen foteben gall ber Solibar bürgfebaft bie 
Soifebrift bei Srt. 1285 c. c. mabgebenb ift, Wonaeb ber 
6riag ober bie »cfreiung, loel^et jum Sott eile tinci ber 
Solibarfebulbner bureb »ertrag gefebübt, alle übrigen be- 
freit, ei fei benn, ba§ ber (Släubiger |ieb feine Seihte 
gegen biefe aulbrüetlieb borbebalten bat fyt biefer 
Öinfiebi ergeben fub jwar namentlieb aui ber Sorfebeift bei 
Set 2021 c. c. Zweifel, wonaeb bann. Wenn ein ©ebuftntr 
feeb bem ©laubiger gegenüber famiüetbinblieb oeipfUebtet bat, 
bie ttSMung feiner ileriinblublin fub naeb ben für bie #efamt< 
fehulb aufgeflettten ©tunbfä(tn richtet. (Doch fpteeben über 
Wiegenbe ©tunbe bafta, aueb in einem foleben gatte bie Sor- 
fehrift bei Srt. 1287 tmb niebt biejenige bei StL 1285 o. c. 
an)uWtnben. Sor allem tann bie erwähnte Seftimmung 
bei Srt. 2021 niebt ben Suifihlag geben; beim biefe btjtoedt 
nach ibtem fonfügen ffnbaltt nur, bem Solibarbtagen ebenfo 
Wie bemjenigtn Stagen, ber auf bie ©inrtbt ber Sotauillage 
bei $auftfebulbnRi auibrüeflieb Berjicbtet bat, biefe Smtrbe 
ju bttfagen, neben weither m Set 2081 befonbeti btrtwt- 
gehobenen golgt bet SSegfatt btt (fcnrebt ba jeilung fieh für 
ben Solibat borgen au« ber bon ihm übernommenen Haftung 
für bai Sait)c bon felbfl ergibt (Bgl. Bit. 2026 c. c.). 3m 
übrige» micb aber bureb bu Sereinbarung, bafi eine famt- 
betbinblieh« „Bürgfebaft" für ben hauptfebulbner über- 
nommen Werbe, bie eeebtlieh« 91atur btrfelben ali einet 
atgeff orifeben SrebrnMicbttit, alfo einer Wirtliehen Stag- 
febaft, niebt geänbert, namentlieb Wenn bie«, wie im gegebenen 
Satte, in bet 9ügf<hajMiirhinbt bureb ben ©ebimteb bei äSorte« 
Stagfehuft aueb bem ©läubige« gegenüber jum Suibcud gebracht 
ifi. $ienuub ifi btt famtbetbinbliehe Stage feinet attgr 
meinen teebllteben Steüung naeb ali Witlliebct Sütge an- 
jufeben. it«balb ftnbrt aueb na <h ba benfehenben Snfeebt bit 
Sotfötifl bei Stt. 2037 c. c. auf btnftlbtn Snwenbung, in 
Welkem Sinnt feeb aueb ba edetmenbe Senat btieiti in bem 
Urteile bom 9. 3«ni 1903 II 165/03 auigefbtotben bat. Siel 
muh aba bequ führen, auf bie famtaabinblühc Stagfebaft 
aueb bie Sorfebeift bei Srt 1287 unb nicht biejenige bei 
Srt. 1285 c. c. arquWenbcn. Qietnaeb ttftbeincn bie awähnten 
Suifübeungtn bei ©erufungigaübli ali Ttebtlieb einwanbifrei 
®. c. S., U. B. 17. ®tj. 07, 275/07 II. — ©ttmßabi. 


Üitetatutbeiüteihuugeu. 

Kommentar tut SieibUanwatt« otOnung »om I. Juli 1878. 
8 on Dr. Sbolf gtieblänbtr, Saabeceilbtirat in Mim- 
butg a. 2. unb Dr. Kar gtieblänbtt, Sitebtianwott tn 
»ünebtn- Äöneben 1908. 3 . 6 <b»ti»a «atag («rtbur «Stlütt). 
gaä tut »enfebenoUa ift ti b«. bag wir eine tinbtitliibt 
beutle ämoaltfebafe, einen bnid^m «moatuftsnb haben; in leinet 



88 


3urifil[dje SBodjenfdjrift. 


Oft 3 . 1908 . 


Verlobe biefei langen 3eiiraum4 aber wurbt in Jage!» uni) £a<h ; 
prefft fo »tel »on Änfealtfchaft unb Änwaltlfianb gefprochett, all 
feil bem Momente, ba bi« 3toitptO)efeorbnung mit einer SobeDe 
{reifen geht 

Unb mancher Kollege unb monier Externe, ber in ben lagen 
bei Kampfel nach bem ©runbgefeh unferel ©tanbe# griff, mufete ju 
feinem Erftaunen erfahren, bafi el, »on (leinen fcanbaulgaben ab» 
gefehlt, eine geitgemäfi fommenturte Äulgabe ber Beehtlanwaltl« 
orbnung nicht gebe. 

JRögltdb, ba& bie Kommentierung cinel ©eftpel abfihteefte, in 
Welchem bie »erlebte benften Becptlmaterien jufammengetTagen finb, 
bal tülweife nur drg4n|ungcn anberrr ökfehe ober lleinm Äul’ 
fdpiitte aul größeren ^cdjtlgtbieien enthält — unb bal fc^Ue%Ucfy 
bod) nur für einen relati» (leinen Kreil non ^ntereffe ift 

PSerabc jur rechten 3«** einem wirtlichen Btbürfmffe ber 
Beraflgenofftn abhtlfenb ctl^icn baher »or wenigen lagen bei 
3- ©d}»ei|cr BctJag (Ärlpur Seüier) in SRiinchen all gemein febaft 1 
liehe Ärbcit bei ftmögericptSrötl Dr. Äbelf JrieWänber in Sfhnburg a. 2. 
unb bei Äetpllanwalttl Dr. War fttieblänbcr in SRüiuhen ein Kom« 
mentar unferer Äecbtlanwalilerbnung. 

Äußerlich, in ber Änlage, bem bewährten ©taubfefcen Borbilbe 
folgen», ift bai ©er! auch innerlich mm ©taubfdiem ©eifie erfüllt, 
bem fcharfen jurifttfdjen Iritifchen Seifte, unb ben h«rbetTagenb<t 
Klarheit in ber Diliio«, bie fich wieberum all eine ffotge »oülommener 
B<herTf$ung bei umfangrtichen unb fehtoierigen ©toffel barflellt 

Gl ifl ein reichel Buch, bal mehr gibt, all fein litel bermuten 
läßt, unb bal lein Kollege aul ber $atib legen wirb, ohne man mg» 
fache Belehrung ober »enigftenl vielfältige Änregungen ju weiteren 
ftcrfchungen empf an gt » ju paben, unb ein ftcl^el Buch, auf bal auch 
ünfer ganjer ©tanb ftolg fein tann, ba c! pocbgfmut für bie unetn» 
gefepriinüe Freiheit bei Berufe! ptäbiert unb all beren alleinige 
Komftice btc weitefi aulgebebnte nobilltas officit auffleüt unb bal 
©tanbelbenrnfitfein, in Äulübung bei Benifel nicht Wiener einer 
Bartet, femberu Diener bei »echte! febt ju müffen (»gl. |. B- Mg. 
Einleitung Änm. 9-12, 18 Äbf. 6, § 18 Änm. 4—6, 10, 37 , 58 , 
Ejhirl bor § 30 uf».). 

Daß bie SJubilatur bei $br«ngcrichtSbof* |ö>ar aulgiebig »et» 
wertet, oon eitut »ollftänbigen Äufjäplung ber (snifcbeibungen 
aber aBgefchen würbe, billige ich, )umal jeher Banb ber Ehren» 
gerichtlbofCntfcbeibungen ohntbitl ein ©cncralrtgtfler enthält. 

Um aul ber Jilfle bei Gebotenen einjdnel fwauljugreifen, 
fo weife ich bie Kollegen Jpejiefl auf ben EsTurl bor § 30 hin» ber 
eine eingepenbe Darlegung bei Sertraglberpältniffel jwifepen bem 
SecptSanwalt unb feinem Klienten enthält unb — Wal bie Ber« 
fährunglfragc anlangt — fiep mit ber bon mir auf bem Wannbetaier 
Äntoaltllagt bertretenen Änfcpauung bedl (§ 28 Änm. 68 unb (rsfuci 
»or § 30 Änm. 64). 

Bon großem 3«ttreffe finb bie ÄuSfüpnmgen übeT bie Sttptt* 
folgen aul mangelhafter unb bertraglmibriger Stiftung antsalilicheT 
Dienfle (Änm. 64 fl. a. a. D.), aul ber unjeitigen Kütibigung bei 
Bertragl (Änm. 104 ff. a. a. D.) unb aul ber fcplenben ijbentität 
l»ifrf?en Äuflraggtber unb BonmaCptgcber (Änm. 126 ff. a. a. 0.). 

Sicht nun btt beachtenswert ift bie erfchöpfenbe Kommentierung 
bei § 32, ber ich itkwh in bem nicht beipflicblen Tann 

(Änm. 44), baß mit bem ÄMauf bet fünfjährigen Äufbe»aprungi> 
Pflicht auch bal Äecpt be* Äufttaggcberl auf fceraulgabe ber fcaub» 
alten tclöfche, gleid}öi<I ob bie $anbaftcn ft<h noch im Beftpe bei 
Änwaltel befinben ober nicht, unb tbenfo ber Ejfurl ju § 40: 
„Die Änwattl'Cojietät" ; benn bkfel im praltifchea Ätben fo häufig 
»orlommenbe SeChtlmftitut birgt in ftch eint Summe ton Streit- 
fragen befonberl, wenn „jum Schluffe bal Äuleinanbergehen lommt". 

Die tnelfach auch ehrengerichtlich aulgctTagene 5 ragt ber ©rünbung 
»on 3wetgbureau4 (fftttalen) behanbelt Änm. 21 ju § 18, bu tnrno« 
ricrung ber lättgleit ber nach § 25 Äbf. 3 Sag 2 priutlegiertai 
fperfonen ln origineller ffieife Änm. 47 iu § 25, bie ehrengerichtliche 
Urteillfinbung unb =abfaffung ber Grfurl ju § 88. 

©ehr fpmpatif^ wirb bie ÄmtlgerichtlanwäHe ber Kommenlar iu 
§9 berühren, weniger bie Werten KcUegen »om Seichlgericht bie hiftorifch 
unb fachlich jutreffenbe Borbemerfung jum 6. Äbfchnttl; unb Wal 
— l**t not le*»t — bal £«na» ferainlnnm unter ben Jttchtl» 
gelehrten anlangt, fo wirb el unfere weiblichen KoDtgen h»*h *r* 
freuen (Cifurl ju § 1 Änm. 10), ba& ihm 3u!ajfung gur Äecbtl' 
anwaltfiaft in ben Bejirten ber Konfulargerichtlbarleit unb in ben 
©ihubgebieten ein §mbenii6 nicht enlgegenftehen bürfte. freuen 
Wir uni neiblol mit ihnen t 

München. Scchtlanwalt Dr. Ebuarb Bloch L 


Die beutfehe (Sebuhrenorbnung für Äechtlanwälte »om 
7. 3uli 1879 in ber Raffung »om 20. Stal 1898 nebft 
ben lanbelgefe|Iichcn Borfchriften über bie ©ebühren 
ber Bechtlanwälte in Breuben, Bapern, ©achten, 
SEBürttembcrg unb Baben erläutert »on Älbert Joachim, 
3ufki|rat, Sechtlanwalt betm Kammergericht unb Sotar. 
fünfte Äuflage bei ©alterfehen Kommentarl ({Weite Äuflage ber 
ScubearbcihiHg). Berlin 1906, ffl. BtüIIer. 

DU 3oachimfch< ©ebührenorbnung hat fi<h fchneU in ben Krcifen 
ber BerufSgenoffen emgefübrt unb f«h all brauchbarer Blegweifer 
auf ben oft »erfehlungenen ©egen bei ©ebührenrechtl erwiefen. Die 
ntue Äuflage tft an bet $anb ber reichen Äecptfprtchung unb unter 
Berfldfcchtigung bet »iffenfcpaftlichen Ärbeiten bur^gefchcn unb »er* 
beffert. 3h* 1 f»nb jwet Änhänge beigegeben; in bem etflcn ift ber 
augrnbüdluh noch in ber Borbereitung befinbllihe Enttourf brr 
Broje^nobeHe erörtert, fowett fie für bal ®*biet ber ©ebühren tu 
Betragt fommt, atfo bie geplante Änberung bet ©epreibg ebühren, 
!ur| erläutert Der {Weite Änbang bringt bie tm Xitel erwähnten 
lanbelgefeplichcn ©ebührcnoorfipriftcn. Jür beibt Änhänge »erben bie 
BerufSgenoffen bem Berfaffet Dan! ttiffen. 


@runb(tgcnbt (fntjtfjcibwtgcn. 

3>cr Skrmirtet einer 2ofomobile, bie in^toifchen Sefianbteil 
bei bem Bieter gchörenben ©runbfliicfl grtrotben toar, forbert 
in ©emäbhtit bei Vertrag« Äücfgab« btt Vielfache, tiefer 
obligatorifdje SSnfpruch ift trop Berufung bei ©eHagten auf 
§ 93 ©®©. auf bie Siechte ber Ohbrthefcttflläu&iger in 
Sir. 1 jugelaffcn, ohne bafe in bicfem ^rojeffe SRücfftcfyt auf 
bie ^»polbetengläubiger ju nehmen ift 

3n Öntfch- Sir. 2 gibt ber V. 3^tlfenat feine Uleimmg 
über bie ^rage ber ftormbebfirftigfett bei auf Gtntäumung cinel 
perfönlichm ©ortauflrechtl in 3(nfe6ung ctnel ©runbftüil ge* 
richteten ©erlragl auf unb unterftellt biefen ©ertrag ber ©or» 
fchrift bei § 313 ©(58. 

Die 3 cu ön«*fäbigttit ber gütergemeinfchaftlichen (Sbefrau 
toirb tn Sntjeb. Sir. 3 auch für ben angenommen, ba£ el 
ftch 11111 «inen ©roje| bei ®hematm6 über urfprttngLichcl grauen» 
Permü-gen banbeit 

Die ©orf (hilft bei § 427 ©®8., toonach bie Haftung 
mehrerer aul gemeinfchaftlichem ©ertrag im 3*^^^ c ‘ ne 
gefamtfchülbnerif^e ift, erftreeft ftch nach @Btf<k Sir. 4 auch auf 
bie Haftung Wegen ber ©ereid>erung, wenn ber ©ertrag Wegen 
Setrual einet ber mehreren Kontrahenten angefochten Wirb. 

Dal Sulfiattunglberfprechen lann nach § 1624 ©08. 
jebenfaOl nur fotreit all Schentung gelten, all el über bal 
angemeffrnc SJlafi hinaulgeht. Ob el aber felbfl bann all 
©chenhmg gu gelten h«f* bängt. Wie Entfch- 9lr. 6 barlegt, 
baoon ab, ob el all einfeitige 3 uto « n bung ober all ®egen» 
leiftung für bie (Eingebung ber abgegeben ift 

6ntf<b. Sir. 7 br^anbclt bie für ©ertrn Wichtige ^age ber 
©cfhmmung bei Cttel bei ®ohnft|el unb bet Erfüllung, wenn 
poltlifche (Semcinbe unb ©nichtlbejirf fuh ni^t beden. Der 
allgemeine ©erichtlftanb ifi bet bem (Berichte beljenigen 6prenge(l 
begrünbet, in Welchem ber Slaumabjihnitt ber ftänbigen Slieber* 
lajfung belegen ift. Dulfclbe gilt für ben ®eri<htlfianb bei 
Grfüttunglortl, Wenn er ftch öo* 1 SBohnfthe ® 269 808.) 
«Weitet. 

©ebauerlich tfl bie Cntfch. Sir. 9, Weil fit gu einem Siege 
bei formellen über bal materielle Siecht führt unb bie ©oraul» 
fepung für bie SBtebcTcinfebung im gfafle ber ©exfäumung einer 
Slotfrifi ohne 3® an ft unl> 3® e( * n^efiwert. (Jl toirb bem 
Slntoalt »ugemutet, bie gegncrifchen Schriftfähe fofört barauf 
burchjulefen, ob in ihm Ptellet^t eine SRitteilung über einen 
SJlangel bet Aufteilung bei Siechtlinitielfchriftfahel enthalten ift. 
El ift gu boften, bafe biefe Entfiheibung bal Sihicffal ber Wohl 
nirgtnbl befolgten Entfchcibung 91®. 55, 20 über bie „Per» 
brauchte DerminSbefHmnumg" teilen möge! ©. 


gür bie Äebaltion »erantwortliCh: Dr. $ugo Utumann m Berlin W. 86, Bahamer ®tra|e 118. 

Drud: ffl. iRoefet Buchbruderci in Berlin S. 14. 



.'V i (Bufleii 12 big 15). 


®frtiit, 15 . Sftbroar 1908 . 


[37. Jahrgang.] 89 


3uti|li('d)f Doditnf^rift. 

0rflcm öes öeuffc^m Jlmnaff Vereins. 


§erau3gcgt5m fcon 

JuJJiprat Dr. Jjufui Beumann, 

fRedjtScmtoalt Beta ffammergertd^t unb 9fatar, ©erlttt W. 86. 

Perlag unb Ciptfettion: |3. Sfierfer feu^Qaabfaug, ^Serfht S. 14, 5tallfcfcreiberihra§e 34. 35. 

$rti* fflt txn 3a^rgang 25 Wart, cingclnc Jtumman pro Cogoi 80 Sßfg. 3nf<raie bit 2 gehaltene IJctUjeite 50 $fg. ©tfUHunßm 
übernimmt itbt ®u<$$cmMung unb tyftanflalt fowit bie <Si£ebUion Berlin S. 14, Ctanfdjrttberftr. 34. 85. 


iJrrrinenttdfridjten. 

Sic Sabiföe AncoalttfannatT bat folgtube 
Mlfllitiil 

ja bem ©efebtutwurf betreffenb Abäuberuug bet Oiericbtl- 
oeefaffauglgcfehet, ber 3‘>>llt>rogcSorbnung, bet ©ericbet- 
(«ffcugcfebel anb ber ©ebäbrrnorbnnng für fRecbtianWilte 

„Sic auberarbeutliche Sammenrrfammluug ber babifdjea 
Necbieantooltfchaft erflätl einmalig ibr «aßet Sinoer- 
ßiabuil mit ben Gefcbliffrn bet Seidiger bentfebea Hu- 
»altttagel vom 23. Nooember 1907. Sie fiammer- 
ocrfammlnug fgritht wicberbalt fljre ftberjeagaag aal, 
bau bee öcfebecitronrf eine entftjlebene SrrfälcibterBug 
aafeeer Sccbt6|>ßcge gat (folge bitte, aaib bee im Staat!- 
iatenfe gebotenen Sädfiibtciabnie aaf bie ttirtfcbuftlicbe 
aab fagiole Steflung bee beatfiben fRecbtlanmaltfcbaft 
acht gereift wirb. 

3nr Ketbttagenteafeage eefllrt bie ftaramewerfnmntlneg : 
3a (Erwägung, 

bog bie 9iei<b*gefebgebung im Bobloerftanbeaea Jutereffe 
ber SRechtibfege aab bet Sollet baooa antgegangca ifl, 
bofc, »et btcaftmifjig all Seratee bet Sollet im Siebte 
anb alt Sertcibigcr bet Wechte» aoe (Bericht fi<b he- 
utigen toiH, in feiner Srrfou auch bie (ätaraurie flr 
bie crforberliibe Wccbtilrnutaii geaiibren mag: 
in (Erwägung, 

bajj bat Wecljtlageateatam biefer (Baraatie aoUftiabig 
ermangelt, aab Uerbiet jeber bifgifliabrea fiontrolle 
feiner 6)ef4ifttgebnl)rang enträtfl ifl; 
in »euerer (Enoägnag, 

bajj bie 3aiaffaag »on Agenten ja einer Weebcflücr- 
tretnag, »eitle oon bem biogen (frmeffea bet einzelnen 
Siebter! abhängig ift, aot»enbig bie unabhängige nab 
freiaciiige ©ab rang bet 3atereffen ber Wtcbcfutbenben 
beeinträchtigt; 
rablidi ia ber (Erwägung, 

baff et bem Staate nicht wohl anfteben fnnn, bem im 
Solllmnab alt „©infelabaolatnr" begegnete» (Bewerbe- 
betrieb ia fiaafarrrug mit bem Hawaltftaub ben Schein 
ber gleiten Btfabigong ja gemäbrea, mel^e bie fWit- 


glieber bet Hawaltffaubel in langjlbrigem tbeoretifchea 
aab öcaftifdjca Stabieagang nach ßantliäjer Sarftbrift 
ficb ermerben raafetea, — 

erfadbt ber babif^e Hnwaltltag ben Sarßanb, bobin ja 
Briefen nab bei bea berafeaea Stellen baraaf ja bringen, 
baft bat Srojefragealcntam bei ölen (Berichten flr aat- 
grfcbloffea erllärt «irb, an beren Sib ficb »eaigfieat 
jmei Nedjtlanwälte aiebergelaffea haben, 
fiaeftrahe, ben 12. 3anaar 1908." 

Ser Sorftanb bet Seatfcbea Hanaltaereiat h*t an bat 
Sieicbt-Saftigamt nab bie Uaabet-Jabcjoer» altnagen bat 
Qrfacbea gerichtet, eine ber SHefoIntiou ealfbrecheabe gefeag- 
liehe Wegelnng herteignfihrcn. 


3«f ^tojegitoBede. 

(Eingabe btt (Berliner Sntnallaerriiit an bit gefetj- 
gthenben Särgrrftbafltn. 

Ser Serttner Hntoaltwiem eratbtet ben am 5. Ohober 1907 
beröfferrtlichten HntWurf einet ®eftget, betreffenb Anbetungen 
bet (Beti^tttcerfaffimgtgefebel, bet 3i*<l)rc<>jefcotbnung, bet 
(Berichttloßengefcbel unb bet QJebübrenorbnung für Wecbtt- 
cmwülte, nicht alt (ine geeignete ffinmblagc für bie Scforui 
bet Sibilbrogehwcbtt, ba bet gntwutf ni<ht geeignet iß, btt 
auf Schaffung einet einfachen, fehieumgen unb billigen amtt> 
gerichtlichen Verfahren! gerichteten 3Bttnf<he )u erfüllen. Ser 
(Entwurf läßt ben lonbgerichtlichen $to)ef) alt (Brunblage bet 
amttgerichtlichen Serfahrmt befteben, führt ahet butch bie mir 
für bat legiere borgefchlagtnrn Anbetungen eine 3B>ief|>älttgleit 
bet lanbgeriehtlichen unb bei amttgerichUiihen Scrfabttnä auch 
bu h«bei, »o eine einheitliche Seftaltung gehoten iß. jfnfolocit 
bie Boef^lge bet Snttsurfi Serheßerungen gegenüber bem 
gegenwärtigen Sechtljußanb enthalten, ift in ben meißen gäHen 
nicht ebt)ufth<n, aut Welchem (Brunbe biefe Serhcfferungen 
bem lanbgeriihtlUhen Serfahrcn tcorenthalten bleiben fußen. 
Sie Sefchrlnlung ber in ben §§ 496 hil 610 c 3$C. ml' 
holten en Neuerungen auf bat amttgerichtltche Verfahren hat 
überbiet gut golge gehabt, ba| hie emjelnen Anbetungen in 
ihrer Xragweüt nicht genügenb bur^bo^t unb mit ben auch 

19 


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90 ^utißifdj* ®od}enf<$rift. M 4. 190H. 


für ba# amtigericbtlicbe ä! erfahren in Weitung bleibenbtn 
allgemeinen Sctf<brifien be# (Sefebe# mehl burcblueg in SmIIang 
gebraut ftnb. 

8uf ©tunb btt im Setlinet Sntoaltbercin geführten Ser* 
banbiungtn batf bie eimnütige übcrjcugung btt Srticnet 91e<bt#- 
antoaltjcbaft babin ftfigtfltllt toetbcn, bafc cnttneber ba# gef amte 
3ibiIptojeptecbt tinet einbeitlieben, burtbgreifmbtn Sefotm 
untcrjogen obtt ba# am!#geri$tfi$t Serfabrrn in tintm 
befonbrren, in {t$ abgepbloffcnen ®efebe gtttgtli, in jtbtnt 
gaHe abtt brm SSunpbe nach Sercinfaebung unb Setbilligung 
bt# amiägciii$ili<$tn Strfabrm# in umfaffenberet SBJeife 
Segnung getragen Werben mufs. 

Einet näheren 5>atlegung bet Mrünbe, loe!<be bie Slb* 
Icbnung be# Entwurf# rechtfertigen, glaubt bet Strlinet Sntoalt* 
«ticin fub enthalten ju timneu, tueil et im »cfentlicben auf 
bemjenigen Stanbpunlte auf ben in ben Setbanblungen 
bet SJcutpben Slnmaltitage in fflanubeim unb Stipjig bie 
beutftbe änwaltfcbap mit Berfebtombtnben Sluinabmcn p<b 
gefieQt bat. 

'Bknngieub b'*tna^ Bon feilen be# Berliner äntoalt* 
Bttein# ben gefebgebenbtn fiötpeiftbaften bie Sitte untnbteitet 
tnitb, bem Entwürfe bie 3»ftunmung ju Betfagcn, fo bat e# 
bie Born Streut mit btt Sericbterftattung übet ben Entwurf 
beltautc Äommijpon bo<b ai# ibte Sufgabt erachtet, bit einjelnen 
Sephntnungen be# Entwurf« einet ’fküfung ju untetjieben. 
®a# Ergebne# biefet Stufung fmb bie naibpebenben Sotfcbiäge, 
Welche inbeffen nut ffit ben gaU gemailt metben, bafs bet 
Entwurf nitbt grunbfäblicb abgelebnt tvetben fällte. 

I. ®erirf)töocrfaffungo|cfeii. 

1. 3“ § 23 tnitb beantragt, Bon jegliibet Erweiterung bet 
amtigerichtlieb't' 3»ftänbigleit SU-flanb ju nehmen. 

®tt Setitntt HnWaltberein fie^t bet Erweiterung bt# 
lätigfeitigebiet« be# ßinjtltttblet# nicht grunbfäflitb ab> 
teimenb gegenübet, befnmpft abet bie Bom Entwurf Bot* 
geflogene metbaitiftbe Erhebung bet biibetigen ©renje füt 
bie amtSgeritbllube 3 u ftanbigleit, folange nitbt toeitgebenbe 
Anbetungen in Snfebung bet @etitbt#Betfaffung unb be# 
3nfian}tnjug# bunbgefübrt iottbm. ßberbie# eipbeint e« in 
bobem Jfiafce bebenllitb, bei einet Keform, toeltbe auf Stettin* 
fatbung, Setbilligung unb Sefcbleunigung be# amt#* 
getitbltitben Setfabten# getutet ifl , ba# in ioefentlitben 
Seilen umgeßaltete, in bet Srati# notb nitbt erprobte 
Setfabten mit bem S^Betgetoicbt ernte erheblichen Et* 
Weiterung bet 3“Pänbigleil tu belüften. 

2. 3n § ‘202 tnitb Borgtffblagtn, bit beiben lebten Stbjäbe, 
wie folgt, ju faffen: 

Sn bem Setfabten Bot ben KmtSgerubtcn unb in 
bem Setfabten erfter Jiifianj Bot btn ianbgeriebten bat 
ba# ® triebt obet bet Botfibenbt auf Antrag auib 
anbctc 6atben als ffetienfa^en ju bejeiibnen. SÖetben 
in tinet Sache, bie buteb Sefeblup be« ©triebt« obet 
be# Soifigenben al# gtrienfaebe bejeiebnet ip, in einem 
Jermine jut mfinblicben Sttbanblung einanbet wibet* 
fpteebenbe Anträge gepellt, fo ifl btt Sepblufc nut 
aufjubtben, Wenn bie Saebe befonbettt Sefcbleunigung 
nicht bebatf. 


^n bem Setfabten in ben böberen ffnflsnjcn tarn 
ba# ©nicht auf Slntiag auch folebe Soeben, Welche nicht 
untee bie Sotfcbciftjn be# Slbf, 1 fallen, foWeit fte be* 
fonbetet Sefcbleunigung bebütfen, ai# ffttienfaeben be* 
jeiebnen. SCie gleiche Sefugni# hat notbebaltlicb bet 
Empbeibung be# ©triebt* bet Sotfibenbe. 

BegtflnBung: SRit btjug auf bie Bcgtcnjung be# ftteife# 
bet 0 eeienfa$en ifl eine Untetfcbeibung jwifeben amtOgericbüccpcri 
unb lanbgeticbilicben fjrojcffen nicht gerechtfertigt, fjüc bie Slu-s 
behrnmg bei Steifte bet ^crienfacben auf aüe biefenigen Soeben, 
welche bureb Berfäumnl#urltil, Sncrfcnntnciurteil ober betgfeideen 
jut gtlcbcgung gelangen, beftebt bei beiben SerfabrtnSarten ba# 
gleiche Bebürfm«. fDutcb bie jutn tlbf. 3 Sa# 2 oargcfeblagcne 
flnbetung foü flargeftcüt wetben, ba# ba# ®ctic bt m j ebene tinctlrctu 
fffaHc foegfültig ju prüfen bat, ob bie Sa$e bcfonbctcc Sefcbleunigung 
bebatf, unb bab rnu, wenn biefe Stage oetnciiu »itb, bet eegangene 
ticfcblub aufgehoben wetben barf. 

If. 3'bOpta, itporbunng. 

1. tfüt § 105 bt# Entwurf# Witb folgenbe Raffung Bot* 
geflogen : 

5Cet geftfcbungibefcblufi taun auf ha# Uttcil unb bie 
Xuifettiguugen gefegt Wetben, fofrrn hei bet Sfubringung 
be# ©efu^# eint 3u«fettigung be# Uttcil# noch nicht 
erteilt ift unb eine Steigerung bet Suifertigung nicht 
eintritt. Eine befonbett äuSftrtigung unb 3»fteP><ng 
be# geftfebungibefchUffe# finbet in bitfem gaüe nicht 
Patt. JDen Saiteien ift bet fePgefebte Settag mit* 
juteilen, bem Segnet bei äntragpeUct# unter Beifügung 
bet Sibfchnfl bet Jtofltnhete^nung. 

Xit Sethinbung be# gepfe|ungihefebluPe# mit bem 
Urteile bat ju unterbleiben. Wenn bet XntmgfitEet eine 
befonbete Suiftrtigung bei grPfebungibefebluPei bean- 
tragt obet wenn bem gepfefningigefuihe auch nut teil* 
Weife nicht entfptochen Wirb. 

föolgt *bf. 2 be# entwürfe aM Stbf. 3.) 

Begtünbung: Cr# gibt gaptrcii^c ffülle, in benen eine 3 ufieDung 
bei Urteil# nicht erforbextieb ift, j. B. wenn aUbatb nach Crlah be# 
Urteil# bit filagefoebenmg bcjaljtt wirb, hier würben buecb bie 
3tu#feritgung unb ff uftcHung be« Urteil# unnübe Stebeit unb über 
ftüffige ftoftrn erwachftn, unb bähet muh ba# Siecht ber Battet 
gewahrt wetben, in febecn gaüe eine befonbete Bniftrtfgung be« 
gcpfebunglbefcblufpl ju beantragen. 

2. E# emppeblt fub, bem bisherigen § 114 3S0. folgenbe 
Sorfebtip ali äbf. 2 binjujufügen: 

Wacht bet Sfntragpeflet einen ihm abgetretenen Snfprucb 
geltenb, fo ip ba# Srmtniecbt ju Petfagen, Wenn 
nach ber Uberjeugung bt« (bericht# bie Abtretung an 
btn Untragfieller nur ju bem BWeit erfolgt ip, um im 
hfinHItf auf fern UnBcrm#gen bit Sewittigung bt# 
Ärmenrecht« htrbeijufühtcn. 

Begrünbung: 3X; biefem Borfchfagc lugeunbe (iegenbe palt 
tontmt in bei Broji« nitbt fetten Bot; t# beftept bähet ba« Bt- 
biirfni«, gegen einen bccartigen lilifcbraucb be« tlmcenetdii* gelt«, 
liebe Bbbüfe tu febaffen. 

3. S# Witb beantragt, ben § 141 bt# Entwurf# bureb $m> 
jufflgung eine« weiteten Saht#, Wie folgt, abjuänbrrti: 

Sa# (Sctubt tonn ba# petfimüchc Etfcbeinen einet 
Sattei jur SufUärung be# SacbBctbältniffei anotbnrn. 


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37. $ahrgattft. 


^urifttfcfte Sodjenfdjrift 


91 


ffiixb ba« ©rftheinen angeorkmet, fo ift bie ‘Partei bon 
Amt« wegen ju laben. 

SDi* Sabimg ift bet gartet felbft ju^ufteDen, auch 
Wenn ft« einen V*o}efebeboDmä(htigten befieflt bat. 
SDtefc Vorjchrift ftnbet feine Anwenbung, wenn ber 
^rrje^bctooHmAd'tigtf ein fleiftMaiiWali tfL 
Begrünbung: 2H* Sorfthrtft be« Sa|e* 3 be* ©nitourf* ift, 
vir ihre Begrünbung ergibt, btt Mu*bnic! eint« BHfrtrauen« gegen 
Me Anwälte. 2)iefe4 «iftfranen ift trtllig unbcgriinbet Xcr Berliner 
intoaUmtin glaubt in llbertinftinnnung mit ber gefaulten Mutfchen 
Se<hi*arwaltf<haft feftftcllcn ju bÜTfcn, ba&, wenn ba« ©ericht ba« 
pfdcnlwi?' Srfcbeuicn ber Don einem SRechtianwalt betretenen gartet 
«merbnet, bie Bartei bem ihrem BrojebbettoHntäihttgten ftet« Saty- 
ri# übet biefen Befahl« erhält. ©egen bie in ber Begrünbung be« 
Snltruri* jum SuBbrucf gelangcnbe afeweictenbc Suffafjung rauft 
feitnrt ber ÄnwaUfchaft entfehitbm üJetwabrung eingelegt werben. 

4. 3u § 157 be« ©nttourf« Wirt beantragt, in Abf. 1 ftatt 
bei B!orte* „fann", bal ©ort „foD" ju f«$«n. 

Begrünbung: X>ie Gerichte haben bon ber ihnen cingcrämntcn 
Befug«* jur 3*RÜ(fmeiftmg bon Seebtthmfufenten, bie nid^i bon 
ber ^uftijberwalhmg jugeiaffen finb, tielfacfc einen jn geringen ®e 
brauch gemacht. CDie ÄuSftblteftung berartiger ÄechtMonfulentcn liegt 
m 3«ertffe ber ScchtÄpffeg« unb baher ift eine fthätfert Raffung 
bei gefehlten Beftimmung in bem ©inne, bafc ben ©«richten eine 
beftwnntr Änweifung erteilt wirb, geboten. 

5. <81 Wirb borgefthlagro, im § 166 Abf. 2 31&0- ben lebten 
Sah, toi* folgt, abgnanban: 

ial ©leiche gilt für Antoalt«pio|«ffe in Anjehung ber 
3ufte Dungen, burch toelche eine grift gewahrt ober bie 
Verjährung untakexhrn toerben fott. 

Begrünbung: 5>ic gegenwärtige Beftimmung bei § 136 Abf. 2 
Sag 2 3B0. bqicht fich nur auf Sotfriftcn. ®* erftheint geboten, 
na Snfchtub «n § 496 2bf. 3 be* ©ntwurf« bie Borfehrift auf 
ümtlich« Säften unb auf bie »eriährung au«jubebnen. 
ö. 6* wirb borgefchlagen, ben § 207 Abf. 2 toi* 

folgt, abjuänbem: 

2öixb ein Sthnftfa«, b«ff*n 3 u ö c ^ un 9 unter Ver* 
mtttelung bei ©erichtifchreiber« erfolgen foD, bemnächft 
jugefteDt, fo tritt, fofern burch bie 3uft*Dung eine §rift 
gewahrt ober bie Verjährung unterbrochen Wirb, bie 
©irfung bet 3ufteDtmg bereit! mit ber (Einreichung bei 
bem ©eri<htflfcbreibcr ein. 

Begrünbung: Sttef* Abänberung ift eine notwenbige fjolge ber 
ju § 133* Hbf. 2 Sag 2 31®- borge jchlagtnen Anbetung. 

7. ©4 wirb borgefchlagen, bem § 216 3^C* «Ö bierten 
Abfa$ folgenbe Veftimmung hinauf Ligen: 

3m Anwaltaproieffc mufe bie lerminlbeftimmung, fofern 
bie 3ufi*2*m0 Triebt an einen 3ie<htiantoalt erfolgt, bie 
Belehrung enthalten, bafe bie Partei fuh burch einen 
bet bem Vtojeftgerühte jugelaffenen 9ie<htÄantoalt all 
BeooDmdchtigtcn oertreten laffen inufe. 

Bcgränbung: Borfchrift bei § 216 31®., in halt# beten 

Mc Labung bie Xufforbmmg enthalten muh, einen bei bem $ro)efi< 
geriet tt ^ugelaffentn Anwalt ju befteflen, wirb noch heute mclfach 
nicht »erftanben unb gibt ju 93ti^oerftinbniffm Snlafc. 3h*e Raffung 
tfk uirflar; benn eine blo^c aufforbetung läfet nicht tTfennen, baft 
em geiegUcher 3wang befteht, bet Huffocbenmg golge ju [elften, 
ferner ftcht bie Bartri, Welche geloben wirb, häufig nicht ein, bafc 
tic (abenbe Bartei bai Scdjt hat, ihr eine berartige jwingenbe Bc 


Ichrung iu erteilen. 2)eiw«gen erfebrint eine Scchtibelchning burch 
bai Oericht angemefftn unb bie oorgefth lagen« beftimmte gorm 
jwedmä|iß. 

©ine Bclaftung für bai ©«ri^t ergibt fth au« ber oorgefchlagenen 
Anbetung nicht, ba ber erweiterte Inhalt ber ZerminBnote burch 
Sorbrud h^arft*« 1 »«ben farai. 3>er ierminibennert Ift bie 
tJöffenbe ©teil« für bie Belehrung, ba er bom Sichter unterfthrie&en 
Wirb unb ba mit 6i<hcrh«ri batauf gerechnet werben Tcmn, ba& er 
oom BeHagten gelefen wirb. 

8. ©I wirb bOTgefchlagm, bem § 317 8lbf. 2 3?0- folgenbe 
Raffung ju geben: 

Solange ba« Urteil nicht berfünbet unb bie Urteil«* 
formel nicht unierfthrieben ift, bürfen Sluifertigungcn, 
Jluijüge unb 2lbfthrifte* be« Urteil« nicht erteilt Werben. 

Begrünbung: ©« erfcfyeint jwedmähig, bie im §496 9lbf. 6 
bti ©nttourf« für bie Urteile ber SmWgerichic borgefehene Bef tim 
mung mit ber bie«fett« oorgefchlagenen »Mnberung (ogL ben Bntrog 
ju § 734 31®-) auch auf bie Urteile bet unteren Gerichte ju er 
ftreden. Xarau« ergibt f«h bie ju § 317 oergefchlagene «bänbemng. 

9. ©« Whrb borgefchfagen, ben § 340 3^0., Wie folgt, ab* 
juänbem : 

3)ie ©inlegung bc« ©inffwuch« erfolgt burch ©mreichung 
ber ©rHarutig bei bem ©«richte, baft ©infftruch eingelegt 
Wabe. 3ft Berfäumni«urteil bon bem ÄmtSgericht 
erlaffen, fo fann bie Abgabe ba ©rllärung auch jum 
BrotoloD bc« ©aichtifchreiber« erfolgen. 

Begrünbung: 3Mc Beftimmung be« § 606 Bbf. 3 be« ©nt< 
Wurf« erftheint bur$au« jwecfmÄ«lg; bagegen ift nicht «injufehen, 
au« welchem ©runbe ft« auf ba« amtBgerityltch« Verfahren befebräntt 
werben foD. 

10. § 496 be« ©ntWurfi Wirt folgenbe Raffung bot* 

gefchlagen : 

®ie 3uft«Dungen erfolgen unbefchabet ba Vorfchrift be« 
§ 817 3lbf. 1 bon 2lmt« Wegen. 

9Die Älage foWie fonftige Anträge unb ©rtlarungen 
cina Partei, bie ba 3 u ft*^ung bebürfen, futb bei bem 
©erichte fchriftlich ein^ureichen oba münblich jum ffSroto» 
loD be« ©aichtifchreiba« anju bringen. 5Di« Partei 

foD ben ©chriftfahen, welch« ffe bei bem ©ericht ein» 
reicht, bie für bie ^uftcQun© crforbetliche 3oh^ Oon 2lb« 
fünften beifügen. 

6oD burch bie SufteHung eine 3rrifl gewahrt oba 
bie Verjährung untabrochen Waben, fo tritt bi« 3öir* 
lung baeit« mit ba ©inrtichung oba Anbringung bei 
Antrag! oba ba ©rllärung ein, fofern bie 3«ft«ffung 
bemnächft erfolgt 

5öaben beibe Vorteien burch Anwälte bertreten, fo 
ift bie unmittelbare 3*»ft*Dung bon Anwalt |u Anwalt 
nach 3Jtafjgabe be« § 198 juläffig; enthalt ba juju- 
fteDcnbe ©chriftfa« bie ©rflärung, baft bie 3ufteQung 
urnmttelbar bon Anwalt ju Anwalt bewirft Wabe, fo 
ftnbet eine 3uft*&‘m6 öon Amt* Wegen nicht ftatt. 

Auf Beftimtramg be* ©ericht« lärm bie 5Äitteilung 
bon Anträgen unb ©rflärungen ohne befonbere gorm 
erfolgen. 

Begrünbung: 3n Bbf. 2 bei Sntwurf« ftnb Me Sorte „Anträge 
unb (hflärungtn einer Bartei, Mt jugeftcDt waben fallen”, niebt 
Kar. Bu« ber Begrünbung bt« Sntwurfi ergibt fich, baft über bie 


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92 Quriftifdje SÖodjenftfirift. M 4. 1908. 


grage, ob ein Sebttrfni« jur Aufteilung botlügl, ba« Gericht befwben 
foCL 3Rit Atldficfjt hierauf empfiehlt ti ftd}, bi« ©orfchrift ba$in ju 
faffen, baft fie auf fol<h< Anträge unb Srllänmgtn, bl« b«r 3ufwllung 
btbörfen, bcfchränlt »irb. 

3um Abf. 3 ifi nüht etnjufehen, au4 welchem Srunbc bl« SBlt* 
fungen b«r ttinreidjung bc« ©chriflfab«« bann nie# gdten foüen, 
wenn bi« 3ufkBung twtfliätet ««folgt; b«nn burch ben Ämthbetrieb 
Wirb ben ©arteien i«b« Ifcinteirfuug auf bi« Äethtjeüiglrit b«t 3“* 
ftcOung entjogen. Der bieÄfeltlg« ©orfchlag, wonach, wenn burd? 
bi« 3uft«Bung «in« grift gewahrt ober bi« fktftynmg unterbrochen 
tt>«tb<n fott, bte ffiirlung bereit« mit b«r Sinreichung ober Sin« 
brlngung be« Antrag* «intritt, fofern bi« 3uft«üung bemnächft erfolgt, 
Ictynt fi<h an bi« jebig« Sorfe^rift be« § 207 Hbf. 1 3^0- an. 

3um Abf. 4 erfc^tmt c« jaedmäbiß, im 3nt«t«ff« b«r ©cfdfteunigung 
bi« SN&g(i$fcit b«r unmittelbaren 3 u f J< 0ung ton Anwalt ju Anwalt 
auch für ba« amtftgeruhtltcb« ©erfahren jujulafjen. 

3um Abf. 6 be« Sntwurf« barf anerfannt »erben, bab bi« in 
Safttag gebraute Ausfertigung von Urteilen unter fBeglaffung be« 
Datbeftanbe« unb bet SnfcheibungSgrünbe jwecfmÄ^lg ift. Sin be* 
fonberer Anlafi )ur ©«f^ltunigung befielt i«bo^ lebiglich jum 3»ed« 
ber A^owfl^boQftreefung. 3m übrigen ab«r «rfifcint *• bebenlltch, 
ber Aufteilung ber blofetn Urteilftfonncl bi« gleiten Slechtiwltlungen 
b«i|ul«gen wie ber 3 u f l< ^ un 0 be« Poflftänbigcn Urteil«. Aamentlich 
empfiehlt <6 fty nicht, bab burch bie Aufteilung ber blobcn Urteil«« 
formet bi« grift jur (Slnlegung von Rechtsmitteln unb jur ©ertebtigung 
bc« DatfccftanbcS in Sauf gefegt wirb, ©euer bic ©artet ftd? barüber 
fchlüffig machen fann, ob fte ein Rechtsmittel cinlegen »oüe, mufi 
ft« bi« (fntf(b«ibung«grünbe lennett, unb bevor bi« ©artet ju ertennen 
vermag, bafs «tn Antrag auf ©ecichtigung be« DatbefUmbe« geboten 
ift, mufe fie ben Datbeftanb be« Urteil« in $änben haben. Auf ber 
anb«T«n ©eite ift bi« 3«laffung ber 3 RKin 6 ÖC£| l I f lrt dung auf ®runb 
ber gufteDung ber bloßen UrteilSformel nicht mir für ben amt«* 
gerichtlichen ©rojefc, fonbem auch im tanbgericbtHcben ©erfahren unb 
für bie Urteile ber Dberlanbc«gcri<btc jwcdmäfeig. 

Die oorftehenben Crtoägungcn führen ju bem ©orfcblage, ben 
§ 493 Hbf. 3 be« gntnmrf« ju ftre«h«n, bagegen ben § 724, wie 
folgt, abjuanbem: 

Die 3toang«t>olI{lTe<fung erfolgt auf ©runb einer mit 
bet Boflflrcdung«llaufel berf ebenen Ausfertigung be« Ur* 
teil« (bollfhecfbare Ausfertigung). 3ur3toang«PonftT«<luii0 
genügt auch eine unter ÜEBeglaffung be« Dat&eflcmbeS unb 
ber ©ntfcheibungSgrünbe erteilte Ausfertigung be« Urteil«. 

Die üoUftredbare Ausfertigung toirb bon bem (Bericht«* 
f<bteiber be« (Bericht« I. ijnflanj, unb, tbenn bet Siecht«* 
ftreit bei einem h«h«*n ©ericht anhängig ift, bon bem 
©eti($i«Jchr<ibcr biefe« ©triebt« erteilt $)ie Ausfertigung 
ift auch bann )u erteilen, toenn ber 2:atbeflanb unb bie 
ßntf<heibung«gtünbe noch nicht niebergefchrieben ftnb. 

11. 3u § 497 toirb borgef plagen, in Abf. 2 Sah 1 for 
„mitgeteilt" ba« 5Bort „fchriftlich" einjufügen. 

©egrünbung: Da« grforbemi« einer f<hriftli«hcn SUtteilung 
an ©teile ber Sabung cmpi;<htt fi<h, um 3rrtümem unb fRibberfl&nb« 
niffen oorjubeugen. 

12. $« toirb borgefchlagen, ben § 501 be« ©ntibutf«, tbie folgt, 
ju faffen: 

Da« (Bericht fann Anorbnungen, bie nach ber ftlage* 
febrift ober in borbereüenben Schriftfäfcen jur Auf« 
flärung be« Sachberhältniffe« bienlich erf feinen, fchon 
bor ber münbltchen 5terbanblung treffen. Da« ©eri^t 
fann inebefonbere 


1. ben ©arteien bie ©otlegung ber in ihren $6nben 
befinblichcn Urfunben, auf »eiche fte ft<h bejogen 
haben, fotbie bie Vorlegung bon Stammbäumen, 
©länen, Riffen unb fonftigen Ahnungen aufgeben; 

2. öffentliche ©ebörben ober öffentliche Beamte um 
Mitteilung bon Urfunben, auf »eiche eine ©artei 
(ich bejogen hat* erfuchen; 

3. amtliche AuSlünfte bon Bebörben emjiehen; 

4. 3 eu fl cn un ^ Sa^betftanbige jur münblichen ©er* 
hanblung laben; 

5. ba« perfönliche ©tfcheinen ber ©arteien emorbnen; 

6. bie Sinnahme be« Äugendem«, fotoie bie Begut« 
achtung burch Sachberftänbige anorbnrn. 

Sine Anorbnung ber unter 9lr. 4 bi« 6 bejeichncten 
Art barf nur ergehen, toenn bie Anorbnung bem ©egner 
berjenigen ©artei, auf beren Antrag fte erfolgt, fpäteften« 
am brüten Doge bot bem Demtine mitgeteilt toirb unb 
toenn bi« Anorbnung enitoeber ben ©arteien befonbere 
Jfoften nicht berurfacht ober jur ©ermeibung toefentlicher 
9lachteile geboten erfcheint ober bon einer ©arte» bean* 
tragt toirb. 

Bebor eine münbliche Ber hanblung ftattgefunben fyat, 
tn ber bon beiben ©arteien einanber toibetfbtechenbe 
Anträge gefüllt toorben ftnb, fott eine Anorbnung ber 
unter jRr. 4 unb 6 bejeichncten Art nur getroffen toerben, 
toenn bei BcHagte in einem borbereüenben 0<hriftfah« 
bem Klageanträge totberfprochen h«t. 

Die ©arteien finb bon ber Anorbnung ju benach* 
richtigen. Bei eimr Anorbnung ber unter 9lr. 4 unb 6 
bejeichncten Art h<ü bie Benachrichtigung fbäteften« am 
brüten Dage bor bem Demttne ju erfolgen. SBirb ba« 
betfönlidje ©rfcheinen angeorbnet, fo ^nbet bic Bor« 
fchrift be« § 141 Abf. 1 Sa$ 2 Antocnbung, 
©«grünbung: Der oor^ehenb« ©orfchlag gehl einerütt« über 
ben gnttourf hbtau«, fofern «r ben «infeitigen «ntrag «inet ©artei 
ai« auflre«h«nb für bi« Sabung bon 3 tu 9 en unb 6a<hberftänbig«n 
«rächtet, unb jwar auf <8ranb ber ttrwägung, ba« b«r ©orfchlag be« 
Cntwutf« fonft f<h»«rlUh ptafttfeh« ©ebcutung getoinnen trütb«. 
HnbcrtrfcU« erachtet ber Änwaltocretn e« für «rforberlicb, bafe, um 
ber ©«fahr «iner Überrumpelung ber Gegenpartei borjubeugen, bte 
Schuhbeftimmungen bc« jtoeiten Hbfahe« beraQgemeinert werben 
unb bab bte Sabung bon 3eug«n unb ©aehberftfinbigen ohne vorherige 
münbliche ©«hanblung nur bann jugelaffen wirb, wenn bie Gegenpartei 
minbeften« am brüten Dag« bor bem Dcrmtne hierbon Ktnntni« erhält. 

13. 3u § 504 be« Snttourf« toirb beantragt: 

ben im Snttourf geftrichenen Abf. 2 be« § 504 ber 
gegentoärttgen Raffung toieberherju^eÜen. 

©«grünbung: Di« Streichung ber ©orfchrift b«8 § 604 Hbf. 2, 
wonach ba« Ämt*g«richt, »enn «8 fachlich unjuftänbig ift, ben ©«= 
flagten vor ber ©««hanblung jur Hauptfach« auf bi« Unjuftänbigleit 
aufratrffam ju machen h®t, «rw«c!t ben *nf<h«in, al« oh in 3utunft 
ba« Strich» etwaige ©ebfnltn g«gen bü 3 tt ftänbigfctt untetbrflefen 
ober tro| offenbarer Unjuftänbigleit ben ©«Kagttn auf bi« Un* 
juftänbigfeit nicht aufmerlfam machen foB«. Diefcr Snfchetn ntufj 
unt« allen Umftänben berhütet werben ; bie geplant« grweittnrag 
ber am »«gerichtlichen 3uf«dnbigf«it barf in feinem gaBe bahin auf- 
gefabt »erben, ba« rerhliunfunbig« ©arteien burch mangelnbe 8< : 
[«hrujig feiten« be« Aichter« ben projebhinbemben gin»anb ber 
Unjuftänbigleit verlieren foden. 


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37. Qaljrgatig. 


3utifHfdjt 2Bod)enfdjrtft. 


93 


14. 3u § 505 toirb rin« ©rwriicrung bahm borget plagen, bah 
rin t^aHc bet 3ufiänbigfrit eint» ÄaufmannS» ober ©ctoerbe» 
gericht« auf Antrag be« Äläger« auch bie ©crtoeifung an 
ba« ÄaufmannS* aber ©ctoerbegmcht ju erfolgen hat 

(Einer betonteren ©egrünbung bebarf tiefer ©orfchlag 
nicht; er liegt rin Stammen berjenigen (Erwägungen, auf 
toelchen § 505 be* (Entwurf* beruht. 

15. 3u § 508 be* (Entwurf* toirb borgefchlagen, bie beiben 
erften äbfäfce ju fireichen. 

Scgtünbung: Xer erfte Sbja| be* (Entwurf* erfchcini um 
jaerfmäbig, ba er nur eine Verj&gerung ber 3»ang#»oQftre<fung jur 
Jolge h*b«n würbe. 3 U «in« Slblurjung ber iSinfhtuthifrift liegt 
leine Veranlagung oor; bie jweiwfohige 8rift h<ri I» 

Äifwerftinbniffen irgenb welcher Ärt, inibefonbere jur Vrojeh» 

ocrfchlcbbung, nicht geführt unb bähet liegt leine Vcranlaffung bor, 
für bat amtftgcrichtUrhe Verfahre« eine füttere (Sinforuch&frift als 
fit ben lanbgaiehtlüh«n Vrojefj einjuführen. 

16. 3u § 509 be* (Entwurf* toirb borgefchlagen, ben Äbf. 2 
Sah 1, toi e folgt, ju faffen: 

25t« ©eribigung ber 3«tigen unb ©achberflänbigen erfolgt 
nur, toenn bie* bon bem ©reichte jur ^erbeifübrung 
einer toahrhrit*gemähen 2u*fagc für nottoenbig erai^tet 
ober bon einet Partei bor (Entladung be* 3«t0«* ober 
be* Sachberflänbigen beantragt toirb; ber Antrag fartn 
auch fchiiftlich geftellt toerben. 

Vcgrünbung: Xit 3 u ^ a ff un S «int# fchrcftluhen Sntrag* auf 
Vecibignng ber 3ewgen unb Sathoerftänbigen ift erforberfith, Weil 
ei ben Parteien unb ihren VtooUmäehtigicn nicht möglich ift, fämt* 
luhe Zenninc BNxhrjunehmen, unb »eil inSbejonbere bei auswärtige« 
Vewcigtcrmincn burd? bie Slotttenbigfcii, behufi Stellung be# Än> 
trog# auf Veeibigung einen befimberen XcrminflDcrtretcr ju beftcüen, 
snnötige Äoften unb SBerierungen Dt rurfacht würben. Xie 3 rage, 
wnn bie Vernehmung eine# 3« u d« n ober Sathoerftänbigen abge> 
fthloffcn ift, lann häufig ju 3» cif ein Xnlafe geben; au# tiefem 
Srunbe empfiehlt t# f«h, ben Antrag auf Veeibigung jujulafjcn, 
folange ber 3« u 8« ober ber SachDcrftänbigt noch nicht entlaffen ift 

17. (E* toirb borgefchlagen, ben § 510 b be* (Entwurf* ju 
ftrtichen. 

Vcgrünbung: 6* lann nicht anerlannt »erben, bah ein prat* 
:if«he# Vt&ürfni* für eine berartige Vorfchrift fuh h«rauig«fteHt hat, 
unb uiibefonbert ift nieht tinjufehen, au# welchem ©runbt auch h*«r 
ein Unter fehteb jwif$cn bem amt#gtri<htli<hen Vrojcfc unb bem tanb= 
«Tidfüichen Verfahren eintreten foU. 3ur 3*it ber Verurteilung 
urr Vornahme einer $anblung Idfet fuh ber Umfang bei Schaben#, 
»riebet bureh bie Bühtbornahmc ber fyutblung cntf«h<n wirb, in ber 
Kegel noch »«$1 überfchen unb bah<r befiehl nicht bie genügte ®t* 
oUft bafür, ba| bie Dom ©erichtt feftgefehte ©ntfehäbigung unb ber 
truüuh cintretenbe Schaben fuh auch nur einigermafien beden. 

18* 3“ § 511» be* (Entwurf* erflart ber SSnWaltbmin ft<h 
entfehteben gegen jebe (Einfchtänlung bet ©erufung, in«* 
befonbere gegen bie (Einführung einer ©trufungSfumme 
bon 50 M. Xie 2Bir!ung einer berartigen ©efhmmung 
toütbe jwrifcllo* eine toefentlic^e 35crfchl«^t«ntng ber 
Äeehtffne^ung in ben bet ©exufung nicht unterlicgenben 
Sachen fein. ®i« ©erminberung ber ©arantien für 
eme gut« SRechtfbrechuixg entflicht in lein«r 'iöeife bem 
»jutlen ©mbfmben ber 3«t Qi erscheint auch burthau* 
inlonfequrnt, gegen Äoftemnteil«, unabhängig Dom SBertc 
bc* Söefchtoerbegegen^anbed, «in 9lecht*mittel jujulaffen, 


bagegen bei ©ntfeheibungen in ber ^aufttfach« ba« ftecht*» 
mittel ber ©erufung üon einem befltmmten 2Bcrtc bc* 
©efchtoerbegegenftanbe« abh&igig ju machen. 91ur für 
ben §all, bafi, troff ber fchtoertoiegenben ©ebenlen gegen 
ben § 511» be« (Entwurf«, eine ©erufung«fumme ein» 
geführt toirb, ift al« ein (Erjafj für bie ©erufung bie 3u* 
laffung ber fofortigen ©efehtoerbe an ©teile ber ©erufung 
in ©orfhlag ju bringen. 

19. Qi toirb borgefchlagen, ben § 518, toic folgt, ab juänbem: 

SDie Sinlegung ber ©erufung erfolgt bureh (Einreichung 
ber ©erufung«fchnft 5ei bem Berufungsgerichte. 

2)ie ©eniftuig*fchrift muh enthalten: 

1. bie ©ejeichnung b«* Urteil#, gegen toelche# bie 
©erufung gerichtet toirb, 

2. bie ©rlläning, ba& gegen biefe# Urteil ©erufung 
eingelegt werbe. 

©ei ber (Einreichung bet ©erufung*f<hrift foQ eine 
Slu*fertigung ober beglaubigt« 2ftf<hrift be* Urteil«, 
gegen Welche« bie Berufung fi<h richtet, bem Berufungs- 
gerichte borgelegt Werben. 

Vcgrünbung: XU (Einlegung ber Vtcufung butch (Einreichung 
ber VcnifungSfchrift bei bem Vcrufung#gcri<ht erfchcuit geboten, 
naehbem für bie SlcDifum biefelbe &orm eingeführt ift unb bie gleiche 
3orm für ben Ginfpcuch (nach b«w Entwurf freilich nur für ba* 
amtegerichtliche Verfahren) eingeführt »erben folL Xamtt »erben 
ln einfachfter Seife aCe biefenigen S<h»tcrigfctten befettigt, welche 
bie bisherigen Vorf<$riften ergeben haben. 

§ 620 3$C- würbe, fofetn bie Einlegung bet Berufung bureh 
bie (Einreichung ber ®erufung#f<hrift erfolgt, nachftehenbe 3 a ff un 8 
erhallen ntüfjen: 

Xer Xrrmin jur münblicbcn ©erhanblung über bie 
©erufung bon 2lmi* Wegen ju befKmmen unb ben 
Parteien befanni ju machen. 

3n betreff ber |Jri^, welche gtoifc^en bem 3«lf>anlte 
ber ©efanntmaehung be* Xerinin* unb ber münblichen 
©erhanblung liegen muh, ftnben bie ©Kföriftm be« 
§ 262 entfjjrechcnbe Äntocnbung. 

20. CS« toirb borgefchlagen, ben § 577 2Ibf. 3 3^- bc# 
(Entwurf«, Wie folgt, abjuänbem: 

Xa# ©ericht ift ju einer Anbetung feiner ber ©c* 
fchtoerbe unterlicgenben Qnt{chcibung nicht befugt, wenn 
bie ©efehtoerbe beim ©efchtoerbegericht eingcreicht ift 
ober toenn in ber ©efchtoetbefchrift ber Antrag geftellt 
toirb, bah bie ©efehtoerbe fofort bem ©efchtoerbegerichtc 
borgelegt toerbe. 

Vcgrünbung: Xie Vorfchrift, bah ba* (Stricht in ben 3Sücn 
bet fofortigen VefchwtTbt ju einer Änbmrng feiner «ntfeheibung 
nicht befugt fein foü, führt in allnt benfenigen Jüüen, in welchen 
ba# (Stricht auf Örunb ber 8tf<h»crb< ju einer Äbänbenmg feinet 
CEntfcheibung bereit fein »ürb«, ju einer Vetjögerung be# Verfahren#. 
Änbemicit* befiehl bie ©efahr, bah, wenn ba# ©ericht in jebem 
einjelnen §aüe feint ©ntfeheibung felbfl nachbrüft, eine VctjJgerung 
auch in fclChcn gälltn. In benen ba* ©ericht bei feiner 9kcht#‘ 
auffaffung flehen bleibt, Derurfacht wirb. Xicfe (Erwägungen recht 1 
fertigen ben Verf hlag, inhalt* beffen e# ber Vetoei überlaffen 
Werben foll, ben ihr im einjelnen Jolle jtoetfmfibig crfcheinenben 
Seg ju wählen. Steift bie tyartti bie fofortige ©efebwetbe bei 
bemfenigen ©ericht ein, beffen (Entfthribung angefochten wirb, unb 
uitterläfii fi« «*/ ben Antrag auf fofortige Äbgabc ber Verwerte 


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94 


^urifiifrfic S8odjeni(C|vift 


CM 4, 1908. 


an ba* »efthwerbegeritbl ju fteüen, je gibt ft« bamit ju ccfenncn, 
baft ihr vor Abgabe bet Bcfchwerbc an ba« Vefchwcrbegericht eine 
nochmalige Prüfung ber Sach« burch ba* ©cricht, beffen (Entfcheibung 
mit ber Befäiwerbt angcfochten wirb, genehm ift. 

21. (E* toitb PorgefchlagcTt, bem § 604 Abf. 3 be* (Entwurf* 
folgcnbcn 3“fa$ ^ujufügen: 

5Die Vorförift be* § 524 fänbet leine Sntoenbung. 

©egrünbung: Die im Abf. 3 bei § 604 für bie Oberen 
3nftanjen vcrgcfchlagenen furzen Reiften ftnb witfungAlo«, wenn ber 
BcnifungAbcKagtc bie 3KbgU$!eit h°t ouf ©runb bei § 524 bie 
Vertagung ju beantragen. <JS erf<h«int unbebenTliih, Wc Anwenb* 
barteit bei § 524 auf ben Sßcchfelprojcft an«juf<b(ieften; beim ba ber 
©etufungfbeflagte feinerfeit# währenb bei Saufe« ber VnufungBfrift 
Jelbflänbig Berufung einlcgen lann, fo !ann ihm ein Schaben au« 
bem bielfeitigen Vorfrage nicht erwachfen. 

22. @« Wirb borgcf^Iagen, ben § 693 A&f. 3 be* (Entwurf«, 
Wie folgt, ju f affen: 

Soll burch bie 3 u P*ttung eine fttift gewahrt ober bie 
Verjährung unterbrochen werben, fo tritt bie Jßirfung, 
Wenn bie 3ufkßung bemnäthfi erfolgt, bereit* mit ber 
(Einreichung ober Anbringung be* ©efuch* um (St* 
laffung be« gahltmgtbcfehlt etn. 

3ur ©egrünbung ber votgefchlagcnen Anbetung wirb auf bit 
bie*feitigen Aufführungen ju § 496 Abf. 3 verwttfen. 

23. S* Wirb borgefchlagen, ben § 888 a be* (Entwurf* ju 
ftreuhen. 

BegrAnbung: Die Streichung be* § 888» ergibt fi <S) al* 
notwenbige Qdge, nenn bem bielfeitigen Antrag auf Streichung 
be« § 610 b be« Sntwurf* entfprochen wirb. 

III. ©eridjt«!ojteugefeh. 

1. 3u § 48 Wirb beantragt: 

bie im (Entwürfe öorgefchlagene Anbetung be* § 48 ab* 
julchnen. 

»egrünbung: StU ber ©egrünbung be« (Entwurf« ift an* 
juertennen, ba* ber jeftt geltenbe § 48 ©Ä®. verfehlt ift- 50a* 
(gleiche gilt aber ben bem je|t oorgcfthlagcncn § 48 bt* (Entwurf*. 

Der ©nmbfa«, ba* ein Ae<ht*fireit in brti unb, fall* eine »e^ 
weiiaufnahmc ftattflnbet, in f«<h* BerbanMungfterminen ju ®nbc 
geführt fein müffe, Ift al« wiMürftCh unb meebantfeb }u bezeichnen, 
unb bie ©egrünbung be* (Entwurf« ift nicht tn ber Sag«, fi<b für 
biefe Auffaffung unb für bie in Anfehung ber Äoflcnbercehnung au* 
ihr gezogene Äonfeguenj auf ba« Vorbilb ber ©efeggebung irgenb 
eine« anbexen Staate* ju berufen. (SA ift auch nicht anjucrlcnnen, 
baft bte in ber Begriinbung be* (Entwurf« tniigetcilten ftatifttfegen 
(Srhebungtn irgenb einen fachlich« ffiett besten- bkfen Äit* 
lcilungen werben »rojeffe, in Welchen eine Beweisaufnahme flott- 
gefunben hat, bem btnjenigen, in Welchen Bernd« nicht erhoben ift, 
nicht gcfonberl überb i<« aber werben Von ben Parteien unb ihren 
Vertretern fehr häufig ZerminAVcrlegungen in folgen ftäQen bean- 
tragt, in Welchen auch agn« biefen Antrag bie Vertagung bon Amt* 
wegen erfolgen müftic, ja, c« werben nkht feiten Zcnninfvertagungen, 
bie tatfächlich bon feiten be* (Bericht* bedangt ober minbeftenö 
angeregt fmb, al* bon ben Parteien beantragt protolofliert. 

Vor allen Gingen aber gefährbet § 48 be« (Entwurf* ein gc* 
begliche« 3 u f am menwir!en jwifchen Augter unb Anwalt unb ba* 
SertrauenAberhältni* jwifchen bem Anwalt unb feiner gartet; er 
f^afft ben ©oben für eine Ätüi! be« Anwalt« über bie Vrozeft- 
leitung be« (Bericht*, inAbrfonberc über bie Anorbnung ber Beweis- 
aufna&mc, auf welche bie erhöhte 3®hf ticr Termine jurüdjufiihren 


fei unb burch welche bie Partei unnötig mit flogen fc duftet worben 
fei; er ermöglicht e« ber Partei# gegen ben Anwalt ben Borwurf ju 
erheben, baft biefer bunh feine Vrcjeftführang bie mit befonberen 
Höften oerbunbene Häufung ber Zermine Vcrf^ulbct fyabt unb hierauf 
Aegrcftanfprüche wegen ber Äoflen |u ftügen. Da* fmb Jtonfcguenjcn, 
bie Im 3ntereffc ber AechtApflege unb be« gebeihlichen 3ufammcn 
wirten* ihret Organe untet allen UmfWnben betmitben Werben 
müffen. 

^füt bie 3ufa|geböhr be* S 48 wirb eine hoppelte ©egrünbung 
oerfucht: 

») Die »aufchgcbühren füllen eine normale ArbeitAlciftung be« 
Bericht« OorauAfcfien; fre foQen baber nicht auSrcichcn, wenn burch 
eine bie Aorm überfleigenbe 3ahl Mn BcthanblungStenninen eine 
SRchrbclaftung be* Skricht* elntriü. hierbei wirb febodh überfehen, 
ba^ bie »aufchgebühren mit ber ArbeitAteifhing be« (Bericht* über 
haupt nicht* }u tun haben, baft fle vielmehr nach bem Streitwerte 
ber ^rojeffe bemeffene Abgabtn barfteüen. 

Daburch, baft bet Staat ben feiner ©eriehtAbarteit unterfielllcn 
Berfonen AechtAfchu* gewährt, erfüllt er nur eine ihm al« Aec$t«fiaat 
übltegenbe »fltcbt. hierfür ©ejahlung ju Verlangen, fleht Weber bem 
Aichter noih bem Staate ju. SBcnn gleichwohl ®ericht6lofttn erheben 
Werben unb biefe (Einrichtung an ft<h twm feiner Sette angefochtcn 
wirb, fo hat ba* barin feinen (Srunb, bafi bie beträchtlichen Äoften 
ber Aechtäpflcge bei ber Un}ulänglichfeit ber fonft verfügbaren ©litte! 
wenigften* jum überwiegenben Delle burch ba* rtchtfudjenbe ^Jublilum 
aufgebracht Werben miiffen. Die Qkrichtfifoften haben baher ben 
Gharatter einer 6teucr. Die ^öh* ber Steuer wirb aber nach 
fiAlaltfchen ©nmbfäffcn unb nicht bana<h beftimmi, ob unb in welchem 
Umfange ber Staat bem Bcfteuerttn etwa* leiflrt. Die {frage nach 
ber ©egenleifiung Tann vielmehr nur bann aufgeworfen werben, wenn 
ber 3 ah( un 8 «bfU(hrt 6 t -,u bem anbertn Zeile in einem }ivilrechtUch<n 
»erhältntffe fleht. Wie beifpielAwecfe bte gartet cu ihrem Anwalt. 
SBenn c« baher geboten erfthiene, erheblichen Serfchlcbcnheilen ln ber 
3ahl bet Zermine einen Gtnflu* auf bie ber ©cbühren ein^ 
juräumen, fo Ibnnte bie* nur für bie AnwatiBgebührcn gelten. 3 n 
ber Zat würben für eine ber 3®hl ber Zermine entfprechenbe Ab- 
ftufung ber AnWaltAgebühren bie in ber ©egrünbung be« (Entwurf* 
enthaltenen Ausführungen um fo mehr jutreffen, al« bie ArbeUAUifhing 
ber Anwälte bei ber Vorbereitung jut münblichen Verhanblung unb 
bei ber Verbanblung felbfl berienigen ber Aichter mtnbeflen* gleich 
ifl, unb bei längerer Dauer be* ^rojeffe* — bie jumeift nicht burch 
bte Partei ober ihren Anwalt verfchulbet, fonbent burch ben Umfang 
be* »tojehfioffe*, vielfach auch burch bie Art bet richterlichen Vro*efe 
leitung ober burch einen Sechftl in bet Btefcn p ( g Aichter* unb 
einen baburch bebtngten fflechfel in ber richtcriichrn ©eurttilung be* 
Sach= unb Streitverhältniffe* oeranlafei ifl — ber Anwalt nach bem 
je|igen SBafcftabc eine Vergütung erhält, bie im Verhältniffe $u feinet 
ArbeitAleiftung unb fu bem mit ber SUahrnehntung ber gerichtluhcn 
Zermine notwenbig verbunbenen 3eiiaufwanbe burchau* unzulänglich, 
bei geringeren Streitobirtten gerabezu unwürbig ift. 

Der Umfang ber richterlichen Zätigleit Tonnte c« niemal* recht 
fertigen, baft ber Staat für blefelbe Artcittleifhcng bei grbftcten 
Objeften höh«w ©ebühren al« bei geringeren Cbjcftcn unb bei groften 
Cbjclten fogar fehr helft ©cbühren erhebt. Die* ifl nur bturdh ben 
fteuerlichcn Gb>ir aller ber ©erichtAloften unb burch ba« Spftem ber 
^aufchgebühtren ju begrünben. Sollte ber Umfang ber richterlichen 
Arbeitileiftung auf bie £iohc ber ©crichtAfofien Von (Einfluft fein, fo 
müfttc ba« ganze jtoflenwefen geänbert werben. 

b) VerflSnbUcher ift ber mit ber neuen ©eb&hr Verfolgte 3 1 »«!. 
bet Verlagerung ber ^tojeffe entgegenzutreten. Die 3«?aftge&ühr 
be* ßntwurf* ifl benn auch offenbar eine Strafgtbühc, wie herauf 
erhellt, baft nicht bloft bie Dermin«, in benen verhanbelt Worben ifl, 
fonbern auch bie nur angelegten Zermine gezählt werben foQen. Die 



^uriftifdjc fficdjen[d)tift 


95 


37. ^attrqancf. 

rorgeftblagenc 3ufapg«bül>r bitrft« baßer, Wie bi« öebüßr be* jeßtgcn 
§ 48, nur für bcn gaU ein«* Vctfcßulben* angeorbnet wtrbtn. 9iatb 
bem Onltrurf aber trifft bu 3ufaßg«büßr tinfap bU untcrlitgenbt 
Partei, unb jwar aup bann, wenn gerab« fic mit befonberem Gifer 
b«müßt getrefen ift, bcn Viojtß $u bcfplcunigcn. 

G* ift aber aup leinedmeg« bem Gntmurf unb feincv Vegrünbung 
überall in brr Beurteilung btr grage beijupftipten, wa* al« prt>j«fc 
verjögtmb ju qualifijtcreu fei Irr GntWurf Wiü aup biefmigen 
lernen« mtejäßlcn, w«ip< nap Gmtritt in bi« Verßanblung von 
*rot* wegen Vertagt werben. Tctngegcnübtr ift feftjuftcBen, baß 
frühe Vertagungen leine*»«®* regelmäßig burp ein« mangdhafte 
Vorbereitung b«c Sape ßerbeigefüßrt werbe« unb baß, Wenn «in 
trfper Diangel witllip bie Urfapt gewefen ift, er feßt häufig Weber 
»n bcn Parteien nop von ißren Anwälten i'eijpulbet ift Tie 
,}ragt brr TenninßvcreiUtungen bat im Saßre i^ 2 bcn ©egenfionb 
ttnet fergfältig vorbereiteten Verßanblung jwifpen ben Senat* 
vorftßenben «nb einem Äu*fpuffe b«r SteptSanwälte be* Jtammer« 
gerillt* gebilbet. Vei biefen Se?ß<mMung«n, über welche tn ber 
3®. 06, 413 Vertat erftattet worben ift, würbe aUfeittg antrfannt, 
baß Vertagungen, toeldx notwenbig Werben, weil fuß in bet Vet 
ßanblung ba* Vebürfni« narb weiterer Auftlänmg unb Grgänjung 
be* Vrojeßmai«ial* ßerauSgeftetlt ßat, leine Verlagerung, fonbern 
mehr eint gbrbetung be* JSreiefie» bebenten. 3 ra übrigen ßaben 
biefe Verßanblungcn, Wie ber Verist «gibt, gejeigt, baß fpon bie 
gegenwärtige Ökftßgtbung au*reip«nb« SUttel gewährt, um et» 
raftp««* ^3rcjtfit>erfa^rcn ßcrbeijufül/rcn. 

X« geplante neue § 48 wirb ab« aup feinen 3wed völlig ber 
fißlen. Tie Skpt«<mwälte werben pftiptgemäß, um eine Vermehrung 
ba ftoften ju vermeiben, baßin ftreben, baß möglipft Wenig Termine 
angtfeßt werben. Sie werben bah«, f«M *iu« VerßanbUmg in bem 
erften Termine ftp nipt ermöglipen läßt, ju einem j »eiten Termin 
erft nach Veenbigunq be* Spriftfaßwepfet« laben. Ta* witb ab« 
I« ein« «ßeblipen Verjögerung b« ^rojeffe führen, ba erfaßrung* 
gemäß nipt* geeignet« ift, auf bic Vcfcptcunigung be* Spriftfaß« 
»epfel* ßinjuwirfen, ali bet nahe bevoefußenbe VerßanblungStermin. 
Tie geplante Steuerung wirb Weiter bie unfaen ganjen ©tojeß 
twßerrfpcnbe numbtiepc Verßanblung gtfäßibeti. Sie Wirb ba* 
Schwergewicht be* Vrcjeßverfaßren* bergeftaü in ben ©priftfaß« 
tredbfcf verlegen, baß biefer nipt mehr eine bloße Vorbereitung ber 
münblidßen Verßanblung, fonbern ba* fBefentllpe be« ganjen V«r* 
faßun* fein wirb. Dian wirb mit Angftliplett bemüht fein, in tat< 
fäptttpet unb reptlipcr Vejteßung niept ba* Äeringfte ber mfinb’ 
lüßen Setpanblung vorjubepalten ; biefe wirb ju einer U«en ffertn 
werben, unb ber Vrojefj wirb fein« Glaftijüät Völlig einbüßen. 
Tarnte werben aber von neuem alle Spähen be* butep unfere 31*0* 
piojeßorbnung »enigften* jum Teil überWunbenen fcpriftlicpen Ser= 
Fapren* jutagc treten. Tie Ältcn werben bi* jur UnüberfuptTup^ 
Ute anfcpwcQen, unb bic Vrajefwerfcpleppung, ber man burep ben neuen 
§ 48 begegnen Win, wirb bunp ipn in ungeahntem Umfange h«rbei- 
geführt werben. Tem GntWurfc liegt offenbar ein vBQige* ®i|> 
oerüänbni* tet bejug auf bie Vorbereitung ber münblitpen Va- 
hanbtung |ugnmb«. Tiefe Vorbettltung bebeutet nicht, ba^ alle*, 
nw* benfbai« ffleife mit bet Sache jufammenbSngt, in ©cpriftf&hen 
w ber 3krpanMung nieberjulegen Ifl; e* mu| vielmehr b« praUi* 
fepen Grfahrung unb bem Tafte ba Jtccpt*anwÄlt« überlaffen bleiben, 
au« bem ipnen mitgeteilten tatfachlicpen Dlaterial ba*jenige au*= 
jufonbem, wc* für ben Scpriftfap geeignet ift, unb ben ©rojefc niept 
wn ooroperein mit Tatfacpcn ju belaften, baen Vorbringung fwp 
BWgltepcTWeife erübrigt Sei einer folcpen allein fachgemäßen Ce« 
arbeteung b« ©cpriftfäpe ift e* unvermetbllcp unb un[«em 3Ü»U* 
brojebverfapren entjprctptnb, baß h«uftfl erft bie mflnblicp« Vet« 
hanblung ben Vnlaß bietet, ba* tatjäcplicp« Wataial nach beftimmten 
Xicptungen ju «gänjen. 


ti. 3 U § 79 be* ©ntftwrf* ift «me 'Jinbetung bapin geboten, 
bafe jeber gartet «ne Slbfcprtft ber ‘ProtofoBe unb eine 
Ausfertigung be* Urteil* auf ipren Antrag frei twn 
Scpmbgc&üpTcn ju erteilen ift. 

Vegrünbung: Tie V rc> teloDabf(pnft<n ftnb notwenbig, um 

ben ®ang be* ^progcffeS ju überfepen, unb i«bc Vort«» bebarf, fei 
e«, baß fte ba* Urteil jufteHen ober fiep üb« bi« Guilegung eine* 
Vccptfmittel* fcplüffig maepen will, nttnbeflen« ein« Au«fatigung 
be* Urteil*. <£* ift niept «injufepen, warum biefe für bie ©arteien 
notwenbigen Stprtftftüde niept burep bie $auf<pgebüpr abgegolten 
fein foHen. 

IV. (ifebährevorbnung för AeiptSantuälte. 

1. 3® § 76 be* ßnttourf* wirb borgef «plagen, an bie Siede 
be* (Jrtttourf* fofgenbe ®orfcpriftcn ju Jcpen: 

§ 76. bie §öpe bet ©epreibgebühten ftnb bic 
33orfcpriften be* § 80 be* ©cri<pt*?oftcngefepe* ma|= 
gebenb. 

§ 76». 5^ kk ^erftellung be* Scpreibtoetf* fotoie 
jum (Srfape ber fportoauSlagen etp&lt ber 9iccpt*antoalt 
fftaufcpfäpe. 

T<r einjelne ffJaufcpfap beträgt 30 vom ^unbert 
ber )um Anfape gelangenben ©ebüpr, jebodj minbeften* 
1 M unb pöcpften* 30 M. 

Stept ban fRecptfantoalt naep § 13 1, §§ 19, 

43, 43, 54, 52 bie ^roje|gtbftpr ju, fo beträgt bie 
Summe ber in einer 2W*° n J jum Urteil naep bcn 
§§ 13, 16 bi« 22, 27, 28, 30 Abf. 1 9lr. 3, 37, 38, 
42, 43, 44, 50 bi* 52 anjufcpcnbtn ^kufcpfäpe 
mmbeften* 4 M unb pöcpften* 50 M unb, toenn bem 
9tecpt*antoalt naep § 13 9tr. 4, § 19 auip bie ®eh>ri«» 
gebüpr ob« naep § 13 9h. 3, § 18 bie ®erglei<p** 
gebüpt juflept, minbeften* 6 M unb pöcpften« 60 M. 

Stept bem al< 9krteiblger ober al* Skrtreter eine« 
^rioatfläger«, eint« fRebenüäger« ober ein« Ser* 
hmlhmgflbepörbe beftelften Aecpt*anmalt bie tm § 63 
beftimmte ©ebü&r ju, fo beträgt bet fJJüufcpfaß 
minbeften* 4 M. 

§ 76 b. Tie ©eftimmungen be* § 76» finben feine 
Amoenbung: 

1. auf bie auf befonbere* ©erlangen gefertigten 
Abfcpriften, 

2. auf ba* 3 t & an 8*tonfiTejung*oeTfapTen, 

3. auf ba« SetfapTen in ber !^eVtfion*infianj. 

Ter Anfap ber im § 79 9h. 2 bejetepneten 

©ebüpren fotoic ber Anfap Von 3 u fhBuug«foftcn, 
©ortoauSlagcn für ©efbfenbungen unb anbaen Au«= 
lagen toirb bur^ ben ©aufepfap niept aulgeftbloffen. 

Vegrünbung: §76 be* Gntwurf« ift un;, wertmäßig gefaßt. 
Tem fßortraute naep würbe auch bie 3 Wl3n 9* 00 üft R ^ un 94tnftan) 
baruntcr fallen, Wäprtnb bie« naep ber Vegrünbung offenbar niept 
ber ffaC ftin foll unb auep niept fein lann. Tenn c« ift Kar, baß bie 
VoDftrecfung mit bem Boftenfeftfeßungboerfaprcn niept* ju tun pat, 
ba fte bem Urteil erft nacpfolgt G* ift auep au*gefcpIoff«n, baß bie 
Au«lagen ber 3Hxmg*voQftredung, j. V. bei Vfänbung von Dliet** 
forbenmgen unb b«gt, burip bie oorgefplagenen A^ufpfäß« aup 
nur annäpemb gebedt werben lönnen. 

Tie Statiftil, Welp« ber Vegrünbung beigegeben ift, ift nipt 
richtig verwertet 8* ift nipt angängig, bi« Summen all« ffiert« 


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96 


3uriftiid)e SÖ 


CM 4 . 1908 . 


fhifen iufammcnjujieben; tntn bem arnualt, bcr mit Streitwerten 
bii 300 M obct bi« 450 M ju tun bat, nüfct ei nie&t4, wenn bei 
Strcitgegcnfiäntitn non 10 000 M eine genügende GntUiJ/nung für 
Schtcügebübrcn cintriit. ßelbftöerftcnbtiib mufelc, »it bai ja oud? 
in bet ÄuffltQung gefthchcn ift, jebe SBcrtftufe für fidj betraget 
»erben. 

X>er Entwurf miß, baf; bie 9te^tian»älte in ben ^ktufc^fä^cn 
eine auüömmlic^e Gntfcbäbigung für ihre Auflagen «halten. 3 a 
2Stbcr(pru<b mit biefem SBillen fielen aber bie Borfchläge ber 
üRinbeftfib« ; benn fu bUben leine audj nur ann&^emb auireid^enbe 
Cntfcbäbigung. 2ici ergibt fuh aui folgenber Betrachtung bcr XabeDe; 


Slcrtftufc 

Summe b« Schreib 
unb ^oftgebü^ren 

Summe bcr Aauf$< 
fäfK mit Hiinbcftgtbüljr 
non 3 refp. 4 M 

bi« 20 M 

186,64 M 

136,00 M 

* 60 * 

465,66 * 

338,00 • 

* 120 * 

529,62 » 

312,00 < 

* 200 * 

421,17 » 

283,00 * 

« 300 « 

427,47 * 

275,00 * 

* 450 * 

801,97 * 

275,10 * 


Sc^cn biefe Bcrglcidiung jeigt, ba& ber Entwurf mit ben SRinbcft- 
fftben feiner eigenen Abficbt nicht gerechnet »irb. $ierju lommt aber 
fotgenbe« : 

3n bcr XabeDe fmb bie Sdjrctbgcbübren nur mit 10 $!■ 
für bie Seite berechnet. 2)er Gnlrourf erfennt aber bei bem Bor> 
fchlage jur Abänberung bei ©erichtiloftengcfehe# auibnirfliih an, 
bafe bie Berbältniffe feit bem 3ah« 1879, ali für bie 6<hrtibfeite 
10 $f. ft ft gefegt mürben, fich »efcntlich berfeboben h 0 ^”* bafc 
bie Scbteiblo&ne fe^t geftiegen fmb unb ba& bie €<hrtibgebühren 
je länger, je mehr eine un)urei<hcnbc Gntfchabigung für bie Untoftcn 
bei Schrcibmerfi barfteücn. JDic« ift jwelfelloi richtig, unb jwar 
fchon fett minbefteni 15 3a$ten. 

Auc$ bie Eefamtfumme ergibt ein ffurüctbleiben bei Entwurf« 
hinter ben notwenbigen frorberungen. G« ergibt fich Wat, bafi bie 
6ä|e bei Entwurf« nitht au«rei$en. Snfolgebeffen »erben füe ben 
(Sinjelhaufchfah minbefteni 1 M unb b&hften« 20 M üctgcfch lagen. 
SBenn ber Entwurf einen §5chftf«i twm 80 M »orfölägt, fo erfchemt 
ein folcher nicht erforbeclich, ba auch bei ^rojeffen mit breifacher 
Öcbiibr nur ein $ö<hftfat nen 60 M befiimmt ift G« muft baher 
im Slbf. 8 ein fR1nbeftfa( non 4 M unb 6 M eintreten, unb biefer 
Sah muft nicht nur bem ^roje&bctwflmäcbtigten juftchen, fenbem auch 
bem Äomfponbenjanwalt, ber nach ben §§ 42, 43 ober 44 JtAÖebD, 
tätig ift 

2>et Auibmcf „fßoftgebühr" int crjlen Abfalft bei § 76 lann 
ju Zweifeln barilber Änlaji geben, ob nicht auch bie 3ufteüungtloflcn 
bcr Boft barunter fallen. XHei ift offenbar nicht gemeint, unb bah« 
»irb oorgefch lagen, bai Söori „Bepgtbübrcn" bunh „Bortoauilcxgcn" 
tu erfchcn. SCueh bie Bortoauilagen aber ir, äffen befonberi erfeht 
»erben, {o»eit ei fich um bie juWeilen recht erheblichen fjorti für 
(Belbfenbungen hanbelt. 

Tic Anwenbung bei ^aufchfa|ci crfchcinl für bU Aeoifum«-- 
inftanj nicht angemeffen, ba fte bei ben in bie Webiftoniinftan) gc ; 
langenben ^rojeffen im tünblid auf bie Ijofftn Dbjtftc ju eite« nicht 
unerheblichen Erdung b« Gebühren führen »ürbe unb ba bai 
Schrtib»erf ber Anwälte in ber Jlcoiftoniinftanj ein fehr getingti 
ift Da« Sntereffe ber in bcr Rebiftoniinftanj tätigen Anwälte »irb 
in auirtichenbem IJJaftc gewahrt, wenn bic ©cbü^r für bie Schreib^ 
feite bon 10 Bf- auf 20 Bf- erhöht »irb. 

V. Übergang«' unb SchluftbefHuiraungeu. 

^Slaäf Art. 4 ber Übergang^ unb Sd?Iufjbc[nmmungcn 
foQen bie ©orfchrificn bei Entwurf« auch auf bie Sdanbci* 


gcfe^c Äntocnbung finben. Somit mürbe bet jum Erjage 
für bie Schretbgebühten unb ©ortoauitagen befttmmtc 
©aufchfafc auch iw Nahmen bei preu&ifchen ©efcfcei, ent* 
haltenb bie ©otjchriftm üb« bie ©ebilhrcn bet 9ie<hti» 
antoältc, in bet Raffung »om 6. Oftober 1899 jur Sin* 
toenbung lotnmcn. $ier ift aber ein ©aufchfab nicht 
angebracht im ßinWicf auf bai anberiartige ©erfahren 
unb bie ganj ungerechtfertigten geringen (gebührenfäb«. 
2)er ©ünbeftfab bon 50 ©f., toie ih« ber Gnttuurf bor* 
fchtagt, unb bon 1 M, tok er oben in ©orfchlag gebracht 
»irb, ift biel ju gering. $a bie £anbr6gebühren immer 
bie (Sinjeltätigleit ber 9ie<htlan»älte umfaffen, h^^ 
auch bon einem ÄofienfcftfebungSbcrfabren in bet SRcgel 
nicht bie Siebt fein tarnt, fo empfiehlt ftch b*ti überhaupt fein 
©aufchfab, fonbem nur bie @rh^^ un 9 ^ tr Schreibgebührm 
bon 10 ©f. auf 20 ©f. für bie Seite. 6« »irb alfo in 
Slrt 15 bei 2anbe4gefebe4 bie ©r^iehung auf § 76 
ÜRSlCIkbD. ju ftrcichen unb Dagegen bie Slntoenbbarteit 
bei § 80 ©Ä®. auljufptechen fein. 

VI. ©totere felbftätbige ©orfchlÄft«. 

3m ©orftehenben fmb mir bic Slnbetungen, »eiche ber 
®nt»urf borfchlägt, ©egenftanb ber Erörterung ge»efen. 3>ie 
©erhältniffff »eiche ber Entwurf bejüglich ber Schrcibgebühren 
unb bezüglich bet uon ihm in ©orfchlag gebrachten Slnberungen 
jugtunbe legt, h a ^ <n f‘4? jeboch nicht nur tn ©ejiehung auf 
bie Schreibgebühren, fonbern im allgemeinen »efcntlich geänoert- 
©ereitl im 3^^* 1885 h°ben bie ©orftdnbe ber beutfehen 
SlnttjaUftlammem eine Slbänberung bei ©eruhtitoftengefebei 
unb bcr ©ebührrnorbnung für SHechtiantoältc beantragt, unb 
je^t nach »icberum 20 «f«h<int ei geboten, bafe 

btefem ©ebanfen nähergetreten »irb. 

SDie toirtfchaftliihe Sage bcr Slnhrölte CTforbert eine boD* 
flänbige fRebifion ber ©ebührenorbnung. ©Jir befchranten uni 
im folgenben barauf, biejenigen ©eftimmungen bcr ©ebühren* 
orbnung h«<niijugrcifen, bei »eichen ftch bie ©ebührtnfäfcc 
bon Anfang an ali ju rnebrig er»iefen hüben, beten Ab* 
änberung baher fchon feit bielen 3ah*tn ali not»enbig anju* 
f«h«n ift. 

Söir h<ben im cinjelncn folgenbei hfrtor: 

1. 3u § 9 ©ebO.: 

SDie S>ä$< bei § 9 ftnb ebenfo»enig jeitgemäfe toie bie 
gegentoärtig geltenben Schrcibgebühren. Auch h* rt baben ftch 
bie ©erhältniffe feit bem 3üh re *879 »cfentlich beränbert. 
Eine toenn auch tnäfeige Erhöhung ber ©ebührenfähe bebarf 


in ber 2at {einer »eiteren ©egrünbung; ei genügt, für eine 

folche Erhöhung auf bie 
ju nehmen. 

Segränbung bc« 

Sntöutfe SBejug 

üxi SstQt ber grgmtD&rtig geltenben ©ebu^renfage »irb 

folgcnbe Stola bngel^lagen: 


35Bertftufe: 

s 5ieuet 

©ebührenfab'. 

©iihrriger 

©cbühttnfah: 

— 20 M 

8 M 

2 M 

20— 60 * 

4 * 

3 * 

60 — 120 * 

6 * 

4 » 

120-200 -- 

9 • 

7 * 

200—300 » 

12 * 

10 * 


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Qutlitifrfj* ffiocfjenfdjrift 


3T. 


«n 


®eitfhcfe : 


91 euer 

(Müfcrenjafc; 

S9rt^ctt«r 

900— 

450 

M 

16'X4i 

14 M 

460- 

6&0 


‘20 - 

19 . 

650- 

900 


25 * 

24 • 

900- 

1900 


- "• * 90 . 

28 • 

l 200— 

1 600 

• 

35 * 

32 x 

1600— 

3 100 

* 

40. 

: 36 x 

*2 100- 

2 700 


46 * 

40* 

9 700— 

3400 


50 ^r. 

44 »"• 

3 400— 

4 300 

* 

55 ^ 

48 - . ‘ 

•' 4 300- 

5 400 

* 

;• . * 60 * 

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5 400— 

6 700 

4 ’ 

65 > 

56 = 

6 700— 

<8 200 

c 

70 -- - 

60 * 

8900*- 

10600 

t 

. rt 7h* 

64 m. 

'2>cn ^ier 

an flögen 

bie Stufen um 

je 2 000 M, 

(Skbüüren 

fleigtn 

bü 

ju 50000 M 

neu am je 5 


früher um je 4, M, ton 50000 M bifi 100 000 M neu um 
jt 4 M, bisheriger Sa? unt }e S M, über 10® 000 M neu 
um je 3 M, bidbct um je Jt M. 

5Ä. 3« § 19 <9eb£X: i 

§ 19 (3eWD. ift §u jhci$en, fo bafc audj für Uttunben« 
uob ffiecfrfttyrogcffe btt »ofleu GleMklrrcn bet §§ 13. bi® 18 
in Snfa? fommen. : H": . 

SÖei Ihfuubca» unb 2Ü«5f<4>rajeff« ift für ben Änrnalt 
tm ergäbt» '3Äafr öxm 3Jiü$e unb Sorgfalt geboten, er rnufj 
auf eine befonbeci forgfältige Prüfung 6er Urfunben unb 8«t 

uwtiimttol Öcbat^i nehmen. tfö ifi fältt^Ktbing# nufct «rfi^tlkb, 

au# tocUbem Gkunfee eß gmt^tfert igt fern foütr, für foli^e 
$n>|«fTe etn geringere« ^quitmlent ju grtwtyrcn al« für i8r»$effe, 
bi« im otfcentlii^en Verfahren geführt hsoben. Stiebe § 19 
®cbC. heften* fo »oütbe aud? bftb ^auf<$ali#ei« 1& bi« 
Scbmbgtbuötfn unb ‘ifcoxtomrtlngc» fxfoaber« ungerecht mislen; 
gerate beim 2BedjfcU unb Urfunbcnbrojcfe 'ft ein befpnberS 
umfangreiche# Sc^reibtwtf frfotfcttW$. *0ijn bcitfc nur an ben 
fjall» bafe btei, trier ober mehr iüedjjcibtflagtf fmb. Soll 
hierbei auch m» bet fonftige ^Umfdrfab fü* **e fiuö lagen em» 
treten, fo ttmtbc, ba bie öebü$rrn nur ‘s* ber ©ebüjrrtn bi# 
^deutlichen ’üiojrffti betragen, ber 9ln®alt bet ben 31 tt«la gen 
erhebliche: örttäge au# eigener 2aföt jufe?en mttffcn, toa« 
bo«h offenbar mcht ht ber Äbfidjt be# ©efi^r# liegt. 

& 3u § 90 ®ehO.: 

C# totrb beantragt: • . n j 

ben § 90 ®cbC>. babin ja anbem, ba^ bie <£i»iä&igung 
nur cm tritt, toemt bie butch bie (Gebühr tu Dergutenbe 
latigleit bc# 9te<ht#antoalii au#f<b&«ftlüfj bie tm § 96 
9tr. 1 bü 7 <9 Mi begtichwten ©egmftcbibc betrifft. 

2h e tm § 26 3lr. 8 bi# 10 ®Ä®. bejeiihnete» ®cgcnfuinbe 
(Slage auf (Erteilung ber SeüftnduBgöflaufcI, älrrrfi unb «inft* 
toeiligc Verfügung burch Urteil, Älagen auf ilufbebung eine# 
Schtebifbrach# ober auf Unjulicffigfett tu« fcgietoriiblerliiben 
j V rf a brmi) (heb m btt Strgrt befonbee* mübeboB unb btto 
lendclt; t* begeht babet (rin Btunb, fit birfl ©cgmftänbe eine 
geringere @ebübt al< für gonöbnliibe orbmilub* iirojtfi« ICC 
gemähten. 

4. Bu § 23 ®ebC.: 

pect ift bic tbejugnafmee auf § 35 'Jit. 3 jee jttritben. 


5. Bu §§ W, 39 «ebD.: 

(5* toirb brantragt, 

im g 29 TOr. 4 unb im g 30 9!r. 2 bie Sorte „übet 
tintn .ertrag auf 9tm»bnang obft Äufgebung eint* 
'Jlrreflt* ober einer emfttueiligen Verfügung folute" 
ju fttcichen. 

Säe Istfahncitg bat gelebt*, bafc e* uniebtig ift, Anträge 
auf Staotbnung Bon Steeften »bet ewftotiligtn SJetfügungen, 
bie auf ganj befonbeten %itau*fc(ungen beraten, febt Bill 
ffiübe u«tb äebeit Betutfaiben, buttb bie dltbabten bt* oebent» 
lubtn 'fitojeffe* obgtgolwn fein ju lafftn. ®* etfibeint aub 
nub* bete^iigt, bog bie «eWb* bana<b abgefluft toetbe, ob 
bat Sneftgefutb ju benfetben Elften, in baten bet ^aubt)rtojcb 
geführt wirb, ober ju artbtvtn ÄUen eingereiebt toirb. 3>e*halb 
ift bet Antrag auf Streichung bet oben bejeiActttm Sorte 
geteebiftttigt. t 

8. B« § 52 ®ebO.: 

S* lotib beantragt, 

ben g 52 SebO. babin abjuänbem, bag et, wie 
folgt, tontet: f i. , 

3n bet Säetufungiinftang erhöben f«b bie ®t bubten, 
fajt um V«. *n bet SRebifionginganj um *, ,» 

$ü bie ätaBäCte bei ben Cbetfanbeggeticbten im joQt 
einet Stttettening bet amWßcriebrfitben Bujiänbigteit tintn teil 
ihrer Sföunbmc einbiigen, [o ip t* ein ®ebot bet Kctecbtigteil, 
fie hierfür ju entfebäbtgen. 'Jtuch bie 'Xntoäfte an ben £anb- 
gerechten oetRctcn babutcb, kag für bic Soeben mit einem 
Stteilioerte Bon utebt al» 300 bü 800 M bet SInioaUSjtoang 
au(hbit, einm fteil ehret , 5Wgnbaie, trenn such nicht en fo 
erbebfcchcm Umfange toic bic Slntocilie an ben Cbetianbc*. 
geeichten. 

Sbet auch fo.iijüch unb ganj unabhängig Bon bet in 3tu*> 
reibt genommenen Criocitrtung bet amtbgetiähi liehen Buftänbigfcit 
ift eine Sthöhung bet Gebühren in bet Bttufung*inflanj| gereiht, 
fertigt*). 3n etflte Snftanj pnbef bet äntogU einen 9u4jlccch 
für bie [thnuttigen Sachen babutcb, bag auch einfache Sachen, 
bie burib SrtiäumnÜurteil, äneefenntnüutieil ober fllagetiid* 
nähme ctlebigt loteten, jeet ©rftanblung lommcn, unb bähet 
toirb bet ein jeint Xnioalt für bie grägtte unb häufig mchc 
entfbitehenb entlohnte :3!ühe bte bettoidditn Sachen butch 
bie (Stlangung btt gleichen ®tbühr bei feht einfachen Sachen 
cnlfchäbigt. 3« bei SJaufung*cnficm) gnbtt eene folcbe Xu*, 
gleichung nicht ftatt, tneil gan; einfache Sachen nicht in bie 
Sceufungimfian) gu gelangen pflegen. 3 n f s Hpbcfftn mürbe c* 
Bon Xnftneg an bet ®ttc<b*tgi»cl traiptoebtn haben, ben Srunb. 
faf be* g 43 ®RW. auch auf bie Gebühren bet 8ie^t*ann8ttie 
anjnloenbeti. ffietm bie* bi*her nicht gefchegen ift, fo etfibeint 
c* fegt btntgenb nottnenbig, ben g 53 (SebC. in ber beantragten 
Seife babin ju änbem, bag, ebenfo »ie Bit bie ßcri^üloften, 
fo auch für bie- Bcbübttn bet Sfahüanmälte in bet ®tteefung*= 
inflan* eint Clrhopeng um eicettitc. 

*) SB* Ben «nifat »on Üoifl«. 07, 207. 


. '--i -> • . , r 


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98 


ffiodjenfdjtift. 


.'W 4. 1908. 


3 ttr 

<£\nt ttrplüt. 

Bon 3uftt|tcU 3 in Stettin. 

h 

3m nit^t amtlichen leil be« 3^®l- »om 24. 3amiar 1908 
gibt ein Äuffah über Die finanzielle Söixlung bet Reform in 
banfen«toerter Seife neue Äuff4lüfte, bie §um Steil auf 
ftatifnf^en ©rbebungen, zum teil auf Schälungen beruhen. 
8 t lommt ju bem 6<&lufr, bafe toebeT für ba« BuNUum eine 
Belaftung burch bie SRefonn eintxeten mürbe, noch bafe bie 
©»fünfte ber Kntoaltfdjaft toefentluh herabgeirnnbert mürben. 

2>a bet Äuffab au«geht bon meinen furjen BeTf4nungen 
in ber 3©* 1 ) unb biefe überall richtig fteflen totfl, toirb mir 
eine faßlich' ^Racfcprüfung geftaltet fein. 34 mürbe mich 
freuen, toenn ich bon Siefultat juftümnen fdnnie. Seiber lomme 
ich, toenn i<h «u4 nun infolge einzelner Bufttänmgen mein 
Urteil mobifijvfren muft, bo<b bei tocitem nicht ju einem günftigen 
Äefultat. 

A. ^?erliirtgttng ber $techUpft*ge. 

25er Suffab macht mir folgenbe« al« gehl* 1 jum Bortourf ; 

1. 34 habe bei meiner Berechnung toeber ba« Straf« 
»erfahren noch ba« Btahnberfahren berücffichtigt. 25a« elfte 
halte i4 für leinen gthler, benn toenn bie ^Reform bal Bibil 1 
prozefepublilum befallet, fo lann man bagegen mit Hornsen» 
falionen, bie bem Bngeflagten jugetoiefen toerben, ni4t auf» 
re4nen. 

Sttoa« anber« lag e« beim 3Rah n berfahren. 34 lonnte 
ni4t überfehen, ob in ber Statiflü bie S4*«i&9*&ühten be« 
3Jlahn»erfahten8 enthalten tonten, unb ich glaubte bamal« am 
nehmen ju lönnen, bafc Borteile unb 9la4teile beim Blahn» 
»erfahren fich ungefähr bie 2Öage halten toürben. SDie ©rünbe 
ju bctaiDieren toürbe h*^ Z« toeit führen.*) 

2. gerner foH i4 ba« Berhälim« jtoif4*n Bmt«fchreib» 
gebühren unb ®ntrag«fchreibgebühren unri4tig angenommen 
haben. 34 nahm für ben Bmt«gcri4t«pTC>ze&, abgefehen »on 
ben Urteilen, 50 ^Jrojent, für bie anbern 3n^anjen 75 B*»jent, 
an. 2>er Huffa^ rechnet 65 Bwjent, 72 V, Btojent, 69 ^rojent, 
alfo ungefähr ba«felbe.*) 

3. 25ie ©rfbamiffe für eine Stellung ber JÖage fofl i4 
ju niebrtg angefeßt haben. 34 üxrbe unten jeigen, bafe bet 
Buffafc im 35R®1- ft* i u h*>4 anfeht. 

«) 3». 07, 690. 

») 3$ nahm toeber einen fo nichtigen 2>urchf<t>nitt be« Dbjett* 
noch Nachnahme an. 

*) 55afj her $rojcntfah ber obcrlanbe*g«rübÜtchen Schreib* 
gebühren geringer ift at i Der ber CanbgtridjtUdjtn, hat mich über* 
rafcht. Sei ber gewöhnlichen ob<rlflnbe*geri<htlubcn tonrrabiftonfchcn 
Sache, Urteil oon 4 Seiten, entftehen an ÄmtÄfchreihgebühren nur 
4 Seiten, an Slntragifchutbgebühren für 2 *u*fertigungen unb 
2 beglaubigte Äbf<htiften für bie beiben Bnto&lte 16 Seiten unb für 
2 t^rololoHabtchnften 4 Seiten = 20 Seiten, atfo nur •/* #mti* 
fchreibgebühren. 2 Yvt ©cto«i*aufnahme fann bie Äntrag*f<hreibgtbühr 
prozentual meine* Grachten* bodj taum minbem, nur bann, »tnn 
etwa bie Sequifüion au* bem ©«roei*bejd?lufe überall mit Äbfthriften 
an bie etnjelnen 2tmt*geriehte ergeht. Sonft bringt iebc 3rugenau*fagc 
in boppelter Äbfchrift hoch minbeften* 4 Seiten, Wequifition nur eine. 


4. Bon toefentlichft Sfeubeit unb Bebeutung ift aber bet 
mit bamal* unbefannte Umftanb, bafe in ben 11 Blißioneu 
©ebührm (©nttourf Anlage 1) 2 ‘/«Million Sfcangtf&nftcigerung*! 
gebühren enthalten toaren unb bementfprechenb auch töe S4t*i&‘ 
gebühren unb Bmrtt für 3mmobiliar»oIIftie<fung. 34 entnehme 
baraul, bafc bie Statiftil (ßntrourf Änlage 1) fich auf alle 
Bofttionen ber Spalte A 1 ber @efchaft*kberfi<ht 1904 rrftreeft- 
25atau« ergibt ft4 junächft bi* erfreuliche latfache, bafe 
10 BfDJfal ©ebührtn ungefähr nur Vi* ber S4t*i& s 
gebühren unb Bortt au« machen, toährenb bie IRotibe ju § 80 b 
auobrüdlich fagen: in 3^ilf a 4^ n machen bie S4reib« unb 
Bortogebühren ziemlich genau 10 Bn>zenl bet ©ebiibren 
au«. 2)a« ergibt mit Slüdfieht auf bie ettoaige Berboppelung 
einen Xbftrich bon */» BliHion. 2)a* B prt o tn biefen 
Sachen burfte bann aber nicht al« erfpart angenommen 
»erben. 

%u8 biefen Unterfchieben ergibt f«h aber allein nicht bie 
getoaltige Differenz jtotfehen meinen bamaligm 3*ff CTn unb 
benen be« Äuffah«* tm 3^01. Um ju feinem S4lu| ju 
gelangen, beburfte ber Berfajfer jene« Sluffah*« noch erheblicher 
Äbftriche; biefe beruhen nicht etwa auf ber birelten Slntoenbung 
bc« ©itttourf« auf bie Säfje »on 1904, fonbem jum großen 
Xeil auf unficheren Schäbungen über bte ürfpamiffe, bie 
fi4 ba« Bublilum machen lönnte. 

34 lamt bei meiner ^Nachprüfung baber nur einzelne 
jener Ähfintpe al« richtig anertennen unb mu^ je^t auch ba« 
Blu« für 1906 jiff ermäßig einfteüen, toetl auch jener Xuffab 
überall fogar bie 3ulunft bi«lontiert. 2>a* Sirfultat ber nach» 
ft*h«ben Berechnung beruht auf ber ftatiftifthen ©tunblage be* 
neuen Huffaße*, nur zum geringen Iril auf Slbftrichen in ber 

©4H ult 0- 

34 merbe, uni ba« Bilb möglichft Har zu geftaiten, ba« 
3Äahn»erfaht*n unb ba« B*oj*fe&erf obren befmiber« betrachten. 

I. !ftratogericht*Utrfal)reo. 

1. 2>ie Schrcibgebührrn betragen 1904 1 371 926 M, 
^nenn fmb enthalten für 3üumg«»etfteigming unb 3»<mg** 
»ertoaltung tunb 25 000 M, bie al« folche erhalten bleiben. 
3n ba« 2Rahn»erf»hre® faßen nach Sluffah 9000014 für 
Gablung* befehle , toegfaßen foßen ferner 72000 M für 3 toan 9«' 
»oßftre<!ung«amt«fchreibgebahren 4 ), bann 120000 M für Urteile 
unb 50 000 M für B«>to!oBabfchriften. 2Hrfe toürbe ba« 
Bublihrm z»ar ni4t burch ben Snttourf felbft, toohl aber nach 
Xnfüht be« Berfaffer* burch BecjiCht ober burch Erbitten 
abgefürjter »bfchnften afpartn fönnen, 2He beiben lebten 
Bofttionen mufe «h ftrei4en. 

a) 9lur ber Inmalt läftt ftch g*l>en, 

meift auf genereßen Beitrag. Ärfpanmg toäte hier nur benfbar, 
toenn ber Xntoalt bei jebem einzelnen Brototoß borprüft unb 
bann Bbfchrift beantragt ober nicht. 

®me folche Bnberung ber fyxmi ift nicht ju ertoarten. 
'ÜNit {eichen Hoffnungen barf man m4t rechnen. Bidmehr 
»erb bet Äntoalt Ktnftig bei B«uf4alietung feiner Schreib* 
gebühren jur Bertmfachung be« Betriebe«, fotoehl für ben 

*) B^^iftlh^fi» flD * Brteft*, GinftfthmgÄbefiWüge Metbra ge^ 

bübrcnpfUdjtig. 


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37. Qa&fgariq. 


Quriftifdjf jSBot^enf c^rift. 


<K> 


®<ri<ht«fchrribcr toie für ihn, toi« in b«r II. ^nfianj überall 
üblich/ auch bort genetelle Anträge ftellcn, wo er ft« bi*fr«r 
nicfrt gefirllt bat. ®tc ©rotoMIabfibriften toerben ftch alfo 
Denn ehren, nicht in j«b«m lontrabiltorifchen AmtägerubtSprojeß 
um 3 Seiten Dermtnbem. 9)<r Anwalt muß feine Alten fo 
boüftänbig baben toie ba« ©cricht. 

b) 2)ie 120 OOO M Srmäßigung füt Urteile ftnb ju ftreichen. 
$er ©erfaffer fcßeint anjuncbmcn, baß 1 200 000 ©crfäurrmiS-- 
urteile 1904 ^erau*gegcben toorben ftnb, alfo ü6er 410 000 m 
bobtxlter Ausfertigung. $a« ißt $u Diel, nur m ©erlin toerben 
je^t jtoei Abfertigungen betlangt, anöetStoo nicht.*) <S« 
fbnnen alfo md>t 410000 ‘DoüücIrjrmjjlaTe getoefen fein, fonbem 
bieOei^t 150 000!*) 

Nichtig ifl nun, baß biefe Urteile auf bie berfürjte Au«= 
fertigung fünftig rebujiert toerben. Aber gerabe infolge ber 
©aufchalierung toirb ftd? fünftig folgenbe« ergeben, ©on je(ft 
ab toirb, toie bei ben D ber lanbeSger testen febon üblich, auch 
bei allen ©«richten 1. Jnflanj, unb jtoar nicht nur für bie 
©erfaumniSurteil«, fonbem auch für bie Icntrabiltorifchen Urteile 
ber Anwalt hoppelte Ausfertigungen ober Abdriften erbitten, 
nur üraltifch für giSluS unb Anwalt. ^ür bie ©oUflredung 
wirb bie« ber Anwalt ja fchon tun müffen, tofil er fonfl 
bei bem ©aufchquantum für bie ©oUflredung noch mehr 
jufebt. 

Selbfl toenn aber auch bie ftegenbe ©artri neben ber 
ooüen Ausfertigung, bie fte für bie NechtSlraft gebraucht, nur 
no<b boüüelte abgefürjte Ausfertigung be« fontrabiftorifeben 
Urteil« für bie Sottftrcdung entnimmt, ifl bet Afyug für bic 
oon bem $ertn ©erfaffer eingeflettte ©ctlürjung toettgemacht 
784 000 unb 120 000 toegfallenbe ^opbclf eiten, bagegen 
660 000 unb 340 000 neu bmjulommenb« einfache Seiten mit 
©ophelfaß. 

lapitaliftere auf beiben Seiten toeber bic ©löglichlrit 
bei ©orteil« toie be« Autoteile, [teile auch beim Sanbgericht 
biefe ftebete 3 u fonft«bclaftung nicht ein, barf aber auch bie 
120000 M Abftnch nicht jugeben. 

u) Schließlich tourbc noch eine Örfoami« auf S. 13 oon 
44 000 M nngeftellt, toeü 80 000 Sabungen unb Wagen |u 
i'rotoloH rrllcirt toorben feien. $a« ift unbebenllid» ju h<><h- 
3)a« tut nur ber Arme, für ben leine Schreibgebübren berechnet 
toerben. $cm wohlhabenben Wäger, felbfl toemt er leinen 
Anwalt bat, ift feine 3<ü toertboUcr al« bie ju erfparenben 
Pfennige. , 

Ser ©erfaffer tommt auf ungefähr 6 ©rojent oon allen 
Wagen unb Labungen; bie Salbung beträgt bo<h auch meift nur 
eine Seite. ©tarn ich mit Nüdficht auf bie geringe Anzahl 

*) Berlin hat ■/«• aß* 1 Amtsrichter, fann ^ddhftcnA '/* aller 
Urojejf« haben 

•) ßonfi reichten ja auch bie AntnagSfchrobgebühreu 7 700 000 
Seiten nicht auft. J5a Berfa fier will haben 2 400000 SerfäutaniS' 
Bttciifciten, 440 OOO üabungen unb Klagen, baju 1 400 000 anbere 
UrteUlfetten (2X4X176.000), 1000 000 ^e*u*0*b«f<hWfc, 

910000 Seiten für 820 000 BeweiSbelchlßffe — meift bobpelt — 
:»«0 OOO Seiten für «9 000 Bergleute, 1 200 000 Seiten für Beweis 
uihuibnu {nur 2X2 Seiten fiic feben BetbclSbcfchlufe). AJo bleiben 
bann bie anberen ©rotololkf 


ber länblidhen Amt«gerichte 10 000 M rinfefce, h^ c *<h ba« 
für h<xh ? )- «gibt fÜf banach folgenbe Nennung: 

©on 1 371 926 

gehen ab 187000 (162000 4- 25000 

blntxn 1 184 «26. 3»ungftitrftrig«Tuiig) 


33o»on 65 ^Stojntt = 770 200 X 2 ... . 1 540 400 M 
baju bie oben abgefeftten, nach ^anbeSgcfefc oer- 
Ntibenben StounßttKtflrigenmg* * Schreib« 

gebühten 25 000 « 

1 565 400 M. 

$at>on ab: 

a) bie 2 X 10 OOO M 20 OOO M 

b) bie für bie Labungen nach 

SQiberfüruch, reichlich h 0< ^ mit ... . 60 OOO * 

einjufefcen. 


Crtoägt man, baß nicht alle £abungen 2 Seiten umfaffen, 
bie gebrueftm Sabungen faft burchtoeg nur l Seite barfteflen, 
280 000 Sabungen auch ein [ehr h*>h cr ©tojentfaß crfchcincn, 
fo erfcheint fogar biefe ©tfüami« ju hoch- 
ÜRefuItat: 1485 4Ö0 M. 

2. ßrfparniffe an Au«Iagen. 

a) 3)ie @rfi>arm« ber ©oftgebübren lann, ba ja fie in 
3toang«oerfleigmmgen unb 3toang«Dertoaltungcn Don im gangen 
29 000 '■Kümmern Der bleiben, nicht DoH toie bi«het, eingekeilt 
tonben. ©egahlt toerben h^ ungefähr, gering gerechnet, 
18 000 M (60 ©|. ü 10 Sache). ®ie ©ifüarni« an ©oft* 
gebühren beträgt alfo nur 110 479 M. 

b) gür bic ßrfüami« an 3ukcüun0«loit fn i( h 

bei 1 370 OOO ©rojeffen nur 800 OOO M ringefett. 3>er Auffag 
rechnet überall ju ben 50 ©f. 25 ©f. Nachnahme hingu. 3)a« 
ifl aber nicht gutreffenb. 3Die geringfic Nachnahme bei Ort«= 
Vorto beträgt 20 ©f. inll. ©eftellgelb, nicht 30 ©f. 3)cn 
Nachteil b er Nachnahmen, ben bie ®eri<ht«DoUgieherorbnung 
getoährt, hat man aber faft überall burch Abre^ruing«keÜen 
bei ben ©crteilungeftetlcn befeitigt^). ©ei Keinen Amtsgerichten 
rechnet ber Anwalt ohne Nachnahme mit ben ©erichtSöolljichcm 
ab*). <S« gibt bei 800 Amt«gerichten in ©reußen ßinjelgericht«- 
Dollgieher, V» aflet ©eri^tSooHjieher! 

toiÜ aber mit Nüdficht barauf, baß bie an ba« ent- 
fernte Amtsgericht emgercichtcn Wagen nur mit Nachnahme 
jurüdgeben Iönntn, mit Nüdfccht auf bie aDerbing« feiten ein* 
tretenbe 3«f^Ü«nfl bon-65 ©f., auf bie $41 fte ber Wagen 
ben gangen Sab ^ Auffa^e« oon 26 ©f. gufchlagen, alfo 
171 250 M, ba« ift reichlich hoch- 10 ) 

c) 5Die ßrfüami« für weitete 3*4^ Hungen unb für Neu* 
Iabung bat bet ©erfaffer be# Äuffabe« auf 145 200 M an* 
genommen, ©a« ifl ju hoch- 8« mir jirfa 170 000 lontra* 
bihorifchen (Snburteilen, mit Nütfftdtt auf bie ©erlünbung ber 

0 441 ÄmtSgericbte liaben Cinjefrühter emb ungefähr 100 000 
bl* 180 OOO ©rojeff«; ba* wäre ungefähr 15 ©wjent btefer ©tojeffe ! 

*) So Stettin, ©üffelborf, Königsberg, ^omtoi’cr. 

■ ») 3n Stettin bemiben bie Äbttcb rumgift« Uen 38 Anwälte unb 
h gfiramt, welche ohne Anwalt Diel« ©rogeffe führen. »a<h fach* 
huebtgee ©chähung werben */« ber Klagen, bi« hier cingercicht »erben, 
auf Abrechnung, alfo ohne ülachi'.ahmf, jugeftcUt. 

'") (Genauere Statcftil behatte ich mir noch Der. 

13* 


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100 


Quriftifdje SBodjenfdjrift. 


M 4 . 190 «. 


mäßen Termine, mit fllüc!ft4t auf bie 9lnh>alt«labung, bie icfy 
früher für ben 9lTnt«geri4tebtojtfe a«4 nicfpt berü<fß4tigt habe, 
fann id? h®4ff f n« 43 000 M einfcben, alfo Dielleicht in jcbem 
brüten lontiabi!iorif4en äne neue £abung burd? CBericht«* 

bofljifber, für jeben jmerien äne $nn>alt«labung. ßrfßarniffe 
an 3 u ffeß un ß3l°ß c n alle 085 000 unb 171 250 unb 43 000 
ob runb 900 000 M. 

3. Sic Dauf4fftfct tuerbm für ba« ganje fllmt0gericht«« 
Derf ähren mH. Dtabnoeifabrcn unb infL flJlinbeftjufchlag auf 
1 228 900 Drogent beregnet 34 fc$e für ^Jfennigabrunbung 
hi« 20 000 M ein. Sa 33afaffcr beregnet ^ier offenbar au4 
für ba« 3)?abnOcrfa^ren mit") §ür ben ‘ff a&« 

auejufcfjalten baäjenige, n>a« auf ba« flKahnüa fahren fidp bezieht. 
(£4 iß Die deicht nicht leicht ju berechnen, man !ann hier aber 
eher fchaben, ba fuh nur ba« Serhältni« bc« Di a b n = 
Derfahren« jum 3‘to‘lptojefo etn>a« berfchiebcn lönnte. 34 
habe ben fßauf<hfa$ be« flÄahnDetfahren« unten auf 233 000 M 
berechnet. 

@0 bleibt für ben 8mt0geri4t0projcfe al« ^aufchfah alfo 


1 248 900 — 233 OOO = 1 016 900 M 

6* ergibt fuh nun bie fHechnung: 

1. Silberige Schreibgebühren unb ^orti be« fllmtßgrricht« 

abgefehen bon ben Schreib gebühren bc« Diahnberfabren« 
1 500 000 — 90 000 =■ 1410 000 M 

2. Selige Selaffung: 

«) ^aufchquantum 1 015 900 * 

b) Äntragsßhräbgebüht tmb 3nx*ng«* 

berftägeTung 1 485 400 * 

c) ^oßgebühten ber SmmobtltatDoH* 

ßiecfung . . 18 000 • 

2 518 300 M 

3. (Erfbarniffe an 3wff*ttung«loßcn unb 

91a<hnahmen . . 900 000 * 

ergibt .... 1 028 300 M 
alfo eine flRehtbclaffung gegen ben fllnfab für 
ba« oabt 1904 bon ♦ 218 000 * 


$iaju tritt nun bie flJlehrbelaßung au« bem erhöhten $ro|efff 
betriebe (bi« 1906 — 40 000 ffhojeffe), bie ich flbtt beim 
3lmt*gericht nicht al« erheblich einßhäben fann, ba im Surch* 
fcfjnitt bie Diehrbelaftung nur 18 Df- für bie Sache betrug 
unb nicht 40 Df» tote ich in bet 3®- etngefc^ä^t batte. 

II. Sn« flNahttoerfabren. 

#ia tritt eine toef entliehe fllabidigung ein. 

1. 2lntrag«f<hreibgebühren: 
m) Sa Äuffab rechnet aU borhanben 90 000 M Schreib* 
gebühren. 3Me Slbfchrißen ber $ahl‘“*04l*fehle fmb e« nicht, 
berat biefe toerben ja bom (8ai4t0Dottjieher unb DubLifum ge* 
fertigt; e« fmb alfo bie Äudfertigungen bc« 3ahlüng«6eSehl«/ 
bie mü iHüdftcht barauf, bafe ba« ^ubltlum fte jum Zeit ein* 
reicht, nur auf 900 000 Seiten angenommen ßnb. Siefe fallen 
junächß fort, benn ber 3ahtanß*i*fehl bleibt bei ben Elften. 
3n ben gäflen, in benen aber je^t SoflfftedungÄbefchle erteilt 
ivtrben, toirb boch auf Slntrag Don bem bei ben Sitten be* 
nnbluben 3 Ä lß un ß3befehl eine Ausfertigung be« Befehl« mit 

") £« interefßcven Beträge von 72, 75, 92, 1<M, 226 rpf. 


SoÜßrrcfungSbefehl erteilt; in biefen gälten iff bie Ahrtrag«« 
fchreibgebühr für ben 3ahl un ß*ü c f*hl (1 Serie), nicht für ben 
®ollßrecfung0befehl ju jahlen. Siefe ftellt ber Sluffab nicht 
ein. <E« fmb alfo euijußcden ftatt 90 000 al« Belüftung für 
500 000 Dodßredbare 3ahl>mg0befehle 100000 M, alfo ein 
Diu« non 10 000 M. 

34 glaube nicht/ bafj man bie 90 000 M anber« rechnen 
lärm. 3Bid ba« 3 Di. (ttoa bamü fagrn, bafe hon 1 400 000 
bi«herigen Äntiag0j4rri&friten 500 000 Seiten übrig bletben, 
fo iff jlDeinlei ni4t ju erflären. 2B« lommt ber affe Slnfafc 
1 400 000 Serien h nau * l 2öie tonnten bann m>4 bie 
785 000 M öerbleibenben Alntragfißhreibgebührcn genügen, ioenn 
ffe auch bie 3 a h^ un 0^b<fehl e mit umfaßen? 

b) (hfpart follen ferner toerben 120 000 M für bw 2lb» 
f4riften. Sa« tntH i4 lonjcbieren, troffbem Aormularabfchriften 
billiger fmb. 

2. $auf4quantum. 

a) 34 f c t c nach ßinfuht eine« größeren Dlahrtregtffer« bie 
Stufe oon 20 bi« 60 M al« Sur4f4mtt ein. 11 ) Sie« ergibt an 
Gebühren für bie 1 200 000 3ahlung«bcfchlc burchf4nritlich 50 ifjf. 
600 000 M, baöon 10 ^Iro^ent 60 000 M. 3*b°f 3 ö hl un 0«* 
befehl foffet nun freilich 10 ijlf. S4wbgebührixiuf(hquantum, 
ba« ißlu« Don 60 000 M iff aber in bem ßoffenpaujehquantum 
be« 3‘bilpro|effe« nicht enthalten, ferner gibt ba fließ be« 
flJltnbcf4uf(hlage8 für 300000 aBiberfprüche mit £abung ju 40 ff3f. 
120000 M; bie 500000 2Joflffiedung«befehle toften runb 10 ißf., 
50 000 M, bie 30 000 gurüefgetmefenen @efu<he 3000 M. Sa« 
Aoßenf 4reibgebührenf>aufchcruantum be« 'Diahnne rf ahren«, fotneit 
e« in bem ^aufdjquantum be« 3^üfnoieffe« enthalten ift, 
beträgt banach 233 000 M. 

b) fllicht bagegen iß in ben 3‘tn4^ül«feß«hühren enthalten 
bie Slbrunbung auf 10 $f., oben mit 60 000 M berechnet. 
§ana iff ba« $auf4quantum für biejenigen flöiberfpiüche, bei 
benen eine £abung nicht afolgt, nicht bollig au«jufchalten. 
Sa« ^JIu« be« Dftnbeftjufchlage« üba bie urfprüngluhe ©cbübr 
bleibt h lCT beßthen, ohne ba| e« in bem '^aufchquantum be« 
Äuffabc« im 3®l- enthalten fein föimte. 

Älit bem 3 5Ä- ffb e *4 für 27 000 folcha ©cber* 
ffnrüche ba« ^ilu« be« Dltnbcffjuf4loßt8 auf 35 ^f. an. ß« 
treten h*” 9000 M 

Sema iff bur4 bie oben ermähnte Hbrunbung ba 
1 200 000 3 a hfong«befehlc Don bur4f4°ütli4 6 ^lf. auf 
10 $f. noch nicht genügenfce Dfomtgabrunbung feftgeffcHt. 
S&ct Den 900 000 3 a h^ un ß«befehlen ohne ©ibafpruch iff bte 
ßlfemngabrunbung in ben h^h^en lUaffen bo4 auch noch 3“ 
Dcrjrichnen. 34 totfl entfbrechenb ba Statiffif nur für 
200 000 Don ben 3ablung«befel)lcn ohne 95hberfßru4 bur4 s 
fchnittluh 5 Df- einfeben, ba« agibt 10 000 M. 

3. ßrfparni« an 3 u ff ellung«foff en. 

Sa Sluffab rechnet 240 ‘ä» 0 M fliachnahme. Sei 800 Slint«^ 
geruhten mit ßm)elgaicht0Doll$uhern, bei ben Dielen Slbrechnung«* 

••) 8cm 98 ®«fuchtn 44 unter 20, 27 20 -60, 22 üba 60—600. 
'Jiäbmc ich One büh«< Stufe, fo nnlrbe Da* ^aujcbquantum 
höh«/ Da« im 3i»itDro|eß geringer, ft* fcnroit alfo auf ba*fdbe 
hemu*. Sei ein« niebrigcmi Stufe würbe bie SfrtmigabnmbtMg 
hoher, bie Selaßung auch. 


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37. Qahtgüng. 


3urifti)dje SBot^enfc^rift 


WM 


Reden barf ich V« ber 'Jtodjna&mfn al« gering ftrcichra, fepc 
alfo nur 180 000 M StflQiMtMi al« fe^r hoch an. 

Segnung: 

1. ©rfpomi« an 3 u fl*H UT, g«!oflen 600 000 unb 


180 000 780 000 M 

2. ©rfpatni* an Sabunglabfchriften . . . . 1*20 Quo « 

000 000 M. 

Tange genfibet 

») Slntraßöfcbrcibgr buhten mehr 10 000 M 

b) Äoflenpaufchquantum, fotoeit e« im 3iml* 

prcjtfcjjauf^quanium entfallen ifl . . . 233 01*0 * 
c’ befcnbere« Äoftenpaufchguantum br« 
^Rahnberfahrrn« 60 000 unb 9 (HK) unb 

10000 . 79 000 » 

jufammen . . . 322 000 >1. 
Verbilligung 578 000 M. 

Tiefe Verbilligung fteigcrt fich aber nicht. 


Ta« ’JRahnBerfahrcn finit Bon ^ah* zu Saht, »on 1903 
bi « 1906 um 5 V'ajent Tie Verbilligung beleihen toirb 
nicht nur für ben ©laubiger, fonbern aui) für bie langfamen 
Sablrr eine greube fein. 3 m 3 abr< 1906 ^aben toir 
40 000 3 ahiung« befere toemger al« 1904 . Tie 3 fl (fl ber 
©iberfprüch« {leigt bagegen prozentual (im Sabre 1882 ungefähr 
*20 V*ojcnt, im ^ahte 1906 ungefähr 27 Vrojent ber 3 ahlung&> 
befehle). 

Sag ÜRahaberfahren brauchbar ma^cn toirb man nur 
baburch, ba| man allein ben üBibcrfpruch bem Scbulbncr 
befonber« Berteuert. 

III. ttanbgrridjt unb Cbcrlnnbeögcridjt. 

Vei ben Oberen ^nftanjen toitb bie SRebrbelaftung ju* 
gegeben, jebo<h gegenüber mtiner S'ffa 00,1 1 460 000 nur 
1 040 000 , alfo 420 000 M toeniger. 

Ter Unterf<hieb ber Vereinung Bon meinem Xuffap liegt 
in folgenben 3Romenien: 

n) 9 la<h ber Statiftil bifferieten meine ^rojentfäpe ber 
2 lntrag 4 f(hreibgcbü^rcn um 6 refp. 2 % ^Jrojent. Tiefe SDiffereng 


macht 2% $ro*ent bon 650 000 M = 16 250 M 

unb 6 ^rojent Bon 156 000 M = 9 360 « 

itufammen ... 25 610 M. 
ÜHefubat ber Tiffetcnj 53 220 M. 


b) ©4 foflen 15 000 Vmifungen fortfallen. Ta« babe 
ich abjt<htli<h nicht berüdfichtigt, toeil <4 leine reine ©rfparni« 
tfl 3<b Mfl*/ mujj bann aber auch ben SU* fall ber ©ehübrn* 
bei ber Slntoaltfchaft cmfteden. ^ür 15 000 Verrufungen toill 
uh je 3 M ®ffamtl<breibgtbübr mit 2,10 M ÄntTagifchreib* 
gebühr berechnen, alfo einen SluäfaQ Bon 31 500 M unb eine 
Reiferen} Bon 63 000 M al4 fRefultat zugeben. 

c) ferner jubr ber aujfap einen treueren abfincb Bon 
ba ^älfte bet lanbgen<htli<hen 6<hteibgebübrcn, toeil burch 
bie 3 t 0» f ifung an ba« SlrTUlgeticht 6 chtfibge hübten fortfielen 
unb in ben ©efchtrerbefachen bie Scbreibgebübrro Borzugötoeifc 
Ümtifchteibgcbufjrcii feien. 

Ter ^ojentfop biejer Hälfte toürbe bet 72 V* Vto*« 1 * 
235 625 M auemachm. Xaüon laßt ber Sluffap unter Ve* 
rudfuhtigung be« ÜÜbftnch* ju b nur ungefähr 130 000 M aU 


Slntragifchreibgebühren beflehen, fo bah 105 000 M auf Ve> 
rufungen unter 50 M, 3 utoe *f un 0 an ba« Slmt«geri<ht unb Ve* 
fchtoerben nbgehen. Tie Slntrag4fÄreibgebÜhren für Verufungen 
unter 50 M betrugen 31 500 M; für 20 000 Vefcbtoerben 
fönnen unmöglich beinahe 65 000 M toegfaden (für jebe 
30 ©eiten!)/ «h lann ^öc^ften« 12 000 M !Hmt*fchreibgfbftbrfn 
für bie Vefdjrocrbeinftanz abfepen. 

Tie 3aüxtfan0 ber Sanbgerithtiobjefte an ba« Slmtlgericht 
beningrrt bie Äntragöfchreihgebühren nicht. SUftfertigung be« 
Vetfäuwniöutteil« brauet auch ber Wäger, ber ftch nicht burch 
einen Sntoalt Bertreten läfct ; in ben 31000 lontrabiftorifchen, 
an ba« 8mt< geriet abtoanbernben ^Jrojeffen merben hö<hflfn« 
3 000 5Ranbate antualtÄfrei treiben. ®enn ich aber hierfür 
auch "oih 30 000 erfparte ©eiten rechne, fo erhalte ich 
al« Slbftrich Bon brr Rechnung be« SRintflrrial&latte« 
105 000 — (15 000 unb 31000) = 48 500 antrag«f<bteifc 
geböh^^t — 97 000 M ^Differenz. 

d) 2>er auflap jieht Bon ben antrag^fchTribgebühren 
für tregfaflenbe Vwtofofle gegenüber feinem ^rogattfap 
noch »eiter runb 9 ^Jrogmt Bon 156 000 M unb runb 
12 V* ^rojent Bon 325 000 M ab, nämlich 55 000 M für ab* 
fchriften, bie fünftig bie Partei etfparen foll, toeil fie nicht ade 
VrototoÜe mehr erbittet, allo in jebem Dbetlanbe«gctkht«pn>zep 
minbeßen* 5 Seiten, in jebem lontrabiltorifchen ganbgericht«* 
projeb übet 10 Seiten! $ch mu| biefe ganje örtoaitung 
bon 550 000 au«fallenben Seiten, 110 000 M ©rtrinn ^reichen, 
©rünbe fmb oben angegeben. 5)er antoalt tohrb feine Hlten 
treitet BoOflänbig führen. 

•) ferner toerben 105 700 M abgezogen, toeil ber ^öchfl* 
betrag bet Vaufchfäpe auf 100 refp. 50 M begrenzt ifl 5DI« ©t« 
fparniS toürbe nur gegeben fein, trenn bie Summe bet Gebühren 
am Sanbgericht unb OberUmbe «geeicht in ben Vtojeffen üb< r 
92 000 M jufammen eine ©ebührenfumme Bon 1 057 000 über 
bie £öchftfäp« ergäbe. Söäte ber S)m4fi^ritt btefer $rojeb* 
objelte eine SRiDion, unb mären ©erfäumni«pro|effe unb tontra* 
biftortfche in btefen bo^en Stufen ungefähr gleich, fo toürben 
biefe ^xogeffe jirfa 140 an ber 3®hl f«n, toa« untoahtfeheinlich 

toäre bagegen bet SDutehfdjniit be« Dbjelt« 150 000, fo 
toürben e« ungefähr 2200 fein. legieren ^all würben 
aber auf bie ?ßrojeffe über 92 000 jirla 2 V* ÜJliflionen, auf 
bie ^Srojeffe bon 800 bi« 800 jirla 3 3RiQtonen unb auf bie 
Vrojeffe Bon 800 bi« 92 000 M nur jirla 4 V* SRidionm ent« 
faden. 25a« erfcheint nicht annehmbar, entfpricht auch ^‘r 
©tatiftif ber antBalt^gebübren, toeil bann ba« 2)ur<hfchnttt*objfft 
bet Suchen Don 800 bi« 92 000 M ungefähr 900 bt« 1 200 M toäre ! 

SRan toirb e« mir be«b<db nicht Bnbenfen, toenn ich biefe 
VeTanfcblagung ju anfchlage unb nur auf 50 000 M 
emfteDe, runb 55 700 M baron ftreiche. 

3ch muh 1 u c» d, e, 97 000, 110 000, 55 750 M 
im ganjen 262 750 M hm|«frhrn, unb gebe nur eine 2Hffctenj 
Bon runb 198 000 M ju. 

^jinju tritt mm noch rin bi«hct nicht erörterte« SJloment, 
bie neue ©tempelpfluht ber Vollmachten für bie Bom Üanb« 
gericht abtoanbernben Sßrojeffe, bie nicht mehr bem antoalt«* 
jtoang unterliegen. S* finb ba« nach meinem Äuffap 3»» 100 
fontrabiftonfehe unb 65 900 Vafäumni«ptc^effe, alfo 126 000 
Vodmachten. 2>ie Stufen dow 300 bil 500 unb oon 500 bi« 


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c yi 4 . 1908. 


102 QurtRifcpe SSodjenfdjrift. 


800 Waben ungefopr gleich fein. 3<p lann alfo mit bem 
Durcpjcpniti bet betben Stempel bon 50 ©f. unb l M regnen ; 
bon ben 94 000 M 'Stempel liepe icp für gan| feiten bot* 
lommenbe ^äße, to*P geRempelte ©oBmacptcn int Hnwalt#* 
projep überreicht Waben, m>cp 2000 M unb für ärmenrecptS* 
projeffc ncep 3000 M, im ganjat 5000 M ab, bleibt Stempel* 
belaftung 89 000 M. 

tfrÜT ba# $#P* 1004 ReBe icp alfo bie ©aeepnung babin: 


©ab be# ©ImiRcrialblalt# 1 040 000 M 

baju 969780 • 

Stempel * 89 000 « 


1 391 760 M 

Da bie Sanbgcricptäprogejfe bon 1904 big 1906 burep* 
fcpmttiicp um */«*, bie Dberlanbc#gaicpt#projcfie um '/» ge» 
Riegen fwb, tft bie Steigerung auf 1906 um ‘A, im ganzen auf 
200 000 M ju baanfcplagen. 64 betrögt bie RleprbelaRung 
für bie jepigen £anbgericpt#facpen naep bem Stanbe be# ^ahte« 

1906 alfo 1 600 000 M unb wirb für ben Stanb be# $abre# 

1907 noch etwa# pöpa fein. 

Die ganje ÜKeprbclafiung be# 3®üpro|ep*©ubü(um# iw 
orbentlicpcn ©erfahren ift banaep auf IV« biß 2 Millionen 
feRgeftelU, wäprenb bem eine ßtfpami# bon jirfa 570 000 M 
im BRabnOafapren gcgenubaRcpt. 

^{eine Rbwricpungen bon bet amtlichen ©crccpmmg 
refultieren alfo, tote icp nochmals bau or beben mup, nur )um 
getingen Deil auf Scpäpung. Sie beneben in #öpe bon 
V* Million auf ber nicht autreffenben .fveran, siebung be« ©traf* 
wtfapten#, tn $öpe ö|>n ungefähr '/« ©liBion bann, bap icp 
bie bem ©ubltfum oorgefcplagenc jutünftige ßrfparni# 
an ©rotofoBabfcpriften nicht für bentfcar halte, in £>öpe bon 
V« Million bartn, bap ich nicht annehmen barf , bap alle Klagen 
unb 3aplung#befcplc per Nachnahme jugeftellt toerben, btrl* 

mehr nur bie §älfte ber Klagen unb */« ber 3ahlungbbefefclf, m 

£>öpc bon ungefähr '/« 'üJiillicm barin, bap ich nicht annehme, bap 
bic Serfäumm#urteile jept jm */« f amtlich hoppelt autfgcfrrtigt 
toerben, fpäter aber nicht in weiterem Umfang, bap ich 
Oiefmchr bie ©aringerung be# Scprcibtoerle burep ©rhöbung 
ber fünftigen gerichtlichen UrteU#abf<priften für ausgeglichen 
erachte, in #öpe bon 100 000 M bann, baft ich We SfntragS* 
fehreibgebühten für bie betblcibenben 3<*phrogöbefeple einftcHe, 
in $öpe bon 289 000 M barin, bah üp forreft ben Huäfaü 
be# Jahre# 1906 unb ©oBmaeptSRempel berechne, tn .’ööbe 
oott 18000 M batin, baft icp auch b« ©orti für ba# 3®cmgS* 
berRetgexungSberfabren richtig einReHe. 

Diefe 2(bftri<pe, bon benen i<h nicht jwriflc, bap fte an» 
ertannt toerben muffen, betragen über 1 400 000 M. 

Rur bet ReR bet Dtffetcnj gu meinem jepigen Refultat 
Oon jprfa 300 000 M beruht barauf, bap ich bort, n>o auch bei 
bem amtlichen Sluffap bie ©rfpantiffe gefepäpt hjerben, bon 
biefen ©chäpungen oon im ganten 650 000 M gtrla 300 000 M 
abjjtepe, uttb bie ©famigabrunbung im ämi#gcricpt#prü|ep unb 
Rlapnbafapren auf ettoa 30 000 M höher berechne, überall 
aber habe ich biefe Scpäpung emgeptnb begrünbet, ich glaube, 
icp lönnte wettet gepen. So iR | ©. nÜpt Har, ob ber 
3Rinbcft$uf<plag be# Sluffapc# Rep auf ©rojcp* unb Riabn- 
berfapren jufammen beucht, co Waben toabri (peinlich bie 


hoppelten UrteilSabfcpriften infolge ba ©aufcpaüenmg b« 9n= 
waltögebüpren noch ein Weitere# ©lu« ergeben, icp habe bie 
ÄnWcnbung her neuen Säpe auf ba# Äonfurdoerf ähren 1 *) unb 
bie fianbe#gefcpe gar niept geprüft. 3*be# biefa üRoraente 
lann bie ©elaftung um .^unberttaufenb erhöhen. 

IV. § 48. 

Um auibrüefen ju lönnen, baR ba ©rojep ftep oetbiUigt, 
läpt ba ©erfaffa ben §48 ganj heifeile; einmal fei ba 3®^ 
(ein ft#(alif<pa unb bann pöttt auch icp eine beRimmte Summe 
niipt eingefteQt. 3)iefc Scplupfolgaung iR Wopl niept tenben^frei. 
2)ie äüirfung, niept ba 3® <( * entfepeibet bie tatfacpUcpe ©a* 
teuerung. Jcp babe aba nur a(läri, bap icp bie $Öpc be# 
Reinerträge# niept ermeffen fönnte, weil icp ni^t Wetp, Wie 
Weit wir Anwälte bem ©ubltfum bic ©elaftung «fparen förmai, 
ju glei^a 3«it betont, bnfj bie ©elaftung opne folcpe (Srfparung 
nteina Scpäpung naep 1 ©ItHion betragen würbe. 

6in# iR aber für jeben ©rafttfer Har, bap eine öoHRänbige 
©efeitigimg ba fflehüpr ntept möglich iR. ©tan müpte bann 
in ben gropen Sachen auf ben au#reicpcnben Scpriftwechfel ber* 
jichtcn, man müpte an ben gropen (Üericpten ba# ©reidratfel 
ba ©ermeibung ber Kofliftonen löfen, unb man müpte eben in 
ben Sachen mit ©eWeiSaufnahme auf mehrere ©cmeiöbcfcplüffe 
ber liebten, moburep fup natürlich bie Berufungen bennepren 
Würben, ©ci ben (leinen OhaIanbe#gertcpten Wirb ftep aüa- 
bing# bie ©ebüpr be# § 48 bi# auf feftene ?fälle bametben 
laffen. 2)ie# hatte icp aber fepon gar niept hei meiner Scpäpung 
baücfftcptigt. SelhR Wenn hei ben I. SJnRanjen ungefapr bie ^Ifte 
her Termine bermieben Werben (önnte, Wa# Weber ba ©erfaffer 
jcne«3lrti(eI#noih icp überfepen lönnen, würbe für gauj3)eutf(planb 
eine Ulebtbelaftung bon ungefähr l fDÜOion übrig bleiben. 

V. ^tr Jrtöfufl. 

I>cr Sap, bap bic ©rfpvtmi# be# ©ubltfum# fup mit bem 
(gewinn be# $i#tu# niept bedt, iR rieptig, ein ^eblfcplup aba, 
au# her angeblichen ßrfpami# be# ©ublifum# eine ©elaftung 
be# gii#tu# an^unehmeu. Die Koften ber R#(alifcpen 3uRcOung 
(20 ©f. bei Ort#porto, 30 ©f. bei ^femporto) erreichen eben 
bie KoRcn ba ©ericptdboUjicperjuRellung (50 bi# 65 ©f. opne 
Racpnahme) bei Weitem niept. Da fttälu# fpart bei ba ©ercin* 
faepung bon 2'/, Millionen 3uRe Hungen oicl mepr ©eriept#* 
boUjieba al# ©oftboten, abgefepai bon bnn ©epaltfiunterfcpieb. 
Durcp biefe Säpe laffe icp mir bieübajetigung, bap ber 3uRijR#(u# 
mutbeRen# 1 V» ©lillümen betbient, niept rauben. ®ürben bief eiben 
nur jur 3RepranRcttung unb ©leprbefolbung ba Riepter berWanbt, 
anRatt bap man an ben Stellen fparen wiB, fo Wäre bagegen 
nicht# cinjuwcnben. Rehme icp au# meinen Säpen bie Srfbami# 
be# ©ublifum# heran#, fo apält ba $i#(u# im fimt#grricpt#* 
ptojep 1 140 000 M, im ©lapnberfapren 347 000 M, in ben 
weiteren ^nRanjen 1 690000 M an ©ebüpren mepr, alfo felBR 
wenn meine Sepäpung#poRtionen bon 300 000 M um bie $äHte 
ju boep iR, noep über 3 fDHQionat. Dafür bat a neu uu Iciften 

,J ) Sei jtrfa 7000 ftonturfen mit einen DurtpfcpnittSobjelt 
oon 8000 M (Ötattftil bc# RrcbiCotcnoerbanbe#) fann, faß# Anlage l 
bl« (McbApctn niept entp&lt, noch ein ® erteil oem jirfa 100 000 M 
an neuer CBcbiibr gegeben fein. 


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37. goljrgaitg. 


QuttfHfdjc SBoefeenfdjrift. 


103 


bit gesamten ^ultrQungrn brr 3<*Wun0f befehle, brr 9bni#gtri$ti* 
proftfff unb 80 000 M cm Sabungen unb Äbftfrriftcn. (§«» 
ßfDUinglfoftm ju 20 $f.) IV» WiBionm War! «geben ab« 
föon 6 Wr Dionen brrrin fachte 3 u ß< Bungen; ffir ben Ämt#geri<$t«« 
pre|tet Werben ba^r 4V« WiBionm 3 ufc Düngen, für btt neuen 
Älagen (jirta 1 600 000) bur$föniltli$ 2 für bic ©etfäummf* 
projtfft, 5 bi« 6 für bie fonirabiftorifc^m. ,4 ) 

(dtn j weiter Snffat felgt) 


SKtitfebfieritfet.*) 

Beriefetrt bon ben Aeefeteiamoälten beim Sciefeigeriefet ©eb. .fujhjeal 
Dr. Stetig, JJugijrat Sattle unb ^uflijrm feadt ju Srigjtg. 

3Bir beriefeten übn bk in bn 3*'t tonn 30. Januar bi« 
1. gtbtuat 1908 auigefetligtfn 3'b!ltni)<bctbungm. 

I. Seiefeircebt. 

Sütgeilitbei ®efe|bu<fe. 

1. §§ 99, 100, 196, 133, 157, 811—313, 398, 518, 
759, 761, 786, 1073, 1074, 2033, 2048, 3050 SS», Sn* 
flofe gegen Stcu unb ®laubcn. Sefeenfungionfgieefecn »bn 
Seibtententonteag t 8egnff bei lefetnro. Sebeutnng bn fttt 
einen faufalen Beitrag beSefeeuben Sormtootfeferift. ßrgänjung 
bn gotm burd; Äuilegung rinn Uttimbe.) 

tn Kläger ift mit bn Soefeler be* Bellagtm onbriratet. 
Hin n um bntn feanb anfeeelt, lam e< )|pij$tn ifem unb bem 
ikilagtrn ju rinn kräriirung übn bie Öetmi>gm*tonfeältiri|)c. 
TM btt nflirtr Kläger btm Bellogten, bofc n mit (tintm SRiefetn* 
gebah unb feinen 3ml™ einen ftanbeimäfeigtn feauibalt triefet 
»tobe beftniim tötmen unb baf n beihalb rintn ftänbigen 
Beitrag beanfprutbc. Dn Bellagtc jagte ifem einen folefetn ju, 
ebne bat übn bie feöfee etttoa« »ettne« unabnbet tnuebe. 
Bot bn feoefejttt amtoortetr Bellagtn auf einen 8rief, in bem 
ibn Klägn bat, ben TSirtffeafttjnftfeu^ feinem Betrage nad) 
ftfijufejen: n habt feinet 2oefetn erllärt, ba| n ifet al* 
IKinunum monatlufe 100 M au4 feinen Sntoaltieumafemen 
auifejen »olle; fit feabe bie« für butefeau* auiteifetnb crUärt. 
Xaefe Gutgefeung bn ifbc feai bemnäefeft bn Betlagte ben Bert» 
fefeaftijufefeufc mit 100 M aSmonallüfe enttifetet. Tliefe Gablungen 
bat a jebotfe nüfet »eitet f»tgef«|t, ali bit Sbeftau be« Kläger* 
biefen tonlieb unb gegen ifen auf Sefeeiiung Dagte. Dk Klage 
auf Snttiefetung bei Butfefeaftejuiefeuflc« tfl ui I. 3"fianj 
abgelsiefen, ba ei ftefe um einen Sribtentrabertrag banbeit, bn, 
meil tbnt bit Seferiftfotm fehle, niefetig fei Dk Berufung 
mutbe jutüdgetoiefen. Da« S®. feob auf: 3« banbeit ftefe 
um btet fragen: einmal batum, ob bet Bellagtc ftefe übn* 
bangt jut Sntriefehmg eine« SBirtfefeaftijufefeujjc* »ngflitfetet 
bat. Stobann batum, ob, Denn et biei tat, n bamit eint 
Üeibrente »nfprotfeen bat. Unb mfeliefe, Isenn aueb triefe 

Stage ju bejahen iffe batum, ob bie ffotm bei § 761 808. 
al« getoofert gelten tann. L So allgemein gesellt, toie bic 
nfte Stage b ltt gefafst iS, bat btt ntennenbe Senat lein 8e> 
beuten getingen, fee bon fufe au« ju bejahen. Die toon bet 

") Xacar tvQebc aueb bie Kennung im niebt« änbttn. 

Sürbe nacb bem ^ erfaf'ee ba« ^ublihem mebr cripaeen. fo triftet 
bann auife bn ffi*tu« mentgn: 

*) Üaebbtuel ebne Vngabe bn OueUe errieten. 


Setoifiem Botgtbcatfete 91üge, baf bie §§ 188 unb 157 809. 
buteb Subtantoenbung tonti|t feien, $ untn bn Soranlfetung 
begrünbet, baf bn 8nufung«ri<fetn fit — intbefonbne ton* 
mdge ton Bejugnabme anf bie Begrünbung be« nflen Urteil* — 
bat fierarinen »ollen. Sieh Beflagtn ei ju, bafe bei Kläger 
im Betttauen auf bie ibm gegebene %nt»ori bie 2b< einging, 
fo toeifiöft ei gegen Dttu unb ®Iauben, ba« Betitortefeen ali 
überbautet niefet gegeben anjuleben ober mit bem Berufung«* 
riifetn anjunebmen, bn Betlagte babc ei bnflanbcn, feinen 
Süorten eine fo botftfettge gaffung ju geben, baf n jtoae 
motaliffe, triefet abn aueb tribtliefe eint Bngfliebtnng ringing. 
Bielmebt führt eine reefettiefee fflütbigung btfftn, toa* übn ben 
Bnlauf bn Angelegenheit tatfäefeliefe bereit« feftflebt, ju bn 
Annahme, baf e« ju einem |»eimaligcn Bcrttagiabfebluf nntn 
ben Beteiligten getommen iS. Betlagin bat junädjft feinet 
Dofetee toetflttotben, ifet aui fernen Antoaltirinnabmen einen 
(Btrtffeaftigufefeub £>on minbefleni 100 M ju gemähten, unb 
bie Doefeler bat biefei Bnfgreebtn angenommen, ßobann ent* 
ffnafe ec aber erutb bfm Sktlangen bei Kläger«, ftefe ihm ton* 
binMiefe ju maifeen, inbem n Seb ju bem bn Doefetet gegebenen 
Bnfgnfeen belannte unb bamit glrifejeitig bem Klägn ge* 
genflbn bit nämliefee Bngfliefetung jugunSen bet Serbln ali 
eine* Dritten einging (§ 338 Äbf- 1 808). IBit ba« 
Bnffntefeen bei Betlagten im übrigen beibnfeit* gemeint unb 
tonflanben »otben iS, bleibt alt eine »eitere Auiltgungifrage 
bn ®ntfcbribung be* Satrufeter« tootbebaltm. ®« banbelt Itefe 
um rin g<bfnhmg*toeifprecben (§§ 618, 518 B®8.). Dicfe« 
Sefeentungitonfbieebrn nfflüt abn jugleieb bie Botauilebungen 
be« § 1634 Abf. 1 808., »eil auf beiben Seiten SBtHtniüSn* 
eingimmung batübn beflanb, baf bic SeiSungen bei Setlagten mit 
StüdSfet auf bie Snbritatung bet Doefetn biefn jut (ftbaltung 
bn ffiktfifeaS jugritotnbet »erben foüten. Da nun ba« beibtt* 
fettige TSatteitootbringen niebt« batübn enthält, bafc bie ton* 
fgtoefeenen 2eifiu eigen übn bit hn § 1634 Abf- 1 bejenfeneten 
(Hierum bn Angemeffrnbrit binauigegangen Ȋren, fo bebutge 
ei, »ie ftefe aui ben Abführungen in bem Urteile bei Senat« 
toom 11. 3anuar 1906 (8®. 63, 375) ergibt, ju feinn Seefeti* 
»ittfamlett bet gotm bei § 518 Äbf. 1 jebtnfall* mefet; 
auefe niefet infotoeit, ali bn Betlagte riefe bem Klägn gegen* 
übn jugutiSrii (rinn Doefetn tonbinbliefe maefete, »eit m biefn 
Sejicfeung eine j»ar niefet ummltclbaie abn boefe analoge An* 
Wenbung bt« au« § 1634 Abf. 1 ju entnebmenbtn ®runb* 
fafee* bn im Umfange bfgrmjim gejrmfretbeit ben ©efebeiabfieblen 
entftmefet. Blriefejeitig feanbelt ei fife fteiliefe auefe um 3»* 
fefeüffe, bie ju bem 3">rd* gegeben »nben foSten, ali (Jmtünftc 
toerioenbet ju »nben. (§ 3050 Äbf. 3 808.) 3“!<feü|fe 
biefn Art Sehe" ®bn niefet, »ie Jjacubejti in bn 3fiiiebrih 
„ba* Aefet" 1906 S. 384 Atme. 4 auifüferi, in einem bt* 
griffliefe en ©egtnfafee ju ben im § 1624 Äbf. I unb in 
§ 2050 Abf. 1 bemäntelten Äuiflattungni, fo bafe banafe btt 
anf § 1634 bnubtnbe gotmfttibett für rin 8n|<b“i»fif|>te<fem 
niebt gelten ȟtbe. Sinb fee auife niefet mit Binbtt (bk 
SRtfetfhBung bei 8tben, 8b. 3 6. 144, 165) untn alten 
Umftänbrn al* AuiSattung anjufefeen, fo trifft ba* boefe im 
gegebenen Salle ju unb batum Sefet bie Sotmsotfeferift bei 
§518 Abf. 1 bem Klaganfgruefe niefet entgegen, tl. feanbelt 
e« ftefe abn auefe um ein Seibttntcntoetfptetfeenf Säge 



104 


ftuiiftifdje 


4. 4008. 


rin SeibtcntrnVerfpreeßfn immer fetjon bann bot, »am periobifeß 
hneberteßrenbe gleichmäßige X'eiftungen für rin« längere V*it 
verfproeßen toetben, fo »ürbe im bir ftonnloftgfett bet 
Vertrag nach heutigem fRecßte nießiig fein, Gr bliebe auch 
nichtig ttoß briberfeitiga (fefüDung. Xenn tt> fehlt im ©efeßt 
eine ben ftonnj»ang be# § 761 abmilbanbe Vorfcßrift, btt 
tbie in ben fällen bet §§ 313 ober 76b Saß 2 bet Gr* 
füHung eine ben gommaitgel ßeilenbr 28ttUmg beilegt 
3Rit Gcciu# in ffinufcotoSeitr, 46, 12 batte man 
aUbann bie £onbijicrbarleü bet beibetfeitigen Seiftungen, unb 
jtoar für bie Xauer bet breißig jährigen Verjäßtung«frift, an» 
ituertennen. €<ßcm biefe ßr»ägung macht e« jur unabtvri#» 
baten Votlwnbigfcit, ben Seibrentenbegriff, Wenn angängig, 
buwß 2luffteflung JO fiterer ©egriff#erforberniffe einjuengen. 
ftcftjußalten ifl babei jtmäcßft an b«m ©egriffierfarberm«, baß 
inhaltlich gleichmäßige unb fuh in gleichmäßigen 3 f üabflänben 
»ieberßolenbe Seiftungcn Verfproeßen fein müffen. ^Dagegen 
bilbet bie Grftrcchmg ber Verpflichtung auf einen längeren 
Veitraum jtoar eine regelmäßige Gtfcßrinung; fu betmag jebo$ 
fchon um ihrer Unbcftimmtheii kpiUen lern jutiftifcß brauchbare# 
Unterfcheibungäjeichen abjugebetu @4 treten jtoti toeitew ©e* 
griff «etforberniffe ßinju. 9Jlit Siecht toirb nämlich *>on mehreren 
Scßriftfaüfrn junoeßft barauf ßingenmfen, baß man unter einer 
Leibrente nach ber fpracßlicßen ©ebeuuing be# Sorte# nur eine 
auf bie hebend) eit eine# 'Ulenfcßen gcfteHte Slentc Vcrfteßen 
lann. Vor bem Snfrafttreten be# ©©©. ftimmten «He ben 
©«griff feftftellenben ©efeßgebungen barin überein, baß bie 
Leibrente eine lebenslänglich«, wenn auch nicht immer nach bem 
Sehen be# iHentenemp fanget# bemeffenc StrnU fein müffe; fo 
§ 606 X. 1 XU. 11 21231-, »ri. 1971, 1972 c. c v § 1284 
öfterr. ©efeßbueß, § 1150 fädbf. ©©©. Stuf alle biefe ©efeße« 
tiorfeßriften unb auf Voxfcßläge, bie in fpäteten ©efeßenttolirfen 
bamit übereinftimmenb gemacht »arca, ift in ben SWotiüen jum 
I. Gntto. be# ©@©. (©b. 2 S. 637 illnm. 1) fcingemiefen. 
2He beibett einzigen ©unlte, in benen bie bamal# geltenben ge* 
jeßlicßen SDefimiionen ;u eng befunben tourben, betrafen ba# 
Grforberni« einer iin (Selb ober in ©elbe#»ett befteßenben 
©cgenlriftung unb bie Ginfcßräntung be# ©egenftanbe« bet 
Seiftungen auf (Selb ober anbete Vertretbare Sachen. Heiner 
»cg# mar e# alfo bei ben toenigen nach ben Vorfcßlägen ber 
©efeßenttoürfe in ba# ©01©. übergegangenen Gtnjelbuxf^njten 
barauf abgefeßen, jene# in ber biäßerigni Ve<ßt#cni»icflunß 
feftgehaltenbe ©egiiff#erforbewti# für ba# h«üige 5Hecßt auf« 
lugeben. 2lucß bie in biefer ©ejufmng leußt irrefüßrenbe 
Raffung be# § 75ü Slbf. 1 unfert« ©4*ßbucßc« unb bie fachlich 
bamU übercinftiunncnbfn §§ 660 1. Gnt». unb. 7 Ol II. ßntto. 
notigen nießt *u ber Annahme, baß bie# gcftßehtn fri* 3fenn 
tuenn ba# ©efeß a. a. P. jagt: „»er gut ©ciräßrung einer 
Leibrente verpflichtet ift, bat bie ÜRentc im 3»rifel für bie 
Scbcnebauer be# ©laubiger# entrichten", fo ift ba# eine 
2tu#Ußung#votj<ßiiii, bie ben ©egtifr ber Seibrrote al« bettit« 
gegeben jur ©otauefeßung bat. 3u einem Xeüc tvub bamU 
eine bereU# im § 1153 fächf. ©@©. gegebene Vorfcßrift 
»ieberßolt, bie baßin lautete; „Soll bie Stauer ber Leibrente 
bon bem Sehen bt# Vcntenftßulbncr« ober eine# Xritten ab* 
hangen, fo ift bie 9Unte, toenn nicht befttmmt tuorben, baß fte 
auf btc fcben be# Slcntengläubiger# übergehen foü, bloß auf 


beffen Vcbene^eit pt entri^ten." ©um anbern Xeüc geßt fit 
aber auch übe» biefe fächßfch*Kcht 1 i<h< <55e|e^edt>orf<hrtft hinauf, 
»eil nunmehr, wenn ,HtoeifeI barükr oitoalien, atf hxffen 
Sehen bie Jlcnte gefttüt i^, bie 9lente gemäß § 750 Äbf. 1 
mangel# «rtgegenftehenber ©eftinunungen al# auf ba# Sehen 
be# ©läuhtgerfi geftellt )u gelten baL 3)lit bon ©egnff#- 
erfotbemi# ber Vebenflänglichleit ift e# tnbeffm nicht unherein« 
bar, »enn ba# ©efteßen be# SetbrenUmecßt# felbft in bem 
gleich ?u etörtemben Unterfcßicbe Oon bem Slnfprucße auf bie 
©injeürifhingen uom Smtritt einer ©ebingung aidfcßiebenb obrr 
auflöfenb abßängig gemacht, ober »tnn feine Cntftehung auf 
einen fünftigen Xermin ßinau#gefcßoben ober »enn ein äußerflrr 
3eitßunft feine# ©efleßen# für ben be# Überleben# fefU 
gefeßt »irb. ^Xa# finb bann Slfbcnbeflimtmmgen, bie mit bem 
®efen be# vribrmtenwrfprechen# nießt# ju tun unb bi* baba 
aueß für bie ©egrifffheflimmung feine ©ebeutung haben. 2Vr 
in bem (Srforbemi# ba Sebenblänglicßfeit beftehenben aften 
Ginfcßränfung be# Seibrentenhegriff# tritt eine jijtofUe ßinju; 
©ie Srihrente befaßt nießt au# einer 3ficbr;aM einzelner, 
ielbftänbiga Unfprücße mit fortfeßreitenb aufrinanber ’olgenbert 
ffättig!eit#termin<n, fonbem fa ifl ein in fieß gefcßloffene# ein* 
ßritlicße# Slecßt, bem bie ©igenfeßaft ba Slußbarfnt im ©inne 
ber §§ 99 2ttf. 2 unb 100 ©»©. beüoobnt. ©iefe rechtlich 
unb »ittf(ßaftlich befonbtr# toichtige Gigenart ift ißr aulgeprägt 
buteß ißre rtchtägefcßichtUcbe Gnüotcftung. ®et ©ertrag, buicß 
ben fieß ba Seibrentengcba ,iut Slentengeioahrung verpflichtet, 
»itb in aHen fallen nießt ctft buteß bie ©mjellrifhcngen, ionbem 
fchon buteß bie ©efallung be# Seibrentenrecßte# erfüEt. 
ba« Seibrentenoerfprecßen in bem bi« Verpflichtung Jur Snb* 
rentenbtfteüung begrünbenben faufalen Vertrage noeß nießt ent-- 
balten, fo hejießt fteß ba# ^ormerforbemi# be# § 761 immer 
au* auf ben faufalen ©erttag (vgl Ccriu# «. a. D. S. 28 
unb ©. 12 ff.). Xa# folgt mit 9lot»enbigfrit au# bem Vor* 
behalte, ba mit ben (3efeße*h>orten : „fotoeit nießt eine anbae 
f^orm OOTgefcßriebenen ift" bem ^otmgrbote beigefügt ifa 
Xxnn eine folcße anbet« f^orm ift für ba# Sri&tmunwrib«td>e n 
fribfl in ben ©efeßen nixgenb, »oßl aber an gabtarießen SteQen 
für ben faufalen Vertrag borgefeßrieben. (§§811,312 2bf. 2, 
813, 518 9lbf. 1, 2033, 2048 ©<$©. uftu.) 6o& alfo 
Vermöge befonberet ©efeßeßvotfeßtiften bie im § 76 1 verlangte 
einfache Scßriftfomx beränbat b. b. geftrigert toaben, fo muß 
fuß ba# tyonngebot auf bu ,iur Gntfabung be« faufalen Vrr* 
trage# nottvenbige Grtlärung be# Veibrentenbefafia# mtihejiiehm. 
Offenbar ßat in ba Äemmiffton bc# Stri(ß#tagc#, al# bort bie 
Einfügung be# jeßigen § 761 in ben 3l«gierungßcntttmrf b«* 
fcßloffen umrbr, hei ber 3lbfaffung be# (Sfießeiterte# bie nur 
für ben Regelfall jutreffenbe änfeßauung beftanben, baß eine 
Grtlärung, mit ba bie VerpfUcßtimg jur Seibrentenbeftellung 
übemomtnen »itb, ba# ScibrentcnVetfaecßm felbft immer feßm 
in fi$ fcßließc. Gtlriiigt fieß bannt ba« ßervotBehobcne ©e» 
benfm, fo finbet anbewfeit# bie Äuffaffung, baß man untc» 
eina sribwmc ein einheitliche« nußhare# Stecht vafteßen 
ßat, einen erheblichen Inhalt in bet 05efeßr#vorfcßrift be# 
§ 107 3 ©©©. G« macht nießt# au#, baß bei ber Gntfteßung 
ber beibrn elften Gnt»urfe be# ©efeßbueß# in beiben Äommiffionen 
bie Ulbftcßt beftanben bat, ben Streit um bic Gmßrillicßtcit be# 
Seibrcntenncßt# bureß biefe Olcfcßeevoifcßrifi »ic herum nießt 



37 . 


Qu rift i f djc SBod)cnjd)Tift, 


»06 


ju cntfibeifefn, feit (rntitgeibung Melinit aucg bter btr ffliffen. 
ktaft unk '4Jto?i* »ctjubc galten (Wot. 3, 543, ißrot. II. ütiung 
5, 417). Senn bi« ilorfignit bte § 1073 btlbel na$ bem 
Setangcfügtwn mdjt ben aBeinigtn Wrunb, n>c*halb bei Öcgnft 
kt üeibrentt feuxb Slufftettung bitfe* 8egriff«tcii>tbetmiic« ei» 
juWrtÄnltn i|L Sa« facglnge (gewiegt bte Unterfigieb«*, btn 
fea* ®tft{ in tra §§ 1073 unb 1074 JWifigtn btm 3nbalte 
bti ;HcdjU bit btm 'Ätegbeaucbfr tinti ünbtmlc unb btm 
Osgalt btt Sinkt« macgl, bit bt* fiMgbraueger ttntt ffoebtinng 
äugeben, fällt für bit gegeiwwaig ju tmfegeibtnbe Jteegtlfrage 
immer btn tuttergügenb in* ©ewägt. iiatb a Hebern bat nun 
man ein tt üeigeente tm tmgeuiugt« mtgbare* 9leegt ju btt. 
'leben, bas feem ©ctcegtigten fit bit üebentbaucr eine* Wenftgen 
cugcräiunt tjt unb hegen üttragc au« fotrlaafenb mitbtrffbtenben 
gUiegmägigca Ctiftungen uiüklb nbtt ntrtretbaten Saegen btfltbtn. 
3m gegebenen jalle fegll in btm Sciuiungtutlcüe junäegft ein 
oibert* hingegen baiauf, ob bet Sellagte ji$ überhaupt auf 
ugenb jeraanbe* üebettijeit tjcipfiügm bat Rann bit« an. 
genouuntn tonten unb leigt fub bet in btm Sictfpttegcn ent- 
balttne J>mlotis auf bi« Amoaltteum ahnten cttoa fo ««gegen, 
tag bet 8< Hagle, nenn er ft<b entloebet für bie eigene obet 
tut bit üebenSjeu btt Joegtct Derbmblicg machte, mimabtn alt 
augerften Dermin fern Au«f(geib«n aut btm AntoaIl«g<mbe 
cotgeftbtn baten teoHte, fo mag fiib bat etfie bet Boibin ec 
octaten Untetfegeibung«malntaie ein« Snbttnte alt nolbürftig 
botbanben antubmen löffelt. ßin feethr enten otripietben liegt 
ober an<b bann etfl bot, tsenn bei 8cflagtc fub mit einte tim 
begingen Rapitalfigulb btlafien wollte, bie, mit (änbemann 
Surgtiitege« Stege (8. äug.) Sb. 16. 1183 et auibrüdt, fo bt. 
{Raffen toai, bag fte in einet fottlaufenben jetilte non Ömiel. 
ktftungen fteb ausgab. Sa« ifl nicht btt gab, foften 8c> 
nagtet bitfe SinjeUcigungcn bon mirtfigafUugcn Soransfegungen 
tegenbtoeligei Art, j. 8. bon btr Cegicbigleit feinet Anwalt*, 
iaugteit obet bon bet foetbauemben ffufegugbebüeftiglcil bet 
RlagetO abhängig genunbi bat Sbenfolutnig bann, loenn bie 
Sejunaumg tm c« mortailiibcn Winbeftbetrage* bie Annahme 
begrünbcl, bag je nach ben obtoaUtnben Setgällnifftn auch 
herüber tuicuit ea Webt benag in angemefftnee, loenn nur 
ebjdtio beftemmbarer £og< |u enlntbeen fein feilte. 111. gällt 
in aütn biefen 8ejicgungca bie bem Sagtet bet Xatfrage ooc 
|ub<baitenbe ßnlfegetbung fo au«, bag ein ßeibrentenetrfpietgen 
so» Augltganbpuntle au* alt erteilt gelten barf, fo cr.tficb! 
eniütb bie ijcage, ob mit bem 8riefe bom 5. Augug 1001 
bu § Dem be« § 761 8©8. erfüllt ifl. Sei bei ilkintinung 
bufn Stage bat bet Serujimgiingtet gueteffene auf ba* in 
RS. 57, 358 g. foloie au*|Ug*8)eijc in bei 3'lii bon 1004 
S. 232* miigcuille Urteil be« SÄ®. Oom 8. Wäcj 1004 gm. 
gennifcn. 3Bie boet banbeit e« fub aulb bier nicht um bie 
IjcfuSung einer buteb ÜScttinbacung frei gnoäglicn (| 127 
Sag 2 8 ® 8 .), fonbern um eine fiec bie 'llSiflentcrilärung be« 
einen SerUag«*eiI« gefeglug porgeftgtiebene ifotm (§ 126 
ibf 1 8©8 .). 6« lonunt beebalb baiauf an, bag bei für 
ba« 'Äeegttgcfcgag loefcntlttbe .fnbalt fug OoBßänbig unb 
umniuelbai an« btt Urtunbc ergeben mug. Allein bie 
®ecn«en, innctbalb bereu c* guläffig ifl, bie Uifunbe, Wenn 
enub unter 8crüdfugligung anbetet Satumftäiibe eeläutemb 
■tu. gelegen, bfitjtn megt ju eng gelogen treiben, ^uiat fehle 


e« an btr goem, bit bet« ®efeg im § 126 £b|. 1 nibn 
beflimmt, loenn t« fug oi« notmtnbig eteotife, bit Urlunbe 
auf foleget Snuiblagc in euetm uetfcmliigcn fjunlte )u et. 
gangen. Sägt feeg tnbeffen für ba«, toa« in btm Stic fe — 
toutobbi ,nur unooBIommtn — entgalten ifl, bnteg An«, 
legung tint nägat Sefttmmtmg fotrxit geunnnen, bag fug 
alibann aßt aefnuliebtn Sötjlanbteile bei Srtlarung in ibtn 
nitbergelrgt finbtn, fo ifl bie fvorm gceoabtt (»gl. ba« lltltil 
bt« Senat« in Sadjtn Segaafgaufinfiben Sanloerttn c. 
«eennnfe IV, 400, 04. 3ÜB. 05 S. 336*). Skr Strufung«. 
rugitr luitb bagtr ju gtüfen gaben, einmal ob fug in ben 
abgefegioffencit btiben üerttagen ein ben borgen baigclegten 
AnfiKbcrungen emfotttgeeibe« ÜeibtenitnOtriottibfn entgälte« 
linbet unb fobann, ob füg bitfe« Üeibttiucncaifpteigen in bem 
botgin batgtltgttn Sinnt au« btm Srieft be« SeUagtm oom 
5. Auguft 1901 unmittelbar ergibt, trifft ba« Ugtat ju, 
fo tarnt bit Klage an btt gormtotfegtifi be« § 761 8®8. 
nugt fegeutw. S. c. R., 11. o. 12. Sk*. 07, 221/07 IV. — 
WarvuntibcT. ( . 

St. §§ 125, 126, 130, 148, 154, 566 »cbeutung 

btr Oereinbarten Segnftfmm eint« iklttage«. tSingaltung btt 
au«gtnia<bttn geift für bit 'UoBjiegung bet Uriuubt. äugebtn 
btr ®tntgmignng. Abjegluj eine« 'Diietoatrage* nur bei 8t. 
obatgtung bet ffonn.] 

jlacfc bet fcflfUßnng be* 8erufung«gen(gl« gal btt 8c 
Uagte «uf @cunb einer 8erganblung mit bem Ilägetifegen 
SHcifcnben @. eine Utlunbc über einen betrtff« btr beUagtiftgen 
Slirtfegafl mit bei Klagten auf 3 £Jagrc abjuftglicgenbm Weit, 
otrtrag am 11. April 1006 untttfegriebtn, magrenb bet (lägt, 
rifegt ÜUiftubt bitft Utlunbc uiegt untetfegrieben gal. Skt 
beibtn legten $atogra|>gtn bieft« Sieetrog« lauten; „§ 10. St 
loirb giamil aulbtüdlüg beflimmt, bag btjüglieg bitfe» Strttag«. 
ottgäliniffe« au«figlitglieg nur gcgtnmärtigtr SBtrtrag mag. 
gtbtnb unb entfigabtnb ifl, fomit leinte ber Kontingenten fug 
auf frilgeit ober fgättre munblugt Abmacgung aueg anbmn 
gegenüber gerufen tann. § 11. Sit (Benegmiguig gu ooc 
ftegtnbem Ablommen bleibe brr SSixettion (ber Klägtrin) 3 Singt 
bon gtutt ab Ootbegalttn," 3nnergalb btr 3 Sage gat btr 
Uagtnfegt Äetfcnbe btm 8tUagten bit Uägttif^t ®tnegmigung 
bt« ’ü ertrag« mimblitg mitgettilt. Klägerin gat feboeg inner, 
galb biefer gtift bit 8trtrag*uilunbe ntegt unterjibritbtn, tra« 
bem 8cUagten niegt btlaimt loat. 8eilagt« gat bit« erft naeg 
AnftaJblauf etfagren unb Klägerin gat erft oicl fpättr bit Ur. 
tunbe untetfegtitben. Sa« 9t®. gob ba« IKrarttilabt Urteil 
bet D£®. auf: Sie gefifteUung bti 8erufung«goi<gt«, bag 
bie 8arttim bit 8turbmbung bt* Skrttag* gteooBi gaben, tg 
— )umal angefugt« be* g 10 bt* Siertrag« — niegt |u bt. 
anftanben. übrigen aber ift bie (äntfegeibiing tttgw. 

icrtümlieg. Denn g 15« Abf. 2 gat (ebtnfo toic g 125 
Sag 2 X®8.) niegt git Sebeutung, bag ba« ÜiiigtgeltttifoBtn 
ooc Oofljogtntr 8etniunbung (bjB. bu Augtigltit beim Wangel 
btt burtg 91tegt«gtf<gäft btftunmten fyorm) ttB noig btjonbai 
beloieftn toerbtn miiffe, bielmegt geben biefe ®tfegt»btfiimmungen 
tüte Autlcgungirtge! bagin, bag, loenn eine 8turlunbung Ott. 
abrtbet Borgen ig, im /jme'W ber 8ertrag niegt gefcgloffen ifl, 
bi« bie 8euriunbung erfolgt lg, unb bag btr Wangel btt biueg 
SHicgtigcfegaft beftunmten gönn im Bünifcl ggäbtigleit )ue 

1 « 



106 


Quriftifdje JBodjenfdjrift. 


JW 4. 1906. 


tfolge hat. 3n (Ermangelung befonberer für ba# ©egenteil 
fprecfienbet Üatumftanbe, btt nicht Oerlirgen, ifl baber ein ©er« 
trag nicht Oorßanben. ßbettfo ift btt Äullegung be# § 1 26 39®©. 
burch ba« ©erufung#gericht unrichtig, btnn e# ift gerat* um* 
gelehrt beftimmi, baß bie fcbriftlithe ftorm bie eigenhänbige 
Unterzeichnung etforbrri unb baber biefe f£orm borget nic^t 
getoahrt ifl 6« lommt abtt Weiter § 148 39®©. in ®e* 
tra^t, Wonach, toenn btt Äntragenbe für bi« Äimahme be« 
Äntrag« eine §rift beftimmi hat, Mc Snnabme nur innerhalb 
ber gTifi «folgen lann unb ebtnfo ifl § 180 ©®©. §u be* 
achten, Wonach eine 2BiHen#etlläumg, bi« finem anbeTrn gegen» 
über abjugeben ift, in btm $ettpuntle toirffam hntb, in welchem 
fit ihm juge^l (ogl. 5R©3 Cb. 61 Utr. 98). Qi mußte baßer 
bi« oereinbaTte llägerifche Unierfchrift be« ©ertrag« btm ©e* 
Hagten innerhalb btr oerabrebettn 3 Jage jugehen, bi« bloß 
münbliche Mitteilung brt Hägerifchen Äeifenben über bie (jubem 
nicht fcbtiftltcb erfolgte) llägerifche ©enebmigung toar rechtlich 
bebcutung#lo#. 3Me Meinung be# ©erufung#geri<ht#, baß ba# 
©otbanbenfein btr Untrrfd^rift in btm 3eit!>unfte genüge, ju 
Welchem bie ©ertrag«utlunbe in irgenbeintt ffieife erheblich 
werbe, ifl gegenftanb#Io#, ba im oorliegenben pralle eben bie 
Unterfchrift ber Äiägerin mit bem Slblauf ber brei Jage er* 
beblicb war. — ©benfotoentg ifl bie eoentuefl« Änficht be# 
©erufung#geTi<ht# ftidjbalttg, baß nach Maßgabe be# § 5 66©©©. 
btr ©ertrag für bie Jauer eine# ^ahre# binbenb bon bem 
©eflagten abgefißloffen Worben fei. Jenn biefe ®efeße«ftetlc, 
Wonach ein Mietbertrag über ein ©nmbfiüd, ber füt längere 
3«U al# ein $aht abgefcßlojfen Wirb, ber fchriftlichen »form 
bebarf unb, fall# bie ^orm nicht beobachtet totrb, ber ©ertrag 
al# für unbefümmte 3*it gefchloffen gilt, bie Äünbigung jeboch 
nicht für eine frühere 3eit al« für ben Schluß be# erflen 
&uläffig ifl, feßt im ^aDe ber nicht beobachteten fchriftlichen 
farm borau#, baß ein tnünblicßcT Mietoertrag gültig gefchloffen 
toorben ift. Jie# ifl jeboch Ootltegenb nicht ber ^aD, ba bie 
Streiiteile nur einen fchriftlichen MietOertrag, bet Wegen Slicßl 
Beobachtung ber ©rforbemiffe eine# folchen nicht borliegt, 
fcßließen Wollten unb baher nicht oon einem rnfmblidjen Miet* 
Oertragc gemäß § 566 ©@©. bie Siebe fein fann (Ogi. auch 
©lanef, Äommentar jum ©®©. 3. Äufl. ©b. 2, § 5 6 6 ©ew 3 
«bf. 2 6. 433, ©rücfner, Jie Miete 2. Slufl. 6. 39). 
3- c. 6t, U. 0. 3. San. 08, 231/07 III. — Jfarl«tuhe. 

3. §§ 276, 823 8®©. Strenge Änforberungen an bie 
Ächtfamleit ber Motorrabfahm wegen bet ©cfäbtlichfett ber 
Mot mähet.] 

Jer ©ßemann ber Klägerin, bet $aufterer ®eorg ®., ifl 
am 13. Äuguft 1905 auf ber ©trabe Oon 6aulgau nach 
©ueßau oon bem ©ellagten mit bem Motorrab angefahren 
toorben unb an ben folgen ber babei erlittenen ©etleßungen 
am 30. Äuguft 1905 geftorben. Jie Älägerin forbert Oon 
bem ©ellagten al# Schaben «erfaß eine Sahre#tente Oon 750 M. 
Ja# 2®. bat bie Älage abgetoiefen. Ja# D2®. hat ben 
Slnfpruch bi# jum 13. tluguft 1925 b. i. bi# j)u bem 3ritbunlt, 
bi# ju toelchem ber ®ctötete ohne ben Unfall mutmaßlich 
gelebt haben teürbe, bem ®runbe nach für gerechtfertigt crflärt. 
31ebifion be# ©ellagten ift jurüefgetoiefen : Jer ©bemann ber 
Älägerin toanberte auf ber Mitte ber 2anbftraße mit bem 
Spieljeughänbler St. unb beffen ^rau jum Marh nach 0. 


©einen Äorb mit 3Baren batte er auf ba# ©ritfchentoägelihen 
ber ©Meute ©t ba# ich cm mit ihren ©oifll^flfiflen 

belagert toar unb 0cm ihnen felbfi gejogen tourbe. ®. f<hob 
hinten an bem ©tegelcben, auf fteffeit linier Seite gehenb. 
3Clfl bet ©eflagte ftch ihnen mit ber getoBbnlichen ®ef<htombig!fit 
eine# Motorrabfahret# näherte, gab et fortfiefeßt Signale mit 
bet $upe. 6ie hört«” |te aber nicht, toobl toegen be# ®e« 
poltet# ihre# ©tegen#, unb toenbeten auch nicht ben flopf 
jurüd. 3luf 10—15 m ©ntfemung gab bet ©eflagte nochmal« 
ein 6ignal, ftellte bie 3ünbung an bem Stab ab, bremfte unb 
üerlangfamle baburch feine ©efchtombigfeit erheblich; et ^ielt 
ftch auch an bem lüden ©anlett. Ja# Ießte ©ignal b&rte ® , 
fchaute ftdh wm, machte, um fith in Sicherheit ju brrrtgen, 
einen Sprung jum linfen ©anlett unb toutbe babei Oon bem 
Stab be# ©eUagten, ber in gleiche #ßh« mit ®. gefotnmen 
toar, ju ©oben geftoßen. Jer 39ellagte felbft fuhr über ba# 
©anlett in ben Straßengraben hinein, too auch et mit bem 
Stabe fiel, ohne aber Schaben $u nehmen. Ja# ©etufung#» 
gericht jteHi feft, baß ber ©ellagte fich bewußt toar, baß @. 
fein ^erantommen nicht bemerfte, unb begtünbet ba# ©et» 
fchulben be# ©ellagten an bem 3nfammenfloß toie folgt, ©e* 
flagter habe bamit rechnen müffen, baß ffi in ber ©eflürjung 
nach Uid# fpringen Werbe, unb er hak ftch, »ie au# ber 3lb* 
ftellung ber 3ünbung m ber Jat biefe Möglithlett 

oeTgegentoärttgt. @r hätte be#halb, naebbem et tn gefabr* 
brohenber bet Beute noch leine ©ewißbeit getoonnrn, 

baß fie feine Strmäherung toabrnabwtn, fo jettig unb fo flraff 
bie ©temfe anjieben müffen, baß, hxnn ®. im leßten Äugen* 
Mid auf ihn aufmerffam werben foÜtc, ein 3 u fammenfloß 
ni^t «intreten ober bem ®. nicht mehr fchaben loimle. @r 
habe aber bie ©rtmfe nicht genügenb gebraucht, fo baß ihm 
eine bie ©«fahr füt ®, au#fchließenbe ©erlangfamung ber 
^ahrt nicht gelungen fei. Jte SRetüfion leugnet eine ^fah 1, 
läffiglett be# ©ellagten, ber alle# getan habe, toa# man oon 
einem forgfältigen Motorrabfahret oerlangen forme, unb mit 
bem fmnlofen imb unOorberfehbaren ©ettenfprung be# ©. nicht 
habe gu rechnen brauchen. Jer Senat bat jeboch leinen 
Änlaß gefunben, ber Sluffaffimg be# ©erufung#geri(ht# ent» 
gegenjutreten. Mit Siecht hat biefe# wegen bei ©efährlid^leit 
bet Motorraber für ben ©etlehr auf bet gcmbfhaße fitenge 
Änforberungen an bie Ächtfamleit unb ©cnftcht eine# SJlotor» 
tabfahrer# gesellt. Seine ©ntfeheibung wirb Oon ber $rtfl* 
ftellung getragen, baß ®. ba# 9laben be# ©ellagten nicht 
wahrgenommen unb baß ©eHagter bie# gemcrlt hat- Jie 
tägliche ©rfabrung lehrt nun, baß infolge be# rÜdftcht#lo« 
rafchen fahren« oielcr ^ah rfr hon Slraftfahrjeugen auf ber 
offenen fianbfiraße bie meiflen Meuten, wenn fte auf btt 
Mitte bet Straße fchreiten unb bläßlich ba# ftupenjeicben 
wenige Schritte hmter fiih Oemehmen, auf# ^efttgflc ctf ehre den 
unb burch einen Sprung nach ber Seite ber brohenbtn ©efabr 
ju entrinnen fuchen. 3 lrtTe ff en ^ mmtnt ba# 8erufung«gctt(ht 
an, baß ber ©eflagte. Wenn et fo furj hinter ©. nochmal# 
bie £mf>e ertönen ließ, oermöge biefer ©rfabrung auf eine 
haftige unb ungefchidte ©etoegung be# überrafchtcn Manne#, 
bie ihn oor ba# Stab bringen lomttc, gefaßt fein unb be«halb 
bie Ira^ö^minbigfeit b ermaßen oetrmgem mußte, baß ein 
3ufammenftoß mit ihm oemtieben tourbe ober unfchäblich füt 



37. Qabrganq. 


Quriftifdje ffioi^enf^tifL 


107 


ilm M»tb. Bebenlrnfrei bat Im* 8erufung4geiitt tont« 
Bernemt, bah bcn ffi., bß tat ^44(t«, bunt ba» Jterbalien 
be* BeUagten «jeugt« Beitonmmg ben galfcbiprung getan 
habe, ein eigene* Serftulben treffe. ©ntn SoTtourf tottb 
man unter (ölten Umftänben gegen ®. mit gug um (o toenigtr 
erbeben fönuen, als nitt au*geltIo(fen, jebenfaü* Bon bem 
brtoertpRittigen BeUagten toibnfegt ift, bafc ihm ra bem 
tntiften Augen Mid bn Sprung nat rn$t# bunt bot StRben 
ffiagrn oeriegt toai. Sie RewRon bat beim aut ein SelbR» 
oeeftbulben be« @. nitt behauptet. 8. c. ffi , U. b. 4. San. 08, 
159/07 VI. — Stuttgart. 

4. §9 611, 612, 618 8®». Dttb. mit § 140 ©etoUBerf®. 
anb § 2 Jjwftpfi®. Unfall eine* Bon einem Betrieb«, 
unttrtiebm« angeRedten Ätbeitet* bei btt ®ienfUeiftung in 
einer Bon entern anbeten Unternehmer ju betoirfenben Arbeit 
bejUglit bn (frage, ob bie 8etuf*genoRenft«ft ben leiteten 
in Anfprucb nehmen tatm. lätigfeit im gabrilbetrieb !] 

Sei Ausführung ein« Arbeit, Belte b« BeHagtr ffi. 
auf BefleUung bet mitBagenben Aftienbtauem in bem Sub» 
häufe bet [egteten burt ben ©onteur Be. Bomehmen lieh, 
ift bet ffiauttr 8-, b« bamal« im Aufträge bet Bau- 
Unternehmer $. & $. mit ©aureraibeiten in bem Subhaufe 
heftäftigt Bat unb nun au*hilf4tottfe ju ein« BienR» 
leifhing bei bet ©ontageatbeit heigejogen toutbe, Betunglildt. 
Die ftagmbe Berufigenoffenftaft, toelte nat Befitu* 
be4 Seit*Bcrfi*erung4amteS ben 8. fftt bie folgen be4 
Unfall« JU entftdbigen h“*. Betlangt mit b« gegenwärtigen 
«läge grmäb § 140 be« ffietoUBetf®. ffirfah für ihre Seiflungen 
oen bem BeUagten ffi. Ba» 02®. Wie« bie Jöage ab, bie 
ÄeoiRon toutbe jutflitoiefen: Rat b« Bon bem Rei<b*8«Rte» 
nmg«amt getroffenen, Bon beiben (Parteien ai« maggebenb 
betratteten Snlfteibung tf! b« Unfall be« Arbeitet« 8. in 
bem Betriebe bet Baufittna $. & #., bet bei bet Hagenben 
Betufbgenoffenfthaft betfiehett i|l, «folgt, tritt in bem Betriebe 
b« Ragenben Btaunei ; feinenfall* ab« ifl biemat bet Unfall 
in bem Betriebe be* BeUagten all bemjenigen, btt weitem 
b« Strlegte nat ©ahgahe be* ffietoUBetf®. oeefttert toäet, 
eingeritten. Der Bellagte ifi alfo nitt btt „Bettiebbuntet* 
nehm«'', ben bn g 135 be* ®efege* im Äuge h#t, Bielmebt 
„Brittor" im Sinne be* § 140 be* ffieftge*. 8* ifl febt 
toobl mögltt, bah ein Arbeit« einen Unfall butt einen 
fttmbtn Betrieb «leibet, mit bet Retffifofge, bah ihm einer. 
feit« bet S«Rtfrung*ani»rut an bie 8etuf*gtnoffenf(hafl, 
Welt« fein eigen« Arbeitgeber al* BetritWuntrmtbm« an» 
gebürt, anbemfeit« ein 8ntftSbignng*anf|mit auf ®tunb 
fenRign gefebliebtr Botftriften, fo be* ^wftbfKB gegen ben 
Unternehmer jene* frtmben Betriebe» ntoätR (bgl. Riefen ft Ib, 
ba* befonbert fJaftpRittrett § 22 S. 281. Siebe aut § 28 
Hbf. 4 UBetf®) gttr bie Haftung au* g 2 .fiaftpflffi. 
lammt t* nURt barauf an, ob b« Srtlegte im BienRe be* 
BetneMuntemebm«*, in itgenb einem 3iett*Berh4Itnifft ju 
bitftm fleht ob« nitt Anber» ftttlüb Bnbält e* Rt in trief« 
Bejiebung bei bem tnfprut au« §618 8®8. Snbt« 
toid bie Klägerin mit bem le?t«tn fllaggiunb nitt ba« Be» 
fteben eint« BimRonbäliniffe* jtoiften bem B«le(!tm 8. unb 
bem BeUagten oon bet Ätt behaupten, bah baburt b« etRnt 
m ben SerRterung*bettieb be« BeUagten eingetreten wäre. 


ffirite« toeiteten Singeben« barauf, ob biefe fllagbegrünbung 
überall mit b« BotftbriR be« g 135 SetoUBetf®. Bneinbat 
tobte, bebatf e* jebot nitt Senn aut bie Bon bn Stoifton 
Betfutte rettltt' BtmRruhion be« ffitfaganfprut« bermag 
biefen nitt ju tettfertigen. Bet g 618 8®B. fegt Borau«, 
bah jünftot ben Parteien ein BienRBertrag begeht, unb 
ein toefentlite« Slertmal biefe« Berttage« iR, bah für 
bie 7)ienftIerRung eine Bergütung, fei e« nat au*brüd» 
liter Abttbe ob« traft Ridfttoeigenbn Bneinbarung 
(8®S. gg 6 1 1 , 612) ju gemähten iR. 8« mag b« Reoifitm 
fopiel jugegeben tonben, bah ein BienRoßbältm* jtoifte» bem 
Arbeit« B. unb bem BeUagten bentbar Wäre, aut toettn 
« bie Betgütung für ben getrifteten BienR nitt »am BeUagten 
felbR, fonbern bon feinn Arbeitgeberin, b« gitma f. t h, 
fei e« in ®iftait feine« SagtU) bne* ob« butt befonbere* Sntgelt 
ju erhalten batte. Ädern bie unmittelbare ob« aut bie ana» 
löge Äntoenbung be« g 618 B®8. (toofent bie legtrn an 
Rt juläfRg fein foQte) auf ben gegentoäaigen galt erftemt 
gleittoobi bei bem Bon ben BorinRanjen ieRgeftedten Sat» 
Bnbalt aubgeftloffen. Bamah iR bn Arbeit« B. ju bem 
fiagliten Äu*btlf»bienRe nitt Bon bem ©onteur be* BeUagten, 
fonbetn Bon bem AngeRedten bn Btaunei, bem BtaumriRn ffi., 
heigejogen tootben. ®n Bon bem BeUagten befiettte ©onteur Be. 
toätc toobl nitt einmal befugt getoefen, für ben BeUagten ffi. 
einen Beitrag abjuftltehen, tooburt eine frtmbe ^ilftperfon 
Boriibngebenb jum $ienRe be« BeUagten ffi. angenommen unb 
bn Ie(tere bementfpretenb Berpffittet toutbe. @in dinBerflänbni» 
b« ®ienRhnrin be* 8., ber gitma ö * $. mit bet Bn» 
toenbung ihre« Arbeiter« in biefem Sinne iR nitt ohne 
Weitere« «u untnfteüen. Wäre ab« aut nitl tnahgebenb. 
Ahenfowenig iR Bon toefentlitet Bebeutung, bah bie ju bem 
fjUflbienR Bon b« Bräunet heorberten B ertönen bei Au*» 
fübtung bief« Bmittung b« Seitung unb ben Anotbnungen 
be« ©onteur« Be. untntoorfen Waren. Sgl. Urteil be* er. 
tennrnben Senat« Bom 12. Sejemba 1907 VI. 112/07 in 
Säten ffi. e. St. 8. b«*, wie bn etRe Ritt« unangefotlen 
ieftfteHl, ben Au«biIf*bienR au« blähet fflejälligleit geleiRet. 
®a« foü jtoeiftUo« b«ihen au* ®efäüigteit gegenüb« bn 

Brauerei, weite feine ®ienfte für bie Auibilfe in Änfprut 
genommen bat; alfo nitt ettoa au« SefiBigtcii gegen ben 

BeUagten. §iemat lann baoon nitt bie Rebe fein, bah 8. 
Borilbrtgebenb in ben SBirnR he« BeUagten üb«getretm, bah 
bief« infoweit bet BienRbnettigte geworben wäre. Unb e« 
lähl Rt «mR nitt. »ie bie ReBtRon eBentueü au«gefiibrt Rat. 
ein „Bertraa«äbnlite*"Rett*t>erbältni*, auf Weite* b« Srunhfo* 
be* § 618 8®8. tntfpettenb anjutoenbrn fei, au« bem Bor. 
tiegenben latbeRanbe entnehmen. Aut in ftinRtt auf ben 
fltaagnmb be« § 2 §aftpfl®. iR bie gnlftribung ber 

BorinRanj '«ttlit nitt ju beanRanben. Stoar iR bie An» 
toenbung bief« fflefebe*Borftrift auf Arbeiten, Weite ber 

gabritunternebmn auhnbalb ber gabrifräumc autfübrtn l/fet, 
nitt ftlettbtn auijuftliehen, Bie Äntoenbung betfetben auf 
fogenanntc Äufmat beiten tann Rt nat UmRänben au« bem 
WeRtWpunfte rettfertigen, bah belreffenben Arbeiten lebig» 
lit einen Beil be«, üb« bie eigentlittn gabrihäume binaul» 
teitenben gabritbetriebe« ob« eine Au*fttabhing be«felben bat» 
Reden, fo bei Auhenatbeiten eme« 81ettrijität*w<rle«, ein« 

14* 



108 


3»mftiid)e SBo(fjetifd>rift 


Dfi 4. 1908. 


©abanftalt, eine« 3iöl?rfnlfitun9«betnfkb. (©gl. Urteil beb 
crtennenben Senat« Dom 16. Tejemb« 1907 VI. 106/07 in 
Sachen ©tabt ($hcmm$ c. Sädjfifdje n o 4kub«uf«genofifnftbaft 
unb bie bei (sger ^laftpflö). 6 . Sufi. 6. 231 ff. angeführten 
(brtftbeibungen.) Hut ftafl biefet Slrt liegt hi« nid» oor. (gb 
fbnnte auch nicht gefagt tottben, bah mit ber Don bem Monteur ©e. 
in ber ©rauaei au«gcfübrten fJRoniicnmgbarbeit bort ein Teil 
beb ©mmenbmg« f^abrilbetrtebeb beb 33c flauten in SMirlfautlcit 
getreten fei Glicht nur fehlt cb h' fr nn i«bcr räumlichen ©e* 
jicbung bet betreffenbe Täiiglctt ju bet Sabril, fonbern auch 
cm bem etforbcrluhen uraeren ^ufammenbang mit ber ^abril* 
nnlage unb bet ©efährlichleit btefeb ©ettickb, hier ber 2Raf<hinen» 
fabrilation. S^kfonkrc fommt gegen bte 2Intoenbutig beb 
Haftpfl®. in ©etrachi, bah bie Tättglcit, bei tocUh« bet 
2lrbcitrr ©. oerunglüdt ift, außerhalb beb ^errfchaftbgebieteb 
beb ©eiriebbunternehmab ber '3Rafdbincnfabnf gelegen hat, bah 
in einem folgen grafle bem ^abrifhertn gerabc bie — ein 
Korrelat feiner Haftpflicht büDenbc — '3RögIichIeit, im ©«eiche 
ber ftabrifleitung Durch Übertoachung ober fonfhge Sicherheit!» 
maßregeln bet ©etriebbgefahr Dorjukttgcn, nicht ju (gebot fteht 
Sübtoeftticbe ©augewerlbkrufbgrnoffenfchaft c. 2B., U- D. 
2. Jan. 08, 105/07 II. — Karlbruh«. 

5. § 823 ©®©. Äiegt ©erk^ung ber im ©ertel» er» 
forb«lichcn Sorgfalt Dor, toenn ftch bet ©afttoiri auf eine 
Durch einen SachDerftänbigen hetgeftellte Einlage bejiehen fann ?J 

T« Kläger ift am 20. Suguft 1905 im ©afthofe beb 
©eßagten, bei (gelegenheil eine« TanjDergnügenb, bem er alb 
©afi beitoohnte, auf einer mit 3 Stufen Don ber Schanfftube 
nach bem Tanjfaate hinabfübreuben „Steppe" ju ftaß gekommen. 
(?t führt ben Sturj auf bie angebliche (gefährlich kit beb frag» 
liehen Zugang« jum Tanjfaale jurüd. ®cfäbtlcch fei biefet 
3«gang um bebtoißen, toeil bet kreppe bab Dorgefchnebene 
©elänber fehle. Tab Starufungbgcricht hot bie Klage ab» 
getoiefen, bie SReoifton halte leinen Erfolg: 3lub ben all* 
gemeinen ©ertragSgrunbfäben über bie Dom Sörrte beit ©äflcn 
ju getoähtenbe ©ettebrbftcherhrtt feiner 3läume ift eine Pflicht 
beb ©ellagten, an biefem nur ettoa einen balkn 'littet hohen 
unb leinebtoegi ffcßen Stufenabfliege nach bem Tanjfaalc ein 
©elänbet artjubringen, nicht hrtjukiten, Da« ©erufungbgeticht 
hat biefe Pflicht aber au« § 32 2lbf. 6 bet Skupol^eiorbnung 
für bab platte £anb ber ©robinj Sommern Dom 7. 3Rärj 1903 
gefolgert. Tab ü®. hotte Dernetnt, bah biefe ©orfchnft ber 
©aupelijeiorbnung, bie Don „Treppen" fpricht, auf folche ein» 
fache Stufenjugänge aub einem Swuntr «*» bab anbre bebfelbcn 
©todtocri« gu begehen fei 5 Cab ^mftonbgericht hat nicht 
nachjuprtifen, toclche Eublegung beb ttrebiftblen ®efc$cb )u» 
irtffenb ift, eb muh bie Slublegung beb ©erufungbgetithtb ju 
©runbe legen (§ 562 3©0.). 3ur Schabenberfahpflicht beb 
©ellagten gehört aber, bab ihm bkfichtlich beb objeltiD bor- 
liegenben Serftopeb gegen bie ©auotbmmg ^ahrläffigieii im 
Sinne be« § 823 Slbf. 2 ©@©. jur £aft fällt. Tab ift ju 
berneinen, $ub ber berfd»ebenen Sluffajfung Der ©orinfianjen 
über bie iäublegung ber ©auorbnung folgt, bah ber Dom ©e» 
TufungbgetHht feflgefletlie Inhalt beb ®<[(heb nicht ohne meitereb 
jtoeifelbftei ju erlennen tuar. s Jiun ifl feftgefteßt, bah bie 
Xteppe Don einem fttaugetoerlbmeifler angelegt trorben ift. 
Chnc bie un Berichte erforbcvUche Sorgfalt ju Drrlcpen, tonnte 


fich ber ©ellagte barauf Drtlaffcn, bah biefer Fachmann bie 
kreppe ben baupolijeilichen ©erfchnften entfprcchenb anlegen 
mürbe unb angelegt habe. Xem ©eUagtcn alb Baien laim man 
leinen ilortoutf baraub machen, bah « Don bem 3a<bmannc 
nicht bab 2lnbtingcn eineb (gclänbere Dcrlangt (wt. 2. c. ü., 
U. D. 3. Sa« 08, 234,07 III. — Stettin. 

6. § 883 ©Ö©. Stinfchmeigenbe ßmigung über Äub* 
fchlup ber Xierhaltethaftung bei unentgeltlicher 'JJiitfabrt.J 

9lm l. Snni 1906 fuht ber ©eöagte auf feinem ,yubr« 
lorrl Dem Schmabmünchen nach Hdtenfingen. ÜHuf ©itte beb 
Klägerb lieh er biefen unentgeltlich mitfahten. Unteeloegb 
fcheute ba« ©ferb unb ging bureb- Der ©lagen mürbe um» 
getoorfen ; bie beiben S n !affen »utben erbeblich Derlept Klager 
Dcrlangt Don bem ©etlagten alb Tierhalter ©chabenberfap. SHe 
Klage ift in allen Snftanjen abgemiefen: Tab £®. unb bab 
D£@. haben angenommen, bah bi f Haftung beb ©ellagtcn alb 
Tierhalter biud? ftiUfchtoeigenben ©«trag aubgcfchloffen morben 
fei. Tab £®. hat aubgeführt, bem Klag« alb Vanbmtrt unb 
©uhhänbler fei toohlbelannt getoefen, bah nt» b« ©enubung 
eineb ©ferbefubrtoetfb imm« eine ©efahr Derbunben fei; aud> 
fei ibm toohlbelannt getoefen, bah nach b« in ber bäuerlichen 
©Codierung berrfchenbtn äuffaffung ber Slubfchluh b« Tier» 
haUcrhaftung ftch non felbft Detftehe, tottut jemanb aub ^«unb» 
fchaft, «Jlächftenliebc ob« ©armhnjiglett ftch Derpflichte, einen 
anb«en unentgeltlich ju tranlporti«en; baburch, bah Kläger 
ben ©cllagten gebeten hak, ih» toegen ber llugunfl be« 
^Setter! unb jur $ blutjung beb 'lÖegcb — felbftoerflänblich 
unentgeltlich — mitfahr tn ju laffen unb ©ellagter bem toill» 
fahrt hak, fei ber ©ubfchluh b« Ti«halicrhaftung füd* 
fchtoeigenb Daeinbart toorben; Klag« hätte ben ©njicht auf 
bie Haftung auch aubbrüdlich erllärt, toenn bieb Dcrlangt 
toorben toäre, anbererfeit« hak ft<h ber ©ellagte barauf ber* 
lajfen Dürfen, bah Klag«, rnenn er bie unentgeltliche ©e* 
förkrung nacbfudjte, auf bie Ti«halterhaftung Dexjichte. Tab 
©erufung!g«icht hat bie ©ubfuhrungen be« £®. im aUgememcn 
gebilligt, jeboch angenommen; Ta« SRitfahrcn be« Kläger« 
hak niiht auf einem ©erttage, fonben* auf ein« ®efäHiglcit 
be« ©ellagtcn beruht, gfit ben Regelfall g«h< Die Sluffaffung 
b« Slflgemeinheit bahin, bah «ne Haftung bebjenigen, kr eine 
folche ®efäDigleit ertoeife, jebenfaß« bann nicht in änfprud? 
genommen toerben tönne, toenn biefen lein ©erfchulben treffe. 
Sebermann toiffe, bah, ^rttn « einem ‘Juhnnaun bie ettoaige 
Haftung anfinnen tooßte, feine ©itte um unentgeltliche 3Ru> 
nähme unfehlbar jurüdgetoiefen mürbe. Tebhalb trerbe in 
folchen fallen ^tßfchtoeigtnb auf Haftung berichtet S mt art:hin 
fei nach kn Umjtänbcn kb einzelnen ^aße« ju prüfen, ob ein 
b«tragbmähiger Slubfchluh ber Ti«halt«haftung Dorliege. S n * 
oorliegenben ftaüe ^ jiubfchluh b« Haftung unttt ben 
©arteien, bie kibe bie mit km ^ah Cfn Derbunbcnc ®efahr 
toobl gefannt hätten, fo jelbflDerftänblich getoefen, bah ber 
Klag« fchon aub ©rünben kx ©ifligleit unb beb ^nftanb« 
gar nicht getoagt haben toütbc, mit einem 3lnfmnen auf 
Haftung hrtDorjutreten. ©ellagl« hätte ibm folchen gaße« 
bab Dlitfahrtn nicht geftattet. Tiefe 23iflenbnchiung beb ©e« 
Uagten erletmenb habe Kläger berfelben ftch ftiflfchtoeigenb ge« 
fügt, alfo auf bie Haftung aub § 833 ©©©. Derjichtet. (Sb 
Derftohe gegen Treu uud ©lauben, toenu « je^t folche Ün» 



3 1. Qabnganig, 


Quriftiftb» SBodjenfdjTift 


H*f 


fprüebe geltrnb machen wollt. SDie Snifebeibung be* Berufung** 
geruht» beruh: hiernach auf ber Ünnafemt, bit 'Parteien bauen, 
rnban Klag« um Seflatlung btt Kvtfabtt gebetrn, Bellagt« 
ferne ötnmiDigung ctflän babt, fi<b fiiüjebtoeigeeib babin ge 
rangt, bag bit DRilfabn für btn Mläg« untntgelUicb fei, btm 
Beflagten abtt aut btt äcfaUigfcti Itm Ddacfettil «warfen 
bürft, fofan ibn niibt «loa tin Bafibulbtn tttfft. gu reibt, 
lupen Bebenlen gibt bit Snnabmc bc* Baufungtgniibi« leinen 
Jüilafc. SD« Dirmfic« ma<bt gtlttnb, btt Baufung*riibt« Ba* 
netne, bafe tin BertragäPahältni« geliehen btn Barteten bt' 
jlanbnt habt, trojbem utbmt tt an, ci fei Bertrag«mäj|ig auf 
bit Haftung Bogi^tet iootbtn, bai fti tin SSibexjpruih. SD« 
Stege tft nicht jutttffenb. Der Bcnifimg«rtchtet bat mit Ba* 
wmt, bafc btt BeHagtc f«b gut Befötbaung bt* Kläger« 
»(Tpflidbtct bubt; bit Bewilligung btt iERitfabtt bttttbu nach 
btt Stftfitllung bt* Saufungtricbta* auf tintt (StfäSigltit bt* 
Beilagen. Dagegen n>at na<h btt SDatltgung bt* Berufung«* 
tubterf bit ffliüenieinigung btt -Parteien infofttn auf bit 
^ttbtiftibtung eint* ttcbtlicbtn (befolge« getiebtet, al* einte 
feit* füt b« tatfätblitb gusäbtie Kttjabrt jeglitbte Üetgüumg, 
anbetttjeii* füt tint bim bem Beilagten niibt octfibulbete (Befahr* 
bung jeglitbt Haftung au*gef<bloffcn fern fofltc. (Sin SB!ibetfpru<b 
in btt Begrünbiutg bt* Berufung» urteil« liegt fobin niibt Bot. 
Sie Dlcotfion tilgt fetnet, btt angtbliibe ifctjicbt bt* Klager« 
fti mbt*inig begtünbet, e* fei leine StUätung ob« öanblung, 
bit einen Berget entnebraen liege, fcflgeftellt, bet Berufung*« 
tub«t führe untn $inwu« auf bie Hbbanblung in ba 
3®. 0* 6. 228, 229 einige Bctfpclc an, bit ab« 
btiwegtn nubt reibt «ähnlich feien, weil in jenen Säßen nut 
ein Btrfibulben gum (btfag oerpflubte, § 833 jtbtxh lern Bet» 
(ebulbtn 6fr lange. £u<b bitfei ängrrfj tonn (einen Stfoig 

haben. Ob bie bon bem Bitufungiriibiei gewählten BcifpieU 
gutteffenb fmb, (ann babingeftellt bleiben ; btnn bahn wat iid? 
b« Baufungärabt« Bat, bah eine (Einigung übet btn Xu*« 
fiblug btt Sutba&nbaftung etforbetlub Wat unb bah niibt 
etwa bit Slblebnung b« Qbctnabmt ein« Haftung butib bat 
Beilagten genügte. Jn bet Bitte bei Klaget* um Bewahrung 
ba TOufab« ata unb in bcr ßinmiUigungfetflänmg bc* Be- 
nagten tonnte btt Berufungiriibtrr unter ben bon ipm an* 
geführten Uurftänben ohne DiecbUuxlum ben Dlbftblufi eine* 
Batragi übtt btn glu*f<blug ba Xieibalieibaftung finben. 
«. c. 8., U. B. 2. 3 an. 08, 319/07 IV. — Stugibuig. 

7. §§ 844, 1802, 1803 8®B. Bab. mit § 304 £$0. 
Snftmuh ba (geben bt* @etötetcn füt bie geit ba Untit* 
baltigflubt bt« legieren. Begrenzung hmfid/UKb btt gelt 
un .-{wifebenutteiL ßmfibeibung übtt bit Koßtn] 

SDa Kaufmann 5. BL ifl auf bn Hanbftraje babutib Ba* 
unglüdt, bafe ba* Spfab bet Bon ihm benagten einfpämtigen 
Blagen* butebgmg ; a würbe bei btm Bttfuibi, ba* Ziet auf« 
Inhalten, mebageworfen unb loblub beilegt, (seine Süluwe unb 
fern mutbetjähtiga Sohn bebaupttn, ba Unfall fei burtb 
f^ulbbafte* Babalttn bt« Beilagten bei Htrtung eine« Kraft* 
wagen« oautfatbt wotbtn, unb fotbetn Bon ihm £<baben*et|ag; 
bit SBiUoe Balangt für ba« Jahr 1905 bin Betrag Bon 
2 500 M unb Born 1. Januar 1908 ab für bie SDaua ihre* 
teben* eint SXcnte Bon 4 OOO M labrlub, bcr Sohn folgert 
für ba* Jahr 1905 940 bl unb füt bie geil Bom 


1. Januar 1906 bi* 31. Itjtmba 1909 jährlich 1500 M. 
Da BeClagte btftreiiel jtbe* Berfibulbtn auf feiner Seite 
Beibc Borinftangen hoben bie Babaublung auf ben GJruub bc* 
Unfpruth* btfibränlt unb biefen btm ©tunbe naeb füt bererbtigt 
ailätt. SDie DtePifton Würbe mit ba DJlafcgabc gurüdgtWiefen, 
bab bet Klaganfprucb beiber Klaget nut infowtit bem Gi raube 
natb füt berechtigt erftärt Wirb, al* ba grtbtete S. BL Wäbtenb 
ba mutmafelicbm Dau« feine« Heben« gut (Bewahrung be* 
Unterhalt* bcrpil übtet gtwefen fein aücbt. SDie Kelten btt 
SHctuftoniinflang würben bem Dirpifionitiägu aufetlcgt. Siacb 
SBibalegung ba fonftigen Sugnfft ifl Bon bem SK®, folgenbe« 
autgefübrt Worben: Bie Sücoifton bol cnblitb noch gerügt, bie 
Bor mf lang habe gegrn § 304 J'pC. »aftogm, inbem fragen, 
bie gut Sntfibtibung üb« btn Brunb be« Xnfptueb« gehörten, 
niibt geprüft worben feitn. SDa Botwurf ift niibt un&egtünbet. 
SRaib § 844 B®B. bol, wenn bunb bie Sihulb eine4 anbeten 
ein Bienfib getötet unb biabutth cüum btitien ba* Seiht auf 
Untabolt entgogen worben ift, ba Stfogpflübtige bierfüt 
StbabenSerlag bunb Snttiibtung ein« itenlc infoWeit gu leiften, 
al* btt Bctötete wäbtenb ba urutmaglubeu Bauer feine* 
Heben* gut ®etoäbtung be* Unterhalt* Berpflublet gtwrfen fein 
Würbe. Sie 'Prüfung ba Stage, ob bie im einzelnen gaüe 
gefotbate Kien« fidj in ben Stengen hall, bc ba $afiung bt« 
StfabPflitbtigen bunb ha* ®cfe| gegogen fixb, gebärt, wie 
ba« S®. fdgon fehle oft au«gcfpto<ben bot, gum Btrfobttn 
üb« btn ®runo bt* Bnfptuib«. SDtmgemäft bürftc im bor« 
liege oben galle ba SSnfpnub ba uuw. SL fo, wie n nbobrn 
Worben ift, teine*fflll* jür bem ®tunbc naib hercibiigt erllätt 
Waben, kenn fie bot bie SKenle auf ihre £<ben*baua, nicht füt 
bie mutmafelube SDaua be* Heben« ihre* tctflorbencn Sianue* 
geforbtrL ffle bie Klagfibrift «gibt, ift fiib ihr afiinftang- 
Iitber SBatteta wohl bewugt gtwefen, bah fie eine Diente. 
(einegfaU* übet bie mutmafelube Bau« be* Hebert« bei ®t> 
töteten binau« btanfpcuibcn (önnt, er bot ab« gemeint, btn 
für fie. gefüllten dnttog bunb kt' Behauptung begrünben. gu 
(ömten, bap bieje mutma(liibe Htbenöbaua lemeufaU* gennget 
anguntbmen fei, al« bie mulmafilitbc SDaua ihre* eigenen 
Heben*. Da« Bcrufung*gai^t bol mbe« niibl geprüft, ob bie* 
gulreffenb fei, bagu auch gar leine Unterlagen gehabt- @*. 
fommt ab« batauf übetbaupt gar nicht an. (Scfotbtrt ift, bie 
Diente nicht auf bie mutmafslicbe Hebtnibaua bei Klägerin, 
fonbern für ihre imitiupt He benagen. SDiefe tonn felbfiöet-- 
fuinblid) febr Wohl üb« ba« SKafe, ba« jrfgt un Biege ba 
Bamuiung feftgcfteUt Waben tonnte, unb auch üba bit Jen. 
bmau*gebrn, bc ihr 'Kann ohne bat Unfall mulmaglub noch 
gelobt hoben würbe, SDuab ein Urteil, m bem bet Klägerin 
eine Diente auf rbte Hcbenögeit gugcfptoiben wirb, Ware alfo ba 
Beilagte ba @cfabr auigefept, ihr bitft Diente üba bc int 
§ 844 beflinunte ®iengc bmcu« gewähren gu müjfen. 
folibc* Urteil iß baba auf teiurn SoD guläfftg, ba« gilt tbcnfu 
füt ba* fbnbutiril, wie füt ein JnufcbenurleU un @ümc Bon 
§ 304 3ÜD. SKuib füt ben IStfobanfpaub bc« minbajäbtigcn 
Slildäget« S- BL befiehl bie Befibtänlung, baß a eine Diente 
nut füt bie mu «na glühe SDaua be* Heben« feine« Batet« be* 
anfptutben iann, guglecib aber bie weiten Suriebränlung, ba| 
fein Stbabenletfapanfpcuib au<b nut füt bie Seit, für Welibc et 
nach btn Bcftimmungen in §§ 1602, 1803 B®8i rin in 



110 


Quriftifdje SJod^enf^tift. 


4 . 1908 . 


Umerhaliöanfpruch an feinen ©ater gehabt haben tourbe, befielt. 
Der jefci etfemtenbe Senat h at inbe« in neuerer 3eit bereit« 
öfter angenommen, bafe e« nicht unRatthaft fei, bie ja bien» 
mä feige ©egtenjung ber 3*d» für meiere eine Sterrte }u ge* 
wahren fei, bem ©«fahren über bie £bh* be« Anfprucb« bor* 
jube^alten, unb hat bementfpre<^enb aud? ^ier bauen abgegeben, 
ba« angefoebtene Urteil aufzuhefeen. 3« fllarRettung ber zeit* 
licken ©renje, bie für bie AnfprÜcbe ber Äläget unbebmgt 
befielt, toar e« aber mit fRüdRcht auf ba« unrichtige fllag* 
gefuch ber üagenben JBittoe geboten, bie« in bem SlebtRon«* 
urteil fo, toie gef^e^en, ju befonberem AuSbtud ju bringen. 
(Sine tetttoeife Äbtociftmg ber JUage tft barm nicht enthalten, 
ba, toie oben bemerft ifl, bie SBittoe ebenfalls nur eine diente 
für bie mutmafeliche Dauer be« £ebcn« ihre« SRanne« ^at 
forbem toollen unb bie« nur in einer unrichtigen 2Betfe jum 
AuSbrud gebraut bat. Die Äoften bet SirbifionStnflani finb 
be«balb im tooDen Umfange bem ©eflagten auferlegt toorben. 
2. c. 51., U. b. 28. Dez- 07, 118/07 VL - Seile. 

8. §§ 1353, 1354 ©©©. SJiifebrauch be« Siecht« auf 
^erfleflung ber ehelichen ©emeinfebaft mabrenb ber Dauer be« 
©h<Rb*ibung«prozeRefl. ©ehauptung Rhtoertoiegenber ©ortoürfe 
erforbem jur ihrer ©eachtung befonbere tatfäcblie^e ©ebauptungm ; 
bet gute ©Iaube reicht nicht au«.] 

Saufe be« jtotfehen ben ©arteten Rhtoebenben ©rojeffe« 
toegen Anfechtung bjto. Scheibung ber @h* tourbe ber getrennt 
bon ihrem ®h*gottcn lebenben Klägerin im 5öege ber emR* 
»eiligen Verfügung bi« jur Sied>t«fraft be« im Gljeptojefe CT , 
gebenben Urteil« eine Sleute ücm monatlich 750 M recht«fräftig 
jugefprwhm. Auf Antrag be« ©eflagten erhob nunmehr bie 
fllägerin gemäfe ber §§ 926, 936 hn orbentU^en ©ro* 

jeffe bie IHage auf ©etoährung ber genannten diente. ©eflagter 
tourbe berurteilt, bie SlebtRon tourbe juriidgetoiefen : Da« ©e= 
rufung«gericbt hält bie 5Uägerin für berechtigt, bie ^xtRettung 
be« ehelichen fieben« ju bertoeigern. Der ©eflagte habe im 
Anfechtung«projeffe geltenb gemacht, getoiRe an bem flörpet 
ber Älfigerin brrborgetretene ©tfchrmungen förmten bie Rrolge 
gonorrböifchet obeT fhPbUttifcber , bureb ©efchlechtäberfehr ent* 
ftanbenener 3nf*&ion ober jum 3Teil onaniftifcher Sdpäbigung 
fein. Untet folcben Umftänben fönne ber Äl&getin nicht ju- 
gemutet »erben, toährenb be« ©b c f < ^ e *b un 8^P t0 B e ffr« bie bä“«* 
liebe ©ememfehaft mit bem ©bemann aufrecbtjuerbalten; ein 
hierauf gerichtete« ©erlangen be« ©bemanne« Rette jicb biel* 
mehr al* SJftfebrauch feine« Siecht« bar. Die SlebiRon führt 
bemgegenüber au«: ber Annahme, bafe etn StechtSmifebrauch im 
Sinne bon § 1353 SB©©, borliege, fehle e« an ber etforber» 
liehen ©egrünbung. Den n e« fei nicht feftgeftettt, bafe ber ©e* 
Ragte feine ©ehauptungen toiber beffere« fOtffcn aufgeftettt höbe. 
Seien fte bon ihm nach feiner beften Überzeugung aufgeftettt, 
fo höbt et in ©ahrnchntung berechtigter 3utcreRen gebanbelt. 
Auch fomme ihm nach § 1354 ©©©. al« ©bemann ba« Siecht 
ju, 2öobnort unb ©Bohnung feiner dhefrau mafegebenb ju be* 
ftimmen. Die SlebiRonSangriffe geben fehl. Der 5Re<htefeegriff 
be« 5lifebrau<h« m § 1353 rft nicht berfannt, toenn ba« ©e* 
rufung«gericht angeftcht« ber bon ihm herborgehobenen UmRänbe 
ba« ©erlangen be« ©bemanne« auf £erRettung ber h&u«li<h' n 
©emetnfehaft al« ebetoihrig anfieht. Auf ben guten ©lauben 
be« ©eflagten lärm e« allein nicht anfommen. Stellt er fo 


f<h»ertoiegenbe ©ortoürfe gegen feine ©b** 1 ®“ auf, f° Bnnte 
e« ihm nur jur ©ntfcbulbigung getrieben, toenn ibm begrünbete 
tatfac^ccbc Anhaltipanhe für feine Annahmen jur Seite Rehen. 
So toie fic borgebracht Rnb, crRbeinen bie ©ehauptungen be« 
©eflagten abeT lebiglicb al« bage ©ermutungen. $arf hiernach 
bie Klägerin bie §etfkeQung be« ehelichen Sebcn« bertoeigem, 
fo tann bon bem Siechte be« ©bemanne« au« § 1 354 ©©©., 
ffllobnort unb SKobnung ju beftimmen, feine Siebe fein. Stad» 
feinem Sffiortlaut unb Sinn böt biefe« Siecht be« ©bemanne« 
Zur ©otau«fcfcung, bafe Ztoifchen ben ‘©b^flöUf” Pw ebelicbe 
Seben«gemeinlcbaft tatfäcblicb fortbeftebt, unb iR bie« bom er* 
lennenben Senat bereit« in feinem Urteile bom 8. SRai 1907 
au«gef proeben. b. SJi. c. b. ®i., U. b. 9. 3<m- 08, 207/07 IV. 
— Stuttgart. 

9 . §§ 1871, 1427, 1428 ©®8. ©egriff be« „ehelichen 
Auftoanbe«".] 

2)ie ©arteten Rnb fett 1884 miteinanbfT berheiratet, leben 
aber feit Oftober 1906 getrennt, ©or ber ©befchliefeung b<*P<n 
Re bie ©emeinfehaft ber ©ütcr unb be« ©rtoerb« au«gtfchloffen. 
Söie ©eftagte bezieht au« einer für Re eingetragenen ^ppotbef 
bon 30 000 M jährlich 1 500 M 3i fl f ni ^ 0inmrn - ÄlÄger 
beanfpruebt bi^bmi Pi« ^ülRe al« ©eitrag zur ©cRreitung be« 
ehelichen Auftoanbe« unb bat bie ©erurteilung ber ©eflagten 
§ur 3öblwxg &on zufammen 562,50 M beantragt. S5ie Älage 
iR in ben ©orinRanjen abgetoiefen. Si®. b©& ouf : $*r 

©erufung«ri(hteT erfennt an, bafe bie ©eflagte nach nnter 
ben ©arteten beftebenben ©üterrecht an unb für Reh gemäfe 
§§ 1371, 1427 ©©©. berpRichtet iR, bem Äläget einen 
©eitrag z^t ©eRrettung be« ehelichen Auftoanbe« ju leiRen. 
@r erachtet aber ben erhobenen Anfpruch um be«toitten für 
unbegrünbet, toetl bie ©arteien gegento&ttig unb — toie er 
ohne nähere ©egrünbung annimmt — bauemb getrennt leben. 
Da« St®, hat bereit« in Sachen £aac! toiber §aac? IV. 489/06 
mit Urteil bom 27. SRai 1907 biefe Stecbt«anR^t a!« irrig 
bezeichnet unb au«geführt, bafe unter „ehelichem Äuftoanb" 
nicht blofe ber bureb bie tatf&blicfee Ausübung ber ehelichen 
©emeinfebaft, fonbern ftblcchtbin ber bureb ben ©eftanb b tx 
©b« berurfaebte Äuftoanb zu berReben fei, bafe bie ©eittag«* 
Pflicht ber $rau auferlegt fei al« Au«Rufe be« ehelichen ®üter= 
ftanbe« zum Ausgleich für bie ibr felbR borbehaltenen ©er? 
mögenSnufeungen, unb bafe bie gfrage, ob unb unter toclehcn 
©orauSfefeungen Re auSnahmStoeife ben ©eitrag |ur eigenen 
©ertoenbung zurücfbebaUen bürfe, in § 1428 erfihöpfenb ge» 
regelt toerbe. An biefer ©temung, |u beten näbem ©egrünbung 
auf ba« in ber 3®- 97 6. 481 ,§ abgebrudte Urteil bertoiefen 
toerben barf, iR feftjuhalten. Jf. c, Ä., U. b. 13. 3«n. 08, 
479/07 IV. — ©ofen. 

10. §§ 2050, 2303, 2315, 2316 ©@©. Ober An= 
rechmmg eine« mit einer ©egenleiRung babunbenen ©orempfang« 
auf ben ©Richtteil.] 

Die ©eflagten Rnb bie Söfme unb attemigen DeRamcnW* 
erben ber am 21. 3uli 1905 berRorbenen ©rblaRerin. Äläger 
iR ber einzige Sohn eine« bereit« borber berftorteuen britten 
Sohne« ber ©rblaRerin. ©ejüglich biefe« Sobne« batte bie 
(SrblaRerm in einem SteRamentSnathtragf beRimmt, bafe er, „in 
SlüdRcht auf feine beRere ©crmögen«Rettung bon ©ater« Seite 
nunmehr bon meinem Stacblafe nicht« mehr erben fott". 



37. Qafrftcmü- 


QuriftifcEic fflotfjtnfdjrift 


111 


5aßi et ftd> inricn Bcßimmungtn nicht unterwerfe, foBe er 
nur bat gtftfflieben $fl^ucü «batten unb fl6 barauf aHtb 
anredenen laffen, Wat « 6ti Stbjtiten ba Sr blaff ran an- 
ttebnungifäbig Don ihr «halten haben wüibe. Klig« forbert 
im Brojtffe Mn ben Betfaglm bi» ^enuisiablung bei ^Iffiebu 
leili. ®i» Bcflagtm beantragen Klagabtoeifung, ba ftd? bei 
Klag« auf ben lijUcbttal »inen (Betrag non 46 483,21 M an. 
juie^nen babe, ben bic Srblajfnin traft tinti in 3Sot 1900 
getroffenen befanbam Äbtommen« mit bem Batet bei Klägnt 
in (gefeilt einet auf feinem Oute für bie Srblaffctin eingetragenen 
fjppotbet an biefen abgetreten bat. Die ißarteien ßrtiten taitn 
nöberen Darlegungen Aber ben Inhalt jenei Sbtornmeni, ob 
Wäger ju ber Snreebnung turpffiebt« fei Dai K®. bat bie Be. 
Ilagten Jur Sablung bon 27 539,86 M benirtcUt. Xai 31®. 
bob auf: Der Kläger iff bon bet Srbfolge in bat Bermügen 
feiner ®roffiraittre auigefebloffen worben. Danach iff ex an 
mb für ft(i gemäff § 3808 berechtigt, bon beten Srben ben 
flfhcbttcil ju bcrlangen. Xnefet ftnibrud; ift auii nübt babureb 
aBein febon hinfällig geworben, baff ber (Batet bei Mägeti 
tm SÄai 1900 butei äbttetung ber §ppotbeI bon 46488,31 M 
bon ber SrMaffam ftffon bei bettn Sebjeiten gerabe baijenige 
«halten bat, wai ibm bic Stblafferin in ihrem Zeffamente 
Dom 35. Otto ber 1899 für ben ZobetfaB jugebeubt batte, 
öare ei bieebri tut blieben, fo würbe er jwar bei einem Sta*. 
laffbefembe bon 318 501,78 M im Bflufftttil triebt Perlttrjt 
worben fein. BBcm ba naeb §3811 8®B. ber Berechnung 
bei fffffübtteili gcunbfäfflirb ber Bcffanb unb bet Hfttt bei 
Saeblaffei jur Seit bei ScbfaBei jugrunbe ju legen ift, fo ift 
tr bureb bie blaffe Zatfaehe ber oerfrübten, beteiti unter 
Sebenben gefebebenen Buroenbung bei fern in Äuifieht gefüllten 
lirbtetli triebt bei Snfpeuihi Oedoftig gegangen, bon bem tat. 
fatblitb bntterlaffmen Vermögen ber Stblafferin ben ffiffiebtteil 
ja fotbem. 6i banbeli fei mitbin nur barum, ob jene 
gppothricnabtreiiing alt Butoenbur.ft im Sinnt bet deftffei 
anfjufaffen iff, unb ob filb bet Kläger bejabenbenfaHi biefe 
3nWenbung auf ben fflfliebtteil ober boeff ntmbeffeni auf ben 
für Berechnung bei Bffichttcili maffgebenben gefeffli$en Srbteil 
anre iffntn ju laffen bat (§g 3815, 3816 8®8). 31cm 8e> 
nifnngtriibter iff barin beijutreten, baff bie Snmbnung auf 
ben ffffliifftteil 7)101 ber Stblafferin rabtiwlrlfiun nicht ein. 
fertig bumh iffre IcfftWiBige, oben wiebergegebene Beifügung 
»om 7. !Juni 1900 angeorbnet werben tonnte. § 3 8 1 6 ütbf. 4 
nimmt auibtüdlich Bejug auf ff 3815 Slbi 1 unb bort iff 
imjweibeutig oorgefiffrieben, baff auf ben 8flt$tteil nur anju. 
reebnen iff, Wa4 bem ffiffiifftteilibere^tigten bureb SRethttgeffhäft 
unter Sthenbtn mit einet bementfpreihcnben Beffitnmimg ju> 
gemenbet Worben iff. Zer Bmifungtrichtei befiffräntt f«b 
Oec halb mit SReebt auf bie Prüfung, ob jWiffben ber Stblafferin 
nnb ihrem Sohne 8. bei Sbtretung ber £bpotbe( e<* ber. 
artiget iHeebtägtftbdft unter Sebenben juffanbe gtfonnnen fei. 
Sr sertrant rach», baff Met*“ bie fftUftbmeigenbc Betätigung 
rtifftigef^äftliiben 5BtHen4 genüge, tommt aber au4 umutetbenben 
imb jutn Zeit reebtiintümliebrn @rtuiben ju bem Srgebnte, 
baff beerffir nicht tut geringffe Slnbalt gegeben fei. ®<tbei eff 
nämlich niebt in Betracht gejogra, baff naib btt Behauptung 
ber Beüagten, bie niebt für iniberlcgt eraiblet iff, bem (grafen S, 
all er im Wat 1900 feint Blutter, bu Stblafferin, baju 


beffimmte, iffm bie #Bpotb»( ber 46 483,31 M jtfft fiffon 
unter Sebenben abjutreten, ber Jnbalt tp«* Zeffamnl# Born 
36. Oftober 1899 belamu gewefen iff. Sr muffte mithin, wie 
fite bie SeBcjion ju nnterffeOen iff, baff fern feine SXutttr na<b 
ihrem Zobc bie jjppotbe!, unb jwar Bon gtwiffen nebenfäcblteben 
Beflimmungen abgefeben, a!4 einjige Suwenbung unb Xbfinbung 
aui ihrem ßta^laffe ju übereignen beabfufftigte ; baff bie 8rb> 
laffetin bei äbiretung bet §ppotbel im SMai 1900 anbera 
Sinnei geworben fei, fiffeint auiff Bom Berufungiriibttt ni^t 
angenommen ju werben. KeincifaEi folgt biei aut bem turj 
barauf erriibteten Zrftamenttnaibtrage Bom 7. fjum 1900. 
Zbe barin tunbgegebene Slbfnfft, ben Sohn S. Billig Bom 
mütterlichen Slaeblaff auejufifflieffen unb iffr ju binterlaffenbei 
Bermägtn lebigliib ihren berben anbem Sühnen juguWcnbcn, 
lieff füb. Wie eingangi auigrfsbrt Würbe, burib IcfftWiBige 
Beifügung allein überhaupt nicht rneuhen. Zaraui folgt aber 
leineiWcgi, baff fw biefe ihre übfiiht lebigliih burth teffamen. 
tariflhc Knorbnungen ju BerWirtliihen gefiupl habe. Si iff 
oitünthr nicht auigefihloffen, baff fte ihrem Sohne S. |<hon 
bei Hbtretung b« ^ppothel, auf bie ün fflaihteage gerabe 
Bejug genommen wirb, ju relmnen gegtben hotte, er fei hier, 
mit püBig abgefunben ob« mit anbem SBotten, tr habe fiep 
ben Borempfang au<h auf feinen etwaigen Bflühtteil anjureehnen. 
®anj abwegig iß, wenn bet Berufungtriihter fermt gegen bie 
Bettagtm BerWerten ju lütenen glaubt, baff bie Stblafferin in 
ihmn älteren Zcffamente Bom 36. Dttob« 1899 „leine Kui> 
gleiihungianorbming eelaffen habe". 3>enn ju bieffr Seit hatte, 
fotoeit erheßt, ®raf S. aui bem Bermbgen fein« Biutt« unter 
Sebenben überhaupt noüb (einerlei 3&bKnbung «halten, füt 
beren SUiigleiihung ju forgra ffe hätte Beranlafft fein (ünaen. 
Snblicb batte b« Berufungiri<httr, wenn ihm bie eigentlilbe 
ffiiBenimeinung b« Stblafferin jweiftlbaft «f<hien, (eineifaBi 
bi» am Sebluffe fein« Sntffbetbwtgigrünbe ermähnten bierju 
geffcBten BeWeiianttägt üb« gewiß» Bon b« Stbfafftrm im 
Ifamilienhetf» getane Pufferungen jurüitweifen bürfen. ftreiliib 
tann eine Berpffiibtung bei Klägeti, fiih bi» feinem Bat« ab. 
getretene $bPotbet Pon 46 483,31 M auf fein BffiifftteU ob« 
bo<b mtnbeffeni auf fern Srbteil am groffmütterlnhcn Baifflaff 
anreibntn ju laffen, nur bann in fjtage tommen, wenn mit 
ber $bpothebmabtretung eine SüWenbung im Sinne b« §§ 33 1 5, 
3316 onbunben rate § 3050 8®B. ooBjogen Worben iß. 
Si fehlt im SteeitfaBe niifft banm (3SB. 08 Beil. S. 268 1 **), 
baff bie Stblafferin ihrem Sohne S. fnntrjert Me ßnitige 
$ppotbet fRiweßig ali erneu iffm jugebaihten Borteil, imb 
jwar alt einen foliffen, auf ben « bei Scheiten b« SrMaffetin 
jebenfaHi (ein Ptireht batet, überlaßen bat. Soweit a feh 
bafttr ju ®egenteiffnngen Paftanb, bleibt einmal ju unterfuehen, 
ob bai Sntgelt jum Xaigleiih für bie Baluta ba ^ppotbef 
felbß ob« niifft pitlmtbt bloff für beren Borjritige tlberiaffung 
beffimmt war. gern« ob rin Bnjiebt barauf, nach bem Zobe 
bn Btuten auf einen gewiflen Bcfianbtnl ibrei Bermägeni 
(eine anbaweitige ^ppotbei Bon 58363,68 M) Srbanfprücbe 
ju «beben, bie fern im §aße gänjlieb« Pbfinbung unt« 
Sebenben obnebiri n«bt jtiffanben, überhaupt aM entgeltliehe 
Seiftung aufjafaffi« fri. SnMieb Wirb ju prüfen fein, ob üb«, 
baupt bu Sntgeltliebleit bei Sefcbäfti grunbfäfflieb ben Sbawd« 
b« SuWenbung autfiplufft, junul peerbei wenigfteni im ffaBe 



112 


Quriftifdje ©offjenfdjrift 


4. 19Ö8. 


bei § 3060 Hbf. 3 eim reißt« gejcßäftlKße Hbmacßung jmtfißen 
bem Gtbtaffer unb bem Empfänger btt 3utoenbung üorau«* 
gefcßt ifl, bti meinem ftiß btr leßteTe — au«brüdliiß obtt 
ftiüfcßmeigenb butd? Hnnaßme bcr unter biefer Huflage ihm 
gemachten 3 u b>cnbung — mit bcr tünftigen Hu«gteicßun 0 ein» 
berftanben erflärt E« läßt fiiß ble ^rage auftoerfen, ob btr 
Gvblaffer butiß eine IcßtmiUige Hnorbnung btt Huögleiißung 
mißt menigften« btn Erbteil eine« Hbtommhng« unb babunß, 
metl fuß nacb btt $öße bti Erbteil« gemäß §§3303 Äbf. 1, 
2316 Hbf. 1 aueß btr Pflichtteil bemißt, mittelbar gugleitß 
btn Pflichtteil ßerabmtnbem lann. SDaß bet ÖrHaffer bermöge 
btt Xeflierfreißeil unter feinen gut gefeßlicßen Erbfolge ge* 
Umgenben Hblömmlingen auch UßttotÜig, fei ti bureß 2cihmg$* 
anotbnungen obtt bureß Betmäißtniffc ober Huf(agen btt Hu«-- 
glacßung naißträgluß berbetführen lann, ift niebt gu begmeifeln. 
Hüttn bte ifreißeit be« Gr blaffet« ftnbet naturgemäß ißre 
Qkenge in bem gcfeßiußen Sßfliißttcitereißt bet Hblömmlmge, 
ba« bureß be rostige Hnorbnungen nidjt bcaniräißtiflt merben 
barf. 35atau« ergibt fuß, baß bei Ermittlung be« rechnungs- 
mäßigen, unter Bertidrußtigung bet Huögleüßungäpflttßt gu 
bilbenben gefcßliißen Erbteil« (§ 2316 Hbf. I) biejenigen 3 11 * 
menbungc», meliße etfi bureß IcßtmiUigr Betfügung al« anl* 
gleiißungöpfliißiig ctUäti toorben fmb, infotoeit außet Betragt 
ju bleiben haben, al« fie gu einer 3Kuibetung be« ^füeßtteild 
fügten mürben, menn c« nadj bem Beftanbe unb bem SEBert 
be« 3iaeßlaffe« jur 3«i be« Erbfall# (§2311 Hbf. 1) gujüglicß 
btr gemäß ber brei Hbfäßr be« § 2060 fitß ergebenben Hu«; 
gleiißungipofien (§ 2316 Hbf. 1) berechnet toitb. ®aß bie« 
bie Huffaffung be« (Befere« ift, ergibt aueß § 2306 Hbf. I 
Saß 1 B(B®., monaiß alle buteß 2eilung«anorbnungen, B«t* 
mäißüttjfe ober Auflagen angeorbneten Bcfeßrärdungen unb 
Befcßtommgen be« al« Erben auf nußi mehr al* ben Bflußt J 
teil eutgefeßlen fließ tterlöbcreCßtigten ju ftieicßen fmb. E# »ft 
lein @runb etfußilicß, marum gum ‘Jlacßteil beseitigen Bflüßt* 
teiUbmchtigten etma« anbere« gelten fottte, ber nidjt al« Erbe 
berufen, f entern Don ber Erbfolge auögefißtoffen unb babunß 
gemäß §§ 2317, 1967 Hbf. 2 lebigltcß Waißlaß gläubiger 
auf ben Bfließtteü«aniprucß geto orten iß. 3Rii SHecßt bat 
b«#ßalb ber Berufung#ri<ßtcr betn 2cftament«nad>trag bet Erb* 
lafietm bom 7. %un\ 1900 für fiiß allein bi« Kraft abgefproißrti, 
btn Kläger gut Hnrccßmmg be« Borempfange# bet Hnpetße!, 
fei e« auf ben Bflußtteil, fei e« auä) nur auf ben hierfür maß* 
gebtnben gefeßlußen Erbteil, ju nötigen. SDagegen bebarf e« 
einer fhlüffigen unb oon HccbMicrtuni freien ®egtünbung, 
)uenn er bie bureß bie gange Sachlage gebotene 21 nnaßmc nicht 
gelten laßen tmH, baß E. gut Hnreeßnung be« 2 >orcmbfang« 
auf btn $fli$ticil bon bet Erblaßetin minbeften« ftiflfthtoeigenb 
unter £ebtnben gekmben to erben fei. b. ®. e. b. U. b. 
4. 3äk. 06, 261/07 IV. r- Berlin. 

3 ibilprogeßorbnung. 

UL §§ 313 31t 3, 682 3^0. »iaugd be« Satbefianbe«; 
folgen bet unteslaßenen ®rogeßrüge für ba« Urteil be« 'JUS.J 

5>a« ®enifung«urteil tonnte mißt aufreeßtesbalten toetben. 
3ßw feßlt .unad'u «in ben Hnfoxbetungen ber §§313 H». 8 , 
532 3 ® 0 . entfgwetßenber ^-atbeftanb. 2 )enn bet mit „lat* 
beftanb " uberjtßr icben e leil be« Urteil« enthalt anftatt einer 
Xarftellung bc« öaeß* unb äteeitßanbc* nur eine Bertoeifung 


auf ba« Urteil I. ^nftanj, auf fünf €>(ßriftfäße unb auf bie 
Hnlage eine« toeiteren Seßriftfafe«. ffiare biefer Mangel bon 
ber Hebiftrm gerügt toorbeit, fo ßätte fißon au« biefem (Brunbe 
ba« Bemfungdurteil aufgehoben toerben müffrn (bgl. bie Urteile 
be« SR®. 3®. 00 6. 474**, 672«; 07 & 205»», 311*», 
483»*). 2>a« Hu«hleiben ber SRemfionirüge nötigt mm gnwt 
gu bem Berfucße, fatßluß auf bie angefoeßtene Entfcßeibung 
eingugeßen (§569 3$C).) Hflein bei ber Urrflarßeit be« Streite 
ftanbe« füßrt biefer SBcrfmß gu feinem btr Hufreißterßaltung 
be« Urteil« ermöglitßenben Ergrbmffe. (®ie toeitrre Begrünbtmg 
intereffurt nießt.) ®. c. ®. f U. tt. 7. ^an. 08, 232/07 IV. — 
Itüßelborf. 

1Ä. §§ 771, 802 3^ß- ®orau«feßung unb 3»»fläAig* 
feit für bie 3äiberfbnuß#flage im Sinne be« § 771.] 

2>er ®ut«befrßcr 31. m: «. batte fein Sebm bei bet 
Steuerlichen ®etfi(ßcrung«banf in iUüncßen mit 50 000 M unter 
ber Beftimmung öerfteßert, baßi bie Berfußerungifumme an ihn 
felbft gu begaßlen fei, toenn er ben 1. Html 1906 erlebe, unb 
an feine Eßefrau bann, »enn er tw biefem läge ftrrbe. 
er eine üeifaüme Prämie niißt begaßltc, tourbe ben ® ertrag«* 
beftmtmunge* cntfprecßenb bte Betftcßentng aufgehoben. $ne 
®rrfi(ßerung«t>olicf mar rücflauf«fäßig ; ber SHüdfaufiprci« betrug 
4 062 M. Hm 18. ®egembrt 1905 ftarb 3t über feinen 
Ütußlaß mürbe hon bem mürttanbergiftßen H®. in ®münb ber 
Kontur« eröffnet 35er Hniprucß auf ben Utm ber Berftcßerung«* 
baut gu gemäßrenben 3lüdfauf«pm« mürbe auf ben Hntrag ba 
Beflagtcn al« ®läubigerin ber ßßefrau 3t megen einer PoDU 
fteedbaren ftarbcntng burtß ben ©eftßluß be« H®. in ©münb 
oom 21 . ^ebnmr 1906 gebfänbet unb ber @läubigtrin gur 
Eingießung übertoiefen. S5ie Betagte nimmt beößalb bie 3tüd* 
tauföfumme al« Bfanbobjeh für fuß tn Hnfpntiß, mäßrenb ber 
tlagenbe Konturen« emulier fit al« ,ium Hacßlaß be« 31. geßöcig 
gut Äonfur«maffe gießen miH. 2>ie BerfUßerung«ban! al« Shttte 
fcbulbnerm ßintalegtc ben Hudtauföprei« mit 4 062,66 M bei 
ber König laßen jjilialbanl in 3Rüncßen unter 2^er«i(ßt auf ba« 
3ie<ßt bcr Hüdnabme. l'cn Klageantrag hat ber Kontur«* 
oermalter baßin gefteüt, 1 . bic bureß ba« H®. tu (Bmünb 
ermirfte 3wang«t)oHfiredung al« urtguläffig gu ertärtn unb 
2i bie Betagte gu öesurteüen, euigumilligen, baß ber ßmter* 
legte Betrag nebft Hinterlegung« juifen an 'ißn ßtcauÄgegeben 
merbe. JHe Betagte erßob in erfter 3lnße bie Einrebe bet 
Unjuftänbigtcil be« angerujenen bapnifeßen 8®. ut Hugöbutg 
unb beantragte btefcrßalb bie Hbmetfung ber Klage. Hüc 
3 ^nftangen ßtetten biefe Einrebe für begrimbrt . 2>w Eimebe 
ber Ungußänbigteit be« oom Kläger an gerufenen £®. Hug«burg 
ift gereeßtfertigt, menn bie twrliegenb« Klage eine ®ibttfpruiß«* 
Hage im Smm be« § 771 ifflE. ift $enn «in« folcße Klage 
barf naeß biefer Bosfißrift in Berbinbung mit beseitige« be« 
§ 809 bafelbft bei teinem anberen ®erüßt al« beinjenigen 
exßoben merben, in beffen Bcgisf bie 3tDflTigflboIlftreduiig erfolgt. 
Hl« bie« ®eritßi iff ßier, ba e« fuß um bii Bfänbung eut« 
^orbetung ßanbelt, ba« ^®. angufeßen, in beffen Begirt ber 
Bfänbungeb«f<ßluß criaffcn ifl, alfo ba« mürttembtegifcße Ö®. 
über ®münb (3t«L 66, 377; 3©. 01, 330» u. a. m.), 
mißt aber ba« baberifiße ^®. Hugöburg. 3uläfrt0 ift gmar 
bie ©iberfpruiß«Uage nur fo lange, al« bie 3 ruang«ooHfaedung 
nwß mißt beenbet ift. 2)icje Pon bcr SKebifion al« mißt 



37. 3 1, l) r 8 a "9- 


3itriflifd)C SJoificnfdjvift. 


113 


gegeben bejeiifnetc Sorautftßung iß abn bin Bor bim ben- 9iiift 
S4w n burtf bi« $mtnlegung bei Betragei b«r im ffiege btc 
3oangtooUßie<Iung gebfänbtten JJorbetung, fonbem erft bunf 
bi« (fin uoif mdjt erfolgte) Beßiebigung bei Släubigert mit 
brm finlnlegten Betrage toitb bi« 3»<>ng8bo[[fh:ti!uTig ju ifrem 
Snbe gefüftt. Sie fcmlntegung falte nur bi« SBirlung, baß 
alt ©tgenßanb bn 3'wü'8**i>HßeeiIuBg au bie Stelle b«t 
gebfänbetnt gotbnung nunmehr bn fmtnlegte Smog gttttten 
iß. Sn btm bn bmtnltgmbm Sant etUärie Snjiift auf bie 
Sudnabmt bet finlnlegten Betraget finbert jtoar, baß bit 
Sani Zünftig Snfßtüife auf ben fmteelegten Betrag gtltntb 
matten lann, laßt aber bi« grog« unbetüfrt, ob bn Klägn 
obn ob bn Stflagte bi«f«n Betrag für fiif beanfpruifen baif. 
Sit Snnafme bei Berufungiruftert, bit augcßeüte Klage fei 
nu« JUagt oui § 771 880- iß nidjt ju beonftonben. Sn 
JHägn ali Slaiflaßloiiluii&ertDaUn lann auf btn (unterlegten 
Stüdlaufbreii nur infotoeit für bit Konlurimaße Snfprutf 
nfeben, ali «in folifer Snfseinf btm (ftblaßn 91. jußefen 
toiub«, totnn n ntnf lebt«. Sn Klägn behauptet, btm 8 t b- 
laffn toürb« in bi«f«m «falle bai Sigenlum an btm 9tüdtauf* 
greif« jußefen, alfo ein bie Bnänßetung finbembei Stift an 
bitfrm (Stgeußanbt bn 3 ®<‘ngi»o[lßrtdun 0 - Sn 8 »eet bn 
Klage iß bit »efeitigtmg bn auf Sntrag bn Betlagten für 
bitft grgtn bi« (Zfefrmi 8 . ertoirtten Stnongigfänbung, bie ßtf 
in SJibetfJiruif mit btm Eigentum bei ffitblaßni fege. ®erob« 
bitfem 3»e<I bient abn bit burif ben § 7 7 1 getoäftte Klagt, 
bei bn ßif bie $aritien mtft toi« jtoei (Sigenlumiprötenbenten, 
fenbnn ali Oigentümn unb 8 fänbungt> 8 fimbgläubign gegen* 
übetßefcn. Sn ®runb bn Klage iß jtoar bat materielle 
(figentumiriift bet (StMaßeti 9t, biefri Steift batf abn bn 
Jtlägn, folonge bi« 3 s»«ngt»oßßt«fung noif fftoebt, gegmübn 
btm 8 f«nbglüubign nur in bn btojeßuolra «form ber Klage 
aui § 771 grllenb maifcn, alfo autf nur untn ihiabrung bn 
bort für bie Sußänbigleit bei ©trieft« gegebenen Sorfiftißrn. 
Sieft jtomgenben bßtniUtf.ttiftluftn SBotfifrißen toürbtn naif 
btm Belieben bei Klügni in ifm ÜBtrtung befeixigt tonben 
löimtn, toetm man ifm neben bn Klage aui § 771 nof eine 
anbtrt lebigliif ir.almell-reiftlufe Klage Ingen Serlrßimg feinet 
©gentumi getoofttn Wollte, bie an bit im § 771 beßhnntttn 
Sorautfefungen, inibefonbne finfufilief ber 8 ußönbigteit bei 
fflrriefti, nieft gebunben toärt. Sai ©egenteil folgt aulf leinet* 
biegt aut bem »cn bn Äebißon in Bejug genommtnen Utttil 
bei ßteüfignüfii bom 26. getruar 1898 QäS. 98, 216’). 
Sott loirb bielmtfr nur auigcfüfrt, bie Steeflibefelfe 
aui §§771 unb 776 8$0- beträfen nur bat Btt* 
fältnii bei SBibetfßtuifibetedftigien jum 8 !&nbungigläubigcr, 
ließen abn (ein Berföltmi jum Sifulbnn ober einem Sritten 
unbetüfrt; boef lörnre bie jisilwftiicfe Klage gegen bat 
Sifulbnet abn ben Sritten mit bn ffiibnßmufitlage 
gehäuft tonben. 3 »ar beftfranlt fiif bn in bn I. gnßanj 
gefüllte Klagantrag nieft auf bat Snlangen, bie im ®ege 
bn 3 b»ngtlMflßniliin 0 ettoirlte 8 fänbung für unjulajßg ju 
erlläten, fonbem forbnt baneben notf bie Bnurletlung bn 
Betlagten jur ®intoiHigung m bie Suijaftung bei fintnlegten 
Betrüge« jur Konturimajfe. Siefen Umflanb toürbigt abn bn 
Bnufunginifter juteeßtnb bafin, bn jtocite Seil bei Sntragi 
fei fibnßüfßg, beim fobalb bie 3 >oangioollßreiluiig für unju* 


läfßg erflärt tonbe, ngebe ßif bie Sufftbung bn BoUßmlungt* 
maßrtgel naif §§ 776 Sr. 1 unb 776 380- auif ofne ®in* 
toiHigung bn SJellagten bon felbß. Sie ^injufflgung biefet 
Seilt bei Klagontragei tonnte nUftt baton änbetn, baß bie 
Klage niifti Irnitn alt bie Beteiligung bn 8finbung etßrebt 
Sie 'Jialur bn Klage alt einn bloßen SBiberfbruifiHagf aui 
§771 iß abn auif nieft babutif befettigt toorben, baß ber 
Klägn in bn Berußmgimftanj btn trßrn Seil bei Klag* 
antragi fallen gelaßen unb nur ben ßneiten Seil aufrt$t> 
nfalien fot. - Koni. 9t. c. S., U. b. 10. San. 08, 203/07 VII. 
— Stugäburg. 

^anbeligefeßbuef. 

13 . §§ 256, 274, 282 $©$. Snlünbigung bn «t- 
fdfung bei ©nrnblafitai« einer SftiengefeHfifaß unb 3«Iäfßg* 
Zeit bei Beßflußci über bie 9trt unb ffiule biefet Crfäfung 
ofne Sntünbigung fittüber.] 

Sie bellagte 8.*®. befefloß: „Sai ©runblaßital bet 
©efrDf^aß toitb um ben Betrag bon 1 600 000 M etfbft, unb 
jtoar buref Suigabe neun auf ben ^nfaber lautenbn Strien 
jum Setrabelruge bon je 1000 XI. — Siefe Shien lonben 

jum Rutfe bon 110 8rojent auigegeben SUe bitfe 

Strien ftnb borjugitoeße junäifß bem Strionä« ©. anjubieten, 

mit Äcitfnungifriß bit einfifließluf 31. Sejembn 1906 

Soioeii bie neuen Strien bon ®. niift übernommen Inetben, 
ßnb fte junäcfß ben anbeetn Strionären gegen Batjaflung bet 
Bollen Bettagei anjubieten." Sn ©egenilanb iwtßefenbn 
Bcfiflußfaßung Isar bei bn Btrufung bn ©eneralsnfammlung 

auf feügenbe JBafe angelünbigt toorben : „ 7. ®tf öfung 

bei ©runblafitali um 1 600 000 M unb bementßireifenbt 
Snbetung bet ©efeBfifaßtherttagei." — Sn Klägn, toiltfn 
Sbionät iß, abn an ber ©ennalserfantmlung niift teilnafm, 
fat bie SnfeiftungiHage nfoben unb namentliif beantragt, 
bit Befiflüße ju 8unh 7 bn Sageiotbmmg für niefrig ju 
erlläten. Sai Si®. toici bie Klage ab, bat K®. crtUtlr bie 
Befiflüße füe niifrig, bai S®. fob auf unb toici bie Berufung 
bei Klägeti jurüd: Sa bn ®eftllfifaß4bcrtrag übn bai 
Bejugireift bn Sltionäte auf neue Strien leine Beßimmungen 
entfalt, lommt bie Sorfifnß bei § 274 $@B., gemäß toelifee 
„bie beabßifrigtt Snbetung bei SefeBfifaftibeetragi naif ifietn 
toefentlufen Unfall eetennbae gemaift tonben fall", übnfaubt 
niift tue Sntoenbung. Slebigluf barum fanbeit ei ßif, ob bie 
Boef ifriß bei § 256 §08 , naif toelifn bn bn 

©ennalserfammlung belannt ju nuifen, bit Bnfanblungi* 
gegenßänbc anjutünbigen ftnb, beclrft toorben tß. Sutf biei 
muß Sem eint tonben. Sie defäfung bei ®nmblapitali um 
1 500 000 M toar ali Bnfanblungtgegtnfumb boefiftißi* 
mäßig angelünbigt. Siefe Srfifung fifloß nottoenbig bie 
Suigabe bn neuen Shicn in ßif. Solle übn bie ©rfifung 
bei ©ninblabriali bcfcfloßen Serben, fo ergab fiif alfo ofne 
tocitnei, baß auif in betreß bn Strienauigabe eine näfere 
9iegelung nfotbnlüf toar. Siefe lonnte naif § 282 $©8. 
in bn SBeife erfolgen, baß jebem Shionär bai Bejugiteifi 
auf «inen feinem Snteil an bem filfetigen ®nmbtoj)iial ent* 
fbreifenben Seil bn neuen Strien jugeßonben tourbe, ei loimte 
abn auif eine onbere Beßimmung bon bet ©cnnatsetfammlung 
getroßen lonben. Sanaif iß ei ju mißbilligen, toemt bai 
Berufungigtriifi ofne ©mjifränlung bon einem „ben Slrionäten 

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•giuiftifdje 2Bo(geiifcf)rift. 


JW 4. 1908. 


gefeglig gemährleigeten BejugSregte" rebtt. 3>ie ättio» 
näre mußten Vielmehr mit ben bäben erwähnten (ülögligfäten 
regnen. Segen atlän berreb bie Snlünbigung einet Befglugfafiung 
Hier bie Grabung bei ®runb!apitaIS würbe (»mit lunbgelan, 
bag auch bie Htt bet SfticnauSga&c in ben Serrig ber Ser» 
ganbiung falle. Sichtig ift freilich, bag ei nach auSbrfidliger 
Sorfgäft bei §382 Bbf. 1 $@9. hei bem angeführten BejugS» 
rechte ber Shionäit fein BeWenben hehiUt, wenn ohne befonbere 
Sufafcheftimmung bie Srhbhung bei ®nmbtapitalS befglojfcn 
loirb. S!aS Stieg betrachtet bai BejugSrecht ber HItionäte 
ali bie Segel. SBifl bie ®eneralt)erfammlung ber gefeglieben 
Segel folgen, jo lann fte biefen Srfolg fchon baburg herbei' 
führen, bag fte bie Grbbbung bei ®nmblecpitals befglirgt, int 
übrigen aber eine auSbrüdlige Bcfglugfoffung unterläßt. 3n 
biefer Untnlajjung liegt bann bie gillfgWeigenbe BJigenS» 
äugtrung, tag ben Sftionären bai BejugStegt jupegen foB. 
BarauS ift aber nicht }u folgern, bag in ürmangelintg ber 
Snfiinbigung, ei foHe übet bai BcjugSregt ein befortberer 
®efcblug gejagt »erben, angenommen toerben müffe, bet gefeg» 
liege Segelfall toerbe eintreten. Senn bie (BentralDerjammlung 
hat bie igr bom (Belege oerliehcne Stacht, fieg für bie Sui= 
nagme bon bet Segel ebenfotoohl ali für bie Segel entfgeiben 
JU tonnen. Ser Bhionät mug beitoegen in ber CrteraetniS, 
bag eine Sutnahme bon ber Segel gemacht toerben lärm, 
bar